ProSiebenSat.1-Aktie: Kommt jetzt das große Comeback?

Montag, 12.05.25 14:48
Bildquelle: Deutsche Börse
Wie geht es weiter mit der ProSiebenSat.1-Aktie – und lohnt sich der Einstieg aktuell? Viele Anleger blicken skeptisch auf den Medienkonzern, der seit Jahren mit strukturellem Gegenwind im TV-Geschäft, Digitalisierungsdruck und schwankender Werbenachfrage zu kämpfen hat. Zugleich setzt das Unternehmen verstärkt auf E-Commerce und Streaming. Doch reicht das für einen nachhaltigen Turnaround an der Börse?

Im Fokus: ProSiebenSat.1-Aktie


In der Zehn-Jahres-Betrachtung weist die Aktie von ProSiebenSat.1 einen Kursrückgang von im Schnitt -18,3% jährlich aus. Eine Kapitalanlage in Höhe von 10.000 Euro wäre damit auf 1.463 Euro geschrumpft. Indes ist das Anlage-Risiko unter Berücksichtigung der Verlust-Ratio* von 4,86 als hoch einzustufen. Doch qualifiziert sich die ProSiebenSat.1-Aktie nach den strengen Anforderungen im boerse.de-Aktienbrief als Champion? Sie sollten wissen:

Champions-Aktien verzeichnen seit mindestens zehn Jahren deutlich höhere und kontinuierlichere Kursgewinne bei merklich geringeren Rückschlägen als 99,9% sämtlicher weltweit an der Börse gelisteten Aktien. In boerse.de finden Sie zum Beispiel mehr als 30.000 Aktien – davon verdienen nur 100 das Prädikat „Champion“. Erfahren Sie jetzt, um welche Aktien es sich dabei handelt – klicken Sie hier…

Das folgende Renditedreieck zeigt die durchschnittlichen jährlichen Renditen der ProSiebenSat.1-Aktie über verschiedene Anlagezeiträume. Dabei wird auf der horizontalen Achse das Kauf- und auf der senkrechten Achse das Verkaufsjahr dargestellt.

 
2015   34,3                  
2016   2,3 -22,1                
2017   -6,4 -21,8 -21,5              
2018   -18,4 -30,9 -35,0 -46,1            
2019   -16,8 -26,2 -27,6 -30,4 -10,1          
2020   -14,4 -21,8 -21,7 -21,8 -5,8 -1,3        
2021   -12,2 -18,2 -17,4 -16,3 -3,1 0,6 2,5      
2022   -16,5 -21,9 -21,9 -22,0 -14,4 -15,8 -22,2 -41,0    
2023   -18,6 -23,5 -23,7 -24,0 -18,6 -20,6 -26,2 -37,4 -33,5  
2024   -17,7 -22,1 -22,1 -22,1 -17,2 -18,6 -22,4 -29,3 -22,5 -9,7
 
Ø   -8,4 -23,2 -23,8 -26,1 -11,6 -11,1 -17,1 -35,9 -28,0 -9,7
    2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023

Im langfristigen Vergleich handelt es sich bei der Aktie von ProSiebenSat.1 um einen Kapitalvernichter: Während die 100 Champions aus dem boerse.de-Aktienbrief in den vergangenen zehn Jahren Kurszuwächse von im Mittel +15,3% ausweisen, entwickelte sich ein Investment in ProSiebenSat.1 massiv schwächer und das bei deutlich höherem Anlage-Risiko. Unser Tipp: Sichern Sie sich jetzt den boerse.de-Aktienbrief kostenfrei und profitieren Sie wie bereits tausende Anleger von den konkreten Aktien-Empfehlungen. Klicken Sie hier…

ProSiebenSat.1-Aktie: PPF kontert MFE mit Barangebot


Am heutigen Montag, dem 12. Mai 2025, steht die ProSiebenSat.1-Aktie im Fokus der Anleger. Die tschechische Investmentgruppe PPF hat angekündigt, ihren Anteil an dem Medienkonzern auf bis zu 29,99 % zu erhöhen. Dazu bietet PPF den Aktionären 7 € pro Aktie in bar an, was einem Aufschlag von etwa 17 % gegenüber dem letzten Schlusskurs entspricht. Dieses Angebot übertrifft das bisherige Angebot von MediaForEurope (MFE), das bei 4,48 € pro Aktie lag. 

Die Aktie von ProSiebenSat.1 reagierte prompt auf diese Nachricht und verzeichnete einen Kurssprung von über 20 %, wobei sie zeitweise bei 7,21 € gehandelt wurde. PPF, das derzeit rund 14,94 % der Anteile hält, strebt mit diesem Schritt eine stärkere Position im Unternehmen an, ohne jedoch die 30 %-Schwelle zu überschreiten, die ein Pflichtangebot an alle Aktionäre auslösen würde. Die Unternehmensführung von ProSiebenSat.1 begrüßt das Angebot von PPF und sieht darin eine attraktive Alternative für Aktionäre, die kurzfristige Gewinne realisieren möchten. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass es zu strategischen Spannungen zwischen PPF und MFE kommen könnte, insbesondere hinsichtlich der zukünftigen Ausrichtung des Unternehmens.


* Die Verlust-Ratio ist eine Kennzahl, in der die Häufigkeit eines Kursverlustes mit dem gewichteten Durchschnittsverlust multipliziert wird. Je höher die Verlust-Ratio, desto höher das Risiko der Aktie. Zusammen mit der geoPAK10 und der Gewinn-Konstanz bildet diese Kennzahl die Basis der Performance-Analyse. Warum die Performance-Analyse so erfolgreich ist, können Sie hier gerne nachlesen ...

Quelle: boerse.de

Kontakt | Sitemap | Nutzungsbasierte Online Werbung | Werben auf boerse.de | Impressum | Disclaimer/Datenschutz