Adyen-Optionsscheine: Haben wir es im Fall von Adyen und Wirecard mit Übertreibungen zu tun? Optionsscheineanalyse

Donnerstag, 13.09.18 11:30
Adyen-Optionsscheine: Haben wir es im Fall von Adyen und Wirecard mit Übertreibungen zu tun? Optionsscheineanalyse
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen WAVE XXL Call-Optionsschein (ISIN DE000DS6NFR7 / WKN DS6NFR) sowie einen WAVE XXL Put-Optionsschein (ISIN DE000DS6NFU1 / WKN DS6NFU) der Deutschen Bank auf die Adyen-Aktie (ISIN NL0012969182 / WKN A2JNF4) vor.

Adyen und Wirecard hätten zuletzt an den europäischen Aktienmärkten für reichlich Furore gesorgt. Die beiden Zahlungsabwickler möchten das Bezahlen von morgen revolutionieren. Anleger würden sich begeistert zeigen. Allerdings stelle sich auch die Frage, ob der Jubel verfrüht und übertrieben sein könnte.

Noch sei Bargeld in Deutschland das bevorzugte Zahlungsmittel. In anderen Ländern der Welt sei man dagegen schon heute gegenüber alternativen Zahlungsmethoden deutlich aufgeschlossener. Beispielsweise würden die US-Amerikaner ihre Einkäufe gerne mit der Kreditkarte zahlen. Dank der NFC-Technologie (Near Field Communication) könne schon heute an vielen mit entsprechenden Lesegeräten ausgestatteten Kassen auch hierzulande mithilfe einer Girocard, Kreditkarte oder mit dem Smartphone kontaktlos bezahlt werden.

Mit einer steigenden Akzeptanz solcher Bezahlmethoden dürfte das Bargeld immer mehr in den Hintergrund geraten. Einige würden schon davon träumen, dass dieses eines Tages sogar vollständig verschwinde. Kreditkartenanbieter, Finanzinstitute und Zahlungsabwickler würden sich im Zuge der Entwicklung neuer Bezahlmethoden große Chancen ausrechnen. Entsprechend groß sei derzeit auch die Begeisterung von Börsianern in Bezug auf die Firmen, die die Zahlungssysteme von morgen schaffen würden. Im Fokus stünden hierzulande derzeit vor allem zwei Unternehmen: Wirecard aus Aschheim bei München und Adyen aus Amsterdam.

Im Fall von Wirecard habe die jüngste Euphorie dazu geführt, dass der Zahlungsabwickler ab 24. September im deutschen Leitindex DAX vertreten sein werde. Auch Adyen habe für Furore gesorgt. Am 13. Juni 2018 habe sich das Unternehmen auf das Börsenparkett gewagt. Das IPO sei zu einem Ausgabepreis von 240 Euro erfolgt. Gleich am ersten Handelstag sei der Wert der Adyen-Aktie auf über 400 Euro geschossen. Seitdem habe sich der steile Anstieg fortgesetzt.

Adyen ermögliche Händlern reibungslose Zahlungsabläufe - online, mobil und am Point-of-Sale. Der zunehmende Online-Handel und die Verbreitung neuer Bezahlmethoden hätten dem Unternehmen zuletzt ein beeindruckendes Wachstum beschert. Laut Unternehmensangaben von 22. August sei das über die Adyen-Plattform abgewickelte Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 43,1 Prozent auf 70 Mrd. Euro gewachsen. Die Umsatzerlöse seien um 67,3 Prozent auf 156,4 Mio. Euro geklettert, während der Nettogewinn um 74,6 Prozent auf 48,2 Mio. Euro geschossen sei. Aufgrund der Entwicklung neuer Bezahlmethoden wolle Adyen ähnlich stark weiterwachsen.

Anleger sollten trotz der jüngsten Euphorie rund um Adyen und andere Branchenvertreter bedenken, dass das niederländische Unternehmen erst seit einigen Monaten an der Börse sei. Bisher sei es für die Aktie fast nur in die Höhe gegangen. Aufgrund des jüngsten Stimmungshochs könnten die positiven Aussichten, die sich dem Unternehmen in Bezug auf die Entwicklung neuer Zahlungsmethoden böten, jedoch bereits eingepreist und nur der anfänglichen Euphorie geschuldet sein. Die Fallhöhe sei entsprechend hoch. Zudem entfalle bei der Konzentration auf einen einzelnen Wert die Risikostreuung. Schließlich sei Adyen nicht das einzige Unternehmen, das die zukünftigen Bezahlmethoden im Blick habe.

Im Solactive Mobile Payment Index werde die Kursentwicklung von 20 internationalen Unternehmen abgebildet, die im elektronischen beziehungsweise mobilen Payment-Sektor tätig seien. Mit dem passenden Index-Zertifikat (ISIN DE000DS8PAY5 / WKN DS8PAY) habe Deutsche Bank X-markets den Index für Anleger investierbar gemacht.

Alternativ könnten spekulative Anleger, die steigende Kurse der Adyen-Aktie erwarten und lediglich den niederländischen Zahlungsabwickler im Blick hätten, mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,33, die Barriere bei 528,30 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 5,68; Barriere bei 719,50 Euro) auf fallende Kurse der Adyen-Aktie setzen. (Stand vom 11.09.2018) (13.09.2018/oc/a/a)



Quelle: ac


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11.10.19
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