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Aktien Frankfurt Ausblick: Anleger warten ab - Nach der Fed ist vor der EZB

Donnerstag, 12.12.19 08:19
Aktien Frankfurt Ausblick: Anleger warten ab - Nach der Fed ist vor der EZB
Bildquelle: Eigens Bildmaterial
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Donnerstag zu Handelsbeginn erneut keine großen Sprünge machen. Gut eine Stunde vor der Eröffnung signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,12 Prozent auf 13 163 Punkte. Der EuroStoxx 50 wird 0,1 Prozent höher gesehen.

Marktbeobachter verwiesen darauf, dass die Umsätze allmählich geringer werden und Investoren ihre Bücher für 2019 nach einem positiven Börsenjahr nach und nach schließen.

Die US-Notenbank Fed hatte am Vorabend wie von Ökonomen erwartet den Leitzins nicht angetastet und eine anhaltende Zinspause signalisiert. Die Aussicht auf eine weiterhin eher lockere US-Geldpolitik hatte die Wall Street gestützt.

An diesem Donnerstag blicken die Anleger nun zunächst nach Frankfurt, wo die Währungswächter der Eurozone ihre erste Zinssitzung unter der neuen EZB-Chefin Christine Lagarde abhalten. Es werden weder beim Leitzins noch bei den anderen geldpolitischen Instrumenten Änderungen erwartet, nachdem sich die wirtschaftliche Lage zuletzt stabilisiert und im Rahmen der EZB-Erwartungen entwickelt hatte.

Nach der EZB-Sitzung am Nachmittag schwenken die Blicke dann über den Ärmelkanal nach Großbritannien, wo mit der Parlamentswahl das zweite große Ereignis stattfindet. Neue Umfragen durch das Forschungsinstitut YouGov deuten auf einen geschmolzenen Vorsprung der konservativen Partei von Premier Boris Johnson hin. Um sein Brexit-Abkommen durch das Parlament zu bringen, braucht er aber eine stabile Mehrheit. Das Ergebnis wird offiziell erst am Freitag erwartet.

Am deutschen Aktienmarkt gewannen nach Zahlen Metro vorbörslich auf Tradegate 0,7 Prozent zum Xetra-Schluss. Marktexperten stellten auf ein gutes Ende im abgelaufenen Geschäftsjahr im Russlandgeschäft ab. Laut den Analysten von Jefferies haben die Resultate des Handelskonzerns nicht überrascht. Zudem liege die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2019/20 im Rahmen der Markterwartungen.

Zahlen gab es zudem vom Ingenieurdienstleister Bertrandt , dessen Aktien sich um mehr als 1 Prozent auf Tradegate verbilligten. Der Gewinn war wegen der Probleme bei den Autoherstellern und Zulieferern etwas stärker als erwartet gesunken.

Aktien-Umstufungen brachten auch am Donnerstag wieder Bewegung in einzelne Titel. So gewannen die Papiere des Medienkonzerns RTL und des Anlagenbauers Dürr nach frischen Kaufempfehlungen der HSBC auf Tradegate deutlich dazu. Für die Aktien des Triebwerkbauers MTU ging es nach einer Abstufung durch die Commerzbank indes um knapp 1 Prozent nach unten./ajx/jha/



Quelle: dpa-AFX


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