ANALYSE/Goldman: Konjunkturrisiken belasten Kion und Schneider besonders

Dienstag, 08.01.19 11:13
ANALYSE/Goldman: Konjunkturrisiken belasten Kion und Schneider besonders
Bildquelle: iStock by Getty Images
NEW YORK (dpa-AFX) - Angesichts zunehmender Sorgen vor einem konjunkturellen Abschwung beurteilt die US-Investmentbank Goldman Sachs die Aktien des Gabelstaplerherstellers Kion skeptischer. Es gelte jetzt, kurzzyklische Unternehmen wie Kion, aber auch Schneider Electric zu meiden, schrieb Analystin Daniela Costa in einer am Dienstag vorliegenden Branchenstudie zum europäischen Investitionsgütersektor. Die Risiken, dass die Experten mehrheitlich ihre Schätzungen zusammenstreichen werden, nähmen zu.

Costa senkte daher ihren Daumen über die beiden Werte und empfahl sie zum Verkauf. Das Kursziel des Kion-Papiers kappte sie unter anderem wegen angepasster Prognosen an die Kapitalkosten und gesenkten Schätzungen von 59 auf 42 (aktueller Kurs: 43) Euro.

Das Kursziel des Elektrotechnikkonzerns Schneider verringerte sie aus denselben Gründen von 80 auf 66 (aktueller Kurs 59) Euro. Dass die gesamtwirtschaftliche industrielle Aktivität abnehme, stelle die Franzosen vor erhebliche Herausforderungen, schrieb die Goldman-Analystin. Immerhin hätten sie 2018 ihr umsatzstärkstes Jahr seit 2011 gehabt, weshalb die Aktie im Branchenvergleich überdurchschnittlich gestiegen sei.

Zu Kion schrieb sie: Die zyklischen Herausforderungen für Flurförderzeuge nähmen zu, was der Kion-Gruppe, die im abgelaufenen Jahr satte 80 Prozent ihres operativen Ergebnisses mit Gabelstaplern erwirtschaftete, ins Kontor schlage. "Während des letzten Abschwungs hatten alle Gabelstapler-Hersteller Verluste gemacht", erinnerte sie. Außerdem steige in einem wachstumsschwächeren Umfeld der Druck auf die Margen.

Negativ falle der MDax-Konzern auch auf, da er zu den am stärksten fremdfinanzierten Unternehmen unter den von ihr beobachteten Branchenwerten zählt und in den vergangenen Quartalen stets einen schwachen freien Barmittelfluss bekannt gegeben hatte. "Der freie Cashflow sank zwischen dem ersten und dritten Quartal 2018 wegen wachsender Lagerbestände und Lieferproblemen um zirka 40 Prozent."

Befürchtungen äußerte Costa auch über das jüngste Kion-Mitglied Dematic. Das ihres Erachtens ermutigendere Wachstum des Anbieters von Suppy-Chain-Lösungen könne ins Stottern geraten, da der Bau von Lagern in den USA auf seinem Höhepunkt angekommen sein könnte.

Eingestuft mit "Sell" rechnet Goldman Sachs auf aktuellem Kursniveau sowie im Vergleich zu den anderen von der US-Bank beobachteten Unternehmen aus der gleichen Branche mit einem unattraktiven Renditepotenzial./ck/ag/jha/

Analysierendes Institut Goldman Sachs.

Veröffentlichung der Original-Studie: 08.01.2019 / 04:21 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben



Quelle: dpa


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