Devisen: Euro fällt unter 1,13 US-Dollar - Pfund etwas schwächer

Donnerstag, 14.03.19 13:15
Devisen: Euro fällt unter 1,13 US-Dollar - Pfund etwas schwächer
Bildquelle: fotolia.com
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag nachgegeben und ist unter die Marke von 1,13 US-Dollar gefallen. Im Mittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1295 Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1303 Dollar festgesetzt.

Belastet wurde der Euro von dem festeren Dollar. Dieser legte zu vielen Währungen zu, nachdem bekannt wurde, dass ein Gipfeltreffen zwischen den USA und China so bald nicht anstehen dürfte. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete mit Bezug auf informierte Kreise, dass ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping frühestens im April anstehe.

Das Treffen der beiden Staatsoberhäupter soll krönender Abschluss der derzeitigen Verhandlungen im Zollstreit zwischen den beiden Wirtschaftsmächten sein. Trumps Handelsbeauftragter Robert Lightizer hatte diese Woche von bestehenden Differenzen in den Verhandlungen gesprochen.

Das britische Pfund hält sich unterdessen trotz des festgefahrenen Brexits erstaunlich gut. Am Mittwoch war das Pfund zum Dollar auf den höchsten Stand seit vergangenen Juni und zum Euro auf den höchsten Stand seit Mai 2017 gestiegen. Gegen Mittag zeigte sich das Pfund dagegen etwas schwächer.

"Nachdem die gestrigen Geschehnisse nicht nur Beobachter, sondern auch die Abgeordneten des britischen Parlamentes zwischenzeitlich in totaler Verwirrung zurück ließen, ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch der Markt nicht so richtig weiß, was er aus den neuesten Entwicklungen machen soll", schrieb Esther Reichelt, Analystin der Commerzbank.

Die britischen Abgeordneten hatten sich am Vorabend gegen einen Brexit ohne Abkommen ausgesprochen. An diesem Donnerstag soll das Unterhaus über eine Verschiebung des Ende März anstehenden Brexit abstimmen. Wie lange die Verlängerung ausfallen soll und ob die EU diesem Vorhaben zustimmt, ist völlig offen./bgf/jsl/jha/



Quelle: dpa


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