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APA ots news: Vom Klimakiller zum Klimaretter - BILD

Donnerstag, 14.10.21 08:22
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Was wäre, wenn es Klimabeton gäbe.

Schwaz (APA-ots) - Lösen wir die Herausforderungen unserer Zeit

ausschließlich mit brandneuen Innovationen und Technologien? Oder

schafft Weiterentwicklung von Bewährtem ebenfalls einen positiven

Impact zum Beispiel auf das Klima? Diesen Fragen stellte sich

SynCraft gemeinsam mit dem Ingenieurbüro - Axel Preuß

aus Nord-Deutschland. Um Antworten zu finden, befassten wir uns mit

einem altbekannten und aus der Baubranche nicht wegzudenkendem

Baustoff: Beton.

Beton, vor allem aber der im Beton enthaltene Zement, ist

schließlich für rund 8%[[1]] (#_ftn1) der globalen

Treibhausgasemissionen verantwortlich. Infrastruktur und Wohnen sind

Kernthemen der nächsten Jahre. Ob Beton dabei als Klimaretter oder

Klimakiller in die Geschichte eingehen wird, entscheiden

Entwicklungen, die wir heute oder die nächsten Jahre machen.

Klimabeton könnte jedenfalls einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen

der Klimaziele leisten.

Zwtl.: Beton? Ja, Aber grün!

Für die Betonherstellung werden jetzt schon Alternativen zu Sand

und Kies eingesetzt. Der Ersatz von Zement durch den Einsatz von

Hüttensanden und ähnlichen Möglichkeiten wird mit viel Aufwand

verfolgt und optimiert. Auch das wird helfen den Fußabdruck von

aktuell rund 521 kg CO2/t Zement weiter zu reduzieren! Ja sogar

Möglichkeiten zum Einfangen des emittierten CO2 am Kamin des

Zementwerks mittels CCS[[2]] (#_ftn2) Technologie sind angesichts

steigender CO2 Preise hoch im Kurs und werden in den nächsten

Jahrzehnten bestimmt Anwendung finden. Aber um mit Beton wirklich

klimapositive Effekte zu generieren, braucht es größere

Veränderungen. In2ovation zusammen mit dem Ingenieurbüro Axel Preuß,

unserem Unternehmen SynCraft und weiteren Partnern setzten dabei auf

den Einsatz von nachhaltig gewonnenem, technischem Kohlenstoff, der

dafür sorgt, dass Beton langfristig zu einer spürbaren

Kohlenstoffsenke wird! Also zum Klimabeton wird, wie die

nachfolgendes Diagramm[[3]] (#_ftn3) zeigt.

Es ist uns gelungen den technischen Kohlenstoff so zu

konfektionieren, dass eine klimapositive Wirkung von Beton in Summe

erzielt wird. Auch die Eigenschaften des Betons konnten deutlich

verbessert werden, wie ersten, wiederholten Testreihen bereits zeigen

konnten. Sowohl in Sachen Druckfestigkeit als auch in Sachen

Oberflächeneigenschaften steht der Klimabeton seinem konventionellen

Gegenüber in nichts nach. "Ganz im Gegenteil, es sieht eher danach

aus, als lassen sich deutliche Verbesserungen damit erzielen" meint

Axel Preuß, Betontechnologe aus Osteel, Nord-Deutschland.

Das ist also die Geburtsstunde der CarStorCon®Technologie! Dem

ersten Klimabeton, der nicht nur klimapositiv ist, sondern gegenüber

seinem konventionellen Betonprodukt mit Mehrwert punkten kann. Die

Carbon Storage Concrete Technologie ist eine angreifbare, nachhaltige

und dauerhafte[[4]] (#_ftn4) Kohlenstoffsenke, eine wirkliche NET,

Negative Emission Technology.

Zwtl.: CarStorCon®-Technologie - Wie funktioniert sie?

Basis der Technologie ist der entwickelte Zuschlagsstoff

Clim@Add®. Er besteht zu 98% aus technischem Kohlenstoff. Dieser

technische Kohlenstoff fällt als Nebenprodukt der von unserem

Unternehmen errichteten klimapositiven Energiesysteme an. Diese

Systeme stellen neben dem Kohlenstoff aus Waldrestholz auch noch

nachhaltige, regionale Strom und Wärme bereit und zählen damit zu den

modernsten Holzkraftwerken.

Durch die Substituierung von 15% Zement mit 15% Clim@Add® gelingt

es klimapositiven Beton herzustellen, der in seinen Eigenschaften

einem entsprechenden Referenzbetons (C25/30) mindestens ebenbürtig

ist, ja diesen sogar übertreffen kann. Er lässt sich ideal

verarbeiten und bietet so vielfältige Möglichkeiten in der Anwendung.

Neben den klimapositiven Eigenschaften, die der Beton durch die

Anwendung von Clim@Add erhält, beeinflussen die technischen

Gegebenheiten des Betons ebenfalls positiv. Die hohen

Druckfestigkeiten der CarStorCon®-Technologie sind eine Auswirkung,

außerdem die Verbesserung der inneren Nachbehandlung, der verbesserte

Schallschutz oder das optimalere Wärmedämmverhalten. Und natürlich

nicht zu vergessen, die deutlich besseren feuchteregulierenden

Eigenschaften.

Zwtl.: Gemeinsam für das Klima

Diese Technologie hat das Zeug aus einem Klimakiller einen

Klimaretter zu machen. Damit dies gelingt, heißt es Expertise und

Anstrengung zu bündeln. In2ovation hat die Technologie übernommen und

entwickelt aktuell ein entsprechendes Vermarktungskonzept. In einem

großangelegten Forschungsvorhaben mit der Bundesanstalt für

Materialforschung und -prüfung in Berlin soll der nächste

Entwicklungsschritt begleitet werden, sodass CarStorCon® schnell

erwachsen werden kann.

Bei allen Hürden die Klimabeton noch vor sich hat, bis er in allen

möglichen Bereichen selbstverständlich zur Anwendung kommt, kann man

eines jetzt schon festhalten. Der Weg zu einem nicht nur

klimafreundlichen Beton, nein sogar zu einem klimapositiven Beton

steht. Wir müssen ihn nur gemeinsam zu Ende gehen und vermutlich noch

darüber hinaus.

Zwtl.: Über SynCraft:

Hocheffiziente, ressourcenschonende und klimapositive

Energiegewinnung: SynCraft, das österreichische High-Tech-Unternehmen

mit Sitz im Tiroler Schwaz, baut und realisiert seit mittlerweile

über zehn Jahren weltweit klimapositive Energiesysteme, die aus

Waldrestholz Strom, Wärme und wertvolle Pflanzenkohle generieren. Im

Jahr 2020 konnte das Unternehmen so viele schlüsselfertige Anlagen in

Betrieb nehmen wie in den ersten zehn Jahren seit der Gründung 2009

zusammen - unter anderem in Japan. Aktuell befindet sich das 29.

System in Ausführung. Für seine innovative Technologie, die auf

jahrelanger eigener Forschungs- und Entwicklungsarbeit basiert,

erhielt das Unternehmen 2020 zwei renommierte Auszeichnungen: den

"Energy Globe Award" und den "TRIGOS Award".

* * *

[[1]] (#_ftnref1) WWF Klimaschutz in der Beton und

Zementindustrie; Februar 2019

Ansprechpartnerin Dr. Erika Bellmann (Klimaschutz und

Energiepolitik WWF Deutschland;

[[2]] (#_ftnref2) Carbon Capture and Storage

[[3]] (#_ftnref3) Fußabdruck von Zement, hergestellt in Österreich

gemäß Jahresbericht Zementindustrie 2018/19; Vereinigung der

Österreichischen Zementindustrie (VÖZ), TU Wien Science Center,

Franz-Grill-Straße 9, O 21; www.zement.at

Rekarbonisierung des Betons: CO2 uptake in cement containing

products, ISBN: 978-91-88787-89-7; Background and calculation models

for implementation in national greenhouse gas emission inventories;

Commissioned by: Cementa AB and IVL research foundation, Report

number: B 2309; © IVL Swedish Environmental Research Institute 2021;

P.O Box 210 60, S-100 31 Stockholm, Sweden; [www.ivl.se]

(http://www.ivl.se)

Clim@Add Speicherkapazität von 2,96to CO2eq/to biochar gemäß EBC

Carbon Sink Certificate vom 11.07.2021;

Methodik und Ausschluss: Die Berechnung wurde durchgeführt von

Kössler-Sustainability-Consulting auf Basis der zur Verfügung

gestellten und öffentlich zugänglichen Dokumentationen wie oben

angeführt. Änderungen sind vorbehalten. Eine Verifizierung wird

angestrebt.

Systemgrenzen und Rahmenbedingungen: Nicht berücksichtigt sind die

CO2eq der verwendeten Sande, der Herstellung des Betons, etwaiger

Armierungen sowie des Transportes.

Es wird sohin ein Kubikmeter Beton hergestellt durch Zugabe von 320kg

Zement, respektive der Substitution von 15% Zement durch Clim@Add

betrachtet und dargestellt.

CO2eq Fußabdruck Beton berechnet aus dem CO2eq Fußabdruck von

Zement, hergestellt in Österreich mit 521kg CO2eq/to Zement.

15% Zugabe von Clim@Add, damit äquivalent reduzierter Fußabdruck

Zement

[[4]] (#_ftnref4) EBC Carbon Sink zertifiziert; [C-Senken

(european-biochar.org)] (https://www.european-biochar.org/de/c-sink)

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Andrea Reinold

Tel.: + 43 5242 62510

Mail: office@syncraft.at

www.syncraft.at

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OTS0012 2021-10-14/08:15



Quelle: dpa-AFX


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