Absolut Research GmbH: Zehn Jahre Liquid Alternatives in Deutschland - Fondsnews

Montag, 01.03.21 16:30
Absolut Research GmbH: Zehn Jahre Liquid Alternatives in Deutschland - Fondsnews
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Hamburg (www.fondscheck.de) - Seit nunmehr zehn Jahren analysiert die Absolut Research GmbH in der Fachpublikation Absolut|alternative das Fondssegment liquider alternativer Strategien, so die Absolut Research GmbH in der aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

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Die Fonds etablierten sich im Nachgang der Finanzkrise von 2008/2009 und bieten heute wie damals Investoren die Möglichkeit ihr Portfolio zu diversifizieren, da sie beispielsweise Verluste verglichen mit traditionellen Long-only-Anlagen reduzieren und andere Renditequellen eröffnen. Während der Covid-Turbulenzen im Februar und März 2020 zeigte sich diese Eigenschaft sehr deutlich.

"Was mit der Analyse hochregulierter liquider Long-Short-Fonds begann, wurde im Laufe der Jahre um Strategien aus den Bereichen Factor Investing, Digital Assets und Quant / KI ergänzt. So tragen wir den Veränderungen an den Märkten Rechnung, und informieren Investoren über aktuelle Trends und Entwicklungen in diesem anspruchsvollen Markt", so Michael Busack, geschäftsführender Gesellschafter der Absolut Research GmbH.

Die aktuelle Jubiläumsausgabe des Absolut|alternative analysiert unter anderem die Entwicklungen, die Performance und die Diversifikationseigenschaften liquider Long-Short- und Smart-Beta-Fonds in den vergangenen zehn Jahren.

Long-Short-Fonds

Long-Short-Fonds konnten in den letzten zehn Jahren mehrfach ihre Fähigkeit unter Beweis stellen, Verluste erheblich einzugrenzen. In der Covid-Krise 2020 und zuvor im Jahr 2011 als die Euro-Schuldenkrise einen Höhepunkt erreichte, fielen beispielsweise die Verluste europäischer Long-Short-Aktienfonds um bis zu 60% niedriger aus als die Verluste am Aktienmarkt.

Insbesondere nach der Finanzkrise sorgten die Diversifikationspotenziale für ein starkes Wachstum des Segments. Von Januar 2011 bis Dezember 2020 stieg das verwaltete Vermögen liquider Long-Short-Fonds von knapp 100 Mrd. auf ca. 300 Mrd. an. In der Spitze wurden sogar 425 Mrd. Euro in den Fonds verwaltet. Allerdings kam es seit Mitte 2018 zu anhaltenden Mittelabflüssen.

Smart-Beta-Fonds

Etwa zu einem ähnlichen Zeitpunkt wie liquide Long-Short-Fonds wurden Smart-Beta- bzw. Factor-Strategien populär. Auslöser war hier eine Analyse der Performance des staatlichen norwegischen Pensionsfonds von Ang, Goetzman und Schaefer, die im Jahr 2009 veröffentlicht wurde und zeigte, dass Renditen aktiver Manager durch bestimmte mechanische Renditefaktoren wie Value oder Size erklärt und somit ersetzt werden können. Im Zuge des allgemeinen ETF-Booms, wurden Faktor-Strategien zunehmend beliebter.

So stiegen beispielsweise die jährlichen Mittelzuflüsse in Smart-Beta-Fonds von 12,5 Mrd. Euro im Jahr 2011 in der Spitze auf bis zu 80 Mrd. Euro im Jahr 2016. Zeitgleich stieg die Anzahl der Fonds von etwa 400 auf knapp 1.200. Durch die hohen Renditen von Wachstums- und Tech-Titeln mit hoher Marktkapitalisierung war es auch für Faktor-Ansätze zuletzt schwer, an den herkömmlichen an der Marktkapitalisierung orientierten Long-only-Strategien vorbeizuziehen. In der Folge nahm die Wachstumsdynamik ab.

Aufgrund ihrer Long-only-Ausrichtung können Verlustbegrenzungen wie im Long-Short-Segment nicht erwartet werden. Dennoch vollzogen beispielsweise Low-Risk-Fonds in den Monaten, in denen es (gemessen an der Entwicklung des MSCI World Index) an den Aktienmärkten zu besonders hohen Verlusten kam , diese nicht in Gänze nach.

Die hohe Renditestreuung beziehungsweise deren marktzustandsabhängige Performance der unterschiedlichen Smart-Beta-Strategien ist ein Argument für Faktordiversifikation, beispielsweise durch Multi-Faktor-Fonds oder auch für dynamische Timing-Ansätze.

Dr. Marc Rohloff von Faros Consulting stellt in der Jubiläumsausgabe einen entsprechenden Ansatz vor. Dr. Bernhard Steege, Mitglied des Vorstands bei Albourne Partners Deutschland erläutert in seinem Kommentar, dass die Drawdown-Minimierung liquide alternative Fonds, insbesondere Long-Short-Strategien, für institutionelle Investoren interessant macht. Ein generelles Desinteresse der Anleger ist ihm zufolge nicht zu erkennen.

Darüber hinaus gibt es weitere Möglichkeiten, von denen Investoren in Krisen profitieren können. Mit entsprechend ausgestalteten Volatilitäts-Fonds können Investoren ihr Portfolio ebenfalls absichern. Das zeigen Daniel Danon und Tobias Knecht von Assenagon am Beispiel des Dispersions-Trading. Hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung liquider alternativer Assets kann die Blockchain-Technologie dazu beitragen, dass vormals illiquide Private Market Investments tokenisiert werden. Wie Dr. Thorsten Voß, Partner bei Schalast & Partner in einem Fachbeitrag, erläutert, legen das geplante eWpG und die europäische MiCAR hier einen Grundstein. (01.03.2021/fc/n/s)



Quelle: aktiencheck




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