Aktien Europa: Moderate Gewinne vor US-Zinsentscheid

Mittwoch, 16.09.20 11:55
News-Schriftzug auf schwarzem Hintergrund.
Bildquelle: pixabay
PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed trauen sich die Anleger an Europas Börsen nur wenig aus der Deckung. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 pendelte am Mittwoch in einer engen Spanne um seinen Schlusskurs vom Vortag - gegen Mittag verzeichnete er immerhin ein Plus von 0,42 Prozent auf 3346,39 Punkte. Beim französischen Cac 40 stand ein Kursanstieg um 0,40 Prozent auf 5088,23 Punkte zu Buche und der britische FTSE 100 gewann 0,16 Prozent auf 6115,55 Punkte.

Die Fed wird nach ihrer Zinssitzung an ihrem Corona-Krisenkurs voraussichtlich festhalten. Die Leitzinsspanne von 0,0 bis 0,25 Prozent und die anderen Maßnahmen sollten laut Ökonomen bestätigt werden. Mit Spannung erwartet werden Aussagen zur neuen Strategie der Fed. Zudem wird die Notenbank auch ihre neuen Prognosen veröffentlichen. Etliche Beobachter gehen davon aus, dass die derzeitigen Minizinsen auf Jahre hinaus Bestand haben werden - dies begünstigt Aktien gegenüber festverzinslichen Anlagen wie Anleihen.

Im europäischen Vergleich hatten zur Wochenmitte Handelsunternehmen die Nase vorn: Der Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 stieg auch dank erfreulicher Inditex-Zahlen um 1,7 Prozent.

Dass der spanische Textilhändler die Corona-Krise im abgelaufenen Geschäftsquartal etwas hinter sich lassen konnte und in die Gewinnzone zurückkehrte, bescherte den Aktien einen Kurssprung von acht Prozent und den EuroStoxx-Spitzenplatz. Analysten bewerteten die Zahlen positiv. Die Titel des schwedischen Konkurrenten H&M zogen um weitere mehr als drei Prozent an . Sie hatten bereits am Dienstag mit plus elf Prozent von den eigenen, starken Geschäftszahlen profitiert.

Moderate Verluste verzeichneten indes die Indizes von Banken, Versicherern, Versorgern und Reiseunternehmen. Letzteren belasteten die weiter steigenden Ölpreise, welche tendenziell die Treibstoffkosten etwa der Fluggesellschaften verteuern, sowie die deutlichen Kursverluste bei der Lufthansa und bei Accor . Während die Papiere der Kranich-Airline unter den möglichen weiteren Einschnitten litten, drückte bei der französischen Hotelkette ein negativer Analystenkommentar aufs Gemüt./gl/stk



Quelle: dpa-AFX




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