Aktien Frankfurt Ausblick: Dax bleibt mit kleinem Plus in Sichtweite zum Rekord ++ Aktien Frankfurt Ausblick: Dax legt zu - Rekordhoch bleibt damit nah

Freitag, 14.07.17 08:58
steigende Kursgraph in Form von Münzen
Bildquelle: fotolia.com
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte zum Wochenstart an sein Kursplus vom Freitag anknüpfen und damit in Reichweite seines Rekordhochs bleiben. Das hatte er am vergangenen Mittwoch mit knapp 26.574 Punkten erreicht, bevor leichte Gewinnmitnahmen einsetzen. Der Broker IG signalisierte für den deutschen Leitindex nun am Morgen rund eine Stunde vor dem Börsenstart ein Plus von 0,3 Prozent auf 26.512 Punkte.

Mit seinem seit nunmehr vier Wochen in Folge positiven Lauf hat das deutsche Börsenbarometer inzwischen um sechseinhalb Prozent zugelegt und sein Jahresplus auf knapp acht Prozent ausgebaut. Seit dem Jahrestief im März - ausgelöst durch den Iran-Krieg und stark verteuerter Ölpreise - stieg es sogar um etwas mehr als 20 Prozent.

Nach Monaten voller Sorge und Ungewissheit beunruhigte die verfahrene Lage im Nahost-Konflikt die Anleger zuletzt immer weniger. Und das, obwohl in dem für 60 Tage anberaumten Rahmenabkommen zur Klärung besonders umstrittener Themen wie etwa dem Umgang mit Irans Atomprogramms weiter keine Fortschritte erzielt wurden und dieses nun ausläuft.

Stattdessen goss US-Präsident Donald Trump am Wochenende "Öl ins Feuer", denn er kündigte die Übernahme der Straße von Hormus an, was den Iran provozierte. Das dortige Regime stellte daraufhin die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit den USA offen infrage.

Anlagestratege Mislav Matejka von der Bank JPMorgan blieb derweil in seinem aktuellen Kommentar generell optimistisch für die Aktienmärkte. Grund dafür sind die steigenden Unternehmensgewinne. Trotz der Indexrekorde sei die Positionierung der Anleger weiter alles andere als extrem, schrieb er. Die Marktbreite nehme zu, was heißt, dass die Anstiege nicht nur von wenigen starken Werten getragen würden.

Hinzu kommt, dass in den USA die jüngsten Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten die Sorgen vor steigenden Zinsen in den USA vorerst wieder in den Hintergrund haben treten lassen.

Unternehmensseitig ist es zum Wochenstart ruhig, zumal sich die Berichtssaison dem Ende zuneigt und nur noch wenige Firmen aus den hinteren Reihen ihre Quartalsberichte vorlegen werden. Am Mittwoch wird dies der Maschinenbauer Heidelberger Druckmaschinen sein und am Donnerstag der Ticketvermarkter und Veranstalter CTS Eventim sowie der Spielwarenhersteller Tonies .

Unter den Dax-Werten könnten Vonovia Beachtung finden, nachdem die französische Investmentbank Exane BNP das Papier des Immobilienunternehmens mit "Underperform" und einem Kursziel von 19 Euro wieder in ihre Bewertung aufgenommen hat. Auf der Handelsplattform Tradegate gab die Aktie im Vergleich zum Xetra-Schluss am Freitag leicht nach.

OHB profitierten vorbörslich mit plus 4,6 Prozent von Neuigkeiten zum europäischen Satellitennetzwerk. Wie das "Handelsblatt" (Montag) unter Berufung auf mit dem Vorgang vertrauten Personen schreibt, hat sich das belgische Start-up Aerospacelab gegen Airbus durchgesetzt und den Auftrag für den Bau des Großteils der Satelliten für das geplante Netzwerk Iris2 erhalten. Aus Deutschland sei OHB mit an Bord und werde sogenannten MEO-Satelliten herstellen, die in einer höheren Erdumlaufbahn kreisen und größer und entsprechend teurer seien. Der Auftragswert hierfür liege wohl bei knapp einer Milliarde Euro. Airbus reagierten kaum und gaben auf Tradegate nur minimal nach./ck/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax könnte am Freitag wieder einen Schritt hin zum Rekordhoch machen. Mit Rückenwind von den internationalen Börsen wird der Leitindex vom Broker IG 0,4 Prozent höher auf 26.395 Punkte taxiert. Er würde sich damit wieder eine positive Bilanz der aktuellen Woche beschaffen, die geprägt ist von der am Mittwoch erreichten Bestmarke bei 26.573 Zählern.

Der südkoreanische Kospi und der japanische Nikkei 225 sind am Morgen der anhaltenden Erholung an der technologielastigen US-Börse Nasdaq gefolgt, während die zuletzt wieder erhöhten Ölpreise derzeit stagnieren und die Inflations- und Zinssorgen nachlassen. Laut der LBBW verbessert die Aussicht auf eine Zinspause der US-Notenbank Fed die Börsenlaune - auch ohne Fortschritte bei der Öffnung der Straße von Hormus.

Wie die Landesbank schreibt, hält der "schöne Aktiensommer" damit an. Der Dax widersetze sich dem saisonalen Gegenwind im August, der eigentlich als "schwieriges Terrain" gelte. In den vergangenen drei Jahrzehnten habe der Dax in diesem Monat durchschnittlich 2,2 Prozent verloren. Mit den Kursgewinnen, die am Freitag erwartet werden, würde er seinen Monatsgewinn nun wieder auf mehr als drei Prozent ausbauen.

Zuletzt galt auch die Berichtssaison der Unternehmen mit überwiegend erfreulichen Ergebnissen als Stütze. Um diesen Einfluss wird es aber ruhiger.

Am Morgen wurden Quartalszahlen von Nebenwerten wie SFC Energy oder Talanx veröffentlicht. Titel des Brennstoffzellenspezialisten SFC legten in ersten vorbörslichen Reaktionen deutlich um 5,5 Prozent zu, weil das Unternehmen etwas optimistischer auf das laufende Jahr blickt. Aber auch der Kurs des Versicherers Talanx bewegte sich im Plus.

Energiekontor hatte am Vortag schon schlechte Nachrichten: Nach den zuvor schon belastenden Quartalszahlen überraschte der Wind- und Solarparkentwickler seine Anleger am Abend mit gesenkten Jahreszielen, die am Morgen noch bestätigt wurden. Als Grund wurden deutlich spätere Netzanschlusstermine mehrerer schottischer Windparkprojekte aufgeführt. Hatten die Titel am Vortag schon fast sieben Prozent verloren, ging der Kursrutsch nun vorbörslich um elf Prozent weiter.

Bei der Norma Group dagegen schießt der Kurs vorbörslich um 7,5 Prozent in die Höhe. Beflügelt wird er von Aktienrückkäufen des Verbindungstechnik-Spezialisten. Das Unternehmen will rund 9,3 Millionen Aktien zum Kaufpreis von je 22,35 Euro einziehen. Dieser Preis liegt mehr als 16 Prozent über dem Vortags-Schlusskurs von 19,18 Euro.

Bei Douglas zieht eine Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs im Tradegate-Handel ein Minus von mehr als sechs Prozent nach sich. Die Ergebnisse des dritten Geschäftsquartals hätten die Herausforderungen der Parfümeriekette auf dem europäischen Markt unterstrichen, argumentierte der Analyst Richard Edwards. Zudem verschiebe sich der Schwerpunkt weiter in das weniger profitable Online-Geschäft./tih/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax bleibt am Donnerstag wohl dran an einer möglichen Fortsetzung seiner Rekordserie. Mit guten Vorgaben aus Asien im Rücken wird der Leitindex am Morgen wieder etwas näher an seinem Rekord vom Vortag erwartet. Knapp eine Stunde vor dem offiziellen Handelsstart signalisierte der X-Dax , dass das deutsche Kursbarometer 0,3 Prozent auf 26.407 Punkte zulegen könnte.

Am Mittwochnachmittag hatte der Dax seinen Rekordstand auf 26.573 Punkte erhöht, bevor es zu Gewinnmitnahmen kam und der Index den Handel leicht im Minus beendete. Der südkoreanische Kospi und der japanische Nikkei 225 blieben über Nacht jedoch auf Erholungskurs. Leicht positiv wirkt, dass die zuletzt wieder gestiegenen Ölpreise am Donnerstag stagnieren. Tatsächlich bleibt die Lage in Nahost jedoch weiter unklar.

Am Markt hieß es, gepaart mit den schwachen Arbeitsmarktdaten der Vorwoche gebe eine gesunkene Inflationsrate der US-Notenbank mehr Spielraum, ihre Geldpolitik beizubehalten. Laut den Experten der NordLB bleibt die Unsicherheit bezüglich der weiteren Pläne der Fed aber hoch. Zur weiteren Beurteilung, wie groß der Inflationsdruck in den Vereinigten Staaten ist, wollen sie am Donnerstag einen Blick auf die aktuellen Erzeugerpreisdaten werfen.

In Deutschland liegt der Fokus am Donnerstag auf dem weiteren Verlauf der Berichtssaison, nun allerdings mit starker Konzentration auf Nebenwerte. Aus dem Dax berichtete am Morgen nur RWE finale Zahlen, die trotz eines erhöhten Investitionsziels ein Plus von etwa einem Prozent nach sich zogen. Im MDax lag der Fokus auf Thyssenkrupp mit einem zuletzt ähnlich großen Anstieg.

Die große Mehrheit der Berichte kam aber aus dem Kleinwerte-Index SDax - mit vorbörslich positiven Kursbewegungen, die bei Aktien wie Friedrich Vorwerk , Init Innovation , Ottobock , SMA Solar oder Secunet im Größenbereich von 2,5 bis fünf Prozent lagen. Kursverluste bahnen sich bei Energiekontor , Hellofresh und Evotec an.

Wegen Analystenkommentaren stehen am Morgen die Titel der DHL Group und von Lanxess wegen Abstufungen der Citigroup beziehungsweise Berenberg im Fokus. Die Papiere des Rüstungskonzerns TKMS werden dagegen jetzt von Bernstein mit "Outperform" bewertet. Die Papiere des Marineschiffbauers knüpfen vorbörslich mit einem Anstieg um vier Prozent an ihre Vortagsrally an./tih/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Mittwoch zunächst unweit seines Rekordhochs von 26.504 Punkten auf der Stelle treten. Neue Impulse könnten im frühen Handel von der Berichtssaison kommen, die nochmals Gas gibt. Knapp eine Stunde vor dem offiziellen Handelsstart signalisierte der X-Dax , dass der Dax mit 26.403 Punkten wenige Punkte zulegen könnte.

Tags zuvor hatte der Dax mit seinem Rekord sein Jahresplus auf gut 8 Prozent ausgebaut. Die Impulse durch die Vorgaben anderer Weltbörsen sind nun nicht eindeutig: Im späten Handel war es an der Wall Street noch etwas abwärts gegangen, doch in Japan und Südkorea zeigten sich die Börsen am Morgen in gutver Verfassung. Während gegenseitige Drohungen und Warnungen im Iran-Krieg anhalten, haben die Ölpreise neuerdings wieder das höchste Niveau seit Ende Juli erreicht. Laut der Helaba wirken diese Entwicklungen belastend.

"Eine Einigung zwischen den USA und dem Iran gibt es nicht, sodass sich auch keine Ausweitung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus abzeichnet", hieß es am Morgen von den Experten der Landesbank Helaba. Sie wiesen auf die damit wieder zunehmenden Inflationsrisiken hin. Im Fokus stehen deshalb auch die Inflationsdaten aus den USA, die am Nachmittag veröffentlicht werden. Es zeichne sich ab, dass das Inflationsziel der US-Notenbank Fed weiterhin verfehlt werde.

Unter den Dax-Werten könnten die Zahlen des Energiekonzerns Eon , des Rückversicherers Hannover Rück und des Chemikalienhändlers Brenntag von Interesse sein, wobei von letzterem bereits Eckdaten und eine Prognoseerhöhung bekannt waren. Richtig begeistern kann die Anleger in ersten Reaktionen keine der drei Aktien.

Die Titel von Eon gaben vorbörslich leicht nach, weil wetterbedingt verzögerte Investitionen das Ergebniswachstum bremsen. Erste Stimmen sagen, dass die Erwartungen von dem Energiekonzern erfüllt wurden. Jene von Hannover Rück legten derweil im Tradegate-Handel 0,8 Prozent zu, denn das Unternehmen hält trotz Preisverfall an seinem Gewinnziel fest. Bei Brenntag betrug das Plus ein halbes Prozent.

Größere, positiv Bewegungen gibt es im Tradegate-Handel im MDax bei den Aktien von TKMS , K+S und Jenoptik , die vorbörslich zwischen 2,3 und 5,4 Prozent stiegen nach Zahlenvorlagen oder Aussagen zum Ausblick.

Einen Abschlag von 2,3 Prozent gab es dagegen beim Reisekonzern Tui , der mit seinen Zahlen die Erwartungen verfehlte./tih/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax bleibt am Dienstag mit einem solide erwarteten Start in Reichweite seines Rekordes. Der Leitindex entwickelt sich weiter robust und trotzt den ausbleibenden Fortschritten bei der Lösungsfindung im Nahen Osten. Der X-Dax signalisierte knapp eine Stunde vor dem offiziellen Handelsbeginn ein Plus von 0,1 Prozent auf 26.358 Punkte. Für eine neue Bestmarke müsste er die 26.445 Punkte vom Freitagnachmittag erreichen.

Ein gutes Gewinnwachstum der Dax-Unternehmen trotz hoher Energiepreise, "gepaart mit moderaten Bewertungen und zurückhaltender Anlegerstimmung, erzeugen ein konstruktives Umfeld für den Dax", schrieb Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank am Morgen. Laut der Helaba dämpfen allerdings neue, gegenseitige Forderungen die Hoffnungen auf eine Einigung im Nahost-Konflikt.

Mit Blick auf den Iran hätten sich die Marktakteure mittlerweile "an eine Situation zwischen Hoffen und Bangen gewöhnt und sich angesichts der wechselhaften Nachrichtenlage ein dickes Fell wachsen lassen", schreibt dazu der Marktexperte Stanzl. Er gibt aber auch zu bedenken, dass Resilienz nicht gleichbedeutend mit Immunität sei. "Der Nahostkonflikt bleibt ein Pulverfass, die Stimmung kann jederzeit blitzschnell drehen."

Die Saison der Unternehmensberichte hat am Dienstag einige Nebenwerte zu bieten, darunter TAG Immobilien . Das Immobilienunternehmen scheint die Anleger mit dem operativen Gewinnziel (FFO 1) zu überzeugen, das an das obere Ende der Zielspanne von 187 bis 197 Millionen Euro konkretisiert wurde. Die Aktien legen vorbörslich 2,4 Prozent zu.

Zahlen gab es außerdem am Morgen von der Norma Group , Dermapharm , Salzgitter und Jungheinrich - auf den ersten Blick in allen Fällen mit positivem Feedback.

Kontron entwickelt sich vorbörslich freundlich wegen der Nachricht, dass das Unternehmen unabhängig bleibt. Die Foxconn-Tochter Ennoconn erreichte im Rahmen eines Pflichtangebots keine Mehrheit, Kontron selbst hatte von der Annahme abgeraten. Laut einem Börsianer ist dies förderlich für die Stimmung, denn nun schwinde die Unsicherheit rund um die Transaktion.

Titel von OHB rücken vorbörslich in den Fokus, weil das Raumfahrtunternehmen ab Donnerstag im SDax den Platz des Stahlhändlers Klöckner & Co einnimmt, der wegen der Übernahme durch Worthington Steel ausscheidet. OHB-Aktien legten auf Tradegate gut ein Prozent zu.

Ein deutlicher Kursrutsch um fast neun Prozent bahnt sich bei PNE an. Der Windparkentwickler bestätigte zwar einen "Handelsblatt"-Bericht über die Suche nach einem Käufer. Allerdings deutet das erhaltene Marktinteresse darauf hin, dass die Preisvorstellungen etwaiger Erwerber unterhalb des derzeitigen Börsenkurses liegen.

Zu guter Letzt sind wieder Analystenstimmen einen Blick wert. Carl Zeiss Meditec wird vorbörslich mit vier Prozent belastet von einer Verkaufsempfehlung der UBS. Barclays und RBC erweitern derweil ihren Beobachtungsrahmen im Rüstungsbereich mit positiven Stimmen zu Renk oder Rheinmetall . Beide Aktien legen vorbörslich zu./tih/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax behält am Montag mit einem wohl leichten Plus sein Rekordhoch im Visier. Der Broker IG taxierte das deutsche Börsenbarometer zwei Stunden vor dem Auftakt 0,1 Prozent höher auf 26.357 Punkte. Damit bleibt er in Sichtweite zur Bestmarke von 26.445 Punkten vom Freitagnachmittag, als die US-Jobdaten dem Leitindex frischen Schub gegeben hatten. Sorgen vor einer notwendigen Zinserhöhung wurden davon gemildert.

Ein zentrales Thema bleibt auch am Montag wieder der Iran-Krieg mit seinen Auswirkungen auf die Ölmärkte. Einen diplomatischen Durchbruch zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus gibt es weiterhin nicht, doch US-Präsident Donald Trump gibt sich gelassen. "Es wird sich regeln. Es regelt sich immer. Es ist wie eine Schachpartie", sagte der US-Präsident laut dem Nachrichtenportal "Axios".

JPMorgan-Anlagestratege Mislav Matejka bleibt derweil optimistisch für Aktien und rechnet mit weiteren Höchstständen - trotz zahlreicher Bedenken der Anleger, die von der Geopolitik über Inflationsangst bis hin zu Konjunktursorgen reichten. Das solide Fundament der Ergebnisentwicklung sowie die alles andere als übertriebene Positionierung der Anleger federten den Markt immer wieder gegen Schocks von der Geopolitik oder Inflationssorgen ab, so Matejka.

Weiterhin dürfte die Kursentwicklung im KI-Technologiesektor kritisch beäugt werden. Hier glaubt Matejka, dass die Ergebnisdynamik der Unternehmen weiterhin stark bleibt und der zuletzt absolvierte Risikoabbau der Anleger etwas übertrieben wurde. Er sieht in dem Sektor für die zweite Jahreshälfte aber auch "keinen eindeutigen Gewinner". Bei den deutschen Branchenwerten Infineon oder Aixtron bahnt sich ein freundlicher Start an.

In puncto Berichtssaison geht die neue Woche mit dem Dax-Mitglied Gea und einer Bestätigung vorläufiger Zahlen zunächst etwas ruhiger los. Die Aktie des Anlagenbauers zeigen sich am Morgen auf der Plattform Tradegate mit 0,7 Prozent im Plus. Im Nebenwertebereich werden die Hypoport-Anteile dagegen nach finalen Zahlen und bestätigter Jahresziele etwas niedriger gehandelt.

Schwer mit 6,5 Prozent unter Druck stehen die Stabilus-Aktien, weil der Gasdruckfeder-Hersteller einen neuen Finanzchef braucht. Andreas Jaeger habe den Aufsichtsrat gebeten, seinen Vertrag aus persönlichen Gründen vorzeitig aufzulösen und das Gremium kam dieser Bitte nach. Die Verantwortung für das Finanzressort übernimmt interimistisch der Vorstandsvorsitzende Michael Büchsner.

Der Aktienkurs von Aumovio zieht vorbörslich deutlich um mehr als vier Prozent an wegen einer Analystenempfehlung. Harry Martin von Bernstein Research stufte die Aktie auf "Outperform" hoch in der Auffassung, dass jetzt viele Unsicherheitsfaktoren bereinigt seien. Für Anleger sieht er wegen des eingepreisten Bewertungsabschlags eine Chance./tih/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Freitag zunächst an seine Verschnaufpause vom Vortag anknüpfen. Der X-Dax signalisierte für den Dax knapp eine Stunde vor dem offiziellen Handelsbeginn ein Plus von 0,1 Prozent auf 26.169 Punkte. Nach seinem zur Wochenmitte erreichten Höchststand bei etwas über 26.400 Zählern fehlt dem Leitindex für einen Anstieg über dieses Kursniveau derzeit die Kraft. Damit zeichnet sich auf Wochensicht ein Dax-Plus von gut zwei Prozent ab.

Bremsen könnte vor dem Wochenende der Ölpreis, der erneut etwas stieg, da die Aussichten auf eine dauerhafte Einigung zwischen den USA und dem Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus weiterhin ungewiss sind. US-Präsident Donald Trump geht jedoch nach eigenen Angaben weiter davon aus, dass der Iran-Krieg "ziemlich bald" enden und eine Einigung zur Öffnung der Meerenge bevorstehen könnte.

"Der Ölpreis liegt bei 80 und nicht mehr bei 100 Dollar, was die Inflationsrisiken etwas lindern dürfte", kommentierte Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Auf einen Abwärtstrend bei den Energiepreisen sei in diesen Tagen aber kein Verlass. Zu fragil seien die immer wieder anberaumten, dann aber doch ohne belastbares Ergebnis versandenden Gespräche der Konfliktparteien am Persischen Golf.

In der Berichtssaison geht es in Deutschland am Freitag merklich ruhiger zu als an den Tagen davor. Auf der Agenda stehen aus dem Dax Zahlen der Versicherer Allianz und Munich Re sowie des Lkw-Herstellers Daimler Truck auf der Agenda. Am Nachmittag dürften sich die Anleger für die monatlichen Arbeitsmarktdaten aus den USA interessieren.

Geringe Katastrophenschäden und gute Geschäfte in allen Bereichen bescherten dem Versicherer Allianz im zweiten Quartal ein Rekordergebnis. Der operative Gewinn kletterte um fast elf Prozent. Damit übertraf die Allianz die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten klar. Unter dem Strich entfiel auf die Anteilseigner mit 2,6 Milliarden Euro wegen Effekten aus Anteilsverkäufen allerdings weniger Gewinn als ein Jahr zuvor. Experten hatten sich hier mehr versprochen. Vorstandschef Oliver Bäte sieht die Allianz weiter auf Kurs zu dem geplanten operativen Jahresgewinn von 16,4 bis 18,4 Milliarden Euro. Im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate fiel die Allianz-Aktie zuletzt um 0,4 Prozent.

Die Munich Re bekommt den Preisabschwung im Geschäft mit Erstversicherern deutlich zu spüren. Nach weiteren Abschlägen bei der jüngsten Vertragserneuerung kappte Vorstandschef Christoph Jurecka sein Umsatzziel für das laufende Jahr. Im zweiten Quartal verdiente der Rückversicherer hingegen - wie bereits vorab gemeldet - unter dem Strich über sechs Prozent mehr. Jurecka sieht die Munich Re daher "auf sehr gutem Weg" zu ihrem geplanten Jahresgewinn von 6,3 Milliarden Euro. Die Papiere der Münchener stiegen auf Tradegate um 0,4 Prozent.

Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck musste beim Nettogewinn im zweiten Quartal deutliche Abstriche machen. Das Ergebnis je Aktie sackte im Jahresvergleich um fast die Hälfte ab. Unter anderem belasteten Zölle die Profitabilität auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt. Vorläufige Zahlen zum Tagesgeschäft hatte das Unternehmen bereits vor gut zwei Wochen vorgelegt und die Jahresziele erhöht. Letztere bestätigte Chefin Karin Radström. Für die Aktien der Stuttgarter ging es auf Tradegate um 5,7 Prozent abwärts. Ein Händler verwies auf den Auftragseingang als Belastungsfaktor.

Der Spezialchemiekonzern Lanxess steigerte im zweiten Quartal den Umsatz um 6,5 Prozent. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) lag gut 1 Prozent höher. Das Unternehmen setzt weiter auf Einsparungen und bestätigte das Jahresgewinnziel. Lanxess-Chef Matthias Zachert betonte allerdings, dass "kein nachhaltiger Aufschwung der Nachfrage in unseren Kernmärkten in Sicht" sei und die Marktbedingungen anspruchsvoll blieben. Die Aktien gaben auf Tradegate um 1,0 Prozent nach.

Die Anteilsscheine von MTU büßten auf Tradegate 2,3 Prozent ein. Zuvor hatten die Barclays-Analysten die Titel des Triebwerkbauers von "Equal Weight" auf "Underweight" abgestuft./edh/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Verschnaufpause am Vortag dürfte der Dax am Donnerstag wieder leicht an Fahrt aufnehmen und damit in der Nähe seiner jüngsten Rekorde bleiben. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem offiziellen Handelsbeginn ein Plus von 0,2 Prozent auf 26.181 Punkte.

Am Vortag war der deutsche Leitindex erstmals über 26.400 Punkte gestiegen, ehe ihm die Luft ausging. "Wir sehen die ersten Gewinnmitnahmen", schrieb dazu der Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners. Nach dieser beeindruckenden Rally sei das absolut normal. Ein Durchatmen sei gesund für die so hoch gelaufenen Indizes.

Anleger hoffen weiterhin auf eine Lösung im Iran-Krieg und setzen auf die Öffnung der für den globalen Öltransport wichtigen Meerenge von Hormus. Die daran grenzenden Golfstaaten Iran und Oman stehen nach Angaben aus Teheran kurz vor einer Einigung auf eine neue Schifffahrtsroute durch die blockierte Meerenge.

Für etwas Entspannung sorgen die Ölpreise, die zunächst nicht weiter gestiegen sind. Andererseits stehen Techwerte wieder unter Druck nach einigen enttäuschenden Geschäftszahlen aus dem Chipsektor der USA. Die asiatischen Börsen meldeten Verluste. Hierzulande dürfte die Berichtssaison erneut Akzente setzen. Allein aus dem Dax stehen acht Unternehmen mit Quartalszahlen im Fokus.

Der Technologiekonzern Siemens nahm im dritten Quartal weiter Fahrt auf und erzielte im Neugeschäft und beim operativen Ergebnis Rekordwerte. Dabei profitierte das Unternehmen von einer hohen Nachfrage im Zusammenhang mit dem massiven Ausbau von KI-Rechenzentren sowie bei der Sparte Digital Industrie. Als Folge hob Siemens seine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende September) an. Im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate fiel die am Vortag auf ein Rekordhoch gestiegene Siemens-Aktie zuletzt um 0,7 Prozent.

Nach dem Stopp des milliardenschweren F126-Fregattenprojekt durch das Verteidigungsministerium senkte Rheinmetall wie erwartet den Umsatzausblick für das laufende Jahr. Die operative Ergebnismarge soll weiterhin rund 19 Prozent erreichen. Die bereits Ende Juli vorgelegten Eckdaten zum zweiten Quartal bestätigte Deutschlands größter Rüstungskonzern. Sie hatten einen deutlichen Gewinnsprung gezeigt. Die Papiere verteuerten sich auf Tradegate um 1,9 Prozent.

Die Deutsche Telekom profitierte im zweiten Quartal weiter vom Wachstum der US-Tochter und erhöhte ihren Barmittel-Ausblick für das Gesamtjahr. Im zweiten Quartal verbesserte sich der Umsatz um gut vier Prozent. Dies liegt im Rahmen der Markterwartungen. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda AL) kletterte um 7,5 Prozent. Experten hatten hier einen Tick weniger erwartet. Die Telekom weitet zudem ihr Aktienrückkaufprogramm deutlich aus. Auf Tradegate ging es für die T-Aktie um 2,0 Prozent aufwärts.

Die Commerzbank verdiente im zweiten Quartal fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor und sucht auf dieser Basis nun das Gespräch mit ihrer Großaktionärin Unicredit . Nach einem Rekordergebnis im ersten Halbjahr sieht sich die Bank nun "voll auf Kurs, ihr Gewinnziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro im Gesamtjahr zu erreichen". Zudem will sie weitere bis zu 1,2 Milliarden Euro in den Rückkauf eigener Aktien stecken. Die Anteilsscheine des Kreditinstituts fielen auf Tradegate um 1,9 Prozent.

Der Konsumgüterkonzern Henkel steigerte im ersten Halbjahr in einem weiter schwierigen Umfeld das Ergebnis. Branchenexperten hatten insgesamt im Durchschnitt etwas weniger auf dem Zettel. Der Umsatz ging um 0,5 Prozent zurück, wuchs aus eigener Kraft aber um 3,2 Prozent. Für das laufende Jahr zeigt sich das Management nun zuversichtlicher.

Merck KGaA hob nach einem unerwartet starken zweiten Quartal seine Jahresziele erneut an. Gründe seien die anhaltende Erholung der Laborsparte rund um die Arzneimittelherstellung, starke Verkäufe von KI-Halbleitermaterialien, nachlassender Währungsgegenwind sowie geringere Zollrückerstattungen an Kunden, hieß es. Im zweiten Quartal übertraf Merck die Markterwartungen.

Der Internetportal-Betreiber Scout24 beschleunigte sein Wachstum im zweiten Quartal. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) legte im ersten Halbjahr um knapp 15 Prozent zu, verfehlte damit aber die Erwartungen der Experten etwas. Die Ziele für das laufende Jahr wurden bestätigt.

Der Labordienstleister und Diagnostikkonzern Qiagen schlug sich nach einem enttäuschenden Jahresstart im zweiten Quartal besser als befürchtet. Der Umsatz stagnierte, während Branchenexperten im Schnitt hingegen mit einem Rückgang gerechnet hatten./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte seinen jüngsten Höhenflug am Mittwoch fortsetzen. Hoffnungen auf eine Beilegung des Iran-Krieges, sinkende Ölpreise und eine Rally bei weltweiten Technologie-Aktien sollten für eine fortgesetzte Rekordrally des Dax sorgen. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem offiziellen Handelsbeginn ein Plus von 0,8 Prozent auf 26.401 Punkte. Damit würde der Leitindex seine Bestmarke vom Vortag bei über 26.266 Zählern nochmals erhöhen und das Plus seit Monatsanfang auf rund drei Prozent ausbauen.

"Die Rekordjagd an den Börsen geht weiter", resümierte der Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners. "Die erhoffte Wiedereröffnung der Straße von Hormus würde die Öl- und Gaspreise weiter fallen lassen. Niedrigere Energiekosten dämpfen die Inflationserwartungen." Die Notenbanken wären wohl nicht mehr "gezwungen", die Zinsen anzuheben. Mit sinkenden Energiekosten und wohl eher niedrigen Finanzierungskosten für Unternehmen gebe es zwei Faktoren, die sich positiv auf die Unternehmensgewinne auswirken können.

In der Berichtssaison geht es hierzulande am Mittwoch mit Volldampf weiter. Aus dem Dax etwa stehen Beiersdorf , DHL , Fresenius , Infineon , Siemens Energy und Vonovia mit Zahlen im Fokus.

Der Logistikkonzern DHL will vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr mehr Aktien zurückkaufen als bislang geplant. Die Bonner hatten bereits vor knapp einem Monat erste Eckdaten für das abgelaufene zweite Quartal verkündet, die von einem kräftigen Sprung des operativen Gewinns zeugten. In diesem Zuge wurde auch der Jahresausblick erhöht und nun bestätigt. Im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate stieg die Aktie um 1,0 Prozent.

Die Geschäfte von Siemens Energy laufen weiter rund. Das Unternehmen steigerte im dritten Quartal Umsatz und Gewinn deutlich und übertraf dabei die Erwartungen der Analysten. Die seit Jahren schwächelnde Windenergietochter Gamesa kehrte zudem in die schwarzen Zahlen zurück und erzielte den ersten Gewinn in einem Quartal seit 2022. Den im Frühjahr angehobenen Ausblick bestätigte Siemens Energy. Für die Papiere des Energietechnikkonzerns ging es auf Tradegate um 3,7 Prozent aufwärts.

Höhere Mieten gaben Deutschlands größtem Wohnimmobilienkonzern Vonovia im ersten Halbjahr Auftrieb. Aber auch das Geschäft mit Zusatzleistungen entwickelte sich deutlich besser. Auf den Nettogewinn drückten hingegen höhere Finanzierungskosten. Während der Dax-Konzern für das laufende Jahr die Ergebnisziele bestätigte, wurde er für das Mietwachstum wegen des Berliner Mietspiegels etwas vorsichtiger.

Der Halbleiterhersteller Infineon erzielte dank der boomenden Nachfrage nach Stromchips für KI-Rechenzentren im dritten Geschäftsquartal einen Rekordumsatz. Zudem sorgten steigende Investitionen in die Netzinfrastruktur für Rückenwind. Auch im wichtigen Automobilgeschäft zogen die Geschäfte an. Das Segmentergebnis, das die operative Profitabilität misst, stieg um 22 Prozent, die entsprechende Marge um zwei Prozentpunkte auf 19,1 Prozent. Die Infineon-Titel verteuerten sich auf Tradegate um 1,3 Prozent.

Der Krankenhausbetreiber und Pharmahersteller Fresenius blickt nach einem erfolgreichen Quartal zuversichtlicher auf 2026. Das Kern-Ergebnis je Aktie soll im laufenden Jahr um 10 bis 15 Prozent steigen. Zuvor war Fresenius von plus fünf bis zehn Prozent ausgegangen. Im zweiten Quartal legte der Umsatz organisch um sechs Prozent zu, das operative Ergebnis (Ebit) stieg währungsbereinigt um zehn Prozent. Auf Tradegate stieg die Aktie um 4,1 Prozent./edh/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem Rekordhoch zum Wochenstart dürfte der Dax am Dienstag zunächst in der Gewinnspur bleiben und den erfolgreichen Auftakt in den Monat August bestätigen. Im Mittelpunkt des Interesses steht die Quartalsberichtssaison der Unternehmen, die kräftige Impulse liefern sollte.

Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem offiziellen Handelsbeginn ein Plus von 0,5 Prozent auf 26.127 Punkte. Damit stiege das Kursbarometer über seinen Höchststand vom Vortag bei knapp unter 26.100 Punkten.

Die Aktien von Zalando brachen im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate um 14 Prozent ein. Der Online-Händler enttäuschte mit seinen Umsatz- und Ergebniszahlen für das zweite Quartal. Den Jahresausblick konkretisierte das Management.

Für die Papiere von Bayer ging es auf Tradegate um 2,3 Prozent nach oben. Die Leverkusener übertrafen dank guter Agrargeschäfte die Erwartungen für das zweite Quartal. Den währungsbereinigten Umsatzausblick für 2026 bestätigte der Pharma- und Agrarchemiekonzern.

Die Folgen des Iran-Kriegs und Streiks kamen die Lufthansa im zweiten Quartal teuer zu stehen. Für 2026 hält Vorstandschef Carsten Spohr deshalb jetzt doch einen Gewinnrückgang für möglich. Im zweiten Quartal brockten die immens gestiegenen Kerosinpreise dem Konzern einen herben Gewinneinbruch ein. Damit schnitt die Lufthansa noch schlechter ab als von Analysten im Schnitt befürchtet. Die Aktie verlor auf Tradegate 3,0 Prozent.

Eine maue Konsumstimmung insbesondere in der europäischen Region sowie der laufende Konzernumbau belasteten auch das zweite Quartal des Modekonzerns Hugo Boss . Der Umsatz ging um zehn Prozent zurück, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sackte um 28 Prozent ab. Den Jahresausblick bestätigte Hugo Boss dennoch.

Der Immobilienkonzern LEG profitiert weiterhin von einer hohen Nachfrage nach Wohnungen in den Ballungszentren. Die Nettokaltmiete wuchs im ersten Halbjahr um 3,4 Prozent. Die für das Unternehmen wesentliche Ergebniskennziffer AFFO (Mittelzufluss aus der operativen Tätigkeit bereinigt um aktivierte Investitionen) ging jedoch um 12,7 Prozent zurück./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutlich gefallene Ölpreise dürften dem deutschen Aktienmarkt einen schwungvollen Wochen- und Monatsstart bescheren. Der X-Dax signalisierte für den Dax am Montagmorgen knapp eine Stunde vor dem Börsenstart ein Plus von 1,0 Prozent auf 25.895 Punkte und damit ganz nah am bisherigen Rekordstand von 25.900 Zählern Anfang Juli.

Mehrheitlich positiv aufgenommene Unternehmenszahlen in der Berichtssaison sowie eine weltweite Erholung von KI-Aktien hatten bereits Ende der vergangenen Woche die Kurse angetrieben, bis zum Rekordhoch hatten dem Dax weniger als zehn Punkte gefehlt, ehe ihm die Puste ausging. In Asien legten zum Wochenstart die Indizes nach der Rally am Freitag allerdings wieder den Rückwärtsgang ein.

Nachdem US-Präsident Donald Trump am Wochenende neue Gespräche mit dem Iran angekündigt und gleichzeitig einen Großangriff abgesagt hatte, gaben die Ölpreise zum Wochenauftakt kräftig nach. Dadurch schwinden Inflationsängste und auch Sorgen vor steigenden Leitzinsen.

Aus Unternehmenssicht dürfte es am Montag noch ruhig zugehen. Erst am Dienstag nimmt die Quartalsberichtssaison wieder Fahrt auf. Am Morgen gab der Auto- und Industriezulieferer Stabilus detaillierte Quartalszahlen bekannt, die den vor knapp zwei Wochen veröffentlichten Eckdaten weitgehend entsprachen. Die Stabilus-Aktie stieg im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt um rund zweieinhalb Prozent.

Für die Papiere von Eon ging es auf Tradegate um 1,8 Prozent nach oben. Zuvor hatte das Analysehaus Jefferies die Titel des Energieversorgers von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 17,40 auf 22,70 Euro angehoben. Analyst Ahmed Farman sieht die Strom-Ausbaupläne in Deutschland sowie regulatorische Vorgaben für die Kapitalkosten der Stromerzeuger als Kurstreiber für die Aktie in den kommenden Monaten./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine beeindruckende Erholung von Technologieaktien in den USA und Asien sowie überwiegend positiv aufgenommene Unternehmensbilanzen dürften am Freitag auch dem deutschen Aktienmarkt Auftrieb geben. Unterstützung kommt zudem von den weiter spürbar sinkenden Ölpreisen, auch wenn die Lage im Nahen Osten weiter angespannt ist.

Der X-Dax signalisierte für den Dax knapp eine Stunde vor dem Börsenstart ein Plus von 0,5 Prozent auf 25.744 Punkte. Damit nimmt der deutsche Leitindex Kurs auf sein Rekordhoch von 25.900 Punkten, das er Anfang Juli erreicht hatte.

Tags zuvor hatte der Dax freundlich geschlossen und den Widerstand bei etwas über 25.550 Zähler überwunden. Auf Wochensicht deutet sich ein Plus von 2,5 Prozent an, auf Monatssicht sind es fast 3 Prozent.

Aktien-Stratege Mislav Matejka von JPMorgan hob die bisher gut laufende Berichtssaison auf beiden Seiten des Atlantiks hervor. Das Gewinnwachstum sei besser als am Markt erwartet. Alle Sektoren in den USA und fast alle in Europa zeigten ein im Vergleich zum Vorjahresquartal höheres Wachstum beim Ergebnis je Aktie.

Unter den Einzelwerten stehen mit Quartalsberichten nur wenige Unternehmen hierzulande auf der Agenda. Aus dem Dax ist es Siemens Healthineers . Der Medizintechnik-Hersteller senkte zwar angesichts der schwachen Diagnostik-Sparte das Jahresumsatzziel 2025/26, hob aber zugleich die bereinigte Gewinnprognose je Aktie an. Hier kamen dem Konzern positive Sondereffekte aus US-Steuerrückerstattungen zugute. Die vorbörsliche Kursreaktion war negativ. Die Aktie gab auf Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss knapp drei Prozent nach.

Hensoldt dagegen gewannen etwas mehr als ein Prozent. Der Rüstungselektronikkonzern profitiert von der Aufrüstung der Nato-Staaten. In den ersten sechs Monaten verdoppelte sich der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Vom Schmierstoffhersteller Fuchs kam unterdessen ein detaillierter Quartalsbericht, denn Eckzahlen samt einer Anhebung der operativen Jahresgewinnprognose waren bereits in der vergangenen Woche veröffentlicht worden. Der Sportartikelhersteller Puma berichtete, dass das zweite Quartal von Reset-Maßnahmen und einer schwächeren Nachfrage geprägt gewesen sei, bestätigte aber seine Jahresziele. Die Aktie legte vorbörslich wie die von Fuchs moderat zu.

Siltronic könnten nach starken Zahlen am Vortag und mehreren positiven Analystenkommentaren dagegen weiter kräftig Schwung bekommen. Auf Tradegate gewannen sie zuletzt etwas mehr als sieben Prozent, nachdem sie am Vortag bereits um fast neun Prozent in die Höhe geschossen waren./ck/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der wie erwartet ausgefallenen Leitzinsentscheidung der US-Notenbank sowie Licht und Schatten von den Quartalsbilanzen der US-Techschwergewichte Microsoft und Meta dürfte der Dax am Donnerstag etwas schwächer starten.

An einem weiteren heißen Tag der Berichtssaison signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem Xetra-Start ein Minus von 0,32 Prozent auf 25.380 Punkte. Etwas über 25.550 Zähler war das Kursbarometer in dieser Woche nicht hinausgekommen. Weitere Quartalszahlen könnten nun neue Impulse bringen. Im Verlauf achten Marktteilnehmer zudem auf Verbraucherpreise aus Deutschland

Die US-Notenbank Federal Reserve ließ den Leitzins wie erwartet ein weiteres Mal unverändert. Damit bleibt die Spanne zum fünften Mal in diesem Jahr bei 3,5 bis 3,75 Prozent.

Geopolitisch bleibt derweil die Lage im Iran angespannt. Als Antwort auf Irans Angriff gegen die US-Truppen im Nahen Osten bombardierte das US-Militär in der Nacht wieder Ziele in der Islamischen Republik.

Am deutschen Markt stehen vorbörslich Adidas nach Quartalszahlen im Blick - und deutlich unter Druck, wie das Minus von 8,5 Prozent auf Tradegate gegenüber dem Xetra-Schluss zeigt. Der Sportartikelhersteller erhöhte zwar die Umsatzprognose, höhere Kosten bremsen aber die Ergebnisentwicklung.

Airbus gaben um 2,3 Prozent nach. Ein Händler bezeichnete das zweite Quartal als stark, jedoch habe der Flugzeugbauer die Ziele nur bestätigt.

Aixtron erholten sich etwas von ihren jüngsten Verlusten mit vorbörslich plus 3,7 Prozent. Marktteilnehmer lobten den Auftragseingang des auf die Halbleiterindustrie spezialisierten Anlagenbauers. Die Papiere des Bausoftwarehersteller Nemetschek gaben nach Zahlen deutlich nach./ajx/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Neuerliche Angriffe des Iran im Konflikt mit den Vereinigten Staaten dürften am Mittwoch die Kurse am deutschen Aktienmarkt zunächst etwas belasten. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex Dax einen Abschlag von 0,3 Prozent auf 25.393 Punkte.

Am Vortag sowie am Montag war der Dax jeweils bis über 25.550 Punkte geklettert, von dort aber wieder zurückgeprallt. Das Rekordhoch von 25.900 Punkten bleibt im Blick, rückt nun aber erst einmal wieder etwas weiter weg.

Erstmals seit dem vorläufigen Stopp der US-Angriffe auf Ziele im Iran haben Teherans Streitkräfte nach Darstellung des US-Militärs mehrere ballistische Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgefeuert. Alle Geschosse seien abgefangen worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit, ohne Angabe des Ziels der Angriffe. Die Preise für Öl und Gas legten am Mittwoch wieder zu.

"Die Unruhe ist zurück im Markt", kommentierte Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners die erneute geopolitische Anspannung. Anleger sollten dieses Thema nicht vorschnell abhaken, der Konflikt könne die Weltwirtschaft und die Börsen noch lange beschäftigen.

In den Blick rückt am Abend die Sitzung der US-Notenbank Fed. Bei der zweiten Zinssitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh rechnen Marktbeobachter überwiegend erneut nicht mit keine Änderung beim Leitzins, sodass dieser zum fünften Mal in Folge in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent bleiben dürfte. Die Diskussion über eine mögliche Leitzinserhöhung hat zuletzt aber wieder zugenommen. Der Iran-Krieg sorgt weiter für große Verunsicherung.

An den Aktienmärkten steht die Halbleiterbranche weiter unter Druck. In den USA und am Morgen in Asien ging es im Chipsektor erneut bergab. Halbleiterwerte am deutschen Markt können diesem Trend nicht entkommen. Papiere wie Infineon oder Aixtron gaben entsprechend vorbörslich weiter nach. Bedenken, dass sich die immens hohen Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) nicht rechnen könnten sowie Sorgen vor Konkurrenz aus China trüben die Stimmung ein. Vor der Fed-Zinssitzung an diesem Abend dürften Anleger im Chipsektor kein größeres Risiko eingehen wollen. Zudem verfehlte der südkoreanische Chipproduzent SK Hynix trotz erneuter Rekordgewinne mit seinen Geschäftszahlen die Markterwartungen.

In der Berichtssaison geht es rund mit zahlreichen Bilanzvorlagen von Unternehmen aus dem Dax, MDax und SDax . Anleger verarbeiten unter anderem die Zahlen des Energiekonzerns RWE , der nach einem überraschend gut verlaufenen Halbjahr positiver auf 2026 blickt. Auf Tradegate gewannen RWE vorbörslich 3 Prozent zum Xetra-Schluss.

Die Deutsche Bank erzielte im zweiten Quartal dank ihrer Investmentbank überraschend einen Gewinn auf Rekordniveau. Anleger zeigten sich erfreut: Die Aktien gewannen 1,7 Prozent im vorbörslichen Tradegate-Handel.

BASF legten auf Tradegate leicht zu. Der Start eines neuen Aktenrückkaufprogramms dürfte die Titel des Chemiekonzerns stützen.

Kräftig nach oben um mehr als 5 Prozent auf Tradegate ging es für Nordex . Der Windkraftkonzern verdiente im abgelaufenen Quartal mehr als erwartet und bestätigte die Prognose.

Redcare gewannen nach Quartalszahlen mehr als 4 Prozent. Das Analysehaus Jefferies lobte die ProfitabilItät der Internet-Apotheke./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die weiter nachgebenden Energiepreise dürften dem Dax auch am zweiten Börsentag der Woche Auftrieb geben. An seine Vortagesgewinne dürfte der deutsche Leitindex somit am Dienstag somit anknüpfen; das Rekordhoch von vor drei Wochen bei 25.900 Zählern bleibt im Blick. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax ein Plus von 0,24 Prozent auf 25.422 Punkte.

Nach dem starken Rücksetzer der Preise für Rohöl und Gas am Vortag geben diese weiter nach. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September fiel auf rund 87 US-Dollar. In der vergangenen Woche notierte Brent in der Spitze noch über der Marke von 100 Dollar. Als Grund für den jüngst starken Preisrückgang gilt die Hoffnung, dass die USA und der Iran wieder Verhandlungen über eine Lösung des Nahost-Kriegs aufnehmen könnten.

Laut Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners befinden sich die Börsen aktuell in einem Spannungsfeld zweier Kräfte. So wachse auf der einen Seite die Hoffnung auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Auf der anderen Seite nehme die Angst vor einer zu weit gelaufenen KI-Rally zu - dies mache Indizes mit hohen Halbleiter-Gewichten wie der Nasdaq 100 und der südkoreanische Kospi zu schaffen, weniger aber dem Dax.

Aktien mit KI-Bezug hatten am Vortag im US-Handel sowie nun am Dienstag in Japan und Südkorea teils deutlich unter Sorgen vor wachsender China-Konkurrenz und ausufernden Finanzierungsnotwendigkeiten gelitten.

Die Saison der Quartalsbilanzen kommt hierzulande weiter in Fahrt. Am Dienstag lassen sich Mercedes-Benz und der Software-Anbieter Teamviewer in die Bücher schauen. Mercedes kappte nach einem schwachen Quartal die Umsatzprognose, das Pkw-Margenziel steht aber. Vorbörslich gewannen die Anteile auf Tradegate 2,1 Prozent im Vergleich mit dem Xetra-Schluss.

Teamviewer wies einen weiteren Umsatzrückgang aus, ließ die Prognose aber unverändert. Insgesamt ein solider Bericht, konstatierte ein Händler. Die Papiere des Softwarekonzerns gaben auf Tradegate um 4,3 Prozent nach verglichen mit dem Schlusskurs auf Xetra, hatten allerdings am Vortag im Zuge einer starken Entwicklung des gesamten Software-Sektors 4,7 Prozent gewonnen.

Hypoport sanken im vorbörslich Handel auf Tradegate um 1,2 Prozent. Der Finanzdienstleister hatte gewinnseitig im zweiten Quartal enttäuscht.

Exane BNP Paribas stufte die Aktien des Dialysekonzerns Fresenius Medical Care (FMC) von "Neutral" auf "Underperform" ab. FMC gaben auf Tradegate deutlich nach. In die andere Richtung ging es für die Titel des Düngerherstellers K+S , hier votiert Exane BNP nun mit "Outperform" statt zuvor "Underperform"./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine Angriffspause der USA im Krieg mit dem Iran schiebt den Dax am Montag weiter an. Im frühen Handel stieg das Börsenbarometer um 1,22 Prozent auf 25.405 Punkte und knüpfte dank der fallenden Ölpreise an den freundlichen Wochenschluss von Freitag an. Das Rekordhoch kommt wieder in die Nähe, es datiert mit 25.900 Punkten von Anfang des Monats.

Ob es nun zu einem nachhaltigen Ausbruch komme, hänge jedoch maßgeblich davon ab, wie lange die Waffenruhe dieses Mal dauere und ob tatsächlich Fortschritte in den Gesprächen zu erkennen seien, erläuterte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es am Montag um 1,18 Prozent auf 32.344 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um rund 1 Prozent./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Kursrutsch am Vortag ringt der Dax zum Wochenschluss um eine Stabilisierung. Eine Stunde vor Handelsbeginn am Freitag signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,1 Prozent auf 24.733 Punkte.

Unter den 21- und 50-Tage-Durchschnittslinien hatte sich der Dax am Donnerstag dem tiefsten Stand seit Ende Juni genähert. Diese beschreiben die kurz- und mittelfristigen Trends am Aktienmarkt. Bei etwa 24.700 Punkten winkt eine technische Unterstützung.

Aus fundamentaler Sicht bleiben die Aussichten aber trübe. Neue Sorgen um KI-Investitionen und Kriegshandlungen in Nahost sind zum Wochenende hin kein guter Cocktail für die Anleger. US-Präsident Donald Trump setzte die Angriffe auf den Iran in der 13. Nacht in Folge fort und versucht im Konflikt um die Straße von Hormus den Druck zu erhöhen. Verschärft wurde die Lage zuletzt noch von Angriffen der Huthi-Miliz auf saudische Schiffe im Roten Meer. Der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent liegt wieder über der 100-Dollar-Marke.

Zudem verhängen die Vereinigten Staaten neue Zölle gegen 60 Handelspartner, darunter auch auf Waren aus der Europäischen Union. Diesmal lautet die Begründung: angeblich unzureichende Maßnahmen der Handelspartner gegen Zwangsarbeit.

Diese neuen Zölle ersetzten die auslaufenden, die Trump nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs kurzfristig verhängt hatte, schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Da es sich insofern nicht um zusätzliche Belastungen handele, dürften die Zölle keine großen Bewegungen an den Börsen auslösen.

Hierzulande stehen untern anderen Aktien von Software-Unternehmen mit Geschäftszahlen im Blick. Europas Branchenprimus SAP kommt trotz widriger Bedingungen in der Weltwirtschaft gut voran mit dem Abschluss von Cloud-Aboverträgen. Die Aktien notierten im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate gut drei Prozent über dem Xetra-Schluss vom Donnerstag.

Atoss Software hatte dank eines guten Cloud-Geschäftes Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal gesteigert. Dabei sei das Unternehmen profitabler gewesen als erwartet, sagte ein Händler. Die Atoss-Papiere gewannen auf Tradegate knapp drei Prozent.

Mit Blick auf die Autobranche hatte der VW-Konzern im zweiten Quartal noch etwas weniger verdient als im ohnehin schon schwachen Vorjahreszeitraum. Zudem wurde der Umsatzausblick gekappt. Die Vorzugsaktien der Wolfsburger fielen auf Tradegate um mehr als zwei Prozent./la/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Tag der nächsten Zinsentscheidung in der Eurozone dürfte der Dax zunächst etwas schwächer in den Handel starten. Eine Stunde vor Handelsbeginn am Donnerstag signalisierte der X-Dax ein Minus von 0,4 Prozent auf 25.050 Punkte. Das Börsenbarometer würde sich damit weiter in der Nähe der 21-Tage-Durchschnittslinie bewegen, die den kurzfristigen Trend beschreibt und aktuell bei 25.086 Zählern verläuft.

Steigende Ölpreise wegen der anhaltenden Angriffe im Iran-Krieg schüren weiter Inflationsängste und bleiben damit ein Problem für die Märkte. Hinzu kommt, dass die nach US-Börsenschluss vorgestellten Zahlen großer US-Konzerne die Anleger nicht überzeugten - obwohl der Internetriese Alphabet im vergangenen Quartal die Wall-Street-Erwartungen übertroffen hat. Da Googles Mutterkonzern noch mehr Geld in den Ausbau der KI-Infrastruktur stecken will, kamen die Aktien nachbörslich unter Druck. In Asien allerdings profitierten Chipwerte davon.

Die Augen werden nun auf die Europäische Zentralbank gerichtet, die ihren Leitzins an diesem Donnerstag voraussichtlich bestätigen wird. "Die Notenbank hat keinen Grund, sich heute festzulegen - und genau darin liegt ihre größte Stärke", glaubt der Portfoliomanager Jörg Held vom Fondsanbieter Ethenea. Mit großer Spannung werden die Signale für die nächste Sitzung im September erwartet, für die viele Ökonomen von einer erneuten Leitzinserhöhung ausgehen. Laut Held spricht die Datenlage "für ein Umfeld, in dem Geduld gefragt ist."

Hierzulande herrscht auch deshalb eine gewisse Zurückhaltung, weil Europas größter Softwarekonzern SAP am Abend nach US-Börsenschluss seine mit Spannung erwarteten Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorlegt. SAP-Chef Christian Klein steht unter Druck. Vor allem Anleger sehen die Lage derzeit sehr skeptisch, die Aktien haben in diesem Jahr rund ein Drittel an Wert eingebüßt. Grund sind die Zweifel von Investoren an klassischen Softwareanbietern, ob sie mit ihrem Geschäftsmodell zur Nutzung der Programme aus dem Netz dem Druck von KI-Apps standhalten können.

Die Deutsche Börse veröffentlichte bereits ihre Zahlen; sie legte im zweiten Quartal dank guter Geschäfte mit Finanzmarkt-Produkten erneut kräftig zu. Die Aktien des Börsenbetreibers notierten im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate gleichwohl ein Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Mittwoch. Der Bereich Investment Management Solutions (IMS) sei etwas hinter den Schätzungen zurückgeblieben, schrieb Experte Tom Mills vom Analysehaus Jefferies.

Der Labordienstleister und Pharmazulieferer Sartorius profitiert zudem weiterhin von der Nachfrage nach Verbrauchsmaterialien. Im ersten Halbjahr legte der Umsatz zu. Der Aktienkurs stieg vorbörslich um gut ein Prozent.

Der Onlinebroker Flatexdegiro hatte nach einem starken zweiten Quartal infolge hoher Handelsaktivitäten seiner Kunden erneut die Gewinnprognose angehoben. Das erst im Juni höher gesteckte Umsatzziel wurde bestätigt. Damit zogen die Anteilsscheine auf Tradegate um vier Prozent an./la/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Mit der Fahrt aufnehmenden Berichtssaison der Unternehmen dürfte sich der Dax am Mittwoch zunächst solide präsentieren. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,2 Prozent auf 25.055 Punkte. Die 21-Tage-Durchschnittslinie als Indikator für den kurzfristigen Trend, die aktuell bei 25.074 Zählern verläuft, hat das Börsenbarometer nun wieder vor Augen.

An neue US-Angriffswellen auf den Iran und die höheren Ölpreise gewöhnen sich die Anleger allmählich und lenken ihre Aufmerksamkeit wieder stärker auf die Berichtssaison, die am Mittwoch einige Hochkaräter zu bieten hat. In Europa konzentriert sich dies am Morgen noch auf Banken wie Santander , doch nach dem Frankfurter Börsenschluss berichtet dann die Deutsche Börse .

Besonders dürfte aber spät am Abend in die Vereinigten Staaten geblickt werden, wo die Berichtssaison nach dem Handelsende mit den großen Tech-Unternehmen Tesla und Alphabet aufwarten kann; von IBM gibt es zudem detaillierte Geschäftszahlen.

Am Vorabend hatten die US-Aktienmärkte Stärke gezeigt, ihre Kursgewinne aber weitergehend noch während des Xetra-Handels erzielt. Einige für Tech-Werte wegweisende Börsen in Asien vollzogen dies am Mittwoch nach, wenngleich die Gewinne dort im späten Handel schon wieder abbröckelten.

Hierzulande richtet sich die Aufmerksamkeit unter anderem auf Gea . Der Anlagenbauer blickt nach einem überraschend erfolgreichen Quartal optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr. Die Aktien notierten im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate vier Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Dienstag.

Auch der Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen Friedrich Vorwerk ist nun zuversichtlicher. Er hob dank einer deutlich gestiegenen Profitabilität im ersten Halbjahr seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr an. Hier verzeichneten die Papiere auf Tradegate ein Plus von fast fünf Prozent.

Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus will seinen Gewinn dank der starken Nachfrage nach Passagierjets bis 2029 kräftig nach oben treiben. Zudem komme der angekündigte Aktienrückkauf früher als erwartet, hieß es von dem Analysehaus Jefferies. Die Anteilsscheine von Airbus zogen auf Tradegate um fast drei Prozent an.

Zudem meldete sich die Bafin erneut zu Wort. Jetzt leitete die Finanzaufsichtsbehörde eine Prüfung des 2024er-Jahresabschlusses des Strahlen- und Medizintechnikkonzerns Eckert & Ziegler ein. Grund für die Prüfung sind unzutreffende Angaben im Kontext der Abspaltung der Pentixapharm im Oktober 2024. Das Unternehmen selbst teilte mit, dass die Folgen der Prüfung keinen Einfluss auf die operativen Kennziffern hätten. Für die Aktien von Eckert & Ziegler ging es auf Tradegate um zwei Prozent nach unten./la/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Trotz des nach wie vor ungelösten Krieges zwischen den USA und dem Iran dürfte sich der Dax auch am Dienstag recht stabil halten. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,1 Prozent auf 24.866 Punkte.

Nach zwei Verlustwochen in Folge hatte sich der Dax zum Wochenstart stabilisiert, auch wenn die Lage in Nahost unübersichtlich bleibt. Daran dürfte sich auch am Dienstag zunächst nichts ändern. Denn zwar bemühen sich die Vermittler Berichten zufolge um eine neue Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, allerdings dauern die Militärschläge der USA im Iran seit nunmehr zehn Nächten an.

"Die Lage in Nahost bleibt unberechenbar. Gegenseitige Angriffe und parallel dazu stattfindende Friedensbemühungen - wohin das Pendel als Nächstes ausschlagen wird, kann niemand verlässlich sagen", erklärte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank.

Zuletzt habe der Dax dabei eine mehr oder weniger gut begrenzte Handelsspanne zwischen 24.700 und 25.100 Punkten etabliert, so Stanzl weiter. "Nun warten die Anleger auf Signale aus der Berichtssaison, um neue Engagements zu rechtfertigen."

Im Fokus steht am Dienstag die Finanzaufsichtsbehörde Bafin, die zum einen eine Prüfung des Halbjahresabschlusses von Jungheinrich eingeleitet hat. Es liegen laut der Behörde konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass der Gabelstaplerhersteller gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen hat. Daher werden den Angaben zufolge der veröffentlichte verkürzte Abschluss zum 30. Juni 2025 und der zugehörige Zwischenlagebericht für das erste Halbjahr 2025 geprüft. Die Papiere von Jungheinrich notierten im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate 4,6 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Montag.

Zum anderen fand die Bafin bei Zalando Fehler im Geschäftsbericht 2025. Die Modeplattform habe Anteile der übernommenen About You Holding von einem nahestehenden Unternehmen erworben, das durch ein Aufsichtsratsmitglied von Zalando beherrscht werde, teilte die Behörde mit. Die dazu erforderlichen Angaben hätten jedoch im Anhang des Konzernabschlusses gefehlt. Zalando bestätigte, dass die Angaben fehlten. Hierbei handele es sich um einen rein formalen und materiell unwesentlichen Aspekt des Konzernanhangs. Ein Bußgeld sei von der Bafin nicht verhängt worden, so der Konzern. Damit notierten die Papiere auf Tradegate moderat im Plus.

Analystenlob verhalf den Anteilsscheinen von Redcare Pharmacy auf Tradegate zu einem Plus von 2,4 Prozent. Investoren unterschätzten das Margenpotenzial der Online-Apotheke, schrieb Experte Yannik Siering von Warburg Research. Das Unternehmen dürfte langfristig seine starke Stellung im Online-Markt für verschreibungspflichtige Medikamente ausspielen, der selbst noch reichlich Potenzial haben dürfte./la/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zwei Verlustwochen in Folge ringt der Dax am Montag um Stabilisierung. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,2 Prozent auf 24.789 Punkte. In den vergangenen beiden Wochen hatten dem Börsenbarometer eine teils scharfe Korrektur bei heiß gelaufenen KI-Aktien sowie die Eskalation des Krieges zwischen den USA und dem Iran zugesetzt.

Gleichwohl sah es an anderen Finanzmärkten, die in den vorangegangenen Monaten stärker am KI-Boom hingen, wie etwa die südkoreanische Aktienbörse, teils deutlich schlimmer aus. Und so bleibt das Rekordhoch des Dax von rund 25.900 Punkten von Anfang Juli zumindest in Sichtweite.

Im Fokus bleibt zu Wochenbeginn der Iran-Krieg. Während sich die Streitkräfte beider Staaten in einer weiteren Nacht gegenseitig attackierten, wächst die Sorge vor einem noch umfassenderen Krieg. Washington verlegt US-Medienberichten zufolge weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Konfliktregion.

Um Angriffe des Irans auf Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus zu unterbinden, bombardierte das US-Militär derweil in der nunmehr neunten Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik. Von dort wurden Explosionen in gleich mehreren Gebieten gemeldet.

Der mit dem Krieg einhergehende Ölpreisanstieg nährt weiterhin Inflationssorgen. Allerdings könnten dauerhaft hohe Ölpreise auch zu einem schwachen Konsum führen, da Verbraucher bei hohen Benzinpreisen weniger Geld für Anschaffungen übrig haben. Das wäre dann wohl inflationsdämpfend, würde aber die Wirtschaft belasten.

Mit Nachrichten im Fokus steht die Autobranche. Der US-Elektroautobauer Tesla setzt dank der Steigerung von Nachfrage und Gewinn auf einen rasanten Ausbau der Produktion im deutschen Werk in Grünheide bei Berlin. Im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate hielten sich derweil die Kursbewegungen bei den hiesigen Branchenvertretern in Grenzen.

Weiter nach oben ging es am Montag auf Tradegate für die Papiere von Salzgitter . Der Stahlhersteller hatte am Freitag kurz vor Handelsschluss seine Jahresprognosen angehoben. Die Anteilsscheine waren mit einem Plus von fast vier Prozent ins Wochenende gegangen./la/nas



FRANKFURT (dpa-AFX) - Tiefrote Vorzeichen an der US-Technologiebörse Nasdaq und in Asien drohen den Dax am Freitag weiter nach unten zu ziehen. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,8 Prozent auf 24.708 Punkte. Damit würde sich der Wochenverlust auf 1,4 Prozent summieren. Seit dem Rekordhoch von 25.900 Punkten Anfang vergangener Woche hat der Dax inzwischen 4,6 Prozent eingebüßt. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wurde am Freitagmorgen ein Prozent tiefer erwartet.

Marktexperte Stephen Innes verwies darauf, dass aktuell neben Gewinnmitnahmen auch Druck auf den Markt komme durch eine Korrektur bei Anlageprodukten, die mit Hebel - also im Grunde auf Pump - Investments in KI-Aktien erlaubt hätten. Dieser Korrekturprozess könnte noch eine Weile andauern.

Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank konstatierte eine zunehmende Angst der Anleger, dass mit der Korrektur der Halbleiter- und KI-Titel "zunehmend andere, vielleicht unbeteiligte Aktien in Sippenhaft genommen werden". Denn "je stärker die Kurse fallen, desto größer wird der Zwang, ausufernde Verluste bei Technologieaktien durch den Verkauf anderer Werte auszugleichen". Zudem bedrohe der sich verschärfende Konflikt im Nahen Osten die weltweiten Energie-Lierferketten.

Am deutschen Aktienmarkt steht SMA Solar mit einem starken Wachstum im vergangenen Quartal sowie einer weiteren Anhebung seiner Jahresziele im Fokus. Jefferies-Analyst Constantin Hesse attestierte dem Hersteller von Wechselrichtern solide Zahlen und lobte den neuen Ausblick. Er blieb bei seiner Kaufempfehlung und hob das Kursziel an. Vorbörslich legten die Aktien um rund 10 Prozent zu.

Um gut 9 Prozent nach unten ging es hingegen für die Papiere des Arzneimittelherstellers Dermapharm , nachdem die Finanzaufsicht Bafin eine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Jahr 2025 eingeleitet hatte./gl/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Donnerstag sein Ringen um die 25.000-Punkte-Marke fortsetzen. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax einen fast unveränderten Punktestand von 25.005 Punkte - vortags hatte der Dax minimal unter 25.000 Punkten geschlossen. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wurde am Donnerstagmorgen ebenfalls kaum bewegt erwartet.

Analyst Martin Utschneider von Robomarkets sprach von einer "richtungslosen Grundtendenz". Dieser dürfte der Dax an diesem Donnerstag treu bleiben, zumal er sich auch am Vortag nicht aus seiner jüngsten Seitwärtsspanne habe lösen können. Das belege eine "ausgeprägte Unentschlossenheit der Marktteilnehmer".

Solange der "erbitterte Kampf" zwischen Optimisten und Pessimisten um die 25.000-Punkte-Marke nicht entschieden sei, bleibe die zukünftige Richtung des Börsenbarometers unklar, ergänzte Thomas Altmann von QC Partners. Trotz der anhaltenden gegenseitigen Angriffe der USA und des Iran im Nahen Osten gingen die Märkte weiterhin von einer "nur kurzen Eskalationswelle" und der baldigen Wiederaufnahme von Verhandlungen aus.

Impulse könnte die Quartalsberichtssaison der Unternehmen setzen, die allerdings erst in der kommenden Woche allmählich Fahrt aufnimmt. Die vorbörslich positiv aufgenommenen Geschäftszahlen der schweizerischen ABB zogen den Aktienkurs von Siemens etwas nach oben.

Zudem berichtete der Finanzdienstleister Hypoport für das erste Halbjahr eine Stagnation in der privaten Immobilienfinanzierung. Nach dem Zinsanstieg infolge des Iran-Kriegs hätten viele Verbraucher im ersten Quartal noch schnell Kredite abgeschlossen, berichtete das Unternehmen. Dieser Vorzieheffekt ging demnach zulasten des zweiten Quartals.

Beim Essenslieferdienst Delivery Hero sorgte die nun offiziell vorliegende Übernahmeofferte des US-Fahrdienstvermittlers Uber für einen kräftigen Kursanstieg.

Für klare vorbörsliche Kursbewegungen sorgten ansonsten Analystenaussagen. Die Aktien von Knorr-Bremse zogen an, nachdem die US-Bank JPMorgan ihnen den Stempel "Positive Catalyst Watch" aufgedrückt hatte. Damit gab Experte Akash Gupta seinen optimistischen Erwartungen für die Ende Juli anstehenden Quartalszahlen des Bremsenspezialisten Ausdruck.

Beim Auto- und Industriezulieferer Schaeffler zeichnen sich noch deutlichere Gewinne ab. Die Schweizer Bank UBS strich ihr Verkaufvotum für die Aktien und stuft diese nun mit "Neutral" ein.

Dagegen drohen Evotec nach dem jüngsten Kurseinbruch infolge einer Gewinnwarnung nun weitere Kursverluste. Die Privatbank Berenberg strich ihre Kaufempfehlung./gl/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax steuert am Mittwoch auf moderate Verluste zu. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax ein Minus von 0,3 Prozent auf 25.066 Punkte. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird indes 0,2 Prozent fester erwartet.

Dass der Dax zuletzt schon vier Tage in Folge über 25.000 Punkten geschlossen hat, wertete Analyst Thomas Altmann von QC Partners als einen "Etappensieg der Bullen im Kampf um diese wichtige Marke". Solange der Index allerdings weiter um diese Marke pendele, scheine die zukünftige Richtung offen. Vor dem Beginn der Quartalsberichtssaison der Unternehmen wagten sich die Anleger zuletzt kaum aus der Deckung.

Für ein erstes Highlight sorgte nun das niederländischen Schwergewicht ASML und Elmos sowie der Ausrüster und Zulieferer Aixtron , Siltronic , Suss Microtec und Jenoptik positiv auf die Nachrichten von ASML.

Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler schnitt derweil vorläufigen Zahlen zufolge auch im zweiten Quartal etwas profitabler ab als ein Jahr zuvor.

Derweil gab der Technologiekonzern Kontron einen Auftrag für Dienstleistungen von einem europäischen Bahnbetreiber in einem Volumen von knapp 100 Millionen Euro bekannt.

Ebenfalls einen Großauftrag berichtete der Pipeline- und Anlagenbauer Friedrich Vorwerk . Der Wert des Auftrags als Teil einer Arbeitsgemeinschaft für die Wasserstoffleitung "H2Coastlink 1" liegt dem Unternehmen zufolge im zweistelligen Millionenbereich. Die Aktien reagierten vorbörslich mit deutlichen Gewinnen. Börsenhändler sprachen von moderat positiven Nachricht für beide Unternehmen.

Nachdem die Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin bei Nagarro Fehler im Abschlussbericht 2022 festgestellt hat, legte der IT-Dienstleister Widerspruch ein. Er sieht keine im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes wesentlichen Fehler. Ein Antrag auf aufschiebende Wirkung des Widerspruchs scheiterte aber vor dem Oberlandesgericht Frankfurt. Nun sei damit zu rechnen, dass die Bafin die Fehlerfeststellungen auch während des noch laufenden Widerspruchsverfahrens unverzüglich veröffentlichen werde, hieß es vom Unternehmen./gl/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Für den noch zu Wochenbeginn robusten Dax zeichnen sich am Dienstag Kursverluste ab. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,5 Prozent auf 24.997 Punkte. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird 0,4 Prozent tiefer erwartet.

Dass der Preis für die wichtige Rohölsorte Brent auf den höchsten Stand seit einem Monat gestiegen ist, belastete die Stimmung. Verantwortlich dafür war die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Wiederaufnahme der Seeblockade gegen iranische Häfen ansteuernde Schiffe. Zudem erklärte Trump, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der Meerenge von Hormus aus "Fairnessgründen" Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchten.

Die Finanzmärkte seien zuletzt von der Einschätzung "fragiler Arbeitsbeziehungen" zwischen den USA und dem Iran zu einer "heiklen Konfrontation mit wenig Aussichten auf einen Kompromiss" umgeschwenkt, kommentierte Marktexperte Stephen Innes. Der Ölpreis preise folglich eine geopolitische Risikoprämie ein.

Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank befürchtet, dass der sich abzeichnende Rutsch des Dax unter die 25.000-Punkte-Marke die Korrektur noch beschleunigen könnte. Angesichts der jüngsten Signale der US-Notenbank, dass eine Zinsanhebung notwendig sein könnte, um die latenten Inflationsrisiken einzudämmen, dürften die US-Verbraucherpreise am Nachmittag viel Aufmerksamkeit finden.

Am deutschen Markt steht zunächst aber eine Reihe von Unternehmenszahlen im Fokus. Der Pharmawirkstoff-Entwickler Evotec senkte wegen nun erwarteter Umsatzverschiebungen und geringerer Erlöserwartungen seine Jahresziele deutlich. Diese liegen nun klar unter den Analystenerwartungen, was die Aktien vorbörslich heftig unter Druck setzte.

Dass Vossloh seinen Ausblick wegen der wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten etwas nach unten revidierte, nahmen die Anleger indes recht gelassen auf. Auch weil der Bahntechnikkonzern die Belastungen als vorübergehend beziehungsweise einmalig ansieht, bestätigte er seine Erwartungen an das kommende Geschäftsjahr.

Derweil blickt das Medizintechnik-Unternehmen Drägerwerk nach einem guten zweiten Quartal etwas zuversichtlicher als bisher auf das laufende Geschäftsjahr. Für die Aktien zeichnen sich daher klare Kursgewinne ab.

Die VW -Nutzfahrzeugtochter Traton übertraf mit ihrem Quartalsgewinn die Expertenerwartungen, was die Anleger vorbörslich aber kalt ließ.

Die Aktien des Stahlkonzerns Salzgitter profitierten von einer Empfehlung des Analysehauses Jefferies. Der Konzern sei einer der größten Profiteure steigender Volumina und Preise im Zuge der Protektionsmaßnahmen für die europäische Stahlbranche, schrieb Cole Hathorn am Montag./gl/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der weiter eskalierende Nahost-Konflikt dürfte am Montag auch den Dax belasten. Rund eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax ein Minus von gut 0,8 Prozent auf 24.856 Punkte. Damit würde der deutsche Leitindex den überwiegend schwachen asiatischen Börsen folgen.

Dort büßten die technologielastigen Indizes wie der südkoreanische Kospi und der japanische Nikkei 225 fast acht beziehungsweise mehr als zwei Prozent ein. Ähnlich wie beim Dax sieht es für sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 aus.

Das US-Militär attackierte in der Nacht auf Montag den Iran erneut für mehrere Stunden, nachdem es das Land bereits am Wochenende angegriffen hatten. Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen und Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um dem Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu erschweren, hieß es. Es war bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten. Zuletzt erklärte das US-Militär seine Attacken für beendet.

"Die Ölpreise steigen und die Aktienkurse fallen, nachdem die Anleger einmal mehr über die Verwerfungslinie der Straße von Hormus gestolpert sind", kommentierte Marktbeobachter Stephen Innes. "Der Iran sagt, sie ist geschlossen. Die USA sagen, der Schiffsverkehr fließt. Beide Aussagen sind technisch vertretbar. Ein labiles Gleichgewicht, das für Unbehagen sorgt."

Am deutschen Aktienmarkt drohen im Zuge der asiatischen Tech-Schwäche vor allem Halbleitertiteln wie Infineon , Siltronic und Aixtron deutliche Abschläge. Auch die Aktien des Baukonzerns Hochtief sowie des Energietechnikkonzerns Siemens Energy , ebenfalls Profiteure des Mega-Themas Künstliche Intelligenz (KI), gaben vorbörslich nach. Damit gehen die Gewinnmitnahmen bei KI-Aktien erst einmal weiter.

Bei Fraport dürften die Entwicklung im Nahen Osten sowie eine Prognosesenkung für das Passagieraufkommen schwerer wiegen als eine Hochstufung durch die Bank Exane BNP Paribas: Für die Aktien zeichnet sich ein Kursrückgang ab. Der Flughafenbetreiber gab mit den schwachen Verkehrsdaten für den Juni bekannt, für 2026 nur noch mit einem Passagieraufkommen in etwa auf dem Vorjahresniveau zu rechnen - bisher hatte er einen Anstieg erwartet./gl/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Vortageserholung dürfte der deutsche Aktienmarkt zum Wochenschluss eine Atempause einlegen. Die Vorgaben sind durchwachsen angesichts erholter Aktienmärkte in Asien bei andererseits wieder etwas höheren Ölpreisen. Der X-Dax signalisierte knapp eine Stunde vor Handelsbeginn für den Dax ein Minus von 0,06 Prozent auf 25.104 Punkte. Damit deutet sich für den Leitindex ein Wochenverlust von rund zweieinhalb Prozent an.

Angesichts des wieder im Fokus stehenden Iran-Kriegs und den damit deutlich gestiegenen Ölpreisen verwundert die klar negative Wochenbilanz nicht, obwohl der Dax am Montag zunächst noch ein weiteres Rekordhoch von 25.900 Punkten erreicht hatte. Nach einem zwischenzeitlichen Rückschlag bis auf 24.830 Punkte konnte er sich aber immerhin etwas fangen und sich wieder über die 21-Tage-Linie retten.

Trotz aller Angriffe arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. "Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter", sagte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. "Der Markt scheint die jüngsten Spannungen zwischen den USA und dem Iran eher als Belastung für den Waffenstillstandsprozess denn als vollständigen Zusammenbruch zu sehen", sagte Warren Patterson, Rohstoffstratege der ING Groep in Singapur der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Aus Unternehmenssicht könnten Infineon einen Blick wert sein. Der Halbleiterkonzern erhöht in bestimmten Bereichen die Preise, wie Finanzvorstand Schneider dem "Handelsblatt" sagte. Und es könnte bald noch teurer werden: Bei knappen Gütern werde es zu Rationierungen kommen. Das Geschäft mit der für Infineon wichtigen Automobilbranche sowie anderen Industriezweigen ziehe wieder an.

Der VW-Konzern streicht seine Modellpalette deutlich zusammen. Die Zahl der Modelle im Konzern solle schrittweise um bis zu 50 Prozent schrumpfen, die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen um bis zu 75 Prozent sinken, kündigte der Konzern nach einer Aufsichtsratssitzung in Wolfsburg an. Dem aktuellen Plan mangele es an Details, Investoren wünschten sich weiterreichende Nachrichten zur Umstrukturierung, doch Betriebsrat und Politik lehnten dies ab, kommentierte ein Händler am Morgen.

Für die Aktien von Salzgitter ging es vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate um 5,2 Prozent aufwärts, nachdem die US-Bank JPMorgan die Einstufung der Papiere von "Underweight" auf "Overweight" gedreht und das Kursziel von 31,40 auf 65,00 Euro mehr als verdoppelt hatte. Analyst Dominic O'Kane wird optimistisch für die europäische Stahlbranche. Die Protektionsmaßnahmen der Politik zeigten Wirkung und die Gewinnentwicklung der Unternehmen werde Fahrt aufnehmen, schrieb er. Für das zweite Halbjahr geht der Experte von steigenden Stahlpreisen in Europa aus./edh/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem kräftigen Rückschlag in den vergangenen zwei Handelstagen zeichnet sich für den Dax am Donnerstag eine Erholung ab. Der X-Dax signalisierte knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,8 Prozent auf 25.102 Punkte.

Noch am Montag hatte der deutsche Leitindex mit 25.900 Punkten einen weiteren Rekord erreicht, zur Wochenmitte aber bereits wieder mehr als 1.000 Punkte eingebüßt. Neben Verlusten aufgrund einer spürbar eingetrübten Stimmung für KI-Werte, die sich besonders in Asien bemerkbar machte, belastete die erneute Eskalation im Nahen Osten. Sie schürt einmal mehr Sorgen vor steigenden Ölpreisen und damit vor Inflationsdruck und einer Belastung der Konjunktur.

"Monatelang entwickelte sich der Irankonflikt in eine Richtung, die auf ein diplomatisches Endspiel hindeutete. Die Ereignisse der letzten Tage gehen allerdings in die falsche Richtung", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank die jüngsten Entwicklungen. "Das geopolitische Risiko hat spürbar zugenommen."

Die Signale bleiben zwiespältig, wie bereits vor der inzwischen von US-Präsident Donald Trump für beendet erklärten Waffenruhe. Denn einerseits gab es erneute gegenseitige Angriffe, andererseits wolle der Iran laut Trump aber weiter ein Rahmenabkommen mit den USA. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen würden nicht beginnen, solange Drohungen anhielten.

Fakt ist: Die Ölpreise sind seit Montag um gut zehn Prozent gestiegen - und mit ihnen die Sorgen vor dadurch bedingtem Preisauftrieb und einer Zinsreaktion der Notenbanken.

In Asien stabilisierten sich unterdessen die Aktienmärkte. Der japanische Nikkei 225 ging auf Erholungskurs. Der südkoreanische Kospi , der besonders stark unter dem vorläufigen Ende der KI-Rally gelitten hatte und zurück auf dem tiefsten Niveau seit fast zwei Monaten ist, tut sich schwerer. Immerhin stabilisierte er sich.

Unter Einzelwerten hierzulande stehen vor allem Aktien aus den hinteren Reihen im Blick. So hob der im Kleinwerte-Index SDax notierte Pharmazulieferer Schott nach einem starken Quartal die Jahresprognosen für Umsatzwachstum und operative Profitabilität an. Die kanadische Bank RBC reagierte prompt mit einer Hochstufung der Aktie auf "Outperform". Mit den vorläufigen Zahlen für das dritte Geschäftsquartal habe Schott Pharma die letzten Sorgen abgehakt, schrieb Charles Weston. Die Aktie legte auf Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss vorbörslich um etwas mehr als 11 Prozent zu.

Auch Südzucker meldete Positives. Der Zuckerkonzern verbesserte sein operatives Ergebnis im ersten Geschäftsquartal deutlich und hob zudem seine Umsatzprognose für das Jahr 2026/27 leicht an. Keine große Überraschung, hieß es am Markt unter Verweis darauf, dass Südzucker bereits im Mai einen Ergebnissprung in Aussicht gestellt hatte. Auf Tradegate reagierte die Aktie nicht.

Anders das Nordex -Papier , das mit vorbörslich knapp 5 Prozent Plus zur Erholung ansetzen könnte. Der Windkraftanlagenbauer meldete für das zweite Quartal deutlich mehr Bestellungen als ein Jahr zuvor. Sie seien - das Servicegeschäft außen vor gelassen - um knapp ein Drittel gestiegen, während die Preise stabil geblieben seien.

Deutz gewannen auf Tradegate 7 Prozent. Der Motorenhersteller beschleunigt seinen Wandel in Richtung Rüstung durch Milliarden-Transaktion. Er wird die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) für rund 1,6 Milliarden Euro kaufen. FFG zählt zu den europäischen Anbietern für militärische Land- und Spezialfahrzeuge und ist Partner von Bundeswehr und Streitkräften der Nytao sowie der Ukraine.

Auch eine Umstufung bewegte auf Tradegate. So hat die französische Investmentbank Exane BNP das Kursziel für das Papier des Waferherstellers Siltronic von 74 auf 108 Euro angehoben. Das neue Anlageurteil lautet somit nun "Outperform". Die Aktie setzte auf Tradegate zur Erholung an mit plus 3,7 Prozent./ck/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Rückschlag auf Rekordniveau des Dax bleibt der deutsche Leitindex zur Wochenmitte zunächst etwas unter Druck. Der X-Dax signalisierte knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 0,4 Prozent auf 25.371 Punkte.

Am Montag hatte der Dax mit einem Test der 25.900-Punkte-Marke seinen dreitägigen Rekordlauf gekrönt und dann unter Gewinnmitnahmen - insbesondere im KI-Bereich - gelitten. Und die sind noch nicht abgehakt, denn erneut sackte der südkoreanische Kospi , zuletzt Sinnbild der KI-Rally, kräftig ab. Zuletzt knapp 6 Prozent und erreichte den tiefsten Stand seit Mitte Mai. Der US-Halbleiterindex SOX hatte am Vorabend seine Talfahrt wieder aufgenommen und am Ende nur mit Mühe die 50-Tage-Linie, die den mittelfristigen Trend signalisiert, verteidigt.

Erneut rückt auch der Iran-Krieg und wieder steigende Ölpreise in den Fokus. Nach jüngsten Attacken des Iran auf mehrere Tanker in der Straße von Hormus hat das US-Militär Ziele im Iran angegriffen. Zudem wurden die Sanktionen gegen iranisches Öl wieder in Kraft gesetzt. Der Iran kritisierte dies als "schwerwiegenden Verstoß" gegen das Rahmenabkommen.

Unter den Einzelwerten könnte die Talanx -Aktie einen Blick wert sein, die auf Tradegate vorbörslich im Vergleich zum Xetra-Schluss um 3,1 Prozent nachgab. Eine Aktienplatzierung durch den Anteilseigner Meiji Yasuda Life belastete. Dieser hatte seine 4,3 Millionen Aktien für 110,70 Euro bis Marktpreis, also dem Schlusskurs von 115,80 Euro angeboten, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf ihr vorliegende Dokumente am Vorabend berichtet hatte. Laut einem Händler betrug der Platzierungspreis am Ende 110,70 Euro je Aktie.

Dass Airbus und der Triebwerkshersteller MTU gemeinsam ein abgasfreies Brennstoffzellen-Triebwerk für Flugzeuge entwickeln und vermarkten wollen, sollte nicht sonderlich bewegen. Die Nachricht ist nicht neu, denn 2025 hatten die beiden Konzerne eine Absichtserklärung dazu unterzeichnet.

Aufmerksamkeit könnten unterdessen noch die Aktien von Grenke , Daimler Truck oder Lufthansa auf sich ziehen. So hat die Ratingagentur S&P den Ausblick für den Leasingspezialisten Grenke von "stable" auf "negative" gesenkt. Die Kreditwürdigkeit wurde zugleich mit "BBB" bestätigt. Während sich Grenke auf Tradegate kaum verändert zeigten, legten Daimler Truck dort moderat zu und Lufthansa gaben moderat nach. Hier dürften Analystenurteilen bewegen.

Erwann Dargorne von der britischen Investmentbank Barclays hob das Kursziel für den Lkw-Bauer Daimler Truck auf 55 Euro an und stufte das Papier auf "Overweight" hoch. Die Lage in der Lkw-Branche bessere sich. Absatzvolumina, Gewinne und auch der Cashflow sollte im Laufe der Jahre 2027 und 2028 wieder deutlich anziehen, erwartet er. Was Daimler Truck betrifft, betont er die starke Stellung in Nordamerika, aber auch die Turnaround-Story in Europa und sieht immenses Nachholpotenzial für die Bewertung der Aktie. Für den Anteilsschein der Lufthansa indes die Citigroup-Analyst Conor Dwyer nun negativ gestimmt, denn er stufte auf "Sell" ab./ck/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Rekordlauf des deutschen Börsenbarometers Dax werden am Dienstag Gewinnmitnahmen erwartet. Eine deutliche Schwäche von KI-Werten in Asien an diesem Morgen dürfte auch Europas Börsen belasten. Der frühbörsliche Indikator X-Dax signalisierte knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 0,2 Prozent auf 25.775 Punkte.

Am Donnerstag noch hatte der Leitindex seinen fast sechs Monate alten Höchststand getoppt, am Freitag erstmals die Marke von 25.800 Punkten übersprungen und am Montag die Marke von 25.900 Punkten erstmals getestet.

In Asien war der südkoreanische Kospi , zuletzt zum Sinnbild der KI-Rally geworden, zeitweise um 8 Prozent abgesackt. Zuletzt stand ein Minus von 6 Prozent zu Buche, vor allem ausgelöst durch einen Kursrutsch der Samsung -Aktie nach Eckzahlen zum zweiten Quartal. Zwar sei das Zahlenwerk auf den ersten Blick hervorragend, doch die Aktie bereits so hoch bewertet, dass bereits alle erdenklich positiven Erwartungen eingepreist gewesen seien, erklärte Marktbeobachter Stephen Innes. Der "erste KI-Stresstest" sei damit fehlgeschlagen.

Hinzu komme, dass die US-Bank Morgan Stanley einen Wandel im KI-Markt sieht: weg von Chips und hin zu Hyperscalern, ergänzte er. Das leicht verdiente Geld mit wachstumsgetriebenen Chip- und Speicheraktien dürfte zunehmend einer breiteren zyklischen Rotation weichen, die durch den Iran-Krieg unterbrochen worden sei. Nun aber fielen die Ölpreise wieder und die Zinsen stabilisierten sich.

Hierzulande traf der fortgesetzte Stimmungsumschwung vorbörslich das Papier des Chipherstellers Infineon , das im Vergleich zum Xetra-Schluss um rund 3 Prozent nachgab. Auch Aixtron , Suss Microtec oder Elmos zeigten sich auf Tradegate schwach.

Am aktivsten gehandelt wurde indes die Aktie des U-Bootbauers TKMS . Das Papier, das tags zuvor bereits um 11 Prozent hochgesprungen war, legte auf Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss am Vortag um weitere 6 Prozent zu. Kanada setzt bei der Erneuerung seiner U-Boot-Flotte auf eine milliardenschwere Kooperation mit Deutschland und Norwegen. Dazu soll der Kieler Marineschiffbauer bis zu zwölf U-Boote liefern, wie Premierminister Mark Carney sagte.

Über neue Aufträge freut sich auch der Windkraftanlagenhersteller Nordex , dessen Aktie vorbörslich zulegte. Die Bestellungen der UKA Gruppe aus Deutschland umfassen insgesamt 100 Anlagen mit einer Nennleistung von 7 MW für mehrere Projekte in verschiedenen Bundesländern. Dabei geht es neben der Lieferung der Turbinen zugleich um mehrjährige Service- und Wartungsverträge.

Umstufungen trieben auf Tradegate unterdessen Siemens Energy und Kion in deutlich unterschiedliche Richtungen. So sieht Barclays vorerst keine weiteren Kurstreiber mehr für den Energietechnikkonzern und senkte das Anlageurteil daher auf "Underweight". Morgan Stanley indes sprach für das Papier des Gabelstaplerherstellers und Lagertechnikspezialisten Kion eine Kaufempfehlung mit einem auf 62 Euro hochgesteckten Kursziel aus./ck/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem Rekordlauf in der vergangenen Woche dürfte der Dax am Montag seine Gewinne halten. Stützend wirken teils freundliche Aktienmärkte in Asien. Dort sorge die Aussicht auf starke US-Quartalszahlen und nachgebende Ölpreise für positive Stimmung, schrieben die Experten der Steubing Wertpapierhandelsbank.

Der frühbörsliche Indikator X-Dax signalisierte knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,1 Prozent auf 25.806 Punkte für den Dax . Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex seinen fast sechs Monate alten Höchststand getoppt und am Freitag dann erstmals auch die Marke von 25.800 Punkten übersprungen. Charttechnik-Analyst Christoph Geyer hält den Markt inzwischen für überkauft, sodass er in nächster Zeit mit einem Rücksetzer rechnet.

Hinsichtlich der jüngsten Schwäche der KI-Werte, die sich nach fulminanten Rallys im US-Halbleiterindex SOX und dem koreanischen Kospi bemerkbar macht, gibt JPMorgan-Stratege Mislav Matejka derweil Entwarnung. Er geht davon aus, dass Anleger nun wieder verstärkt Einstiegschancen wittern. Für den Halbleiterzyklus sei ein nahes Ende nicht in Sicht, da es nennenswerte neue Kapazitäten vermutlich nicht vor 2028 geben werde. Zudem sieht Matejka, ähnlich wie die Experten von Steubing, die anstehende Berichtssaison allgemein als Stütze für die Aktienmärkte.

Im insgesamt ruhigen Umfeld könnten Continental und Schaeffler in den Blick rücken. Der Autozulieferer Conti plant, 2,5 Milliarden Euro aus dem Verkauf von ContiTech über eine Sonderdividende und möglicherweise Aktienrückkäufe an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Betrag soll zur Schuldentilgung verwendet werden.

Da bereits am Freitagnachmittag bekannt wurde, dass Conti vor dem Verkauf der Kunststofftechnik-Sparte an Lone Star steht und die Conti-Aktie auf den höchsten Stand seit 2021 sprang, tat sich an diesem Morgen vorbörslich wenig. Das Papier von Schaeffler, das am Freitag um etwas mehr als 5 Prozent gestiegen war, legte auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss am Freitag indes noch etwas weiter zu. "Das Vorhaben gefällt eben auch der Schaeffler-Gruppe", kommentierte ein Händler.

Delivery Hero reagierten vorbörslich nicht auf einen Bericht der "Financial Times". Wie die Wirtschaftszeitung unter Berufung auf Insider berichtet, hat der US-Fahrdienstleister Uber einen Großteil seiner erst vor wenigen Monaten bekanntgegebenen Expansionspläne im Bereich Essenslieferungen in Europa vorerst gestoppt, während er eine Übernahme des deutschen Wettbewerbers Delivery Hero vorantreibt. "Aktuellen Meldungen zufolge hält Uber allerdings inzwischen direkt knapp unter 25 Prozent an Delivery Hero und - einschließlich Derivaten - rund 37 Prozent", rechnete ein Händler vor.

Die Aktien der Darmstädter Merck gab unterdessen auf Tradegate nach. In einer Branchenstudie überarbeitete HSBC-Analyst Rajesh Kumar seine Aktienbewertungen. Dabei stufte er das Merck-Paper von "Buy" auf "Hold" ab, hob jedoch das Kursziel von 160 auf 170 Euro an./ck/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte seine Vortagesrally am Freitag gebremst fortsetzen. US-Arbeitsmarktdaten hatten am Donnerstag die Zinssorgen der Anleger gedämpft und sollten weiterhin für Entspannung sorgen. Rückenwind verschaffen am Morgen aber vor allem die klare Kurserholung der Börsen in Südkorea und Japan, nachdem die KI-Rally dort zuletzt ins Stottern geraten war.

Der frühbörsliche Indikator X-Dax signalisierte knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,5 Prozent bei 25.717 Punkten. Damit deutet sich für den Dax ein Wochengewinn von rund einem Prozent an. Tags zuvor hatte der deutsche Leitindex nach fast sechs Monaten seinen bisherigen Höchststand von Mitte Januar getoppt.

Im Gesamtjahr liegt der Dax vergleichsweise moderate 4,5 Prozent im Plus. Zum Vergleich: Beim EuroStoxx 50 und Dow Jones Industrial sind es rund zehn Prozent und selbst der marktbreite Stoxx Europe 600 ist ähnlich stark gelaufen wie diese beiden Indizes.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall prüft derzeit die Auswirkungen des stornierten Auftrags für die Fregatte F126. Sollten keine Abhilfemaßnahmen zur kurzfristigen Umsatzkompensation identifiziert werden können, könnten die Umsatzauswirkungen laut Rheinmetall im laufenden Jahr bis zu 300 Millionen Euro betragen, teilte das Unternehmen mit. Näheres dazu soll es zur Veröffentlichung der Quartalszahlen am 6. August geben. Die Rheinmetall-Aktie notierte auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt stabil, nachdem sie sich in der laufenden Woche bereits um 18 Prozent von ihrem jüngsten Kursverfall erholt hatte.

Der Getriebehersteller Renk will sich offenbar im Marinegeschäft verstärken. Dazu wolle das Unternehmen den nicht börsennotierten Hersteller David Brown Defence übernehmen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise. Der Zukauf könne noch am Freitag angekündigt werden. Dabei könnte David Brown Defence mit 200 bis 250 Millionen Dollar bewertet werden. Die Renk-Papiere stiegen auf Tradegate um 0,7 Prozent.

Für die Anteilsscheine von Gea ging es auf Tradegate um 1,6 Prozent aufwärts. Die kanadische Bank RBC stufte die Titel des Rüstungsunternehmens von "Sector Perform" auf "Outperform" hoch. "Ein wenig Wachstum und jede Menge Marge - und das alles ohne Geschäft mit KI-Rechenzentren", so fasste Sebastian Kuenne das Potenzial des Anlagenbauers am Freitag in seiner Empfehlung zusammen./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Auf zuletzt erhöhtem Niveau dürfte der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag auf der Stelle treten. Der Leitindex Dax wird kaum verändert indiziert, könnte sich damit aber immerhin eher schwachen Vorgaben aus den USA und von den asiatischen Börsen entziehen. Der frühbörsliche Indikator X-Dax signalisierte knapp eine Stunde vor Handelsbeginn mit 25.059 Punkten einen nahezu unbewegten Dax.

Analyst Tim Ritschar vom Broker Activtrades sah indes "den alles entscheidenden Durchbruch" geschafft. Der Dax habe am Vortag dank eines moderaten Plus oberhalb der "magischen Schallmauer" von 25.000 Punkten geschlossen. Trotz aller chronisch negativen Nachrichten zur deutschen Wirtschaft setzten die Investoren auf eine bessere Zukunft.

Unter den Einzelwerten fielen Bayer -Aktien auf mit einem Aufschlag von 1,3 Prozent im vorbörslichen Handel auf Tradegate. Der Pharma- und Agrarkonzern bündelt das US-Geschäft mit dem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat in einer eigenständigen Tochtergesellschaft namens Ruveon. Zudem stufte die Deutsche Bank die Bayer-Aktie hoch auf "Buy".

Für Bewegung sorgten ansonsten in erster Linie Kommentare von Analysten. So legten die Aktien von Adidas leicht zu, nachdem die Bank JPMorgan die Bewertung der Papiere mit "Übergewichten" im Portfolio wieder aufgenommen hat. Puma gewannen knapp ein Prozent, hier stufte JPMorgan die Aktien mit "Neutral" ein.

Aktien von CTS Eventim verteuerten sich um vier Prozent. Das französische Investmenthaus Odd BHF hob die Anteilscheine des Ticketvermarkters und Eventveranstalters von "Neutral" auf "Outperform"./bek/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem starken Dienstag tut sich beim Dax zur Wochenmitte zunächst wohl wenig. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran um ein Rahmenabkommen stocken, das dürfte auch die Aktienmärkte bremsen. Der frühbörsliche Indikator X-Dax signalisierte knapp eine Stunde vor Handelsbeginn mit gut 25.000 Punkten einen nahezu unbewegten Dax.

Seit Mitte Juni pendelt der Dax in einer Spanne von etwa 24.600 bis 25.200 Punkten auf und ab, ohne klaren Trend. "Der Markt bleibt in einer Phase, in der positive Impulse zwar kurzfristig stützen, aber noch nicht ausreichen, um eine neue Trendbewegung einzuleiten", schrieb Analyst Martin Utschneider vom Broker Robomarkets. Der Dax zeige sich weiterhin "lethargisch".

Im vorbörslichen Handel auf Tradegate tat sich am Morgen ebenfalls wenig. Aktien von Adidas und Puma gaben leicht nach im Vergleich zu ihren Xetra-Schlusskursen am Vortag. Hier belasteten vorsichtige Aussagen des US-Kontrahenten Nike zum erwarteten Umsatz in den kommenden Quartalen.

In der zweiten Reihe setzten die Papiere von Siltronic mit plus 3,5 Prozent die am Vortag begonnene Stabilisierung fort. Die Aktien des Wafer-Herstellers für die Chip-Industrie hatten zuvor stark nachgegeben.

LEG Immobilien gaben leicht nach, belastet von einer negativen Analyse des französischen Investmenthauses Exane BNP./bek/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Auf einen zähen Wochenbeginn am deutschen Aktienmarkt dürften am Dienstag Kursgewinne folgen. An der US-Technologiebörse Nasdaq war es am Vortag kräftig nach oben gegangen, diese guten Vorgaben sollten den deutschen Leitindex Dax stützen. Der frühbörsliche Indikator X-Dax legte knapp eine Stunde vor Handelsbeginn um 0,7 Prozent auf gut 24.800 Zähler zu.

Seit gut zwei Wochen pendelt der Dax zwischen etwa 24.600 und 25.200 Punkten auf und ab. "Der deutsche Aktienindex befindet sich in einer trendlosen Verfassung", konstatierte am Morgen die Landesbank Helaba. "Der Dax fällt ins Sommerloch", schrieb Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Der Sommer-Blues habe die Börse erfasst.

Unklar und mithin ein großer Unsicherheitsfaktor bleibt die Lage im Nahen Osten. Nach der jüngsten militärischen Eskalation in der Straße von Hormus könnte es am Dienstag in Katar zu Krisengesprächen zwischen Vertretern der USA und dem Iran kommen. "Der Iran hat um ein Treffen gebeten", schrieb US-Präsident Donald Trump auf der Plattform Truth Social. Von iranischer Seite klang das allerdings anders. Eine Gesprächsrunde werde stattfinden, "sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde", sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi.

Ruhig ist derweil die Nachrichtenlage zu Einzelwerten am Aktienmarkt. Im vorbörslichen Handel auf Tradegate stiegen die Aktien von Siemens Energy um knapp drei Prozent. Einem Händler zufolge hat sich der Elektronikkonzern zuversichtlich zur aktuellen Geschäftslage geäußert.

Die Finanzaufsicht Bafin hat bei der Prüfung des Jahresabschlusses von 2023 der Beteiligungsgesellschaft Mutares einen Fehler gefunden. Im Anhang habe ein Vermerk zur Restlaufzeit von Forderungen gegen verbundene Unternehmen gefehlt, teilten Bafin und Mutares mit. Anleger nahmen es mehr als gelassen, Mutares-Aktien stiegen vorbörslich um vier Prozent. Mutares erklärte, die entsprechende Angabe sei in den veröffentlichten Jahresabschlüssen 2024 und 2025 bereits ergänzt, einschließlich einer rückwirkenden Darstellung zum 31. Dezember 2023./bek/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der schwächeren Vorwoche zeichnet sich für den Dax am Montag ein soliderer Start ab. Der X-Dax als früher Indikator für den deutschen Leitindex legte knapp eine Stunde vor dem Handelsbeginn um ein halbes Prozent zu auf 24.798 Zähler.

Die jüngste Hängepartie des Börsenbarometers an der 25.000er Marke setzt sich damit fort. "An den Aktienmärkten kommen immer wieder Sorgen wegen der hohen Bewertungen im Technologiesektor auf und in der Folge kommt der Dax per saldo nicht vom Fleck", schrieb die Landesbank Helaba in einem Marktkommentar. Es bleibe abzuwarten, in welche Richtung der nächste Impuls die Kurse bewegt.

Der Nahost-Krieg bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Die USA und der Iran wollen ihre gegenseitigen Angriffe im Streit um die Straße von Hormus US-Angaben zufolge vorerst einstellen und weiter verhandeln. "Beide Seiten werden vorerst von weiteren Maßnahmen absehen", erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus informierten Kreisen in Washington. Schiffe könnten frei verkehren, während die technischen Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens fortgesetzt werden sollen.

Mit Blick auf Einzelwerte dürfte zum Wochenbeginn ein Titel aus der dritten Börsenreihe in den Fokus rücken. Dem IT-Dienstleister Nagarro liegt eine Kaufofferte der indischen Persistent Systems über gut einen Milliarde Euro vor. Je Nagarro-Aktie bietet der IT-Dienstleister 81 Euro. Im vorbörslichen Handel auf Tradegate schossen Nagarro um 90 Prozent auf 77 Euro nach oben. Schon am Freitag war der Kurs um fast 20 Prozent gestiegen.

Steigende Kurse verzeichneten auf Tradegate die Papiere aus der Rüstungsbranche. Rheinmetall , TKMS , Hensoldt und Renk legten zu, nachdem sie zuletzt auf Tiefstände seit dem Frühjahr vergangenen Jahres gefallen waren.

Eine neue Kaufempfehlung der US-Bank Jefferies ließ den Kurs von Mercedes-Benz um 1,6 Prozent zulegen. Der Kurs war am Freitag auf das tiefste Niveau seit Ende 2020 gefallen./bek/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Hohen Kursverlusten an den Börsen in Tokio und Seoul dürfte sich am Freitag auch der deutsche Aktienmarkt nicht entziehen können. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax stand eine Stunde vor dem Xetra-Auftakt 0,8 Prozent tiefer bei 24.800 Punkten. Die Erholungsgewinne vom Vortag, die den Dax zeitweise wieder über die 25.000-Punkte-Marke hievten, wären damit fast wieder dahin. Auf Wochensicht zeichnet sich wieder ein Minus ab.

Die Vortagserholung im Technologiesektor, die von gefeierten Resultaten des US-Konzern Micron getrieben war, erweist sich wohl als Strohfeuer. In Asien hatten die Anleger am Freitag direkt wieder Gewinne mitgenommen. Der japanische Nikkei-Index büßte zuletzt fast fünf Prozent ein und der südkoreanische Kospi gut sieben Prozent. Beide Börsenbarometer bleiben damit angeschlagen, nachdem sie bis Anfang der Woche eine Rekordjagd hinter sich hatten.

Die Bedenken angesichts hoher Bewertungen rund um Künstliche Intelligenz seien zurück, schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Hinzu komme die Sorge vor einer Knappheit von Speicherchips. "Die Stimmung ist gerade dabei, sich zu drehen. Anlegerinnen und Anleger werden generell vorsichtiger. Die Risikoaversion nimmt zu."

An der technologielastigen US-Börse Nasdaq notieren deshalb die Futures am Freitag schon wieder klar in der Verlustzone. Im Chipbereich erfasst die erneute Abwärtsbewegung in der Branche wohl auch viele deutsche Aktien: Der Infineon -Kurs sackte etwa vorbörslich um 2,8 Prozent ab. Für die Ausrüster Aixtron , Suss und PVA Tepla sowie den Waferhersteller Siltronic ging es auf der Plattform Tradegate auch um bis zu drei Prozent bergab. Mit Siemens Energy und Hochtief drohen auch anderen KI-Profiteure wieder unter Druck zu geraten.

Besonders heftig erwischt es vorbörslich die Zalando -Aktien, die auf der Plattform Tradegate um 15 Prozent einbrechen wegen regulatorischer Ermittlungen. Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin hat bei dem Modehändler eine Prüfung des Konzernabschlusses und des zugehörigen Lageberichts eingeleitet. Laut Mitteilung liegen konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen wurde.

Bei Bayer gilt es den Vortagskurssprung um fast 19 Prozent wegen eines wichtigen Erfolgs in den Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten zu verteidigen. Vorbörslich bewegt sich der Kurs des Agrarchemiekonzerns jetzt mit 1,4 Prozent im Minus. Analyst James Quigley von Goldman Sachs sieht mit der Entscheidung einen großen Schritt, um eine Dekade der Rechtsrisiken im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter zu beenden. Auf einen parallel laufenden Vergleich habe die Entscheidung aber wohl kaum Einfluss, glaubt Michael Leuchten von Jefferies./tih/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den Vortagesverlusten dürfte der deutsche Aktienmarkt relativ lethargisch in den Handel am Donnerstag starten. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax stand eine Stunde vor dem Xetra-Auftakt 0,1 Prozent höher bei 24.760 Punkten. Zur Wochenmitte war der Leitindex zeitweise bis auf 24.593 Punkte abgesackt, hatte sich im späten Geschäft aber wieder etwas gefangen.

In den wichtigsten US-Indizes ging es am Mittwoch nach dem europäischen Handelsende noch auf neue Tagestiefs. Umso besser sind allerdings die Vorgaben am Morgen aus Asien. Hier zogen Halbleiterwerte wieder stark an und trieben den japanischen Nikkei 225 sowie den südkoreanischen Kospi wieder auf ihre jüngsten Rekorde zu. Die Highflyer Kioxia und SK Hynix planen auch ein US-Listing, was gut ankam.

Derweil sinken die Ölpreise weiter. Tags zuvor hatten sie ihren zwischenzeitlich immensen Anstieg seit März im Zuge des Nahost-Kriegs wieder komplett abgegeben.

Aus Branchensicht sollten Halbleiterwerte im Fokus stehen, nachdem der US-Speicherchip-Spezialist Micron dank des KI-Booms unerwartet starke Quartalszahlen präsentiert hatte. Auch der Ausblick fiel deutlich besser als von Analysten erwartet aus. Die Micron-Aktie schoss im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt um knapp 20 Prozent nach oben. Das äußerst hohe Ertragsziel von Micron sei ein neuer Impulsgeber für das internationale KI-Geschäft, kommentierte ein Händler am Morgen. Die Aktien von Infineon , Aixtron und Suss Microtec verbuchten auf Tradegate Kursaufschläge von bis zu 6 Prozent.

Volkswagen gibt die Mehrheit an seiner Großmotorentochter Everllence ab. Die Wolfsburger haben sich mit dem Finanzinvestor Bain Capital auf den Verkauf von 51 Prozent der Anteile verständigt und erhalten einen Erlös von 7,4 Milliarden Euro. Der Konzern will mittelfristig mit 49 Prozent am Unternehmen beteiligt bleiben. Dies sei ein schöner einmaliger Mittelzufluss für den Autobauer, liege aber unter der von ihm erhofften Bewertung von 8 bis 9 Milliarden Euro, erklärte ein Händler in einer ersten Reaktion.

Die WM-Trikots der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sind nach Angaben von Adidas -Vorstandschef Björn Gulden ein Verkaufsschlager. Man verkaufe dreimal so viele DFB-Trikots wie noch bei der WM in Katar vor vier Jahren. Das sei ein Rekordwert. Der Sportartikelhersteller sei "super zufrieden" mit seinen weltweiten Verkaufszahlen.

Vonovia könnten von einer Kaufempfehlung der Analysten von Deutsche Bank Research für die Titel des Immobilienkonzerns profitieren.

Die Anteilsscheine von Grand City Properties , Aroundtown sowie Eckert & Ziegler dürften rein optisch im Minus notieren, da sie am Donnerstag mit einem Dividendenabschlag gehandelt werden./edh/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Vortagsrückschlag dürfte der Dax am Mittwoch vorerst kaum vom Fleck kommen. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand eine Stunde vor dem Xetra-Auftakt mit 24.901 Punkten ganz knapp im Plus. Zu der zuletzt umkämpften 25.000-Punkte-Marke bleibt er damit auf Abstand. Wichtig bleibt die 21-Tage-Linie, die aktuell bei 24.860 Zählern verläuft.

Die Augen der Anleger bleiben vor den später erwarteten Quartalszahlen des US-Chipkonzerns Micron auf die jüngste Korrektur im Technologiesektor gerichtet. Am Vortag waren sie nervös geworden ob der enorm hohen Erwartungen, die als eingepreist gelten. Die Commerzbank sprach von "Zweifeln an der Nachhaltigkeit der KI-getriebenen Aktienrally" wegen der Nachricht, dass ein südkoreanischer Speicherchip-Hersteller die Produktion von KI-Chips drosseln wolle.

Der zuletzt besonders stark abgerutschte Kospi konnte sich zwar am Mittwoch in Südkorea etwas stabilisieren, in Japan und Taiwan gingen die Kursverluste aber noch ein Stück weit weiter. Die Titel des US-Chipriesen Micron, die sich in diesem Jahr in der Spitze mehr als vervierfacht hatten, zeigen sich auf der Plattform Tradegate jedoch etwas erholt. Infineon legen dort am Morgen 1,3 Prozent zu.

Auf geopolitischer Ebene gibt es keine kursrelevanten Neuigkeiten. Die Commerzbank spricht von weiteren Fortschritten bei den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran. Die Experten der Bank erwähnten aber zugleich, dass es in wichtigen Details nach wie vor widersprüchliche Aussagen beider Seiten gebe.

Auf Unternehmensseite rückt am Mittwoch der Logistiker DHL ins Blickfeld nach durchwachsenen Resultaten, die der US-Konkurrent Fedex nach US-Börsenschluss vorgelegt hat. Händler zogen in ersten Reaktionen ein negatives Fazit. Rückläufige Margen im Zustellgeschäft belasteten außerbörslich die Fedex-Titel und dies wirkte sich im Tradegate-Handel auch negativ auf DHL aus.

Mit mehr als sechs Prozent zeichnen sich klare Kursgewinne bei TKMS ab. Wie der "Spiegel" berichtet, will Verteidigungsminister Boris Pistorius in einem großen Marine-Rüstungsprojekt anstatt der bislang vorgesehenen Fregatte F126 acht kleinere Fregatten des Typs MEKO-A-200 von dem Schiffbauer beschaffen.

Unter den Nebenwerten im SDax steuern die Titel von Init Innovation auf einen Abschlag von 3,7 Prozent zu. Der Digitalisierungs-Spezialist besorgt sich frisches Geld mit der Ausgabe neuer Aktien. Anleger erwarten deshalb eine Gewinnverwässerung./tih/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax bleibt auf Schlingerkurs um die runde Marke von 25.000 Punkten. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn deutet sich am Dienstag nach einer Korrektur an den Asien-Börsen auch in Deutschland ein erneuter Rückschlag ab. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax stand ein Prozent tiefer bei 24.888 Punkten.

Gewinnmitnahmen in Japan und Südkorea nehmen auch dem Dax wieder den Wind aus den Segeln. Dabei lag der Fokus weiter auf der Technologiebranche. Auch europäische Chipwerte könnten am Dienstag diese Bewegung nachvollziehen. Infineon zum Beispiel wird vorbörslich mehr als vier Prozent tiefer gehandelt. Auch bei den Chip-Zulieferern Suss, Aixtron und Siltronic bahnt sich eine Korrektur an.

Von den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran kommt am Dienstag kein Störfeuer. Die Gespräche über ein Rahmenabkommen zur endgültigen Beendigung des Kriegs gehen momentan auf technischer Ebene weiter, wie US-Vizepräsident JD Vance bestätigte. Nach seinen Angaben will der Iran auch wieder Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ins Land lassen. Einen Zeitplan dafür gebe es aber noch nicht.

"Wir sehen einen in höchstem Maße stimmungsgetriebenen Handel. Gerade in der Nähe von Rekordnotierungen werden Anleger schnell nervös, wenn sich die Rally dann nicht direkt mit Schwung nach oben fortsetzt", schrieb am Morgen der Marktbeobachter Jochen Stanzl von der Consorsbank. Zum Wochenstart hatte der Dax mit 25.176 Punkten zwischenzeitlich ein Hoch seit Anfang Juni erreicht. Dem Rekord vom Januar hatte sich der Leitindex dabei bis auf 330 Punkte genähert.

Im Tech-Sektor äußere sich dies bei dem Rekord-Börsengang SpaceX , dessen Kurs fast wieder das Niveau zum Börsenstart erreicht hat. Die Messlatte im Chipbereich hänge hoch, betonte Stanzl. Daher richte sich der Blick bereits auf die am Mittwochabend erwarteten Resultate von Micron . Von dem Chipkonzern würden angesichts einer Vervierfachung in diesem Jahr wohl "nur noch allerbeste Quartalszahlen" akzeptiert.

Unternehmensseitig steht am Dienstag RWE im Fokus. Wie zuletzt schon spekuliert, will der Energiekonzern die Mehrheit am Übertragungsnetzbetreiber Amprion übernehmen. Wie am Vorabend nach Börsenschluss mitgeteilt wurde, vollzieht das Unternehmen dafür eine milliardenschwere Kapitalerhöhung. Platziert wurden 74,4 Millionen Aktien zum Stückpreis von 54 Euro, was ein Abschlag von fast drei Prozent zum Vortagsschlusskurs bedeutet. Dem näherte sich der Kurs nun vorbörslich.

Wegen einer Finanzierungsmaßnahme rückten außerdem noch die Vonovia-Aktien in den Fokus, die auf der Plattform Tradegate etwa drei Prozent verloren. Der Wohnimmobilien-Konzern kündigte die Ausgabe von Wandelanleihen an.

Gewinne von 3,5 Prozent bahnen sich derweil bei Brenntag an: Der Chemikalienhändler hat nach einem starken zweiten Quartal die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Die Markterwartung für das operative Ergebnis im zweiten Quartal sei deutlich übertroffen worden, schrieb Marcus Dunford-Castro vom Analysehaus Jefferies./tih/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax könnte am Montag einen neuen Versuch zum Überwinden der 25.000-Punkte-Marke starten. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax einen 0,2 Prozent höheren Start bei 25.036 Punkten. Er dürfte also gedämpft den in Asien verbreiteten Kursgewinnen folgen.

Am Freitag hatte der Dax mit zeitweise 25.173 Punkten erneut einen Vorstoß in Richtung Rekordhoch unternommen, war letztlich aber wieder unter die 25.000 Punkte zurückgekehrt, um die er seit Tagen schon schwankt. Laut dem Chartexperten Martin Utschneider vom Broker Robomarkets sind die Schwankungen geprägt von großer Unsicherheit unter den Marktteilnehmern, die sich angesichts zahlreicher geopolitischer, konjunktureller und geldpolitischer Einflussfaktoren nur zögerlich neu positionieren.

Für einen nachhaltigen Anstieg in Richtung Rekord fehlt den Anlegern derzeit der notwendige Kurstreiber. Über das Wochenende blieb die Lage im Nahost-Konflikt angespannt. Der Auftakt der Verhandlungen zur Beilegung des Iran-Kriegs im schweizerischen Luxusresort Bürgenstock wurde durch anhaltende israelische Angriffe im Libanon überschattet. Über Nacht wurde dann aber von Fortschritten berichtet, die in Asien vor allem technologielastige Börsen wie etwa in Japan oder Taiwan stützten. Die Ölpreise bleiben auf ihrem tiefsten Niveau seit Kriegsbeginn.

Nach dem Auftakt der Gespräche auf der Ebene der Verhandlungsführer soll es weitere Beratungen auf Arbeitsebene geben. "Es wurden ermutigende Fortschritte erzielt, inklusive der Schaffung eines Mechanismus für weitere Gespräche", hieß es in einer von den Vermittlern Katar und Pakistan verbreiteten Erklärung. Ziel bleibe, wie im Rahmenabkommen vorgesehen, innerhalb von 60 Tagen ein "finales Abkommen". Die Gespräche hätten in einer "positiven und konstruktiven Atmosphäre" stattgefunden.

Werte aus der Halbleiterbranche könnten am Montag den Rückenwind aus Asien aufnehmen. Davon angetrieben bewegten sich die Infineon -Aktien im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate mit gut einem Prozent im Plus. Wichtig für den Sektor könnte dann im Tagesverlauf noch die Rückkehr der US-Börsen werden nach dem dort verlängerten Wochenende - auch mit Blick auf die SpaceX-Aktie.

Titel von Rheinmetall könnten nach einer Hochstufung auf "Outperform" durch die Experten von Oddo BHF ins Blickfeld rücken. Vorbörslich bewegten auch sie sich im Plus. Mit der Aktie bekämen Anleger "Wachstum zum Discountpreis", schrieb Yan Derocles am Montag und verwies auf einen Bewertungsabschlag zur europäischen Rüstungskonkurrenz.

Anleger sollten ansonsten die Neubesetzung der Dax-Indizes beachten. Hochtief ist ab sofort im deutschen Leitindex Dax , wo der Baukonzern die VW -Beteiligungsgesellschaft Porsche SE ersetzt. In den weiteren deutschen Indizes gibt es auch Umbesetzungen: Als früheres Dax-Mitglied reicht es für ProSiebenSat.1 jetzt nicht einmal mehr für den SDax ./tih/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax bleibt an seiner Hürde von 25.000 Punkten weiter auf Richtungssuche. Am Vortag hatte er erstmals seit Anfang Juni über der Tausendermarke geschlossen, doch nun wird er am Tag des großen Verfalls wieder etwas darunter taxiert. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax einen 0,2 Prozent tieferen Start bei 24.976 Punkten.

Anleger müssen das Gesamtpaket der jüngsten Geschehnisse erst einmal verdauen. Das Iran-Abkommen ist unterschieben, Öl soll wieder durch die Straße von Hormus gelangen und die Erwartungen an eine US-Zinserhöhung steigen. Ob das alles so kommt und bleibt, muss sich zeigen. "Das technische Bild des Dax ist konstruktiv, ein dauerhafter Anstieg über die 25.000er Marke lässt aber weiter auf sich warten", hieß es am Morgen von der Helaba. Nur mit Mühe konnte der Leitindex zuletzt sechs Handelstage mit positiven Vorzeichen beenden.

Die Vorgaben sind zu Wochenschluss nicht eindeutig, denn in Asien konnten wichtige Börsen in Japan und Südkorea den Kursgewinnen an der New Yorker Nasdaq nicht folgen. Neue Impulse aus den USA wird es am Freitag wegen des dort verlängerten Wochenendes nicht geben. Der Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners rechnet deshalb auch in Europa mit reduzierten Umsätzen, die den Markt anfälliger für Schwankungen machten.

Zu solchen Schwankungen beitragen könnte auch der am Mittag anstehende Verfall an den Terminbörsen. Dann laufen Optionen und Futures auf Aktien und Indizes aus, was zumindest für gewisse Volatilität sorgen könnte. Auch dabei sieht Altmann die 25.000-Punkte-Marke im Mittelpunkt.

Verdauen müssen Anleger eventuell auch die zuletzt wieder angezogenen Kurse im Chipbereich und bei KI-Profiteuren. Bei Aktien wie Infineon oder Siemens Energy steigt damit wieder die Gefahr, dass Anleger irgendwann an Gewinnmitnahmen denken.

Vorbörslich bewegten sich zumindest die Titel von Infineon im Minus. Zusätzlich könnten Chipausrüster wie Aixtron , Suss Microtec oder PVA Tepla von der Nachricht bewegt werden, dass die USA wohl gegenüber dem Branchenriesen ASML ihre Bedenken geäußert haben, dass China im Bereich der Chipfertigung über Spitzentechnologie verfügen könnte.

Resultate zu verwerten gab es vom Baumarktkonzern Hornbach Holding , die den Kurs vorbörslich moderat ins Minus drückten. Am Vortag schon hatte eine erneute Gewinnwarnung die Douglas-Aktien im späten Nachmittagshandel auf ein Rekordtief abwärts befördert. Ihre 8-Euro-Marke müssen die Titel der Parfümeriekette in der Nachlese verteidigen.

Nach Börsenschluss erst werden am Freitag die bereits beschlossenen Indexänderungen wirksam. Die Aktien des Baukonzerns Hochtief ersetzen dann im Dax die VW-Beteiligungsgesellschaft Porsche SE , die in den MDax absteigt. Dort und im SDax gibt es dann außerdem noch zahlreiche Umbesetzungen./tih/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den Zinssignalen der US-Notenbank Fed und wegen durchwachsener Übersee-Vorgaben zeichnet sich am Donnerstag am deutschen Aktienmarkt ein etwas schwächerer Auftakt ab. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax einen 0,2 Prozent tieferen Start bei 24.890 Punkten. Der Leitindex würde damit über der 21-Tage-Linie bei derzeit 24.839 Punkten verharren.

Unter Führung des neuen Vorsitzenden Kevin Warsh hat die US-Notenbank Fed die von US-Präsident Trump geforderten Zinssenkungen nicht durchgesetzt, sondern eher Signale einer Straffung gegeben. "Die aktualisierten Prognosen sowie Warshs wiederholte Betonung der Preisstabilität veranlasste die Märkte dazu, ihre Erwartungen hinsichtlich einer strafferen Geldpolitik auf Oktober dieses Jahres vorzuverlegen", schrieben am Morgen die Experten der Commerzbank.

In den USA war der Dow Jones Industrial am Mittwoch nach einem Rekord im frühen Handel klar ins Minus gedreht, während die Nasdaq-Indizes weiter korrigierten - nebst der SpaceX-Aktien nach ihrem eindrucksvollen Börsengang. In Asien zeigten sich die Börsen in Japan und Südkorea aber schon wieder robust. Dort seien die "Käufer gleich wieder zurück", sagte am Morgen ein Händler.

Etwas erleichternd wirkt, dass das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran laut dem Vermittlerstaat Pakistan mit "sofortiger Wirkung" in Kraft tritt. Teheran werde die Straße von Hormus "unverzüglich wieder öffnen", und die USA würden die Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufheben, gab der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif auf der Kurzmitteilungsplattform X bekannt. US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian hatten die Vereinbarung zuvor unterzeichnet.

Auf Unternehmensseite ist die Nachrichtenlage dünn. Chipwerte dürften im Fokus bleiben, nachdem der Branchenindex SOX am Vortag in den USA schon zugelegt hatte und sich dies in Asien mit Kursgewinnen bei SK Hynix bestätigte. Vor diesem Hintergrund werden Infineon-Aktien auf der Plattform Tradegate ein halbes Prozent über ihrem Xetra-Schlusskurs gehandelt. Am Markt wurde als Treiber auf Nachrichten zu Intel verwiesen. Darin geht es wohl um neue, effizientere Fertigungsprozesse und eine Zusammenarbeit mit Apple, auf die US-Präsident Donald Trump hinwies.

Bei Bayer kommt die Nachlese daher, dass der Chemie- und Pharmakonzern am Vortag in den Rechtsstreitigkeiten um den Unkrautvernichter Glyphosat einen Teilerfolg erzielt hat. Die Aktien hatten deshalb am Mittwoch im Schlusshandel schon angezogen und müssen dieses Niveau nun verteidigen. UBS-Analyst Matthew Weston sieht für Bayer einen wichtigen Erfolg darin, dass ein Richter den milliardenschweren US-Vergleich zurück an ein Gericht in Missouri verwiesen hat. Denn der dortige Richter habe bereits die Rahmenbedingungen für den Vergleich genehmigt.

Vorbörslich erstarken die Aktien von Talanx um mehr als zwei Prozent. Die Investmentbank Exane BNP hat den Versicherer auf "Outperform" hochgestuft mit einem Kursziel von 120 Euro. Nach der Erholung vom Tief seit April 2025, die die Aktien in den vergangenen Tagen begonnen haben, verspricht die Zielmarke noch ein 15-prozentiges Kurspotenzial./tih/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax könnte das Ringen um die 25.000-Punkte-Marke am Mittwoch vorerst verlieren. Zweimal ist der deutsche Leitindex in dieser Woche darüber schon abgedreht und nun droht ihm ein moderater Rücksetzer unter die Tausendermarke. Vorsicht prägt vor dem US-Zinsentscheid am Abend das Geschehen.

Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax einen Start bei 24.835 Punkten. Damit liegt die Indikation 0,3 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. Auch die 21-Tage-Linie kommt damit wieder nah.

Der Marktbeobachter Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets spricht von "Berührungsängsten mit den 25.000 Punkten". Es mangele dem Dax an einem "zündenden Funken" für den Ausbruch nach oben. Das Trendthema Künstliche Intelligenz (KI) und der fulminante SpaceX -Börsengang zögen zurzeit sehr viel Aufmerksamkeit auf sich, die anderen Märkten fehlten.

In New York hatte der SpaceX-Schwung am Vorabend jedoch merklich nachgelassen, bei Technologiewerten wurden dort generell Gewinne mitgenommen. Dem Dow Jones Industrial war zwar ein Rekord gelungen, doch in der Gesamttendenz hielten sich Anleger zurück angesichts der ersten Zinssitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh. Dies zeigte sich dann auch in Asien.

Eine Zinsänderung wird nicht erwartet, aber im Mittelpunkt des Interesses stehen wohl Warshs Äußerungen. "Die Märkte wollen vor allem wissen, ob die Fed unabhängig bleibt oder ob der politische Einfluss des Weißen Hauses zunimmt", glaubt der Marktbeobachter Maximilian Wienke vom Broker eToro. Er sieht Warsh in einem Dilemma zwischen dem Kampf gegen die Inflation und der Forderung niedrigerer Zinsen durch US-Präsident Donald Trump. Sollten Zinserhöhungen in Aussicht gestellt werden oder Antworten ausweichend wirken, geht Wienke davon aus, dass dies die Nervosität der Anleger erhöhen würde.

Im Dax dürfte sich die Gewinnwarnung von BMW negativ auf den gesamten Autosektor auswirken. Am Vorabend hatte der Autobauer aus München nach Börsenschluss die Anleger mit gekappten Prognosen überrascht. Gründe sind die Marktschwäche in China und der Iran-Krieg. Gleich mehrere Experten sprachen von einer "großen" oder "bedeutenden" Gewinnwarnung.

Auf der Handelsplattform Tradegate ging es für die BMW-Aktien vorbörslich deutlich um acht Prozent abwärts, unter 63 Euro droht ihnen im Xetra-Handel ein Tief seit 2020. JPMorgan-Analyst Jose Asumendi sieht einen Weckruf für die gesamte Branche. Volkswagen und Mercedes-Benz werden auch im Minus erwartet./tih/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem positiven Wochenstart wegen des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran zum Ende des Krieges zeichnet sich am Dienstag im Dax wenig Bewegung ab. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax einen Start bei 24.909 Punkten, was knapp über dem Schlussniveau vom Vortag liegen würde. Der Dax würde sich damit über der 21-Tage-Linie behaupten, die bei 24.785 Punkten liegt.

Zu Wochenbeginn war der Spielraum für den Dax mit der zeitweisen Rückkehr über die Marke von 25.000 Punkten aufgebraucht. Es fehlten schnell die Anschlusskäufe, nachdem die Märkte in der Aussicht auf einen Deal bereits am Freitag angezogen hatten. "Die Euphorie an den Aktienmärkten über die Einigung scheint bereits einer nüchternen Einschätzung gewichen zu sein", kommentierte am Morgen der LBBW-Experte Rolf Schäffer.

Innenpolitisch verschafft das Rahmenabkommen dem US-Präsidenten Donald Trump aus Sicht von Schäffer zwar Entlastung. Es bedeute aber "kein Ende der Risiken", denn in puncto iranisches Atomprogramm bestünden weiterhin erhebliche Differenzen und außerdem hänge die Situation auch von der Lage im Libanon ab. "Die vorläufige Einigung ist daher weniger ein Schlussstrich als ein Zwischenstand: ein diplomatischer Erfolg auf Bewährung, dessen Bestand sich erst in den kommenden Wochen erweisen wird."

Auch wegen des Zinsentscheids der US-Notenbank am Mittwoch und dem großen Verfallstermin an den Terminbörsen am Freitag fällt eine weitere Trendprognose für die Aktienmärkte zunächst schwer. "Die Notenbanker rund um den neuen Fed-Chef (Kevin) Warsh werden sich wohl in Zurückhaltung üben und damit den Markterwartungen entsprechen", kommentierten am Morgen die Helaba-Experten. Die Erwartung zeitnah steigender Zinsen habe sich mit den sinkenden Ölpreisen der letzten Tage zurückgebildet.

Wichtig für die Marktstimmung bleibt wohl auch der weitere Erfolg der SpaceX -Aktien, die ihre Rally am Montag an den US-Börsen mit einem Anstieg in Richtung 200 US-Dollar fortgesetzt haben. Dabei litten andere Tech-Titel nicht unter Mittelabflüssen - im Gegenteil: So sprangen Marvell und Micron zweistellig an, letztere auf ein Rekordhoch. Der Nasdaq nähert sich wieder seinem jüngsten Höchststand.

Vor allem konjunkturabhängige Werte waren zuletzt wegen der Hoffnung auf eine Freigabe der Straße von Hormus gefragt. Anlagewerte, die besonders stark unter dem Energieschock gelitten haben, müssen nun ihre Vortagserholung bestätigen.

Siltronic hat derweil den jüngsten Kursanstieg auf ein Hoch seit 2022 genutzt, um sich frisches Kapital zu besorgen. Durch die Ausgabe von drei Millionen neuen Aktien zu je 91 Euro nimmt der Waferhersteller brutto 273 Millionen Euro ein. Der Kurs, der vor einigen Tagen die 100-Euro-Marke erreicht hatte, fiel daraufhin am Morgen in Richtung dieses Preises. Auf der Plattform Tradegate wurden die Titel fünf Prozent niedriger zu 92,75 Euro gehandelt.

Ansonsten könnten einige Aktien noch von Analystenkommentaren bewegt werden. Für die Porsche AG gibt es nach den Kaufempfehlungen von UBS und Goldman Sachs aus der Vorwoche die nächste bessere Einschätzung: Von der britischen Barclays Bank gibt es immerhin eine Hochstufung auf "Equal weight". Henning Cosman unterstrich dabei zwar die zuletzt wieder deutlich gestiegene Bewertung des Sportwagenbauers, er sieht aber auch keine Belastungsfaktoren mehr.

Zum Kauf empfohlen wurde noch die Gea Group von der Deutschen Bank, und dies hievte den Kurs des Maschinenbauers im Dax vorbörslich mit 1,2 Prozent ins Plus. Mit einem Kursziel von 70 Euro sieht der Experte Lars vom-Cleff etwa ein Viertel Luft nach oben für die Aktien, die Anfang Juni ein Tief seit mehr als einem Jahr erreicht hatten./tih/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran für ein Ende des Krieges sorgt am Montag bei Anlegern für Erleichterung. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax ein Plus von 1,5 Prozent auf 25.015 Punkte. Damit würde der Leitindex wieder knapp über die Marke von 25.000 Punkten zurückkehren. Über dieser wartet dann bei 25.507 Punkten das Rekordhoch.

Oftmals angekündigt, ist der Deal zwischen den Kriegsparteien jetzt endlich Fakt: Der iranische oberste Nationale Sicherheitsrat hat nach eigenen Angaben das Rahmenabkommen mit den USA unter der Führung von Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei finalisiert. Es umfasse ein sofortiges Kriegsende an allen Fronten, eingeschlossen dem Libanon. Marktbeobachter verwiesen am Morgen zwar weiter auf Restzweifel, aber Anleger nehmen die Absichten gerne zur Kenntnis.

Die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus soll laut US-Angaben aufgrund notwendiger Minenräumung erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden. Die Ölpreise sinken um etwa fünf Prozent und sorgen für weiter abnehmenden Inflationsdruck. Dies könnte vor den Zinsentscheiden, die in dieser Woche in den USA, Japan, Großbritannien und der Schweiz anstehen, perspektivisch den Handlungsdruck etwas mildern.

Gut für die Börsenstimmung verlief am Freitag in New York auch der Rekord-Börsengang des Weltraum- und KI-Konzerns SpaceX . Anleger konnten üppige Gewinne erzielen und der Trend geht am Montag im Tradegate-Handel nochmals etwas nach oben. Das Raumfahrt-, Satelliten- und KI-Unternehmen von Tesla -Chef Elon Musk ist aus dem Stand mehr wert als der Facebook-Konzern Meta und der Elektroautobauer Tesla.

Im Frankfurter Aktienhandel dürften die Gewinne bei Einzelwerten am Montag auf einer breiten Basis stehen, wobei bei Tourismus- und Luftfahrtwerten wie Tui , Lufthansa oder Airbus vorbörslich relativ deutliche Kursgewinne erzielt werden können. Der mögliche Frieden im Iran sorgt bei Öl- und Rüstungswerten hingegen für einen Dämpfer.

Bei Rheinmetall beträgt das Minus vorbörslich fast drei Prozent. Bei dem Dax-Unternehmen kommen Bedenken hinzu, dass Frankreich nach dem Aus für ein gemeinsames Kampfflugzeug beim geplanten Panzerprojekt MGCS aussteigen könnte. "Eine Gefahr ist immer da, aber es ist noch nichts entschieden", sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger der "Welt am Sonntag".

Vorbörslich können auch die DWS -Aktien den Kursgewinnen mit einem Abschlag von 1,5 Prozent nicht folgen. Analyst Oliver Carruthers von Goldman Sachs reagiert am Montag mit einer Verkaufsempfehlung auf die jüngste Kurserholung und erste Anzeichen einer Normalisierung der bisherigen Argumente für Mittelzuflüsse./tih/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der von US-Präsident Donald Trump abgeblasene Angriff auf den Iran hat am Freitag zu fallenden Ölpreisen geführt und dürfte den deutschen Aktienmarkt beflügeln. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax ein Plus von 1,4 Prozent auf 24.552 Punkte. Der Leitindex dürfte sich damit wieder von der 200-Tage-Linie absetzen, die ihm zuletzt Rückhalt gab.

Trump hatte seine für Donnerstagabend angekündigten Angriffe auf den Iran abgesagt und einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen in Aussicht gestellt. "Wir haben gerade eine großartige Einigung im Krieg mit dem Iran erzielt", behauptete Trump im Weißen Haus. Die Dokumente sollten in Kürze fertiggestellt und vielleicht schon an diesem Wochenende in Europa unterzeichnet werden. Doch aus dem Iran gab es ein Dementi.

Im Tagesverlauf rückt mit SpaceX der größte Börsengang aller Zeiten in den Fokus, auf den bald noch die KI-Plattformen Anthropic und OpenAI folgen sollen. Mit einer Bewertung von knapp 1,8 Billionen Dollar ist Elon Musks Weltraumfirma aus dem Stand mehr wert als etwa der Facebook-Konzern Meta , obwohl die reinen Geschäftszahlen in krassem Kontrast dazu stehen. Laut Eckhard Schulte von MainSky Asset Management ist der Erfolg der Börsengänge wichtig, um die Vitalität der KI-Investmentstory zu bestätigen.

Die Papiere von Fraport reagierten im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate mit einem Kursplus von 2,7 Prozent auf aktuelle Verkehrszahlen. Der Flughafenbetreiber steigerte die Anzahl der Passagiere in Frankfurt im Mai trotz des Nahost-Konflikts um 2,7 Prozent.

Die Aktien von Flatexdegiro verteuerten sich auf Tradegate um 3,8 Prozent. Die britische Investmentbank Barclays nahm die Bewertung des Online-Brokers bei einem Kursziel von 41 Euro mit "Overweight" auf. Flatex biete unter den europäischen Handelsplattformen das stärkste Ergebniswachstum, schrieb Grace Dargan./edh/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Überwiegend negative Einflussfaktoren dürften am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag für Zurückhaltung sorgen. Die wieder zunehmenden Spannungen in Nahost, hinterfragte hohe KI-Bewertungen und die Aussicht auf steigende Zinsen sollte die Anleger Vorsicht walten lassen. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax ein Minus von 0,2 Prozent auf 24.156 Punkte.

Die USA und der Iran haben sich in der zweiten Nacht in Folge heftig gegenseitig beschossen. Laut dem Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners glaubt aber kaum jemand an eine langfristige erneute Eskalation. "Alle gehen davon aus, dass sich Donald Trump während der heute beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft als Friedenspräsident inszenieren will", kommentierte der Experte am Morgen.

Am Donnerstag wird nun fest damit gerechnet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) wegen der Folgen des Iran-Kriegs ihren Leitzins am Nachmittag um 0,25 Prozentpunkte anhebt. Auch eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr gilt unter Experten bereits weitgehend eingepreist. Der Anlegerfokus werde darauf liegen, welche Signale hinsichtlich künftiger geldpolitischer Schritte gegeben werden, bemerkte Ökonom Arnaud Mares von der Citigroup.

Der US-Software- und Datencenter-Konzern Oracle erhielt im vierten Geschäftsquartal weiter deutlich Schwung von den KI-Ausgaben seiner Kunden. Der Umsatz mit Cloud-Infrastruktur - das sind vor allem KI-Rechenzentren - wuchs um 93 Prozent, wie der SAP-Rivale mitteilte. Experten bemängelten aber hohe Kosten für Rechenzentren und entsprechend starke Geldabflüsse. Zudem verlangsamte sich das Erlöswachstum bei SaaS-Software. Die Oracle-Aktie brach am Mittwoch nach US-Börsenschluss um 10 Prozent ein. Ein Händler sprach am Morgen von negativen Auswirkungen auf den gesamten Unternehmenssoftware-Sektor und damit auch auf SAP, auch wenn die Walldorfer bei den Investitionen deutlich zurückhaltender seien als Oracle. Die SAP-Papiere sackten im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt um weitere 1,5 Prozent ab.

Der Großaktionär Frasers Group will den schwäbischen Modehersteller Hugo Boss übernehmen. Frasers will im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots 38 Euro je Boss-Aktie bieten. Zuletzt kamen die Briten nach eigenen Angaben auf einen direkten Anteil von gut 26 Prozent. Die Hugo-Boss-Titel sprangen auf Tradegate zuletzt um 5,1 Prozent hoch.

Der Großaktionär Ennoconn hat beim Technologieunternehmen Kontron die 30-Prozent-Schwelle überschritten und will den restlichen Aktionären nun ein Pflichtangebot zur Übernahme machen. Der Angebotspreis soll bei 23,50 Euro je Aktie liegen. Die Kontron-Aktie hatte im Xetra-Haupthandel am Mittwoch bei 22,40 Euro geschlossen. Auf Tradegate legte der Kurs am Morgen um 5,0 Prozent auf 23,51 Euro zu.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs stufte die Aktien der Porsche AG von "Neutral" auf "Buy" hoch und erhöhte das Kursziel von 39 auf 59 Euro. Struktureller Gegenwind für den Sportwagenbauer bleibe zwar die Realität, sei aber in den massiv gesunkenen Erwartungen inzwischen angekommen, schrieb Analyst Christian Frenes. Bis 2030 rechnet er mit einem durchschnittlichen jährlichen Gewinnanstieg von 30 Prozent. Die Aktien der Porsche AG stiegen auf Tradegate um 1,9 Prozent.

Die Anteilsscheine von Renk und Patrizia dürften rein optisch im Minus notieren, da sie am Donnerstag mit einem Dividendenabschlag gehandelt werden./edh/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt wird am Mittwoch zur Eröffnung wahrscheinlich nicht negativ auf die wieder verschärfte Lage im Nahost-Konflikt reagieren. Allerdings dürfte ein erneuter Schwächeanfall im globalen Technologiesektor die Anleger zunächst davon abhalten, vor den US-Inflationsdaten ins Risiko zu gehen. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax ein Plus von 0,2 Prozent auf 24.485 Punkte.

Die USA und der Iran haben sich in der Golfregion trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen über ein Kriegsende erneut gegenseitig angegriffen. Als Reaktion auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers bombardierte das US-Militär im Iran Luftabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen im Bereich der Straße von Hormus. Teheran griff daraufhin laut iranischen Medien US-Stützpunkte in der Golfregion und in Jordanien an.

Mit Spannung erwartet wird die am Nachmittag anstehende Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für Mai. Experten rechnen mit einem Anstieg der Inflationsrate auf 4,2 Prozent. "Das wäre gleichbedeutend mit dem stärksten Preisanstieg seit mehr als 2 Jahren. Eine negative Überraschung bei der Inflation könnte die ohnehin schon bestehenden Spekulationen über Zinserhöhungen noch weiter anheizen", fürchtet Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners.

Der Maschinenbauer Heidelberger Druckmaschinen will wieder deutlich profitabler werden. Wie der Konzern am Mittwoch mitteilte, soll sich im laufenden Geschäftsjahr 2026/27 (bis Ende März) die operative Marge (bereinigte Ebitda-Marge) spürbar im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Dazu beitragen soll auch ein Kostensenkungsprogramm. Die Aktien von Heidelberger Druck stiegen vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss vom Vortag um 5,4 Prozent.

Die Papiere von Adidas stiegen auf Tradegate um 0,6 Prozent, nachdem die kanadische Bank RBC sie von "Sector Perform" auf "Outperform" hochgestuft hatte. Der Sportartikelkonzern biete neben einer günstigen Bewertung inzwischen auch ein gut berechenbares Ergebniswachstum, das am oberen Ende der Branche rangiere, schrieb Analyst Piral Dadhania.

Dagegen ging es für die Titel von Beiersdorf auf Tradegate um 1,0 Prozent abwärts. Zuvor hatten die Analysten von Barclays die Anteilsscheine des Konsumgüterkonzerns auf "Equal Weight" abgestuft.

Die Anteilsscheine von Jenoptik und Krones dürften rein optisch im Minus notieren, da sie am Mittwoch mit einem Dividendenabschlag gehandelt werden./edh/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den Verlusten zum Wochenauftakt dürfte sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag zunächst behaupten. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax einen Rückgang um 0,1 Prozent auf 24.600 Punkte. Tags zuvor war der Leitindex auf den niedrigsten Stand seit fast drei Wochen abgetaucht und hatte die 21-Tage-Linie unterschritten, die als Indikator für den kurzfristigen Trend gilt.

"Der Dax bleibt auf Richtungssuche. Den initialen gestrigen Kursverlust haben offensichtlich einige Schnäppchenjäger zum Einstieg genutzt. Mit solchen Käufen ist der Dax aktuell nach unten ganz gut abgesichert. Nach oben haben zuletzt jedes Mal zügig Gewinnmitnahmen eingesetzt. Solange sich dieses Bild nicht ändert, wird sich für den deutschen Leitindex keine klare Richtung herauskristallisieren", kommentierte Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners.

Gebremst wird die Kauflaune der Anleger weiterhin von der unsicheren Lage in Nahost. Nach einer neuen gefährlichen Eskalation im Konflikt zwischen dem Iran und Israel haben die Erzfeinde ihre wechselseitigen Angriffe vorerst wieder eingestellt. Beide Seiten drohten jedoch im Fall von Verstößen gegen ihre jeweiligen Bedingungen mit noch härteren Kämpfen. Die ersten gegenseitigen Angriffe seit zwei Monaten drohten, US-Präsident Donald Trumps Bemühungen zur Beendigung des Iran-Kriegs zu untergraben.

Von Unternehmensseite ist es nachrichtlich noch sehr ruhig. Für die Aktien von K+S ging es im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate um 3,5 Prozent nach unten. Damit würden sie im Xetra-Handel die 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend unterschreiten. Der Düngerkonzern plant die Ausgabe von Wandelanleihen im Nennwert von rund 300 Millionen Euro.

Der Evonik-Großaktionär RAG-Stiftung will eine neue Umtauschanleihe mit einem Gesamtnennbetrag von rund 375 Millionen Euro begeben. Evonik-Aktien verloren auf Tradegate 2,6 Prozent.

Die Papiere von Rheinmetall fielen auf Tradegate zuletzt um 0,9 Prozent. Zuvor hatte die US-Investmentbank Morgan Stanley den europäischen Rüstungssektor auf "Equal-Weight" abgestuft.

Die Anteilsscheine von Secunet könnten rein optisch im Minus notieren, da sie am Dienstag mit einem Dividendenabschlag gehandelt werden./edh/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Belastet von verstärkten Zinsängsten und dem sich wieder zuspitzenden Krieg zwischen Israel und dem Iran wird der deutsche Aktienmarkt am Montag schwach erwartet. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax ein Minus von 1,4 Prozent auf 24.402 Punkte. Der Leitindex dürfte damit wohl deutlich unter die 21-Tage-Linie fallen, die aktuell bei 24.700 Zählern verläuft und als Indikator für den kurzfristigen Trend gilt.

Die Gewinnmitnahmen an den US-Börsen hatten sich am Freitagabend nach dem US-Arbeitsmarktbericht beschleunigt und vor allem bei Technologiewerten zu einem massiven Abverkauf geführt. Dies spiegelte sich zu Wochenbeginn auch im asiatischen Handel wider - vor allem an den technologielastigen Börsen in Tokio, Taiwan und Südkorea, die zuletzt stark von KI-Fantasie profitiert hatten. Auslöser dafür waren unerwartet gute US-Arbeitsmarktdaten. "Eine viel zu heiße Beschäftigung in den USA schürt panische Angst vor einer hartnäckigen Inflation und zerstört jegliche Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der Fed völlig", kommentierte Marktexperte Tim Ritschar von ActivTrades.

Als Belastung kommt die erneute Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran und Israel hinzu. Beide Länder vermeldeten zuletzt gegenseitigen Raketenbeschuss - obwohl US-Präsident Donald Trump den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu Medienberichten zufolge dazu aufforderte, auf eine Vergeltung neuer Angriffe des Irans zu verzichten. Israels Luftwaffe hat Ziele im Westen und im Zentrum des Irans angegriffen. Die Ölpreise legten deswegen zum Wochenstart deutlich zu.

Die Ängste vor einer Verschärfung der Lage in Nahost sorgte im vorbörslichen Handel bei Aktien aus dem Reisesektor für Verluste. So fielen die Papiere von Tui und Lufthansa auf der Handelsplattform Tradegate um 2,8 beziehungsweise 1,9 Prozent.

Für die Chemiewerte ging es auf Tradegate nach einer Analystenstudie nach unten. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte die Anteilsscheine von Evonik von "Buy" auf "Neutral" abgestuft. Georgina Fraser positioniert sich in ihrer Branchenanalyse vom Montag für einen neuerlichen Abschwung für Europas Chemiebranche./edh/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei schwachen Vorgaben aus Asien dürfte der Dax seine Vortagesgewinne am Freitag wieder abgeben. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,3 Prozent auf 24.861 Punkte. Damit kommt die 21-Tage-Linie bei 24.695 Punkten wieder ins Spiel.

Vor allem Halbleiterwerte leiden nach ihrer KI-Rally unter Gewinnmitnahmen - zunächst in den USA und nun auch in Japan und Südkorea. Für Broadcom-Aktien ging es am Vortag zweistellig abwärts, nachdem der Ausblick die inzwischen exorbitant hohen Erwartungen der Anleger enttäuscht hatte. Der US-Branchenindex für Halbleiterwerte verlor auf seinem Rekordniveau deutlich, bevor einige Mutige wieder neue Chancen suchten.

Auf dem deutschen Parkett gaben vorbörslich auf Tradegate Chipwerte nochmals nach. Infineon weiteten ihren Verlust im Vergleich mit dem Xetra-Schluss aus. Die KI-Rally stockt. Laut dem "Wall Street Journal" fordert das KI-Unternehmen Anthropic eine weltweite Pause bei der KI-Entwicklung und warnt vor den Risiken der Selbstoptimierung. KI-Modelle könnten bald in der Lage sein, sich ohne menschliches Eingreifen selbst zu verbessern.

Marktexperte Stephen Innes weist zudem unter Bezugnahme auf eine Analyse der BNP Paribas auf die Bedeutung des bevorstehenden Börsengangs von SpaceX hin. Die dahin fließende Liquidität könne zum echten Lackmustest für die KI-Rally werden.

Am Nachmittag steht in den USA der Arbeitsmarktbericht für Mai an. Für die Experten der ING ist momentan vor allem die Arbeitslosenquote interessant. Sie erwarten sie bei weiter niedrigen 4,3 Prozent. Dann könne der Markt einen Haken hinter den Bericht machen.

Wacker Chemie setzte eine Verkaufsempfehlung der Citigroup zu, die Papiere sanken auf Tradegate um 5 Prozent zum Xetra-Schluss. Der Markt überschätze wohl die Chancen im Halbleitergeschäft, hieß es.

Adidas und Puma stehen nach einem vom kanadischen Sportbekleidungshersteller Lululemon gekappten Ausblick wegen schwacher US-Geschäfte im Blick. Während Lululemon zweistellig einbrachen, bewegten sich die Kurse der beiden deutschen Hersteller vorbörslich auf Tradegate zunächst kaum./ajx/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach schwächeren Vorgaben aus den USA und Asien sind Kursgewinne im Dax am Donnerstag im Feiertagshandel wohl erst einmal nicht zu erwarten. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax einen kaum veränderten Start mit 24.786 Punkten. Es geht für den deutschen Leitindex zunächst darum, die 21-Tage-Linie zu halten. Ansonsten könnte aus technischer Sicht schnell wieder die Marke von 24.500 Punkten ins Spiel kommen.

Die Lage im Iran-Krieg bleibt undurchsichtig. Inmitten von Spekulationen über ein Ende der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran betont der iranische Außenminister, dass weiter Kontakte bestehen. Die Gespräche mit den USA seien nicht abgebrochen, sagte Abbas Araghtschi dem libanesischen Sender Al-Majadin, der der Hisbollah-Miliz nahesteht.

Die KI-Rally verliert derweil etwas an Schwung. In den USA hatte am Vorabend der marktbreite S&P 500 nach seiner Rekordserie keinen neuen Höchststand mehr erreicht. Der technologielastige Nasdaq 100 war nach einem weiteren Rekord letztlich abgedreht. Auch im japanischen Nikkei 225 und beim koreanischen Kospi kam es nach der Rekordjagd zu Gewinnmitnahmen.

Unter Druck stehen am Donnerstag vorbörslich auch hierzulande Techwerte nach der jüngsten, vom KI-Sektor getriebenen Rally. Infineon etwa gaben um 1,5 Prozent nach auf Tradegate nach einer Jahresrally von gut 133 Prozent. Mit Broadcom konnte in den USA eine der KI-Größen beim Ausblick nicht ganz überzeugen. "Es ist eine schwierige Aufgabe, jedes Quartal wieder positiv zu überraschen", sagte Blayne Curtis von der Investmentbank Jefferies. Grundsätzlich sei die KI-Dynamik aber völlig intakt.

Am deutschen Markt stehen ferner Index-Änderungen im Blick, die am 22. Juni in Kraft treten. Die Aktien des Baukonzerns Hochtief steigen wie von Experten erwartet in den Dax auf. Weichen müssen dafür die Papiere der VW-Beteiligungsgesellschaft Porsche SE , die in den MDax absteigen.

Hochtief legten auf Tradegate im vorbörslichen Handel zum Xetra-Schluss nur noch moderat zu. Innerhalb eines Jahres haben sie sich in etwa verdreifacht. Hochtief profitiert vor allem von der US-Tochter Turner. Über den Bau von Rechenzentren partizipiere der Konzern von den boomenden Investitionen in die KI-Infrastruktur speziell in den USA, aber auch in anderen Regionen, hieß es unlängst in einer Analyse der LBBW.

In den Index der mittelgroßen Werte werden die Aktien des Chipkonzerns Elmos Semiconductor , des Waferherstellers Siltronic und des Halbleiterzulieferers Suss Microtec aufgenommen. In den Kleinwerteindex SDax absteigen müssen die Titel der Onlineapotheke Redcare Pharmacy , des Werbevermarkters Ströer und des Gabelstapler-Herstellers Jungheinrich .

Puma könnten am Donnerstag von einer Kaufempfehlung der Citigroup Auftrieb bekommen. Die Titel des Sportartikelherstellers gewannen vorbörslich auf Tradegate 2,7 Prozent zum Xetra-Schluss./ajx/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem freundlichen Vortagesschluss dürfte der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch zur Eröffnung etwas einknicken. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax einen Rückgang von 0,4 Prozent auf 25.026 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird ebenfalls ein wenig tiefer erwartet.

Die Lage im Iran-Krieg bleibt unklar. US-Präsident Trump bekräftigte am Vorabend ungeachtet gegenteiliger Aussagen aus dem Iran, dass die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über einen Rahmenvertrag andauern. Aus dem Iran verlautete, dass seit Tagen keine Gespräche mehr stattfänden. In der Nacht auf Mittwoch lieferten sich beide Seiten die schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe. Die Ölpreise legten am Morgen zu - eher ein Unsicherheitsfaktor für den Markt.

Davon ungeachtet setzte der japanische Nikkei 225 seine Rekordjagd fort und schloss sich damit weiteren Höchstständen an der Wall Street an. Die Anleger konzentrierten sich fast nur noch auf die Chancen des Boomthemas KI und verdrängten eine zunehmende Anzahl konjunktureller Warnsignale, bemerkte Marktexperte Stephen Innes. Die Welt, die derzeit auf eine KI-getriebene Zukunft setze, sei abhängig von endlichen Energieressourcen, fragilen Handelsrouten und physischer Infrastruktur, die sich nicht einfach durch Software ersetzen ließen.

Unter den Einzelwerten könnten die Aktien von BASF im Fokus stehen. Die EU-Kommission genehmigte den Verkauf des Lacke-Geschäfts des Chemiekonzerns an den US-Finanzinvestor Carlyle unter Auflagen. BASF rechnet mit einem Abschluss der Transaktion im Volumen von 7,7 Milliarden Euro noch in diesem Jahr. Die Titel der Ludwigshafener gaben im vorbörslichen Handel leicht nach.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs stufte die Aktien von Ströer von "Neutral" auf "Sell" ab. Das Verbraucherumfeld in Deutschland trübe sich ein, was das Geschäft mit Außenwerbung bremsen dürfte, schrieb Analyst James Tate. Er geht zwar davon aus, dass Ströer weitere Marktanteile gewinnt, wurde zunächst aber zurückhaltender für den Geschäftsverlauf. Die Ströer-Anteilsscheine sackten auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt um 4,0 Prozent ab.

Die Privatbank Berenberg nahm die Bewertung von Douglas mit einer Kaufempfehlung auf. Analyst Michael Heider attestierte der Parfümeriekette "schöne Barmittelzuflüsse". Das Verhältnis zwischen Chancen und Risiken bei der Aktie findet er reizvoll und die Bewertung attraktiv. Für die Douglas-Papiere ging es auf Tradegate um 3,5 Prozent nach oben./edh/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach weiteren Höchstständen an den US-Börsen wird der deutsche Aktienmarkt am Dienstag moderat im Plus erwartet. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax einen Anstieg von 0,5 Prozent auf 25.121 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte ebenfalls etwas zulegen.

Tags zuvor hatte der Dax mit einer Tagesspanne von 400 Punkten erheblich um die runde Marke von 25.000 Punkten geschwankt. Die seit Wochen erhoffte nachhaltige Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran lässt weiter auf sich warten. Immerhin wird aber weiter verhandelt, US-Präsident Trump sprach sogar von einem "schnellen Tempo". Die Ölpreise gaben am Dienstag im frühen Handel wieder etwas nach.

An den US-Börsen setzte sich derweil die vom Thema KI getriebene Rekordjagd im S&P 500 und Nasdaq 100 fort. Auch der Dow Jones Industrial erreichte einen neuen Höchststand.

Auf Unternehmensseite sind potenziell marktbewegende Nachrichten bislang Mangelware. Insofern könnten in erster Linie zunächst Analystenkommentare für Bewegung sorgen, beispielsweise bei den Aktien von Salzgitter . Die US-Investmentbank Morgan Stanley stufte die Papiere des Stahlkonzerns von "Equal-weight" auf "Overweight" hoch und erhöhte das Kursziel von 45,50 auf 70,80 Euro. Zudem gaben die Analysten von Kepler Cheuvreux eine Kaufempfehlung für die Anteilsscheine der DHL Group ab.

Einen Blick wert sein könnten die Titel von Siemens Energy . Der Energietechnikkonzern gab die Übernahme der nordirischen Camlin Group bekannt. Das Technologieunternehmen, das auf die Überwachung, Digitalisierung und Optimierung von kritischer Energie- und Bahninfrastruktur spezialisiert ist, erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro./edh/

stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem ungewöhnlich guten Börsenmonat Mai dürfte der deutsche Aktienmarkt nur wenig verändert in den Juni starten. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax ein Plus von 0,1 Prozent auf 25.128 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird ebenfalls weitgehend stabil erwartet.

In der vergangenen Woche war der deutsche Leitindex in der Hoffnung auf eine nachhaltige Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran bis auf 25.438 Punkte gestiegen. Diese Aussicht erhielt im Wochenverlauf allerdings keine neue Nahrung, und so entfernte sich der Dax wieder von seinem Rekordhoch vom Januar bei 25.507 Punkten.

In den USA eilen die wichtigsten Aktienindizes wie S&P 500 und Nasdaq 100 derweil von Rekord zu Rekord - jüngst schloss sich auch der Dow Jones Industrial an. Am Montag setzten sich auch die Rekordrallys des japanischen Nikkei 225 und des südkoreanischen Kospi fort. Am Aktienmarkt werde schon die Zukunft gekauft, während in Nahost noch die Gegenwart verhandelt werde, kommentierte Marktexperte Stephen Innes.

Der Marktstratege Mislav Matejka von JPMorgan sieht für das zweite Halbjahr weiter ein günstiges Verhältnis zwischen Chancen und Risiken am Aktienmarkt. Trotz der Rekorde im MSCI World UCITS und MSCI Emerging Markets Index sei der Markt noch fernab von "priced for perfection" - also einer Bewertung für den Optimalfall.

Aus Unternehmenssicht ist es nachrichtlich sehr ruhig. Einen Blick wert sein könnten die Aktien von Mercedes-Benz . Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet, wurde ein Gesetzesentwurf in den US-Senat eingebracht, der den Import, Verkauf und die Nutzung vernetzter Fahrzeuge sowie zentraler Komponenten aus China und anderen ausländischen "US-Gegnerstaaten" verbieten würde.

Dies solle auch für Autobauer gelten, die zu mehr als 15 Prozent im Eigentum oder unter der Kontrolle chinesischer Investoren oder Akteure stehen. Die Maßnahme könnte zu einem Verkaufsverbot für Mercedes-Benz in den USA führen, da das Unternehmen teilweise in chinesischem Besitz ist. Der Gesetzentwurf sei weit davon entfernt, Gesetz zu werden, und dürfte noch Änderungen erfahren, könne aber zumindest die Marktstimmung belasten, kommentierte ein Händler am Morgen./edh/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein erneuter Hoffnungsschimmer im Iran-Krieg sowie Rückenwind von den US-Börsen und aus Asien dürfte dem deutschen Aktienmarkt am letzten Handelstag im Mai moderate Kursgewinne bescheren. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax ein Plus von 0,3 Prozent auf 25.162 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird am Freitagmorgen ebenfalls etwas höher erwartet.

Damit steuert der Dax auf einen Wochengewinn von gut einem Prozent zu. Für den als Crash-Monat verrufenen Mai deutet sich ein Plus von rund dreieinhalb Prozent an. Bis zum Rekordhoch bei 25.507 Punkten vom Januar hat es der deutsche Leitindex nicht mehr weit.

Die USA und der Iran nähern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Die Hängepartie ist damit aber noch nicht beendet. Hinsichtlich einer Absichtserklärung seien viele Fortschritte gemacht worden, es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-Vizepräsident JD Vance. Eine Zustimmung von Präsident Donald Trump sei noch offen. Aus Teheran hieß es, eine vorläufige Einigung sei bisher nicht ausformuliert und dementsprechend auch nicht bestätigt.

Diese neue Entwicklung beruhige die Börsen und lasse die Ölpreise sowie die Zinsen sinken, bemerkte Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners. "Dass eine Kompromissfindung hier schwierig und langwierig sein kann, sollte weiterhin niemanden überraschen. Und so müssen sich die Börsen trotz der aktuell positiven Nachrichtenlage auch weiterhin auf erhöhte Schwankungen einstellen", ergänzte der Experte.

Aus Unternehmenssicht dürften die Aktien von CTS Eventim im Anlegerfokus stehen. Der Ticketvermarkter und Veranstalter steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 23 Prozent und das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um 18,5 Prozent. Die Jahresziele wurden bestätigt. Das Geschäft mit Live Events habe positiv überrascht, kommentierte Analyst Andreas Riemann von der Investmentbank Oddo BHF. Die im MDax notierte Aktie stieg auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um 7 Prozent.

Die Anteilsscheine von Deutsche Bank , Springer Nature und Kion werden am Freitag mit einem Dividendenabschlag gehandelt und könnten deshalb - rein optisch - deutlicher im Minus notieren./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die sich wieder verschärfende Auseinandersetzung im Nahen Osten könnte den Dax am Donnerstag etwas unter Druck setzen. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator ein Minus von 0,5 Prozent auf 25.057 Punkte. Damit würde das Rekordhoch aus dem Januar bei 25.507 Punkten, dem sich der deutsche Leitindex zuletzt genähert hatte, wieder etwas aus dem Sichtfeld geraten. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird am Donnerstagmorgen ebenfalls 0,5 Prozent tiefer erwartet. Die Ölpreise zogen in Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen im Iran-Krieg wieder deutlich an.

Dass das US-Militär nahe der Straße von Hormus eine iranische Stellung angegriffen hat, von der aus Drohnen gesteuert wurden, verunsicherte die Anleger. Zudem seien vier Drohnen abgeschossen worden, die eine Bedrohung für die USA darstellten, erklärte ein US-Beamter. "Diese Maßnahmen waren zurückhaltend, rein defensiv und darauf ausgerichtet, die Waffenruhe aufrechtzuerhalten", hieß es weiter.

"Bomben statt weißer Rauch", titelten die Commerzbank-Experten in einem Marktkommentar. "Am Ende der vergangenen Woche sah es noch so aus, als könnte ein Deal mit dem Iran gar nicht schnell genug kommen. In den letzten Tagen hat sich (wie so oft) aber wieder einmal die Stimmung gedreht", schrieb Analyst Michael Pfister. Die Unsicherheit wirkte sich auch schon an den Börsen in Asien aus, wo am Donnerstag vor allem in Südkorea, Hongkong und Japan die Kurse litten.

Am deutschen Aktienmarkt könnte Delivery Hero davon profitieren, dass der US-Fahrdienstvermittler Uber seine Beteiligung an dem Essenslieferdienst deutlich aufgestockt hat. Der direkte Anteil sei zu Wochenbeginn von 19,5 auf 24,99 Prozent gestiegen, teilte der MDax-Konzerns am Mittwochabend mit. Inklusive Wertpapier-Instrumenten hat sich Uber den Zugriff auf Stimmrechte im Umfang von 36,83 Prozent gesichert. Am Wochenende hatte Delivery Hero bekannt gegeben, der US-Konzern sei mit einem Angebot von 33 Euro je Aktie auf die Gesellschaft zugekommen.

Die Titel des Softwarekonzerns SAP stehen nach Branchennachrichten aus den USA im Fokus. Am Mittwoch nach Börsenschluss in New York hatte Konkurrent Salesforce mit seinem Umsatzausblick auf das laufende Quartal enttäuscht. Dagegen stieß die angehobene Jahresumsatzprognose von Snowflake bei den Anlegern auf Begeisterung. Der Clouddienste-Anbieter unterschrieb zudem eine sechs Milliarden US-Dollar schwere Vereinbarung mit Amazon zur Nutzung von dessen Cloud-Plattform AWS./gl/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte nach seinem Rücksetzer vom Vortag am Mittwoch wieder etwas zulegen. Nach wie vor glauben die Anleger an eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg. Zuletzt habe sich allerdings einmal mehr gezeigt, dass "die Friedensglocke verfrüht geläutet wurde", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,4 Prozent auf 25.284 Punkte. Damit bleibt das Rekordhoch vom Januar bei 25.507 Punkten in Sichtweite. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird am Mittwochmorgen ähnlich fest erwartet.

In New York hatten die Indizes S&P 500 und Nasdaq 100 am Dienstag dank der Friedenshoffnungen sowie des Dauerbrenners Künstliche Intelligenz (KI) neue Bestmarken aufgestellt, der Dow Jones Industrial bereits am vergangenen Freitag. Die asiatischen Handelsplätze zeigten zuletzt einmal mehr ein durchwachsenes Bild. Die Ölpreise gaben nach ihrem Anstieg vom Dienstag wieder etwas nach.

Die Anleger suchten nach Orientierung, so Altmann weiter. Dass der Dienstag der Handelstag mit den zweitniedrigsten Umsätzen in diesem Jahr seit dem vorangegangenen Pfingstmontag gewesen sei, belege die hohe Verunsicherung am Markt. Nur auf Rückenwind aus New York sollten die Anleger dem Experten zufolge ebenfalls nicht setzen. Denn die dortigen Indizes seien nach den erneuten Rekorden "massiv überkauft", sodass "eine Korrektur technisch gesund wäre und niemanden überraschen sollte".

Am deutschen Aktienmarkt gerieten die Titel von Wacker Chemie und insbesondere Siltronic schon vorbörslich unter Druck. Der Spezialchemiekonzern nutzt den guten Lauf bei den Aktien seiner Beteiligung, um im Rahmen eines beschleunigten Auktionsverfahrens Anteile an dem Waferhersteller zu verkaufen. Händlern zufolge beträgt deren Umfang 7 Prozent des Grundkapitals; der Platzierungspreis soll bei 89,35 Euro liegen.

Der Gewerbeimmobilienspezialist Aroundtown verzeichnete im ersten Quartal wegen höherer Finanzierungskosten und Betriebsausgaben für seine Immobilien einen Gewinnrückgang. Dennoch bestätigte das Unternehmen die Jahresprognose. Das Gewinnziel hatte Aroundtown im April nach dem Ausbau seines Anteils an der Tochter Grand City Properties aufgestockt.

Die Verve Group konnte trotz erheblicher Belastungen durch Währungseffekte zu Jahresbeginn den Umsatz aus eigener Kraft steigern. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) des Spezialisten für digitale Werbung und Spieleentwicklung ging indes wegen höherer Kosten zurück./gl/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Beim Dax zeichnen sich nach der jüngsten Kursrally am Dienstag Gewinnmitnahmen ab. Diese dürften allerdings trotz der aktuell wieder etwas zugespitzten Lage im Iran-Krieg moderat ausfallen.

Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den wichtigsten deutschen Aktienindex ein Minus von 0,3 Prozent auf 25.301 Punkte. Ähnlich sieht es bei seinem Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 aus.

Am Pfingstmontag war der Dax dank der anhaltenden Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs zeitweise bis auf 25.438 Punkte geklettert. Das Rekordhoch aus dem Januar bei 25.507 Punkten geriet in greifbare Nähe. Ohne Impulse der feiertagsbedingt geschlossenen Wall Street reichte es allerdings nicht für eine neue Bestmarke.

Von den vortags freundlichen asiatischen Börsen kommen aktuell durchwachsene Signale. Zudem zogen die deutlich gesunkenen Ölpreise wieder an, nachdem das US-Militär trotz der Waffenruhe im Süden des Irans Raketenstellungen angegriffen sowie im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert hat, die Minen in der Meerenge verlegen wollten.

Unternehmensseitig sieht die Agenda an diesem Dienstag übersichtlich aus. Die seit dem Mehrjahreshoch von knapp 52 Euro Ende April etwas schwächelnden Aktien von Nordex könnten von einem Auftrag aus der Türkei für Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 110 Megawatt profitieren./gl/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Beflügelt von der Hoffnung auf ein Friedensabkommen im Iran-Krieg und deutlich fallenden Ölpreisen wird der deutsche Aktienmarkt im Feiertagshandel am Pfingstmontag mit einem Sprung nach oben erwartet. Der Dax dürfte dabei die Marke von 25.000 Punkten zurückerobern, die er letztmals vor zweieinhalb Wochen überwunden hatte. Der X-Dax signalisierte knapp eine Stunde vor dem Börsenstart ein Plus von 1,0 Prozent auf 25.136 Zähler.

Die USA stehen nach Angaben von Präsident Trump in den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs vor einem Rahmenabkommen mit Teheran und der Wiederöffnung der Straße von Hormus. Es sei "weitgehend" ausgehandelt, schrieb Trump am Wochenende auf der Plattform Truth Social. Allerdings dämpfte er auch Hoffnungen auf ein schnelles Abkommen: "Die Verhandlungen verlaufen geordnet und konstruktiv, und ich habe meine Vertreter angewiesen, beim Deal nichts zu überstürzen, da die Zeit auf unserer Seite ist." Beide Seiten müssten sich Zeit nehmen. "Es darf keine Fehler geben!"

Unter den Einzelwerten stehen Delivery Hero nach ihrer schwungvollen Neubewertungsrally weiter im Fokus. Der US-Fahrdienstvermittler und Essenslieferant Uber ist an einer Komplettübernahme interessiert und hat ein Angebot von 33 Euro pro Aktie in Aussicht gestellt. Dies teilte Delivery Hero am Samstag mit. Einigen Anteilseignern ist das offenbar noch zu wenig, wie es von Analysten hieß.

Die Spekulationen über eine Offerte von Uber gab es davor bereits einige Tage, nachdem der US-Konzern seinen Anteil an Delivery Hero deutlich ausgebaut hatte. Unter anderem deshalb legte der Kurs in den vergangenen zwei Wochen um fast 70 Prozent auf 33,59 Euro zum Xetra-Schluss am Freitag zu. Am Montag schnellten die Papiere vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate um weitere 6 Prozent nach oben.

Einen Blick wert sein könnten auch die Aktien von Bayer . Die brasilianische Staatsanwaltschaft hat Klage gegen die Gesundheitsbehörde Anvisa und die brasilianische Regierung eingereicht, um die Verwendung des Bayer-Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat zu verbieten. Solche Klagen seien zwar nichts Neues, könnten die Bayer-Aktie aber dennoch belasten, kommentierte ein Händler am Morgen./edh/men



FRANKFURT (dpa-AFX) - Mit Rückenwind aus dem asiatischen Aktienhandel zeichnet sich am Freitag für den Dax ein starker Auftakt ab. Der X-Dax signalisierte knapp eine Stunde vor dem Börsenstart einen Aufschlag von fast einem Prozent auf 24.836 Punkte. Der deutsche Leitindex würde damit einen neuen Schritt hin zur Marke von 25.000 Punkten machen, aber unter seinen Spitzen der vergangenen beiden Handelstage bleiben. Diese hatten bei fast 24.900 Punkten gelegen.

An den Asien-Börsen setzte sich eine Rally im Technologiesektor am Freitag fort, dieses Mal mit dem Schwerpunkt auf Japan und Taiwan. Außerdem wird am Aktienmarkt weiter auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran gesetzt. "Die globalen Aktienmärkte zeigen angesichts der hohen Ölpreise und des Ausverkaufs an den Anleihemärkten weiterhin eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit", schrieb vor diesem Hintergrund der Barclays-Fachmann Emmanuel Cau. Aus taktischer Sicht werde derzeit also auf die künftige Entwicklung der aktuell maßgeblichen Ölpreise gewettet.

Cau warnt aber davor, dass sich die Schlagzeilen in diesen Tagen immer wieder schnell ändern. Anleger blieben also hin- und hergerissen zwischen Hoffen und Bangen. Daher steckten die europäischen Aktienmärkte nun schon seit mehr als einem Monat in einer engen Handelsspanne fest, die im Dax etwas über 25.000 Punkten ihre Grenze hat. Cau erwähnt auch, dass der Krieg das Konjunkturumfeld mit fortlaufender Dauer immer schwieriger mache. "Sollte sich der Konflikt mit dem Iran folglich rasch beilegen lassen, könnten die Märkte über kurzfristig schwache Wirtschaftsdaten hinwegsehen", so Cau.

In Deutschland könnten am Freitag wegen US-Vorgaben vorbörslich Aktien aus dem Softwaresektor in den Fokus rücken. Bei SAP wird von Händlern auf starke Zahlen von Workday verwiesen und bei Teamviewer zusätzlich auf ebensolche von Zoom Communications . Die Aktien der beiden US-Unternehmen wurden daraufhin außerbörslich deutlich im Plus gehandelt. Mit Anstiegen im Ein-Prozent-Bereich kam dies am Morgen vorbörslich auch reduziert bei den deutschen Branchenwerten an.

Verluste bahnen sich derweil bei einigen Chemiewerten an, die zuletzt von Anlegern als Profiteur der Verwerfungen im Zuge des Nahost-Kriegs gegolten hatten. Daraufhin mehren sich neuerdings die Abstufungen. Für Evonik und Lanxess senkte am Freitag JPMorgan seine Einschätzungen und für Lanxess zusätzlich Goldman Sachs. Lanxess gab auf der Plattform Tradegate stärker nach als Evonik - die Aktie wird zusätzlich noch ex Dividende gehandelt./tih/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dreitägiger Erholung dürfte sich am Donnerstag im Dax zunächst wenig tun. Mit Spannung war der Quartalsbericht des KI-Konzerns Nvidia erwartet worden, der am späten Mittwochabend nach Börsenschluss in den USA aber zunächst keine eindeutigen Impulse mit sich brachte.

Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem Börsenstart ein kleines Minus von 0,1 Prozent auf 24.713 Punkte. Tags zuvor war der Dax zeitweise bis auf 24.885 Punkte gestiegen, kam aber nicht ganz an sein Monatshoch bei 25.152 Punkten heran. Vor Bekanntgabe der Nvidia-Zahlen waren die US-Indizes S&P 500 und Nasdaq 100 sogar wieder an ihre jüngsten Rekorde herangerückt.

Nvidia musste hohen Erwartungen entsprechen, konnte offenbar zunächst vor allem nur die Analysten überzeugen. Denn nach Einschätzung des Jefferies-Analysten Blayne Curtis hat Nvidia in jeglicher Hinsicht abgeliefert. Die Erwartungen am Markt waren aber offenbar noch etwas höher angesiedelt, nachdem die Aktien seit Ende März um gut ein Drittel gestiegen waren. Sie gaben nachbörslich etwas nach.

Vor diesem Hintergrund könnte am Donnerstag auch die jüngste Rally bei europäischen Chipwerten hinterfragt werden. Auf dem höchsten Niveau seit dem Jahr 2000 stehend, wurden vorbörslich bei Infineon aber nochmals etwas höhere Kurse gezahlt. Auch die frisch vorgelegten Resultate des US-Konzerns Analog Devices könnten für den deutschen Halbleiterhersteller relevant sein.

Die Aktien von RWE und Evonik liegen vorbörslich jedoch im Minus infolge von Analystenabstufungen. Für den Energiekonzern RWE gab die französische Investmentbank Exane BNP nach dem guten Lauf der vergangenen Monate ihr optimistisches Votum auf. Mit dem Ende April erreichten Hoch seit 2010 hatten sich die Titel seit Ende 2024 mehr als verdoppelt.

Bei dem Chemiekonzern Evonik konterte Barclays die Jefferies-Hochstufung vom Vortag. Durch die Erholung seit März sei die Bewertung nun fair, argumentierte der Analyst Anil Shenoy. Wie auch andere Chemiewerte hatte Evonik zuletzt als Profiteur der Verwerfungen im Zuge des Nahost-Kriegs gegolten. Dies sei nun eingepreist./tih/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Schaukelkurs am deutschen Aktienmarkt setzt sich am Mittwoch wohl fort. Nach seiner deutlichen Erholung, die am Dienstag wegen neuer Hoffnung im Iran-Krieg einsetzte, lässt der Dax bei schwachen Vorgaben aus Asien zunächst wieder Federn. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem Börsenstart ein Minus von 0,45 Prozent auf 24.290 Punkte.

Tags zuvor war der Dax in der Hoffnung auf Entspannung in Nahost am Mittag bis auf 24.690 Punkte geklettert und hatte damit eine zwei Wochen alte Kurslücke im Chart geschlossen. Danach verließen ihn die Kräfte und das Kursplus schmolz bis zum Handelsende merklich zusammen. In den USA ging der Rückschlag der US-Indizes S&P 500 und Nasdaq 100 von ihren KI-getriebenen Rekorden dann auch etwas weiter.

Während die Lage im Nahen Osten angespannt bleibt, warten die Anleger am Mittwoch gespannt auf die Zahlen des KI-Riesen Nvidia , die am Abend nach US-Handelsschluss anstehen. "Wenn Nvidia enttäuscht, könnte es ungemütlich werden", sagte Marktexperte Maximilian Wienke vom Broker Etoro. Nvidia sei längst kein normales Unternehmen mehr, sondern der zentrale Taktgeber des globalen KI-Booms. Ein Rekordhoch der Aktien in der Vorwoche lässt darauf schließen, dass die Erwartungen wie immer hoch sind.

In Deutschland sind am Mittwoch bei zwei Unternehmen Anteilsverkäufe von Aktionären ein Thema. Bei Renk verkaufte der Rüstungskonzern KNDS ein 5,8-Prozent-Paket, laut Händlern zu einem Platzierungspreis von 45,10 Euro. Bei Springer Nature wurde ein 2,5-Prozent-Paket von BC Partners offenbar zu 18,75 Euro verkauft.

Die Springer-Aktien litten vorbörslich stärker darunter als Renk wegen des höheren Abschlags, der wohl in Kauf genommen wurde. Bei Renk war dieser im Vergleich zum Vortags-Schlusskurs nur 2,5 Prozent groß, bei Springer dagegen 8,5 Prozent. Händler hielten es am Morgen für möglich, dass dies bei Renk den Druck mildert. Renk wurden auf der Plattform Tradegate zuletzt zwei Prozent unter ihrem Xetra-Schlusskurs gehandelt und Springer 5,6 Prozent.

Im Chemiesektor hat am Mittwoch das Analysehaus Jefferies seine Bewertungen neu sortiert: Während für Evonik eine Kaufempfehlung ausgesprochen wurde, ist das Votum für Lanxess nun mit "Underperform" ein Negatives. Brenntag wurde außerdem auf ein neutrales "Hold" hochgestuft. Der Lanxess-Kurs gab daraufhin vorbörslich um 4,5 Prozent nach, während vor allem Evonik mit 2,1 Prozent Plus positiv reagierte.

Die Kurse der MDax- und SDax-Unternehmen Ottobock , PNE und Jungheinrich müssen ansonsten am Mittwoch bei der Beurteilung der Performance um die Auszahlung der Dividende bereinigt werden. Bei Ottobock bewegt sich der Kurs vorbörslich dennoch im Plus. Sie erholen sich nach einer Stellungnahme des Unternehmens zu einem kritischen Bericht des Leerverkäufers Grizzly, der am Vortag einen Kurssturz ausgelöst hatte./tih/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax kann den Schwung von seinem starken Wochenstart zunächst nicht mitnehmen. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem Börsenstart ein Minus von 0,2 Prozent auf 24.270 Punkte.

Tags zuvor war der Dax unter der Last hoher Ölpreise zunächst bis auf 23.797 Punkte abgetaucht. Im Tagesverlauf hatte sich dann aber plötzlich Hoffnung auf eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran breit gemacht. Am Abend ließ US-Präsident Trump dann verlauten, dass er einen angeblich für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran abgesagt habe.

Mehrere Golfstaaten hätten ihn darum gebeten, es liefen "ernsthafte Verhandlungen" mit Teheran, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate baten laut Medienberichten um ein kurzes Zeitfenster von zwei bis drei Tagen, um der Diplomatie Raum zu geben. Sie hätten ihre Ansicht geäußert, dass eine Einigung in greifbarer Nähe sei.

"Dass dieser Konflikt heute nicht durch einen neuen Militärschlag eskaliert, ist ganz klar positiv zu bewerten", schrieb der Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners. Ob es hinter den Kulissen tatsächlich Annäherungen zwischen den USA und dem Iran gebe, darüber könne nur spekuliert werden. Solange vieles unklar bleibe, rechnet der Experte mit weiteren Kursschwankungen.

Auf Unternehmensseite gibt es am Dienstag mit finalen Zahlen der Hornbach Holding noch einen Nachzügler der Berichtssaison. Vorbörslich geht es hier etwas bergab, nachdem sich die Baumarktkette wegen anhaltenden Kostendrucks vorsichtige Ziele setzte.

Gewinne im Xetra-Vergleich können Anleger auf der Plattform Tradegate mit Aixtron und Knorr-Bremse erzielen. Bei dem Halbleiterausrüster Aixtron hilft ein Auftrag des US-Unternehmens Lumentum, während Knorr-Bremse von einer Kaufempfehlung der US-Bank Citigroup profitieren.

Mächtig unter Druck geraten dagegen die Titel von Ottobock , der offenbar vom Short-Spekulanten Grizzly mit einem negativen Report attackiert wird. Der Kurs des Prothesenherstellers sackte vorbörslich um zehn Prozent ab./tih/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte zu Wochenbeginn wegen der angespannten Nahost-Lage an seine Freitagsschwäche anknüpfen. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem Börsenstart ein Minus von 0,8 Prozent auf 23.752 Punkte. Damit kommt der Dax einer Unterstützungszone nahe, die der Charttechniker Martin Utschneider vom Broker Robomarkets bei 23.675 Punkten sieht. Indikationen des Brokers IG hatten in der Nacht sogar schon knapp darunter gelegen.

Wieder einmal belasten anziehende Ölpreise das Stimmungsbild. Als Grund gelten wieder schärfere Töne zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. "Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben", schrieb US-Präsident Donald Trump auf der Plattform Truth Social. "DIE ZEIT DRÄNGT!" Der US-Verbündete Israel stellt sich bereits auf einen möglichen Neubeginn der gemeinsamen Angriffe im Iran ein.

Negativ sind auch die Vorgaben, denn die Nahost-Sorgen prägten am Morgen auch in Asien das Geschehen negativ. In den USA hatte die jüngste KI-Rally am Freitag zumindest eine Auszeit genommen, die Indizes hatten den Handel dort auch unterhalb ihres Standes zum europäischen Handelsschluss beendet. Der marktbreite S&P 500 und der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 kamen beide von ihren Rekorden zurück.

Unternehmensseitig wird die Nachrichtenlage nach dem Auslaufen der Berichtssaison neuerdings wieder dünner, damit geht dem Markt auch ein wichtiger Kurstreiber verloren. Ein gewisses Interesse ist an den Aktien der Lufthansa erkennbar, die auf der Plattform Tradegate aber wegen des Ölpreiseffekts unter ihrem Xetra-Schluss gehandelt werden.

Aus einem Artikel in der "Neuen Zürcher Zeitung" vom Sonntag geht hervor, dass die Kühne Holding des Logistik-Milliardärs Klaus-Michael Kühne eine weitere Erhöhung ihres Anteils an der Fluggesellschaft nicht ausschließt. Die Lufthansa-Beteiligung diene der "Umsetzung der strategischen Ziele der Kühne Holding AG", sagte Verwaltungsratspräsident Karl Gernandt in der Zeitung. Ein Händler sah darin aber keine wirkliche Überraschung.

Negativ auswirken könnte sich eine Analystenabstufung bei der Commerzbank . Die Titel des Frankfurter Finanzinstituts wurden von dem Analysehaus Keefe Bruyette & Woods auf "Market perform" abgestuft - weniger als zwei Monate nach der Hochstufung. In deren Nachgang hatte sich der Kurs zuletzt dem Hoch seit 2010 genähert, das bisher mit 38,40 Euro vom August 2025 stammt.

Eine vorbörslich positive Ausnahme war die Sartorius-Aktie, die auf Tradegate mehr als zwei Prozent zulegen konnte. Für Gesprächsstoff sorgte hier ein Bericht im "Wall Street Journal", wonach der Investor Elliott beim Sartorius-Großaktionär Bio-Rad eingestiegen sein soll. Daraus würde ein gewisses Geflecht an Beteiligungen entstehen, denn Elliott ist dem Bericht zufolge auch bei Sartorius engagiert./tih/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem starken Feiertagshandel an Christi Himmelfahrt geht es für den Dax am Freitag wohl zunächst wieder abwärts. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem Börsenstart ein Minus von 1,2 Prozent auf 24.168 Punkte. Damit würde der Dax wieder in Richtung der 200-Tage-Linie bei aktuell 24.118 Punkten rutschen.

Der marktbreite US-Index S&P 500 war am Vorabend erstmals über 7.500 Punkte geklettert und nähert sich damit zehn Prozent Jahresplus. Stephen Innes von SPI Asset Management sprach von einer "KI-Mania", die aus der Wall Street eine "Momentum-Maschine" gemacht habe. Im Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 sind es so bereits 17 Prozent Jahreszuwachs. Zum Vergleich: Der Dax liegt 2026 minimal im Minus.

Die starke Vorlage aus den USA wird allerdings am Morgen durch klare Verluste in Asien überlagert. Laut Innes werden die Vorschusslorbeeren des Treffens zwischen den Präsidenten Chinas und der USA wieder eingesammelt. Es habe die Lage vielleicht etwas entspannt, aber die "strukturelle Rivalität" sei ungebrochen. Die zuletzt ohnehin wieder hohen Ölpreise ziehen wegen des weiterhin ungelösten Krieges zwischen den USA und dem Iran weiter an.

Der Mobilfunk- und TV-Anbieter Freenet steigerte im ersten Quartal den Umsatz deutlich. Treiber war vor allem die Integration von Mobilezone Deutschland sowie ein Wachstum beim Internet-Fernsehprodukt waipu.tv. Die Prognose für 2026 bestätigte der Konzern. Die Aktien gewannen im vorbörslichen Handel auf Tradegate gegenüber ihrem Xetra-Schluss moderat dazu.

Fraport meldete für den Monat April einen zwestelligen Passagierrückgang. Grund seien Streiks gewesen, hieß es. Die Papiere gaben auf Tradegate leicht nach im Vergleich mit dem Xetra-Schluss. Die Schweizer Großbank UBS gab unterdessen ihre Verkaufsempfehlung für Fraport auf. Mit der jüngsten Korrektur im Zuge des Nahost-Kriegs sei der Kurs näher an den Fundamentalwert herangerückt, schrieb Analyst Cristian Nedelcu.

Gewinnmitnahmen prägten das Bild bei den Aktien des Chipherstellers Infineon mit einem Abschlag von 4 Prozent zum Xetra-Schluss nach einer Rally mit 80 Prozent Kursgewinn im Jahr 2026.

Nach oben ging es für Nagarro bei allerdings noch nicht sehr ausgeprägtem Handel auf Tradegate. Der IT-Dienstleister steigerte im ersten Quartal den Umsatz etwas und verdient mehr. Die Prognose für 2026 bestätigte das Unternehmen./ajx/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Donnerstag mit leichten Gewinnen in den Handel starten. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex rund eine Stunde vor dem Börsenstart ein Plus von 0,5 Prozent auf 24.257 Punkte. Damit würde sich der Dax über der 200-Tage-Durchschnittslinie für den längerfristigen Trend halten.

Im Blick steht der Besuch von US-Präsident Donald Trump in China. Dort haben sich beide Seiten mit betont freundlichen Worten um ein stabileres Verhältnis der Großmächte bemüht. Chinas Staatschef Xi Jinping warnte im Gespräch mit Trump allerdings vor einem Konflikt um Taiwan. Sollte die Taiwan-Frage schlecht gehandhabt werden, käme es zu Spannungen oder sogar Konflikten zwischen beiden Ländern, sagte Xi nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua in Peking.

Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners, schrieb am Morgen, die Anleger setzten auf verbesserte Wirtschaftsbeziehungen und eine Ausweitung des Handels zwischen den beiden Supermächten. Doch wo hohe Erwartungen vorherrschten, gebe es auch immer ein hohes Enttäuschungspotenzial. So seien angesichts der Rekordhöhen an den US-Börsen die Risiken im Fall enttäuschender Nachrichten aus China hoch.

Bei dem Treffen der beiden Staatschefs dürfte auch der Iran-Krieg eine Rolle spielen, nachdem mit der Straße von Hormus auch eine für China wichtige Handelsroute aus dem Persischen Golf seit Kriegsbeginn Ende Februar faktisch geschlossen ist. Die Ölpreise - für Anleger seit Kriegsbeginn noch mehr als sonst Indikator für Konjunkturhoffnungen oder -sorgen - haben sich zuletzt mit deutlich über 100 Dollar für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent auf hohem Niveau gehalten.

Nach heißen Tagen der Berichtssaison dürfte es unternehmensseitig am deutschen Aktienmarkt ruhig zugehen. Im Dax werden BMW , Deutsche Börse und Heidelberg Materials mit Dividendenabschlag gehandelt, die Kurse erscheinen also nur optisch niedriger.

Im Techsektor könnten die am Vorabend nach US-Börsenschluss vorgelegten Zahlen von Cisco beeinflussen. Der Netzwerk-Ausrüster rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem erheblich besseren Geschäft mit sogenannten Hyperscalern./ajx/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt stehen die Zeichen auf Erholung. Nach den deutlichen Verlusten am Vortag, die den Dax wieder unter die 24.000-Punkte-Marke gedrückt hatten, werden am Mittwoch steigende Kurse erwartet.

Der X-Dax signalisiert rund eine Stunde vor dem Börsenstart ein Plus von 0,8 Prozent auf 24.146 Punkte für den deutschen Leitindex. In der vergangenen Woche noch hatten Hoffnungen auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran den Dax mit etwas über 25.150 Punkten auf den höchsten Stand seit Beginn des Iran-Kriegs getrieben. Mit deren Verflüchtigung hatten sich auch die Erholungsgewinne wieder aufgelöst.

Nun steht der Besuch von US-Präsident Donald Trump in China an. Marktexperte Jochen Stanzl von der Consorsbank nennt es "das meistbeachtete Ereignis des heutigen Tages". Vordergründig gehe es um den Handel, denn Trump reise mit dem "Who's Who der amerikanischen Wirtschaft" nach Peking, schrieb er. Der Besuch werde jedoch vom Iran-Krieg überschattet. Der innenpolitische Druck auf Trump, den Krieg zu beenden, sei angesichts der hohen Inflation im April nochmals gewachsen. "Ob er die Antworten darauf allerdings in Peking finden wird, ist fraglich."

Im Fokus hierzulande steht zudem eine Flut an Quartalsbilanzen aus Dax, MDax und SDax , die erneut starke Bewegungen auslösen könnten. Im Leitindex dürfte die Aufmerksamkeit vor allem Schwergewichten wie Siemens , Allianz , Deutsche Telekom und vor allem Merck gelten.

Geringere Versicherungsschäden und ein brummendes Fondsgeschäft bescherten der Allianz einen überraschend starken Jahresstart. Die Jahresziele bestätigte der Versicherungskonzern. Auf der Handelsplattform Tradegate legte die Aktie im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss um rund ein Prozent zu.

Für das Siemens-Papier ging es vorbörslich um rund anderthalb Prozent hoch und ähnlich stieg auch die T-Aktie . Der Technologiekonzern Siemens profitierte im zweiten Geschäftsquartal von einer hohen Nachfrage im Zusammenhang mit KI-Rechenzentren sowie einem starken Softwaregeschäft. Der Auftragseingang legte deutlicher zu als von Analysten erwartet. Der starke Euro belastete indes. Das Wachstum der US-Tochter T-Mobile US verhalf unterdessen der Deutschen Telekom zu einem starken Jahresstart und bewegte sie, ihren Jahresgewinnausblick leicht anzuheben.

Die kräftigsten Kursgewinne unter den Dax-Konzernen verbuchte vorbörslich Merck mit etwas mehr als 5 Prozent. Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern trotzte starken negativen Wechselkurseffekten und Umsatzrückgängen bei wichtigen Medikamenten und verdiente operativ mehr als erwartet. Entsprechend hob der neue Konzernchef Kai Beckmann die Prognose an.

Die Aktien der Energieversorger RWE und Eon zeigten sich auf Tradegate dagegen nur moderat im Plus nach ihren Quartalsberichten und bestätigten Zielen.

Leicht nachgeben dürfte der Anteilsschein von Brenntag , der auf Tradegate knapp ein halbes Prozent verlor. Der ebenfalls im Dax zu findende Chemikalienhändler bekam im ersten Quartal die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten und die Sperrung der Straße von Hormus zu spüren. Umsatz und Ergebnisse gingen im Jahresvergleich zurück./ck/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer Stabilisierung zum Wochenauftakt dürften am Dienstag erneut Verluste am deutschen Aktienmarkt dominieren. Die nach wie vor angespannte Lage im Nahen Osten dämpft die Risikobereitschaft der Investoren. Die seit fast fünf Wochen dauernde Waffenruhe mit dem Iran hält zwar noch, hängt laut US-Präsident Donald Trump jedoch nur noch am seidenen Faden.

Der X-Dax signalisiert rund eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart ein Minus von 0,8 Prozent auf 24.167 Punkte für den Dax . In der vergangenen Woche noch war der deutsche Leitindex mit etwas über 25.150 Punkten auf den höchsten Stand seit Beginn des Iran-Kriegs geklettert, hatte bis Freitag aber seinen Wochengewinn wieder weitgehend abgegeben und am Montag soeben im Plus geschlossen.

Die US-Regierung hat den ökonomischen Druck auf den Iran inzwischen weiter verschärft. "Die Situation scheint festgefahren", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners die jüngsten Ereignisse. "Für jegliche Form der Entwarnung ist es weiterhin zu früh", ergänzte er und rechnet mit einem langen Nachhall der Auseinandersetzungen in Nahost für die Börsen und die Weltwirtschaft. "Die Hoffnungen ruhen jetzt darauf, dass China als erfolgreicher Vermittler zwischen den Kriegsparteien agieren wird."

Trump wird China in Kürze besuchen. Dabei soll es zwar hauptsächlich um die Beilegung des Handelsstreits der zwei weltweit größten Volkswirtschaften gehen, am Markt erhofft man sich aber auch positive Impulse in Sachen Iran-Krieg. China unterstützt den Iran, denn chinesische Raffinerien sind die wichtigsten Abnehmer von Erdöl aus dem Iran.

Von Seiten der Unternehmen hierzulande läuft die zu Ende gehende Berichtssaison auf Hochtouren. Aus dem Dax stehen drei Konzerne im Blick sowie zahlreiche weitere aus MDax und SDax .

Bayer legten auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss um 2,5 Prozent zu. Gute Geschäfte rund um Soja- und Maissaatgut sowie das laufende Sparprogramm verhalfen zu einem überraschend starken Jahresstart.

Der Rückversicherer Munich Re fuhr ein Jahr nach den verheerenden Waldbränden in Los Angeles wieder deutlich mehr Gewinn ein und sieht sich "voll auf Kurs", das diesjährige Gewinnziel zu erreichen, wie Finanzvorstand Andrew Buchanan sagte. Allerdings musste die Munich Re bei der Vertragserneuerung im Schaden- und Unfallgeschäft zum 1. April wie andere Rückversicherer weitere Preisrückgänge hinnehmen. Die Aktie gab vorbörslich leicht nach.

Ebenso die von Siemens Energy . Der Energietechnikkonzern will nach einem guten zweiten Geschäftsquartal noch in diesem Geschäftsjahr weitere Mittel an seine Aktionäre fließen lassen, wie er anlässlich der Veröffentlichung endgültiger Zahlen mitteilte.

Was die Flut an Quartalsberichten aus der zweiten und dritten Reihe betrifft, könnten etwa Thyssenkrupp , Dürr oder auch Carl Zeiss Meditec angesichts vorbörslicher Verluste einen Blick wert sein.

Der Industriekonzern Thyssenkrupp senkte angesichts einer weiter mauen Nachfrage im Automobilgeschäft sowie niedrigerer Stahlpreise seine Umsatzschätzung für das Geschäftsjahr 2025/26. Beim Anlagenbauer Dürr verfehlte der Auftragseingang im ersten Quartal die durchschnittliche Analystenerwartung. Der Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec gab ein rückläufiges Halbjahresergebnis bekannt und senkte sein Margenziel für das Gesamtgeschäftsjahr 2025/26.

Mit vorbörslichen Kursgewinnen warteten unterdessen Friedrich Vorwerk oder auch Jenoptik auf. So legte der Umsatz und insbesondere der Gewinn des Pipeline- und Anlagenbauers für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen Friedrich Vorwerk zum Jahresstart zu. Auch der Technologiekonzern Jenoptik startete im Vergleich zu 2025 mit deutlich mehr Gewinn in das neue Jahr.

Elmos indes gab eine umfangreiche Aktienplatzierung durch zwei Großaktionäre bekannt. Im Vergleich zum Schlusskurs am Vortag waren sie mit einem Abschlag von 8,6 Prozent an institutionelle Investoren gegangen. Auf Tradegate ging es entsprechend deutlich abwärts./ck/men



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der weiterhin ausbleibende Durchbruch in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran dürfte den deutschen Aktienmarkt auch am Montag belasten. Die Ölpreise steigen erneut. Der X-Dax deutet rund eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart ein Minus von 0,2 Prozent auf 24.290 Punkte für den Dax an, nachdem der deutsche Leitindex am Freitag um 1,3 Prozent nachgegeben hatte.

"Die Börsen hatten einen schnellen Frieden schon eingepreist. Jetzt wird der schnelle Friede wieder ausgepreist", kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners die erwarteten nächsten Verluste. In der vergangenen Woche noch hatte der deutsche Leitindex angesichts von Entspannungssignalen bei etwas über 25.150 Punkten den höchsten Stand seit Kriegsbeginn Ende Februar erreicht, die Gewinne der Handelswoche dann aber bis zum Ende der Handelswoche fast komplett wieder abgegeben.

Eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg zeichnet sich derzeit nicht ab. Vielmehr scheint sich die Situation wieder mehr zuzuspitzen, denn US-Präsident Donald Trump bezeichnete die jüngste Antwort des Iran auf den von den USA vorgelegten Friedensvorschlag als "völlig inakzeptabel". Er reagierte mit weiteren Drohungen gegen die Islamische Republik, während sich die Führung dort davon unbeeindruckt gab und ihrerseits Forderungen stellte. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will den Krieg außerdem so lange fortführen, bis wichtige Fragen zum iranischen Atomprogramm geklärt sind.

Mit Blick auf die sich dem Ende zuneigende Berichtssaison stehen am Montag aus dem Dax der Rückversicherer Hannover Rück sowie der Anlagenbauer Gea mit Quartalszahlen auf der Agenda.

Die Anteile des zweitgrößten deutschen Rückversicherers gaben vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss am Freitag etwas nach. Geas wichtigste Eckzahlen zum ersten Quartal fielen wie erwartet aus. Zudem wurden die Jahresziele bestätigt, sodass das Papier angesichts ausgebliebener Überraschungen sich vorbörslich kaum bewegte.

Im MDax ging es dagegen für TKMS auf Tradegate spürbar aufwärts. Der Umsatz im zweiten Geschäftsquartal des Marineschiffbauers habe die Erwartungen getoppt, kommentierte Bernstein-Analyst Adrien Rabier. Positiv wertet er zudem die weiter verbesserte Profitabilität im U-Boot-Geschäft sowie den insgesamt starken Auftragsbestand.

Aurubis und der Düngerhersteller K+S legten detaillierte Zahlen vor, wobei der Kupferkonzern erst am vergangenen Freitag sein Ziel für den operativen Vorsteuergewinn im Gesamtgeschäftsjahr 2025/26 angehoben hatte. Der Aktienkurs von Aurubis war daraufhin auf ein Rekordhoch gestiegen, hatte letztlich dann aber nachgegeben.

Aufmerksamkeit könnten zudem Werte aus dem SDax auf sich ziehen. Dort sprang etwa die Aktie von Hypoport nach detaillierten Zahlen des Plattformbetreibers für die Kredit-, Immobilien- und Versicherungswirtschaft vorbörslich hoch und könnte den Bodenbildungsversuch damit fortsetzen./ck/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Kriegssorgen rund um den Iran sind am Freitag in Asien und Europa wieder Thema. Die Börsen stehen unter Druck, auch hierzulande. So signaliserte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem Xetra-Start ein Minus von 0,76 Prozent auf 24.477 Punkte.

Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wird auf eine Probe gestellt: Nach iranischen Attacken auf drei US-Zerstörer in der Straße von Hormus hat das US-Militär als Vergeltung Ziele in der Islamischen Republik angegriffen. US-Präsident Donald Trump forderte den Iran nach den Schlägen auf iranische Ziele erneut unter Drohungen auf, "schnell" eine Friedensvereinbarung zu unterzeichnen. Die seit rund einem Monat bestehende Waffenruhe gelte aber weiter. Die Ölpreise zogen wieder an.

Der Dax tat sich bereits am Vortag schwer. In den Sog des KI-Booms an den Märkten der USA und Asiens geriet er nicht mehr. Sein Wochenhoch hatte er am Mittwoch mit 25.152 Punkten erreicht, noch unter seinem Rekord vom Januar bei 25.507 Punkten. Nun könnte er die am Mittwoch entstandene Kurslücke bei 24.400 Punkten wieder schließen.

"Wieder einmal wird klar, dass die Börsen die Friedensglocke zu früh geläutet haben", schrieb Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners anlässlich der bis zur Wochenmitte noch deutlichen Kursgewinne an den Börsen und der neuen Eskalation. Auch diesmal sei das Einpreisen eines Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran verfrüht gewesen.

Vor dem Wochenende dürfte am Nachmittag der US-Arbeitsmarktbericht für Aufmerksamkeit sorgen. Er gibt Hinweise auf den Zustand der US-Wirtschaft und ist wichtig für die weitere Geldpolitik der US-Notenbank. Angesichts der zuletzt wieder steigenden Inflation sollten Anleger auf das Lohnwachstum achten, schrieb Experte Altmann.

In der Berichtssaison geht es nach einigen heißen Tagen am Freitag gemächlicher zu. Auf der Agenda stehen die Quartalszahlen der Commerzbank , die allerdings zurzeit vor allem wegen der Übernahmeofferte der italienischen Unicredit im Fokus steht. Das Frankfurter Institut hob seine Prognosen an. Die im Dax notierten Anteile gaben vorbörslich auf Tradegate dennoch um 1,1 Prozent im Vergleich mit dem Xetra-Schluss nach.

Aus dem MDax veröffentlichen der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones , der IT-Dienstleister Bechtle sowie der Chemiekonzern Evonik Quartalszahlen. Bechtle zogen vorbörslich auf Tradegate um 5,4 Prozent an, Krones verteuerten sich um 0,9 Prozent, Evonik waren wenig bewegt.

Rheinmetall stehen nach dem Kursrutsch am Vortag von fast 7 Prozent abermals unter Druck. Auf Tradegate viel gehandelt, sank der Kurs des Rüstungskonzerns vorbörslich um weitere 2,9 Prozent zum Xetra-Schluss. Der seit Januar intakte Abwärtstrend setzt sich damit in verschärfter Form fort. Analyst David Perry von JPMorgan kappte sein Kursziel von 2.130 auf 1.500 Euro und stufte die Papiere von "Overweight" auf "Neutral" ab./ajx/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei weiter starken Vorgaben aus Übersee steht beim Dax am Donnerstag erneut die Hürde von 25.000 Punkten im Blick. Es dürfte dem deutschen Leitindex aber zunächst schwer fallen, diese zu überwinden. Knapp eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex eine kaum veränderte Eröffnung bei 24.915 Punkten.

Tags zuvor war der Dax im Zuge des KI-Booms an der Wall Street und in Asien sowie den Entspannungssignalen aus Nahost zeitweise bis auf 25.152 Punkte nach oben geklettert. Im Bereich seiner Februar-Höchststände verließen ihn jedoch zunächst die Kräfte, nachdem er die Kriegs-Scharte vom März im Kurs-Chart fast komplett ausgewetzt hatte. Der Rekord von Mitte Januar bei 25.507 Punkten bleibt jedoch im Visier.

In den USA setzten der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 und der marktbreite S&P 500 ihre Rekordjagd derweil mit nochmals höherem Tempo fort. In Asien meldete sich Japans Nikkei-225 mit einem Kursfeuerwerk aus der Feiertagspause zurück und spielte damit sein Nachholpotenzial aus. Südkoreas Kospi <> geriet dagegen nach einem neuerlichen Höchststand im Verlauf ins Stocken.

Hinsichtlich des Iran-Kriegs bleibt US-Präsident Trump optimistisch, und hält eine Vereinbarung mit den Mullahs in den kommenden Tagen für möglich. Die tags zuvor abgesackten Ölpreise stabilisierten sich am Morgen dennoch ein wenig.

Unternehmensseitig stehen am deutschen Markt Siemens Healthineers nach Quartalszahlen unter Druck. Vorbörslich rutschten die im Dax notierten Papiere um 3,5 Prozent zum Xetra-Schluss ab. Anhaltende Probleme der Labordiagnostik-Sparte in China sowie die wieder steigende Inflation lassen den Medizintechnikkonzern für das laufende Geschäftsjahr pessimistischer werden. Healthineers habe die ohnehin niedrigen Erwartungen verfehlt, hieß es aus dem Handel. Die Diagnostik-Sparte zeige weiterhin ein schlimmes Bild.

Quartalsbilanzen aus dem Dax gab es ferner von Vonovia und Henkel . Während die Titel des Immobilienunternehmens auf Tradegate nur moderat anzogen, legten jene des Konsumgüterherstellers um 2,3 Prozent zu. Henkel bestätigte die Prognose und kam beim organischen Umsatz im ersten Jahresviertel etwas besser voran als gedacht.

Für Lanxess ging es vorbörslich auf Tradegate um 7 Prozent bergab. JPMorgan bemängelte die Aussichten des Chemiekonzerns für das zweite Quartal.

Deutz sprangen vorbörslich um 5,5 Prozent hoch. Beim Motorenhersteller überzeugt die Auftragslage./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Inmitten der heißen Phase der Berichtssaison dürfte der Dax am Mittwoch weiter steigen und von vorsichtigen Entspannungssignalen im Iran-Krieg profitieren. Knapp eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex einen Aufschlag von 0,79 Prozent auf 24.595 Punkte. Damit dürfte der Dax an den starken Dienstag anknüpfen. Charttechnisch ist das Bild wieder sehr ansprechend: Nach einem Bruch der Widerstandszone, die bis zum April-Hoch bei fast 24.800 Punkten reicht, könnte der Index richtig Fahrt aufnehmen.

US-Präsident Donald Trump setzt im Konflikt mit dem Iran auf Deeskalation, um einen diplomatischen Durchbruch zu erzielen. Überraschend kündigte er auf seiner Plattform Truth Social an, den erst am Montag gestarteten US-Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus "für kurze Zeit" auszusetzen. Während des Stopps von "Projekt Freiheit" solle geprüft werden, ob ein Abkommen mit dem Iran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne. Es habe "große Fortschritte" für ein "umfassendes und abschließendes" Abkommen gegeben. Für Impulse in dem Konflikt könnte auch das Treffen zwischen Chinas Außenminister Wang Yi mit seinem iranischen Amtskollegen in Peking sorgen.

Treiber der Aktienmärkte insbesondere der USA und Asiens bleibt darüber hinaus der Boom mit Künstlicher Intelligenz (KI). In den USA hatten der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 und der marktbreite S&P 500 am Vortag weitere Rekordstände erreicht. Der Aktienmarkt feiere das Thema KI weiter als Wachstumsstory, kommentierte Stephen Innes von SPI Asset Management. Der Anleihemarkt habe indes eher die hohen Schulden im Blick, die für Investitionen gemacht würden - ein durchaus interessanter Unterschied.

Die geopolitischen Risiken würden derweil rasend schnell ausgepreist, schrieb er vor allem mit Blick auf Asien. Der südkoreanische Leitindex Kospi stieg angesichts jüngster Anzeichen einer Deeskalation im Iran-Krieg auf ein Rekordhoch.

Der KI-Boom befeuert weltweit Papiere von Chipkonzernen: In Korea Samsung oder SK Hynix , in den USA beispielsweise Advanced Micro Devices (AMD) , in Deutschland Infineon . Infineon erhöhte nun auch die Prognose. Auf Tradegate konnten die Anteile am Mittwoch davon allerdings nach ihrer zuletzt steilen Kursrally nicht mehr profitieren.

In der in Deutschland auf Hochtouren laufenden Bilanzsaison öffnen zur Wochenmitte allein sieben Unternehmen aus dem Dax die Bücher: Fresenius , Heidelberg Materials , Daimler Truck , Continental , BMW , Infineon und Zalando . Hinzu kommen Bilanzvorlagen aus dem MDax und SDax .

Die Papiere von Daimler Truck gaben vorbörslich etwas nach. Der Nutzfahrzeughersteller bekommt die Probleme auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt deutlich zu spüren.

Zalando legten um 4 Prozent auf Tradegate zu. Die Übernahme von About You bescherte dem Online-Händler im ersten Quartal deutliche Zuwächse bei Umsatz und operativem Gewinn. Zudem profitierte das Unternehmen vom Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Erholt mit plus 4,7 Prozent präsentierten sich vorbörslich Fresenius, wenngleich ein Händler den Quartalsbericht des Krankenhausbetreibers und Pharmaherstellers nicht für überzeugend hielt./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem schwachen Wochenstart dürfte der Dax am Dienstag noch etwas weiter nachgeben. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem Xetra-Start ein Minus von 0,1 Prozent auf 23.964 Punkte. Nachdem sich das Chartbild am vergangenen Donnerstag merklich aufgehellt hatte, verliert das positive Signal immer mehr an Bedeutung.

Im Nahost-Krieg steht momentan vor allem das von den USA initiierte "Projekt Freiheit" im Mittelpunkt. Es zielt darauf ab, die Straße von Hormus wieder für die Schifffahrt freizumachen. Irans Außenminister bezeichnete es auf der Plattform X als "Projekt Sackgasse". Die Ölpreise gaben allerdings auf hohem Niveau etwas nach.

Für die Konjunktur in Deutschland sind die Rahmenbedingungen derzeit alles andere als gut, zumal jüngst noch Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump auf europäische Autos als Belastung hinzugekommen sind. Der deutschen Wirtschaft drohe ein Dreifach-Schock, analysierte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Zu den hohen Energiekosten und den vor allem dadurch steigenden Zinsen kommt jetzt die Bedrohung durch neue US-Zölle. Selbst eine gesunde und stabile Wirtschaft könnte einem solchen Triple-Schock nicht einfach trotzen."

Unter den Einzelwerten im Dax stehen nach Geschäftszahlen Rheinmetall und Fresenius Medical Care (FMC) im Blick. Die Resultate von Rheinmetall lägen unter den Markterwartungen, schrieb Analyst David Perry von JPMorgan. Der Rüstungskonzern habe dies mit zeitlichen Effekten begründet und seine Jahresziele bestätigt. Die Anleger seien aber inzwischen weitaus kritischer als zwischen 2022 und 2025, was die Umsetzung der Ambitionen anbelange. Vorbörslich auf Tradegate verloren Rheinmetall zum Xetra-Schluss 1,3 Prozent.

Beim Dialyseanbieter FMC dämpften im ersten Quartal steigende Kosten und negative Wechselkurse die Gewinnentwicklung. Die Papiere rutschten um 3,9 Prozent zum Xetra-Schluss ab.

Fraport notierten auf Tradegate ebenfalls schwächer nach Quartalszahlen. Der Flughafenbetreiber hält aber trotz des Iran-Kriegs und der Streiks bei der Lufthansa an seinen Geschäftsplänen für 2026 fest./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem langen Wochenende knüpft der Dax am Montag zunächst an den starken Donnerstag an. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start ein Plus von 0,35 Prozent auf 24.377 Punkte.

Am vergangenen Donnerstag hatte der Dax mit einer enormen Trendwende im Tagesverlauf das Chartbild klar aufgehellt. Nach einem Start am Tagestief von 23.715 Punkten hatte er sich um fast zweieinhalb Prozent erholt und am Tageshoch geschlossen.

Die Nachrichtenlage bleibt derweil angespannt - und das nicht nur hinsichtlich des Nahost-Kriegs. Denn in seinem Unmut über Europa und vor allem Deutschland hat US-Präsident Trump am Freitag auf seiner Plattform Truth Social eine kräftige Anhebung der US-Zölle auf Fahrzeuge aus der EU angekündigt. Die EU-Kommission behält sich Gegenmaßnahmen vor, sollte Trump seine Ankündigung tatsächlich wahr machen.

An Trump-Drohungen hat sich der Markt allerdings auch ein Stück weit gewöhnt. Sie seien in der Vergangenheit teilweise Verhandlungsmasse gewesen oder angepasst worden, kommentierte Marktanalyst Jens Klatt vom Broker XTB. Und auch jetzt seien rasche bilaterale Gespräche zwischen den USA und der EU mit deutschen Herstellern sehr wahrscheinlich.

Auto-Aktien wie BMW , Mercedes-Benz und Volkswagen wurden am Montag im vorbörslichen Geschäft auf Tradegate dennoch zunächst erst einmal tiefer gehandelt im Vergleich mit den Xetra-Schlusskursen vom vergangenen Donnerstag.

Thyssenkrupp sanken um fast 4 Prozent. Der Industriekonzern will seine Stahlsparte doch nicht mehr an den indischen Konkurrenten Jindal verkaufen. Mittelfristig will sich Thyssenkrupp aber weiter vom Stahlgeschäft trennen.

Die Aktien der Parfümeriekette Douglas fielen nach Quartalszahlen und einer Prognosesenkung auf Tradegate um gut 2 Prozent./ajx/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt wird am Donnerstag aufgrund weiter steigender Ölpreise mit schwacher Tendenz erwartet. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start ein Minus von 1,2 Prozent auf 23.666 Punkte.

Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kletterte um bis zu sieben Prozent auf 126,41 US-Dollar. Dies ist der höchste Stand seit dem Jahr 2022. Angesichts der daraus folgenden Inflationsrisiken werden mögliche Zinserhöhungen nun stärker in den Überlegungen der Marktteilnehmer berücksichtigt.

Die US-Notenbank Fed hatte am Vorabend den Leitzins wie erwartet unverändert gelassen. Die Inflation wird aber auch in den USA ein immer brisanteres Thema. An diesem Donnerstag steht am Nachmittag die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf der Agenda. Ökonomen erwarten, dass auch die EZB die Leitzinsen vorerst nicht ändern wird und zunächst die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs abwarten dürfte.

In der Berichtssaison steht für die Anleger ein heißer Tag an. Aus dem Dax berichten der Chemiekonzern BASF , der Logistiker DHL Group , der Triebwerkshersteller MTU sowie der Autobauer Volkswagen . Viele Bilanzen aus der zweiten und dritten Reihe sowie von Unternehmen aus anderen europäischen Ländern kommen hinzu.

Am Abend nach dem Börsenschluss in New York öffnet mit dem iPhone-Produzenten Apple ein weiteres Unternehmen aus der Gruppe der Glorreichen Sieben die Bücher. Am Vortag hatten bereits Alphabet , Amazon , Meta und Microsoft Quartalszahlen veröffentlicht und teils mit erneuten Milliarden-Investitionen in Künstliche Intelligenz die Anleger irritiert.

Bei der DHL Group stieg der operative Gewinn (Ebit) im ersten Quartal stärker als erwartet. Die freien Barmittelzuflüsse vor Zu- und Verkäufen von Unternehmensteilen fielen ebenfalls deutlich besser als prognostiziert aus. Derweil sank der Umsatz etwas stärker als geschätzt. Die Jahresziele bestätigte der Logistikkonzern. Für die Aktien ging es vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag zuletzt 0,8 Prozent aufwärts.

Der Chemiekonzern BASF bekam auch im ersten Quartal den Wettbewerbsdruck zu spüren. Der Umsatz schrumpfte um drei Prozent. Das operative Ergebnis (Ebitda) ging um knapp sechs Prozent zurück. Unter dem Strich stieg der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um knapp 15 Prozent. Dies hängt mit Dividendenzahlungen von der Beteiligung von Wintershall Dea zusammen. Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand. Die Aktien fielen auf Tradegate um 3,5 Prozent.

Der VW -Konzern geriet im ersten Quartal in einem schwierigen Umfeld und wegen Kosten für die US-Einfuhrzölle bei der Profitabilität weiter unter Druck. Die operative Marge lag bei 3,3 Prozent, rund 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Analysten hatten im Schnitt mit 3,7 Prozent gerechnet. Das operative Ergebnis ging insgesamt um gut 14 Prozent zurück, der Umsatz sank um 2,5 Prozent. Die VW-Vorzugsaktie gewann auf Tradegate 1,4 Prozent.

Der Gabelstaplerhersteller Kion verzeichnete im ersten Quartal eine überraschend hohe Nachfrage. So stieg der Auftragseingang im ersten Quartal im Jahresvergleich um über 10 Prozent. Vom Unternehmen befragte Analysten hatten durchschnittlich weniger erwartet. Auch die freien Barmittelzuflüsse überraschten positiv. Die übrigen Kennzahlen lagen im Rahmen der Erwartungen. Für die Kion-Titel ging es auf Tradegate um 6,3 Prozent nach oben.

Die Aktien von Gea , Hochtief , Munich Re , Rational und RTL werden am Donnerstag mit Dividendenabschlägen gehandelt./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor wichtigen Quartalsbilanzen aus den USA und der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed wird der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch mit einem freundlichen Handelsstart erwartet. Für Zurückhaltung sorgen könnten jedoch die anhaltend hohen Ölpreise angesichts der weiterhin stockenden Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start einen Anstieg von 0,3 Prozent auf 24.100 Punkte.

Die Fed wird in einem durch den Iran-Krieg verunsicherten Umfeld ihre Leitzinsen an diesem Mittwoch wohl zum dritten Mal in Folge nicht verändern. Die Unsicherheit mit Blick auf die weitere Geldpolitik ist groß. Entscheidend bleibt der Krieg zwischen den USA und dem Iran. Eine Öffnung der Straße von Hormus ist weiterhin nicht in Sicht und eine anhaltende Schließung dürfte auch in den USA die Inflation weiter anheizen und das Wirtschaftswachstum dämpfen. In den Vereinigten Staaten dürften die Auswirkungen aber geringer sein als in anderen Teilen der Welt.

Auf beiden Seiten des Atlantiks nimmt zur Wochenmitte zudem die Berichtssaison der Unternehmen mächtig Fahrt auf. In den USA veröffentlichen am Abend nach dem Börsenschluss in New York mit Alphabet , Amazon , Meta und Microsoft gleich vier Unternehmen aus der Gruppe der Magnificent 7 ihre Quartalszahlen. In Deutschland stehen allein von den Dax-Werten sechs Quartalsberichte auf der Agenda.

Der Autobauer Mercedes-Benz hielt trotz der Schwäche in China den Gewinnrückgang im ersten Quartal überraschend gering. Der Umsatz fiel angesichts eines rückläufigen Absatzes um knapp 5 Prozent. Das Unternehmen bestätigte die Jahresziele. Händler lobten in ersten Reaktionen vor allem Gewinn und Cashflow im ersten Jahresviertel. Für die Aktien ging es vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag zuletzt 2,2 Prozent aufwärts.

Die Deutsche Bank ist mit einem überraschenden Gewinnsprung ins Jahr 2026 gestartet. Auf die Aktionäre entfielen im ersten Quartal unter dem Strich 1,9 Milliarden Euro und damit knapp acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor und mehr als von Analysten erwartet. Die Papiere des Geldhauses stiegen auf Tradegate um 1,5 Prozent.

Der Sportartikelhersteller Adidas schnitt im ersten Quartal besser ab als erwartet und bestätigte seinen Jahresausblick. So stieg der Umsatz um gut 7 Prozent. Das Betriebsergebnis legte trotz Gegenwind durch Währungseffekte und Zöllen um 15,5 Prozent zu. Auf Tradegate verteuerten sich die Adidas-Titel um 3,6 Prozent.

Der Internetportal-Betreiber Scout24 steigerte im ersten Quartal dank einer hohen Kundennachfrage Umsatz und Gewinn deutlich. Finanzchef Martin Mildner sieht das Unternehmen "weiterhin auf Kurs", die gesteckten Ziele für 2026 zu erreichen. Zudem wurden Aktienrückkäufe angekündigt. Die Aktien schnellten auf Tradegate um 8 Prozent hoch.

Der Duftstoff- und Aromenhersteller Symrise sieht sich nach Umsatzeinbußen zum Jahresstart auf Kurs zu seinen Zielen für 2026. Organisch sanken die Erlöse im ersten Quartal um knapp ein halbes Prozent. Das ist besser als von Symrise-Chef Jean-Yves Parisot Anfang März in Aussicht gestellt und als von Analysten im Durchschnitt erwartet. Die Titel stiegen auf Tradegate um 1,6 Prozent.

Knappe Triebwerke des Herstellers Pratt & Whitney brockten dem Flugzeugbauer Airbus einen schwachen Produktionsstart ins Jahr ein. Auch Umsatz und Gewinn brachen ein. Dennoch will Chef Guillaume Faury 2026 so viele Flugzeuge ausliefern wie nie zuvor und registriert trotz des Iran-Kriegs bisher keine Abbestellungen. Für die Airbus-Papiere ging es auf Tradegate um 0,7 Prozent nach unten./edh/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften nach dem verhaltenen Wochenauftakt auch am Dienstag Vorsicht walten lassen. Mangelnde Fortschritte in den Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten um eine Öffnung der für den globalen Öltransport wichtigen Meeresstraße von Hormus sowie steigende Ölpreise dürften die Kauflaune in Grenzen halten. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start einen kaum veränderten Stand bei 24.094 Punkten.

Angesichts der weiterhin hohen Ölpreise halten die aktuellen Konjunktur- und Inflationssorgen an. Insofern sind die Zinsentscheidungen in Japan, Europa und den USA in dieser Woche von besonderem Interesse. In Japan blieb der Leitzins unverändert, wie die Bank of Japan am Dienstag mitteilte. Am Mittwoch folgt die US-Notenbank (Fed). Für Donnerstag sind dann die Sitzungen der EZB und der Bank of England anberaumt. "Suchen dürften die Anleger nach Hinweisen, ob die bislang abwartende Haltung vieler Notenbanken beibehalten wird oder ob Zinserhöhungen für eine der nächsten Sitzungen signalisiert werden", schrieb Commerzbank-Experte Alexander Krämer.

Der Labordienstleister und Diagnostikanbieter Qiagen blickt pessimistischer auf das laufende Jahr. Wegen verschiedener US-Einflussfaktoren und der zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten werden das Umsatzwachstum und das Ergebnis im laufenden Jahr niedriger ausfallen als bisher gedacht. Im ersten Quartal war der Umsatz um ein Prozent gesunken. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 54 US-Cent. Experten hatten bei den Erlösen mehr und beim Ergebnis mit einem Wert in dieser Größenordnung erwartet. Die Qiagen-Aktie verlor vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt 2,8 Prozent.

Die Deutsche Börse verdiente im ersten Quartal dank guter Geschäfte rund um Finanzmarkt-Produkte deutlich mehr. Finanzchef Jens Schulte sieht den Konzern damit "voll auf Kurs", seine Jahresziele für 2026 zu erreichen. Für die Papiere des Börsenbetreibers ging es auf Tradegate zuletzt um 0,3 Prozent aufwärts, nachdem sie im bisherigen Jahresverlauf fast ein Fünftel gewonnen hatten.

Mit Blick auf die Anhörung vor dem obersten US-Gericht im Verfahren um milliardenschwere US-Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten hat sich der Pharma- und Chemiekonzern Bayer zufrieden gezeigt. Die Richter müssen entscheiden, ob Bundesrecht zu Warnhinweisen beim Verkauf von Unkrautvernichtern - wie Bayer argumentiert - über dem Recht von Bundesstaaten steht. Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wird für Ende Juni 2026 erwartet. Die Bayer-Titel büßten auf Tradegate 3,3 Prozent ein.

Die Papiere von Henkel werden am Dienstag mit einem Dividendenabschlag von 2,07 Euro je Aktie gehandelt und dürften deshalb rein optisch ein stärkeres Minus aufweisen./edh/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Vorsichtiger Optimismus im US-iranischen Verhandlungspoker mit Blick auf die Straße von Hormus sowie gute Vorgaben von den Überseebörsen dürften dem deutschen Aktienmarkt zum Wochenauftakt positive Impulse verleihen. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start ein Plus von 0,2 Prozent auf 24.173 Punkte.

Nach der schwachen Vorwoche, in der der Dax zeitweise unter die Marke von 24.000 Punkten gerutscht war, sollte er sich nun erst einmal über der 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend halten können. Diese verläuft aktuell bei 24.114 Punkten.

Laut der US-amerikanischen Nachrichten-Website Axios hat der Iran den Vereinigten Staaten ein neues Angebot für die Öffnung der für den globalen Öltransport wichtigen Meeresstraße von Hormus vorgeschlagen. Dies stützt die Märkte etwas, auch wenn der Ölpreis weiter auf hohem Niveau bleibt. Öl der Nordseesorte Brent kostete zuletzt etwas über 107 Dollar je Fass.

Treiber für die Aktienmärkte weltweit bleibt zudem das Boomthema Künstliche Intelligenz. In den USA hatten vor dem Wochenende die Indizes an der Nasdaq-Börse sowie der marktbreite S&P 500 Rekorde aufgestellt. In Asien stieg der japanische Nikkei-225 am Montag erstmals über die Marke von 60.000 Punkten. Auch der Kospi-Index in Korea kletterte so hoch wie nie zuvor.

Unter den Einzelwerten könnten die Aktien von Nordex im Anlegerfokus stehen. Der Windanlagenbauer steigerte den Umsatz im ersten Quartal um elf Prozent. Das operative Ergebnis (Ebitda) legte sogar um fast zwei Drittel zu. Die entsprechende Marge lag damit bei 8,2 Prozent, also 2,7 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt bei allen Kennziffern weniger auf dem Zettel. "Auf den ersten Blick ein starkes Ergebnis", urteilte ein Händler am Morgen. Doch die Aktie habe bereits eine gute Entwicklung hinter sich. Auch angesichts des negativen Free Cashflow könnte es im weiteren Verlauf zu Gewinnmitnahmen kommen, hieß es weiter.

Die Privatbank Berenberg hat die Aktien von Sartorius von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 215 auf 250 Euro angehoben. Analyst Harry Gillis sieht beim Laborkonzern inzwischen ein positives Verhältnis von Chancen zu Risiken. Die Bewertung sei zwar immer noch hoch, dürfte aber angesichts der nun zu erwartenden Dynamik ignoriert werden, schrieb er.

Der Energiekonzern Eon befindet sich einem Pressebericht zufolge in fortgeschrittenen Gesprächen über den Kauf von Ovo Energy. Die Struktur des möglichen Geschäfts sei unklar, berichtete der Nachrichtensender Sky am Samstag unter Berufung auf Industriekreise. Zwar stünden die Unternehmen kurz vor einer Vereinbarung, ein Scheitern sei aber noch möglich. Eine Kombination beider Unternehmen würde in Großbritannien einen Gas- und Elektrizitätsanbieter mit mehr als 9,5 Millionen Kunden schaffen. Die Eon-Aktie war im vorbörslichen Handel unauffällig./edh/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei weiter hohen Ölpreisen dürften die Anleger vor dem Wochenende auf der Hut bleiben. Stützen sollten den Dax SAP und Siemens Energy nach gut aufgenommenen Quartalszahlen.

Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start ein Plus von 0,2 Prozent auf 24.200 Punkte. Am Vortag war der Dax noch bis auf 23.991 Punkte abgerutscht und hatte den vierten Tag nacheinander im Minus geschlossen. Im Iran-Krieg zeichnet sich weiterhin keine Lösung ab. "Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bleiben eine unübersichtliche Hängepartie", konstatierte Thomas Altmann, Marktexperte beim Vermögensverwalter QC Partners.

Der Ölpreis für die Nordseesorte Brent bleibt mit über 106 US-Dollar je Fass auf dem höchsten Niveau seit Anfang April. Während die USA weiter auf einen geeinten Vorschlag des Irans zur Beilegung des Krieges warten, stocken sie ihre Militärpräsenz in der Region weiter auf. Inzwischen befindet sich ein dritter Flugzeugträger im Nahen Osten.

Gute Resultate von SAP dürften derweil die Anleger etwas beruhigen. Der aus Cloudverträgen in den nächsten zwölf Monaten zu erwartende Umsatz (current cloud backlog - CCB) sei besser als erwartet gewesen, urteilten Analysten. SAP sind mit einem Abschlag von rund einem Drittel mit Abstand schwächster Dax-Wert 2026. Am Vortag hatten sie sich mit einem Minus von mehr als 6 Prozent noch ihrem Jahrestief genähert. Nun weisen sie auf Tradegate ein vorbörsliches Plus von 7,4 Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss auf.

Der Energietechnikkonzern Siemens Energy wird nach der positiven Entwicklung im ersten Geschäftshalbjahr und der starken Marktnachfrage optimistischer für das Gesamtjahr. Die Papiere gewannen auf Rekordniveau im vorbörslichen Tradegate-Handel gut 6 Prozent verglichen mit dem Xetra-Schluss. Siemens Energy sind im Dax im Jahr 2026 bislang der stärkste Wert mit einem Zuwachs von über 50 Prozent.

Der Softwareanbieter Atoss Software rechnet im laufenden Jahr mit einer höheren Profitabilität. Die im Nebenwerteindex SDax notierten Papiere zogen vorbörslich auf Tradegate um mehr als 8 Prozent an.

Die UBS stufte MTU auf "Sell" ab von "Neutral". Die Anteile des Triebwerkherstellers verloren auf Tradegate 2,3 Prozent zum Xetra-Schluss./ajx/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die fortdauernde Unsicherheit über den Nahost-Konflikt und steigende Energiepreise dürften die Finanzmärkte am Donnerstag einmal mehr belasten. Der Preis für die Ölsorte Brent stieg über der 100-Dollar-Marke weiter an. Inflations- und Konjunkturrisiken nehmen zu, Aktien werden gemieden.

So signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex eine Stunde vor dem Xetra-Start ein Minus von 0,8 Prozent auf 24.002 Punkte. Es wäre der vierte Handelstag in Folge mit Verlusten für den Dax. Zudem würde das Aktienbarometer wieder unter die viel beachtete 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend rutschen.

Gute Vorgaben aus den USA kann der deutsche Aktienmarkt somit nicht verwerten. Der technologielastige Nasdaq 100 hatte am Mittwoch ein Rekordhoch erreicht. Asiens Aktienmärkte zeigten am Donnerstag Schwäche.

"Der Ölpreis und die Zinsen steigen wieder. Aktienkurse fallen", konstatierte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die Normalisierung der Energiemärkte verschiebe sich immer weiter nach hinten. Der Schaden, den der Konflikt im Nahen Osten der Weltwirtschaft zufüge, werde von Tag zu Tag größer. "Die Geduld der Börsianer ist mehr und mehr aufgezehrt", so der Portfolio-Manager.

In der hierzulande allmählich Fahrt aufnehmenden Berichtssaison veröffentlicht an diesem Donnerstag Europas größter Softwarehersteller SAP Quartalszahlen, dies allerdings erst am Abend nach US-Börsenschluss. Anleger sind vorsichtig, auf Tradegate sank der SAP-Kurs um 3 Prozent zum Xetra-Schluss.

Im Blick mit Quartalsbilanzen stehen außerdem der Pharma- und Laborzulieferer Sartorius sowie der Online-Broker Flatexdegiro aus dem MDax sowie der Bahntechnikkonzern Vossloh und der Auto- und Industriezulieferer Stabilus aus dem SDax .

Sartorius rutschten im vorbörslichen Handel auf Tradegate um 2,5 Prozent ab zum Xetra-Schluss. Die Zahlen lägen etwas unter den Erwartungen und die Aktien seien zuletzt gut gelaufen, sagte ein Händler. Flatexdegiro gewannen 1 Prozent auf Tradegate nach einem besser als erwartet ausgefallenen Umsatz und Gewinn.

Infineon dürften ihre Rally fortsetzen und könnten erstmals die 50-Euro-Marke überspringen. Treiber am Donnerstag sind starke Ausblicke der Halbleiterkonzerne STMicro und Texas Instruments . Der Kurszuwachs für die Infineon-Papiere betrug auf Tradegate am Morgen 2,2 Prozent im Vergleich mit dem Xetra-Schluss.

RTL Group legten um 4,7 Prozent zu. Der Medienkonzern darf Sky Deutschland übernehmen./ajx/nas



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hängepartie auf erhöhtem Kursniveau am deutschen Aktienmarkt dürfte sich zur Wochenmitte fortsetzen. Neben dem Iran-Krieg stehen Unternehmensnachrichten großer Dax-Konzerne im Fokus. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex eine Stunde vor dem Xetra-Start ein Plus von 0,25 Prozent auf 24.332 Punkte.

Die Verlängerung der Waffenruhe im Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran wird die Anleger wohl nicht aus der Reserve locken. Stützen könnten den Dax jedoch die Schwergewichte Deutsche Telekom , SAP und Siemens , deren Aktien vorbörslich höher notierten.

US-Präsident Donald Trump hat die Waffenruhe mit dem Iran überraschend in letzter Minute einseitig für verlängert erklärt. Auf Bitten Pakistans werde er von Angriffen absehen, bis die Führung im Iran einen "geeinten Vorschlag" zur Beilegung des Krieges unterbreite, hieß es aus Washington. Die US-Seeblockade iranischer Häfen werde jedoch fortgesetzt.

"Der Nahost-Konflikt ist noch nicht gelöst und es gibt keine Meldungen über eine neue Verhandlungsrunde", konstatierte die Helaba. Somit fehle noch die Grundlage für weitere und deutliche Kursanstiege.

Die Deutsche Telekom erwägt Kreisen zufolge eine vollständige Kombination mit ihrer US-Mobilfunktochter T-Mobile US . Der deutsche Konzern habe über eine Idee diskutiert, bei der eine neue Holdinggesellschaft Gebote für Aktien beider Unternehmen abgeben würde, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ein solcher Schritt wäre das größte öffentliche Übernahmegeschäft aller Zeiten, hieß es weiter. Ein Zusammenschluss wäre für die Telekom wertsteigernd, sagte ein Händler. Die jüngst schwächelnden T-Aktien legten zur Wochenmitte vorbörslich auf Tradegate um 1,2 Prozent im Vergleich mit dem Xetra-Schluss zu.

SAP gewannen auf Tradegate 1,1 Prozent. Den Papieren des Softwarekonzerns, der am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Quartal präsentiert, half eine Kaufempfehlung der Bank HSBC.

Siemens profitierten vorbörslich auf Tradegate mit plus 1,7 Prozent von Zahlen des Schweizer Technologiekonzerns ABB , der im ersten Quartal den Umsatz deutlich steigern und beim Auftragseingang spürbar zulegen konnte./ajx/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Auf die Verluste zum Wochenauftakt am deutschen Aktienmarkt dürften am Dienstag moderate Kursgewinne folgen. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex Dax eine Stunde vor dem Xetra-Start ein Plus von 0,5 Prozent auf 24.537 Punkte. Damit hält sich das Börsenbarometer über der Durchschnittslinie der vergangenen 200 Handelstage bei aktuell 24.114 Zählern. Diese gilt als wichtiger Indikator für den längerfristigen Kurstrend.

Der Iran-Krieg bleibt das Hauptthema auf dem Parkett. Eine Fortsetzung der Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe an diesem Mittwoch ist weiter ungewiss. Beide Parteien zeigten sich zuletzt unnachgiebig. Doch Medienberichten zufolge steht die US-Delegation um US-Vizepräsident JD Vance vor einer Abreise Richtung Pakistan.

"Solange zwischen den USA und dem Iran Worte und keine Raketen ausgetauscht werden, halten Anleger in der Hoffnung auf weitere Kursgewinne an ihren Aktienpositionen fest", schrieb Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Vieles hänge nun von den Verhandlungen in Pakistan ab.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs rät bei den Papieren der Allianz zum Kauf bei einem von 410 auf 450 Euro angehobenen Kursziel. Analyst Andrew Baker betonte die robuste Gewinnentwicklung des Versicherers. Die Debatte um eine mögliche KI-Verdrängung sieht er recht gelassen. Die Allianz-Aktien legten auf Tradegate im vorbörslichen Handel um 1,2 Prozent zum Xetra-Schluss zu und könnten sich ihrem Rekordhoch aus dem Jahr 2000 annähern.

Barclays hob die Aktien von TAG Immobilien auf "Overweight" von "Equal-weight" und lobte die Zukaufstrategie des Unternehmens. Die Papiere stiegen auf Tradegate um 3 Prozent zum Xetra-Schluss.

Die Anteile des Konsumgüterherstellers Beiersdorf gaben nach Umsatzzahlen in einer ersten Reaktion auf Tradegate etwas nach./ajx/nas



FRANKFURT (dpa-AFX) - Auf kräftige Gewinne am Freitag dürften angesichts der erneuten Eskalation der Lage in Nahost zum Wochenstart kräftige Verluste folgen. Die Situation in der Straße von Hormus ist weiterhin unübersichtlich und stark angespannt. Nachdem der Iran am Freitag die Öffnung der Meerenge bis zur restlichen Dauer der Waffenruhe am Mittwoch angekündigt hatte, wurde dies nach nur einem Tag wieder zurückgenommen.

Als Grund nannte die Armeeführung die fortdauernde Blockade iranischer Häfen durch die USA. Zudem lehnt die iranische Führung laut einem Bericht der Staatsagentur Irna ein zweites Treffen mit US-Vertretern ab und verwies neben der Blockade auf übertriebene Forderungen und einen ständigen Kurswechsel der USA. Die Ölpreise stiegen wieder deutlich und die Anleger am Aktienmarkt meiden erneut Risiken.

Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex Dax ein Minus von 1,3 Prozent auf 24.392 Punkte.

"Alles, was die Börsen am Freitag gefeiert haben, ist aktuell wieder hinfällig", kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC-Partners. Angesichts des erneuten Ölpreisanstiegs flammten die Inflationssorgen wieder auf und die Börsen assoziierten dies mit steigenden Zinsen.

Erneut dürften angesichts der wieder deutlich zugespitzten Lage in Nahost Aktien aus dem Reise- und Freizeitsektor besonders unter Druck geraten. Obendrein dürften auch die stark vom Ölpreis abhängigen Branchen Auto oder auch Chemie überdurchschnittlich nachgeben.

Beim Autobauer VW kommt noch eine für den Konzern negative Nachricht hinzu. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat sich dafür ausgesprochen, den Bau von chinesischen Autos in den deutschen VW-Werken zu prüfen, da der Wolfsburger Autohersteller weiterhin mit Entlassungen und Überkapazitäten an seinen Standorten zu kämpfen hat. "Eine Art Offenbarungseid" nannte dies ein Händler. Die im Dax notierte Vorzugsaktie gab auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss am Freitag um 2 Prozent nach.

Die Aktie von Wacker Chemie könnte nach angehobenen Jahresumsatzzielen indes zulegen. Sie gewannen auf Tradegate 1,2 Prozent. Infolge des Iran-Kriegs verdiente der Chemiekonzern im ersten Quartal vorläufigen Zahlen zufolge operativ mehr als erwartet. Kunden hätten Bestellungen wegen des Kriegs vorgezogen, hieß es.

Zulegen dürften an diesem Tag auch Aktien der Energiebranche. So erholten sich etwa Verbio , die bislang stark vom Iran-Krieg profitiert und am Freitag dann einen Rückschlag erlitten hatten, vorbörslich auf Tradegate um rund 7,0 Prozent. Seit Beginn des Iran-Kriegs hatte die Aktie des Herstellers von Biokraftstoffen in der Spitze um mehr als 70 Prozent zugelegt./ck/nas



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der jüngsten Rückkehr des Dax über die 24.000-Punkte-Marke lassen es die Anleger am Freitag langsamer angehen. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex ein geringfügiges Plus auf 24.167 Punkte.

Das Börsenbarometer steuert so auf die dritte Gewinnwoche in Folge zu. Trotz der Erholung um mehr als acht Prozent seit Ende März liegt der Dax noch rund viereinhalb Prozent unter dem Niveau von Ende Februar, also vor dem Beginn des Iran-Kriegs.

Neue Störfeuer aus dem Iran-Konflikt bleiben vor dem Wochenende aus, und so gibt es nach wie vor kein Anzeichen, dass die Anleger willig sind, Gewinne mitzunehmen. "Der Markt will steigen", schrieb am Morgen der Experte Emmanuel Cau von der Barclays Bank. Der Waffenstillstand habe die Anlegerstimmung verbessert und die Angst, etwas zu verpassen, habe die Aktienkurse mancher US-Indizes auf neue Höchststände getrieben.

Der Experte weist aber darauf hin, dass der Krieg noch nicht beendet sei, und hält daher eine große Portion Hoffnung für eingepreist. Schließlich hätten die Ölpreise und Anleiherenditen ihren jüngsten Anstieg noch nicht wieder wettgemacht und die Sperrung der Straße von Hormus bestehe weiter. "Unser Eindruck ist, dass die leicht zu erzielenden Kursgewinne hinter uns liegen", glaubt Cau. Um weiter zu steigen, müsse der Krieg wohl tatsächlich beendet werden.

Unter den Einzelwerten rücken Drägerwerk in den Blick. Der Medizintechnik-Konzern startete mit deutlichen Zuwächsen in das Jahr. Der Umsatz lag Händlern zufolge leicht über den Erwartungen. Die Papiere notierten auf der Handelsplattform Tradegate 0,2 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Donnerstag.

Die Aktien von Delivery Hero knüpfen an ihre jüngste Erholungsrally an und stiegen auf Tradegate um knapp fünf Prozent. Frischen Rückenwind bringt die Nachricht, dass der US-Fahrdienstleister Uber ein 4,5 Prozent großes Aktienpaket übernimmt, dass der Großaktionär Prosus kartellrechtlich bedingt verkaufen muss./la/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die jüngsten Rekordhochs an den US-Börsen dürften den vortags wenig bewegten Dax am Donnerstag stützen. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator ein Plus von 0,4 Prozent auf 24.166 Punkte. Damit würde sich der deutsche Leitindex etwas weiter von der 24.000-Punkte-Marke nach oben absetzen. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 , das am Mittwoch deutlich geschwächelt hatte, wird knapp 0,5 Prozent höher erwartet.

"Die Hoffnung auf eine Verlängerung des Waffenstillstandes (zwischen dem Iran und den USA) treibt Anlegerinnen und Anleger in Aktien", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die Bestmarke des marktbreiten S&P 500 vom Vortag wertet er als Beleg, dass "der US-Aktienmarkt den Iran-Krieg hinter sich gelassen hat, bevor er wirklich vorbei ist". Auch das Tech-Barometer Nasdaq 100 stellte einen Rekord auf, ebenso am Donnerstag der japanische Nikkei 225 .

Die aktuellen Bewertungen in New York beinhalteten allerdings "eine gehörige Portion Optimismus", was die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs angehe, gab Altmann zu bedenken. Denn ein Friedensschluss wäre erst der "Startschuss für einen langen und steinigen Weg zurück zu geordneten und kalkulierbaren Energiemärkten".

Der Experte verwies zudem darauf, dass der Dax zur Wochenmitte die für den langfristigen Trend wichtige 200-Tage-Linie bei aktuell 24.104 Punkten zeitweise überschritten hatte, zum Handelsende aber etwas darunter geblieben war. Sollte es dem Börsenbarometer gelingen, diese zu überwinden, winke weiteres Kurspotenzial. Sein Rekordhoch bei 25.507 Punkten hatte der Dax Mitte Januar erreicht.

Die Wachstumsziele für die kommenden Jahre, die der Schmierstoffhersteller Fuchs im Vorfeld seines Kapitalmarkttages bekannt gab, scheinen Händlern zufolge eine Senkung der mittelfristigen Planung zu implizieren. Entsprechend könnten die Aktien unter Druck geraten.

Deutliche Gewinnmitnahmen nach dem gestrigen, 20-prozentigen Kurssprung zeichnen sich bei Aixtron ab. Der Chipindustrie-Ausrüster, der die Anleger zur Wochenmitte mit einer Prognoseanhebung euphorisiert hatte, beschaffte sich mit Wandelschuldverschreibungen frisches Geld. Das Volumen lag wie zuvor angekündigt bei 450 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit.

Derweil winken Gerresheimer deutliche Kursgewinne. Die Kreditgeber des jüngst aus dem Nebenwerte-Index SDax abgestiegenen Verpackungsspezialisten stimmten einer Fristverlängerung zur Vorlage des testierten Jahres- und Konzernabschlusses 2025 zu. Außerdem berichtete das Unternehmen, dass der Verkaufsprozess für Centor planmäßig begonnen habe./gl/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der deutlichen Vortagserholung fehlt dem Dax zunächst die Kraft für weitere Gewinne. Die Anleger dürften am Mittwoch abwarten, ob es in den kommenden Tagen tatsächlich eine weitere Gesprächsrunde zwischen dem Iran und den USA geben wird.

Der X-Dax als außerbörslicher Indikator signalisierte eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 0,1 Prozent auf 24.024 Punkte. Damit würde sich der deutsche Leitindex aber über der Marke von 24.000 Punkten behaupten. Sein vortags ebenfalls starkes Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird 0,3 Prozent tiefer erwartet. In den USA hatte am Dienstag vor allem die Tech-Börse Nasdaq mit deutlichen Gewinnen geschlossen, und auch die Kurstafeln in Asien zeigten zuletzt ein positives Bild.

US-Präsident Donald Trump sagte dem US-Fernsehsender Fox News, dass er den Krieg im Iran kurz vor dem Ende sieht. In Pakistan "könnte in den nächsten zwei Tagen etwas passieren", hatte er davor der "New York Post" am Telefon gesagt, ohne weitere Details zu nennen. In Pakistan war am vergangenen Wochenende eine erste Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Unbestätigten Medienberichten zufolge könnte bereits am Donnerstag ein weiteres Treffen folgen.

"Insgesamt bleibt die Verunsicherung trotz der jüngst gestiegenen Zuversicht groß", heißt es im Tagesausblick der Landesbank Helaba. "Solange es keine dauerhafte Lösung des Konflikts gibt und die Straße von Hormus nicht frei befahrbar ist, gibt es keine Grundlage für eine nachhaltige Markterholung." Auch aus charttechnischer Sicht gebe es keinen Grund für eine Entwarnung, "da sich der Dax noch unterhalb wichtiger Widerstände in Form der 55-, 200- und 100-Tagelinie und des letzten Zwischenhochs aufhält".

Am deutschen Aktienmarkt steht Aixtron nach Zahlen und einer Prognoseanhebung mit vorbörslichen Kursgewinnen im Fokus. Dass der Chipindustrie-Ausrüster aufgrund der überraschend starken Nachfrage nach Anlagen für die Optoelektronik im ersten Quartal die Jahresziele anhob, dürfte laut einem Händler erst einmal positiv aufgenommen werden.

Die hohe Auftragsdynamik und der neue Ausblick könnten sich im Tagesverlauf allerdings als nicht ausreichend erweisen, um das zum Jahresauftakt schwache Margenprofil zu kompensieren, warnte er - im Gegensatz zu einer Einschätzung der Citigroup. Der Experte hält in diesem Fall weitere Gewinnmitnahmen für möglich. Zudem überzeugten gute Zahlen und der angehobene Quartalsausblick von Branchenprimus ASML die Anleger zunächst nicht.

Der Finanzdienstleister Hypoport berichtete derweil über einen verhaltenen Jahresauftakt./gl/men



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf eine politische Entspannung im Nahen Osten dürfte dem Dax am Dienstag Auftrieb geben. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den wichtigsten deutschen Aktienindex ein Plus von 0,7 Prozent auf 23.906 Punkte. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird 0,4 Prozent fester erwartet.

Da die USA und der Iran eine weitere Gesprächsrunde erwägten, bestehe "die Chance auf ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Ein Friedensabkommen würde zudem die Straße von Hormus öffnen, einen für die Weltwirtschaft wichtigen Schifffahrtsweg.

Bereits zu Wochenbeginn hatten Dax und EuroStoxx angesichts freundlicher US-Börsen ihre Verluste bis zum Handelsende deutlich eingedämmt. Selbst die US-Blockade der Straße von Hormus, die nach gescheiterten ersten Gesprächen zwischen den USA und Iran in Kraft getreten war, hatte die Anleger nicht verschreckt.

Die Aktienmärkte in Ostasien profitierten zuletzt ebenfalls von den Spekulationen über eine baldige Fortsetzung der Friedensgespräche, während die Ölpreise wieder unter der 100-Dollar-Marke liegen. Laut der Commerzbank wirkt es so, als preisen die Märkte die Wahrscheinlichkeit einer Einigung ein, bevor die zweiwöchige Waffenruhe in einer Woche abläuft. Dabei dürften die Differenzen zwischen den beiden Seiten aber noch erheblich sein, gaben die Experten der Bank am Morgen zu bedenken.

Am deutschen Aktienmarkt steht der auf die Bauindustrie spezialisierte Softwareanbieter Nemetschek mit einer Übernahme im Fokus. Zum geplanten Kauf von Heavy Construction Systems Specialists (HCSS) schrieb ein Börsianer, der US-Branchenkollege sei ein Qualitätsunternehmen und die Transaktion erscheine strategisch überzeugend. Dementsprechend rechnet er mit einer positiven Kursreaktion.

Bei Heidelberger Druck zeichnen sich deutliche vorbörsliche Kursgewinne ab. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke will sich am Nachmittag am Standort Brandenburg an der Havel über den Einstieg ins Drohnenabwehrgeschäft informieren, den der Druckmaschinenhersteller bereits Mitte März bekannt gegeben hatte. Es handelt sich um ein neues Gemeinschaftsunternehmen einer Tochter der Heidelberger Druckmaschinen AG mit dem US-amerikanisch-israelischen Technologie-Anbieter Ondas Autonomous Systems.

Der Windanlagenbauer Nordex berichtete für das erste Quartal einen Auftragsrückgang bei leicht gestiegenen Verkaufspreisen. Konzernchef José Luis Blanco sprach von einem erwartungsgemäßen Jahresstart. Einen großen Einfluss auf die Aktie sollte die Nachricht nicht haben, hieß es aus dem Markt.

Im Rahmen endgültiger Jahreszahlen stellte der Spielwarenhersteller Tonies für 2026 einen währungsbereinigten Umsatzanstieg auf mehr als 760 Millionen Euro in Aussicht. Analysten hatten hier im Mittel bereits 777 Millionen auf dem Zettel. Die Marge des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (ber. Ebitda) soll zwischen neun und elf Prozent liegen. Hier lagen Experten etwa in der Mitte der Bandbreite./gl/nas



FRANKFURT (dpa-AFX) - An der Frankfurter Börse dürfte es zu Beginn der Woche wegen der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten wieder deutlich nach unten gehen. Der X-Dax signalisierte für den Dax am Montag ein Minus von 1,3 Prozent auf 23.504 Punkte. Der deutsche Leitindex nähert sich damit seinem Niveau vor dem Kurssprung am vergangenen Mittwoch, als eine vorerst beschlossene Waffenruhe im Iran für einen Kurssprung gesorgt hatte.

Nach dem vorläufigen Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran und der daraufhin von US-Präsident Donald Trump angekündigten Seeblockade steigen die Ölpreise wieder in größerem Maße. In der Nacht zum Montag zog der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni wieder über die Marke von 100 US-Dollar an. Dies belastete bereits die Börsen in Asien und dürfte auch hierzulande seine Spuren hinterlassen.

Für diesen Montag hat das US-Militär auf Anordnung von Trump eine Blockade von Schiffen in der Straße von Hormus angekündigt, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen. Zugleich erläuterte das Militär, dass die Durchfahrt von Schiffen, deren Ziel oder Startpunkt kein iranischer Hafen ist, nicht beeinträchtigt werde. Trump will mit der Hormus-Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden.

Der Iran gab sich unbeeindruckt. Trumps Ankündigung der Seeblockade sei nichts als Bluff, schrieb der Sprecher des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Rezaei, auf der Plattform X. Dies würde als Militäroperation gewertet, "und wir würden darauf reagieren." Die Revolutionsgarden warnten davor, dass sich Militärschiffe der Straße von Hormus nähern. Dies würde als "klarer Verstoß gegen die bestehende Waffenruhe betrachtet", hieß es.

Bei der Lufthansa fallen derweil am Montag zahlreiche Flüge wegen eines erneuten Piloten-Streiks aus. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat bis Dienstag zu Arbeitsniederlegungen bei der Lufthansa und mehreren Tochtergesellschaften aufgerufen. Die Aktien der Fluggesellschaft notierten im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate fast drei Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Freitag.

Die Papiere von Nemetschek fielen auf Tradegate um mehr als drei Prozent und litten damit unter einer Verkaufsempfehlung der Großbank UBS. Analyst Michael Briest betonte die Risiken langjähriger Verträge des Bausoftware-Spezialisten. Sie seien im ersten Jahr hilfreich, sorgten ab dem zweiten Jahr aber für Gegenwind und gefährdeten den bisher starken Barmittelzufluss. Der Markt dürfte diese Risiken mit den Verdrängungssorgen rund um Künstliche Intelligenz verschmelzen.

Zudem sollten zu Wochenbeginn Bankaktien im Blick behalten werden. Denn im Handelsverlauf eröffnet der Branchenriese Goldman Sachs die Berichtssaison der großen Finanzhäuser in den USA./la/men



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Dämpfer vom Vortag dürfte es am europäischen Aktienmarkt am Freitag wieder etwas aufwärtsgehen. Trotz fragiler Waffenruhe im Nahen Osten kommt bislang kein neuer Druck durch die Ölpreise auf, die aktuell der zentrale Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt sind.

Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex Dax knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,3 Prozent auf 23.887 Punkte. Auch der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte zum Auftakt leicht zulegen.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent bleibt klar unter 100 US-Dollar, nachdem er am Mittwoch nach Vereinbarung der Waffenruhe im Iran-Krieg sogar fast auf 90 Dollar gesunken war. Am Morgen mussten rund 96 Dollar bezahlt werden.

"Die Aufmerksamkeit liegt nun auf möglichen Verhandlungen in Pakistan, die voraussichtlich am Wochenende stattfinden werden", schrieb Anleihenexperte Hauke Siemßen von der Commerzbank mit Blick auf die Kriegsparteien im Nahen Osten. Unter vielen Faktoren dürfte der Erfolg eines dauerhaften Waffenstillstands von Israels Vorgehen im Libanon abhängen. Hier deuteten die jüngsten Nachrichten auf Verhandlungsbereitschaft hin.

Mit Blick auf die Einzelwerte tat sich vorbörslich wenig. Adidas legten auf Tradegate zu. Die US-Bank Citigroup hält eine Verdoppelung des Aktienkurses des Sportartikel-Konzerns auf Sicht von zwölf Monaten für möglich./bek/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Erholungsrally zur Wochenmitte fehlen am europäischen Aktienmarkt am Donnerstag die Anschlusskäufe. Bei wieder gestiegenen Ölpreisen agieren die Anleger defensiver: Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex Dax zuletzt ein Minus von 0,5 Prozent auf 23.956 Punkte.

Nach Israels verheerenden Luftangriffen im Libanon droht der Iran, die gerade erst mit den USA vereinbarte Waffenruhe platzen zu lassen. Die USA müssten sich entscheiden - "entweder Waffenruhe oder Fortsetzung des Krieges via Israel. Sie können nicht beides haben", schrieb Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran ebenfalls mit einer neuen militärischen Eskalation, falls es nicht zu einem umfassenden Abkommen kommen sollte.

Tags zuvor war der deutsche Leitindex nach der vereinbarten Waffenruhe im Iran-Krieg zwischenzeitlich bis auf 24.163 Punkte gesprungen. Hier lief er sich im Bereich mehrerer längerfristiger technischer Trendbarometer - der einfachen 200-Tage-Durchschnittslinie sowie der 100- und 50-Tage-Linie - jedoch fest.

Die Ölpreise bleiben der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt, und damit die Risikofreude der Anleger. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni war tags zuvor mit fast 90 US-Dollar auf das tiefste Niveau seit Mitte März gesackt. Inzwischen kostet Brent-Öl wieder 96,6 Dollar.

Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus ActivTrades mahnte zur Vorsicht: "Die Angst vor neuen geopolitischen Beben bleibt das dominierende Narrativ." Anleger reagierten extrem nervös auf jeden Newsticker - sei es zur finalen Öffnung der Straße von Hormus oder gar zu den brandgefährlichen Diskussionen über einen US-Austritt aus dem Militärbündnis Nato.

Unter den Einzelwerten rückt Elmos Semiconductor in den Blick. Das Halbleiterunternehmen will eigene Aktien einziehen. Mit der Maßnahme solle die künftige Flexibilität mit Blick auf mögliche Aktienrückkäufe erhöht werden, hieß es zur Begründung. In dem nervösen Umfeld half die Nachricht zunächst nicht: Die Anteilsscheine notierten im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate knapp ein Prozent unter dem Schlusskurs vom Mittwoch. Die Flugbegleiter der Lufthansa sind für Freitag zu einem Streik aufgerufen. Die Papiere fielen auf Tradegate um mehr als zwei Prozent, nachdem sie zur Wochenmitte um gut zehn Prozent in die Höhe geschnellt waren./la/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine Waffenruhe sorgt bei den Anlegern am Mittwoch weltweit für enorme Erleichterung - vor allem dank des massiven Einbruchs der Ölpreise. Mehrere Börsianer sprachen von einem "Geschenk von Pakistan". Der Nachbar des Iran vermittelte eine weitreichende, sofortige Waffenruhe.

Daraufhin sackten die Ölpreise prozentual zweistellig ab. Sie sind momentan der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel zeitweise unter 92 Dollar und damit auf das tiefste Niveau seit mehr als zwei Wochen.

Entsprechend deutlich steigt die Risikofreude der Anleger: Der japanische Leitindex Nikkei 225 schoss um mehr als 5 Prozent nach oben auf das Niveau von Anfang März.

Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex zuletzt ein ähnlich starkes Plus von 5,5 Prozent auf 24.181 Punkte. Damit würde er seine exponentielle 200-Tage-Durchschnittslinie überwinden - ein viel beachtetes Trendbarometer für die langfristige Entwicklung.

Wichtig für die globalen Märkte ist vor allem, dass der Iran die Straße von Hormus nun wieder für den Schiffsverkehr öffnen will. Die Meerenge ist einer der global wichtigsten Transportwege - nicht nur für Öl und Gas. Ihre Öffnung war die Bedingung der USA für eine Feuerpause.

"An den Finanzmärkten ist Aufatmen angesagt", schrieb Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Mit dem Waffenstillstand bleibe vorerst eine weitere Eskalation aus. Vor allem die deutlich gefallenen Ölpreise lassen dem Experten zufolge Hoffnungen keimen, dass der Anstieg der Inflationsraten eine kurze Episode bleiben wird. Die Notenbanken könnten im Falle einer nachhaltigen Entspannung der Ölpreise auch von bereits befürchteten Zinsanhebungen absehen.

Tatsächlich wären im Falle einer Einigung zwischen den USA und dem Iran die realwirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges überschaubar, fuhr Gitzel fort. Zwar belasteten die hohen Energiepreise die Weltwirtschaft im ersten Halbjahr, doch bei einer Entspannung der Situation könnte der globale Konjunkturverlauf im weiteren Jahresverlauf wieder zu seinem ursprünglichen Pfad zurückkehren. Noch aber bleibe abzuwarten, wie die Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien verlaufen werden.

Unternehmensnachrichten dürften angesichts der globalen Entspannung an den Finanzmärkten in den Hintergrund rücken. So ist die Online-Apotheke Redcare Pharmacy mit Zuwächsen in das neue Jahr gestartet. Die Aktien notierten im vorbörslichen Handel auf der Handelsplattform Tradegate knapp acht Prozent über dem Xetra-Schluss am Vortag, nachdem sie am Dienstag vier Prozent verloren hatten.

Evotec gewannen auf Tradegate vier Prozent. Der Pharmawirkstoff-Entwickler hatte detaillierte Jahreszahlen vorgelegt./la/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte sich am Dienstag kaum verändert aus dem langen Osterwochenende zurückmelden. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex zuletzt ein Minus von 0,1 Prozent auf 23.140 Punkte.

Der Iran-Krieg geht inzwischen in die sechste Woche und sorgt für stark gestiegene Ölpreise und im Gegenzug für deutliche Verluste an den Aktienmärkten. Seit dem letzten Handelstag in Deutschland am Gründonnerstag hat sich die Öl-Referenzsorte Brent mit Auslieferung im Juni um zwei Prozent auf etwas mehr als 111 US-Dollar verteuert. Seit Kriegsbeginn zog der Ölpreis um etwas mehr als die Hälfte an. Die Ölpreise sind derzeit der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

Im Fokus steht das Ultimatum des US-Präsidenten Donald Trump an Teheran. Vor seinem Ablauf am Mittwoch um 2.00 Uhr zeichnet sich keine Einigung ab. Trump bekräftigte seine Warnung vor einer "völligen Zerstörung" aller iranischen Kraftwerke und Brücken, falls Teheran nicht die Straße von Hormus öffnet.

Die Meerenge ist einer der global wichtigsten Transportwege - nicht nur für Öl und Flüssiggas. Ein Sprecher der iranischen Militärführung reagierte mit Spott auf Trumps Drohung.

Vor diesem Hintergrund dürften Rüstungswerte im Fokus bleiben. So notierten Rheinmetall im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate knapp ein Prozent über dem Xetra-Schluss vom Donnerstag.

Die bei der Lufthansa für die Bereiche Technik, IT und Innovation zuständige Vorständin Grazia Vittadini warnte in einem Interview mit der Welt am Sonntag vor Versorgungsengpässen bei Flugtreibstoff. Einem Händler zufolge sollte das zwar nicht überraschen, könnte aber dennoch weiter auf die Stimmung drücken. Die Papiere notierten auf Tradegate rund ein halbes Prozent im Minus./la/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Rede von US-Präsident Donald Trump zur Nation mit erneuten Drohungen gegen den Iran dürfte der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag wieder auf Talfahrt gehen. Vor dem langen Osterwochenende, in das auch der Ablauf des Ultimatums von Trump gegen Teheran fällt, minimieren die Anleger ihre Risiken. Am 6. April läuft die von ihm verlängerte Frist zur Zerstörung von Energieanlagen aus, mit der Trump die Öffnung der Straße von Hormus erzwingen wollte.

Der X-Dax signalisierte für den Dax zuletzt ein Minus von 2,0 Prozent auf 22.844 Punkte, nachdem er tags zuvor die Marke von 23.000 Punkte übersprungen und in den ersten drei Handelstagen der verkürzten Karwoche um rund viereinhalb Prozent zugelegt hatte.

Trump stellte in seiner Rede zwar erneut ein Ende des Krieges in Aussicht, bekräftigte aber frühere Drohungen. Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele "sehr bald" zu erreichen, sagte er. Bis dahin werde es im Iran noch heftige Angriffe geben, potenziell wie schon angekündigt auch gegen Kraftwerke des Landes. "Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen", sagte Trump. In der Zwischenzeit liefen weitere Gespräche.

Zuletzt hätten sich die Anleger mit dem Begriff des "Herunterfahrens" des Krieges angefreundet und sich kurzfristig auf die Käuferseite geschlagen, bemerkte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Trumps Rede klingt jedoch eher danach, als würde es jetzt erst richtig losgehen. An der für die Märkte so belastenden Lage ändert Trumps Auftritt nichts: Die Straße von Hormus bleibt geschlossen, die Ölpreise bleiben hoch, gegenseitige Angriffe gehen unvermindert weiter - und eine Aussicht auf einen Deal ist in weiter Ferne", ergänzte Stanzl.

Aus Unternehmenssicht dürfte es nachrichtlich ruhiger zugehen. Unter größerem Verkaufsdruck könnten die Aktien der Lufthansa stehen, die auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt um 4,7 Prozent absackten. Zuvor hatte die US-Investmentbank Morgan Stanley die Papiere der Kranich-Linie von "Overweight" auf "Equal-Weight" abgestuft und das Kursziel von 9,40 auf 7,50 Euro reduziert. Begründet wurde dies mit gestiegenen Treibstoffkosten im Zuge des Iran-Krieges.

Die Titel von Mutares büßten auf Tradegate knapp 10 Prozent an Wert ein. Die Beteiligungsgesellschaft will für weitere Übernahmen frisches Geld von Anlegern einsammeln. Geplant ist die Ausgabe von knapp 4,3 Millionen Aktien für insgesamt bis zu 105 Millionen Euro. Das Grundkapital der Gesellschaft soll dazu um ein Fünftel wachsen. Einen Teil der Papiere will Mutares vorab bei institutionellen Investoren unterbringen.

Die Anteilsscheine der Deutschen Telekom werden mit einem Dividendenabschlag von 1,00 Euro je Aktie gehandelt./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte dank neuer Hoffnungen im Iran-Krieg mit klaren Gewinnen in den Monat April starten und seinen jüngsten Erfolgskurs damit fortsetzen. Der X-Dax signalisiert am Mittwochmorgen für den Dax ein Plus von 1,9 Prozent auf 23.107 Punkte.

Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump und des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian hatten am Vorabend nach dem europäischen Börsenschluss schon an den US-Aktienmärkten für Zuversicht und etwas Entlastung bei den Ölpreisen gesorgt. Medienberichten zufolge forderte Peseschkian "Garantien" für ein Kriegsende. Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagte, er stehe im Kontakt mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff.

US-Präsident Trump rechnet derweil mit einem Ende der Angriffe seines Landes auf den Iran in zwei bis drei Wochen und kündigte eine "wichtige" Rede zum Stand des Krieges in der Nacht auf Donnerstag an. Für ein Ende des Krieges müsse es keinen Deal mit dem Iran geben, sagte Trump. Das sei "irrelevant", da man dafür sorge, dass die Machthaber der Islamischen Republik keine Atomwaffen bauen könnten.

Aus Unternehmenssicht könnten die Aktien der Sportartikel-Hersteller Adidas und Puma hinter dem stark erwarteten Gesamtmarkt zurückbleiben, nachdem der US-Konkurrent Nike einen überraschend düsteren Ausblick auf das neue Geschäftsjahr gegeben hatte. Die Nike-Papiere brachen am Dienstag im nachbörslichen US-Handel um rund 9 Prozent ein.

Der Einkaufszentrenbetreiber Deutsche Euroshop hat 2025 nur dank hoher Bewertungsgewinne unter dem Strich deutlich mehr verdient. Im Tagesgeschäft gingen Umsatz und operativer Gewinn hingegen etwas zurück. Für 2026 erwartet Vorstand Hans-Peter Kneip steigende Mieteinnahmen, aber auch höhere Zinsausgaben. Die Dividende für 2025 soll deutlich schrumpfen. Der Ausblick auf das laufende Jahr dürfte den Aktienkurs belasten, vermutete ein Händler am Morgen.

Die Anteilsscheine von TKMS dürften hingegen zulegen. Die Analysten der Citigroup stuften die Titel des Herstellers von Schiffen und U-Booten von "Neutral" auf "Buy" hoch./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Dienstag mit leichten Gewinnen eröffnen. Der X-Dax signalisiert für den Dax ein Plus von 0,4 Prozent auf 22.650 Punkte. Damit deutet sich für den deutschen Leitindex im März ein Verlust von mehr als zehn Prozent an.

In Asien zeigten die wichtigsten Börsen am Dienstag wieder Schwäche - allen voran der Handel in Südkorea. Die Ölpreise bleiben auf einem hohen Niveau, nachdem ein Öltanker vor Dubai getroffen wurde. Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten in der Nacht erneute Angriffe. Ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete zuletzt knapp 108 US-Dollar.

In Verbindung mit den anziehenden Öl- und Gaspreisen dürften die Inflationsdaten der Eurozone in den Mittelpunkt rücken. Der Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank rechnet ähnlich wie schon am Vortag in Deutschland damit, dass die Inflation im Euroraum einen kräftigen Sprung von 1,9 auf 2,6 Prozent macht. Wichtig ist dies für die Erwartungen an die Geldpolitik, denn laut Stephan werden bis zum Jahresende rund drei Zinserhöhungen für die Eurozone eingepreist.

Aus Unternehmenssicht könnten die Aktien der Norma Group einen Blick wert sein. Der Verbindungstechnikhersteller und Autozulieferer setzte sich für das laufende Jahr vorsichtige Wachstumsziele. Der Umsatz könnte um bis zu 2 Prozent zulegen, im schlechten Fall aber auch stagnieren, hieß es. Analysten hatten bislang mit einem Erlösplus im mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Die Dividende soll von 40 auf 14 Cent je Aktie sinken. Die vorläufigen Zahlen zum Vorjahr bestätigte das Unternehmen.

Der Pharmahersteller Dermapharm will nach einem Erlösrückgang im vergangenen Jahr wieder wachsen. So soll der Umsatz 2026 bei 1,182 bis 1,218 Milliarden Euro liegen und das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) bei 331 bis 341 Millionen Euro. An die Aktionäre soll eine um zwei Cent niedrigere Dividende von 88 Cent je Aktie ausgeschüttet werden. Das Management hatte bereits Eckdaten für 2025 vorgelegt.

Die Papiere von Südzucker könnten ihre jüngste Kursrally fortsetzen, nachdem die britische Bank Barclays sie gleich um zwei Schritte von "Underweight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 9 auf 15 Euro angehoben hatte. Wegen des globalen Ölpreisschocks seien die Ethanolpreise deutlich gestiegen, während sich die Fundamentaldaten für Zucker vor den EU-Preisanpassungen besserten, schrieb Analyst Alex Sloane. Dies dürfte die Gewinne in den beiden kommenden Jahren klar steigern und die operativen Risiken verringern, glaubt er./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte angesichts der unverminderten Kriegshandlungen im Nahen Osten mit moderaten Verlusten in die verkürzte Handelswoche vor Ostern starten. Der X-Dax lässt derzeit ein Minus von 0,5 Prozent auf 22.198 Punkte für den deutschen Leitindex erwarten. Damit dürfte sich der Dax nochmals näher an die Marke von 22.000 Punkten herantasten, die vor Wochenfrist bereits getestet wurde. Sein Minus würde sich damit seit dem Zwischenhoch Ende Februar auf rund 13 Prozent ausweiten.

Laut der Commerzbank gibt es im Iran-Krieg auch zu Beginn der fünften Kriegswoche "keine Atempause". Die USA und Israel setzen ihre massiven Angriffe fort, ohne dass es einen ernsthaften diplomatischen Lösungsansatz gibt. Der Iran wirft Trump vor, Verhandlungsbereitschaft nur zu signalisieren, aber heimlich eine Bodenoffensive vorzubereiten. US-Präsident Donald Trump räumt dem Iran noch eine Woche Zeit ein, um die für den weltweiten Öl- und Gashandel so wichtige Straße von Hormus freizugeben.

Auch am derzeit maßgeblichen Ölmarkt zeichnet sich vor diesem Hintergrund keine Entspannung ab. Ein Barrel der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Mai stieg in der Nacht auf Montag um bis zu vier Prozent auf fast 117 Dollar. Damit näherte sich der Ölpreis wieder dem vor drei Wochen erreichten Zwischenhoch von 119,50 Dollar. Der Ölpreis bleibt der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen der Anleger. Den Verbraucherpreisdaten aus Deutschland könnte daher am Montag Bedeutung zukommen.

Aus Unternehmenssicht dürften die Aktien von Suss Microtec unter Verkaufsdruck stehen. Im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate sackten sie zuletzt um rund 10 Prozent zum Xetra-Schlusskurs vom Freitag ab. Der Margenausblick des Hightech-Unternehmens auf 2026 habe enttäuscht, während die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 besser als erwartet ausgefallen seien, kommentierte ein Händler am Morgen.

Auch die Papiere von Secunet könnten einen Blick wert sein. Das Unternehmen für Cyber-Sicherheit gab detaillierte Zahlen für 2025 bekannt und bestätigte die Ziele für das laufende Jahr./edh/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein verlängertes Ultimatum der USA für den Iran dürfte dem Dax am Freitag einen leicht positiven Handelsstart bescheren. Dieser Aufschub durch US-Präsident Donald Trump um zehn Tage wirke nur auf den ersten Blick erleichternd, sagte Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management. Doch Risiken mindere dies nicht, was an den Märkten spürbar bleiben dürfte.

Es fühlt sich laut Innes eher so an, "als wenn ein Händler eine Verlustposition in die Zukunft verschiebt". Der Ölpreis bleibe der Gradmesser. Und der hält sich - gemessen an der Nordseesorte Brent mit derzeit knapp 109 Dollar immer noch deutlich über der Marke von 100 US-Dollar. "Seine Weigerung, auf einem tieferen Niveau zu verharren, signalisiert ein anhaltendes Eskalationsrisiko hinter den Schlagzeilen."

Der X-Dax lässt rund eine Dreiviertelstunde vor dem Start ein Plus von 0,3 Prozent auf 22.677 Punkte für den deutschen Leitindex erwarten. Damit bliebe der Dax in der Handelsspanne vom Montag, als er im Tagesverlauf infolge widersprüchlicher Nachrichtenlage um spektakuläre 1.300 Punkte geschwankt war. Da hatte er zunächst mit etwas über 21.860 Punkten das bisherige Kriegstief erreicht, bevor er sich zeitweise sprunghaft in Richtung 23.200 Punkte erholte.

Der Ölpreis als derzeit wichtigste Orientierungsmarke für die Inflations- und Konjunktursorgen bewegt sich im bisherigen Wochenverlauf ebenfalls in seiner Handelsspanne vom Montag.

US-Präsident Donald Trump verlängerte das Ultimatum zur Freigabe der Straße von Hormus nun bis zum 6. April, 20.00 Uhr (US-Ostküstenzeit, 7. April 2.00 Uhr deutscher Zeit). Bis dahin sollen keine iranischen Kraftwerke angegriffen werden, wie er unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche auf seiner Plattform Truth Social schrieb.

Die Nachrichtenlage bleibt dennoch widersprüchlich, denn der Iran hatte mehrfach solche von Trump erwähnte Gespräche dementiert, während Pakistan seine Vermittlerrolle bestätigte. Die Straße von Hormus, einer der weltweit wichtigsten Transportwege übers Meer für Energielieferungen, die von Iran faktisch geschlossen wurde, bleibt damit vorerst kaum passierbar.

Unternehmensseitig dürften hierzulande Umstufungen von Einzelwerten im Blick stehen sowie auch einige wenige Unternehmensnachrichten. So meldete der Ticketvermarkter und Veranstalter CTS Eventim am Vorabend ein starkes Geschäftsjahr 2025 und übertraf die Schätzungen von Analysten.

Obwohl das Unternehmen die Dividende kürzen will und auch der Ausblick einem Händler zufolge "etwas enttäuschend" ausgefallen ist, legte die im MDax notierte Aktie auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss am Vortag zu. Ob die Kursgewinne tatsächlich verbucht werden und dann nachhaltig sind, daran zweifelt der Händler.

Jungheinrich-Anteile gaben vorbörslich dagegen nach. Der Gabelstapler-Hersteller steigerte 2025 trotz des schwachen wirtschaftlichen Umfelds den Auftragseingang und Umsatz, verdiente operativ aber wegen Sondereffekten deutlich weniger. Für das laufende Jahr zeigte sich das Management zuversichtlich.

Aktien des Konsumgüterkonzerns Beiersdorf reagierten vorbörslich mit Kursverlusten auf eine Umstufung durch die US-Investmentbank Goldman Sachs. Analyst Olivier Nicolai kappte das Kursziel der Aktie von 95 auf 90 Euro und stufte sie von "Buy" auf "Neutral" ab. Die Abhängigkeit von der Marke Nivea bremse das Wachstum, schrieb er. Der Massenmarkt für Schönheitspflege sei enorm schwierig.

Die US-Bank Morgan Stanley äußerte sich unterdessen zu Chemieaktien und hob unter anderem Evonik auf "Overweight", während das Anlageurteil zu Lanxess auf "Equal-weight" gesenkt wurde. Dabei passte Analyst Thomas Wrigglesworth seine Schätzungen dem erwarteten verbesserten Umfeld im zweiten und dritten Quartal an.

Preise und Absatzmengen aufgrund von Engpässen bei Rohstoffen aus dem Nahen Osten dürften sich ihm zufolge bis dahin voraussichtlich erholt haben. Evonik bauten auf Tradegate ihre Erholungsgewinne aus, während Lanxess ihre Erholungsrally der vergangenen Tage auf Tradegate deutlich korrigierten./ck/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Von der zaghaften Entspannung zur Wochenmitte ist am Donnerstag am europäischen Aktienmarkt kaum noch etwas zu spüren. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent, der am Mittwochmorgen noch unter 100 Dollar gerutscht war, liegt mit 104 Dollar wieder deutlich über dieser Marke. Während des Iran-Kriegs ist er der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

Entsprechend wird auch der deutsche Leitindex Dax wieder schwächer erwartet: Der X-Dax signalisiert zuletzt einen Verlust von 0,9 Prozent auf 22.746 Punkte. Damit bleibt er in der Spanne vom Montag, als er im Tagesverlauf bei widersprüchlicher Nachrichtenlage um spektakuläre 1.300 Punkte geschwankt war. Zunächst hatte er mit 21.863 Punkten das bisherige Kriegstief erreicht, bevor er sich zeitweise sprunghaft auf 23.178 Punkte erholte.

Aktuell pendelt der Nahost-Krieg weiter zwischen Drohkulisse und Diplomatie. Die US-Regierung hat dem Iran mit noch härteren Angriffen gedroht, sollte die Führung des Landes nicht nachgeben.

"Wenn sie nicht begreifen, dass sie militärisch besiegt wurden und dies auch weiterhin sein werden, wird Präsident Trump dafür sorgen, dass sie härter getroffen werden als je zuvor", sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt. Zwar gebe es weiterhin "produktive" Gespräche auf diplomatischer Ebene. Aber trotz der Verhandlungen sei Trump bereit, die Hölle im Iran losbrechen zu lassen.

Inmitten dieser Wirren legen wieder einmal viele Unternehmen Geschäftszahlen vor. Besonders deutlich fällt die Kursreaktion vorbörslich bei Kontron mit einem Abschlag von 7 Prozent aus. Der Spezialist für Produkte rund um das sogenannte Internet-der-Dinge (IoT) enttäuschte die Anleger mit seinem Gewinnziel für 2026.

Vergleichsweise stabil hielten sich dagegen die Aktien von Heidelberg Materials nach der angekündigten Dividendenerhöhung und der Commerzbank nach Empfehlungen der Analysten von Oddo BHF und Keefe, Bruyette & Woods./ag/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die US-Regierung hat dem Iran Medienberichten zufolge einen Plan zur Beendigung des Kriegs vorgelegt. Daraufhin rutschte der Ölpreis der Nordseesorte Brent am Mittwochmorgen unter 100 Dollar und die Anleger in Asien griffen am Aktienmarkt wieder zu. Auch in Europa dürfte sich die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende in steigenden Kursen zeigen und die Indizes antreiben.

Der X-Dax lässt für den deutschen Leitindex zuletzt einen 0,9 Prozent höheren Start bei 22.850 Punkten erwarten. Zuletzt mussten die Anleger mit sehr widersprüchlichen Nachrichten zurechtkommen. Nach einem Ultimatum des US-Präsidenten am Wochenende war der Dax am Montag mit 21.863 Punkten zeitweise noch auf einen Tiefststand seit April 2025 abgesackt. Nach einer Kurznachricht von Donald Trump zu Wochenbeginn auf seiner Platform Truth Social über gute Verhandlungen mit dem Regime in Iran war er dann in der Spitze bis auf 23.178 Punkte nach oben geschossen. Am Dienstag tat sich dann im Dax letztlich nicht viel.

Nun verdichten sich die Anzeichen auf mögliche Entspannung. Pakistan habe einen 15 Punkte umfassenden Plan der USA an den Iran weitergereicht, berichteten US-Medien wie das Portal "Axios" und die "New York Times". Der Plan verlangt der Führung in Teheran demnach große Zugeständnisse ab. Gleichzeitig erklärte Trump, dass der Iran angeblich "unbedingt einen Deal abschließen" wolle. Irans Militärführung hat am Morgen Berichte über Verhandlungen für ein Ende des Krieges zurückgewiesen und scharf gegen die US-Regierung ausgeteilt.

Für den Brent-Ölpreis ging es in der Nacht zeitweise wieder fast auf 97 Dollar nach unten. Er ist mit seinen Auswirkungen auf die Inflation und seiner Signalwirkung für die Konjunkturerwartungen momentan das Zünglein an der Waage. Vor zwei Wochen hatte er mit fast 120 Dollar das höchste Niveau seit 2022 erreicht. Noch mehr als um die Kursausreißer sorgen sich die Anleger aber auf das inzwischen vier Wochen hohe Preisniveau. Der Iran hält mit der Straße von Hormus die zentrale Versorgungsader der Weltwirtschaft faktisch blockiert, lockerte allerdings nun seine Regeln etwas.

Besonderes Augenmerk sollten die Anleger am Mittwoch auf die bisher größten Verlierer des Iran-Kriegs richten - insbesondere Rohstoffwerte aufgrund der Energiekosten und eingetrübten Konjunkturaussichten sowie Banken und Immobilienwerte aufgrund gestiegener Marktzinsen. Teils konnten sie sich tags zuvor bereits stabilisieren.

Lanxess sieht die Investmentbank JPMorgan zunächst als einen der stärksten Kriegs-Profiteure in der Chemiebranche. Analyst Chetan Udeshi drehte sein skeptisches "Underweight" am Morgen in eine "Overweight"-Empfehlung und trieb die Aktien damit vorbörslich an. Die Kölner seien einer von wenigen, wenn nicht der einzige, westliche Produzent in ihren wichtigsten Produktkategorien, und profitierten damit von Produktionsproblemen im asiatisch-pazifischen Raum.

Udeshis Kollege Kamran Hossain empfahl derweil Talanx. Das robuste Geschäft in der Primärversicherung werde unterschätzt, so sein Fazit. Das Erstversicherungsgeschäft werde ungerechtfertigterweise klar niedriger bewertet als der Rückversicherungsbereich. Auch Talanx-Papiere legten vorbörslich klar zu./ag/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die anhaltende Unsicherheit rund um den Iran-Krieg lässt die Anleger nicht los. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die massive Zwischenerholung vom Montagmittag zunächst nur ein Strohfeuer war. Eine Stunde vor dem Auftakt fällt das Minus jedoch viel geringer aus als zwischenzeitlich erwartet: Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex zuletzt einen Start bei 22.632 Punkten, was ein nur knappes Minus wäre.

Am Montag war der Dax mit 21.863 Punkten zunächst auf einen Tiefpunkt seit April 2025 abgesackt, bevor eine Kurznachricht von US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social für einen Hoffnungsschimmer sorgte. Bei anschließend widersprüchlicher Nachrichtenlage war die Euphorie aber schon am Vortag schnell wieder abgeebbt. Der Preis für ein Barrel der Ölsorte Brent, der zeitweise unter 100 Dollar stand, kostete zuletzt wieder bis zu 104 Dollar. Die davon ausgehenden Inflations- und Konjunktursorgen halten damit an.

Trump hatte am Vortag erklärt, man befinde sich in Gesprächen mit dem Iran, und verlängerte das Ultimatum für Angriffe auf iranische Energieanlagen bis kommenden Freitag. Der Iran hat die Gespräche allerdings dementiert. "Der Konflikt ist damit jedoch nicht beendet, und die wirtschaftlichen Folgen der faktischen Blockade der Straße von Hormus bleiben schwer abschätzbar", schrieb am Morgen der Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank. Die Märkte preisten weiterhin eine höhere Inflation, aber keine Rezession, ein. Die Gefahr einer solchen bleibe aber präsent, sollte die Situation weiter eskalieren.

Aus dem Dax werden die SAP-Aktien am Morgen zwei Prozent schwächer erwartet, nachdem die US-Bank JPMorgan ihr bisher optimistisches Votum für das Dax-Schwergewicht aufgegeben hat. Toby Ogg argumentierte, das Bild einer erwarteten Wachstumsbeschleunigung und Margenexpansion habe sich geändert. Er sieht ein Problem in einer verlangsamten Auftragsentwicklung im Cloud-Geschäft und befürchtet Ergebnisschwankungen durch den Umbau des Geschäftsmodells.

Auch die Bayer-Aktien könnten am Dienstag wegen möglicher Kursverluste einen Blick wert sein. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, will der 2023 eingestiegene Aktionär Inclusive Capital Partners 8,5 Millionen Aktien des Pharmakonzerns los werden. Ein Händler vermutet, dass der dahinter steckende aktivistische Investor Jeff Ubben das Potenzial des zuletzt deutlich angezogenen Kurses als ausgeschöpft betrachtet.

Vor dem Hintergrund der Unsicherheit im Zuge des Nahost-Konflikts sorgte die Deutsche Bank im Chemiesektor für Gesprächsstoff mit einer Reihe an Umstufungen. Dazu zählt, dass Analystin Virginie Boucher-Ferte in BASF und Brenntag letztlich Profiteure sieht, die sie nun zum Kauf empfiehlt. Aus dem MDax wurde für Wacker Chemie mit einer nun neutralen Einschätzung die bisherige Verkaufsempfehlung aufgehoben.

Auf Seiten der Einzelwerte gab es am Dienstag im Nebenwertebereich Zahlen von Nagarro , Indus und Drägerwerk auszuwerten - mit vorbörslich zunächst durchwachsener Tendenz.

Klare Kursgewinne bahnen sich beim Prothesenhersteller Ottobock an nach einer Kaufempfehlung der UBS. Eine solche sprach außerdem die Privatbank Berenberg für den IT-Dienstleister Bechtle aus. Beide Aktien setzten ihre Erholung vorbörslich fort mit Gewinnen, die auf Tradegate mehr als vier Prozent groß waren./tih/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem Dax droht am Montag eine Fortsetzung seiner Talfahrt. Mit der Furcht vor einer weiteren Eskalation des Iran-Krieges signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von zwei Prozent auf 21.937 Punkte. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird 1,6 Prozent tiefer erwartet. In Asien standen nach dem Ultimatum von Donald Trump an den Iran noch deutlichere Kursabschläge zu Buche.

In der Nacht zu Sonntag hatte der US-Präsident der iranischen Führung mit der Zerstörung von Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen. Teheran drohte ihrerseits mit der vollständigen Schließung der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge.

"Wenn die Ölarterie sich verengt, atmet das ganze System durch einen Strohhalm", kommentierte Marktstratege Stephen Innes von SPI Asset Management. Es gehe inzwischen weniger um Einzelereignisse als die schiere Länge des Konflikts. Die Instabilität baue sich langsam auf. Besorgniserregend sei der gemeinsame Rutsch von Aktien, Anleihen und sogar des Goldpreises, so Innes weiter. Es finde also keine Rotation des Geldes statt, sondern es werde schlicht abgezogen. Zu allem Überfluss steige der Druck auf die Notenbanken, zu reagieren.

"Die Lage ist so unsicher wie noch nie seit dem Beginn dieses Krieges", ergänzte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Niemand weiß, wie weit die USA und Israel wirklich zu gehen bereit sind. Und niemand kann absehen, wie verheerend Gegenschläge des Iran ausfallen können. Die Panik, die lange Zeit nicht vorhanden war, frisst sich jetzt in die Märkte und in die Kurse."

Die Ölpreise reagierten ebenfalls sichtbar auf die drohende Eskalation im Nahen Osten. So stieg der Preis für ein Fass (149 Liter) Rohöl der für Europa maßgeblichen Nordsee-Sorte Brent deutlich, blieb zunächst aber unter seinem Hoch seit 2022 bei fast 120 US-Dollar.

Vor diesem Hintergrund geraten mögliche Kursbewegungen bei einzelnen Aktien fast zur Nebensache. Am deutschen Aktienmarkt treten zu Wochenbeginn Änderungen bei der Zusammensetzung der Indizes der Dax-Familie in Kraft. Im Dax selbst gibt es keine Änderungen, nachdem die Lufthansa die Rückkehr in die erste deutsche Aktienliga verpasst hatte, wohl aber im MDax der mittelgroßen Unternehmen sowie im Nebenwerte-Index SDax .

Dass sich eine Milliarden-Investition in China laut BASF-Chef Markus Kamieth erst später als geplant rechnen wird, könnte die Aktien des Chemieriesen laut Händlern belasten. "Wir starten in einem überversorgten Markt, in dem die Preise und Margen auf einem historisch niedrigen Niveau liegen", sagte Kamieth wenige Tage vor der Eröffnung eines neuen Chemiewerks in China der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Die Profitabilität wird in den ersten Jahren daher deutlich unter dem sein, was wir uns ursprünglich vorgestellt hatten." Das sei aber immer noch besser, als in Deutschland mit seinen immer weiter steigenden Preisen zu bleiben, hieß es aus dem Markt.

Die Titel des Stahlkonzerns Salzgitter gerieten vorbörslich deutlich unter Druck. Der MDax-Aufsteiger blieb mit seinem Dividendenvorschlag, den er im Rahmen seiner vollständigen Jahreszahlen vorlegte, hinter den Erwartungen zurück.

Dem Konsumgüterhersteller Beiersdorf droht Ungemach durch eine Abstufung. Die Privatbank Berenberg senkte das Kursziel für die Aktien deutlich und strich ihre Kaufempfehlung. Analyst Fulvio Cazzol kappte seine Ergebnisschätzungen für die Jahre bis 2028 um bis zu 17 Prozent. Die Idee hinter seiner Kaufempfehlung aus dem Jahr 2021 sei nicht wie erhofft aufgegangen, so die Begründung.

Dagegen könnten die Titel der Hornbach Holding davon profitieren, dass der Baumarkt- und Baustoffkonzern im Geschäftsjahr 2025/2026 auf Basis vorläufiger Zahlen seine eigenen Ziele erreicht hat./gl/nas



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Vortagesabsturz dürfte der deutsche Aktienmarkt am Freitag dank vager Hoffnungen auf ein schnelleres Ende des Nahost-Krieges etwas zulegen. Allerdings könnte es - je nach Nachrichtenlage in Nahost - erneut zu größeren Kursschwankungen kommen. Dazu beitragen könnte auch der sogenannte große Verfalltag. An diesem Freitag laufen an den Termin- und Derivatebörsen Futures und Optionen auf Aktienindizes aus.

Der X-Dax signalisierte für den Dax rund eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,4 Prozent bei 22.928 Punkten. Damit deutet sich für den deutschen Leitindex ein Wochenverlust von rund 2,2 Prozent an. Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar beliefe sich das Minus auf knapp 10 Prozent.

Am Donnerstag war der Dax um 2,8 Prozent auf das tiefste Niveau seit April 2025 eingebrochen, nachdem der Ölpreis von einer weiteren Eskalation in Nahost bis auf über 119 Dollar angetrieben worden war und für zusätzliche Konjunktur- und Inflationssorgen gesorgt hatte. Inzwischen hat sich die Lage am Öl- und Gasmarkt aber wieder entspannt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet aktuell mit 107 Dollar wieder deutlich weniger.

Zur Entspannung tragen Aussagen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bei, die Hoffnung auf ein nun doch rascheres Kriegsende als befürchtet machen. Netanjahu hatte laut "Times of Israel" gesagt: "Der Iran ist schwächer denn je." Das Land könne kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen. Die Angriffe auf die Islamische Republik würden dennoch weitergehen, "so lange dies notwendig ist".

Unter den Einzelwerten dürften Elmos nach Übernahmespekulationen im Anlegerfokus stehen. Auf der Handelsplattform Tradegate notierten sie im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag zuletzt rund 10 Prozent höher. Am Vorabend hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass Elmos die Investmentbank Morgan Stanley mit der Suche nach einem potenziellen Käufer beauftragt hat. Das Unternehmen führe erste Gespräche mit möglichen Interessenten, darunter weltweit tätige Halbleiterunternehmen. Elmos und Morgan Stanley wollten die Informationen nicht kommentieren. Elmos ist an der Börse rund 2,5 Milliarden Euro wert.

Der Schmierstoffhersteller Fuchs verdiente im vergangenen Jahr in etwa so viel wie im Vorjahr. Analysten hatten allerdings mit einem leichten Ergebnisrückgang gerechnet. Der Umsatz wuchs um ein Prozent. Die Dividende je Vorzugsaktie soll um sechs Cent auf 1,23 Euro steigen. Im laufenden Jahr rechnen die Mannheimer mit einer Besserung. Die Ziele liegen im Großen und Ganzen im Rahmen der Analystenerwartungen. Für die Fuchs-Papiere ging es auf Tradegate zuletzt um 2,6 Prozent nach oben.

Die Anteilsscheine von Infineon stiegen auf Tradegate um 5 Prozent, nachdem die US-Bank JPMorgan die Aktien von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 40 auf 48 Euro angehoben hatte. Der Halbleiterkonzern sei einer der größten Profiteure des immensen Energiebedarfs beim KI-Einsatz, schrieb Analyst Sandeep Deshpande. Zudem geht er davon aus, dass der Tiefpunkt im Geschäft mit der Autobranche erreicht ist und nun eine Stabilisierung folgen kann./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei deutlich gestiegenen Ölpreisen und schwachen US-Vorgaben dürfte der Dax am Donnerstag nochmals einen klaren Rückschlag erleben. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex rund eine Stunde vor Handelsbeginn einen Start bei 23.039 Punkten, was ein Minus von zwei Prozent bedeuten würde.

Damit dürfte das Börsenbarometer am vierzehnten Handelstag seit Kriegsausbruch im Iran wieder in Richtung 23.000-Punkte-Marke rutschen. Am Montag der vergangenen Woche war der Dax im Zuge des Schocks am Energiemarkt kurz sogar bis auf 22.927 Punkte abgetaucht, hatte sich letztlich aber noch über 23.000 Punkte gerettet.

Nun kommt erneut Druck vom Ölpreis, dessen Anstieg Konjunktur- und Inflationssorgen schürte. Aktuell kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent wieder rund 114 Dollar. Der bisherige Höchststand im Zuge des Iran-Kriegs hatte an besagtem Montag mit fast 120 Dollar auf dem höchsten Stand seit 2022 gelegen.

Ein iranischer Offizieller sprach in der Nacht auf der Online-Plattform X von einer neuen Eskalationsstufe. Damit reagiert das Regime auf zunehmende Angriffe auf seine Energieinfrastruktur. Der Iran sieht seinerseits Energieinfrastruktur in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar als legitime Ziele.

Am Vorabend hatten die wichtigsten US-Indizes ihre Verluste nach dem europäischen Handelsende massiv ausgeweitet. Die US-Notenbank Fed ließ in dem durch den Iran-Krieg verunsicherten Umfeld ihre Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert. Ein Commerzbank-Experte sprach von einem "falkenhaften Festhalten" am aktuellen Zins. Geldpolitisch setzen die sogenannten "Falken" restriktiv primär auf die Bekämpfung von Inflation durch steigende Zinsen.

Am Donnerstag gibt es gleich mehrere weitere Leitzinsentscheidungen, darunter die der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of England. Auch die EZB dürfte zunächst stillhalten.

Hierzulande neigt sich die Berichtssaison der Unternehmen dem Ende zu, und die letzten Nachzügler veröffentlichen ihre Geschäftszahlen. So hatte Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Vonovia im vergangenen Jahr vor allem dank höherer Mieteinnahmen mehr verdient. Aber auch das Geschäft mit Zusatzleistungen und der Verkauf von Immobilien steuerten zum Zuwachs des operativen Ergebnisses bei. Die Aktien notierten im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate lediglich 0,4 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Mittwoch.

Die Zahlen des Chemiekonzerns Lanxess fielen Händlern zufolge gemischt aus. In dem schwachen Marktumfeld sackten die Anteilsscheine auf Tradegate um drei Prozent ab.

Der auf die Bauindustrie spezialisierte Softwareanbieter Nemetschek peilt in diesem Jahr etwas mehr Umsatzwachstum an als von Experten gedacht. Dessen Papiere zogen auf Tradegate um fast vier Prozent an./la/nas



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte angesichts leicht gesunkener Ölpreise seinen Stabilisierungsversuch am Mittwoch fortsetzen. In der dritten Woche des Iran-Kriegs stützen sich die Hoffnungen der Anleger darauf, "dass sich der feste Griff des Iran um den globalen Energiemarkt Schritt für Schritt lockern wird", erklärte Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank.

Zum einen wachse weltweit der politische Druck auf US-Präsident Trump, die Straße von Hormus wieder passierbar zu machen. Zum anderen verlagerten Saudi-Arabien und der Irak ihre Exporte und nutzten Pipelines, um Öl zu sicheren Häfen zu bringen. "Das ist eine große Sache für den Ölmarkt. Wenn dadurch auch nicht die gesamte Ölproduktion dieser Länder exportiert werden kann, wie Stanzl sagte, "verliert die iranische Blockade der Meerenge von Hormus dadurch ein Stück weit an Bedeutung".

Der X-Dax signalisiert für den deutschen Leitindex rund eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,7 Prozent auf 23.900 Punkte. Damit würde der deutsche Leitindex die exponentielle 200-Tage-Linie wieder überspringen. Sie ist charttechnisch gesehen ein wichtiger Gradmesser für den längerfristigen Trend.

Abgesehen vom Iran-Krieg samt der Ölpreis-Entwicklung rückt an diesem Abend die US-Notenbank Fed in den Blick. Die Leitzinsentscheidung in den USA steht auf dem Programm. Im aktuell stark verunsicherten Umfeld wird die Fed zwar kaum an den Stellschrauben drehen, doch marktbewegend könnten ihre Aussagen sein. Zuletzt waren grundsätzliche Zinssenkungshoffnungen am Markt ausgepreist worden. Zudem waren angesichts des befürchteten Inflationsanstiegs, der durch den hohen Ölpreis zu erwarten ist, sogar erste Unsicherheiten über mögliche Zinsanhebungen aufgekommen. Daher sind nach den Worten der Helaba-Experten "die Stabsprognosen zu Wachstum und Inflation" wesentlich.

Unternehmensseitig bleibt der Blick - wie bereits am Vortag - vor allem auf Aktien aus der zweiten und dritten Reihe. So rechnet der Kochboxenversender Hellofresh im laufenden Jahr mit einem Umsatzrückgang, der allerdings höher ausfällt, als Analysten bisher erwartet hatten. "Schwer, etwas Positives zu finden, obwohl die Papiere schon kräftig haben Federn lassen müssen", beurteilte ein Händler Zahlenwerk und Ausblick. Auf der Handelsplattform Tradegate gab die Aktie im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss am Vortag nach und fällt weiter in Richtung des bisherigen Rekordtiefs vom Juni 2024.

Der Autozulieferer Aumovio erwartet zwar ebenfalls 2026 einen Umsatzrückgang, mit Blick auf das vorgelegte Zahlenwerk lobte die US-Bank JPMorgan aber die Verbesserung der Profitabilität. Die Aktie des Autozulieferers erholte sich auf Tradegate vorbörslich.

Auch für TAG Immobilien ging es auf Tradegate nach oben. Der Immobilienkonzern profitierte im vergangenen Jahr weiter von der hohen Nachfrage nach Wohnraum und übertraf seine im November höher gesteckten Gewinnziele.

Außerhalb der Dax-Familie, die aus Dax, MDax , SDax und TecDax besteht, brachen die Papiere der Thyssenkrupp -Tochter Nucera vorbörslich wegen einer Umsatz- und Gewinnwarnung ein. Sie sackten auf Tradegate um fast 10 Prozent ab. Ein Händler sprach von im Raum stehenden "Fragen zur Zukunft des Geschäfts mit grünem Wasserstoff und den offensichtlich großen strukturellen Problemen in diesem Bereich".

Im Dax dürften Umstufungen die Papiere von Beiersdorf und Heidelberg Materials bewegen. So strich die US-Bank JPMorgan ihre positive Bewertung für die Aktie des Konsumgüterherstellers Beiersdorf und ist nun neutral gestimmt. Die US-Bank Morgan Stanley dagegen hob Heidelberg Materials um gleich zwei Stufen von "Underweight" auf "Overweight". Während Beiersdorf sich vorbörslich fast unverändert zeigten, legten die Papiere des Baustoffherstellers deutlich zu auf Tradegate./ck/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem soliden Wochenauftakt dürfte sich der Dax am Dienstag trotz eines wieder leicht höheren Ölpreises relativ stabil halten. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex rund eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 0,3 Prozent auf 23.493 Punkte.

Es ist der nunmehr zwölfte Handelstag, seit die USA und Israel den Militärschlag gegen den Iran gestartet haben, und am deutschen Aktienmarkt scheinen die Hoffnungen auf ein rasches Ende des Kriegs hoch zu sein. "Die meisten haben sich offensichtlich dazu entschieden, die aktuelle Krise ohne große Handelstätigkeit auszusitzen", konstatierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Dabei verwies er auf die geringen Handelsumsätze, die auch zum Wochenstart erneut deutlich unter den historischen Mittelwerten gelegen hätten.

Aktuell kostet ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit 104 Dollar rund vier Prozent mehr als tags zuvor. Das Hoch lag vor rund einer Woche bei knapp 120 Dollar, was der höchste Stand seit 2022 war und heftige Konjunktur- und Inflationssorgen geschürt hatte. Besonders im Fokus stehen daher alle Nachrichten über den wichtigsten Versorgungsweg für Energielieferungen, die Straße von Hormus, die vom Iran faktisch blockiert ist.

Zunehmend in den Blick rücken aber auch die großen Zentralbanken. So entscheidet die US-Notenbank Fed am Mittwoch über ihren Leitzins, die EZB am Donnerstag, und auch in Großbritannien und Japan wird in dieser Woche über die Leitzinsen entschieden.

Spontane Zinsveränderungen in den USA und der Euroregion in dieser Woche werden zwar als unwahrscheinlich angesehen, doch erhofft werde sich "von den schriftlichen Statements oder zumindest von den Fragerunden mehr Einblicke, ob die Erwartung steigender Leitzinsen in der Eurozone und ausbleibender Zinssenkungen in den USA richtig ist", so Altmann.

Unternehmensseitig dürfte sich die Aufmerksamkeit vor allem auf Einzelwerte aus der zweiten und dritten Börsenreihe richten. So gab der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius vor dem Start seines Kapitalmarkttags an diesem Tag neue Mittelfristziele ab 2027 bekannt. Ein Händler sagte dazu, dass vor allem das Margenziel erklärt werden müsse. Zudem ist er skeptisch, dass die avisierte operative Profitabilitätssteigerung vor dem Hintergrund der Markterwartung nicht ausreichend sein könnte.

Die im MDax notierte Vorzugsaktie, die wie fast alle Papiere seit Beginn des Iran-Kriegs deutlich gelitten hat, legte auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss am Vortag dennoch um etwas mehr als ein Prozent nach.

Wie Fraport mitteilte, wird am Frankfurter Flughafen auch 2026 noch nicht wieder das Fluggast-Aufkommen erwartet, das es vor der Corona-Krise gegeben hatte. Nach rund 63,2 Millionen Fluggästen im vergangenen Jahr dürfte die Zahl an Deutschlands größtem Flughafen im laufenden Jahr auf 65 bis 66 Millionen steigen, teilte der Flughafenbetreiber mit seiner Jahresbilanz am Morgen mit. Damit bleibt das Rekordaufkommen von rund 70,6 Millionen Passagieren weiterhin ein gutes Stück entfernt. Analysten waren für 2026 zuletzt von rund 65 Millionen Fluggästen ausgegangen. Die Fraport-Aktie legte auf Tradegate ebenfalls zu.

Für Springer Nature ging es unterdessen vorbörslich sehr kräftig - und zwar um fast 10 Prozent - nach oben. Der Wissenschaftsverlag steigerte im abgelaufenen Jahr den Umsatz und den operativen Gewinn und gab zudem laut Händlern einen überraschend starken Ausblick./ck/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte recht stabil in den elften Handelstag seit Kriegsausbruch im Iran starten. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex rund eine Stunde vor Handelsbeginn am Montag einen Start bei 23.538 Punkten, was ein Plus von 0,4 Prozent bedeuten würde. Anders als an den vorangegangenen zwei Montagen erwarten die Anleger nach dem Wochenende keine neuen Hiobsbotschaften.

Vor einer Woche war der Energiemarkt in regelrechte Panik geraten. Der Ölpreis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent war mit fast 120 Dollar noch auf den höchsten Stand seit 2022 geschossen. Dies hatte den Dax auf sein bisheriges Tief seit Kriegsausbruch bei 22.927 Punkten zurückgeworfen.

Aktuell kostet Brent rund 105 Dollar je Barrel und damit nur moderat mehr als vor dem Wochenende. Für den Aktienmarkt sind die Öl- und Gaspreise als Gradmesser für Konjunktur- und Inflationssorgen weiter das Zünglein an der Waage. Besonders im Fokus stehen alle Nachrichten über den wichtigsten Versorgungsweg, die Straße von Hormus. Die Versorgung mit Öl durch dieses Nadelöhr ist durch den Krieg aktuell stark beeinträchtigt.

Der Anlagestratege Mislav Matejka von der US-Bank JPMorgan beobachtet seit dem vergangenen Montag eine gewisse "Stimmungskapitulation". Viele Experten rechneten inzwischen mit einem doch längeren Krieg und neuen Ölpreis-Spitzen mit Parallelen zum Jahr 2022. Wer jetzt verkaufe, riskiere, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

Ein letztes reinigendes Gewitter könnte vielleicht mit einem Ölpreis von 120 bis 130 Dollar korrelieren und dann rasch vorüberziehen. Der Experte glaubt nicht, dass die Notenbanken der geopolitisch getriebenen Ölpreis-Inflation mit Zinserhöhungen gegensteuern, wie sie zuletzt am Markt eingepreist worden seien.

Unter den Einzelwerten rückt die Commerzbank in den Fokus. Der Übernahmekampf um das Finanzhaus spitzt sich zu: Die Unicredit hat ein Übernahmeangebot für die Commerzbank vorgelegt. Den Aktionären wird ein freiwilliges öffentliches Angebot in Gestalt eines Tauschangebots angeboten. Für eine Commerzbank-Aktie bieten die Italiener 0,485 neue Stammaktien der eignen Papiere. Das Angebot entspricht rund 30,80 Euro je Commerzbank-Aktie. Die Titel der Commerzbank notierten auf Tradegate bei 30,89 Euro und damit gut vier Prozent über dem Xetra-Schluss vom Freitag.

Die Titel von Bayer profitierten von einer Kaufempfehlung der Bank UBS und stiegen auf Tradegate um fast drei Prozent. Mit Blick auf die Lösung der Glyphosatprobleme sieht Analyst Matthew Weston inzwischen ein Chancen-Übergewicht. Zudem spreche die jüngste Kursschwäche für einen Kauf der Papiere der Leverkusener. Im Pharmabereich ist Weston optimistisch für die wichtigsten Wachstumstreiber./la/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Fast zwei Wochen nach Kriegsausbruch im Iran zeichnet sich im Dax ein nochmals schwächerer Start ab. Anleger bleiben vor dem Wochenende wegen möglicher weiterer Ereignisse im Nahen Osten lieber vorsichtig. Auch in Asien waren die Vorzeichen an den Aktienmärkten wieder negativ.

Eine Stunde vor dem Auftakt signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex einen Start bei 23.475 Punkten, was ein Abschlag von einem halben Prozent bedeuten würde. Auf Wochensicht bahnt sich so für Dax ein ähnlich hohes Minus an - vor allem bedingt vom düsteren Montag, als der Dax mit 22.927 Punkten auf ein Tief seit Mai abgesackt war.

Richtungsweisend bleibt die Entwicklung der Öl- und Gaspreise, die entscheidend sind für Konjunktur- und Inflationssorgen. Am Freitag wirkt die Lage vergleichsweise ruhig, denn der Preis für ein Barrel der Nordsee-Ölsorte Brent pendelt seit Donnerstag um 100 US-Dollar, nachdem er am Montag mit fast 120 Dollar noch auf den höchsten Stand seit 2022 gesprungen war. Er bleibt damit aber insgesamt auf einem hohen Niveau. Der Iran droht derweil mit weiteren Angriffen auf die Öl- und Gas-Infrastruktur der Region.

"Anleger glauben noch an den Trump-Put", schrieb am Freitag der Aktienstratege Emmanuel Cau von der Barclays Bank. Damit meint der Experte die Annahme, dass der US-Präsident rechtzeitig eingreift, wenn die Märkte stärker unter Druck geraten. Deshalb seien die Aktienmärkte nicht so stark gefallen wie bei früheren Ölpreisschocks. Der Dax hat seit dem Kriegsausbruch bislang weniger als sieben Prozent verloren.

"Die Nervosität wächst jedoch täglich und je länger die Straße von Hormus geschlossen bleibt, desto stärker dürften die Märkte in Richtung Stagflation tendieren", warnt der Experte. In diesem Szenario stagniert das Wirtschaftswachstum, während die Inflation anzieht. Vor diesem Hintergrund rückten die Zinsentscheide der großen Notenbanken in den Mittelpunkt, die in der kommenden Woche anstehen.

Die Stagflationssorgen hatten zuletzt den Banken besonders stark zugesetzt, sodass Aktien aus diesem Sektor weiterhin im Fokus stehen dürften. Laut dem Barclays-Experten Cau sind sie typische Verlierer, genauso wie Rohstoff- und Konsumwerte. Titel aus den Bereichen Energie, Versorger und Gesundheit sieht er auf der anderen Seite als Profiteure.

Im Konsumbereich im Fokus stehen könnte am Freitag Beiersdorf wegen schlechter Vorgaben des US-Kosmetik-Konkurrenten Ulta Beauty. Dessen Aktien verloren im nachbörslichen New Yorker Handel 8,5 Prozent an Wert wegen eines enttäuschenden Ausblicks, der mit steigenden Marketingkosten begründet wurde. Einem Händler zufolge ist es auch nicht ausgeschlossen, dass sich dies leicht negativ auf den Duftstoffhersteller Symrise auswirkt.

Vom Saatguthersteller KWS Saat wurde am Morgen vermeldet, dass der Vertrag mit Vorstandssprecher Felix Büchting langfristig bis Ende 2032 verlängert wurde. Im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate hat dies aber zunächst nicht für Aufmerksamkeit gesorgt./tih/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seiner Stabilisierung am Dienstag wird der Dax erneut von gestiegenen Ölpreisen zurückgeworfen. Am Donnerstag signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex einen 0,9 Prozent schwächeren Start bei 23.420 Punkten. Er nähert sich damit wieder dem bisherigen Tief seit Beginn des Iran-Kriegs, das am Montag mit 22.927 Punkten das niedrigste Niveau seit Mai vergangenen Jahres bedeutet hatte.

Entscheidend für Anleger bleibt die Entwicklung der Öl- und Gaspreise, denn nach dem jüngsten Rückgang unter die Marke von 90 Dollar kostete ein Fass Nordseeöl Brent am Donnerstagmorgen wieder bis zu 100 Dollar. Der Preis näherte sich damit wieder der Montagsspitze von fast 120 Dollar, als in einem panikartigen Moment das höchste Niveau seit 2022 markiert worden war.

Der Iran nimmt immer stärker die Energiewirtschaft in der Golfregion ins Visier. US-Präsident Donald Trump stellt zwar seit Tagen ein baldiges Ende des Krieges in Aussicht. Noch scheinen die Kapazitäten des Regimes in Teheran aber ausreichend für zumindest schmerzhafte Schläge. Ein Anstieg des Ölpreises um 15 Dollar je Barrel erhöhe den Verbraucherpreisindex der Eurozone um 0,3 Prozentpunkte, hatte RBC-Analystin Anke Reingen jüngst vorgerechnet.

Die Deutsche Bank sorgt sich vor diesem Hintergrund um die Wirtschaftsdynamik in Deutschland. Die Experten um Chefökonom Robin Winkler senkten ihre Wachstumsprognose für 2026 von 1,5 auf 1,0 Prozent und erklärten, der Krieg erinnere an den Golfkrieg Anfang der 90er Jahre, als nach der Wiedervereinigung schon einmal der Wachstumsimpuls einer groß angelegten fiskalischen Expansion gedämpft worden sei. Das Szenario sei aber noch weit vom Energiepreisschock 2022 entfernt und für eine Rezession bleibe die Hürde hoch.

Abseits der Geopolitik hat die Berichtssaison in Deutschland noch einmal viel zu bieten mit einer Reihe an Dax-Konzernen, die Zahlen vorlegten. Während sich mit Daimler Truck , Brenntag , BMW und RWE die meisten Aktien im Tradegate-Handel zunächst nicht gegen die marktbreiten Verluste stemmen konnten, zeigten sich jene von Hannover Rück relativ robust. Vor allem bei Daimler Truck kam Abgabedruck auf nach einem verhaltenen Ausblick.

Kursgewinne von mehr als sieben Prozent bahnen sich im vorbörslichen Handel beim Dax-Mitglied Zalando an. Ein Händler erwähnte, die Zahlen lägen etwas über den Erwartungen. Der Online-Händler kündigte zusätzlich ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 300 Millionen Euro an und zeigte sich für 2026 optimistisch, indem er weiter wachsen und dabei auch auf die Anwendung von KI setzen will.

In den hinteren Börsenreihen entwickelte sich K+S mit einem Tradegate-Anstieg um mehr als ein Prozent positiv dank Zahlen, die einem Händler zufolge "besser waren als befürchtet". Noch deutlicher um fast fünf Prozent nach oben ging es vorbörslich beim Leasinganbieter Grenke ./tih/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax kann seine Erholungsgewinne vom Dienstag zur Wochenmitte wohl nicht ganz verteidigen. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex rund eine Stunde vor Handelsbeginn einen Start bei 23.852 Punkten, was ein Minus von einem halben Prozent bedeuten würde.

Laut den Experten der Helaba ist es noch zu früh, um auf nachhaltige Kursgewinne zu setzen. Der Energiemarkt bleibt weiter das Zünglein an der Waage für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger im Zuge des Iran-Kriegs. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, plant die Internationale Energieagentur offenbar die größte Freigabe von Ölreserven ihrer Geschichte, um die Preisturbulenzen zu beruhigen.

Die Ölpreise stehen zuletzt wieder deutlich unter 90 US-Dollar je Fass und in Asien dominierten an den Börsen die Kursgewinne. Die Vorgaben sind damit aber durchwachsen, denn die Wall Street hatte ihre Gewinne nach dem europäischen Handelsende wieder abgegeben.

Der Kursverlauf bleibt laut den Helaba-Experten vom geopolitischen Nachrichtenfluss abhängig. Außerdem müssen die Anleger am Mittwoch die jüngsten Zahlen zur Entwicklung der US-Verbraucherpreise im Februar verarbeiten. Die Fachleute der hessisch-thüringischen Landesbank wiesen aber darauf hin, dass diese den zuletzt massiven Anstieg der Benzinpreise noch nicht widerspiegeln.

Auf Unternehmensseite hat die Agenda am Mittwoch wieder einige Zahlenvorlagen auf höchster Ebene zu bieten. Mit SAP könnte ein Dax-Schwergewicht im Tagesverlauf von Resultaten des US-Konkurrenten Oracle bewegt werden, während Rheinmetall und Henkel aus dem Dax selbst am Morgen ihre Resultate vorgelegt haben. Zumindest bei Henkel war das erste Feedback im Tradegate-Handel positiv.

Hinzu kommen Nachrichten der MDax-Mitglieder Porsche AG und Wacker Chemie , die beide vorsichtig auf das Jahr 2026 blicken. Vorbörslich schafften es aber beide Aktien ins Plus, obwohl der Sportwagenbauer im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch hinter sich hat und der Spezialchemiekonzern laut ersten Händlerstimmen mit dem Verzicht auf eine Dividende enttäuscht.

Banken könnten auch in den Fokus rücken wegen eines Berichts in der "Financial Times", wonach die US-Bank JPMorgan die Portfolios privater Kreditgeber abwertet wegen zunehmender Sorgen um die Kreditqualität. Händlern zufolge ist dies nicht gut für die Stimmung in einem Sektor, der seit Ende Februar besonders stark unter der Krisenlage im Nahen Osten gelitten hatte.

Aktionäre der Lufthansa müssen sich neben den kriegsbedingten Turbulenzen auf ein neues Problem einstellen: Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat mehr als 5.000 Beschäftigte zu einem 48-Stunden-Streik an diesem Donnerstag und Freitag aufgerufen.

Ein erneut heftiger Kursrutsch blüht den Anlegern von Gerresheimer , die auf Tradegate um 18 Prozent einbrechen in Richtung Rekordtief. Der Verpackungshersteller kann den Geschäftsbericht für das Jahr 2025 in der Folge laufender Bilanzprüfungen erst nach dem 31. März veröffentlichen und muss daher voraussichtlich aus dem SDax absteigen. Die Aktie bleibt "nicht investierbar", sagte ein Händler./tih/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei wieder gesunkenen Ölpreisen holt der Dax am Dienstag etwas Schwung auf seiner Erholung vom Tief seit Mai 2025. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex rund eine Stunde vor Handelsbeginn einen 1,2 Prozent höheren Start bei 23.700 Punkten. Er bewegt sich damit im Fahrwasser wieder angezogener Börsen in Asien und der letztlich festen Wall Street. Die Ölpreise stehen derweil wieder klar unter der 100-Dollar-Marke.

Der Dax würde mit dem freundlichen Start an seine Stabilisierungsbewegung anknüpfen, die zu Wochenbeginn schon im Tagesverlauf eingesetzt hatte. Am Montagmorgen war er im Zuge des Iran-Kriegs und einer erneuten Rally von Öl- und Erdgaspreisen zunächst noch auf 22.927 Punkte abgetaucht. Der Schock nach dem Wochenende hielt aber nur eine halbe Stunde an, dann suchten einige Anleger wieder schrittweise ihre Chance.

Die Panik am Energiemarkt sei so schnell verflogen, wie sie aufgetaucht sei, kommentierte Stephen Innes von SPI Asset Management. Getrieben worden sei die Erholung auch von US-Präsident Donald Trump, der am Vorabend überraschend ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht hat. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten scharf auf seine Äußerungen. "Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden", hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung.

Wenn der Krieg tatsächlich schneller beendet werden könne als bislang erwartet, werde die geopolitische Risikoprämie am Ölmarkt rasend schnell abgebaut, erwähnte Innes weiter. Anstelle weiter das "Kein-Ende-in-Sicht"-Szenario zu verfolgen, starte bereits der "Frontrun auf das Finale". Nach Einschätzung der Helaba ist das Thema Risikoaversion aber "noch nicht ad acta zu legen".

Am Dienstag gab es vorbörslich die Jahreszahlen von Volkswagen auszuwerten mit der Erkenntnis, dass der Konzerngewinn im vergangenen Jahr um fast die Hälfte eingebrochen ist. Die Resultate gingen einher mit einem vorsichtigen Profitabilitätsziel. Auch begünstigt von der generellen Markterholung zogen die Titel des Autobauers im Tradegate-Handel um 1,5 Prozent an.

Deutliche Kursgewinne in Höhe von fast sechs Prozent können Anleger vorbörslich mit Hugo Boss erzielen. Am Vortag hatten sie sich noch schwer damit getan, Aussagen zur Ausschüttungspolitik des Modekonzerns einzuordnen. Nun bekamen die Aktien Rückenwind von den Jahreszahlen, die etwas über den Analystenprognosen lagen.

Eine negative Erscheinung waren die Aktien von Gerresheimer . Im Falle des Verpackungsherstellers belastete es den zuletzt erholten Kurs, dass es von der Finanzaufsicht Bafin nochmals eine Mitteilung gab zu ausgeweiteten Bilanzprüfungen. Aus dem SDax teilte außerdem der Pharmawirkstoffforscher Evotec mit, dass er seinen Umbau mit weiteren Kostensenkungen vorantreiben möchte.

Ansonsten könnten am Dienstag noch Analystenempfehlungen einen Blick wert sein: Beiersdorf wurde von RBC abgestuft wegen Herausforderungen bei der wichtigen Kernmarke Nivea. Zu Eon äußerte sich dagegen Oddo BHF jetzt optimistisch. Das aktuell unsichere Umfeld werde den Wachstumszyklus der Versorger nicht untergraben, schrieb Louis Boujard am Montagabend. Mit den Netzaktivitäten stuft er Eon in der Branchenhierarchie als besonders nachhaltig ein./tih/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Für die europäischen Anleger wird die Rückkehr aus dem Wochenende wegen des weiter zugespitzten Iran-Kriegs zum bösen Erwachen. Ein rasender Anstieg der Ölpreise macht ihnen zunehmend Inflations- und Wachstumssorgen. Im Fokus steht, dass der Iran mit dem Sohn des getöteten Ajatollah Ali Chamenei einen neuen obersten Führer bestimmt hat. Ein schnelles Ende des Kriegs und eine Normalisierung der Ölproduktion in der Region scheinen nicht absehbar.

Zumindest scheint der Dax aber nicht ganz so massiv einzubrechen, wie noch am frühen Morgen befürchtet. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex rund eine Stunde vor Handelsbeginn einen Kursrutsch um 2,8 Prozent auf 22.932 Punkte. In der Nacht hatten Indikationen schon im Bereich von 22.705 Punkten gelegen. Unter den 22.943 Punkten vom November droht dem Dax das tiefste Niveau seit Frühjahr vergangenen Jahres.

Getrieben ist die Situation von der Angst vor einer längeren Sperrung der Straße von Hormus. Der Preis für ein Fass Rohöl der Nordsee-Sorte Brent ist in der Nacht auf Montag um bis zu 29 Prozent auf fast 120 Dollar gestiegen. In einem Bericht der "Financial Times" wird nun darüber spekuliert, ob die Situation durch die Freigabe von Ölreserven beruhigt werden könnte. Der Ölpreis kehrte daraufhin zuletzt in Richtung der 100-Dollar-Marke zurück.

"Die Angst davor, dass das schwarze Gold die Weltkonjunktur ausbremsen könnte, ist deutlich größer geworden", schrieb der Experte Christian Henke vom Broker IG. US-Präsident Trump fordere eine bedingungslose Kapitulation des Iran und in der Folge davon drohe der Militäreinsatz länger anzudauern. "Und dies dürfte nicht im Sinne der Anleger sein", so der Experte.

Die geopolitisch getriebene Flucht aus dem Risiko schreite fort, schrieb denn auch der JPMorgan-Anlagestratege Mislav Matejka. Er erinnerte jedoch daran, dass der Aktienmarkt sein Tief meist dann findet, wenn die Anlegerstimmung am schlechtesten ist. Matejka wäre entsprechend jedenfalls nicht überrascht, wenn der Kursrutsch in dieser oder der kommenden Woche endet.

Die vom Ölpreis ausgelösten Schwankungen zeigen sich am Montag in vielen Branchen mit den üblichen Ausschlägen. Aktien großer Ölkonzerne sind im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate sehr gefragt, während die Titel in der Tourismusbranche stark leiden. Für die Titel der Lufthansa ging es vorbörslich um mehr als drei Prozent bergab. Dass die Barclays Bank ihr negatives Votum für die Fluggesellschaft aufgab, erleichterte nicht groß. Der Analyst hatte seine Studie noch vor der erneuten Ölpreisrally verfasst.

Relativ geringe Kursverluste bahnen sich am Montag im Rüstungsbereich bei Rheinmetall an. In dieser Branche schauen die Anleger am Montag auf den voraussichtlich ersten Handelstag des Unternehmens Gabler im Börsensegment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse.

Vollzogen wird am Montag noch eine Umplatzierung in der Dax-Indexfamilie. Der Autozulieferer Schaeffler ist jetzt Mitglied im MDax , weil der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen den Index der mittelgroßen Unternehmen verlassen musste. Den frei gewordenen Platz im SDax der Nebenwerte nehmen die Vorzugsaktien des Werkzeugherstellers Einhell ein./tih/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Freitag trotz des weiterhin ungelösten Iran-Krieges mit einem Erholungsversuch an den 24.000 Punkten dran bleiben. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex rund eine Stunde vor Handelsbeginn einen Anstieg um 0,6 Prozent auf 23.953 Punkte.

Am bislang sehr schwachen Wochenergebnis würde dies aber wenig ändern. Noch vor einer Woche hatte der Dax sich noch seinem Rekord von 25.507 Zählern aus dem Januar bis auf rund 100 Punkte genähert, dann aber machte der Angriff der USA und Israels auf den Iran den Anlegern einen Strich durch die Rechnung.

Die Asien-Börsen erholten sich am letzten Handelstag einer turbulenten Woche von ihren anfänglichen Verlusten, obwohl im Iran-Krieg keine Entspannung in Sicht ist. Etwas Entlastung brachten etwas rückläufige Rohölpreise, da die USA verschiedene Optionen prüfen zur Bewältigung des Energiekosten-Anstiegs, den der brach liegende Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ausgelöst hatte.

"Dazu gehören sowohl kurzfristige Maßnahmen, die sich schnell auf die Preise auswirken könnten, als auch längerfristige strukturelle Optionen", schrieben die Experten der Commerzbank am Morgen. Unter anderem wollen die Vereinigten Staaten es indischen Raffinerieunternehmen erlauben, für einen begrenzten Zeitraum russisches Öl zu kaufen.

Neben dem Iran-Krieg schauen die Anleger zu Wochenschluss den US-Arbeitsmarktbericht, der für den Zinskurs der US-Notenbank Fed von Bedeutung ist, angesichts des Iran-Krieges aber erst einmal eher in den Hintergrund rücken dürfte. Denn die höheren Energiepreise lenken derzeit den Fokus wieder auf Inflationsgefahren und mögliche Reaktionen der Fed.

Mit Blick auf Einzelwerte hierzulande steht unter anderem die Lufthansa im Fokus. Geringere Spritkosten und weniger Ausgaben für verspätete Flüge hatten der Fluggesellschaft 2025 im Tagesgeschäft mehr Gewinn eingebracht. Für 2026 stellte Vorstandschef Carsten Spohr trotz der Verwerfungen durch den Iran-Krieg eine weitere deutliche Steigerung in Aussicht. Damit notierten die Aktien im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate knapp vier Prozent über dem Xetra-Schluss vom Donnerstag.

Optimistische Analystenkommentar bescherten den Papieren von DHL Group auf Tradegate ein Plus von fast drei Prozent. Experte Marco Limite von der britischen Investmentbank Barclays etwa sieht durch die Nahost-Eskalation Schub für die Gewinnentwicklung der Bonner. DHL sei ein "Luftfracht-Player" und hier ergebe sich ein günstiges Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Mit Blick auf die Ziele des Logistikkonzerns für 2026 sieht Limite eher Chancen als Risiken.

Die Anteilsscheine von Lanxess sackten auf Tradegate um sechs Prozent ab. Der Spezialchemiekonzern wird die restlichen Anteile am Gemeinschaftsunternehmen Envalior nicht in diesem Jahr an den Joint-Venture-Partner Advent verkaufen. Der Finanzinvestor hatte Lanxess diese Entscheidung mitgeteilt und sich dabei auf den vereinbarten Finanzierungsvorbehalt berufen. Eigentlich hätte Lanxess das Geld aus dem Verkauf gut gebrauchen können./la/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Erholung vom Vortag am deutschen Aktienmarkt dürfte sich am Donnerstag nicht fortsetzen. Der Krieg im Nahen Osten zieht mit neuen Angriffen immer weitere Kreise. Das dürfte Investoren von Aktienkäufen abhalten, zumal auch die Preise für Öl und Gas wieder steigen. Der X-Dax signalisierte rund eine Stunde vor Handelsbeginn einen 0,3 Prozent schwächeren Dax bei 24.133 Punkten. Auch der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte nachgeben.

In der Nacht auf den heutigen Donnerstag flogen die USA und Israel weiter Angriffe im Iran, Teheran griff erneut kurdische Gruppen im benachbarten Irak an und das israelische Militär bombardierte weiter Ziele im Libanon. Zudem nahmen die Befürchtungen zu, dass Israel erneut eine Bodenoffensive in seinem nördlichen Nachbarland beginnen könnte.

Obendrein wurde eine Explosion an einem Tanker im Persischen Golf gemeldet, was die Sorgen um die Handelsschifffahrt neu befeuerte. Die Folge sind wieder steigende Preise für Energieträger. Laut dem Marktbeobachter Stephen Innes von SPI Asset Management liegt das Problem nicht im getroffenen Tanker selbst, sondern in der Erkenntnis, dass die Kriegshandlungen neben Militäranlagen nun offenbar auch den globalen Handel ins Visier nehmen.

Hierzulande läuft die Saison der Quartalsbilanzen auf vollen Touren. Der Chemie- und Pharmakonzern Merck rechnet in diesem Jahr mit einem Gewinnrückgang. Das kommt schlecht an, die Aktien büßten im vorbörslichen Handel auf Tradegate sechs Prozent ein. Auch der Logistikriese DHL gab einen verhaltenen Ausblick, der Kurs verlor 1,5 Prozent.

In der zweiten Reihe kamen die Prognosen von LEG Immobilien besser an, die Gesellschaft peilt für 2026 einen operativen Rekordgewinn an. Die Papiere legten um drei Prozent zu. Aktien des Autozulieferers Dürr verloren drei Prozent. Hier enttäuschte laut Händlern die Prognose für den Auftragseingang in diesem Jahr./bek/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die vage Hoffnung auf eine Sicherung der Straße von Hormus durch US-Streitkräfte dürfte den Kursrutsch am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch bremsen. Der X-Dax signalisierte rund eine Stunde vor Handelsbeginn einen stabilen Dax bei 23.822 Punkten, leicht über dem Schlusskurs vom Vortag. Auch der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte den zuletzt freien Fall zunächst beenden.

"Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren", schrieb Trump am Vorabend auf seiner Plattform Truth Social. Um jeden Preis würden die USA den freien Fluss von Energie für den Rest der Welt sicherstellen. Zudem habe er die zuständige Behörde für Entwicklungsfinanzierung DFC angewiesen, Risikoversicherungen und Garantien für den gesamten Seehandel in der Region anzubieten.

Diese Nachrichten hatten am Vorabend in New York dafür gesorgt, dass die US-Börsen ihre Verluste deutlich reduzierten. Ein Blick nach Ostasien zeigt aber, dass die Anleger an den Weltbörsen sehr nervös bleiben. Weil Südkorea und Japan stark von Ölimporten aus dem Nahen Osten abhängen, standen die Börsen dort am Mittwoch nochmals deutlich unter Druck. Der südkoreanische Leitindex Kospi verlor fast zehn Prozent an Wert.

Laut dem Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners versuchen die USA, die Situation zu beruhigen. "Bislang überzeugt der Plan, Tanker auf ihrem Weg durch die Straße von Hormus zu eskortieren, die Börsen aber nicht", kommentierte er am Morgen. Noch sei unklar, ob sich dieser Plan tatsächlich umsetzen lässt. Nach einer Delle am Vorabend zogen die Ölpreise am Mittwoch dann auch wieder an.

Gleich mehrere DAX-Konzerne stehen am Morgen mit Geschäftszahlen und Prognosen im Blick der Anleger. Adidas blieb mit dem Ziel für das Betriebsergebnis in diesem Jahr unter der Markterwartung. Die Aktie fiel im vorbörslichen Handel auf Tradegate um mehr als drei Prozent.

Continental meldete eine Sonderbelastung aus dem Verkauf des Automobilsegments Aumovio von 1,2 Milliarden Euro. Der Kurs fiel daraufhin vorbörslich um drei Prozent.

Leicht im Plus lagen dagegen die Aktien von Symrise . Der Hersteller von Duft- und Aromastoffen ist 2025 stärker gewachsen als erwartet. Bayer -Aktien gaben leicht nach, die operative Gewinnprognose für 2026 blieb hinter der Konsensschätzung zurück./bek/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die andauernden Kampfhandlungen im Nahen Osten dürften die weltweiten Börsen auch am Dienstag belasten. Auf Kursverluste an den asiatisch-pazifischen Aktienmärkten werden aller Voraussicht nach Einbußen an Europas Märkten folgen. Und auch für die Wall Street und die Nasdaq-Börse werden bereits wieder fallende Kurse prognostiziert.

Der X-Dax als Indikator für den Dax signalisierte im vorbörslichen Handel ein Minus von gut einem Prozent auf 24.372 Punkte. Das wäre für den Dax der niedrigste Stand seit Anfang Februar. Ähnlich hohe Verluste werden am Morgen für den Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 indiziert.

Unter den Anlegern geht weiter die Sorge vor einer Energiekrise um. Die Angriffe der USA und Israels auf militärische Infrastrukturen des Iran ging über Nacht weiter und umgekehrt greift Teheran als Reaktion unter anderem Ziele in den Golfstaaten an. "Die militärische Eskalation im Nahen Osten erhöht die Risiken für die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte erheblich", schrieben am Morgen die Experten der NordLB.

Der Straße von Hormus als Öl- und Gasroute kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. "Je länger die Interventionen anhalten und je weiter sich die Angriffe auf andere Länder in der Region ausweiten, desto höher ist das Risiko, um von einem echten, belastenden Ereignis für die Kapitalmärkte auszugehen", schrieben die NordLB-Experten. Bei der Commerzbank wird angesichts steigender Ölpreise auch wieder auf Inflationsrisiken verwiesen.

Mit Blick auf einzelne Aktien sorgten Empfehlungen von Analysten für Bewegung im vorbörslichen Handel auf Tradegate. So stiegen Deutsche Börse um knapp zwei Prozent, nachdem die Investmenthäuser Jefferies und Kepler Cheuvreux die Aktien auf "Buy" hochgestuft hatten. Das Unternehmen profitiert zudem von der aktuell größeren Schwankungen an den Finanzmärkten.

Bei Beiersdorf müssen sich Anleger auf besonders hohe Kursverluste einstellen. Auf der Plattform Tradegate wurden die Titel am Morgen fast acht Prozent unter ihrem Xetra-Schlusskurs vom Vortag gehandelt, weil der Konsumgüter- und Klebstoffkonzern für das laufende Jahr kaum mit Wachstum plant. Callum Elliott von Bernstein Research schrieb, um den Ausblick werde es Diskussionen geben, ob er konservativ oder schlicht enttäuschend sei.

Die Aktien von Kion verloren dagegen drei Prozent. Die Bank Exane BNP strich das Kaufvotum für die Papiere des Herstellers von Logistiktechnik. Die Anteile von SMA Solar büßten vorbörslich mehr als fünf Prozent ein. Ein Händler nannte die Gewinnprognose des Unternehmens für das laufende Jahr enttäuschend./bek/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Angriff der USA und Israels auf den Iran dürften den deutschen Aktienmarkt zum Wochenauftakt auf Talfahrt schicken. Der X-Dax als Indikator für den Dax verlor im vorbörslichen Handel am Montag knapp zwei Prozent auf 24.786 Punkte. Am Freitag war der deutsche Leitindex noch nahe an das Rekordhoch von Mitte Januar gestiegen. Ähnliche Verluste werden für den Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 prognostiziert.

Am Samstag hatten Israel und die USA den Iran angegriffen und dabei unter anderem das iranische Staatsoberhaupt, den Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion.

Ein Blick zurück auf die vergangenen 40 Jahre zeige, dass die Dauer militärischer Konflikte entscheidend sei für die Verluste an den Finanzmärkten, schrieb Stratege Scott Chronert von der Citigroup. Die Aussagen der US-Regierung deuteten darauf hin, dass diese eine "kurze Aktion" präferiere. Viel hänge allerdings davon ab, ob ein Weg zu Verhandlungen gefunden werden kann und ob weitere Staaten in den Konflikt hineingezogen werden.

Verluste werden am Morgen unter anderen für die Reise- und Touristikbranche prognostiziert. Aktien der Lufthansa und von Tui verloren vorbörslich prozentual zweistellig. Der starke Ölpreisanstieg dürfte Papiere aus dem Chemiesektor wie BASF , Evonik , Wacker Chemie und Lanxess belasten. Höhere Kosten für Öl drohen die Gewinne zu schmälern.

Profitieren von der Nachrichtenlage konnten am Montag die Papiere aus der Rüstungsbranche. So legten die Kurse von Rheinmetall , Hensoldt , Renk und des Marineschiffbauers TKMS gegen die allgemeine Marktschwäche teils kräftig zu./bek/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Für den Dax zeichnet sich am Freitag ein recht stabiler Handelsauftakt ab. Damit dürfte der deutsche Leitindex seine Gewinne vom Vortag behaupten und deutlich über der 25.000-Punkte-Marke bleiben. Diese Marke hatte er im frühen Wochenverlauf noch unterschritten.

Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax für das Börsenbarometer ein geringfügiges Minus auf 25.275 Punkte. Das Rekordhoch von gut 25.507 Zählern von Mitte Januar bleibt im Blick.

Vor dem Wochenschluss interessieren am Markt Inflationszahlen aus Deutschland. Am Vormittag werden Preisdaten aus den Bundesländern veröffentlicht, bevor am Nachmittag das Statistische Bundesamt die Werte für das gesamte Bundesgebiet mitteilt.

Aus geopolitischer Sicht behalten die Anleger den Iran-Konflikt im Auge. Die Islamische Republik kündigte nach einer Verhandlungsrunde mit den USA weitere Gespräche für kommende Woche an. Ab Montag seien in Wien, wo die Zentrale der Internationalen Atomenergiebehörde sitzt, "technische Gespräche" geplant, sagte Außenminister Abbas Araghtschi vor Reportern. Sollten sie stattfinden, dürften Details eines möglichen Abkommens ausgehandelt werden.

Ob es aber tatsächlich zu einer weiteren Verhandlungsrunde beider Seiten kommen wird, ist noch unklar. US-Präsident Donald Trump hatte der iranischen Staatsführung vor einer Woche ein Ultimatum bis Anfang März gestellt. Das US-Militär hat inzwischen eine massive Streitmacht in die Region verlegt.

Zudem stehen unter anderem BASF aus dem Dax mit Quartalszahlen im Blick. Der Chemiekonzern blickt vorsichtig in das laufende Jahr. Dieser Ausblick dürfte Investoren eher enttäuschen, auch wenn die Ludwigshafener für gewöhnlich konservativ prognostizierten, sagte ein Händler. Auf der Handelsplattform Tradegate notierten die Papiere von BASF fast drei Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Donnerstag.

Der Spezialchemie-Konzern Alzchem setzte im vergangenen Jahr wegen schwacher Nachfrage aus der Stahlindustrie etwas weniger um als geplant. Dessen Anteilsscheine fielen auf Tradegate um fast zwei Prozent./la/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem Dax droht nach der Rückeroberung der 25.000-Punkte-Marke am Donnerstag der Schwung wieder auszugehen. Die mit Spannung erwarteten Nvidia -Geschäftszahlen vom Vorabend gaben ihm keinen Auftrieb.

Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,1 Prozent auf 25.157 Punkte. Sein tags zuvor ebenfalls festeres Eurozonen-Pendant EuroStoxx wird knapp in der Verlustzone erwartet.

Die jüngst aufgekommenen Sorgen im KI-Sektor konnten am Vorabend weder die KI-Koryphäe Nvidia noch der Softwarekonzern Salesforce zerstreuen. Aussagen von Nvidias Finanzchefin Collette Kress zu einem langfristig möglicherweise stärkeren Druck durch chinesische Konkurrenten ließen aufhorchen. Die Quartalszahlen von Nvidia waren erneut sehr stark. Sie reichten aber nicht aus, um den KI-Hype zurückzubringen, schrieb Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners. Die Anleger blieben vorsichtig.

Am deutschen Aktienmarkt bleibt ebenfalls die Berichtssaison mit einer Flut von Jahreszahlen im Fokus. Die Geschäftsentwicklung der Allianz sieht ein Händler trotz eines Rekordgewinns bestenfalls im Rahmen der Erwartungen und den Ausblick darunter. Denn beim operativen Gewinn liege der Analystenkonsens bereits am oberen Ende der Unternehmens-Zielspanne. Dementsprechend dürfte die Aktie des Versicherers unter Druck geraten, auch wenn der Konzern traditionell konservativ plane - daran dürften auch das am Vorabend angekündigte Aktienrückkaufprogramm und die gute Solvabilitätsquote nur wenig ändern. Vorbörslich stand ein moderates Minus zu Buche.

Der Deutschen Telekom attestierte ein Börsianer auf den ersten Blick etwas durchwachsene Zahlen und Unternehmensziele. Der Ausblick auf das laufende Jahr könnte besser sein, sodass zunächst Gewinnmitnahmen drohten. Die gute heimische Geschäftsentwicklung sollte die Verluste aber begrenzen.

Der Rückversicherer Munich Re übertraf 2025 trotz der verheerenden Waldbrände in Los Angeles sein Gewinnziel, blieb aber hinter den Analystenerwartungen zurück. Im laufenden Jahr soll der Gewinn ungeachtet der gesunkenen Preise wie bisher geplant weiter zulegen.

Ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus berichtete der Internetportal-Betreiber Scout24 . 2026 soll es weiter bergauf gehen. RBC-Analystin Wassachon Udomsilpa sprach von wie gewohnt ermutigenden Resultaten des Unternehmens und sieht die Margen knapp über den Erwartungen. Für die Aktien von Aixtron ging es nach der Veröffentlichung des Geschäftsausblicks für 2026 vorbörslich deutlich nach unten./gl/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Mittwoch vor den wichtigen Nvidia-Zahlen erneut die Hürde von 25.000 Punkten ins Visier nehmen. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,16 Prozent auf 25.028 Punkte. Am Dienstag hatte er kaum verändert knapp unter der runden Marke geschlossen. Sein am Vortag ähnlich lethargischer Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird am Mittwochmorgen ebenso moderat im Plus erwartet.

Die neuen Zölle von Donald Trump hätten den Dax nur kurzfristig aus dem Tritt gebracht, schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. In seiner Rede zur Lage der Nation sei der US-Präsident ohne neue Zolldrohungen ausgekommen, nachdem ihm das jüngste Urteil des obersten US-Gerichts ein zentrales Werkzeug seiner politischen Agenda aus der Hand genommen habe. Zudem hätten sich die Anleger bei diesem Thema "inzwischen ein dickes Fell zugelegt". Wichtigere Themen seien die am Abend nach US-Börsenschuss anstehenden Geschäftszahlen des auf KI-Chips spezialisierten Tech-Riesen Nvidia sowie generell die Bewertungen von KI-Aktien.

Die diesbezüglichen Signale aus den USA sind positiv. Am Dienstag hatten die New Yorker Börsen dank positiver Signale von Unternehmen mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz (KI) Kursgewinne erzielt.

Auch in Deutschland geht die Bilanzsaison zur Wochenmitte weiter. Aus dem Dax etwa berichten der Baustoffhersteller Heidelberg Materials , der Energiekonzern Eon und der Medizinkonzern Fresenius über ihre Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr. Heidelberg Materials erzielte erneut einen Rekord beim operativen Gewinn (Ebit) und will diesen 2026 weiter steigern. Der freie Barmittelfluss und die Nettoverschuldung seien indes schlechter als erwartet ausgefallen, kommentierte ein Händler. Zudem liege die Konsensschätzung für das bereinigte Ebit - das sogenannte RCO - im laufenden Jahr bereits am oberen Ende der Unternehmenszielspanne. Vorbörslich ging es für die Aktie klar bergab.

Eon konnte dank milliardenschwerer Investitionen in den Ausbau des Energienetzes sein bereinigtes operatives Ergebnis ebenfalls steigern und plant bis 2030 weitere Investitionen von 48 Milliarden Euro. Ein Börsianer attestierte den Essenern insgesamt solide Zahlen. Der konservative Ausblick könnte allerdings zu Gewinnmitnahmen bei den gut gelaufenen Aktien sorgen, die sich auch vorbörslich abzeichnen.

Bei Fresenius sorgten Einsparungen sowie ein guter Lauf bei der Pharmatochter Kabi und im Klinikgeschäft für einen Gewinnanstieg, was die Aktien allerdings nicht honorierten. Sowohl die Zahlen, die sonst oft für positive Überraschungen gut seien, als auch der Ausblick sähen auf den ersten Blick durchwachsen aus, hieß es aus dem Markt. Dementsprechend sei ein Kursrückgang zu erwarten, nachdem am Dienstag schon die Zahlen des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC ) belastet hätten. An diesem hält Fresenius nach wie vor eine Beteiligung./gl/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem schwachen Wochenauftakt für den Dax können die Anleger am Dienstag auf eine Stabilisierung hoffen. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,2 Prozent auf 25.033 Punkte. Damit würde er es wieder über die Marke von 25.000 Punkten schaffen, die am Vortag letztlich doch nicht gehalten hatte. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 , der sich am Montag deutlich besser geschlagen hatte, wird ähnlich moderat im Plus erwartet.

"Die Mutigen sind aktuell in der Minderheit", stellte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners fest. Die Doppel-Unsicherheit aus Zöllen und dem Iran-Konflikt münde in einer erhöhten Risikoaversion und der klassischen Umschichtung in "sichere Häfen". Bemerkenswert findet Altmann, dass dazu wieder verstärkt US-Staatsanleihen zählten. "Offen ist allerdings, ob Anleger dies aus Überzeugung tun oder eher aus Mangel an Alternativen", so der Experte. Denn nach deutlichen Kursgewinnen seien Käufe von Edelmetallen mit größeren Verlustrisiken verbunden.

Unternehmensseitig sorgt die Berichtssaison für deutlich mehr Nachrichten als zum ruhigen Wochenauftakt. Der Dialyseanbieter Fresenius Medical Care (FMC) berichtete für 2025 einen Gewinnsprung und schnitt damit einem Händler zufolge ein wenig besser als erwartet ab. Der Ausblick, der eine deutlich nachlassende Dynamik beinhaltet, falle derweil wie befürchtet vorsichtig aus. Konzernchefin Helen Giza schließt für das bereinigte operative Ergebnis 2026 sowohl einen Zuwachs als auch einen Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich zu konstanten Wechselkursen nicht aus. Grund ist vor allem die Einführung eines moderneren Dialysegerätes in den USA, die zu Buche schlägt. Für die Aktie zeichnet sich ein Kursrückgang ab.

Der Triebwerksbauer MTU erzielte dank guter Geschäfte mit neuen Turbinen, Ersatzteilen und Wartung einen kräftigen Gewinnsprung. Jetzt soll die Dividende von 2,20 auf 3,60 Euro klettern und damit deutlich stärker als von Analysten erwartet. Für 2026 stellt der neue Vorstandschef Johannes Bussmann weitere Steigerungen von Umsatz und Gewinn in Aussicht.

Daneben berichteten einige Unternehmen aus dem Nebenwerte-Index SDax über ihre Geschäftsentwicklung. Der Fotodienstleister Cewe konnte im vergangenen Jahr Umsatz und operatives Ergebnis (Ebit) steigern. Analysten hatten beim Umsatz etwas weniger erwartet, beim operativen Gewinn aber im Mittel mehr auf dem Zettel stehen. Vorbörslich stand die schon vortags schwache Aktie etwas unter Druck.

Das auf Mittelständler spezialisierte Beteiligungsunternehmen Indus Holding bekam im vergangenen Geschäftsjahr die Belastungen durch US-Zölle zu spüren: Während der Umsatz den vorläufigen Zahlen zufolge ein wenig zulegte, ging das bereinigte operative Ergebnis zurück.

Der Halbleiterkonzern Elmos legte ebenfalls Jahreszahlen vor und erhöhte seine Cashflow-Prognose für 2030. Bei den Anlegern stieß das auf ein positives Echo, wie das deutliche vorbörsliche Kursplus zeigte.

Derweil setzt der Brennstoffzellenspezialist SFC Energy nach einem holprigen Jahr auf baldige Besserung. Nach einem leichten Rückgang 2025 soll der Umsatz im laufenden Jahr wieder steigen. Auch für das operative Ergebnis soll es nach einem Einbruch um fast ein Viertel wieder bergauf gehen./gl/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Für den Dax zeichnen sich nach einem versöhnlichen Wochenausklang am Montag Verluste ab. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,9 Prozent auf 25.134 Punkte. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wurde 0,5 Prozent tiefer erwartet, womit auch ihm ein Rücksetzer droht. Er hatte noch am Freitag seine Rekordjagd fortgesetzt.

Die positive Marktreaktion vom Freitagnachmittag auf die Entscheidung des obersten US-Gerichts gegen viele der globalen Zölle der US-Regierung droht damit zu verpuffen. Die EU-Regierungschefs hätten verhaltener auf den Gerichtsbeschluss reagiert als vor einem Monat auf Donald Trumps Drohungen wegen Grönland, betonte Experte Greg Fuzesi von der US-Bank JPMorgan. Zunächst ändere sich faktisch nichts an den Zöllen, die der amerikanische Präsident gegen die EU verhängt habe. Gegenmaßnahmen der EU erwartet Fuzesi daher eher nicht.

Ifo-Präsident Clemens Fuest hält das Gerichtsurteil politisch zwar für eine gute Nachricht, warnte in einem Interview mit dem "Handelsblatt" aber vor wachsenden Risiken für die Wirtschaft.

Wenige Stunden, nachdem das oberste US-Gericht am Freitag einen Großteil von Trumps Zöllen auf Basis eines Notstandsgesetzes aus den 1970er Jahren als unzulässig erklärt hatte, kündigte Trump einen weltweiten Zollsatz auf Importe in die USA von 10 Prozent an. Diesen hob er am Folgetag auf 15 Prozent an. Damit schöpft er die Höchstgrenze eines Handelsgesetzes aus den 1970er Jahren, auf das er sich beruft, voll aus. Nun versuchen die EU und andere Länder, die genauen Folgen für die globale Wirtschaft abzuschätzen. Im EU-Parlament ist an diesem Montag eine Sondersitzung des Rechtsdienstes und des Verhandlungsteams, das für ein Zollabkommen zwischen den USA und der EU zuständig war, geplant.

Unternehmensseitig sieht die Agenda am deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn übersichtlich aus. Der Scheinwerferhersteller Hella habe mit dem Umsatz im vergangenen Jahr sowohl die Planung als auch die Erwartungen übertroffen, während die Margen der eigenen Zielsetzung entsprächen, kommentierte ein Händler. Der Umsatzausblick auf 2026 sei aber eine klare Enttäuschung. Auch bei den Margen lägen die Markterwartungen schon am oberen Ende der Unternehmenszielspanne. Mit einem vorbörslichen Kursrückgang um 0,7 Prozent dürfte die Aktie aus der Handelsspanne der vergangenen Tage nach unten abrutschen.

Den zuletzt rekordhungrigen Titeln des Baukonzerns Hochtief droht mit einem Minus von 2,6 Prozent ein Rückschlag. Die spanische Bank Santander strich ihre positive Anlageempfehlung. Sie hob zwar das Kursziel etwas an, liegt damit aber immer noch klar unter dem aktuellen Bewertungsniveau./gl/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Freitag zeichnet sich nach dem jüngsten Auf und Ab am deutschen Aktienmarkt ein solider Start ab. Knapp eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex Dax ein Plus von 0,14 Prozent auf 25.079 Punkte. Unter dem Strich würde es damit auf einen Wochenanstieg um mehr als ein halbes Prozent hinauslaufen, obwohl der Leitindex seine Mittwochsgewinne am Vortag großteils wieder abgegeben hatte.

Der Dax behauptet sich damit über der Marke von 25.000 Punkten, über der Anleger weiter mit einer Rückkehr an das Rekordhoch von Mitte Januar bei gut 25.507 Punkten liebäugeln dürfen. Es ist jedoch fraglich, wie weit sich die Anleger vor dem Wochenende aus der Deckung wagen - insbesondere angesichts eines möglichen US-Angriffs auf den Iran und der unklaren Folgen für die Weltwirtschaft. Der Ölpreis steigt entsprechend. Derweil gehen die Verhandlungen um Irans umstrittenes Atomprogramm weiter. US-Präsident Trump will in "maximal" 10 bis 15 Tagen einen Deal.

Am Freitag stehen auch noch Konjunkturdaten auf der Agenda. Neben den deutschen Erzeugerpreisen am Morgen blicken Anleger auf die europäischen Einkaufsmanagerindizes am Vormittag. "Die Erwartungshaltung ist, dass es per saldo leichte Verbesserungen der Stimmungslage geben wird", schrieben dazu am Morgen die Experten der Landesbank Helaba. In den USA liege dann später der Fokus auf der ersten Schätzung des BIP-Wachstums im vierten Quartal. Eine Wachstumsrate von annualisiert rund 3 Prozent würde nach Helaba-Einschätzung nicht dazu beitragen, die Zinssenkungserwartungen bezüglich der Fed zu forcieren.

Unternehmensseitig könnten Rüstungswerte einmal mehr im Fokus stehen wegen der Lage im Iran und in der Ukraine. Rheinmetall könnten mit einem positiven Start an ihre zuletzt zweitägige Rally anknüpfen, denn bei den Gesprächen über die beiden Krisenherde ist ein Durchbruch nicht in Sicht.

Die Titel von Thyssenkrupp profitierten vorbörslich mit mehr als drei Prozent Plus von einer Kaufempfehlung des Investmenthauses Jefferies. Analyst Tommaso Castello begründete diese mit dem Kursrückgang der Aktien seit Anfang Februar. Er hob allerdings auch seine diesjährige, operative Ergebnisprognose an. Dank des Rückenwinds seitens der Politik und der dynamischen Umsetzung der Unternehmensstrategie sieht er Potenzial für die Gewinne in der Stahlindustrie in Europa./tih/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem starken Vortag zeichnen sich im Dax am Donnerstag kleine Verluste ab. Knapp eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,3 Prozent auf 25.196 Punkte.

Mit in der Spitze 25.315 Punkten hatte der Dax tags zuvor wieder einen Höchststand seit Mitte Januar erreicht. Damit rückte er zugleich näher an sein Rekordhoch bei gut 25.507 Punkten heran, das ebenfalls aus diesem Jahr stammt.

Die wichtigsten US-Indizes zeigten sich am Mittwoch erholt. Ihr Niveau zum europäischen Handelsende konnten sie aber nicht ganz halten. Dies lag vor allem daran, dass die US-Notenbank im Protokoll ihrer jüngsten Sitzung die Risiken betonte, die von einer zu hohen Inflation ausgehen können. Zuletzt hatte sich die Hoffnung auf eine Zinssenkung der Fed bereits nach hinten verschoben.

Beim Flugzeugbauer Airbus bemängelten Marktteilnehmer den schwachen Ausblick, der zwar konservativ sei, aber doch deutlich unter den Erwartungen liege. Auf Tradegate rutschten die Papiere um mehr als 4 Prozent zum Xetra-Schluss ab.

Zu den Jahreszahlen von Krones sagte ein Händler, sie seien schwächer als ohnehin befürchtet. Positiver äußerte er sich zum Ausblick des Getränkeabfüllanlagen-Herstellers. Auf Tradegate gaben die Aktien um 2,9 Prozent nach.

Abwärts um 2,4 Prozent ging es auch für Flatexdegiro trotz Dividendenerhöhung. Die Dividendenrendite sei allerdings immer noch niedrig, hieß es am Markt. Zudem liege die Gewinnprognose des Online-Brokers für 2026 unter der Erwartung.

Für den Mobilfunkanbieter Freenet senkte die UBS den Daumen und rät zum Verkauf. Die Titel verloren 3,7 Prozent auf Tradegate. Die Anteile der Fondsgesellschaft DWS dagegen legten um 2,9 Prozent zu, hier rät die UBS zum Kauf. Eine Hochstufung von Morgan Stanley für Vonovia gab den Aktien des Immobilienkonzerns Auftrieb, das Plus betrug 1,2 Prozent./ajx/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Mittwoch erneut über die runde Marke von 25.000 Punkten klettern. Knapp eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,2 Prozent auf 25.056 Punkte.

Seit Mitte Januar versucht der Dax, diese Charthürde nachhaltig zu überwinden. Letztlich fehlten bisher die Anschlusskäufe. Kapitalmarktexperte Martin Utschneider vom Broker RoboMarkets sieht das Börsenbarometer mittelfristig weiter in einer Konsolidierung, die langfristige Tendenz zeige einen intakten Aufwärtstrend.

Im Fokus dürften auch am Mittwoch die Aktien von Bayer stehen, nachdem die Anleger tags zuvor einen Milliardenvergleich in den USA als weiteren Schritt gefeiert hatten, um die Glyphosat-Akten nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten endlich zu schließen. JPMorgan-Analyst Richard Vosser sieht jedoch noch einige Unsicherheiten und rechnet am Mittwoch nicht damit, dass sich der starke Lauf nahtlos fortsetzt. Nach dem Kursgewinn von mehr als 7 Prozent am Vortag standen die Titel im vorbörslichen Handel auf Tradegate knapp im Minus zum Xetra-Schluss.

Die Papiere des Maschinenbauers Dürr legten nach vorläufigen Jahreszahlen um 2,6 Prozent auf Tradegate zu. Gewinnseitig habe Dürr positiv überrascht, beim Umsatz aber etwas unter den Erwartungen gelegen, so ein Börsianer.

Dem Nutzfahrzeugzulieferer SAF-Holland machte 2025 eine schwache Nachfrage im Erstausrüstungsgeschäft zu schaffen. Die Titel verloren vorbörslich auf Tradegate 1,8 Prozent./ajx/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Ohne Impulse von der Wall Street dürfte der Dax am Dienstag seine jüngsten Verluste ausweiten. Der X-Dax signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,3 Prozent auf 24.721 Punkte. Damit orientiert sich das Barometer wohl wieder zurück in Richtung der 50-Tage-Linie bei 24.624 Punkten. Dieses mittelfristige Trendbarometer hatte er zuletzt bereits einige Male nur mit Mühe verteidigt.

In den USA war zu Wochenbeginn wegen eines Feiertages nicht gehandelt worden. In Japan gab es beim Nikkei am Morgen weitere Gewinnmitnahmen nach dem Rekord der Vorwoche. Chinas Börsen bleiben wegen des dortigen Neujahrsfests noch geschlossen.

Im Dax scheinen sich Siemens von den hohen Kursverlusten am Vortag, ausgelöst von KI-Sorgen, zunächst nicht zu erholen. Auf Tradegate notierten die Papiere zum Xetra-Schluss knapp im Minus.

Die Berenberg Bank gab ihre Verkaufsempfehlung für BASF zugunsten eines "Hold"-Votums auf. Dies stabilisierte die Papiere des Chemiekonzerns, die vorbörslich auf Tradegate moderat höher standen zum Xetra-Schluss.

Im Nebenwerteindex SDax stehen Norma Group und Ottobock nach Jahreszahlen im Blick. Den Verbindungstechnik-Hersteller Norma belasteten eine schwache Nachfrage und hohe Kosten. Auf Tradegate rutschten die Anteile um 2,7 Prozent zum Xetra-Schluss ab. Für den Prothesen-Spezialisten Ottobock ging es hingegen um 2,5 Prozent hoch./ajx/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der wechselhaften Vorwoche zeichnet sich im Dax am Montag ein stabiler Start ab. Der X-Dax signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start ein Plus von 0,2 Prozent auf 24.966 Punkte.

Insgesamt sieht es nach einem ruhigen Wochenbeginn aus. In den USA ist am Montag Feiertag und die Börsen dort sind geschlossen. Auch an einigen Handelsplätzen in Asien wurde nicht gehandelt, etwa in China wegen des Neujahrsfestes. Von konjunktureller Seite kommen erst im weiteren Wochenverlauf wieder wichtige Impulse aus den USA und aus Europa.

Am vergangenen Donnerstag war der Dax bis auf 25.239 Punkte geklettert und damit in Sichtweite seines Rekords bei gut 25.507 Punkten gekommen. Letztlich scheiterte jedoch dieser Ausbruchsversuch über die Charthürde im Bereich von 25.000 Punkten. Am Freitag verteidigte der Dax immerhin seine 21-Tage-Linie.

Jochen Stanzl, Marktanalyst bei der Consorsbank, schrieb: "Anleger haben ihr Geld in den vergangenen Wochen aus KI-Aktien in Blue Chips und etablierte Unternehmen umgeschichtet, in der Hoffnung, dort eine vergleichsweise sichere Anlage gefunden zu haben. Die Kursverluste bei Logistik- und Finanzaktien in der letzten Woche zeigten jedoch, dass selbst eingesessene Unternehmen im Zweifel nicht vor KI-Disruption gefeit sind." Dies erhöhe die Unsicherheit.

Ein gestrichenes "Outperform"-Votum für Flatexdegiro von Exane BNP Paribas brockte den Aktien des Online-Brokers vorbörslich auf Tradegate ein Minus von 4,5 Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss vom Freitag ein./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Beim Dax müssen die Anleger am Freitag trotz leichter Gewinne wohl von unten auf die 25.000-Punkte-Marke schauen. Mit einem leicht positiven Start dürfte der Leitindex zunächst auf etwas Abstand zur Tausendermarke bleiben, nachdem der Sprung über diese am Vortag erneut gescheitert war. Der X-Dax signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start einen 0,1 Prozent höheren Auftakt bei 24.868 Punkten. Damit würde das Wochenplus auf 0,6 Prozent steigen.

Laut der Helaba würde aus technischer Sicht erst ein nachhaltiger Anstieg über die 25.000 Punkte den Weg zur Bestmarke von knapp 25.508 Punkten frei machen. Auf dem Weg dahin hatte das Hoch seit Mitte Januar am Donnerstag nicht lange gewährt, da die Gewinne nach dem US-Handelsstart wieder abgegeben wurden. Einmal mehr griffen KI-Sorgen im New Yorker Handel auf viele Branchen durch. Der US-Tech-Index Nasdaq 100 verlor zwei Prozent. Den Löwenanteil aber bereits bis zum europäischen Handelsende.

Am Freitag dürfte nun viel daran liegen, was die am Nachmittag anstehenden Inflationszahlen aus den USA mit sich bringen. Diese sind von besonderer Bedeutung für den Spielraum der Notenbank Fed, um die Zinsen weiter zu senken. Infolge unterschiedlicher Wirtschaftsdaten hatten schwankende Zinssenkungserwartungen zuletzt zur Unruhe an den Börsen beigetragen. Laut der Helaba war die Inflation zuletzt zu hoch, doch mit den Januarzahlen zeichne sich eine Entspannung ab.

Nachdem Siemens am Vortag nach Zahlen merklich zu den Kursbewegungen beigetragen und zeitweise SAP erneut als wertvollstes Dax-Unternehmen abgelöst hatte, wird die Nachrichtenlage auf Unternehmensseite zu Wochenschluss etwas ruhiger. Der Siemens-Kurs wird am Freitag um die Auszahlung der Dividende bereinigt.

Im Fokus stand vor allem Jenoptik mit einem vorbörslichen Kursrutsch um mehr als elf Prozent. Bei dem Technologieunternehmen geht damit wohl die jüngste Rally zu Ende, die den Kurs am Vortag erstmals seit Oktober 2024 wieder bis an die 28-Euro-Marke herangeführt hatte. Der Auftragseingang und die Marge trübten nach der Rally die Stimmung, hieß es von Händlerseite.

Beiersdorf könnten einen Blick wert sein nach enttäuschenden Zahlen des Konkurrenten L'Oreal , dessen Aktien nachbörslich deutlich unter Druck gerieten. Ein Händler erwähnte, auf den zweiten Blick könnten die Rückschlüsse für den Nivea-Hersteller aber positiver werden, da das Abschneiden von L'Oreal an den gemeinsamen Schnittstellen zufriedenstellend wirke.

An die jüngsten Kursverluste knüpfen vorbörslich die Titel von Delivery Hero mit einem Abschlag von 2,3 Prozent an. Hier wurde auf enttäuschende Zahlen der Nahost-Tochter Talabat verwiesen. Umsatzseitig sei deren viertes Quartal in Ordnung, schrieb Analyst Evgenii Annenkov von Jefferies Research. Der Ausblick auf das operative Ergebnis (Ebitda) im neuen Geschäftsjahr liege aber unter dem Analystenkonsens.

RWE leiden vorbörslich mit einem Prozent darunter, dass die Aktien nach starkem Kursverlauf vom Analysehaus Bernstein Research auf ein neutrales Votum abgestuft wurden. Das Wachstumspotenzial des Energiekonzerns sei inzwischen eingepreist, lautete das Argument der Analystin Deepa Venkateswaran. Chancen und Risiken hält sie für ausgeglichen.

Positiver sieht das Bild nach einem Analystenkommentar bei PVA Tepla aus, denn hier ziehen die Aktien im Tradegate-Handel um zwei Prozent an. Für das Technologieunternehmen aus dem SDax hat die französische Investmentbank Exane BNP ihre bisher negative Haltung aufgegeben./tih/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte seine Vortagsverluste am Donnerstag mit einem freundlichen Start zunächst ausgleichen. Der X-Dax signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start einen 0,5 Prozent höheren Auftakt bei 24.975 Punkten. Damit würde der deutsche Leitindex weiterhin im Kontakt bleiben zur Marke von 25.000 Punkten, die in diesen Tagen im Fokus steht.

Im Laufe der Woche hatte der Dax schon mehrmals vergeblich versucht, die Tausendermarke nachhaltig zu überschreiten und einen Schritt hin zum Rekord von 25.507 Punkten zu machen. Neue Impulse könnten von der Berichtssaison ausgehen, die am Donnerstag in Deutschland einiges zu bieten hat. Ausgewertet werden am Morgen unter anderem die Zahlen von Siemens, Mercedes -Benz, der Deutschen Börse und Thyssenkrupp .

Gespannt warten die Anleger außerdem auf Inflationszahlen, die am Freitag in den USA auf der Agenda stehen. Diese sind der nächste wichtige Aspekt, um den weiteren geldpolitischen Spielraum der Notenbank Fed beurteilen zu können. Ein überraschend guter US-Jobbericht hatte am Vortag für Gegenwind gesorgt. Nach Angaben der Landesbank Helaba war er "ein zweischneidiges Schwert", weil mit den Konjunktursorgen auch die Zinssenkungshoffnungen schwinden.

Im Dax bahnt sich am Donnerstag bei Einzelwerten Licht und Schatten an. Die Aktien von Siemens näherten sich vorbörslich mit einem Plus von fast drei Prozent dem Anfang Februar erreichten Rekord von 266,25 Euro. Sie profitierten davon, dass der Technologiekonzern nach einem guten Geschäftsjahresauftakt seine Ergebnisprognose erhöhte. Phil Buller von JPMorgan sprach von übertroffenen Auftrags-, Umsatz- und Margenerwartungen in den wichtigen Sparten Digital Industries (DI) und Smart Infrastructure (SI).

Auf der Schattenseite steht dagegen der Autosektor wegen Mercedes-Benz . Die Titel des Premium-Autobauers sackten im Tradegate-Handel um mehr als fünf Prozent ab, nachdem die Stuttgarter für das vergangene Jahr einen Gewinneinbruch vermeldet hatten. Ein Händler sah das Abschneiden der Autosparte und deren Margenziele in einem ersten Kommentar als Enttäuschung an. Die Dividende werde derweil nicht so drastisch gekürzt wie gedacht, hieß es.

Eher wenig bewegt zeigten sich die Papiere der Deutschen Börse . Der Börsenbetreiber verdiente 2025 dank Übernahmen und guter Geschäfte rund um Finanzmarkt-Produkte so viel wie noch nie - und tütete daraufhin gleich die nächste Transaktion ein. Der den Daten-, Analyse- und Indexanbieter ISS Stoxx soll jetzt vollständig übernommen werden.

Bei Thyssenkrupp bahnt sich im MDax ein 2,5 Prozent schwächerer Start an. Hohe Restrukturierungskosten für das Stahlgeschäft führten bei dem Industriekonzern zu einem höheren Verlust im ersten Geschäftsquartal. Ein schwacher Barmittelfluss wurde in ersten Kommentaren als Belastung angesehen.

Schlechte Nachrichten kamen außerdem vom SDax -Mitglied KWS Saat : Eine gekappte Umsatzprognose wegen der gedämpften Lage am Agrarmarkt drückte die Aktien des Saatgutherstellers vorbörslich mit mehr als vier Prozent ins Minus./tih/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax versucht sich auch am Mittwoch am Ausbruch über die Charthürde von 25.000 Punkten. Das Vortagshoch von 25.075 Punkten und das Vorwochenhoch bei knapp 25.100 Zählern wären dann die nächsten wichtigen Zielmarken. Der X-Dax signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start einen 0,1 Prozent höheren Auftakt bei 25.021 Punkten.

Bislang fehlt den Anlegern über der Dax-Marke von 25.000 Punkten die Bereitschaft, nachzukaufen. Sie sind in Lauerstellung vor dem US-Arbeitsmarktbericht, der am Nachmittag mitteleuropäischer Zeit veröffentlicht wird. Vor diesem fehlt auch der Schwung von den US-Börsen: Auch wenn der Dow Jones Industrial am Vortag seine Rekordjagd fortsetzen konnte, blieb am Ende von den Kursgewinnen des US-Leitindex kaum etwas übrig.

"Die US-Arbeitsmarktdaten für den Januar sind so etwas wie die Zahl der Woche für die Börsen", schrieb am Morgen der Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners. Nach einigen enttäuschenden Berichten werde jetzt eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau erwartet. Sollte er sich weiter abschwächen, könne dies "den demnächst scheidenden Fed-Präsidenten Jerome Powell noch einmal unter politischen Druck bringen."

In puncto Unternehmensberichte ist am Mittwoch in Deutschland wieder einiges los. Aus dem Dax konnte die Commerzbank nach den vortags bereits veröffentlichten Eckdaten zunächst nicht damit punkten, dass sich das Finanzinstitut für 2026 mehr als 3,2 Milliarden Euro Gewinn vornimmt. Analysten hatten im Schnitt noch mehr erwartet und so sank der Kurs vorbörslich um fast ein Prozent.

Siemens Energy sind dagegen gefragt. Sie steuern auf ihren nächsten Rekord zu und legten dabei auf der Plattform Tradegate um mehr als fünf Prozent zu. Der Energietechnikkonzern profitierte im ersten Geschäftsquartal weiter von einer hohen Stromnachfrage. Stark zeigte sich das rekordhohe Neugeschäft.

Resultate gab es in der zweiten und dritten Reihe noch von den Unternehmen TKMS , Thyssenkrupp Nucera , Schott Pharma , Douglas und Wacker Neuson auszuwerten - teils mit vorbörslich positiven Kursreaktionen.

Titel von Wacker Chemie , der Verve Group und Verbio wurden im Tradegate-Handel von Kaufempfehlungen durch Analysten gestützt.

Für negative Schlagzeilen sorgte Gerresheimer : Die Tatsache, dass der Geschäftsbericht für das Jahr 2025 wegen weiterem Anpassungsbedarf erneut aufgeschoben wird, ließ den Kurs vorbörslich um 16 Prozent einbrechen. Der Verpackungshersteller beauftragte weitere Untersuchungen durch eine zweite Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Die Unsicherheit darüber überwog den parallel veröffentlichten Ausblick auf das neue Geschäftsjahr./tih/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Für den Dax bahnt sich am Dienstag ein weiteres Ringen um die 25.000-Punkte-Marke an. Zu Wochenbeginn war der deutsche Leitindex im späten Handel über die Tausendermarke gestiegen, doch nun dürfte diese mit einem schwächeren Start auf der Kippe bleiben. Der X-Dax signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start einen 0,1 Prozent niedrigeren Auftakt bei 24.985 Punkten. Eine weitere Annäherung an das Rekordhoch von 25.507 Punkten aus dem Januar würde damit zunächst nicht gelingen.

Aus bleibt am Dienstag der internationale Rückenwind, denn nach dem europäischen Handelsende ging den US-Indizes etwas der Schwung aus, der den Dax am Montag im Nachmittagshandel noch mitgetragen hatte. In Asien konzentrierten sich Kursgewinne vor allem auf den Handel in Tokio, der noch vom Sondereffekt des Wahlsiegs der Liberaldemokraten geprägt war. Dass der Nikkei-225 dort das nächste Rekordhoch erreichte, hilft dem deutschen Leitindex jedoch nicht weiter.

Am Markt hieß es, dass die Anleger am Tag vor dem US-Arbeitsmarktbericht zunächst eine kleine Warteschleife fliegen könnten. An den tonangebenden US-Börsen hat der Dow Jones Industrial schließlich eine Rekordjagd bis über die 50.000-Punkte-Marke hinter sich. Auch der marktbreite S&P 500 ist in Lauerstellung, seine Bestmarke zu toppen. Am Dienstag schon könnten Impulse dazu von den Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsätzen kommen, die das wichtige Weihnachtsgeschäft widerspiegeln.

Keine positiven Impulse kommen am Dienstag von zwei Unternehmen mit Zahlenvorlagen. Bei Teamviewer ging es vorbörslich um mehr als sechs Prozent bergab in Richtung Rekordtief, weil der Anbieter von Fernwartungssoftware einen vorsichtigen Ausblick auf das neue Jahr abgegeben hatte.

Der Reisekonzern Tui stand zuletzt mit einem Hoch seit 2023 besser da, doch hier bahnen sich ein Abschlag von zwei Prozent Gewinnmitnahmen an. Der operative Gewinn konnte zwar im ersten Geschäftsquartal gesteigert werden, der Umsatz aber nicht. Auch die Aussagen zur aktuellen Buchungsentwicklung für die wichtige Sommersaison seien mau, hieß es von Händlerseite.

Ansonsten rückten unternehmensseitig einmal mehr Analystenkommentare in den Mittelpunkt. Gestrichene Kaufempfehlungen gab es von der UBS für die beiden United-Internet-Töchter 1&1 und Ionos sowie von der Citigroup für Nordex . Nach gutem Lauf strich außerdem die Berenberg Bank ihr "Buy" für Eon . Die vier Werte bewegten sich vorbörslich mit bis zu drei Prozent im Minus.

Etwas optimistischer wird dagegen Goldman für einige zyklisch geprägte Chemiewerte - mit frischen Kaufempfehlungen, die Evonik und Symrise vorbörslich mit bis zu 4,3 Prozent ins Plus hievten. Ein frisches "Buy" von Jefferies kommt außerdem bei den Aktionären des Halbleiterausrüsters Aixtron gut an./tih/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Stabilisierung des Dax dürfte sich zum Wochenstart zunächst fortsetzen. Mit den internationalen Börsen im Rücken signalisierte der X-Dax eine Stunde vor dem Xetra-Start einen 0,4 Prozent höheren Auftakt bei 24.823 Punkten. Er würde damit an seine Freitagserholung anknüpfen und einen Schritt zurück zur 25.000-Punkte-Marke machen. Noch am Donnerstag stand der deutsche Leitindex mit 24.272 Punkten dicht an seinem Jahrestief.

"Der Dax befindet sich mitten in einer technischen Erholung, und es muss sich erst noch zeigen, ob die Arbeitsmarktdaten am Mittwoch und die Inflationszahlen am Freitag aus den USA ausreichen, um den Widerstand bei 25.000 Punkten nach oben zu durchbrechen", schrieb am Morgen Experte Jochen Stanzl von der Consors Bank.

Die Vorgaben aus den USA und Asien sind am Montag zunächst einmal positiv vor den frischen geldpolitischen Signalen, die im Wochenverlauf erwartet werden. Der Dow Jones Industrial konnte am Freitag seine Gewinne nach dem europäischen Handelsende ausbauen und erstmals über die Marke von 50.000 Punkten steigen. Auch der zuletzt von KI-Konkurrenz- und Investitionssorgen durchgeschüttelte Tech-Auswahlindex Nasdaq 100 sowie Gold, Silber und der Bitcoin verbuchen derzeit Erholungsversuche.

In Tokio schnellte der Nikkei-225 nach dem Wahlsieg der Regierungspartei sogar auf ein Rekordhoch hoch. Das starke Ergebnis verleihe Ministerpräsidentin Sanae Takaichi weitreichende parlamentarische Befugnisse zur Verabschiedung von Gesetzen, unter anderem in den Bereichen Finanzpolitik, Verteidigung und Verfassungsänderungen, kommentierte dies am Morgen die Commerzbank. Anleger setzen mit japanischen Aktien auf höhere Staatsausgaben des Landes zur Ankurbelung der Wirtschaft.

In Deutschland setzen Anleger am Montag vorbörslich auf Scout24 . Angetrieben von einer Kaufempfehlung der Schweizer Großbank UBS zogen die Titel des Online-Portalbetreibers vorbörslich um 3,6 Prozent an - von ihrem Tief seit September 2024. Der Abverkauf der Aktien hatte sich zuletzt verschärft wegen der branchenweit spürbaren Sorgen, dass die Künstliche Intelligenz Geschäftsmodelle stören könnte.

Bei Rheinmetall ist die Grundlage für eine weitere Erholung eine andere: Die Titel hatten zuletzt nach einer erneuten Annäherung an ihr Rekordhoch unter Gewinnmitnahmen gelitten. Experten werden aber nicht müde zu betonen, dass solche Rücksetzer Anlegern neue Kaufchancen eröffnen für eine Aktie, die von erhöhtem Verteidigungsbedarf profitieren sollte. Laut dem Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, könnte sich die russische Bedrohung an der Nato-Ostflanke mit einem Waffenstillstand in der Ukraine verschärfen.

Ihre am Freitag schon begonnene Erholung fortsetzen dürften die Grenke -Aktien, die am Montag vorbörslich 2,6 Prozent höher gehandelt wurden. Die Privatbank Berenberg setzte die Anteile des Leasingspezialisten neu auf ihre Favoritenliste. Die Jahresbilanz dürfte eine Trendwende einläuten, schrieb Marius Fuhrberg in seinem am Montag veröffentlichten Kommentar. Die Bewertung sei attraktiv./tih/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem jüngsten Stabilisierungsversuch im Dax geht es für den Dax am Freitag nicht weiter nach oben. Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex ein leichtes Minus auf 24.479 Punkte. Tags zuvor war der Dax zwischenzeitlich auf fast 24.272 Punkte gesunken, fing sich aber knapp über dem Jahrestief. Die seit Jahresanfang verzeichneten Gewinne sind aufgezehrt.

Im nachbörslichen US-Handel zeigte sich mit einem zweistelligen Kursrutsch bei Amazon , wie hartnäckig sich die KI-Sorgen der Anleger halten. Der Handelsriese will in diesem Jahr rund 200 Milliarden US-Dollar unter anderem in KI, Chips, Robotik und Satelliten stecken. Damit liegt Amazon noch über dem Investitionsvolumen der Google-Mutter Alphabet . Alphabet-Aktien waren an der Nasdaq tags zuvor zunächst um 8 Prozent abgesackt, holten die Verluste aber fast ganz auf. Amazon werde zunächst darunter leiden, dass die Anleger hohe Investitionen ohne konkreten Umsatzerfolg sehr kritisch sehen, kommentierten Analysten von Goldman Sachs.

"Der KI-Investitions-Kater verwandelt sich gerade in eine wilde Flucht", kommentierte Stephen Innes von SPI Asset Management. Die Anlegerstimmung erscheine gerade wie das Negativ des Booms von 2021. "Die Anleger wollen schnellere Ergebnisse sehen", stimmte der Jefferies-Branchenexperte Brent Thill mit Blick auf Amazon zu. Neben der Diskussion, ob und wann sich die immensen Investitionen in KI auszahlen, belastet viele Unternehmen auch das Thema KI-Konkurrenz.

Am hiesigen Aktienmarkt fallen vorbörslich die Papiere von Bayer mit einem Plus von fast vier Prozent auf Tradegate im verglichen mit dem Xetra-Schluss. Damit würden nur noch wenige Cent zum gegen Ende Januar erreichten Hoch seit dem Herbst 2023 fehlen. Detaillierte Studienergebnisse zum Medikamentenkandidaten Asundexian machen Anlegern Hoffnung auf gute Geschäfte mit dem Blutgerinnungshemmer. Ein Händler sprach von einem sehr positiven Ergebnis für Bayer.

Eine Hochstufung für Renk gab den Papieren des Rüstungsherstellers vorbörslich Auftrieb. Exane BNP votiert nun mit "Outperform". Auch die Lufthansa -Aktien profitierten von einer positiveren Analysten-Einschätzung von Oddo BHF./ajx/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt bleibt der Dax am Donnerstag wohl weiter auf Abstand zur runden 25.000-Punkte-Marke. Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,1 Prozent auf 24.629 Punkte.

Anleger gehen vorsichtig in den Tag, während die Lage an den Edelmetallmärkten nach langer Rally und anschließender, scharfer Korrektur angespannt bleibt. Jochen Stanzl, Marktanalyst bei der Consorsbank, sprach vom Edelmetall-Blues. Die Angst vor einer Silber-Schockwelle kehre zurück.

Auch im Techsektor sind keine Zeichen der Entlastung zu sehen. Hier hinterfragen Anleger zunehmend die hohen Investitionen der Konzerne in Künstliche Intelligenz. Jüngstes Beispiel ist die Google -Mutter Alphabet , die im Wettlauf der KI-Entwickler die Ausgaben drastisch hochschraubt.

Hierzulande hat die Berichtssaison am Donnerstag Geschäftszahlen von Unternehmen aus dem Dax und den Reihen dahinter zu bieten. Am späten Abend folgt der US-Handelsriese Amazon mit seinem Quartalsbericht.

Rational gewannen auf Tradegate 2 Prozent zum Xetra-Schluss. Der Großküchenausstatter übertraf die Erwartungen.

Die Aktien des Anlagenbauers Gea Group legten nach einer Kaufempfehlung der Berenberg Bank um 1,5 Prozent zu, die des Energiekonzerns Eon verloren nach einer Abstufung durch die Bank of America 1,8 Prozent.

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück konnte trotz der verheerenden Waldbrände in Kalifornien 2025 einen weiteren Rekordgewinn eingefahren. Die Papiere kletterten au Tradegate um gut 1 Prozent nach oben.

Rüstungswerte wie Rheinmetall gaben unter dem Eindruck fortdauernder Ukraine-Gespräche nach./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Nervosität der vergangenen Handelstage mit teils deutlichen Ausschlägen legt sich am deutschen Aktienmarkt allmählich weiter. So erholen sich die Gold- und Silberpreise, deren scharfe Korrektur vergangene Woche auch die Aktienmärkte belastet hatte, weiter.

Der Dax wird am Mittwoch moderat im Plus erwartet. Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax für den Leitindex einen Anstieg um 0,2 Prozent auf 24.831 Punkte.

Ein weiterer Versuch, über die 25.000-Punkte-Marke zurückzukehren, zeichnet sich damit zunächst nicht ab. Anleger blicken am Mittwoch gespannt darauf, was Unterhändler Russlands und der Ukraine in Abu Dhabi in Bezug auf ein erhofftes Kriegsende ausloten.

Was den Iran betrifft, hat das US-Militär offenbar eine iranische Überwachungsdrohne unweit der Südküste des Landes abgeschossen. Derweil ist der Ort für geplante Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran nach Aussagen aus Teheran noch nicht festgelegt.

Ein erneuter Ausverkauf bei Teilen von Tech-Aktien in den USA lässt den deutschen Gesamtmarkt zunächst unbeeindruckt, könnte aber Branchenwerte wie den 2026 bislang größten Dax-Verlierer SAP weiter beeinflussen. Die Commerzbank verwies auf die Besorgnis der Anleger über die Einführung neuer Tools rund um Künstliche Intelligenz (KI) und deren potenzielle Störung traditioneller Geschäftsmodelle. Das hatte zuletzt vor allem die Aktien von Software- und Datenbankanbieter belastet.

Zudem richten sich die Blicke am Mittwoch auf Geschäftszahlen des Chipkonzerns Infineon und nach US-Börsenschluss auf die der Google-Mutterkonzern Alphabet . Infineon verzeichnete auch im ersten Geschäftsquartal eine dynamische Nachfrage bei KI, während das Marktumfeld ansonsten verhalten blieb. Die von Analysten viel beachtete Marge für das operative Geschäft sank zwar, fiel aber damit besser aus, als von Analysten zuvor erwartet.

Angesichts des Booms im Geschäft mit Künstlicher Intelligenz im laufenden Geschäftsjahr erhöht Infineon zudem seine Investitionen kräftig. Damit soll der Ausbau von Fertigungskapazitäten für die Stromversorgungen von KI-Rechenzentren vorangetrieben werden. Im vorbörslichen Handel kamen die Nachrichten bei den Anlegern unter dem Strich gut an: Die Aktien notierten auf der Plattform Tradegate gut zwei Prozent über dem Xetra-Schluss vom Dienstag.

Die Papiere von PVA Tepla hingegen blieben auf Talfahrt und sackten auf Tradegate um mehr als neun Prozent ab. Das Technologieunternehmen hatte im vergangene Jahr in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld weniger Umsatz erzielt und verdient. Zudem enttäuschte der Ausblick./la/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte sich am Dienstag mit einer weiteren Erholung wieder in Richtung 25.000 Punkte orientieren. Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,5 Prozent auf 24.912 Punkte.

Am Vortag hatte der Dax nach nervösem Start bereits zugelegt, denn an den Gold- und Silbermärkten hatte eine Beruhigung eingesetzt. Die Stabilisierung dort setzt sich am Dienstag fort. Nach den US-Börsen kam dies über Nacht auch an den Handelsplätzen in Asien an.

Die Experten der Landesbank NordLB erläuterten, dass sich am Vortag unter Anlegern die Erkenntnis durchsetzte, dass sich an dem fundamental positiven Umfeld für die Börsen wohl nichts geändert hat. "Die zeitweise massiven Verluste am Edelmetall-Markt konnten das Börsenbarometer damit nicht nachhaltig belasten", schrieben sie. In Frankreich wurde ein monatelanges Ringen um den Haushalt 2026 beendet.

Charttechnisch könnte der Vortag den ersehnten Befreiungsschlag markiert haben, schrieb Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus Activtrades. Die spannende Frage bleibe, ob der Mut der Anleger bereits groß genug ist, um nun wieder voll zuzugreifen.

Derweil geht die Berichtssaison der Unternehmen in eine neue Runde. So will der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius 2026 an seine jüngste Erholung anknüpfen und weiter profitabel wachsen. Auf der Handelsplattform Tradegate notierten die Vorzugsaktien von Sartorius mehr als vier Prozent über dem Xetra-Schluss vom Montag.

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 hingegen verdiente im abgelaufenen Jahr noch weniger als zuletzt schon befürchtet. Damit ging es für die Papiere auf Tradegate um mehr als ein Prozent nach unten.

Zudem könnten auch Analystenstimmen erneut die Kurse bewegen. So empfahl die Schweizer Großbank UBS, die Aktien des Auto- und Industriezulieferers Schaeffler nach der jüngsten Kursrally zu verkaufen. Der Enthusiasmus hinsichtlich humanoider Roboter sei inzwischen zu weit gegangen, schrieb Juan Perez-Carrascosa. Hier verloren die Anteilsscheine auf Tradegate fünf Prozent.

Nach Ansicht der Privatbank Berenberg könnte sich ein Kauf der Aktien von Evotec lohnen. Die Hamburger seien ein weltweit anerkanntes Auftragsforschungsinstitut. Den Kunden böten sie umfangreiche Lösungen in der Forschung und Entwicklung von Medikamenten. Die Evotec-Papiere gewannen auf Tradegate gut vier Prozent./la/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - In einem von massiven Kursverlusten an den Edelmetall-Märkten geprägten Umfeld hat der Dax am Montag nachgegeben. Gleichwohl hielt sich der deutsche Leitindex zum Auftakt mit einem Minus von 0,4 Prozent auf 24.441 Punkte recht robust.

Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte fiel am Montag um 0,15 Prozent auf 31.118 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,7 Prozent nach unten.

Wesentlicher Auslöser des jüngsten Einbruchs bei den Preisen von Gold, Silber und Kupfer war die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. Das hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird.

Nicht wenige Spekulanten, die mit Kredit auf weiter anziehende Metallpreise gesetzt hatten, wurden davon wohl auf dem falschen Fuß erwischt. Diese müssen dann Positionen glattstellen, was die Preise weiter belastet - eine Abwärtsspirale entsteht, bis die Lage bereinigt ist. Eine solche Entwicklung kann sich dann vorübergehend auch auf andere Märkte, etwa die für Aktien, auswirken./la/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte nach seinem Kursrutsch vom Vortag am Freitag einen Erholungsversuch unternehmen. Die am Vorabend nach US-Börsenschluss vom iPhone-Konzern Apple vorgelegte Quartalszahlen scheinen die Stimmung im Tech-Sektor zumindest nicht weiter zu trüben. Unternehmensseitig stehen Geschäftszahlen von Adidas im Blick. Am Nachmittag könnten Preisdaten aus Deutschland und den USA für Aufmerksamkeit sorgen.

Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax für den Dax einen Anstieg um 0,5 Prozent auf 24.423 Punkte, nachdem er tags zuvor mehr als 2 Prozent verloren hatte. Damit würde die 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend halten, die der Dax am Vortag in einem schwachen Tech-Umfeld und im Zuge hoher Kurverluste des Index-Schwergewichts SAP getestet hatte.

Auf Wochensicht deutet sich für den deutschen Leitindex damit ein Minus von 1,9 Prozent an. Die Bilanz für den turbulenten Börsenmonat Januar wäre - gemessen an der vorbörslichen Indikation - mit minus 0,3 Prozent leicht negativ.

Die Aktien von Adidas schnellten im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate um 6,4 Prozent nach oben. Dies dürfte vor allem dem angekündigten Aktienrückkaufprogramm geschuldet sein. Der Sportartikelkonzern will ab Anfang Februar für bis zu eine Milliarde Euro eigene Anteilscheine erwerben. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Adidas so viel Umsatz wie nie zuvor. Beim Gewinn im vierten Quartal hatten Analysten mit weniger gerechnet, bei den Erlösen mit mehr.

Der Softwarespezialist Atoss steigerte den Umsatz 2025 um 11 Prozent und lag damit im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Unter dem Strich kletterte das Nettoergebnis um 6 Prozent, was die Markterwartungen übertraf. Die Anteilseigner sollen nun eine von 2,13 Euro auf 2,28 Euro erhöhte Dividende je Aktie erhalten. Die Atoss-Papiere verteuerten sich auf Tradegate um 6 Prozent.

Für die Titel von Fraport ging es auf Tradegate um 2 Prozent aufwärts. Das Analysehaus Jefferies stufte die Anteilsscheine des Flughafenbetreibers von "Hold" auf "Buy" hoch und erhöhte das Kursziel von 72 auf 100 Euro. Analystin Priyal Woolf erwartet 2026 im Flugverkehr ein starkes Jahr mit höheren Kapazitäten der Airlines./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zwei etwas schwächeren Tagen dürfte der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag weitgehend stabil eröffnen. Im Anlegerfokus stehen die Geschäftszahlen des Dax-Schwergewichts SAP und die der Deutschen Bank . Die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank vom Vorabend sollte kaum bewegen. Die Fed beließ den Leitzins nach drei Senkungen erwartungsgemäß unverändert. Im Blick steht hier weiterhin vor allem die Unabhängigkeit der Fed, die sich den Angriffen von US-Präsident Donald Trump erwehren muss.

Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax für den Dax einen kaum veränderten Stand von 24.818 Punkten. Tags zuvor war der Dax zeitweise auf fast 24.707 Punkte abgesackt, hatte sich dann aber wieder gefangen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird am Donnerstagmorgen ebenfalls wenig verändert erwartet.

Europas größter Softwarehersteller SAP will sein Umsatzwachstum in diesem Jahr beschleunigen und dabei profitabler werden. Mit den Zielsetzungen liegt SAP im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Der Auftragsbestand in der Cloud auf Sicht von zwölf Monaten dürfte allerdings langsamer wachsen als im Vorjahr. Das Unternehmen kündigte zudem ein neues Aktienrückkaufprogramm für 10 Milliarden Euro über zwei Jahre an. Für die SAP-Aktien ging es im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate um gut 4 Prozent nach unten, allerdings sind sie auf Sicht eines Jahres auch schon deutlich gefallen.

Die Deutsche Bank verzeichnete 2025 ein Vorsteuerergebnis von 9,7 Milliarden Euro auf Rekordniveau. Damit erreichte das Geldhaus nicht nur sein Renditeziel, sondern übertraf auch die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Die Anteilseigner können sich nun auf eine Dividende von 1,00 Euro freuen, rund anderthalbmal so viel wie im Vorjahr. Zudem stellte das Institut weitere Aktienrückkäufe in Aussicht. Die Aktie legte auf Tradegate um 1,7 Prozent zu, nachdem sie am Mittwoch wegen neuer Ermittlungen gegen Verantwortliche und Mitarbeiter der Bank wegen des Verdachts der Geldwäsche um rund 2 Prozent gefallen war.

Die Deutsche-Bank-Tochter DWS übertraf 2025 ihre Ziele und legte die Latte für die kommenden Jahre nun höher. Zudem sollen die Aktionäre im Jahr 2027 eine Sonderdividende erhalten. Die DWS-Anteilsscheine verteuerten sich auf Tradegate um 5,2 Prozent.

Der Softwarehersteller Nemetschek steigerte 2025 den Erlös um knapp ein Fünftel und knackte damit erstmals die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro. Umsatz und Profitabilität lagen den Angaben zufolge im Rahmen der Prognose des Unternehmens sowie der Analystenschätzungen. Die Nemetschek-Titel stiegen auf Tradegate um 4,5 Prozent.

Das IT-Sicherheitsunternehmen Secunet Security Networks steigerte Umsatz sowie operativen Gewinn 2025 deutlich und übertraf damit die Prognosen. Für 2026 erwartet das Management weiteres Wachstum. Die Aktie reagierte auf Tradegate mit einem Kursplus von 5,4 Prozent./edh/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem deutschen Aktienmarkt fehlen am Mittwoch vor der Sitzung der US-Notenbank Fed am Abend weiter Impulse für eine breite Aufwärtsbewegung. Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax für den Dax ein Plus von 0,03 Prozent bei 24.903 Punkten. Tags zuvor war der deutsche Leitindex zeitweise auf 25.020 Punkte gestiegen, dann aber wieder abgedreht. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird am Mittwochmorgen ebenfalls kaum verändert erwartet.

Die US-Notenbank wird am Abend den Leitzins aus Sicht von Experten nicht weiter senken. Im Dezember hatte sie den Zins noch um 0,25 Prozentpunkte reduziert, im vergangenen Jahr um insgesamt 0,75 Punkte. Begründet wurden die Senkungen auch mit einem sich abschwächenden Arbeitsmarkt.

Im Blick der Finanzmärkte steht aber vor allem der Kampf um die Unabhängigkeit der Fed im Zuge des anstehenden Führungswechsels. US-Präsident Donald Trump übt seit Monaten starken Druck auf Fed-Chef Jerome Powell aus. Zuletzt eskalierte der Konflikt mit der Einleitung rechtlicher Maßnahmen gegen Powell, dessen Amtszeit im Mai ausläuft. Die heftigen Attacken Trumps und seine geforderten Leitzinssenkungen sorgten für Verunsicherung an den Finanzmärkten. "Der Fed kommt die schon länger absehbare Pause bei den Zinssenkungen daher wohl gelegen, da sie mit ihr ihre Unabhängigkeit demonstrieren kann", kommentierte Commerzbank-Volkswirt Bernd Weidensteiner.

Aus Unternehmenssicht steht am Mittwoch der Chipindustrieausrüster ASML im Fokus, der Zahlen für 2025 vorlegte und einen optimistischen Ausblick für 2026 lieferte. Der Konzern profitiert weiterhin stark vom KI-Boom. Das trieb vorbörslich auf am deutschen Aktienmarkt Halbleiterwerte wie Infineon, Aixtron und Suss Microtec an.

Im Mittelpunkt des Interesses stehen zudem die Aktien von Wacker Chemie , die vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate um fast 5 Prozent absackten. Das schwierige Konjunkturumfeld brockte dem Spezialchemie-Unternehmen 2025 einen Rückgang des operativen Ergebnisses (Ebitda) von 42 Prozent ein. Der Umsatz sank um 4 Prozent. Experten hatten im Durchschnitt in etwa so viel Umsatz erwartet, sich beim operativen Ergebnis aber mehr erhofft.

JPMorgan-Analyst Chetan Udeshi sprach in einer ersten Reaktion von einem insgesamt sehr schwachen Zahlenwerk. Zusätzlicher Gegenwind könnte durch mögliche Lagerabbauprozesse in der Wertschöpfungskette für Halbleuter-Polysilizium entstehen. Die Gewinnaussichten von Wacker Chemie blieben aufgrund struktureller und konjunktureller Faktoren schwierig. Diese Herausforderungen seien in der aktuellen Bewertung noch nicht vollständig berücksichtigt. Deshalb bleibt er für die Aktie negativ gestimmt./edh/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Dienstag an seine leicht positive Tendenz der vergangenen Handelstage anknüpfen. Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax für den Dax ein Plus von 0,3 Prozent bei 25.017 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wurde am Dienstagmorgen ebenfalls moderat höher erwartet.

Der Dax dürfte damit einen weiteren Versuch unternehmen, die viel beachtete Marke von 25.000 Zählern nachhaltig zu überwinden. Das zwei Wochen alte Rekordhoch von gut 25.507 Punkten bleibt zwar noch ein gutes Stück weg, allerdings hat sich der Dax von seinem in der Vorwoche erreichten tiefsten Stand seit Ende 2025 auch schon wieder gut erholt.

"Die neuen Zolldrohungen von Donald Trump konnten dem Markt bislang nicht schaden", stellt Thomas Altmann fest, Marktexperte von QC Partners. "Bei Zolldrohungen ist der Markt in den vergangenen Monaten deutlich widerstandsfähiger geworden." Anleger hätten sich daran gewöhnt, dass nur einem Bruchteil der Drohungen auch tatsächlich Zölle folgten.

Unter den Einzelwerten dürften - wie bereits am Vortag - wieder die Aktien von Puma im Fokus stehen. Der Sportartikelhersteller hat mit dem chinesischen Konkurrenten Anta einen neuen Großaktionär. Der Konzern, zu dem Marken wie Atomic, Fila, Jack Wolfskin, Salomon oder Wilson gehören, übernimmt den 29-prozentigen Anteil von der französischen Milliardärsfamilie Pinault für insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro oder 35 Euro je Puma-Aktie. Der Preis liegt damit fast 62 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Montag. Im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate schnellten die Puma-Papiere zuletzt um 14 Prozent auf 24,67 Euro hoch, nachdem sie bereits tags zuvor im Xetra-Handel um knapp 17 Prozent gestiegen waren.

Um 4,5 Prozent nach oben ging es auf Tradegate für die Titel von Fielmann , nachdem die Privatbank Berenberg eine Kaufempfehlung für die Aktien der Optikerkette ausgesprochen hatte. Trotz überlegener Margen, Kapitalrenditen und Wachstumsraten sowie der höchsten Dividendenrendite werde Fielmann derzeit nahe seines Zehnjahrestiefs und mit einem Branchenabschlag gehandelt, begründete Analyst Harrison Woodin-Lygo sein Anlagevotum./edh/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Montag leicht nachgeben. In Deutschland und in den USA steht die neue Börsenwoche im Zeichen der Berichtssaison der Unternehmen, die nun in Fahrt kommt, sowie der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend.

Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax den Dax 0,2 Prozent tiefer bei 24.851 Punkten, nachdem er in der Vorwoche rund anderthalb Prozent eingebüßt hatte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird am Morgen ebenfalls moderat im Minus erwartet.

Die Aktien von Stabilus stiegen im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate um 3,0 Prozent. Der Auto- und Industriezulieferer bekam im abgelaufenen Quartal die schwächere Nachfrage in der Autoindustrie zu spüren. Der Umsatz schrumpfte um 10,7 Prozent und das bereinigte operative Ergebnis um knapp 23 Prozent. Dennoch wurden die Ziele für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (Ende September) bestätigt.

Für die Papiere von Friedrich Vorwerk ging es auf Tradegate um 2,9 Prozent nach oben. Der Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen hat nach einem kräftigen Schlussspurt seine Ziele für das vergangene Jahr übertroffen. Der Umsatz hatte 2025 um gut 41 Prozent zugelegt, das operative Ergebnis (Ebitda) hatte sich mehr als verdoppelt.

Die Deutsche Bank baut ihr Privatkundengeschäft weiter um. "Bis Ende 2026 sollen im Rahmen der bestehenden Programme noch rund 100 Standorte wegfallen, nachdem es schon in den vergangenen Jahren Kürzungen gab", sagte Privatkundenvorstand Claudio de Sanctis den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX. Ende vergangenen Jahres hatten Deutsche Bank und Postbank nach Konzernangaben in Deutschland zusammen gut 750 Zweigstellen.

Der Industriekonzern Thyssenkrupp erwägt laut Insidern den Verkauf einer Beteiligung am Hersteller von Wälzlagern Rothe Erde. Dabei gehe es um einen Anteil von rund 30 Prozent, für den der MDax -Konzern das Interesse potenzieller Käufer auslote, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Dabei würde der Bereich mit etwa 1,5 Milliarden Euro bewertet.

Die Aktien von Nemetschek schnellten auf Tradegate um mehr als 8 Prozent hoch, nachdem die US-Bank JPMorgan sie von "Underweight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 90 auf 110 Euro angehoben hatte. Analyst Joseph George setzte die Papiere des Bausoftwarespezialisten zudem auf die "Analyst Focus List" mit den besten Anlageideen der Investmentbank.

Die kanadische Bank RBC stufte die Aktien von Hugo Boss von "Outperform" auf "Sector Perform" ab und das Analysehaus Jefferies jene von Kion von "Hold" auf "Underperform"./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Stabilisierung am Vortag zeichnet sich am Freitag am deutschen Aktienmarkt wenig Bewegung ab. "Die Details zum Grönland-Deal sind an der Börse gut angekommen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Am Donnerstag hätten die Anleger wieder "im großen Stil gekauft" - mit dem höchsten Handelsumsatz in den 40 Dax-Werten in diesem Jahr.

Nun lassen es die Anleger ruhiger angehen: Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax den Dax drei Punkte tiefer auf 24.853 Punkte. Er bleibt damit zunächst klar unter dem Vortageshoch von 24.937 Punkten. Zeitweise war der Dax im Wochenverlauf bis auf fast 24.349 Punkte gesunken und hatte seit dem Rekord der Vorwoche bei 25.507 Punkten dabei 4,5 Prozent abgegeben. Auslöser war eine Zolldrohung des US-Präsidenten Donald Trump, die inzwischen aber wieder vom Tisch ist.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 , der in der Vorwoche ebenfalls Rekorde erzielt hatte, wird am Freitag ebenfalls im Plus erwartet.

Im Fokus stehen europaweit wohl vor allem Rüstungswerte wie Rheinmetall , Hensoldt und Renk . Denn zum einen kommt wieder einmal Bewegung in die Verhandlungen über ein Ende des Kriegs in der Ukraine. Und zum anderen steht an der Euronext in Amsterdam der große Börsengang des tschechischen Rüstungskonzerns Czechoslovak Group (CSG) bevor, der eine zweistellige Milliardenbewertung erzielen könnte.

Daneben richten sich die Blicke auf BASF , deren Aktien nach Eckdaten vorbörslich unter Druck standen. Nach den deutlich verfehlten Gewinnerwartungen im vierten Quartal werde es wahrscheinlich weitere harte Kostensenkungen geben, schrieb der Analyst Chetan Udeshi von JPMorgan./ag/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach drei schwachen Tagen infolge des neuerlichen Zollschocks zeichnet sich am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag eine Erholung ab. Denn die Drohung durch neue US-Zölle ab dem 1. Februar gegen acht europäische Länder ist nach einem Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte wieder vom Tisch.

Die Anleger reagieren erleichtert: Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax den Dax gut ein Prozent über dem Vortagesschluss bei 24.812 Punkten. Zeitweise war der Dax am Vortag bis auf fast 24.349 Punkte gesunken und hatte seit dem Rekord der Vorwoche bei 25.507 Punkten dabei 4,5 Prozent abgegeben.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 , der in der Vorwoche ebenfalls Rekorde erzielt hatte, wird am Donnerstag ebenfalls erholt erwartet.

Trump hat mit Rutte einen Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion gesteckt - daher sollen doch keine Zusatzzölle kommen. Nur wenige Stunden zuvor hatte das EU-Parlament im Gegenzug zu Trumps Zollandrohung noch die Ratifizierung des Handelsdeals mit den USA gestoppt.

"Noch sind nicht viele Details zum geplanten Abkommen zwischen den USA und der NATO bekannt", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Viel wichtiger ist für die Börsianer ohnehin die Info, dass die angedrohten Zusatzzölle am 1. Februar nicht in Kraft treten werden. Ob das Grönland-Thema damit dauerhaft zur Zufriedenheit aller gelöst werden kann, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt offen. Fürs Erste feiern die Börsen aber die neue Faktenlage."

Insbesondere Autowerte wie BMW , VW und Mercedes reagierten vorbörslich mit deutlichem Kursplus. Der europäische Auto-Branchenindex war am Montag auf das tiefste Niveau seit Oktober abgerutscht.

Sehr gefragt sind auch Ionos nach einer Empfehlung der Investmentbank Oddo BHF. Der Umbruch des Internets, unter anderem durch agentische KI, sei eine Chance für den Webhoster, schrieb der Analyst Stephane Beyazian. Dagegen kamen Aktien von Salzgitter von ihren Höchstständen seit 2018 zurück. Hier gab die UBS nach der Kursrally die Kaufempfehlung auf./ag/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt bleibt auch am Mittwoch im Korrekturmodus. Nachdem sich zuletzt die Unsicherheit wegen der Zoll-Politik von US-Präsident Donald Trump wieder verstärkt hat, warten Anleger gespannt auf dessen Auftritt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Trump hatte den jüngsten Rückschlag am Wochenende mit seiner Zolldrohung im Streit um Grönland ausgelöst. Von seinem Rekordstand bei 25.507 Punkten aus der Vorwoche rutschte der Dax zwischenzeitlich um 1.000 Punkte ab und gab damit die Gewinne im laufenden Jahr von gut vier Prozent fast komplett wieder ab.

Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax den Dax bei 24.670 Punkten - rund 0,1 Prozent unter dem Handelsschluss vom Vortag, aber noch klar über dem bisherigen Korrekturtief. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 , der in der Vorwoche ebenfalls Rekorde erzielt hatte, wird am Mittwoch ebenfalls im Minus erwartet.

Der Anlagestratege Henry Morrison-Jones von der UBS erinnerte die Anleger daran, dass die so wichtigen Anleihemärkte für gewöhnlich zwischen dem vierten und sechsten Tag den Höhepunkt ihrer Reaktion auf Ankündigen wie die neuen Trump-Pläne "Zölle 2.0" erreichen. Bislang sei sie recht moderat gewesen, so der Experte. Dabei wäre es gerade ein stärkerer Zinsanstieg, der Trump von aggressiver Rhetorik abbringen könnte.

Am verwundbarsten sieht Morrison-Jones die Branchen Automobil, Chemie und Bau. Autowerte waren am Montag zeitweise auf einen Tiefststand seit Oktober abgesackt. Vorbörslich tendieren BMW und VW auf der Handelsplattform Tradegate am Mittwochmorgen kaum verändert, Mercedes liegen leicht im Minus.

Um gut sechs Prozent aufwärts geht es derweil für Qiagen , die am Vortag kurz vor Handelsende bereits zweistellig angesprungen waren. Um den Diagnostikspezialisten ranken sich einmal mehr Übernahmespekulationen.

Stark gefragt sind auch Aixtron nach einer Empfehlung von JPMorgan. Der Analyst Craig McDowell sieht den Chipausrüster vor einem breiten Aufschwung in allen Produktkategorien./ag



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt bleibt durch die am Wochenende wieder aufgeflammten Zollsorgen auch am Dienstag angeschlagen. Für den Dax , der zum Wochenauftakt wieder unter die runde Marke von 25.000 Punkten gerutscht war, geht die Korrektur der vorherigen Rekordjagd weiter.

Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax den Dax mit 24.822 Punkten ein halbes Prozent unter dem Handelsschluss vom Vortag. In der Vorwoche hatte er noch eine Bestmarke von 25.507 Punkten erreicht. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 , der in der Vorwoche ebenfalls Rekorde erzielte, wird am Dienstag ebenfalls deutlich schwächer erwartet.

US-Präsident Donald Trump hatte den europäischen Anlegern am Wochenende die Laune verhagelt. Wegen des Grönland-Streits hatte er Strafzölle ab dem 1. Februar angekündigt, die zum 1. Juni Zölle noch steigen sollen, sofern kein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt wird. Betroffen von den Zöllen sind acht europäische Nato-Länder, darunter auch Deutschland.

Die Verschärfung der transatlantischen Spannungen und die neue Zollunsicherheit nagten an der europäischen Anlagestory, schrieb Beata Manthey, Aktienmarktstrategin der Citigroup. Es liege nun ein Schatten über der erwarteten Gewinnbelebung europäischer Konzerne. Manthey strich daher ihre Präferenz für Aktien Kontinentaleuropas und schätzt sie im globalen Kontext nur noch neutral ein - erstmals seit mehr als einem Jahr, wie sie betonte. Mit Blick auf einzelne Branchen ist sie nun besonders skeptisch für Auto- und Chemiekonzerne. Hier hält sie eine Belebung der Gewinnentwicklung für besonders schwierig.

Autowerte hatten am Montag europaweit, neben Technologiewerten, einen besonders schweren Stand. Der Branchenindex rutschte zeitweise auf den tiefsten Stand seit Oktober ab. Auch am Dienstagmorgen zeigen BMW , Mercedes , VW und Co. auf der Handelsplattform Tradegate wieder Schwäche.

Besonders deutlich bergab geht es allerdings für Hypoport mit zeitweise fast 9 Prozent Abschlag. Beim Finanzdienstleister ist die Nachfrage nach Immobilienkrediten im vierten Quartal nach einem bis dahin starken Jahr leicht zurückgegangen.

Die Aktien von FMC , Carl Zeiss Meditec und Douglas litten derweil darunter, dass Goldman Sachs die Kaufempfehlungen für die drei Werte gestrichen hat. Dagegen profitierten Salzgitter von einer Empfehlung des Investmenthauses Oddo BHF./ag/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Neue Zollsorgen dürften den Wochenstart am deutschen Aktienmarkt zunächst verhageln. Für den Dax zeichnet sich ein deutlicher Rückschlag zurück unter die runde Marke von 25.000 Punkten ab.

Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax den Dax mit 24.938 Punkten bis zu 1,4 Prozent unter seinem Handelsschluss am Freitag. Für die Vorwoche insgesamt hatte der Dax nur ein kleines Plus behauptet, nachdem er zwischenzeitlich mit einer Bestmarke von 25.507 Punkten an seine Rekordrally vom Jahresauftakt angeknüpft hatte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 , der in der Vorwoche ebenfalls Rekorde erzielte, wird am Montag noch etwas stärker im Minus erwartet als der Dax.

US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende wegen des Grönland-Streits angekündigt, dass ab dem 1. Februar Strafzölle von 10 Prozent gelten sollen, ab dem 1. Juni Zölle dann sogar von 25 Prozent. Sie sollen gelten, bis ein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt werde. Betroffen von den Zöllen sind acht europäische Nato-Länder, darunter auch Deutschland. EU-Ratspräsident António Costa wird nun einen Sondergipfel einberufen, womöglich am Donnerstag.

"Noch ist es Rhetorik. Noch bleiben zwei Wochen Zeit für Verhandlungen", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Es drohe aber eine noch nie dagewesene Spirale aus Zöllen, Gegenzöllen und weiteren Maßnahmen. Anders als in früheren Fällen, werde die Europäische Union diesmal wohl nicht klein beigeben, vermutet Altmann. Der Höhenflug am Aktienmarkt sei jedenfalls zunächst vorbei, auch wenn der Rückschlag zunächst überschaubar bleibe.

Deutliche Kursgewinne zeichnen sich dagegen bei Bayer nach guten Nachrichten aus den USA ab. Worauf die Anleger spätestens seit Anfang Dezember 2025 gehofft haben, ist eingetreten: Der Oberste Gerichtshof der USA hat am späten Freitagabend den Glyphosat-Fall "Durnell" zur Prüfung angenommen. Damit steigen die Aussichten auf ein Grundsatzurteil im jahrelangen, belastenden Rechtsstreit um den Unkrautvernichter. Bayer-Aktien kletterten auf der Handelsplattform Tradegate um bis zu 5,7 Prozent über ihren Xetra-Schluss.

Anfang Dezember hatte der sogenannte Solicitor General - eine Art Generalanwalt der US-Regierung - den Antrag des Konzerns auf Prüfung des "Durnell"-Falls durch den US Supreme Court unterstützt. Damals kletterten die Aktien erstmals seit Anfang 2024 wieder über 35 Euro. Seither bauten sie ihre Erholungsrally um weitere 19 Prozent aus, die Bodenbildung nach jahrelangem Kursrutsch wird immer stabiler.

Unter Druck stehen derweil unter anderem BMW -Aktien. Der Analyst Romain Gourvil von der Berenberg Bank strich seine Kaufempfehlung für die Papiere der Münchner im Rahmen seiner Branchenbetrachtung. Bei BMW erscheine die Bewertung bereits angemessen. Und gerade im Premium-Segment bleibe die Nachfragesituation in China schwierig./ag/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem starken Jahresstart tut sich der Dax weiterhin etwas schwerer. Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex mit 25.507 Punkten einen Höchststand erreicht und damit an den Schlussspurt 2025 angeknüpft. Seither fehlt aber die Kraft. Anleger sind nach den Kursgewinnen erst einmal vorsichtiger. Die Zeichen stehen auf Konsolidierung.

Am Freitag signalisierte der X-Dax rund eine Stunde vor dem Handelsstart den Dax auf 25.302 Punkte und damit 0,2 Prozent unter seinem Vortagesschluss. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird ebenfalls etwas im Minus erwartet.

Wenngleich Investoren erst einmal Luft holen, bedeutet dies keinen Stimmungsumschwung. So trieb zuletzt vor allem die Aussicht auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft den heimischen Aktienmarkt an. Hinzu kommen der weiter ungebremste Ausbau von KI-Kapazitäten weltweit sowie die Rüstungsinvestitionen rund um den Globus. Zugleich nehmen noch Trends wie Robotik und perspektivisch auch die Weltraumwirtschaft Fahrt auf.

"Jetzt will jeder mitmischen - und es spricht sich erst langsam herum, dass das Gewinnwachstum 2026 im Dax mit 15 Prozent sogar über dem des S&P-500-Index liegen dürfte", erklärte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst bei der Consorsbank, in seinem Morgenkommentar. "Das Blatt hat sich gewendet: Internationale Investoren setzen - wie schon im Frühjahr 2025 - darauf, dass die deutsche Volkswirtschaft erwacht."

Auf der Unternehmensseite steht zum Wochenschluss der Stahlhändler Klöckner & Co im Fokus. Der US-Konzern Worthington Steel bietet 11 Euro je Aktie für die Düsseldorfer, deren Großaktionär Friedhelm Loh das Angebot unterstützt. Der KlöCo-Aktienkurs schnellte am Morgen auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um rund ein Viertel auf 10,84 Euro nach oben. Bereits seit dem Bekanntwerden von Übernahmeverhandlungen Anfang Dezember 2025 war es steil nach oben gegangen.

Die Papiere von LEG Immobilien büßten nach einer Abstufung auf "Neutral" durch Oddo BHF rund ein Prozent ein./mis/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem kleinen Rücksetzer zur Wochenmitte stehen die Signale für den Dax am Donnerstag erneut auf Grün. Der X-Dax als Indikator für den Leitindex legte rund eine Stunde vor Beginn des Xetra-Börsenhandels um 0,2 Prozent auf 25.345 Punkte zu.

Am Dienstag hatte der Dax in einer siebentägigen Rekordjagd erstmals in seiner Geschichte den Sprung über die Schwelle von 25.500 Punkten geschafft. Am Mittwoch dann gab er moderat nach.

Entsprechend stehen an diesem Handelstag der Empire-State- und der Philadelphia-Fed-Index sowie die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten im Fokus. "Präsident Trump hat zuletzt erneut deutliche Zinssenkungen gefordert, obwohl das inflationäre Umfeld als auch die konjunkturelle Entwicklung für einen eher vorsichtigen Ansatz sprechen", schrieben die Experten der Landesbank Helaba.

Daher dürften die am Nachmittag anstehenden Daten Aufmerksamkeit bekommen, da sie erste und wichtige Hinweise auf die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe zu Beginn des neuen Jahres lieferten. "Nachdem die Stimmungsindizes zuletzt eher enttäuscht haben, wird nun mit Verbesserungen gerechnet."

Angesichts der im Dezember gesunkenen Arbeitslosenquote und den sich auf einem sehr niedrigen Niveau befindenden Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe spreche auch von dem Hintergrund der gestiegenen Einzelhandelsumsätze "nichts für eine weitere Zinssenkung bereits in diesem Monat", schrieben sie. Dabei verwiesen die Helaba-Analysten Ralf Umlauf und Ulrich Wortberg darauf, dass der Markt aktuell bis Ende des Jahres 2026 von zwei kleinen Senkungen ausgehe, diese aber bereits vollständig in die Kurse eingepreist seien.

Bevor zudem in den USA die Berichtssaison weitergeht, dürften hierzulande Unternehmen aus der Halbleiterbranche einen Blick wert sein. Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) übertraf mit ihren Zahlen zum Schlussquartal 2025 die Erwartungen mit einem starken Gewinnwachstum und zeigte sich auch optimistisch für das erste Quartal. Zudem erwartet der weltweit führende Auftragsfertiger von Chips 2026 hohe Investitionen. Das bestätige die optimistischen Signale von Chipdesignern hinsichtlich der Nachfrage nach KI-Hardware, hieß es am Markt. Auf der Handelsplattform Tradegate legten Infineon , Aixtron und Suss vorbörslich im Vergleich zum Xetra-Schluss zu.

Die Stimmung für die Vorzugsaktie von Henkel könnten dagegen die Quartalszahlen von Konkurrent H.B. Fuller etwas trüben. Der US-Klebstoffhersteller verfehlte mit seinem Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 die Erwartungen der Analysten leicht. Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 waren zudem gemischt ausgefallen. Auf Tradegate gab das Henkel-Papier um 0,7 Prozent nach.

Im Blick könnten auch PNE bleiben, der am späten Mittwochnachmittag eine Gewinnwarnung veröffentlicht hatte. Der Windparkbetreiber muss Wertberichtigungen in seiner Projektpipeline vornehmen und bleibt daher 2025 hinter seinen Ergebniserwartungen zurück. Die Aktie hatte daraufhin etwas mehr als 6 Prozent eingebüßt./ck/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer siebentägigen Rekordrally dürfte sich der Dax am Mittwoch behaupten. Stützend für die Börsen im Allgemeinen wirken überraschend starke Handelsdaten aus China für den Monat Dezember. Sowohl die Exporte als auch die Importe übertrafen die Erwartungen von Analysten. "Auch für die leidende deutsche Wirtschaft sind Chinas neue Zahlen eine gute Nachricht", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.

Der X-Dax signalisierte rund eine Stunde vor Beginn des Xetra-Börsenhandels für den Leitindex ein Minus von 0,04 Prozent auf 25.410 Punkte. Am Dienstag hatte er es erstmals in seiner Geschichte über die Schwelle von 25.500 Punkten geschafft, bevor er letztlich nur knapp im Plus schloss.

Der EuroStoxx 50 wird am Mittwoch ebenfalls minimal schwächer erwartet. Auch er hatte tags seinen Rekordlauf fortgesetzt.

Mit Blick auf den deutschen Aktienmarkt warnte Altmann erneut, dass der HDax, der die 110 größten und liquidesten deutschen Aktien abbildet, aus technischer Sicht längst "massiv überkauft" sei. Der vor allem aus Dax- und MDax -Aktien bestehende Index hatte am Vortag den 14. Handelstag in Folge zugelegt, was "die längste Gewinnserie in der bis 1988 zurückgehenden Index-Historie ist".

Hierzulande bleibt das Interesse weiter stark auf die USA ausgerichtet, denn die tags zuvor gestartete Berichtssaison der US-Bankenbranche wird sich mit den Zahlen der Bank of America , von Wells Fargo und der Citigroup fortsetzen.

Unter den Dax-Werten dürfte die DHL Group unter Druck geraten, denn Goldman Sachs strich ihre Kaufempfehlung für die Aktie des Logistikunternehmens. Analyst Patrick Creuset rechnet zwar damit, dass das von China getriebene Wachstum sich in diesem Jahr fortsetzen werde, der Welthandel allerdings dürfte sich aufgrund steigender Handelsbarrieren verschlechtern, schrieb er. DHL wurde vor allem nach der zuletzt starken Kursentwicklung abgestuft. Auf der Handelsplattform Tradegate büßte das Papier vorbörslich im Vergleich zum Xetra-Schluss 2,5 Prozent ein.

Dass Bayer sein Pharmageschäft bis spätestens 2027 wieder auf ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich bringen und die operative Marge bis 2030 auf rund 30 Prozent steigern wolle, dürfte unterdessen Händlern zufolge kein neuer Kurstreiber werden, wie der Handel auf Tradegate bestätigte. Die Aussagen des Spartenleiters Stefan Oelrich auf der JPMorgan Healthcare Conference in San Francisco dürften stützen, neu seien die Ziele nicht, hieß es.

Lufthansa verloren vorbörslich dagegen nach einem negativen Kommentar von Barclays 2,4 Prozent. Andrew Lobbenberg senkte sein Anlageurteil auf "Underweight" und schrieb, dass Anleger auf Billigflieger und nicht auf die Netzwerk-Fluggesellschaften setzen sollten. Den aktuellen Optimismus hält er jedenfalls für übertrieben.

Für den deutschen Markt interessant ist auch ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg darüber, dass die Krypto-Handelsplattform Bitpanda sich offenbar auf einen Börsengang in Frankfurt in der ersten Jahreshälfte vorbereitet. Das in Wien ansässige Unternehmen könnte bei dem Börsengang eine Bewertung zwischen 4 und 5 Milliarden Euro anstreben, berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Eine solche Notierung wäre ein Schub für die europäischen Aktienmärkte, die Schwierigkeiten haben, große, von Risikokapital finanzierte Unternehmen aus Wachstumsbranchen wie Kryptowährungen für Börsengänge zu gewinnen./ck/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein weiterer kleiner Gewinn dürfte dem Dax in seinem Rekordlauf am Dienstag den nächsten Höchststand bescheren. Unterstützung kommt aus den USA. Anleger hatten dort ihre erste Nervosität wegen erneuter Sorgen um die Unabhängigkeit der Notenbank Fed abgelegt und den Leitindizes Dow Jones Industrial und S&P 500 eine Fortsetzung der Rekordjagd ermöglicht.

Der X-Dax signalisierte rund eine Stunde vor Beginn des Xetra-Börsenhandels für den Leitindex ein Plus von 0,1 Prozent auf 25.441 Punkte, was reichen würde, um das Vortagshoch von etwas über 25.420 Zählern zu überbieten. Der EuroStoxx 50 wird am Dienstagmorgen um 0,2 Prozent höher erwartet und dürfte damit seine Rekordrally ebenfalls fortsetzen. Seine Bestmarke erreichte der Leitindex der Eurozone bei etwas unter 6.020 Punkten.

"Der HDax, der die 110 größten und liquidesten deutschen Aktien umfasst, ist gestern den 13. Handelstage am Stück gestiegen", hob Portfoliomanager Thomas Altmann von QC-Partners hervor. Eine so lange Gewinnserie habe es in der bis 1988 zurückgehenden Indexhistorie nur einmal, und zwar vor 29 Jahren, gegeben. Im Jahr 1997 war der aus Dax- und MDax - sowie auch aus TecDax-Werten bestehende Index 13 Handelstage in Folge gestiegen.

"Es wirkt, als würden ausschließlich positive Nachrichten gelesen, während negative Nachrichten ausgeblendet werden", resümierte Altmann und hält den HDax inzwischen für "massiv überkauft". Die an diesem Tag zunächst in den USA - vor allem mit den Zahlen der Bankbranchen-Größe JPMorgan - anlaufende Berichtssaison werde den starken Trend nun untermauern müssen. "Negative Überraschungen könnten nach den jüngsten Kursgewinnen hart abgestraft werden." Anlagestrategen Ulrich Stephan von der Deutschen Bank hält die Berichtssaison sogar für richtungsweisend für den Ausblick auf das Gesamtjahr.

Obendrein werden an diesem Nachmittag die US-Verbraucherpreise für Dezember 2025 veröffentlicht. Sie dürften "insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Drohgebärden" der US-amerikanischen Regierung gegenüber der US-Notenbank Fed besondere Beachtung finden, erwarten die Experten der Helaba und rechnen nicht mit einem Nachlassen der Inflation.

Zuvor aber dürfte hierzulande aus dem Dax vor allem der Duft- und Geschmacksstoffhersteller Symrise mit Nachrichten im Blick stehen, aber auch Nordex oder Südzucker. Außerdem gibt es Umstufungen durch Analysten auszuwerten.

Symrise plant den Verkauf seines Terpenen-Geschäfts und schreibt in diesem Zusammenhang Millionen ab. Zudem werden auch Abschreibungen auf die Beteiligung Swedencare vorgenommen und es wurde ein umfangreicher Aktienrückkauf angekündigt. Auf der Handelsplattform Tradegate gewann das Papier vorbörslich im Vergleich zum Xetra-Schluss rund 5 Prozent.

Der Ausbau der Windenergie bescherte dem Turbinenbauer Nordex wie erwartet dicke Auftragsbücher. Der Wert des Auftragseingangs stieg im vierten Quartal den Angaben zufolge um knapp zehn Prozent. Im Gesamtjahr legte der Auftragseingang um 22,5 Prozent auf den Rekordwert von 10,2 Gigawatt zu. Die Aktie reagierte auf Tradegate allerdings nicht.

Südzucker indes wurde weiter vom schwachen Zuckermarkt belastet. Der Umsatz ging in den ersten neun Monaten des Jahres um 15 Prozent zurück, der operative Gewinn sank um 60 Prozent. Die Jahresprognose für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (Ende Februar) wurde allerdings bestätigt. Die Aktie gab vorbörslich leicht nach.

Von frisch ausgesprochenen Kaufempfehlungen dürften Zalando , Atoss Software sowie PVA Tepla profitieren. Zudem nahm JPMorgan die Bewertung von Fuchs SE mit "Overweight" auf. Für SMA Solar und Continental unterdessen strichen Analysten ihre Anlageurteile "Buy" und empfehlen nur noch das Halten der Papiere./ck/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem starken Jahresstart am deutschen Aktienmarkt dürften die Anleger am Montag erst einmal durchatmen. Die Eskalation der Lage im Iran sowie die Zuspitzung im Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, bremsen die gute Laune etwas.

Der X-Dax signalisierte eine Stunde vor Beginn des Xetra-Handels für den Leitindex Dax mit minus 0,04 Prozent auf 25.251 Punkte einen minimal schwächeren Börsenauftakt. Am Freitag hatte er mit zwischenzeitlich 25.281 Punkten eine Bestmarke gesetzt und dabei im neuen Jahr bereits drei Prozent zugelegt. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird zu Wochenbeginn ebenfalls kaum verändert erwartet.

Deutsche Aktien hätten einen "fulminanten Start" in das neue Jahr gehabt und inzwischen sei der "Dax aus technischer Sicht massiv überkauft", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners die vergangenen Handelstage. "Jetzt steht den Börsen so etwas wie 'die Woche der Wahrheit' bevor", erwartet er, denn allmählich die Berichtssaison für das vierte Quartal 2025 stehe ins Haus. Da müsse sich zeigen, ob die steigenden Aktienkurse auch von steigenden Unternehmensgewinnen gestützt würden.

Trotz immenser geopolitischer Risiken hat der deutsche Leitindex seine positive Historie im ersten Monat des Jahres bislang bestätigt. Als zentraler Kurstreiber gilt die Hoffnung auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft 2026 dank eines immensen Infrastruktur-Pakets.

Aber auch die Entwicklungen in den USA schieben das deutsche Börsenbarometer an. So hatte erst am Freitag etwa der Arbeitsmarktbericht in den Vereinigten Staaten der Rekordjagd hierzulande weitere Impulse geliefert. Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank, der von einer "klar erkennbaren Schwäche am Jobmarkt der USA" schrieb, sieht für die US-Notenbank Fed nun "Raum für mehr Zinssenkungen, als es die Projektionen derzeit vorsehen".

Derweil nahm der Streit zwischen Trump und Powell Fahrt auf: Der Fed-Chef wies strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve (Fed) zurück. Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed am Freitag Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage.

Zudem gehen im Iran die Massenproteste gegen das Regime trotz wachsender Todeszahlen, exzessiver Drohungen des Sicherheitsapparats und einer nahezu vollständigen Internetsperre weiter. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ist nun nach eigenen Angaben bereit, neue Sanktionen gegen den Iran vorzuschlagen. Zudem erhöhte US-Präsident Donald Trump den Druck auf die Islamische Republik.

Bevor am Dienstag die US-Banken, angeführt von der Branchengröße JPMorgan , die Berichtssaison eröffnen, könnte hierzulande die Deutsche Bank in den Blick rücken. Es gibt bereits seit einigen Monaten Spekulationen, denen zufolge das Privatkundengeschäft in Indien abgestoßen werden solle. Jetzt berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass dieses Filialgeschäft auf Interesse bei den indischen Privatbanken Kotak Mahindra und der Federal Bank stoße. "Positiv für die Stimmung, aber ansonsten kein Kurstreiber", sagte ein Händler zu den Gerüchten. Auf der Handelsplattform Tradegate gab die Aktie im Vergleich zum Börsenschluss am Freitag allerdings marktkonform um 0,3 Prozent nach.

Als "positiv für die Stimmung" wurden zudem kolportierte Neuigkeiten zum Volkswagen (VW) -Konzern aus den Handelsräumen kommentiert. Wie die "Automobilwoche" unter Berufung auf unternehmensinterne Quellen berichtet, will der Wolfsburger Autobauer mit seiner neuen Markenstruktur bis 2030 eine Milliarde Euro einsparen." Die VW-Aktie legte vorbörslich moderat zu.

Unter den kleinen Werten außerhalb der Dax-Familie, die aus Dax, MDax , SDax und TecDax besteht, könnten Baywa Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Nachdem die Aktie am Freitag um etwas mehr als 13 Prozent gestiegen war, gab es nachbörslich dann Neuigkeiten zu Veränderungen im Management. Der hoch verschuldete Münchner Mischkonzern hat sich wegen interner Querelen von seinem vor weniger als einem Jahr berufenen Vorstandschef Frank Hiller getrennt.

Der Manager wird den Krisenkonzern im Sommer "einvernehmlich" verlassen, sein Amt als Vorstandsvorsitzender endet jedoch mit sofortiger Wirkung. Als Grund wurden "unterschiedliche Auffassungen über die mittel- bis langfristige Strategie" genannt. Der Aufsichtsrat berief keinen Nachfolger. Hillers Aufgaben sollen unter den verbliebenen drei Vorständen aufgeteilt werden. Am Sanierungsplan, der die finanzielle Gesundung bis Ende 2028 vorsieht, soll sich nichts ändern. Baywa legten vorbörslich auf Tradegate moderat zu./ck/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor Arbeitsmarktdaten aus den USA dürfte der Dax am Freitag die 25.000-Punkte-Marke mit einem soliden Start klar behaupten. Der X-Dax signalisierte eine Stunde vor Beginn des Xetra-Handels ein Plus von 0,13 Prozent auf 25.160 Punkte. Damit steuert er in der ersten Handelswoche des neuen Jahres auf ein deutliches Plus zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird am Freitag ebenfalls etwas höher erwartet.

"Der Dax arbeitet weiter am sogenannten Januar-Effekt", schreibt der Charttechnik-Experte Martin Utschneider vom Broker Robomarkets. Dabei handele es sich um das Börsenphänomen einer überdurchschnittlich guten Entwicklung im ersten Jahresmonat. Gründe dafür reichten von neu investiertem Kapital über steuerlich motivierte Verkäufe im Dezember bis hin zu Optimismus nach dem Jahreswechsel.

Gute Stimmung herrscht an den Aktienmärkten, obwohl sich die geopolitische Gesamtlage zu Beginn des neuen Jahres nicht verbessert hat. Die Politik von US-Präsident Donald Trump macht wieder mehr Schlagzeilen, während sich im Iran Proteste zuspitzen.

Im Fokus steht vor dem Wochenende aber vor allem der Arbeitsmarktbericht aus den USA, dem eine besondere Bedeutung für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed zukommt.

Unternehmensseitig achten Marktteilnehmer auf Teamviewer . Der Softwarekonzern erreichte sein Umsatzziel für 2025. Die Aktien gewannen auf Tradegate 4,5 Prozent zum Xetra-Schluss.

Auto-Aktien wie BMW und Porsche AG stehen nach Abstufungen durch Barclays hingegen unter Druck./ajx/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Donnerstag nach seinem Rekordlauf über die Marke von 25.000 Punkten einen Teil seiner Gewinne vom Mittwoch wieder abgeben. Die Vorgaben der Übersee-Börsen belasten. An den New Yorker Börsen, waren nach anfänglichen Rekorden von Dow Jones Industrial und S&P 500 die Indizes unter Druck geraten. Vor allem wohl hatten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, unter anderem zur Rüstungsindustrie, belastet.

Eine Stunde vor Beginn des Xetra-Handels signalisierte der X-Dax ein Minus von 0,3 Prozent auf 25.046 Punkte. Damit würde das deutsche Börsenbarometer die runde Tausendermarke noch behaupten. Am Mittwoch war er mit 25.122 Punkten an seinem Rekordhoch aus dem Handel gegangen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird ebenfalls etwas schwächer erwartet.

In den Vereinigten Staaten hatte Trump mit Aussagen zu Immobilienkäufen und zur Rüstungsindustrie Anleger verunsichert. So kündigte er an, dass große Finanzinvestoren zukünftig keine Einfamilienhäuser mehr kaufen dürften. Zudem forderte er einen drastischen Anstieg der US-Verteidigungsausgaben für 2027 und setzte wegen der ihm zufolge zu langsamen Aufrüstung die US-Rüstungsunternehmen unter Druck.

Sie sollen bis auf Weiteres die Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe einstellen und die Gelder stattdessen in ihre Kapazitäten zu stecken. In den USA hatten Aktien wie die von Northrop Grumman oder Lockheed Martin bereits mit Kursverlusten um die 5 Prozent reagiert.

Ein Händler erwartet nun auch Kursverluste bei deutschen Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall , Hensoldt , Renk oder TKMS , was sich vorbörslich auf Tradegate allerdings nicht bestätigte. Dennoch warnt er: "Hierzulande gibt es zwar keine entsprechenden Entwicklungen, man sollte sich jedoch an die Energiekrise im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg erinnern."

2022/23 hatte Deutschland sogenannte Zufallsgewinne von Energiekonzernen abgeschöpft, um die negativen Folgen der Bürger durch die Krise abzumildern. Vorbörslich gaben die vier genannten Aktien auf Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss am Vortag nach.

Henkel legten auf Tradegate leicht zu. Unter Berufung auf ungenannte Insider habe der Konsumgüterhersteller ein Übernahmeangebot für den Shampoo-Hersteller Olaplex abgegeben, berichtete Bloomberg am Vorabend zur US-Börsenzeit. Die Unternehmen kommentierten die Gerüchte unterdessen nicht. Die Olaplex-Aktie allerdings legte im US-Handel um rund 22 Prozent zu, hat allerdings seit dem Börsengang im Jahr 2021 mehr als 90 Prozent verloren.

"Es gibt also sowohl für Optimisten als auch für Pessimisten interessante Entwicklungen", kommentierte ein Marktexperte, der die Olaplex-Aktie auch aktuell nicht für billig hält. Allerdings sei Olaplex profitabel und aus seiner Sicht ein passender Zukauf.

Evotec dürften nach zwei Tagen mit kräftigen Kursgewinnen weiter steigen, was auch der vorbörsliche Kurs auf Tradegate signalisierte. Der Pharma-Wirkstoffforscher teilte mit, dass sein Tochterunternehmen Just Biologics in den USA neue Fördermittel der Gates Foundation für KI-gestützte Optimierung der Entwicklungsfähigkeit monoklonaler Antikörper erhalten hat.

Auch für Rational ging es auf Tradegate nach oben. Die Privatbank Berenberg sprach eine Kaufempfehlung für den Profiküchen-Ausrüster aus. Dieser sei ausgezeichnet positioniert, um mittelfristig ein organisches Wachstum von jährlich 8 Prozent und eine Kapitalrendite (ROCE) von 35 Prozent zu erzielen, hieß es./ck/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Mittwoch den nächsten Versuch zum Überspringen der 25.000-Punkte-Marke starten. Eine Stunde vor Beginn des Xetra-Handels signalisierte der X-Dax ein Plus von 0,34 Prozent auf 24.978 Punkte. Am Dienstag hatten zur nächsten Tausenderschwelle nur gut 30 Punkte gefehlt.

Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank nennt drei Gründe für den Dax-Anstieg: erstens die Erleichterung darüber, dass es wegen der US-Attacke auf Venezuela nicht zu einem militärischen Konflikt gekommen ist, zweitens die Aussicht auf mittelfristig sinkende Ölpreise und drittens eine neue Lust der Anleger auf Aktien außerhalb der USA. Die "Neujahres-Rally" im Dax sei in vollem Gang. Aus technischer Sicht hält Stanzl 25.300 Punkte für möglich.

Rückenwind kommt aber auch von der Wall Street, wo der Leitindex Dow Jones Industrial inzwischen auf die Marke von 50.000 Punkten zusteuert, während in Europa das Eurozonen-Leitbarometer EuroStoxx 50 allmählich Kurs auf die Marke von 6.000 Zählern nimmt.

Im Blick stehen am Mittwoch Wirtschaftsdaten aus den USA und Europa, darunter der ADP-Jobbericht und Inflationsdaten aus der Eurozone. Die Commerzbank rechnet damit, dass die Gesamtrate dank gesunkener Energiepreise auf das Inflationsziel von 2 Prozent gefallen sein dürfte. Nach Einschätzung der Expertin Antje Praefcke sollten derartige Ergebnisse die Sicht der EZB bestätigen, dass in der Eurozone auf absehbare Zeit keine Zinsänderungen notwendig sind.

In Deutschland war die Teuerung im Dezember überraschend deutlich gesunken, wie die bereits am Vortag veröffentlichten Daten gezeigt hatten. Dem Dax konnten die Daten allerdings nicht den notwendigen Schub geben für das Erreichen der 25.000 Punkte.

Unternehmensseitig stehen zur Wochenmitte die Internet-Apotheke Redcare Pharmacy sowie der Leasing-Anbieter Grenke im Blick. Grenke schloss trotz eines mauen Schlussquartals das Jahr 2025 mit mehr Neugeschäft ab. Vorbörslich auf Tradegate notierten die Aktien leicht höher im Vergleich mit dem Xetra-Schluss.

Redcare Pharmacy profitierte 2025 vom Wachstum mit elektronischen Rezepten in Deutschland. Allerdings verfehlte das Wachstum etwas die mittlere Analystenerwartung. Die im Jahr 2025 schwach gelaufenen Papiere legten auf Tradegate um mehr als 1 Prozent zum Xetra-Schluss zu.

Der Industriekonzern Siemens und der US-Chipriese Nvidia weiten ihre Zusammenarbeit im Bereich Künstlicher Intelligenz deutlich aus, wie zur Eröffnung der Technikmesse CES Siemens-Vorstandschef Roland Busch und Nvidia-Chef Jensen Huang bekanntgaben. Siemens gewannen im vorbörslichen Tradegate-Handel 0,8 Prozent.

Von Analysten geänderte Anlageempfehlungen betreffen die Aktien von Evonik und Tui sowie Bayer und Lufthansa .

Die Papiere des Chemiekonzerns Evonik wurden von der Privatbank Berenberg abgestuft und verloren auf Tradegate vorbörslich gut 2 Prozent zum Xetra-Schluss. Für den Reisekonzern Tui senkte Peel Hunt den Daumen, die Tui-Anteile gaben auf Tradegate moderat nach.

Lufthansa reagierten mit einem Zuwachs von fast 2 Prozent auf eine "Overweight"-Einstufung durch Morgan Stanley und Bayer mit einem Plus von etwa eineinhalb Prozent auf eine Hochstufung auf "Overweight" durch Barclays./ajx



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte seine Rekordrally am Dienstag fortsetzen. Dabei könnte der deutsche Leitindex die 25.000-Punkte-Marke erstmals knacken. Eine Stunde vor Beginn des Xetra-Börsenhandels signalisierte der X-Dax ein Plus von 0,25 Prozent auf 24.930 Punkte. "Der Dax beginnt das Jahr mit einer neuen Welle des Optimismus", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Im Tagesverlauf stehen Verbraucherpreisdaten aus Deutschland im Blick.

Wegen der Infrastruktur- und Rüstungsmilliarden der Bundesregierung gilt die Aussicht auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft im neuen Jahr wieder als zentraler Kurstreiber für den Dax.

Der Angriff der USA auf Venezuela verunsichert die Weltbörsen nicht. Am US-Aktienmarkt war es dem Leitindex Dow Jones Industrial gelungen, sein bisheriges Rekordhoch aus dem Dezember zu übertreffen. Dabei hatten die Anleger vor allem auf Ölwerte gesetzt, die von einem möglichen Wiederaufbau der venezolanischen Ölindustrie profitieren könnten. Zudem ist damit die Hoffnung auf sinkende Ölpreise verbunden, was wiederum gut wäre für die Weltwirtschaft, den Inflationsdruck mindert und weitere Zinssenkungen bedeuten könnte.

Am Aktienmarkt stehen Chipwerte in der Gunst der Anleger weiter oben. Händler verwiesen auf einen verbesserten Ausblick des US-Konzerns Microchip Technology als weiteren Treiber für Titel aus dem Halbleitersektor. Infineon verteuerten sich hierzulande am Dienstag im vorbörslichen Tradegate-Handel deutlich.

Für die Anteile des Chemikalienhändlers Brenntag ging es vorbörslich etwas nach unten. Es belastet eine Abstufung durch Morgan Stanley. Adidas gaben nach einer pessimistischeren Einschätzung der Bank of America ebenfalls nach.

Hingegen sorgt eine Kaufempfehlung von Jefferies für Scout24 bei den Papieren des Internetportalbetreibers für vorbörslichen Kurszuwachs./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte - ungeachtet des US-Angriffs auf den südamerikanischen Ölstaat Venezuela - seinen positiven Jahresauftakt am Montag fortsetzen. Positive Vorgaben kommen aus Fernost, wo die Börsen in Japan und China erstmals in diesem Jahr geöffnet haben und deutliche Gewinne verbuchen.

Der X-Dax signalisierte eine Stunde vor Beginn des Xetra-Börsenhandels ein Plus von 0,4 Prozent auf 24.644 Punkte. Damit würde sich der Dax seinem Rekordhoch bei 24.771 Punkten vom Oktober weiter nähern, nachdem er ein starkes Börsenjahr 2025 mit einem Gewinn von 23 Prozent abgeschlossen hatte.

Die Ölpreise gaben am Montagmorgen leicht nach, wohl auch weil US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, die Förderung in dem Land mithilfe der großen US-Ölkonzerne wiederzubeleben. Perspektivisch noch niedrigere Ölpreise wären dann wohl auch positiv für die Wirtschaft. Ohnehin profitierte der deutsche Aktienmarkt zuletzt vor allem von den Hoffnungen auf eine Belebung der trägen deutschen Konjunktur im neuen Jahr.

Zudem verweist Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus Activtrades auf eine moderate Bewertung des Dax im Vergleich zu den heiß gelaufenen US-Indizes als wichtige Triebfeder. "Es mehren sich die Anzeichen für eine signifikante Kapitalrotation: Investoren könnten Gelder aus den USA abziehen und in die preiswerteren europäischen Blue Chips umschichten."

In der neuen Woche stehen aber erst einmal eine Reihe von Konjunkturdaten auf der Agenda. Dicht gepackt ist das Programm unter anderem am Dienstag. Dann werden die Inflationsdaten für Deutschland für Aufmerksamkeit sorgen. Am Freitag richtet sich der Fokus auf die monatlichen Arbeitsmarktzahlen aus den USA, die für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed wichtig sind.

Aus Unternehmenssicht könnten die Aktien von Nordex einen Blick wert sein. Der Windturbinenbauer erhielt zwei Aufträge über insgesamt 508 Megawatt aus Kanada. Geliefert werden sollen im Rahmen der Ende vergangenen Jahres eingegangenen Bestellungen insgesamt 73 Windenergieanlagen./edh/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Am ersten Börsentag des Jahres 2026 dürfte es am deutschen Aktienmarkt noch sehr ruhig zugehen. Am Freitag zwischen Neujahr und dem Wochenende sind viele Investoren noch nicht aus der Pause zum Jahreswechsel zurück. Unternehmens- sowie Wirtschaftsdaten sind Mangelware. Das Geschehen am Markt dürfte daher erst ab der kommenden Woche wieder Fahrt aufnehmen. Gerade bei etwas kleineren Einzelwerten sind bei erwartet geringem Handelsvolumen aber auch größere Ausschläge möglich.

Nach dem starken Börsenjahr 2025 mit einem Dax-Gewinn von 23 Prozent signalisierte am Freitag eine Stunde vor Beginn des Börsenhandels der X-Dax ein Plus von 0,35 Prozent auf 24.577 Punkte. Auch Gold und Silber sind nach ihren Rallys 2025 erst einmal weiter gefragt.

Der Dax hatte am letzten Handelstag 2025 die Marke von 24.500 Punkten zeitweise hinter sich gelassen und nur wenige Zähler darunter geschlossen. Bis zum Rekordhoch von 24.771 Punkten vom Oktober ist es nicht weit.

Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners sieht den Dax jedoch vor einem herausfordernden Börsenjahr. Die Unternehmensgewinne seien im vergangenen Jahr auf einen neuen Rekord geklettert, die Aktienkurse gleichzeitig allerdings deutlich stärker angestiegen als die Gewinne. "Und so geht der deutsche Leitindex mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 17,6 in das Jahr 2026. Beim Jahreswechsel 2024/2025 war das KGV mit 15,0 noch 2,6 Punkte billiger".

Neben dem Dauerbrenner Künstliche Intelligenz (KI) - hier befürchten Beobachter eine deutlichere Kurskorrektur in absehbarer Zeit - bleiben geopolitische Krisenherde im Fokus. In Europa lässt im Ukraine-Krieg ein echter Durchbruch weiterhin auf sich warten. In Amerika sorgt das Vorgehen der USA gegenüber Venezuela für Anspannung und in Asien könnte 2026 der China-Taiwan-Konflikt stärker zum Thema werden.

So bekräftigte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in seiner Neujahrsansprache den Anspruch auf eine Wiedervereinigung mit Taiwan. Das chinesische Militär hatte überdies diese Woche erneut große Manöver rund um Taiwan abgehalten. Beobachter werteten die Übungen unter anderem als Reaktion auf ein zuletzt genehmigtes US-Waffenpaket für Taipeh.

Die Inselrepublik Taiwan wird demokratisch regiert und ist auch für westliche Staaten unter anderem als Lieferant von Computerchips ein unverzichtbarer Partner.

Rüstungsaktien waren 2025 erneut unter den stärksten Werten am deutschen Aktienmarkt. Im Dax hatte Rheinmetall mit einem Kurszuwachs von 154 Prozent die Nase vorn. Das Fortdauern des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und die damit einhergehenden Verteidigungsausgaben westlicher Länder trieben den Kurs nach oben.

An diesem Freitag legten Rheinmetall im vorbörslichen Handel auf Tradegate im Vergleich mit dem Xetra-Schluss moderat zu. Von ihrem Rekordhoch bei mehr als 2.000 Euro von Anfang Oktober sind sie aktuell aber deutlich entfernt./ajx/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Am letzten Börsentag des Jahres dürfte sich am deutschen Aktienmarkt nicht mehr viel tun. Der Handelstag ist verkürzt: Um 14 Uhr werden die Bücher für dieses Jahr geschlossen. Rund eine Stunde vor Beginn des Börsenhandels signalisierte der X-Dax ein Plus von 0,1 Prozent auf 24.369 Punkte. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Euroregion, wird 0,1 Prozent tiefer erwartet.

Nach einem Anstieg um mehr als 22 Prozent beim Dax im laufenden Jahr bleiben viele Anleger der Börse zwischen den Jahren fern. 2025 dürfte so das beste Dax-Jahr seit 2019 werden - mit dem Rekord von 24.771 Punkten in Schlagweite. Das deutsche Kursbarometer hat damit 2025 deutlich besser abgeschnitten als der EuroStoxx und auch der US-Leitindex Dow Jones Industrial .

Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners sprach von einem exzellenten Börsenjahr, verwies aber darauf, dass dies nur für die erste Jahreshälfte gilt, denn das zweite Halbjahr sei "eher ein Seitwärtslaufen" gewesen. Von seinen 34 Allzeithochs habe der deutsche Leitindex 31 im ersten Halbjahr markiert, nur drei im zweiten.

Geringe Handelsumsätze und Neugewichtungen zum Monats-, Quartals- und Jahresende könnten am Dienstag bei gewissen Einzelwerten nochmals für erratische Kursausschläge sorgen. Laut dem Marktbeobachter Stephen Innes von SPI Asset Management kann in dem Umfeld einer stark verkürzten Handelswoche "jeder noch so kleine Geldfluss überproportionale Spuren hinterlassen".

Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank verwies zudem auf das Protokoll der letzten Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve, das am Dienstagabend veröffentlicht wird. "Das Protokoll wird einen spannenden Blick hinter die Kulissen erlauben. Die Meinungen innerhalb der Fed gehen weit auseinander - jede zusätzliche Information ist daher Gold wert, weil sie Anlegern hilft, den Zinskurs für das kommende Jahr besser auszutarieren", so Stanzl.

Wichtigstes geopolitisches Thema bleibt die Lage in der Ukraine. Der russische Präsident Wladimir Putin will seine Position bei den Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump nach Kremlangaben wegen eines angeblichen Terroranschlags Kiews überarbeiten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies die Anschuldigungen als Lüge zurück. Die Rüstungswerte Rheinmetall , Hensoldt und Renk stiegen auf der Handelsplattform Tradegate um bis zu 1,2 Prozent.

Ansonsten ist die Nachrichtenlage aus Unternehmenssicht erneut sehr überschaubar. Einen Blick wert sein könnten die Aktien von Mutares , die auf Tradegate um 1,2 Prozent zulegten. Die Private-Equity-Gesellschaft will ihr Portfoliounternehmen Conexus an Advance Technologies System (ATS), eine Tochtergesellschaft des Finanzinvestors Maximum Return System Group verkaufen. Finanzielle Details wurden nicht mitgeteilt./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den Weihnachtsfeiertagen zeichnet sich am deutschen Aktienmarkt ein etwas höherer Start in die verkürzte Woche vor Silvester ab. Rund eine Stunde vor Beginn des Börsenhandels signalisierte der X-Dax ein Plus von 0,3 Prozent auf 24.403 Punkte. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Euroregion, wird ähnlich freundlich erwartet.

Am vorletzten Handelstag des Jahres dürfte sich wenig tun - wie schon an den US-Börsen am Freitagabend. Viele Anleger haben ihre Bücher geschlossen und bleiben der Börse zwischen den Jahren fern. Sollte am Montag und dem zusätzlich noch verkürzten Dienstag nicht mehr groß am Dax-Jahresplus von mehr als 22 Prozent gerüttelt werden, würde 2025 für den Leitindex zum besten Börsenjahr seit 2019.

Zur Bestmarke von 24.771 Punkten, die aus dem Oktober stammt, bleibt der Dax in Schlagweite. Davor wartet aber noch die Hürde des Dezember-Hochs bei etwas unter 24.500 Punkten als wichtige Chartmarke.

Aus Unternehmenssicht ist die Nachrichtenlage äußerst überschaubar. Einen Blick wert sein könnten die Nebenwerte Baywa und Knaus Tabbert . Die kriselnde Baywa verkauft die niederländische Tochter Cefetra. Damit könnten die Bankverbindlichkeiten um über 600 Millionen Euro reduziert werden, teilte der für Landwirte und Lebensmittelversorgung bedeutende Münchner Mischkonzern Baywa mit.

Eine Geldbuße über rund 6,4 Millionen Euro muss der Caravan-Hersteller Knaus Tabbert bezahlen. Diese hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart im Zusammenhang mit Ermittlungen zu fehlerhaften Gewichtsangaben bei Campingfahrzeugen verhängt, wie das Unternehmen in einer Börsenpflichtmeldung am Dienstag mitteilte./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Wie bereits zum Start der verkürzten Vorweihnachtswoche dürfte es am deutschen Aktienmarkt auch einen Tag vor Heiligabend sehr ruhig zugehen. Große Investoren haben ihre Bücher für 2025 bereits geschlossen, vielerorts laufen die Weihnachtsferien.

Am Dienstagnachmittag könnten US-Konjunkturdaten für etwas mehr Schwung sorgen. Veröffentlicht werden Zahlen zum Wirtschaftswachstum, zum privaten Konsum, zum Auftragseingang langlebiger Güter, zur Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung sowie zum Verbrauchervertrauen.

Rund eine Stunde vor Beginn des Börsenhandels signalisierte der X-Dax ein Plus von 0,1 Prozent auf 24.312 Punkte. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Euroregion, wird zunächst wenig verändert erwartet.

Der Dax hält sich weiter über der psychologisch wichtigen Marke von 24.000 Punkten. Unterstützung liefern gute US-Vorgaben. Für den marktbreiten S&P 500 zeichnet sich der mittlerweile achte Gewinnmonat in Folge ab. Hierzulande kommt der Dax unter dem Strich zwar schon eine Weile nicht mehr recht vom Fleck; 2025 hat er mit einem Kursplus von knapp 22 Prozent aber die Nase vorn. Der S&P 500 hat um rund 17 Prozent zugelegt.

Mit Blick auf das Weltgeschehen behalten Anleger neben den Bemühungen um eine Lösung für den Ukraine-Krieg auch die Auseinandersetzung zwischen den USA und Venezuela im Auge. Die US-Regierung will Venezuelas autoritär regierenden Präsidenten Nicolás Maduro nach Angaben von Heimatschutzministerin Kristi Noem aus dem Amt jagen.

Aus Branchensicht könnten die Aktien der Autobauer einen Blick wert sein. Der Automarkt in der Europäischen Union (EU) verzeichnete im November 2,1 Prozent mehr Neuzulassungen als ein Jahr zuvor. Für die ersten elf Monate belief sich das Plus damit auf 1,4 Prozent. Allerdings liegt der Gesamtabsatz weiter deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Der Anteil reiner Elektroautos stieg auf Elf-Monats-Sicht von auf fast 17 Prozent.

Unangefochtener Marktführer in der EU bleibt der Volkswagen-Konzern (VW), dessen Marken im November um 3,5 Prozent zulegten. Der Sportwagenbauer Porsche AG aus der VW-Gruppe kam jedoch auf ein Minus von gut 28 Prozent. Von den Marken des BMW-Konzerns wurden 4 Prozent mehr Autos zugelassen. Mercedes-Benz hingegen verzeichnete bei den Neuzulassungen einen Rückgang von 3,8 Prozent.

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk darf sein Abnehmmedikament Wegovy in den USA ab Januar als Tablette und nicht mehr nur als Spritze verkaufen. Dies lässt einem Händler zufolge negative Rückschlüsse auf den Pharmaverpackungshersteller Gerresheimer zu, der die Spritzen unter anderem für Novo Nordisk produziert. Die Grresheimer-Aktie zeigte sich im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate zunächst allerdings unbeeindruckt und stieg um 0,2 Prozent.

Der Spezialchemie-Konzern Alzchem verlängerte die Verträge mit wichtigen Vorstandsmitgliedern vorzeitig. Damit werde Chef Andreas Niedermaier bis Ende 2028 im Vorstand tätig sein, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Der Vertrag mit dem für Finanzen zuständigen Gremiumsmitglied Andreas Lösler wurde bis Ende 2029 verlängert. Die Alzchem-Papiere notierten auf Tradegate zuletzt kaum verändert./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der freundlichen Tendenz am Freitag dürfte der deutsche Aktienmarkt nur wenig verändert in die kurze Handelswoche vor Weihnachten starten. Rund eine Stunde vor Beginn des Börsenhandels signalisierte der X-Dax ein Plus von 0,1 Prozent auf 24.309 Punkte. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Euroregion, wird am Montag zunächst nahezu unverändert erwartet.

Da große Investoren ihre Bücher für 2025 bereits weitgehend geschlossen haben, dürfte es in Summe wenig Bewegung geben. Bei einigen Einzelwerten könnte das aber anders aussehen, da gerade bei geringen Handelsvolumina insbesondere bei Aktien aus der zweiten und dritten Reihe auch mal größere Ausschläge möglich sind.

Ende der vergangenen Woche hatte der Dax mit Rückenwind von der jüngsten Leitzinssenkung sowie Inflationsdaten in den USA die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten zurückerobert. So hatte ein Rückgang der US-Inflation die Erwartung weiterer Leitzinssenkungen 2026 untermauert. Zudem behielt die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins bei, womit der öffentlichen Hand sowie Unternehmen weiterhin die eher niedrigen Zinsen zugutekommen, mit denen die Eurozone in das mit Konjunkturhoffnungen verbundene Jahr 2026 geht.

Mit Blick auf ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine gibt es derweil keine echten Fortschritte. Zwar zeigte sich der US-Sondergesandte Steve Witkoff nach Verhandlungen in Miami zufrieden über seine Gespräche mit der russischen Delegation, ein Durchbruch wurde aber nicht vermeldet.

Abseits des Weltgeschehens gibt es zum Montag einige Wechsel in der Dax-Familie. In den MDax werden die Aktien der Börsenneulinge Aumovio und TKMS aufgenommen, während jene von Gerresheimer und Hellofresh in den Nebenwerteindex SDax absteigen.

Neben dem Pharma-Verpackungshersteller Gerresheimer und dem Kochboxenanbieter Hellofresh werden dann noch der Prothesenhersteller Ottobock , das Spielwarenunternehmen Tonies , der Biokraftstoff-Hersteller Verbio und PSI Software im SDax enthalten sein.

Verlassen müssen den SDax LPKF , Stratec , Thyssenkrupp Nucera , Formycon , Procredit und Amadeus Fire . Im Leitindex Dax gibt es keine Änderungen.

Einen Blick wert sein könnten die Aktien von Dürr . Der Hersteller von Fahrzeug-Lackieranlagen erhöhte für das laufende Jahr seine Prognose für den Finanzmittelzufluss und begründete dies mit vorgezogenen Zahlungen von Kunden im vierten Quartal sowie verschobenen Dürr-Zahlungen in das Jahr 2026. Deshalb soll auch die Nettofinanzverschuldung geringer ausfallen als zunächst angenommen. Die im SDax notierte Aktie legte vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate um 1,9 Prozent zu./edh/nas



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Erholung vom Vortag dürfte es für den Dax am Freitag wieder etwas bergab gehen. Rund eine Stunde vor Beginn des Börsenhandels signalisierte der X-Dax ein Minus von 0,15 Prozent auf 24.164 Punkte.

Die Wochenbilanz des Dax wäre damit noch knapp negativ. Seit Jahresanfang hat der Dax allerdings um mehr als ein Fünftel zugelegt. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Euroregion, wird am Freitag 0,2 Prozent schwächer erwartet.

Im Handelsverlauf könnte es am Freitag etwas volatiler zugehen, denn an den Börsen ist großer Verfallstag; Kontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen laufen aus. Im Dax steht laut dem Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners besonders die 24.000-Punkte-Marke im Blick.

Die Aktien der deutschen Sportartikelhersteller Adidas und Puma gaben im Zuge enttäuschender Geschäftszahlen von Nike vorbörslich auf Tradegate um 2,3 Prozent und 2,9 Prozent zum Xetra-Schluss nach. Probleme hat der US-Konzern weiter in China und mit seiner Marke Converse.

Im Gegensatz zu Nike konnte der US-Logistiker Fedex mit seinen Geschäftszahlen und dem Ausblick überzeugen. Dies wirkte sich hierzulande jedoch bei den Papieren der DHL Group vorbörslich kaum aus./ajx/stw



FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) und Inflationsdaten aus den USA müssen sich Anleger am Donnerstag beim Dax auf einen schwächeren Handelsstart einstellen. Rund eine Stunde vor Beginn des Börsenhandels signalisierte der X-Dax ein Minus von 0,1 Prozent auf 23.931 Punkte. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Euroregion, wird kaum verändert erwartet.

Am Vortag hatte der deutsche Leitindex bereits unter der runden 24.000-Punkte-Marke geschlossen. Der Dax folge der abnehmenden Risikobereitschaft der Wall Street, schrieb Thomas Altmann, Portfolio-Manager beim Vermögensverwalter QC Partners. "Wir sehen aktuell Gewinnmitnahmen. Einige ziehen es vor, jetzt zu verkaufen und damit ihre Jahresgewinne zu sichern."

Die EZB wird am Nachmittag die Leitzinsen voraussichtlich erneut stabil halten. Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Volkswirte gehen einhellig von unveränderten Leitzinsen in der Eurozone aus. Der für den Markt wichtige Einlagensatz liegt bei zwei Prozent.

Mit Blick auf die ebenfalls am Nachmittag erwarteten Daten zur US-Inflation für November rechnet die Helaba nicht mit einer Forcierung der Zinssenkungserwartungen. An der Teuerungsrate von zuletzt rund drei Prozent dürfte sich wenig geändert haben, so die Ökonomen der Landesbank.

"Die nächste rettende Zinssenkung der US-Notenbank ist selbst im besten Fall Monate entfernt, innerhalb der Eurozone nehmen Spekulationen über Zinsanhebungen zu", kommentierte Analyst Jochen Stanzl, Marktanalyst der Consorsbank. "Aus diesen Zutaten werden keine Weihnachtsrallys gemacht", so seine Schlussfolgerung für den Aktienmarkt. Anleger blieben angesichts hoher Bewertungen vor allem von KI-Aktien in Habachtstellung und setzten eher auf Gold, Silber, Festgeld oder die risikolose Seitenlinie.

Wegen der Konzentration auf den Rüstungsbereich will der Rheinmetall -Konzern seine zivilen Geschäftsaktivitäten verkaufen. Mit zwei Bietern soll der Verkauf verhandelt werden, eine Vertragsunterzeichnung strebt das Management für das erste Quartal an. Die Rheinmetall-Papiere gewannen auf Tradegate im vorbörslichen Handel 1,2 Prozent zum Xetra-Schluss.

Chipaktien wie Infineon oder Aixtron zogen vorbörslich an. Grund ist ein optimistischer Ausblick des US-Speicherchipspezialisten Micron . Micron verwies auf die Bedürfnisse der Kunden beim laufenden Ausbau von KI-Rechenzentren.

Rational stiegen um mehr als 4 Prozent, nachdem die UBS für die Titel des Großküchenausstatters eine Kaufempfehlung ausgesprochen hatte. Für Thyssenkrupp Nucera wird die Deutsche Bank optimistischer und votiert nun mit "Buy". Das vorbörsliche Kursplus für die Anteile des Elektrolysespezialisten belief sich auf fast 5 Prozent.

Nicht gut kamen am Markt die Geschäftszahlen und der Ausblick der Parfümeriekette Douglas an. Die Aktien sanken um rund 6 Prozent./ajx/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine bislang durchwachsene Woche des deutschen Aktienmarktes dürfte am Mittwoch mit gut behaupteter Tendenz weitergehen. Rund eine Stunde vor Beginn des Börsenhandels signalisiert der X-Dax ein Plus von 0,2 Prozent auf 24.130 Punkte. Damit bliebe der Dax über der psychologisch wichtigen Marke von 24.000 Punkten. Der EuroStox 50 , der Leitindex der Euroregion, dürfte ebenfalls 0,2 Prozent höher starten.

Nach dem Anstieg des Dax bis Mitte Dezember und der jüngsten Stagnation über 24.000 Punkten kann von einer vorweihnachtlichen Jahresendrally keine Rede mehr sein. "Nachhaltige Kauflaune will beim deutschen Leitindex aktuell einfach nicht aufkommen", schrieb der Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners. Anleger hatten zuletzt bereits begonnen, bei gut gelaufenen Aktien Gewinne mitzunehmen und in vereinzelte Erholungskandidaten umzuschichten.

Die US-Arbeitsmarktdaten vom Vortag hatten nicht die erhofften Impulse geliefert. Die nachgereichten Daten waren gemischt ausgefallen und sorgten insgesamt eher für Ernüchterung, was weitere Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed betrifft. Nun rücken am Donnerstag die Inflationsdaten als zweites wichtiges Kriterium für die Fed ins Blickfeld. Dann werden mit den Zinsentscheiden der Europäischen Zentralbank und der Bank of England weitere Höhepunkte erwartet.

Die Aktien von Südzucker fielen im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt um 1,1 Prozent. Der Zuckerkonzern geht auch für das Geschäftsjahr 2026/27 von einem schwierigen Markt aus und rechnet deshalb mit keiner signifikanten Ergebniserholung. Die in Aussicht gestellte Ebitda-Spanne liegt deutlich unter der durchschnittlichen Analystenprognose. Der Umsatz dürfte in dem bis Ende Februar 2027 laufenden Geschäftsjahr leicht zurückgehen.

Verzögerungen bei Kundenprojekten machen Ionos zu schaffen. Die Entwicklung in den Bereichen Web Presence und Productivity sowie im Cloudgeschäft sei bisher leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben, teilte das zu United Internet gehörende Unternehmen mit. Der dem Internetdienstleister kürzte daher sein Wachstumsziel für das laufende Jahr, beließ das Gewinnziel aber unverändert. Die Ionos-Papiere stiegen auf Tradegate um 1,3 Prozent.

Für die Anteilsscheine von Siemens Healthineers ging es auf Tradegate um 1,5 Prozent nach oben. Sowohl die kanadische Bank RBC als auch das US-Analysehaus Bernstein Research haben die Bewertung des Medizintechnikanbieters mit "Outperform" aufgenommen. Die aktuell niedrige Bewertung der Aktien werde dem mittelfristigen Umsatz- und Gewinnpotenzial des Unternehmens und seiner Vormachtstellung in den Kernmärkten nicht gerecht, konstatierte RBC-Analystin Natalia Webster./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der freundlichen Tendenz zum Wochenauftakt wird der deutsche Aktienmarkt am Dienstagmorgen mit einem Dämpfer erwartet. Rund eine Stunde vor Beginn des Börsenhandels signalisiert der X-Dax ein Minus von 0,5 Prozent auf 24.105 Punkte. Damit würde die psychologisch wichtige 24.000-Punkte-Marke beim Dax wieder näher rücken. Der EuroStox 50 , der Leitindex der Euroregion, dürfte am Dienstag 0,4 Prozent tiefer starten.

In die Defensive gehen die Anleger vor den Arbeitsmarktdaten aus den USA, die am Nachmittag mehr Klarheit verschaffen werden über die Lage am Jobmarkt, der für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed neben der Inflation das zweite Kriterium ist. An diesem Dienstag wird nicht nur der Jobbericht für November veröffentlicht. Es werden auch Daten zur Beschäftigung im Oktober nachgeholt, die im Herbst wegen des teilweisen Stillstands der Regierungsbehörden im Zuge des Haushaltsstreits ausgefallen waren.

Auch am Dienstag dürften nach den jüngsten Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine um ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges die Rüstungsaktien im Blickpunkt stehen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj soll seine Bereitschaft signalisiert haben, auf einen Nato-Beitritt zu verzichten. Alle beteiligten Seiten werteten die Gespräche in Berlin als Fortschritt, was deutsche Rüstungswerte belastet: Auf der Handelsplattform Tradegate verbuchten Rheinmetall , Renk , Hensoldt und TKMS im Vergleich zum Xetra-Schluss Verluste zwischen 2,7 und 5,5 Prozent.

Der zuletzt schwächelnde Autozulieferer Stabilus will bei seinen Aktionären gut Wetter machen und in kleinerem Maßstab eigene Anteile für bis zu 20 Millionen Euro am Markt zurückkaufen. Die Koblenzer hatten jüngst mit einem schwachen Ausblick auf das neue Geschäftsjahr und mit einer deutlichen Dividendenkürzung enttäuscht. Die Aktie zog auf Tradegate um 2,2 Prozent an./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Rücksetzer vom Freitag dürfte es am deutschen Aktienmarkt zum Auftakt der letzten vollen Vorweihnachtswoche wieder nach oben gehen. Rund eine Stunde vor Beginn des Börsenhandels signalisiert der X-Dax ein Plus von 0,4 Prozent auf 24.294 Punkte. Damit würde der Dax seinen Aufwärtstrend der vergangenen drei Wochen bestätigen. Nach unten bleiben die Blicke auf die 24.000-Punkte-Marke gerichtet, nach oben auf den Oktober-Rekord von 24.771 Zählern.

In der neuen Börsenwoche dürften sich die Anleger auf den US-Arbeitsmarktbericht fokussieren, der am Dienstag für Oktober und November nachgeholt wird. Wegen des wochenlangen Regierungsstillstands hatte die US-Notenbank Fed zuletzt im Dunkeln getappt, was die Situation am Jobmarkt betrifft. Neben dem Eindämmen der Inflation ist die Vollbeschäftigung das zweite entscheidende Ziel der amerikanischen Währungshüter.

Aus Branchensicht sollte der Rüstungssektor angesichts der andauernden Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine erneut im Mittelpunkt des Interesses stehen. Das diplomatische Ringen um ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges geht in Berlin auf höchster Ebene weiter. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und die vom Sondergesandten Steve Witkoff angeführte US-Delegation wollen ihre intensiven Gespräche fortsetzen.

Die US-Seite hatte sich am Sonntagabend nach mehrstündigen Gesprächen mit der ukrainischen Delegation im Kanzleramt positiv geäußert. Es seien "viele Fortschritte" erzielt worden, schrieb Witkoff. Dies sorgte am Montagmorgen im vorbörslichen Handel für Belastung unter den deutschen Rüstungswerten. Auf der Handelsplattform Tradegate verbuchten die Aktien von Renk , Hensoldt und Rheinmetall zuletzt Verluste zwischen 1,4 und 2,4 Prozent.

Für die Papiere von Redcare Pharmacy ging es auf Tradegate um 0,4 Prozent abwärts. Marktbeobachter verwiesen auf den für Dienstag terminierten Einstieg der Drogeriemarktkette dm in den Markt für rezeptfreie Medikamente, die bei dm auch online bestellt werden können. Etwa 2.500 verschreibungsfreie Arzneimittel und 1.000 Produkte aus dem Bereich Hautkosmetik werde "dm-med" anbieten, berichtete das "Handelsblatt"./edh/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Freitag weiter steigen und das Hoch des Monats November ansteuern. Das lag - bevor der deutsche Leitindex in den darauffolgenden Tagen auf ein Tief unter 23.000 Punkte sackte - bei 24.441 Zählern. Zum Rekordhoch von Anfang Oktober bei 24.771 Punkten wäre der Dax dann nur noch einen Katzensprung entfernt. "Die Weihnachtsrally läuft", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.

Rund eine Stunde vor Beginn des Börsenhandels signalisiert der X-Dax ein Plus von 0,4 Prozent auf 24.394 Punkte. Der EuroStoxx 50 dürfte ebenfalls zulegen und in Richtung Rekordhoch laufen. Das hatte der Leitindex der Euroregion Mitte November bei 5.818 Punkten erreicht.

Nach anfänglicher Enttäuschung über Oracles Quartalszahlen und weitere hohen KI-Investitionen des US-Softwarekonzerns war dem Dax am Vortag eine beeindruckende Kehrtwende gelungen. Dabei knackte er den Korrekturtrend, der sich seit dem Rekord im Oktober ausgebildet hatte. Nach dem Zwischenhoch vom November müsste der Dax es laut Experten nur noch über die Barriere um 24.500 Punkte schaffen, um wieder zum Rekordhoch vorzustoßen.

Der bekannteste Wall-Street-Index Dow Jones Industrial machte es am Vorabend bereits vor. Er profitierte den zweiten Tag in Folge von der Leitzinssenkung in den USA und erreichte eine neue Bestmarke. Technologiewerte an der Nasdaq taten sich dagegen schwer. Dort waren nach den Investitionsplänen von Oracle die Sorgen um das Boom-Thema Künstliche Intelligenz (KI) wieder in den Vordergrund gerückt.

Der KI-Motor brumme, die Anleger sollten allerdings die "Treibstoffkosten" im Auge behalten, mahnte Jefferies-Analyst Brent Thill in seiner Reaktion auf Oracle. Und das taten diese denn auch und straften die Aktie ab. Um fast 11 Prozent sackte das Oracle-Papier ab. Die überwiegend mit Technologieaktien bestückte Nasdaq-Börse verbuchte insgesamt leichte Verluste.

Hierzulande könnte die Aktie von RWE in den Blick rücken, die im freundlichen Marktumfeld am Vortag ein Prozent verloren hatte. JPMorgan-Analyst Javier Garrido hob das Kursziel von 46,50 auf 51,00 Euro und bekräftigte sein Anlageurteil "Overweight". Zudem setzte er die Aktie in seinem Branchenausblick auf das Jahr 2026 auf die "Analyst Focus List" mit den generell besten Anlageideen der US-Bank.

In Erwartung positiver mittelfristiger Signale für Ergebniswachstum und Mittelverwendung im ersten Quartal 2026 verlieh der JPMorgan-Experte RWE obendrein noch den Status "Positive Catalyst Watch". Seinen beiden europäischen Branchenfavoriten RWE und SSE traut Garrido überdurchschnittliche Ergebnissteigerung bis ins Jahr 2030 zu. Auf der Handelsplattform Tradegate gewann das RWE-Papier im Vergleich zum Xetra-Schluss ein Prozent.

Die Anteilsscheine der Sportartikelhersteller Adidas und Puma könnten angesichts der am Vorabend vorgelegten Quartalszahlen von Lululemon einen Blick wert sein. Der US-Hersteller hochpreisiger Yoga-Bekleidung hatte seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben und den Rücktritt von Vorstandschef Calvin McDonald nach einer Phase schwachen Wachstums bekanntgegeben. Nachbörslich war die US-Aktie um 11 Prozent hochgesprungen. Adidas legten auf Tradegate zuletzt rund ein Prozent zu. Puma stiegen ebenfalls, allerdings nicht ganz so deutlich./ck/men



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt dürfte am Donnerstag gedämpft bleiben. Die gesenkten Leitzinsen in der weltgrößten Volkswirtschaft geben dem Dax voraussichtlich keinen frischen Schwung, denn der Ausblick des SAP-Konkurrenten Oracle enttäuschte. Sorgen rund um das Boom-Thema Künstliche Intelligenz (KI) kehren an die Märkte zurück. Die hohen Investitionen im KI-Sektor beunruhigten erneut, kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.

Rund eine Stunde vor Beginn des Börsenhandels signalisiert der X-Dax für den deutschen Leitindex ein Minus 0,4 Prozent auf 24.025 Punkte. Der EuroStox 50 , der Leitindex der Euroregion, dürfte ebenfalls schwächer starten. Bereits zur Wochenmitte war die Erholung am deutschen Markt etwas ins Stocken geraten, nachdem der Dax am Dienstag fast wieder auf 24.200 Punkte gestiegen war.

Nun ist laut Altmann erneut die Verteidigung der psychologisch wichtigen 24.000-Punkte-Marke "die größte und wichtigste Aufgabe". "Zuletzt konnte der deutsche Leitindex viermal in Serie über 24.000 schließen. Heute muss der Dax dafür allerdings den Gegenwind von der Nasdaq aushalten." Dieser wichtige US-Index enthält vor allem Technologiewerte, und der Future auf den Nasdaq 100 , der Aufschluss über den heutigen Handel an der US-Techbörse gibt, lässt nach dem Oracle-Debakel einen schwachen Start erwarten.

Die US-Notenbank Fed senkte unterdessen in der Sorge um den heimischen Arbeitsmarkt wie erwartet den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte. Es war die dritte Zinssenkung in diesem Jahr. Es werden Risiken für die Beschäftigung befürchtet, sodass die hartnäckige Inflation auf erhöhtem Niveau in den Hintergrund geriet. Die Wall Street reagierte darauf positiv. Experten betonten unterdessen die Uneinigkeit innerhalb des Offenmarktausschusses (FOMC). Diese spiegele sich auch in den Zinsprognosen der Notenbanker wider, dürfte die Börsen auch im kommenden Jahr weiter begleiten, erwartet etwa Analyst Leon Ferdinand Bost von Metzler Capital Markets.

Angesichts enttäuschender Umsatz- und Gewinnzahlen von Oracle sowie angekündigter höherer Investitionen in den Ausbau des KI-Geschäfts, drehte der Wind in den USA nachbörslich. Die Oracle-Aktien brach um mehr als 12 Prozent ein und dürfte hierzulande insbesondere SAP belasten. Auf der Handelsplattform Tradegate gab die Aktie des Walldorfer Softwareherstellers im Vergleich zum Xetra-Schluss um knapp ein Prozent nach.

Das Papier der Munich Re indes dürfte weiter von den Aussagen des Rückversicherers zur Unternehmensstrategie profitieren. Vorbörslich ging es leicht weiter nach oben. Details wurden bereits am Mittwochnachmittag bekannt und hatten für ein Kursplus von etwas mehr als ein Prozent gesorgt. Später folgten positive Analystenkommentare. Ben Cohen von RBC hob hervor, dass das Nettogewinnziel für 2026 über seiner Prognose liege. James Shuck von der Citigroup nannte die neuen mittelfristigen Ziele "vielversprechend", blieb aber vorsichtig: Um das Ganze final zu beurteilen, müsse der Kapitalmarkttag an diesem Donnerstag abgewartet werden, denn "der Teufel steckt im Detail".

Zahlen gaben Carl Zeiss Meditec aus dem MDax und Schott Pharma aus dem SDax bekannt. Der Medizintechnikkonzern Zeiss steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 den Umsatz wie erwartet. Unter dem Strich sank dagegen der Überschuss wegen eines geringeren Finanzergebnisses, weshalb auch die Dividende sinken soll. Nach 0,60 Euro je Aktie im Jahr zuvor soll es nun 0,55 Euro geben. Analysten hatten mehr erwartet. Die Aktie gab auf Tradegate vorbörslich leicht nach.

Für den Anteilsschein von Schott ging es dagegen moderat nach oben. Der Spezialverpackungshersteller im Arzneimittelbereich bestätigte seine Anfang Dezember gekürzten mittelfristigen Ziele und auch seine vorab bekannt gegebenen Zahlen sowie die Prognose für das neue Geschäftsjahr 2025/26./ck/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor der US-Leitzinsentscheidung an diesem Abend dürften die Anleger am deutschen Aktienmarkt einen Gang herunterschalten. Der Dax wurde rund eine Stunde vor Beginn des Börsenhandels am Mittwoch 0,2 Prozent tiefer erwartet auf 24.123 Punkte. Der EuroStox 50 , der Leitindex der Euroregion, dürfte ebenfalls leicht schwächeln.

Am Dienstag hatte sich das deutsche Börsenbarometer auf seinem kontinuierlichen Erholungspfad vom November-Tief wieder der Marke von 24.200 Punkten genähert. Dabei rüttelte er auch am Korrekturtrend, der sich seit dem Rekordhoch im Oktober bei 24.771 Punkten ausgebildet hat. Vom Zwischentief bei 22.943 Punkten am 21. November hat sich der Dax inzwischen wieder um etwas mehr als fünf Prozent erholt.

Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners rechnet mit wenig Bewegung vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed. Schließlich gehe dieser Börsentag "erst abends richtig los". Eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte gilt als ausgemacht. Spannender wird daher der geldpolitische Ausblick. "Und hier kommt es heute weniger auf den noch amtierenden Fed-Präsidenten Jerome Powell an, sondern auf die Summe aller Fed-Mitglieder, denn Powell wird im kommenden Jahr nur noch drei Zinssitzungen leiten", erklärte er.

Die Zinsentscheidung erfolgt in einem für die US-Notenbank weiterhin schwierigen Umfeld, da einige wichtige Konjunkturdaten nach der teilweise Schließung von Bundesbehörden (Shutdown) immer noch nicht veröffentlicht wurden. Zudem übt US-Präsident Donald Trump kräftig Druck auf die Fed aus.

Unter den Einzelwerten dürfte der Essenlieferdienst Delivery Hero Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Nach der jüngsten Kursschwäche zwischen Mitte September bis Mitte November prüft das MDax -Unternehmen strategische Optionen, etwa weitere Verkäufe. Erst kürzlich hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass Delivery Hero unter dem Druck mehrerer Großaktionäre stehe, wegen der zunehmenden Konsolidierung in der Lieferbranche eine strategische Überprüfung durchzuführen und einen Verkauf des Unternehmens oder von Geschäftsteilen in Betracht zu ziehen. Der Kurs der Aktie stieg auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss an diesem Morgen um etwas mehr als 7 Prozent.

In den Blick könnten zudem die Aktien des Touristikunternehmens Tui wegen detaillierter Geschäftsjahreszahlen rücken.

Ansonsten dürfte eine Reihe an Umstufungen Einzelwerte bewegen. So senkte Exane BNP die Bewertung der Aktie von Gerresheimer auf "Underperform" und die von Siemens Healthineers auf "Neutral". Sartorius dagegen hob die französische Bank auf "Outperform". Die Aktien bewegten sich vorbörslich in die entsprechenden Richtungen. Fraport senkte Exane BNP auf "Neutal", Hochtief hoben die Experten indes auf "Outperform"

Die britische Bank Barclays kappte unterdessen ihr Anlageurteil für Continental auf "Equal-Weight" und die US-Bank JPMorgan stufte RTL auf "Underweight" ab, während sie das MTU -Papier in Erwartung kurzfristig positiver Neuigkeiten auf "positive Catalyst Watch" setzte. Zu RTL hieß es dabei, dass der Medienkonzern wohl seine Abonnenten-Ziele für 2026 wird zurückschrauben müssen. Während auch hier Conti und RTL auf Tradegate nachgaben, legten MTU leicht zu./ck/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor der zur Wochenmitte erwarteten Leitzinsentscheidung der US-Notenbank dürfte der Dax am Dienstag in Wartestellung bleiben. Rund eine Stunde vor Beginn des Börsenhandels legte er um moderate 0,2 Prozent auf 24.088 Punkte zu. Der EuroStox 50 , der Leitindex der Euroregion, wird ebenfalls mit leichten Zuschlägen erwartet.

Bereits tags zuvor war der Dax knapp über der 50- und auch der 100-Tage-Durchschnittslinie auf der Stelle getreten und damit aus der Handelsspanne vom Freitag nicht heraus gekommen. Diese charttechnischen Linien gelten als Barometer für den mittel- und längerfristigen Trend. In den zwei Wochen davor hatte er sich allerdings wieder deutlich von seinem Zwischentief erholt.

Das Jahr ist somit bisher für den deutschen Leitindex gut verlaufen. Aktuell liegt er rund 21 Prozent im Plus, sodass kaum jemand noch große Risiken eingehen will.

Da zudem zuletzt wieder fest mit einer Zinssenkung gerechnet wurde, gilt ein solcher Schritt inzwischen als eingepreist. Marktstratege Mislav Matejka von JPMorgan warnte daher vor zu hohen Erwartungen. Die Börsen befänden sich wieder in Sichtweite ihrer Rekordhöhen, weshalb Gewinnmitnahmen für den einen oder anderen eine Option sein könnten.

Unter den Einzelwerten dürfte Thyssenkrupp im MDax mit Aussagen zum neuen Geschäftsjahr im Blick stehen. Der Industriekonzern, der wegen einer schwachen Nachfrage und niedrigerer Preise kürzlich seine Prognose für das Ende September abgeschlossene Geschäftsjahr 2024/25 gesenkt hatte, äußerte sich am Morgen für das neue Jahr. Die kürzlich auf den Weg gebrachte Sanierung der kriselnden Stahlsparte wird Thyssenkrupp millionenschwere Verluste einbrocken. Weil dafür hohe Rückstellungen gebildet werden müssten, dürfte 2025/26 unter dem Strich ein Fehlbetrag von 400 bis 800 Millionen Euro auflaufen, hieß es. Die Aktie büßte auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss knapp fünf Prozent ein.

Abwärts ging es vorbörslich zudem für die im SDax notierten Aktien von Evotec und den Jost Werken. Die Beteiligungsholding des dänischen Pharmakonzerns Novo Nordisk will laut Kreisen ihren Anteil am Wirkstoffforscher Evotec senken. Bis zu 9,4 Millionen Papiere sollen verkauft werden, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montagabend unter Berufung auf von ihr eingesehene Unterlagen berichtete. Das sind rund 5 Prozent des Grundkapitals. Die Evotec-Aktie fiel vorbörslich auf Tradegate um vier Prozent.

Beim Nutzfahrzeugzulieferer Jost Werke steigt die Peter Möhrle Holding aus. Die Großaktionärin platzierte in einem beschleunigten Auktionsverfahren 1,5 Millionen Aktien und damit 10,1 Prozent des Grundkapitals zu 48,50 Euro das Stück. Die Jost-Aktie sackte zuletzt um rund fünf Prozent ab.

Aufmerksamkeit dürfte zudem eine Umstufung durch die US-Bank Morgan Stanley auf sich ziehen. Diese senkte ihre Bewertung für das Papier des Kochboxen-Versenders Hellofresh auf "Underweight" mit einem Kursziel von 5,50 Euro. Der Anteilsschein des MDax-Unternehmens gab vorbörslich um vier Prozent nach./ck/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer zweiwöchigen Erholung am deutschen Aktienmarkt haben sich Anleger am Montag erst einmal eher zurückgehalten. Sie waren auf die am Mittwoch anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed.

Der deutsche Leitindex Dax lag in den ersten Handelsminuten leicht im Minus bei 24.015 Punkten. Seit dem Tief vom November bei unter 23.000 Zählern hatte sich das Börsenbarometer um viereinhalb Prozent nach oben gearbeitet und zuletzt auch wieder die runde Marke von 24.000 Punkten überwunden.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Werte notierte am Morgen 0,6 Prozent höher bei 29.859 Zählern. Der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 gab leicht nach./bek/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die holprig verlaufende Erholung am deutschen Aktienmarkt dürfte sich vor dem Wochenende fortsetzen. Für den Leitindex Dax werden am Freitagmorgen moderate Gewinne erwartet. Erstmals seit Mitte November könnte der Dax wieder die runde Marke von 24.000 Punkten überschreiten. Der X-Dax indizierte den Dax mit einem Plus von 0,15 Prozent auf 23.927 Zähler aber noch unter dieser Hürde.

"Bleiben die Käufer jetzt am Ball und geht es schnell auch über die psychologische runde Marke, dann könnten die Anleger in Frankfurt den Traum von einer Jahresendrally doch noch weiterträumen", schrieb Analystin Christine Romar vom Broker CMC Markets. Für die Börsenwoche deutet sich ein moderates Plus an.

Auch außerhalb Deutschlands dürften sich die Börsen stabil zeigen. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 wird wie der Dax gut behauptet erwartet.

Kursbewegendes zu Einzeltiteln ist Mangelware. Aktien von Kion verloren im vorbörslichen Handel auf Tradegate 3 Prozent. Die Citigroup strich die Kaufempfehlung für die Papiere des Herstellers von Logistiktechnik.

Die Anteile von Schott Pharma büßten vorbörslich knapp 4 Prozent ein. Ein Händler bezeichnete die mittelfristigen Ziele des Herstellers von Spezialverpackungen für die Pharmabranche als enttäuschend./bek/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Solide Vorgaben aus den USA dürften die Kurse auch am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag anschieben. Vor allem der Dow Jones Industrial hatte am Vorabend zugelegt und sich dem Rekordhoch vom November stark angenähert.

Der deutsche Leitindex Dax wird eine Stunde vor Handelsbeginn vom X-Dax ein halbes Prozent höher indiziert bei 23.822 Zählern. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx wird ebenfalls etwas fester erwartet.

Rückenwind kommt auch aus Japan, wo der Nikkei-Index kräftig zulegen konnte. Der Dax verbleibt allerdings auch mit den am Morgen avisierten Gewinnen unter der Marke von 24.000 Punkten, womit sich die jüngste Konsolidierung fortsetzt.

Im vorbörslichen Handel bewegten Kommentare von Analysten die Kurse. Siemens Energy stiegen auf der Handelsplattform Tradegate um 3 Prozent, angetrieben von einer Hochstufung auf "Overweight" durch JPMorgan. Commerzbank gewannen 1,8 Prozent, hier strich Goldman Sachs das Verkaufsvotum. Ein positiver Kommentar von JPMorgan ließ SAP -Aktien um 1,5 Prozent zulegen.

Die zuletzt gut gelaufenen Aurubis -Aktien verloren vorbörslich 3 Prozent. Der Kupferproduzent hat im Geschäftsjahr 2024/25 einen Gewinnrückgang im Tagesgeschäft verbucht.

Unter den kleineren Titeln stiegen Formycon um 7 Prozent. Der Hersteller von Biopharmazeutika ist mit der international aufgestellten MS Pharma eine Partnerschaft zur Kommerzialisierung eines Medikaments eingegangen./bek/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Zur Wochenmitte ist es am deutschen Aktienmarkt leicht aufwärts gegangen. Der Dax lag am Mittwoch im frühen Handel mit 0,3 Prozent im Plus bei 23.785 Zählern. Damit weitete der Leitindex die Gewinne vom Vortag noch etwas aus, setzt die Hängepartie unterhalb von 24.000 Zählern aber fort.

Marktbeobachter hegen indes zunehmend Zweifel an einer Dax-Rally zum Jahresende. Es sei "fraglich, woher die positiven Impulse kommen sollen", schreibt etwa die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). So sei eine Zinssenkung in den USA in der kommenden Woche überwiegend schon in den Kursen eingepreist, obwohl es seitens der Notenbank Fed hierfür keine klaren Signale gebe. "Zudem gab es offensichtlich kaum Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und Russland in Moskau, sodass es kaum Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Ukraine-Krieges gibt".

Der MDax der mittelgroßen deutschen Werte lag mit 0,2 Prozent im Plus bei 29.568 Punkten. Der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 legte etwas stärker zu./bek/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem schwachen Auftakt des Börsenmonats Dezember dürften sich die Kurse am deutschen Aktienmarkt am Dienstag stabilisieren. Die Kursgewinne dürften sich in engen Grenzen halten. Der X-Dax signalisierte den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor Handelsbeginn mit 23.629 Zählern leicht im Plus. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte ebenfalls moderat zulegen.

"Die Gewinnserie des Dax ist gestern gerissen", schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die richtungsweisende Marke bleibe womöglich die Durchschnittslinie der vergangenen 200 Börsentage. Diese hatte der Dax am Montag kurz unterschritten. Sie findet als längerfristiger Indikator am Markt große Beachtung. "Es ist gut möglich, dass sich hier die zukünftige Richtung des Dax entscheidet", so Altmann.

Im vorbörslichen Handel auf Tradegate schnellten Bayer-Aktien um 10 Prozent nach oben. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern kann rund um die milliardenteuren Rechtsstreitigkeiten um angebliche Gesundheitsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat weiter auf ein Grundsatzurteil des höchsten US-Gerichts hoffen. Der sogenannte Solicitor General unterstützt den Antrag auf Prüfung eines Falls durch den US Supreme Court. Bayer erhofft sich ein Grundsatzurteil des obersten US-Gerichts wegen widersprüchlicher Urteile von Bundesberufungsgerichten.

In der zweiten Reihe stiegen Bilfinger um 1,6 Prozent. Der Industriedienstleister will den Umsatz und die Profitabilität in den kommenden Jahren steigern.

Unter den kleineren Titeln legten Hypoport um 3,5 Prozent zu, angetrieben von einer Hochstufung des Investmenthauses Exane BNP./bek/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer starken Vorwoche am deutschen Aktienmarkt dürfte der Start in den Dezember holprig sein. Die Tokioter Börse drückte am Montagmorgen auf die zuletzt gute Anlegerstimmung. Der Leitindex Nikkei steht aufgrund von Hinweisen auf eine Leitzinserhöhung im Dezember deutlich unter Druck.

Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 0,4 Prozent auf 23.730 Punkte. In der vergangenen Woche hatte sich der Dax um mehr als drei Prozent erholt. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird zum Wochenauftakt ebenfalls etwas schwächer erwartet.

In Japan wurde eine Rede des Präsidenten der japanischen Notenbank Kazuo Ueda am Markt so interpretiert, dass die Bank of Japan bei ihrem Treffen im Dezember die Leitzinsen erhöhen könnte. Schwache Konjunkturdaten gab es derweil aus China, die dortigen Börsen legten indes zu.

Im vorbörslichen Handel auf Tradegate verloren Airbus -Aktien gut zwei Prozent. Wegen technischer Probleme in einem Flugkontrollrechner wurde am Wochenende bei rund 6.000 Flugzeugen der A320-Reihe ein Software-Update nötig.

Bei den Aktien von Rüstungsherstellern könnten Anleger Kursgewinne mitnehmen. Rheinmetall , Renk und Hensoldt zeigten vorbörslich Kursschwäche. Die Kurse sind im Börsenjahr 2025 zwischen 98 und 175 Prozent gestiegen./bek/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax könnte am "Black Friday" eine starke Börsenwoche besiegeln - auch wenn am Freitag zum Auftakt wenig los sein dürfte. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,1 Prozent auf 23.787 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird ebenfalls nur wenig verändert erwartet.

Nach der 200-Tage-Linie hat der Dax zuletzt auch die 21-Tage-Linie wieder überschritten, was kurz- und langfristig wieder positive Chartsignale sendet. Damit steuert der deutsche Leitindex auf ein etwa dreiprozentiges Wochenplus zu. Der eigentlich gute Börsenmonat November würde aber immer noch mit einem Abschlag von gut 0,8 Prozent zu Ende gehen.

"Die Hoffnung auf einen Waffenstillstand in der Ukraine hat die Stimmung in Europa verbessert", konstatierte Aktienstratege Emmanuel Cau von der Barclays Bank. Die Risikobereitschaft komme zurück, auch wegen neu entfachter Hoffnung auf eine Zinssenkung der Fed im Dezember und den wieder anziehenden Kursen im Technologiesektor. Er glaubt, dass ein Waffenstillstand ein großes Extremrisiko für Europa beseitigen und die Anleger dazu zwingen würde, über die positiven Aspekte einer weiteren Deeskalation nachzudenken.

Neue Impulse aus den USA könnten am Freitag mau bleiben, denn dort wird nach dem Feiertag Thanksgiving nur verkürzt gehandelt. An dem für das Weihnachtsgeschäft wichtigen "Black Friday" stehen Shopping-Schnäppchen im Fokus. An den New Yorker Börsen nutzen viele Anleger diese Zeit für ein verlängertes Wochenende.

Der Aktienkurs von Delivery Hero profitierte vorbörslich von einem Medienbericht und stieg auf der Handelsplattform Tradegate um 3,5 Prozent zum Xetra-Schluss. Der Essenlieferdienst stehe unter dem Druck mehrerer Großaktionäre, einen Verkauf des Unternehmens oder von Geschäftsteilen in Betracht zu ziehen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Die kolportierten Forderungen nach einem Strategiewandel und einer Branchenkonsolidierung zeigten, dass sich etwas tue, kommentierte Barclays-Analyst Andrew Ross. Er habe seit Monaten darauf hingewiesen, dass der Status Quo bei Delivery Hero nicht haltbar sei.

Zudem könnten neue Analystenstudien für Kursbewegungen sorgen. So stufte die US-Bank JPMorgan die Aktie von Wacker Chemie von "Neutral" auf "Underweight" ab und senkte das Kursziel von 60 auf 50 Euro. Analyst Chetan Udeshi glaubt, dass das Geschäft mit dem Halbleiterrohstoff Polysilizium wegen eines massiven Überangebots an Wafern in der Lieferkette die nächste Sparte der Münchner sein wird, die unter Druck gerät. Für die Wacker-Aktie ging es auf Tradegate um 2,6 Prozent abwärts.

Udeshi senkte auch sein Anlagevotum für Evonik von "Overweight" auf "Neutral" und das Kursziel von 20 auf 14 Euro. Er reagierte damit auf den zyklischen und strukturellen Druck, unter dem der Spezialchemiekonzern steht. Der Experte kappte deshalb seine Ergebnisprognosen für die Jahre 2026 und 2027. Die Evonik-Papiere verloren auf Tradegate 0,9 Prozent./edh/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der dreitägigen Erholung zeichnet sich am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag zunächst wenig Bewegung ab. Der X-Dax signalisierte für den Dax knapp eine Stunde vor Handelsbeginn einen praktisch unveränderten Stand von 23.725 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird ebenfalls stabil erwartet.

Im Wochenverlauf hat sich der Leitindex bisher um 2,7 Prozent erholt. Am vergangenen Freitag war der Dax mit 22.943 Punkten zwischenzeitlich bis auf das Niveau vom Mai abgesackt.

Getrieben wurden die Märkte zuletzt vor allem von der Hoffnung auf ein Kriegsende in der Ukraine sowie einem gewissen Zinsoptimismus. In den USA schaffte es der marktbreite S&P 500 am Vorabend erneut, an seinen Korrekturtrend vom Rekord Ende Oktober heranzukommen. An diesem Donnerstag findet in den Vereinigten Staaten wegen des Thanksgiving-Feiertags kein Börsenhandel statt.

Die seit einiger Zeit kursierenden Spekulationen über eine Übernahme des deutschen Sportartikelherstellers Puma erhielten nun neue Nahrung. Dies könnte die zuletzt stark gestiegene Zahl der Pessimisten, die auf weiter fallende Kurse setzen, auf dem falschen Fuß erwischen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet aus informierten Kreisen über Kaufinteresse aus China. So erwäge der Konkurrent Anta Sports einen Kauf der Herzogenauracher. Als weitere mögliche Interessenten nennt Bloomberg Li Ning und auch die japanische Asics. Die Puma-Papiere schnellten im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Trade um 13 Prozent zum Xetra-Schlusskurs nach oben.

Für die Anteilsscheine der Deutschen Börse ging es auf Tradegate um 1,8 Prozent hoch. Die US-Bank JPMorgan stufte die Aktien von "Neutral" auf "Overweight" hoch und erhöhte das Kursziel auf 292 Euro. Die aktuelle Bewertung werde der Qualität und breiten Aufstellung des Börsenbetreibers nicht gerecht, argumentierte Analyst Enrico Bolzoni.

Die Titel von Vonovia verteuerten sich auf Tradegate um 0,7 Prozent. JPMorgan-Experte Neil Green drückte den Papieren des Wohnimmobilienkonzerns den Stempel "Positive Catalyst Watch" auf, da er für die Kursentwicklung vor den Jahreszahlen am 19. März 2026 besonders optimistisch ist. Die Aktie ist für ihn einer der Branchenfavoriten für 2026./edh/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Gestützt von der Hoffnung auf ein Kriegsende in der Ukraine sowie der anhaltenden Erholung der US-Börsen dürfte der deutsche Aktienmarkt sich zur Wochenmitte weiter erholen. "Viele, die zuletzt vergeblich nach Kaufargumenten gesucht haben, finden sie jetzt", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners die Fortschritte in den Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Dabei seien die Aktienmärkte erstaunlich schnell optimistisch geworden.

Der X-Dax signalisierte für den Dax knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,7 Prozent auf 23.634 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wurde am Mittwochmorgen ähnlich höher erwartet.

Damit würde es der deutsche Leitindex über die 200-Tage-Linie bei 23.476 Punkte schaffen, die unter Investoren als längerfristiger Trendindikator gilt und in der Vorwoche erstmals seit April wieder unterschritten worden war.

Aus Unternehmenssicht könnten die Aktien von Aroundtown im Anlegerfokus stehen. Der Gewerbeimmobilien-Spezialist sieht sich nach drei Quartalen auf einem guten Weg zu seinen Jahreszielen. In den ersten neun Monaten konnte Aroundtown seine Nettomieteinnahmen trotz des Verkaufs von Immobilien in etwa stabil halten.

Einen Blick wert sein könnten auch die Aktien von Continental . Die US-Bank JPMorgan setzte die Papiere des Reifenkonzerns auf die "Analyst Focus List" und beließ die Einstufung auf "Overweight" mit einem Kursziel von 76 Euro. Analyst Jose Asumendi sieht in Conti seinen Top-Reifenwert. Seit Mitte September habe sich die Aktie dank einer guten Geschäftsentwicklung in Europa und Preiserhöhungen in den USA deutlich besser entwickelt als die der Wettbewerber Michelin und Pirelli.

Unter Druck stehen könnten die Titel von Henkel , nachdem JPMorgan sie von "Overweight" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 75 auf 65 Euro gesenkt hatte. Analystin Celine Pannuti sieht in ihrem Ausblick auf die europäische Konsumgüterbranche 2026 Hersteller von Haushaltsreinigern wie Henkel besonders skeptisch, da sie in diesem Segment einen zunehmenden Preisdruck befürchtet. Im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate fielen Henkel zuletzt um 2,0 Prozent./edh/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem positiven Wochenauftakt dürften die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Dienstag zunächst zurückhaltend agieren. Anleger setzen wieder vermehrt darauf, dass es im Dezember doch noch eine weitere Zinssenkung der US-Notenbank Fed geben könnte. Kritisch betrachtet werden unterdessen die Gespräche über einen Friedensplan für die Ukraine, wobei US-Präsident Donald Trump weiter hoffnungsvoll bleibt, dass diese zu einem Ergebnis führen.

Der X-Dax signalisierte für den Dax knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 0,1 Prozent auf 23.221 Punkte. Ein Versuch, die 200-Tage-Linie zu überwinden, dürfte dem Dax damit weiter verwehrt bleiben. Die Linie gilt unter Investoren als längerfristiger Trendindikator. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird am Dienstagmorgen ebenfalls 0,1 Prozent tiefer erwartet.

"Es fehlt weiterhin an Anschlusskäufern, die auch in eine Erholung hinein kaufen", konstatierte Analyst Thomas Altmann von QC Partners. "Damit hält sich der Dax weiterhin nicht an das klassische Drehbuch. Historisch hat die Jahresendrally überwiegend im November stattgefunden. Dabei ist der November in der langfristigen Betrachtung einer der besten Monate des Jahres. Von den vergangenen 29 Novembern endeten 21 positiv und nur 8 negativ. Diesmal liegt der Dax im November allerdings bislang im tiefroten Bereich", betonte Altmann.

Die während des Krieges stark gelaufenen Rüstungswerte könnten wegen der Gespräche über einen Friedensplan für die Ukraine im Fokus bleiben. Die Aktie von Rheinmetall fiel vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate um 1,1 Prozent zum Xetra-Schlusskurs, während die Papiere von Hensoldt und Renk mit plus 1,5 beziehungsweise plus 1,2 Prozent einen Stabilisierungsversuch unternehmen.

Der Elektrolysespezialist Thyssenkrupp Nucera rechnet beim Umsatz im laufenden Geschäftsjahr mit weniger als von Experten bisher erwartet wurde. Die anhaltende Zurückhaltung bei finalen Investitionsentscheidungen vor dem Hintergrund eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds für grünen Wasserstoff wirke sich negativ auf den erwarteten Umsatz aus, hieß es zur Begründung. In dem am 30. September beendeten Geschäftsjahr fiel der Umsatz und lag unterhalb der Zielspanne des Unternehmens. Ein Händler sprach in einer ersten Reaktion von schwachen Zahlen und einem trüben Ausblick. Die Aktie sackte auf Tradegate um 6,5 Prozent ab.

Die Aktie von Borussia Dortmund wird an diesem Dienstag mit einem Dividendenabschlag von sechs Cent gehandelt und könnte deshalb - rein optisch - deutlicher nachgeben./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den deutlichen Verlusten in der Vorwoche dürfte der deutsche Aktienmarkt am Montag einen Erholungsversuch starten. Der X-Dax signalisierte für den Dax knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,7 Prozent auf 23.255 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wurde ähnlich höher erwartet.

Damit würde es der Dax zurück über seine exponentielle 200-Tage-Linie - eine wichtige charttechnische Marke - schaffen. Mit 22.943 Punkten war der deutsche Leitindex am Freitag zeitweise auf den tiefsten Stand seit Mai abgesackt. Selbst gute Zahlen und ein starker Quartalsausblick des KI-Konzerns Nvidia hatten die zuletzt von Zinssorgen geprägte Anlegerstimmung nur kurzzeitig wieder in die Spur gebracht.

Unter den Einzelwerten sollte die Aktie von Bayer im Anlegerfokus stehen. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern erzielte in einer klinischen Studie Fortschritte mit dem Wirkstoff Asundexian zur Behandlung von Schlaganfällen. Bayer will deshalb nun weltweit Gespräche mit Gesundheitsbehörden über Zulassungsanträge aufnehmen. Die Aktie schnellte vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate um fast 7 Prozent zum Xetra-Schlusskurs vom Freitag nach oben.

United Internet will ihr Telekommunikationsgeschäft künftig ganz in der Tochter 1&1 bündeln. Dazu übernimmt 1&1 die 1&1 Versatel von United Internet für etwa 1,3 Milliarden Euro, wie die Unternehmen am Freitag in Montabaur mitteilten. Die Papiere von United Internet stiegen auf Tradegate um knapp 5 Prozent, jene von 1&1 fielen um rund 1 Prozent.

Eine weitere United-Internet-Tochter, Ionos , will bis zu 2 Millionen eigene Aktien für bis zu 60 Millionen Euro zurückkaufen. Der Rückkauf erfolge unter anderem zur Bedienung von Ansprüchen aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen, könne aber grundsätzlich für alle in der Hauptversammlungsermächtigung genannten Zwecke verwendet werden, teilte der Internetdienstleister mit.

Zudem könnte eine Reihe von Umstufungen für Bewegung sorgen. So senkte Deutsche Bank Research die Aktie von BASF von "Buy" auf "Hold" und jene von Wacker Chemie von "Hold" auf "Sell". Die Analysten von Goldman Sachs nahmen die Papiere von Mercedes-Benz und BMW jeweils mit dem Anlageurteil "Buy" wieder in die Bewertung auf. Die BMW-Anteilsscheine waren dabei mit einem Kursanstieg auf Tradegate von 1,7 Prozent besonders stark gefragt.

Das Analysehaus Jefferies nahm die Bewertung von Nemetschek ebenfalls mit "Buy" auf. Der Bereich Bausoftware stehe in der Digitalisierung noch relativ am Anfang, Nemetschek dürfte hier besonders stark wachsen, schrieb Analyst Charles Brennan. Die Nemetschek-Titel stiegen auf Tradegate um 3,7 Prozent./edh/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer massiven Trendwende an den US-Börsen droht dem Dax am Freitag der Rutsch unter die 23.000-Punkte-Marke. Die Erleichterung durch den starken Quartalsbericht von Nvidia hat sich am Vortag in New York als Strohfeuer erwiesen. Vor diesem Hintergrund signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 1,2 Prozent auf 22.996 Punkte. Auch der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 wird deutlich unter Druck erwartet. Im laufenden Jahr hat der Dax allerdings bis Donnerstag um rund 17 Prozent zugelegt.

"Der Dax startet nach dem gestrigen Ausverkauf an der Wallstreet mit einer schweren Hypothek in den heutigen Handelstag", schrieb am Morgen der Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die Angst vor der "KI-Blase" sei an der Wall Street schnell wieder zurückgekehrt und die Freude über starke Nvidia-Zahlen habe nicht lange angehalten. Anleger hätten sich dort panikartig von Aktien getrennt und neue Käufer kämen derzeit auch aus saisonalen Gründen kaum in den Markt.

"Richtung Jahresende wollen viele keine neuen Positionen mehr eingehen", schrieb Altmann. Im Ergebnis liegt der Dax nun schon drei Tage unter seinem 200-Tage-Durchschnitt, der am Vortag vergeblich getestet wurde. Damit verfestigt sich ein getrübtes Chartbild. Unter 23.000 Punkten hatte der Dax letztmals Anfang Mai gestanden, deutlich darunter während des Zollschocks im April. Mit dem schwächer erwarteten Freitagsauftakt würde sich der Wochenverlust des Dax auf 3,7 Prozent ausweiten.

Nach dem starken Ausblick von Nvidia schienen die Sorgen um die Ertragskraft des Boomthemas Künstliche Intelligenz am Vortag zunächst abgehakt. Die zunächst um fünf Prozent erholten Aktien des KI-Chipriesen verloren am Ende aber mehr als drei Prozent. Stephen Innes von SPI Asset Management sieht eine Reihe von Mosaiksteinen, die derzeit das große Bild ergeben. Er nennt unter anderem das hohe Investitionstempo im KI-Bereich, dem die Monetarisierung klar hinterherhinke. Außerdem erhärtet sich die Annahme, dass die US-Notenbank Fed im Dezember auf eine Zinssenkung verzichten könnte.

In dem schwachen Umfeld dürfte es Anlegern mit Einzelwerten schwerfallen, Gewinne zu erzielen. Ein Kandidat für eine positive Reaktion sind die Aktien von CTS Eventim, nachdem der Eventvermarkter am Vorabend Zahlen vorgelegt hatte, die nach ersten Händlerangaben klar über den Erwartungen lagen. Auf Basis des robusten Wachstums bestätigte das Unternehmen die Jahresziele. Im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate bewegten sich die Aktien mit fast zwei Prozent im Plus.

Rüstungswerte dürften weiterhin im Fokus stehen wegen der Debatte über einen US-Friedensplan, der heikle Zugeständnisse der Ukraine vorsieht. Mehrere Medien veröffentlichten den Entwurf des 28 Punkte umfassenden Abkommens, das einen dauerhaften Waffenstillstand nach mehr als dreieinhalb Jahren Krieg absichern soll. Nach Gesprächen in Kiew müsse an den einzelnen Punkten gearbeitet werden, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Vorbörslich zeigten sich die drei deutschen Rüstungswerte im Minus - im Falle von Rheinmetall mit fast einem Prozent. Bei den am Vortag mit Kursverlusten auffälligen Aktien des Rüstungskonzerns Renk bleibt eine Erholung vorbörslich auch aus. Die Jefferies-Analystin Chloe Lemarie schrieb in einem Kommentar zu den Aussagen auf einem Kapitalmarkttag, die Abwertung der Aktien habe einen guten Einstiegszeitpunkt geschaffen. In den Zielsetzungen für 2030 sieht sie wenige Risiken./tih/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Starke Geschäftszahlen des KI-Konzerns Nvidia dürften am Donnerstag die Laune der Anleger an der Frankfurter Börse aufhellen. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor Handelsbeginn einen gut ein Prozent höheren Start mit 23.409 Punkten.

Auch der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 wird klar im Plus erwartet. Die Indizes folgen damit deutlichen Kursgewinnen an einigen Asien-Börsen - allen voran Japan, Taiwan und Südkorea. Zudem zeichnen sich für die Wall Street deutliche Kursgewinne ab.

Die Nvidia-Aktien kletterten im außerbörslichen Handel um etwa sechs Prozent. Der Chipkonzern habe Anlegern mit Blick auf deren jüngst aufgekommenen Sorgen rund um das Boomthema Künstliche Intelligenz die passende Antwort gegeben, kommentierte Analyst Blayne Curtis vom Analysehaus Jefferies die nach US-Börsenschluss präsentierten Resultate. Der KI-Boom bescherte dem Chipkonzern ein erneut explosives Quartalswachstum. Die zuletzt aufgekommene Angst vor Übertreibungen werden gemildert.

"Die guten Quartalsdaten von Nvidia dürften die Nervosität an den Aktienmärkten heute vorerst wieder beruhigen", schrieben am Morgen die Experten der Landesbank Baden-Württemberg.

Am Nachmittag wartet dann aber schon die nächste Bewährungsprobe auf die Märkte: Dann wird in den USA der Arbeitsmarktbericht für September nachgeholt. Dieser kann noch Einfluss nehmen auf den letzten Zinsentscheid der US-Notenbank Fed in diesem Jahr. Laut der LBBW bleibt die Datengrundlage dafür unsicher, weil es die Berichte für Oktober und November wohl erst nach der Fed-Sitzung im Dezember geben werde.

Neben der Angst vor einer "KI-Blase" hatten den Dax in den vergangenen Handelstagen auch Sorgen um künftige US-Zinssenkungen um fünf Prozent zurückgeworfen auf das tiefste Niveau seit Juni. Der Leitindex rutschte dabei unter seinen 200-Tage-Durchschnitt, der ein beliebter mittelfristiger Trendindikator ist. Die vorbörslichen Gewinne reichen noch nicht ganz, um diese Scharte wieder auszuwetzen: Dazu müsste der Leitindex über 23.454 Punkte steigen.

Im vorbörslichen deutschen Aktienhandel sorgte Nvidia dafür, dass unter anderem die Titel von Infineon gefragt waren. Der Kurs des deutschen Chipkonzerns, der auch mit Blick auf das KI-Thema interessant ist, zog auf der Plattform Tradegate um fast vier Prozent an. Für den Chip-Branchenausrüster Aixtron zeichnet sich ein noch deutlicherer Anstieg um mehr als sieben Prozent ab.

Erholen können sich vorbörslich auch die Rüstungswerte wie Rheinmetall , die am Vortag unter Druck geraten waren wegen Berichten, dass die USA an einem neuen Friedensplan für die Ukraine arbeite. Von dem angegriffenen Land verlange der Rahmenentwurf große Zugeständnisse, berichtete die "Financial Times" unter Berufung beteiligte Personen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj soll am Donnerstag in Kiew auf eine US-Militärdelegation treffen.

Nachrichtlich einen Blick wert sind aus dem SDax die Mutares -Aktien, die vorbörslich zwei Prozent zulegten. Die Beteiligungsgesellschaft veräußerte im Rahmen einer Privatplatzierung ihre verbliebenen Anteile an dem österreichischen Motorenbauer Steyr Motors und traf dabei nach eigenen Angaben auf eine hohe Nachfrage.

Kaufempfehlungen der Berenberg Bank trieben die Aktien des Pharmaverpackungsherstellers Schott Pharma und des Leasingspezialisten Grenke um 4,5 respektive sieben Prozent nach oben./tih/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Nvidia könnte die Talfahrt des Dax am Mittwoch noch ein Stück weiter gehen. Anleger bleiben defensiv vor den Signalen, die der Chipkonzern nach US-Börsenschluss zum Boomthema Künstliche Intelligenz liefern wird. Außerdem könnte das am Abend anstehende Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung den Anlegern wichtige Erkenntnisse in puncto einer möglichen Leitzinssenkung im Dezember liefern.

Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 0,2 Prozent auf 23.143 Punkte. Damit würde er sein Minus seit dem Zwischenhoch vor einer Woche auf 5,3 Prozent ausdehnen.

Auf seinem niedrigsten Niveau seit Juni ist der Dax charttechnisch angeschlagen, nachdem am Vortag der 200-Tage-Durchschnitt unterschritten wurde. Letztmals wurde dieser längerfristiger Indikator im April gerissen, nachdem US-Präsident Donald Trump das Zollchaos losgetreten hatte. Damals wurde die Durchschnittslinie aber rasch wieder überschritten.

Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx wird am Mittwoch nochmals leicht im Minus erwartet, nachdem sich die Stimmung am globalen Aktienmarkt zuletzt rasant eingetrübt hatte.

Deshalb wird den Resultaten von Nvidia am Mittwoch nochmals mehr Bedeutung beigemessen als allgemein schon üblich. Nvidia stehe vor der Aufgabe, hohe Erwartungen zu erfüllen und zudem die erhebliche Skepsis hinsichtlich der Investitionen in KI zu zerstreuen, schrieb am Vortag Bank-of-America-Analyst Vivek Arya.

"Zu dieser Gemengelage gesellen sich auch noch die Sorgen über den Zustand des Zinssenkungszyklus in den Vereinigten Staaten", hieß es am Morgen von der NordLB weiter. Die Märkte seien derzeit sensibler gegenüber möglichen zurückhaltenden Tönen seitens der Fed, die im Dezember ihren letzten Zinsentscheid für dieses Jahr treffen wird. Nachgeholte Daten zur Entwicklung des US-Jobmarktes im September dürften deshalb am Donnerstag von großer Relevanz werden.

Vorbörslich gefragt sind die Aktien von Hypoport , die auf der Plattform Tradegate 3,6 Prozent zulegten im Vergleich zu ihrem Xetra-Schlusskurs. Der Finanzdienstleister hat am Vorabend nach Börsenschluss Aktienrückkäufe für bis zu 10 Millionen Euro angekündigt. Das Programm soll bis zum 30. Januar 2026 abgeschlossen werden.

Ansonsten bewegen Analystenumstufungen. Für SMA Solar ging es vorbörslich um fünf Prozent hoch nach einer Kaufempfehlung des Investmenthauses Jefferies. Nach einem Rückschlag am Vortag könnten die Aktien des Solartechnikanbieters also wieder auf ihren Erholungspfad zurückkehren. Analyst Constantin Hesse lobte die Rückkehr des Wechselrichter-Herstellers zur Profitabilität.

Mit mehr als drei Prozent wurden auf Tradegate auch die Deutz -Titel im Plus gehandelt - nach der Ersteinstufung durch die Berenberg Bank. Der Motorenbauer biete eine Transformationsstory - weg vom Diesel, breiter aufgestellt mit neuen Produkten und Endmärkten, schrieb Lasse Stueben am Dienstagabend in seiner Kaufempfehlung.

Fraport -Anleger erhalten am Mittwoch jedoch einen weiteren Denkzettel von der UBS. Nach der Abstufung auf "Neutral" durch Goldman Sachs am Vortag spricht dem Flughafenbetreiber nun die Schweizer Großbank sogar eine Verkaufsempfehlung aus. Grund sei die hohe Bewertung der Papier. Der jüngste Rückschlag vom kürzlich erreichten Hoch seit 2018 geht vorbörslich mit mehr als vier Prozent Minus weiter.

Zu guter Letzt zeigten sich die Papiere von Ionos auf Tradegate noch zwei Prozent erholt. Der jüngste Kursrückgang reicht der französischen Investmentbank Exane BNP, um ihr bislang negatives Votum für den Internet-Dienstleister aufzugeben. Vom August-Rekord waren die Aktien bis zuletzt um etwa 40 Prozent abgesackt./tih/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Zunehmende Vorsicht der Anleger könnte den Dax am Dienstag auf das tiefste Niveau seit Juni zurückwerfen. Die am Donnerstag erwarteten US-Arbeitsmarktzahlen werfen dabei weiter ihre Schatten voraus - verbunden mit der Sorge, dass die US-Notenbank die Zinsen im Dezember nicht weiter senken wird. Ebenso angespannt sind die Anleger vor dem Quartalsbericht von Nvidia am Mittwochabend. Dieser wird die Ertragskraft des Boomthemas Künstliche Intelligenz erneut auf die Probe stellen.

Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 1,6 Prozent auf 23.218 Punkte, was auf einen Start unter dem September-Tief von 23.284 Zählern hindeutet. Damit würde der Dax wieder unter seine 200-Tage-Durchschnittslinie zurückfallen, was letztmals in der heftigen Zwischenkorrektur im April der Fall war. Der Chartexperte Martin Utschneider vom Broker Robomarkets glaubt, dass ein nachhaltiges Unterschreiten dann auch den übergeordneten, seit Frühling geltenden Seitwärtstrend negativ beeinflussen wird.

In der Vorwoche hatte es noch so ausgesehen, als ob eine Jahresendrally möglich ist, die den Dax wieder in Richtung Oktober-Rekord von 24.771 Punkten treiben könnte. Inzwischen neigen vor allem die Anleger an den internationalen Börsen zu Gewinnmitnahmen. Am Vortag lag der deutsche Leitindex in der Jahresbilanz immer noch mit 18,5 Prozent im Plus - mehr als der MDax , der Eurostoxx und die US-Leitindizes. Der EuroStoxx wird am Dienstag auch klar im Minus erwartet.

Vorbörslich größere Kursbewegungen gingen am Dienstag vor allem von Analystenkommentaren aus. So hat Goldman Sachs die seit 2022 bestehende Kaufempfehlung für die Fraport -Aktie nach ihren überdurchschnittlichen Kursgewinnen aufgegeben. Analyst Patrick Creuset hob am Dienstag in seiner Neubewertung das Risiko wieder steigender Investitionen des Flughafenbetreibers hervor. Die Aktien gerieten daraufhin auf der Plattform Tradegate mit 3,5 Prozent unter Druck.

Delivery Hero könnte sich derweil mit einem weiteren Rücksetzer um 4,8 Prozent auf 15,89 Euro weiter dem bisherigen Rekordtief nähern, das im Februar 2024 bei 14,92 Euro gelegen hatte. Die Analysten von Cantor stuften den Essenslieferdienst auf "Underweight" ab mit einem Kursziel von 14 Euro, das also unter dem bisher niedrigsten Stand der Aktie liegt.

Mit eigenen Nachrichten konnten jedoch die Verve Group und SFC Energy im SDax ihre Aktien vorbörslich auf Erholungskurs schicken, indem sie auf Tradegate bis zu 2,2 Prozent zulegten. Verve, ein Spezialist für digitale Werbung und Spieleentwicklung, setzt nach dem eigenen Umbau auf ein starkes Schlussquartal. Der Brennstoffzellenspezialist SFC wird zwar bei seinem Jahresausblick pessimistischer, erwartet für den Rest des Jahres aber eine spürbare Verbesserung./tih/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der durchwachsenen Vorwoche dürfte der Dax am Montag wenig verändert in den Handel starten. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor Handelsbeginn einen Start bei 23.873 Punkten, was ein nur hauchdünnes Minus wäre. Der Leitindex würde damit auf Abstand zur 24.000-Punkte-Marke bleiben, die seit Ende Oktober schon umkämpft ist. Auch beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx zeichnet sich wenig Bewegung ab.

In der vergangenen Woche hatte der Dax letztlich um 1,3 Prozent zugelegt. Das Ende des bis dahin längsten Teilstillstands der US-Regierungsgeschäfte wurde besiegelt und in Aussicht darauf hatte der Leitindex sogar bis zu 3,7 Prozent gewonnen. Mit 24.441 Punkten schien er auf Kurs Richtung Oktober-Rekord bei 24.771 Punkten, wurde dann aber ausgebremst von Zweifeln, ob die US-Notenbank Fed im Dezember die Zinsen ein weiteres Mal senken wird.

Um eine Entscheidung der Fed besser abschätzen zu können, liegt der Fokus in dieser Woche auf US-Daten, die nach dem Shutdown-Ende nachgeholt werden. Bevor am Donnerstag die Jobdaten für September kommen sollen, sind die Marktteilnehmer laut den Experten der Helaba auf "alternative Informationsquellen angewiesen", darunter regionale Stimmungsindikatoren wie der zu Wochenbeginn erwartete Empire-State-Index.

Von der nahezu abgeschlossenen Berichtssaison der Unternehmen zieht JPMorgan-Stratege Mislav Matejka am Montag ein recht positives Fazit wegen generell ermutigender Resultate. Die Eurozone hinke hinterher, dort dürfte die Profitabilität aber 2026 anziehen. Allerdings steht den Anlegern mit dem KI-Chipriesen Nvidia im Laufe dieser Woche noch ein echter Höhepunkt bevor.

Am Montag liegt der Fokus von Anlegern nun auf Investorentagen mehrerer deutscher Unternehmen. Bei Suss Microtec kommen die dazu vorab bekanntgegebenen Dinge gut an, denn hier zieht der Kurs vorbörslich um fast sieben Prozent an. Der Chipindustrie-Ausrüster hatte am Morgen bereits Zielsetzungen für das Jahr 2030 formuliert.

Noch etwas größer war das Plus auf der Handelsplattform Tradegate bei Formycon , hier zahlten Anleger vorbörslich zehn Prozent mehr als am Freitag zum Xetra-Schluss. Der Generika-Hersteller berichtete von einem erreichten Meilenstein bei der Entwicklung eines Biosimilar-Kandidaten für das immunologische Blockbuster-Medikament Dupixent./tih/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Ende einer insgesamt starken Woche dürfte sich im Dax am Freitag zunächst wenig tun. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex etwa eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,1 Prozent auf 24.067 Punkte.

In der Hoffnung auf das inzwischen besiegelte Ende des bisher längsten Teilstillstands der US-Regierungsgeschäfte (Shutdown) hatte der Dax in dieser Woche zunächst klar zugelegt, bevor es am Donnerstag zu einer recht scharfen Korrektur kam und die Rally in Richtung Oktober-Rekord bei 24.771 Punkten erst einmal ausgebremst wurde. "Fraglich ist, ob die positive Grundstimmung nun wieder kippt. Rücksetzer könnten auch zum Einstieg genutzt werden", hieß es von der Helaba. Wichtig sei aus technischer Sicht, dass sich der Dax oberhalb der 24.000er-Marke halte.

In den USA hatten am Vortag Gewinnmitnahmen die Indizes belastet, wobei es besonders stark die Nasdaq-Börse mit den dort konzentrierten Technologiewerten erwischte. Nach einigen Äußerungen von Fed-Mitgliedern hegen Anleger Zweifel, ob die US-Notenbank im Dezember die Zinsen ein weiteres Mal senken wird. Zur Einschätzung der wirtschaftlichen Lage warten sie gespannt auf Konjunkturdaten, die nach dem Ende des Shutdowns nun wieder veröffentlicht werden können.

Die Berichtssaison befindet sich auf der Zielgeraden. Im Fokus stehen vor dem Wochenende Siemens Energy nach einer Prognoseerhöhung für 2027/28. Analysten sehen nun erheblichen Spielraum für die Markterwartungen. Die Aktien kletterten vorbörslich auf Tradegate um 8 Prozent hoch im Vergleich mit dem Xetra-Schluss.

Auch die Allianz hob den Ausblick an. Vorbörslich ging es hier aber nur leicht nach oben. Wie andere Versicherer profitierte der Konzern im Sommer von ungewöhnlich geringen Katastrophenschäden.

Siemens stabilisierten sich mit vorbörslich plus 1,3 Prozent auf Tradegate nach ihrem Kurseinbruch am Vortag. Analyst Phil Buller von JPMorgan lobte in seinem Resümee die starken Signale vom Kapitalmarkttag. Der "pragmatische Ausblick" sei überhart abgestraft worden.

Der IT-Dienstleister Bechtle rechnet nach einem überraschend starken dritten Jahresviertel auch im Schlussquartal mit einem positiven Geschäftsverlauf. Die Aktien legten auf Tradegate um 6,2 Prozent zu. Auch Nagarro zogen nach Quartalszahlen um 5,4 Prozent an.

Die Citigroup stufte Hensoldt von "Neutral" auf "Buy" hoch. Auf Tradegate gewannen die Papiere des Rüstungsunternehmens 3 Prozent zum Xetra-Schluss./ajx/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Mit dem Ende des langen Teilstillstands der US-Regierungsgeschäfte (Shutdown) rückt der Dax seinem Rekord von Anfang Oktober immer näher. Eine Stunde vor Handelsbeginn am Donnerstag signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,29 Prozent auf 24.451 Punkte. Damit sind es noch etwas mehr als 300 Punkte bis zu seinem Höchststand bei 24.771 Punkten.

Nach 43 Tagen ist der bisher längste Shutdown durch die Unterschrift des Präsidenten unter den zuvor vom Parlament beschlossenen Übergangshaushalt beendet. Der Etat gilt aber nur bis Ende Januar. Wenn bis dahin kein regulärer Haushalt verabschiedet werden kann, könnte es ab Februar erneut zu einem Shutdown kommen.

Die Börsen hatten die Aussicht auf ein Ende des Shutdowns in den vergangenen Tagen bereits gefeiert. Dem US-Leitindex Dow Jones gelang am Vorabend ein Rekord. Der Dax zeigt sich im Wochenverlauf ähnlich stark.

Am Donnerstag legen noch einmal viele Unternehmen Geschäftszahlen vor. Aus dem Dax sind es die Deutsche Telekom , Merck und Siemens . Dazu kommen zig Unternehmen aus dem MDax und SDax .

Die Zahlen der Deutschen Telekom bezeichnete ein Händler als solide. Zusammen mit der erhöhten Prognose sollte dies den Kurs erst einmal weiter stützten. Auf Tradegate gewannen die T-Aktien vorbörslich 1,8 Prozent im Vergleich mit dem Xetra-Schluss.

Der Pharma- und Technologiekonzern Merck KGaA verdiente im dritten Quartal trotz hoher Belastungen durch negative Währungseffekte überraschend viel. Vorbörslich ging es auf Tradegate um 2,7 Prozent hoch.

Siemens verloren 2,7 Prozent auf Tradegate. Die Resultate seien "okay", sagte ein Börsianer. Der Gewinnausblick sehe aber zunächst etwas mau aus. Im Blick steht Siemens auch wegen der Abspaltung der Medizintechniktochter Siemens Healthineers .

Die Papiere des Leasinganbieters Grenke gewannen 6,6 Prozent auf Tradegate. Die Markterwartungen lägen bereits am unteren Ende der Prognose, hieß es aus dem Handel./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax könnte am Mittwoch seinen kurzfristigen Abwärtstrend seit dem Rekord von Anfang Oktober knacken. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,6 Prozent auf 24.226 Punkte. Der Dax würde damit die nächste Charthürde um 24.500 Punkte ansteuern, bevor bei 24.771 Punkten sein Höchststand wartet.

Weiter im Fokus steht das absehbare Ende des Teilstillstands der US-Regierungsgeschäfte (Shutdown), das zuletzt bereits die Markterholung auslöste. Am Mittwochabend deutscher Zeit berät nun das US-Repräsentantenhaus. Wann genau in der Kammer des US-Parlaments über den Übergangshaushalt für die Zeit bis Ende Januar abgestimmt wird, ist unklar. Das Ganze könnte sich bis Donnerstag (deutscher Zeit) hinziehen.

Wenn auch diese Kammer des US-Parlaments dem Übergangshaushalt zustimmt, ist nur noch eine Unterschrift des US-Präsidenten nötig, damit er in Kraft tritt. Der US-Leitindex Dow Jones kratzt bereits an seinem Rekord von Ende Oktober so wie auch der marktbreite S&P 500
"Die Märkte reagieren mit Erleichterung auf ein absehbares Ende des Shutdowns. Es wäre eine spürbare Starthilfe in die stärkste Börsenphase des Jahres, die traditionell mit dem November beginnt", erläuterte Christoph Mertens, Aktienexperte der Fürst Fugger Privatbank. "Die Statistik zeigt, dass auf einen Markt, der bis Ende Oktober zweistellig im Plus war, zwei überdurchschnittlich starke Monate folgen." Diese Bedingung sei 2025 erfüllt, so Mertens.

Der Chemikalienhändler Brenntag bekam auch im dritten Quartal die schwache Konjunktur zu spüren. Bei den Aktien griffen die Anleger jedoch vorbörslich zunächst zu, wie das Plus auf Tradegate von mehr als 3 Prozent zum Xetra-Schluss belegt. Im Kurs sei bereits einiges eingepreist, hieß es aus dem Handel.

Zu den Neunmonatszahlen des Versorgers RWE sagte ein Händler, sie seien ausgesprochen solide. Die Papiere gewannen 1,6 Prozent. Neben Brenntag und RWE legten eine Reihe weiterer deutscher Unternehmen wie die Dax-Unternehmen Bayer , Eon und Infineon ihre Zahlen vor.

Nach einer von der Bank of America gestrichenen Kaufempfehlung für Scout24 verloren die Titel des Internetportalbetreibers 3,4 Prozent. Aixtron hingegen stufte die Bank of America doppelt hoch von "Underperform" auf "Buy". Die Anteile des Halbleiterbranchen-Ausrüsters verteuerten sich um 6,5 Prozent./ajx/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem starken Wochenstart dürfte es auch am Dienstag im Dax zunächst weiter nach oben gehen. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,4 Prozent auf 24.049 Punkte.

In den USA wird ein Ende des Teilstillstands der Regierungsgeschäfte (Shutdown), auf das die Anleger bereits tags zuvor gesetzt hatten, immer wahrscheinlicher. Die Mehrheit des US-Senats hat einen Übergangshaushalt beschlossen. Für ein Inkrafttreten fehlen nun noch die Zustimmung durch das Repräsentantenhaus sowie anschließend die Unterschrift von Präsident Donald Trump.

Die wichtigsten US-Indizes hatten ihre Gewinne am Montag nach dem europäischen Handelsende ausgebaut und steuern wieder auf ihre Rekorde von Ende Oktober zu. Der Dax hat seit Anfang des Vormonats keinen neuen Höchststand mehr geschafft.

Am Dienstag könnte dem Dax zunächst der Anstieg über die 100-Tage-Durchschnittslinie gelingen, an der die Erholung tags zuvor abgeebbt war. Sie findet bei Börsianern als Indikator für die mittel- bis längerfristige Entwicklung Beachtung. Aktuell liegt sie mit 24.023 Punkten exakt am Vortageshoch. Thomas Altmann, Analyst beim Vermögensverwalter QC Partners, merkte an, dass für ein nachhaltiges Überspringen der 24.000 Punkte überzeugte und vor allem langfristig orientierte Käufer nötig seien. "Zuletzt kamen die Käufer vor allem bei fallenden Kursen in den Markt."

In der Berichtssaison geht es weiter mit Quartalszahlen der Munich Re und der Porsche Holding aus dem Dax sowie weiteren Bilanzen von Unternehmen aus dem MDax und SDax . Dem Rückversicherer Munich Re gelang nach einem äußerst katastrophenarmen Sommer ein Gewinnsprung im dritten Quartal. Der Aktienkurs gab jedoch auf Tradegate um 1,4 Prozent nach zum Xetra-Schluss.

Den zuletzt sehr schwachen Aktien von Ionos winkt am Dienstag eine klare Erholung. Der zu United Internet gehörende Internetdienstleister will sich auf die Kerngeschäftsfelder mit Produkten rund um Internetauftritte und Cloud-Angebote fokussieren. Den Werbebereich Adtech will man daher verkaufen. Dies wird an der Börse honoriert: Die Ionos-Aktien kletterten vorbörslich auf Tradegate um 12 Prozent über ihren Xetra-Schluss.

TAG Immobilien profitierte in den ersten neun Monaten des Jahres von einer weiterhin hohen Nachfrage nach Wohnraum. Für das laufende Jahr wird der Immobilienkonzern optimistischer und rechnet für das kommende Jahr mit einem noch höheren operativen Gewinn. Auf Tradegate zogen die Anteilsscheine im vorbörslichen Handel um 3,5 Prozent im Vergleich mit dem Xetra-Schluss an.

Das Analysehaus Jefferies stufte die Aktien von Evonik von "Hold" auf "Underperform" ab. Analyst Chris Counihan kappte seine operativen Schätzungen für das operative Ergebnis des Spezialchemiekonzerns und ist deutlich skeptischer als der Konsens. Auf Tradegate ging es für Evonik um 2,4 Prozent bergab.

Redcare Pharmacy waren vorbörslich auffällig mit plus 6,3 Prozent auf Tradegate. Die UBS gab ihre Verkaufsempfehlung auf und votiert mit "Neutral". Bei der Online-Apothekenkette gibt es Veränderungen im Vorstand: Hendrik Krampe soll mit Wirkung zum 1. Dezember Finanzvorstand werden.

Die Papiere von Medios stiegen um 8,2 Prozent. Florierende Arzneimittelverkäufe und ein starkes internationales Geschäft hatten das Spezialpharmaunternehmen im dritten Quartal angetrieben. Die Prognose bestätigte Medios./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Anzeichen für ein mögliches Ende des US-Shutdowns dürften den Börsen am Montag Auftrieb geben. Der Dax wird nach zwei schwächeren Wochen klar erholt erwartet. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 1,4 Prozent auf 23.896 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte 1,5 Prozent höher starten.

Die Unterstützung für den Dax im Bereich 23.500 Punkte scheint also ein weiteres Mal zu halten, sodass eine noch deutlichere Korrektur verhindert werden könnte. Am Freitag war der Dax zeitweise bis auf 23.452 Punkte gefallen, bevor die Kursverluste letztlich eingegrenzt wurden.

In dem dieses Mal ungewöhnlich langen Teilstillstand der US-Regierungsgeschäfte (Shutdown) bahnt sich eine Lösung an. Der Senat votierte am späten Sonntagabend (Ortszeit) mit Stimmen der Demokraten dafür, über einen aus dem Repräsentantenhaus stammenden Übergangsetat zu beraten. Damit ist eine erste wichtige Hürde im Parlament genommen. In der Hoffnung auf ein Ende des Shutdowns hatten die US-Börsen im späten Handel bereits positiv reagiert.

Hannover Rück gewannen nach der Veröffentlichung von Zahlen für das dritte Quartal vorbörslich 2,1 Prozent auf Tradegate. Der weltweit drittgrößte Rückversicherer rechnet trotz der verheerenden Waldbrände in Kalifornien in diesem Jahr mit mehr Gewinn als ursprünglich gedacht.

Commerzbank gewannen 2,6 Prozent. Die Deutsche Bank hatte die Aktien auf "Buy" hochgestuft. Die Commerzbank sei zurück auf dem Wachstumsweg, schrieb Analyst Benjamin Goy.

Siemens Energy profitierten mit plus 4 Prozent von einer Hochstufung auf "Buy" durch Jefferies. Das Produktangebot des Energietechnikkonzerns adressiere die größten Herausforderungen der Energiebranche, was für andauernde Nachfrage sorgen dürfte, hieß es.

Der Stahlkonzern Salzgitter wird aufgrund der weiterhin schwachen Nachfrage vorsichtiger für das Gesamtjahr. Auf Tradegate legten die Titel dennoch etwas zu. Die neuen Ziele lägen weitgehend im Rahmen der Erwartungen, hieß es aus dem Handel.

Suss Microtec helfen weitere Kaufempfehlungen, diesmal von Jefferies und der UBS, erneut nach oben. Vorbörslich sprangen die Titel des Halbleiterausrüsters um 8 Prozent hoch. Die Ende Oktober entstandene Kurslücke wäre damit im Xetra-Handel aber noch immer nicht geschlossen./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Zum Ende einer ereignisreichen Woche dürfte der Dax am Freitag zunächst moderat zulegen. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,2 Prozent auf 23.778 Punkte. Das Tief vom Dienstag hatte bei 23.674 Punkten gelegen. Danach hatte er sich zeitweise wieder knapp über 24.100 Punkte erholt, bevor es erneut abwärts ging. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird 0,3 Prozent höher erwartet.

Die Woche war geprägt von der Berichtssaison. Inzwischen haben laut der US-Investmentbank JPMorgan in Europa und den USA gut Dreiviertel aller Unternehmen Geschäftszahlen vorgelegt. Dabei habe das Ergebniswachstum in den USA im Schnitt bei 15 Prozent gelegen und in Europa bei etwa 1 Prozent. Letzteres habe aber sogar noch positiv überrascht, schrieb Marktstratege Mislav Matejka. Auch der leichte Umsatzrückgang sei weniger deutlich als gedacht.

Die wichtigsten US-Indizes hatten Ende Oktober noch einmal Rekordhochs erreicht und korrigieren bisher im November. Am Aktienmarkt machen sich derzeit Sorgen mit Blick auf die hohen Bewertungen an den Börsen breit, nachdem nicht zuletzt das Trendthema Künstliche Intelligenz die Kurse immer weiter angetrieben hatte. Der Höchststand im Dax stammt von Anfang Oktober.

Hierzulande geht die Berichtssaison der Unternehmen in eine neue Runde. So hat der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck zwar wegen der Branchenschwäche in seinem wichtigen Markt Nordamerika im dritten Quartal deutlich Federn lassen müssen. Am Markt hieß es jedoch, es sei bereits mit einem schwachen Geschäftsbericht gerechnet worden. Zudem wies Analyst Jose Asumendi von JPMorgan darauf hin, dass Daimler Truck den Jahresausblick beibehalten habe. Auf der Handelsplattform Tradegate notierten die Aktien gut ein Prozent über dem Xetra-Schluss.

Der Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen Krones sieht sich nach einem überraschend profitablen dritten Quartal auf gutem Weg zu seinen Jahreszielen. Das Unternehmen verwies zwar bei der Vorlage seines Quartalsberichts auf die weiterhin bestehenden weltweiten Unsicherheiten, bestätigte aber die Ziele für 2025. Damit ergab sich auf Tradegate ein Plus von 2,5 Prozent.

Zudem dürften Analystenkommentare die Kurse bewegen. So empfahl die Deutsche Bank die Papiere des Halbleiterzulieferers Suss zum Kauf. Dessen Anteilsscheine gewannen auf Tradegate sechs Prozent./la/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax steuert nach der späten Aufholjagd am Vortag auf eine wenig bewegte Eröffnung zu. Eine Stunde vor dem Handelsbeginn am Donnerstag signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein minimales Plus auf 24.061 Punkte. Damit würde sich die Hängepartie der vergangenen Wochen und Monate an der runden Marke von 24.000 Punkten fortsetzen. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird am Morgen 0,1 Prozent tiefer erwartet.

Im Fokus steht mit einer wahren Zahlenflut weiter die Quartalsberichtssaison der Unternehmen, die dem Gesamtmarkt bislang keinen entscheidenden Impuls geben konnte. "Der Dax bleibt im Seitwärtstrend", konstatierte Analyst Martin Utschneider vom Broker Robomarkets. Auf kurze Sicht überwögen aber die Risiken.

Mittelfristig optimistisch sind indes die Experten der Landesbank Helaba. Sie werten es positiv, dass der Dax am Mittwoch dank freundlicher US-Börsen ins Plus gedreht und oberhalb der 24.000-Punkte-Marke geschlossen hatte. Damit habe er es zudem wieder über wichtige charttechnische Durchschnittslinien für den mittelfristigen Trend geschafft.

Beim Online-Modehändler Zalando zeichneten sich vorbörslich deutliche Gewinne ab. Der Dax-Konzern übertraf Händlern zufolge mit seinem Umsatz die Erwartungen. Dagegen seien die Gewinne etwas dahinter zurückgeblieben. Die Aktien des Logistikkonzerns DHL dürften dank einer unerwarteten Gewinnsteigerung ebenfalls zulegen.

Beim Onlineportal-Betreiber Scout24 sorgte eine positive Empfehlung für vorbörsliche Kursgewinne. Das US-Analysehaus Bernstein Research nahm die Bewertung der Aktien mit "Outperform" auf.

Der Baustoffkonzern Heidelberg Materials berichtete einen gestiegenen Umsatz und operativen Gewinn. Er engte zudem die Jahreszielspanne für das operative Jahresergebnis etwas ein. Vorbörslich zeichnet sich ein Kursrückgang ab. Ähnlich sieht es bei der Commerzbank aus, nachdem die Frankfurter wegen einer höheren Steuerlast einen rückläufigen Nettogewinn gemeldet hatten.

Der Anlagenbauer Gea konnte sein operatives Ergebnis stärker steigern als von Experten erwartet. Dennoch drohen ihm Kursverluste. Der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall legte etwas durchwachsene Zahlen vor. Er blieb mit dem Anstieg des Nettogewinns hinter den Erwartungen zurück./gl/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt zeichnen sich zur Wochenmitte weitere Verluste ab. Im Sog der schwachen US-Börsen signalisierte der X-Dax für den Dax eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 0,5 Prozent auf 23.826 Punkte. Damit würde er klar unter der Marke von 24.000 Punkten bleiben, unter die er am Vortag gerutscht war.

"Charttechnisch bahnt sich der deutsche Leitindex langsam aber sicher den Weg in eine größere Korrektur", warnte Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wurde am Mittwochmorgen 0,7 Prozent tiefer erwartet.

Insbesondere an der US-Technologiebörse Nasdaq hatten die Sorgen der Anleger wegen der hohen Bewertungen am Dienstag für harsche Verluste gesorgt. Bei den insgesamt wenig bewegten asiatischen Handelsplätzen Asien stachen die zuletzt erneut deutlichen Gewinnmitnahmen beim japanischen Leitindex Nikkei 225 heraus. Die Experten der Landesbank Helaba verwiesen darauf, dass die japanische Notenbank laut dem Protokoll zu ihrer letzten Sitzung Argumente für eine Zinserhöhung diskutiert habe.

In Deutschland steht weiterhin die laufende Berichtssaison der Unternehmen im Fokus. Beim Krankenhausbetreiber und Arzneimittelkonzern Fresenius sorgten eine überraschend gute Gewinnentwicklung im dritten Quartal sowie eine angehobene Ergebnisprognose für vorbörsliche Kursgewinne.

Der Immobilienkonzern Vonovia berichtete für die ersten neun Monate des Jahres vor allem dank höherer Mieteinnahmen eine Gewinnsteigerung. Aber auch das Geschäft mit Zusatzleistungen und der Verkauf von Immobilien steuerten zum Zuwachs des operativen Ergebnisses bei. Ein Händler sprach von insgesamt durchwachsenen Zahlen, was zu einer volatilen Kursreaktion der Aktie führen könnte. Das für 2026 angepeilte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) sieht er ein wenig über den Erwartungen.

Der Autobauer BMW schnitt im vergangenen Quartal wie nach der Prognosesenkung im Oktober erwartet ab. Die am Finanzmarkt viel beachtete operative Marge in der Autosparte stieg etwas stärker als von Analysten erwartet. Sie wäre ohne erhöhte Einfuhrzölle in die USA und die EU noch höher ausgefallen, hieß es von BMW.

Dem Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers attestierten Börsianer auf den ersten Blick ein überwiegend enttäuschendes Schlussquartal 2024/25. Die Ziele für den Umsatz und mehr noch für das Ergebnis je Aktie lägen ebenfalls unter den Erwartungen und dürften die Aktie belasten, auch wenn das Unternehmen üblicherweise konservativ plane, hieß es weiter. Vorbörslich zeichnet sich ein deutlicher Kursrückgang ab.

Aixtron könnte nach einer Empfehlung durch die Analysten von Barclays einen Blick wert sein. Die Papiere des Hightech-Anlagenbauers legten vorbörslich um 1,7 Prozent zu./gl/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax steuert am Dienstag in einem schwachen Börsenumfeld auf klare Verluste zu. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex ein Minus von 1,1 Prozent auf 23.870 Punkte. Damit würde sich der freundliche Wochenstart nach der vorangegangene Schwächephase als Strohfeuer entpuppen. Schon am Montag war der Dax an der für den kurzfristigen Trend wichtigen 21-Tage-Linie abgeprallt und hatte nur einen Teil seiner Gewinne ins Ziel gerettet. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird am Dienstagmorgen ähnlich schwach erwartet.

Ein möglicher Stimmungsdämpfer sind neue Nachrichten zum wichtigen Chip-Hersteller Nexperia, der zum chinesischen Konzern Wingtech gehört. Nachdem die Niederlande Nexperia Ende September unter ihre Kontrolle gestellt hatte, hatte China die Ausfuhr von Chips aus den Nexperia-Werken in China gestoppt. Zu Wochenbeginn hatte es Entspannungssignale in dem Konflikt gegeben. Doch nun forderte China die Niederlande auf, ihre Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Unternehmens einstellen und eine konstruktive Lösung für den Streit finden.

Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners verwies darauf, dass der seit Jahresbeginn starke Dax in der zweiten Hälfte bislang kaum von der Stelle gekommen ist. Dazu sei "an Asiens Börsen die Nervosität förmlich greifbar", kommentierte der Experte die aktuellen Kursverluste in Tokio, Shanghai und Seoul. "Die beeindruckende und schon beängstigende Rally macht eine Pause." Warnungen vor hohen Bewertungen an den Aktienbörsen und einer möglichen Korrektur würden lauter.

Nach einem ruhigen Wochenauftakt legten am Dienstag etliche deutsche Unternehmen ihre Quartalszahlen und Ausblicke vor. Der Dialyseanbieter Fresenius Medical Care (FMC ) überraschte trotz des weiter mauen US-Geschäfts positiv. Neben einem starken organischen Wachstum in allen Geschäftsbereichen zahlte sich für den Dax-Konzern erneut das Sparprogramm aus.

Der Windturbinen-Hersteller Nordex , der vollständige Zahlen vorlegte, berichtete eine deutliche Gewinnsteigerung. Das MDax -Unternehmen bestätigte zudem die Margenprognose, die es Ende Oktober im Rahmen der Quartals-Eckdaten angehoben hatte, sowie die übrigen Jahresziele.

Auch der Softwareanbieter Nemetschek erzielte ein deutliches Wachstum und übertraf mit dem operativen Ergebnis (Ebitda) die Analystenerwartungen. Dazu bestätigte Unternehmenschef Yves Padrines die im Sommer angehobene Jahresprognose.

Derweil sieht Evonik kurzfristig keine Nachfragebelebung, wie der Spezialchemiekonzern im Rahmen endgültiger Quartalszahlen bekanntgab. Der gesamten Branche machen die US-Zollpolitik, eine träge europäische Wirtschaft und die andauernde Krise des chinesischen Immobiliensektors schon länger zu schaffen.

Adtran Networks berichtete zwar eine deutliche Umsatzsteigerung sowie eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Der im Nebenwerte-Index SDax gelistete Telekomausrüster rechnet aber mit Verzögerungen bei Auslieferungen und senkte daher die Margenprognose für das laufende Jahr.

Der Autozulieferer und Verbindungstechnikanbieter Norma bekam im vergangenen Quartal das schwache Konjunkturumfeld zu spüren. Zudem halbierten höhere Kosten bei Personal und Logistik das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Unter dem Strich rutschte der Konzern wegen eines Wertberichtigungsbedarfs in die Verlustzone./gl/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt können nach einer schwachen Woche am Montag auf eine Stabilisierung hoffen. Marktbeobachter verwiesen auf die traditionell gute Bilanz des angelaufenen Börsenmonats November und Hoffnungen auf eine Jahresendrally. Sie warnten aber auch vor Risiken.

Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als Indikator für den Dax ein Plus von 0,2 Prozent auf 24.011 Punkte. Damit würde der Leitindex eine viertägige Verlustserie beenden. Ihm winkt zudem die Rückkehr über die Marke von 24.000 Punkten, unter die er am Freitag erstmals seit zweieinhalb Wochen abgerutscht war. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird mit einem Anstieg um knapp 0,2 Prozent ebenfalls stabilisiert erwartet.

Börsenexperte Christoph Geyer schrieb in einem Marktkommentar von der "besten statistischen Lage des Jahres". Der Dax könne zum Jahresende hin eine Rally starten. Das setze allerdings voraus, dass es "keine neuen Störfeuer von der 'Zoll-Front' gibt". Sollte sich die Lage hier beruhigen, könne der Dax die nächste große runde Zahl von 25.000 Punkten rasch erreichen. Bereits aktuell steht ein Jahresgewinn von rund 20 Prozent zu Buche.

Auch Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners betonte, dass der November in den vergangenen Jahren in Schnitt ein guter Börsenmonat gewesen sei. "Unterdessen geht der US-Government-Shutdown in seinen zweiten Monat", gibt der Experte aber auch zu bedenken. An den Börsen sei der Shutdown zuletzt mehr und mehr in den Hintergrund getreten. Anleger sollten sich des Shutdowns aber weiterhin bewusst sein. Und: Je länger er andauere, desto größer seien die wirtschaftlichen Einbußen für die USA am Ende.

Die Autoren des Helaba-Tagesausblicks erinnerten zudem an das eingetrübte charttechnische Bild. Die jüngsten Verluste hätten den Dax unter die kurzfristig wichtige 21-Tage-Linie gedrückt, so die Experten der Landesbank. Er notierte zuletzt zudem knapp unter den 50- und 100-Tage-Linien, die für den mittel- bis längerfristigen Trend bedeutsam sind.

Unternehmensseitig sieht die Agenda zu Beginn der neuen Woche übersichtlich aus. Im Fokus steht die Autobranche. Im Streit um die Lieferprobleme beim wichtigen Chip-Hersteller Nexperia hoffen Bundesregierung und Industrie nach neuen Aussagen aus China auf einen Ausweg aus der Krise. Zuvor hatte die Regierung in Peking die Ausfuhr dringend benötigter Halbleiter in Aussicht gestellt.

Den Aktien von Mercedes-Benz könnte eine neue Kaufempfehlung der DZ Bank zusätzlich Auftrieb geben. Analyst Michael Punzet hob den fairen Wert für die Aktie deutlich auf 64 Euro an und liegt damit knapp 14 Prozent über dem letzten Schlusskurs. Er sieht "die technologieoffenere Ausrichtung beim Thema Antriebe und insbesondere die Änderungen der Luxus-Strategie positiv".

Die Papiere der Allianz zeigten sich vorbörslich erholt, nachdem die Bank of America sie hochgestuft hatte und nun zum Kauf rät. Die Münchener gehörten zu den besten Versicherern und seien weiter günstig bewertet, begründeten die Experten ihre Neubewertung./gl/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Wie bereits am Vortag dürfte sich im Dax auch am Freitag zunächst wenig tun. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 0,1 Prozent auf 24.089 Punkte. Für den EuroStoxx 50 , dem Leitbarometer der Eurozone, deutet sich ein Abschlag von 0,3 Prozent an.

Auf Wochensicht steht der Dax bislang etwas schwächer da. Er konsolidiert derzeit, nachdem er zur Monatsmitte vom Rekordhoch bei 24.771 Punkten zeitweise bis auf 23.684 Punkte abgetaucht war. Nach dem prall gefüllten Terminkalender am Vortag ist die Agenda vor dem Wochenende ziemlich übersichtlich.

In den USA hatte der Aktienmarkt am Vortag seiner Rekordrally etwas Tribut gezollt, nachbörslich übertrafen aber Apple und Amazon mit ihren Quartalszahlen die Erwartungen am Markt deutlich. "Die Gewinne der US-Big-Techs sprudeln", schrieb dazu Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Allerdings seien diese Gewinne auch nötig, denn mit der jüngsten Rally sind die Bewertungen am US-Aktienmarkt deutlich angestiegen.

Vor dem Wochenende gab es aus Deutschland noch Geschäftszahlen vom Schmierstoffhersteller Fuchs . Vorbörslich auf Tradegate stiegen die Papiere um 4,3 Prozent zum Xetra-Schluss. Die im Juli gesenkten Jahresziele bestätigte das im MDax notierte Unternehmen. Analyst Anil Shenoy von der britischen Investmentbank Barclays sah im dritten Quartal klare Anzeichen der Besserung.

Die US-Bank Citigroup gab ihre Verkaufsempfehlung für Renk auf und votiert nun mit "Neutral". Nach der jüngsten Kursschwäche erscheine der Rüstungskonzern nun fundamental fair bewertet, hieß es. Renk gewannen im vorbörslichen Tradegate-Handel 2 Prozent./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Unter dem Eindruck einer großen Menge von Quartalsbilanzen, Notenbank-Entscheidungen und dem Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping wird der Dax am Donnerstag etwas höher erwartet. Damit dürfte er einen Teil seiner Vortagesverluste wettmachen.

Etwa eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,2 Prozent auf 24.164 Punkte. Für den EuroStoxx 50 , dem Leitbarometer der Euroregion, zeichnet sich ein Zuwachs von 0,1 Prozent ab.

Im Streit um Chinas Exportkontrollen auf seltene Erden erzielte US-Präsident Donald Trump nach eigenen Worten eine Übereinkunft mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Die Hindernisse seien aus dem Weg geräumt, die Vereinbarung gelte zunächst für ein Jahr, sagte Trump nach dem Treffen. Im Gegenzug kündigte Trump an, "Fentanyl-Zölle" auf chinesische Produkte um 10 Prozentpunkte zu senken.

"Positiv ist auf jeden Fall, dass die beiden größten Volkswirtschaften der Welt offensichtlich auf Versöhnungskurs sind und sich aufeinander zubewegen", stellte der Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners fest.

Neben den Folgen des Treffens zwischen Trump und Xi müssen die Märkte die US-Notenbank-Entscheidung vom Mittwochabend sowie die Zahlen wichtiger US-Technologiekonzerne wie Microsoft , Alphabet und Meta verarbeiten. Ferner stehen viele Quartalszahlen deutscher Unternehmen vor allem aus der zweiten und dritten Reihe auf dem Programm, aber auch aus dem Dax, bevor am Nachmittag Inflationsdaten aus Deutschland und gleich danach die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) folgen.

Nachdem die jüngste Zinssenkung der US-Notenbank Fed am Markt erwartet worden war, ließ Fed-Chef Jerome Powell durchblicken, dass eine weitere Senkung im Dezember alles andere als sicher ist. Dies dürfte Marktteilnehmer etwas enttäuschen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird an diesem Donnerstag die Leitzinsen voraussichtlich erneut stabil halten. Die Frage, ob Notenbankchefin Christine Lagarde die Tür für eine Leitzinssenkung im Dezember offen lässt, bleibt spannend. Lagarde hatte zuletzt immer wieder betont, man werde weiterhin von Sitzung zu Sitzung entscheiden.

Im Dax schauen Anleger auf Volkswagen nach der Veröffentlichung von Zahlen für das dritte Quartal. Vorbörslich auf Tradegate legten die Vorzüge im Vergleich mit dem Xetra-Schluss um 1,4 Prozent zu. Die operative Marge bereinigt um Sonderlasten und Zölle fiel höher aus als erwartet.

Beim Flugzeugbauer Airbus sprang der Gewinn im dritten Quartal nach oben. An den Jahreszielen hält Airbus fest. Die Anteile bewegen sich in Rekordhöhen und zogen auf Tradegate um ein halbes Prozent an. Der Konzern habe in allen Bereichen Stärke gezeigt, lobte die UBS.

Mit 0,9 Prozent im Plus notierten Lufthansa nach dem Quartalsbericht. Ein Händler lobte insbesondere den freien Barmittelfluss.

Puma gewannen 2 Prozent. Der Sportartikelkonzern stieß nach deutlichen Umsatzrückgängen ein Restrukturierungsprogramm an, um wieder auf Kurs zu kommen.

Der Kochboxenversender Hellofresh musste im dritten Quartal wegen des weiter schwächelnden Geschäfts mit Kochboxen einen Umsatzrückgang hinnehmen. Der Jahresausblick wurde jedoch bestätigt. Die Papiere verbuchten auf Tradegate ein Plus von 1,6 Prozent.

Der Internetportal-Betreiber Scout24 wird nach einem starken dritten Quartal optimistischer. Das Kursplus belief sich auf 4 Prozent.

Auch Vossloh wurden 4 Prozent höher gehandelt. Der Eisenbahntechnikkonzern verbesserte seinen Umsatz und operativen Gewinn stärker als erwartet./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Auch am Mittwoch scheinen die Anleger am deutschen Aktienmarkt keine Risiken einzugehen. Der Dax dürfte vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed an seinen zähen Wochenauftakt anknüpfen. Die Musik spielt zurzeit in New York, wo das KI-Fieber für immer neue Kursrekorde sorgt, auch wenn den US-Börsen am Vortag zum Handelsende hin die Luft etwas ausgegangen war.

Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte knapp eine Stunde vor Handelsbeginn kaum Veränderung bei 24.267 Punkten. Auch beim EuroStoxx 50 , dem Leitbarometer der Euroregion, dürfte sich zum Start noch nicht viel tun.

Am Abend wird das geldpolitische Gremium der US-Notenbank die Zinsentscheidung bekanntgeben, wobei der Markt von einer Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte ausgeht. "Diese ist in den Kursen so eingepreist", schrieb Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Entscheidend für die Börsen sei deshalb der zukünftige Zinspfad, den Fed-Präsident Jerome Powell skizziere. "An den Börsen wird für den Dezember eine weitere Zinssenkung erwartet. Sollte Powell diese Erwartung abschwächen, könnten die Börsen enttäuscht reagieren."

Bis zur Zinsentscheidung der Fed am Abend und zu den nach US-Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen von "Big Tech" wie Microsoft , Alphabet und Meta dürfte die Berichtssaison hierzulande für Bewegung sorgen: Mit der Deutschen Bank , BASF , Mercedes -Benz und Adidas stehen vier Dax-Konzerne mit Geschäftszahlen im Fokus. In ersten Reaktionen stießen diese am Markt auf ein positives Echo.

So überraschte die Deutsche Bank mit positiv. Die Papiere stiegen auf Tradegate im vorbörslichen Handel um 2 Prozent zum Xetra-Schluss, jene der Tochter DWS verteuerten sich nach Zahlenvorlage um 3,3 Prozent. Die Fondsgesellschaft habe stark abgeschnitten, hieß es vom Investmenthaus Jefferies. Man sei mit Blick auf die Jahresziele gut in der Spur.

Auch der Quartalsbericht des Chemiekonzerns BASF enttäuschte nicht, die Aktien gewannen moderat dazu. Die Titel des Sportartikelherstellers Adidas verbuchten einen Zuwachs von 1 Prozent.

Mercedes-Benz legten um 2,4 Prozent zu. Der Autobauer habe die Erwartungen übertroffen, schrieben die Analysten der RBC. Der lediglich bestätigte Jahresausblick werfe aber die Frage auf, ob die Markterwartungen für das Schlussquartal sinken müssten oder ob das Management einfach nur konservativ plane.

Im MDax waren Redcare auffällig mit einem vorbörslichen Kursplus von 5,6 Prozent auf Tradegate. Die Online-Apotheke konnte den operativen Gewinn etwas stärker steigern als gedacht.

Drägerwerk aus dem SDax notierten auf Tradegate 1,9 Prozent höher, nachdem der Anbieter von Medizin- und Sicherheitstechnik die verbesserte Gesamtjahresprognose vom Oktober bestätigt hatte./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax kann der Rekordrally an anderen wichtigen Börsen weiterhin nicht folgen. Mit einem etwas schwächeren Start wird der deutsche Leitindex wohl auch am Dienstag auf Abstand bleiben zu seiner Bestmarke, während die Rekordjagd in New York in Erwartung einer baldigen Einigung im US-chinesischen Zollstreit am Vorabend weiter gegangen war. Am deutschen Markt kommen am Dienstag Quartalsberichte und teils trübere Ausblicke von Unternehmen nicht so gut an.

Der X-Dax als Indikator für den Dax signalisierte knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein knappes Minus auf 24.291 Punkte. Zum Rekord von 24.771 Punkten fehlt also noch ein Stück. Der Euroregion-Leitindex EuroStoxx 50 wird am Dienstag ebenfalls leicht schwächer erwartet.

Laut dem Chartexperten Martin Utschneider vom Broker Robomarkets tendiert der Dax weiterhin seitwärts, eine Dynamik wie in den USA wolle hierzulande weiterhin nicht aufkommen. Von einem kurzen Ausreißer nach unten abgesehen, bewegt sich der Index nun schon seit zwei Wochen in einer engen Spanne, die von der psychologisch wichtigen Marke von 24.000 Zählern ausgehend etwa 400 Punkte groß ist. "Nach unten ist der Dax recht gut abgesichert. Nach oben aber auch weiterhin gedeckelt", so Utschneider.

In der Bilanzsaison stehen am Dienstag mit Symrise und der Deutschen Börse zwei Dax-Unternehmen im Blick. Während sich die Papiere der Deutschen Börse im vorbörslichen Handel auf Tradegate mit moderatem Abschlag eher unauffällig zeigten, ging es für Symrise um 3,5 Prozent nach unten im Vergleich mit dem Xetra-Schluss. Der Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen wird für das Wachstum im laufenden Jahr noch vorsichtiger.

Ein Kursdebakel erleben die Anleger von Suss Microtec mit vorbörslich minus 18 Prozent auf Tradegate. Der Halbleiterzulieferer hatte nach einem überraschend schwachen Quartal seine Margenerwartungen an das Gesamtjahr gesenkt.

Auch der Finanzdienstleister Hypoport wird pessimistischer - und kappte wegen schwächerer Geschäfte eines Gemeinschaftsunternehmens mit der Deutschen Bank seine Umsatzprognose für das laufende Jahr. Das vorbörsliche Minus betrug 3,9 Prozent.

Der Chip-Zulieferer Siltronic sieht sich in einem unverändert schwierigen Umfeld auf Kurs zu seinen Jahreszielen, engte aber die Margenziele etwas ein. Vorbörslich verloren die Papiere des Wafer-Herstellers 4,8 Prozent.

Optimismus verbreitet dagegen Nordex . Der Windturbinenhersteller rechnet nach einem guten Quartal mit einem höheren Jahresgewinn als bisher angepeilt. Die Titel sprangen um gut 10 Prozent hoch./ajx/nas



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach Anzeichen einer Entspannung im US-chinesischen Handelsstreit zeichnet sich am Montag am deutschen Aktienmarkt ein positiver Wochenauftakt ab. Der X-Dax signalisierte den Dax knapp eine Stunde vor Handelsbeginn 0,5 Prozent höher auf 24.370 Punkte. Der deutsche Leitindex nähert sich damit dem Rekordhoch von 24.771 Punkten vom 9. Oktober wieder etwas an. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird am Montag ein halbes Prozent höher erwartet.

China und die USA seien zu einer vorläufigen Einigung gelangt, hatte Li Chenggang, Vize-Sekretär im chinesischen Handelsministerium, am Sonntag nach Gesprächen mit der US-Seite gesagt. Diese müsse nun auf beiden Seiten "ein internes Genehmigungsverfahren durchlaufen". Konkrete Angaben zu den Inhalten machte China zunächst nicht. Auch US-Finanzminister Scott Bessent sprach von positiven Verhandlungen in Kuala Lumpur, die Vorlauf für das Treffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping am Donnerstag in Südkorea sind.

"Die am Wochenende verlauteten Signale waren äußerst positiv", kommentierte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Ein Handelsabkommen werde jetzt schon in die Kurse eingepreist. In Asien feierten die Anleger die Neuigkeiten am Montag mit einer Kursrally. Der japanische Leitindex Nikkei-225 stieg erstmals über die Marke von 50.000 Punkten.

Neben dem Dauerthema Geopolitik steht der Dax vor einer spannenden Börsenwoche, die geprägt sein wird von Notenbank-Entscheiden und der Berichtssaison auf beiden Seiten des Atlantiks. Am Montag dürfte es aber noch recht ruhig sein: Im Blick steht am Morgen mit dem Ifo-Geschäftsklimaindex ein wichtiger deutscher Konjunkturindikator.

Am Aktienmarkt schauen die Marktteilnehmer auf Porsche AG . Beim Sportwagenbauer zehrten die Milliardenkosten für die Verbrenner-Verlängerung den Gewinn in den ersten drei Quartalen des Jahres fast vollständig auf. Die Aktien bewegten sich vorbörslich auf Tradegate im Vergleich mit dem Xetra-Schluss leicht nach oben.

Bayer erhielt in den USA die Zulassung für sein Menopause-Mittel Elinzanetant. Die Bayer-Papiere notierten am Montag vorbörslich auf Tradegate zum Xetra-Schluss moderat höher. Die Nachricht sei keine allzu große Überraschung, hieß es am Markt.

Bei Gerresheimer erhärtete sich derweil der Verdacht, gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen zu haben, teilweise. Nachdem die Finanzaufsicht Bafin im September eine Prüfung problematischer Buchungen im Konzernabschluss 2024 eingeleitet hatte, gab der Verpackungsspezialist das Ergebnis einer Untersuchung einer von ihm beauftragten Kanzlei bekannt. Dabei geht es im Vergleich zum Konzernumsatz aber nur um eine sehr kleine Summe. Die Titel reagierten vorbörslich auf Tradegate mit plus 1,8 Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss. Die Problematik hätten die Kursverluste der vergangenen Woche bereits eingepreist, sagten Börsianer.

Fortschritte in einer Partnerschaft mit dem US-Pharmakonzern Bristol Myers Squibb bescherten den Papieren des Hamburger Wirkstoffforschers Evotec vorbörslich deutliche Kursgewinne.

Deutliche Kursverluste gab es dagegen für Nordex . Mit Santander senkte eine weitere Bank den Daumen für die gut gelaufenen Anteile des Windkraftkonzerns und votiert nun mit "Neutral"./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf Handelsgespräche zwischen den USA und China dürfte vor dem Wochenende für steigende Kurse am deutschen Aktienmarkt sorgen. Der X-Dax indizierte den Dax am Freitag knapp eine Stunde vor Handelsbeginn 0,2 Prozent höher bei 24.264 Punkten. Auf Wochensicht deutet sich ein Plus von 1,8 Prozent an. Auch der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 wird moderat höher erwartet.

US-Präsident Donald Trump wird Chinas Präsident Xi Jinping nach Angaben des Weißen Hauses am kommenden Donnerstag (Ortszeit) in Südkorea treffen. Der US-Präsident hatte das Treffen mit Xi jüngst erneut angekündigt und ein Handelsabkommen in Aussicht gestellt.

Spannend könnte es am Nachmittag werden, wenn die Verbraucherpreise in den USA im September veröffentlicht werden. "Anleger und Analysten rechnen damit, dass die Inflation wieder angestiegen ist und vor dem Komma sogar die 3 zurückkehrt", schrieb Analyst Thomas Altmann von QC Partners. Das werde die US-Notenbank zwar nicht von einer Zinssenkung in der kommenden Woche abhalten; ein starker Preisanstieg könne aber den weiteren Zinspfad beeinflussen.

Im vorbörslichen Handel auf Tradegate stiegen Hensoldt -Aktien um fast 5 Prozent. Am Vorabend hatte das Rüstungsunternehmen von steigenden Aufträgen berichtet. Auch Rheinmetall -Aktien legten vorbörslich zu.

Papiere von Nordex verloren 2 Prozent und Teamviewer 1 Prozent. Die Investmentbank Odd BHF hat die Kaufempfehlungen für die Aktien des Windturbinenherstellers und des Software-Anbieters gestrichen./bek/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Vorsichtige Aussagen des Software-Riesen SAP zum Wachstum im laufenden Jahr könnten eine Erholung des Dax am Donnerstag erschweren. Vorbörslich verloren die Aktien des Index-Schwergewichts ein Prozent. Der Dax hatte am Vortag anfänglich leichte Verluste ausgeweitet und dürfte nun stagnieren. Der X-Dax indizierte den Dax knapp eine Stunde vor Handelsbeginn moderat im Plus bei 24.176 Punkten. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 wird kaum verändert erwartet.

SAP wurde wegen der gegenwärtig zurückhaltenderen Kunden vorsichtiger bei seinen Zielen für das Wachstum in diesem Jahr. Analysten lobten allerdings, das Unternehmen habe sich in einer Telefonkonferenz nach Veröffentlichung der Quartalszahlen optimistisch gezeigt.

Neben den SAP-Aktien zählten RWE zu den vorbörslichen Verlierern auf der Handelsplattform Tradegate. Sie fielen um zwei Prozent, nachdem die Bank Citigroup die Kaufempfehlung für die Aktien des Energiekonzerns gestrichen hat.

Der französische Reifenhersteller Michelin hat das Gewinnziel für 2026 gekappt. Das brockte den Aktien vorbörslich herbe Verluste ein und ließ auch Continental um ein Prozent nachgeben.

Ein stark steigender Ölpreis könnte die Lufthansa -Aktien belasten. Auf Tradegate gaben diese um gut ein Prozent nach.

Unter den kleineren Titeln fielen Atoss Software mit einem Kursplus von sechs Prozent auf. Der Softwareanbieter rechnet nach dem dritten Quartal mit einer besseren Profitabilität im Gesamtjahr./bek/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zwei Börsentagen mit Kursgewinnen dürfte der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte auf der Stelle treten. Vor der am Abend anstehenden Quartalsbilanz des Dax-Schwergewichts SAP halten sich die Investoren bedeckt. Der X-Dax indizierte den Dax knapp eine Stunde vor Handelsbeginn leicht im Minus bei 24.291 Punkten.

Am Vorabend enttäuschten in den USA der Halbleiterhersteller Texas Instruments und der Streamingkonzern Netflix mit ihren Quartalszahlen und Ausblicken.

"SAP eröffnet heute nach Börsenschluss die deutsche Berichtssaison", schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Mit einem Dax-Gewicht der Aktien von knapp 14 Prozent habe das Zahlenwerk des Software-Entwicklers für den Leitindex eine "immense Bedeutung".

Die Aktien von Adidas gewannen im vorbörslichen Handel auf Tradegate gut 2 Prozent. Das Unternehmen hatte am Vorabend mit den Zahlen zum dritten Quartal die Gewinnprognose für dieses Jahr erhöht.

Infineon verloren vorbörslich 3,5 Prozent. Hier belasteten enttäuschende Prognosen des US-Trendsetters Texas Instruments zum laufenden vierten Quartal. Auch andere Branchenwerte wie Suss Microtec und Elmos Semiconductor gaben nach.

In der zweiten Reihe büßten Teamviewer 9 Prozent ein. Der IT-Dienstleister hatte sich am Vorabend pessimistischer zu den Umsätzen im laufenden und im kommenden Jahr geäußert./bek/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Signale der Entspannung im Zollstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China dürften die Kurse am deutschen Aktienmarkt am Dienstag noch etwas weiter nach oben treiben. Der X-Dax indizierte für den Dax ein moderates Plus auf 24.293 Punkte. Damit ist das Rekordhoch bei 24.771 Punkten in Schlagdistanz.

Im Handelsstreit zwischen den USA und China strebt US-Präsident Donald Trump einen Deal beim geplanten Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping in Südkorea an. "Ich denke, wenn wir unsere Gespräche in Südkorea beenden, werden China und ich ein wirklich faires und wirklich großartiges Handelsabkommen haben", sagte der Republikaner im Weißen Haus.

In New York gab es am Vortag deutliche Gewinne. In Asien freuen sich die Anleger ebenfalls über die Annäherung im Zollstreit. In Japan steht der rekordhohe Leitindex Nikkei kurz vor der runden Marke von 50.000 Punkten.

Die vorbörslichen Kursbewegungen hielten sich in Grenzen. Größere Ausschläge gab es in der dritten Reihe im SDax . Papiere von Friedrich Vorwerk stiegen auf der Handelsplattform Tradegate um 5,5 Prozent, nachdem der Anlagenbauer für Energieinfrastruktur die Geschäftsziele für das laufende Jahr erneut erhöht hat.

Eine Kaufempfehlung der Berenberg Bank ließ die Anteile des Cybersecurity-Anbieters Secunet um 3 Prozent zulegen. Die Aktien von Formycon legten um 1 Prozent zu. Das Unternehmen bietet in Europa nach eigener Aussage ein erstes pharmazeutisches Nachahmerprodukt in einer Fertigspritze an./bek/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die runde Marke von 24.000 Punkten übt am Montag weiter eine hohe Anziehungskraft auf den Dax aus. Knapp eine Stunde vor dem Xetra-Handel signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,8 Prozent auf 24.031 Punkte, nachdem er am Freitag noch deutlich unter der runden Marke geschlossen hatte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird zum Wochenauftakt 0,6 Prozent höher erwartet.

Der US-Aktienmarkt hatte am Freitag recht ordentlich zugelegt. Entspannungszeichen im Handelsstreit zwischen den USA und China und ausbleibende Störfeuer von US-Regionalbanken hatten geholfen. Am Montagmorgen geben zudem deutliche Kursgewinne in Asien Auftrieb. Für Erleichterung sorgt dort, dass sich in Japan inzwischen doch eine Koalition abzeichnet. In China fiel das weiter schleppende Wirtschaftswachstum zudem nicht ganz so schwach aus wie erwartet.

Deutschlands größter Marineschiffbauer TKMS geht am Montag an die Börse. Bei der Tochter des Essener Industriekonzerns Thyssenkrupp handelt es sich aber nicht um einen klassischen Börsengang, sondern um eine Abspaltung. Für 20 Thyssenkrupp-Aktien gibt es automatisch eine TKMS-Aktie. Thyssenkrupp behält 51 Prozent.

Ein Bericht über eine engere Zusammenarbeit von United Internet und Telefonica und eine mögliche Übernahme der United-Tochter 1&1 ließ die Papiere von United Internet auf Tradegate vorbörslich um 4,6 Prozent zum Xetra-Schluss steigen. Auch 1&1 zogen merklich an.

Rüstungswerte sind nach einer sehr schwachen Vorwoche auf Erholungskurs. Für Rheinmetall etwa belief sich das Kursplus vorbörslich auf Tradegate auf 3,2 Prozent zum Xetra-Schluss.

Die Aktien des Flughafenbetreibers Fraport litten mit vorbörslich minus 2,5 Prozent unter einer Abstufung durch Morgan Stanley. Eine Kaufempfehlung von Jefferies trieb wiederum die Papiere des Wafer-Herstellers Siltronic um 6,9 Prozent nach oben./ajx/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Belastet von negativen Vorgaben der US-Börsen dürfte der Dax am Freitag auf Talfahrt gehen. Nach leichten Gewinnen am Vortag signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem Xetra-Handel nun ein Minus von 1,2 Prozent auf 23.974 Punkte. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird schwach erwartet.

Der US-Aktienmarkt war am Donnerstag nach dem Börsenschluss in Europa in die Verlustzone gerutscht. Die Bilanzqualität kleinerer Regionalbanken verschreckte die Anleger an der Wall Street, nachdem zwei Häuser Probleme mit Krediten bekanntgegeben hatten. "Die Angst vor einer neuen Krise ist zurück. Und mit den Problemen der beiden Regionalbanken ist ein neuer potenzieller Krisenauslöser dazugekommen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.

Noch vor etwas mehr als einer Woche war der Dax, vom KI-Boom getrieben, auf ein Rekordhoch von 24.771 Punkten geklettert. Der wieder verstärkt aufgeflammte Handelskonflikt zwischen den USA und China sorgte aber für eine Korrektur. Seither kämpfte das deutsche Börsenbarometer gegen ein weiteres Absacken an. Dass die Anleger vorsichtig sind, dürfte nicht überraschen, denn im bisherigen Jahresverlauf ist der Dax per Donnerstagsschluss bereits um knapp 22 Prozent gestiegen.

Unter den Einzelwerten im Dax dürfte die Continental-Aktie Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Gegen den schwachen Markttrend stiegen sie bereits vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um etwas mehr als vier Prozent. Der Reifen- und Kunststofftechnikkonzern übertraf mit seinem dritten Quartal die Erwartungen am Markt deutlich. Vor allem die operative Marge bezogen auf den bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern fiel stark aus.

Merck KGaA könnten sich nach den kräftigen Verlusten am Vortag gegen den Trend stabilisieren, wie der vorbörsliche Kurs auf Tradegate signalisierte. Der Pharma- und Chemiekonzern erwirkte Zoll-Erleichterungen.

Rüstungsaktien stehen gleich mit zwei Neuigkeiten im Blick. In der EU einigte man sich nach wochenlangen Verhandlungen auf ein milliardenschweres Programm zur Stärkung der Verteidigungsindustrie. Bis Ende 2027 sollen EU-Finanzhilfen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro bereitgestellt werden.

Außerdem wendet sich US-Präsident Donald Trump nach der Besiegelung einer Waffenruhe im Nahen Osten nun der Ukraine zu. So will er erneut versuchen, als Vermittler im Ukraine-Krieg zu intervenieren. Wahrscheinlich werde er sich in den nächsten zwei Wochen mit Russlands Präsident Wladimir Putin treffen, wie Trump nach einem Telefonat mit dem Kremlchef mitteilte. Derzeit ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist derzeit zu Besuch in den USA.

Die Aktien der deutschen Rüstungsunternehmen Rheinmetall , Hensoldt , Renk oder auch Airbus gaben vorbörslich allesamt nach./ck/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der auf hohem Niveau stagnierende deutsche Aktienmarkt dürfte sich am Donnerstag weiter stabil zeigen. In den USA waren Wall Street und Nasdaq im Anschluss an einen positiven Handelsstart am Vortag nach dem Handelsschluss in Europa leicht zurückgekommen. Der Dax dürfte mangels anderer wegweisender Impulse zum Handelsbeginn auf der Stelle treten.

Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte knapp eine Stunde vor dem Xetra-Handel einen prozentual unveränderten Start bei 24.181 Punkten. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird nahezu unverändert erwartet.

"Gegen ein weiteres Absacken kämpft der Dax bislang erfolgreich an", konstatierte Analyst Martin Utschneider vom Broker Robomarkets mit Blick auf die Charttechnik. Ein immens wichtiger Schritt sei dabei gewesen, dass die Marke von 24.162 Zählern hielt. "Hier befindet sich das 'Gap' vom 02. Oktober", also das Niveau, von dem aus es dem Börsenbarometer gelungen war, bis auf das Rekordhoch von 24.771 Punkte zu klettern. Solange sich daran nichts ändere, bleibt der Weg nach oben, auch über die bisherige Bestmarke hinaus, laut Utschneider offen.

Im hoch schuldeten und von einer politischen Krise gebeutelten Nachbarland Frankreich stehen an diesem Tag allerdings die nächsten Misstrauensvoten auf der Agenda. Sie dürften von den Anlegern genau beobachtet werden, da sie die Börsen erschüttern könnten. Sebastien Lecornu habe jedoch gute Chancen, diese zu überstehen und Premierminister zu bleiben, erwartet Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Damit würde den Börsen die Hängepartie von Neuwahlen weiterhin erspart bleiben.

Unter den Einzelwerten stehen mit Merck und SAP zunächst zwei Dax-Konzerne im Blick. Nach dem jüngsten Konzernumbau sieht sich der Darmstädter Merck-Konzern für weiteres Wachstum gut aufgestellt. Die Ziele für das laufende Jahr wurden bestätigt. Mittelfristig wird zudem nun ein jährliches organisches Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich angestrebt und auch die operative Marge soll steigen. Die Aktie, die tags zuvor bereits positiv auf die Übernahme des Chromatographie-Geschäfts von JSR Life Sciences aus den USA reagiert hatte, legte vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um knapp ein Prozent zu.

Die Aktien des Softwarekonzerns SAP, der in der kommenden Woche seine Zahlen vorlegen will, reagierten unterdessen nicht positiv auf die Aussagen des Konkurrenten Salesforce . Sie gaben moderat nach. Der Cloud-Spezialist aus den USA hatte am Vorabend seine Ziele für das Jahr 2030 präsentiert und rechnet mit 60 Milliarden US-Dollar Umsatz. Das ist deutlich mehr, als Analysten bisher auf dem Schirm haben. Salesforce legten im nachbörslichen US-Handel um rund vier Prozent zu.

Sartorius hob nach einem guten Abschneiden im dritten Quartal die Umsatzprognose für das laufende Jahr leicht an und präzisierte das Ziel für die operative Marge. Die Papiere des im MDax notierten Labor- und Pharmazulieferers machten auf Tradegate einen Sprung um gut viereinhalb Prozent nach oben.

Um etwas mehr als anderthalb Prozent stiegen dort zugleich die Papiere des Online-Brokers Flatexdegiro . Dieser rechnet mit mehr Umsatz und Gewinn im laufenden Jahr 2025 als zuvor. Fortgesetzt starkes Wachstum und eine erfolgreiche Kostenkontrolle dürften den neuen Prognosen entsprechend zu einem Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr um 10 bis 15 Prozent führen und zu einem Zuwachs beim Konzernergebnis um 34 bis 43 Prozent.

Optimistischer blickt auch der Medizin- und Sicherheitstechnikhersteller Drägerwerk auf das Gesamtjahr. Umsatz und Ebit-Marge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) dürften sich aufgrund einer sehr guten Geschäftsentwicklung und weiterhin hohen Auftragseingängen 2025 eher in der oberen Hälfte der Spanne bewegen, hieß es am Mittwochabend von Drägerwerk. Die Aktie sprang auf Tradegate daraufhin zuletzt um fast sechs Prozent hoch./ck/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Auf und Ab auf hohem Börsenniveau dürfte sich am Mittwoch fortsetzen. Nachdem der Dax am Vortag auf den tiefsten Stand seit Monatsanfang gefallen war, werden nun wieder leichte Kursgewinne erwartet. Hoffnungen auf sinkende Zinsen in den USA stützen. Zudem stellen sich in der politischen Krise Frankreichs die Sozialisten hinter Premier Sébastien Lecornu, um einen Sturz der Regierung zu verhindern.

Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte knapp eine Stunde vor dem Xetra-Handel einen um 0,4 Prozent höheren Start auf 24.331 Punkte. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 wird nach starken Zahlen und Aussagen von den schwergewichtigen Unternehmen LVMH und ASML um 1,1 Prozent höher erwartet.

US-Notenbankchef Jerome Powell hatte am Dienstag die sich weiter eintrübenden Perspektiven am US-Arbeitsmarkt betont, was bereits im Handelsverlauf an der Wall Street die Erwartung an eine nächste Zinssenkung schürte. Die Fed wird darüber Ende des Monats entscheiden. Überschattet werden die Hoffnungen jedoch vom wieder verstärkt aufgeflammten Handelskonflikt zwischen den USA und China.

Charttechnisch gesehen bleibt Analyst Martin Utschneider vom Broker Robomarkets für den Dax bislang zuversichtlich. Das Börsenbarometer befinde sich unverändert im Seitwärtstrend. Nach dem Rekordhoch am vergangenen Donnerstag bei 24.771 Punkten und dem Rückschlag am Freitag, habe der Index am Vortag erfolgreich gegen ein weiteres Absacken angekämpft.

Unter den Einzelwerten könnten Adidas , Puma und Hugo Boss Auftrieb erhalten. Überraschend starke Umsatzzahlen des Luxusgüterherstellers LVMH vom Vorabend sind der Grund. Auf der Handelsplattform Tradegate ging es im Vergleich zum Xetra-Schluss bereits nach oben. Statt eines Rückgangs meldeten die Franzosen Wachstum. Treiber sei das Kerngeschäft Mode und Lederwaren gewesen, sagte ein Händler und rechnet daher mit positiven Impulsen für deutsche Branchenkollegen. "Die Umsatzzahlen von LVMH könnten darauf hindeuten, dass der anhaltende Einbruch der Nachfrage nach Luxusgütern nachlässt", erklärte er.

An diesem Morgen äußerte sich das Börsen-Schwergewicht ASML über seine Umsatzentwicklung, was die gesamte Halbleiterbranche in Europa bewegen dürfte. So verbuchte der Ausrüster der Chip-Industrie im dritten Quartal mehr Bestellungen als erwartet und rechnet auch mit einem starken vierten Quartal. Für das kommende Jahr zeigte sich ASML indes zurückhaltend. Infineon , Aixtron , Suss Microtec reagierten vorbörslich auf Tradegate mit Kursgewinnen zwischen einem und zwei Prozent.

Salzgitter und Aurubis stehen im Blick, nachdem der Stahlkocher eine Wandelanleihe mit einem Volumen von 500 Millionen Euro aufgelegt hat, die in Aurubis-Aktien umgetauscht werden kann. Salzgitter ist mit knapp 30 Prozent größter Aktionär beim Kupferhersteller Aurubis.

Ein Händler sprach von einem geschickten Schachzug. Salzgitter beschaffe sich Kapital, indem der Konzern einen Teil der Gewinne mitnehme, nachdem sich der Aurubis-Aktienkurs sehr stark entwickelt habe. "Und das, ohne den Anteil der Salzgitter-Aktionäre direkt zu verwässern." Da der Aurubis-Anteil jedoch deutlich verwässert werde, könnten gewisse negative Auswirkungen auf die Salzgitter-Aktie möglich sein. Vorbörslich jedoch zeigten sich Salzgitter im Plus, während Aurubis deutlich nachgaben.

Umstufungen könnten ebenfalls bewegen: So hat Morgan Stanley die Bewertung der Lufthansa -Aktie mit "Underweight" gestartet. Die Citigroup nahm die Aktie von BASF mit "Buy" wieder in die Bewertung auf und Oddo BHF senkte Vossloh auf "Neutral"./ck/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Auf den Erholungsversuch am deutschen Aktienmarkt zum Wochenbeginn dürften am Dienstag leichte Gewinnmitnahmen folgen. Vor den im Tagesverlauf erwarteten Quartalszahlen einiger der größten US-Banken herrscht Vorsicht. Sie eröffnen die Berichtssaison an diesem Tag, was ihnen besondere Aufmerksamkeit beschert. Zudem bleibt der Handelskonflikt zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften im Blick, denn China bekräftigte seine Absicht, den Handelsstreit mit den USA bis zum Ende ausfechten zu wollen, auch wenn die Tür für Verhandlungen offen bleibe.

Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte knapp eine Stunde vor dem Xetra-Handel einen 0,6 Prozent tieferen Start bei 24.241 Punkten. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 wird ebenfalls mit moderaten Verlusten erwartet.

Seit der Talfahrt am Freitag befinde sich der Dax wieder im Seitwärtstrend, erklärt Analyst Martin Utschneider von Robomarkets die Situation für den deutschen Leitindex aus charttechnischer Sicht. Bislang sei daher "nichts Dramatisches passiert", denn auf seiner Talfahrt am Freitag sei der Dax nicht unter 24.162 Punkte gefallen. Dies ist das Niveau, von dem aus dem Börsenbarometer zum Start in den Monat Oktober der Sprung nach oben bis auf das Rekordhoch von 24.771 Punkte gelungen war. Solange sich daran nichts ändere, bleibe der Weg nach oben, auch über die bisherige Bestmarke hinaus, offen, so Utschneider.

Am frühen Nachmittag geben dann JPMorgan und Wells Fargo und dann Goldman Sachs und die Citigroup ihre Zahlen zum dritten Quartal bekannt.

Unter den Einzelwerten hierzulande dürften Continental wegen der überraschend heftigen Gewinnwarnung des Konkurrenten Michelin unter Druck geraten. Auf Tradegate büßten sie vorbörslich im Vergleich zum Xetra-Schluss zwei Prozent ein.

Bewegen dürften auch die Abstufungen von BASF und der Hannover Rück. Beide Werte gaben vorbörslich auf Tradegate nach. So hat die kanadische Bank RBC Hannover Rück nach einem Analystenwechsel von "Outperform" auf "Sector Perform" abgestuft. Ben Cohen sieht Positives in der Aktie des Rückversicherers bereits ausreichend reflektiert, etwa den umfangreichen Rückstellungsbestand im Bereich Schaden und Unfall oder ein stärkeres Wachstum in diesem Geschäftsfeld.

Die Privatbank Berenberg stufte BASF von "Hold" auf "Sell" ab. Der Chemiekonzern befinde sich in der unglücklichen Lage, dass das gute Portfoliomanagement aufgrund ungünstiger konjunktureller Rahmenbedingungen kaum Wirkung zeige, um den Aktienkurs anzukurbeln, begründete Analyst Sebastian Bray seine Verkaufsempfehlung.

Zum SDax teilte die Deutsche-Börse-Tochter ISS Stoxx am Vorabend mit, dass die Ceconomy -Aktie am 15. Oktober nach dem Handelsschluss aus dem SDax herausgenommen wird. Vom 16. Oktober an wird die Aktie des Spezialpharmaunternehmen Medios ihren Platz einnehmen. Grund ist, dass der frei an der Börse handelbare Aktienanteil des sich in der Übernahme befindlichen Mutterkonzerns von Mediamarkt-Saturn unter zehn Prozent gefallen ist./ck/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem neuerlichen Zollschock kurz vor dem Wochenende dürfte der Dax am Montag einen Erholungsversuch starten. Im Anschluss an eine erneute Eskalation im Handelskonflikt zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften schlug US-Präsident Donald Trump wieder versöhnlichere Töne an. Zudem hat Frankreich eine neue Regierung, auch wenn die politische Krise im Nachbarland damit weiterhin nicht gelöst ist.

Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte diesen am Montag knapp eine Stunde vor dem Xetra-Handel 0,6 Prozent höher bei 24.392 Punkten. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte sich zum Handelsstart ebenfalls erholen.

Am Donnerstag noch hatte sich der Dax, nicht zuletzt beflügelt von Zinssenkungsfantasien und fortgesetzter KI-Begeisterung, mit einem Rekordhoch von 24.771 Zählern der 25.000-Punkte-Marke weiter genähert, seine Gewinne dann aber wieder abgegeben. Am Freitag folgte eine Talfahrt um anderthalb Prozent, nachdem Trump sein geplantes Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping in Südkorea infrage gestellt und China mit weiteren drastischen Zöllen gedroht hatte. Innerhalb nur weniger Minuten war das deutsche Börsenbarometer daraufhin um mehrere hundert Punkte abgesackt.

Auf der Plattform Truth Social versuchte Trump am Wochenende die Wogen dann zu glätten: "Machen Sie sich keine Sorgen um China, alles wird gut", schrieb er. Weder Xi noch er wollten China in eine "Depression" stürzen. Vielmehr wollten die "USA China helfen, nicht schaden".

Wie Trump zu dieser Einschätzung gelangte, blieb zunächst unklar. Marktexperte Stephen Innes von SPI Asset Management warnte denn auch trotz der sich abzeichnenden Erholung an den europäischen Börsen: "Das ist keine Entspannung, sondern Verhandlungstheater", und sprach von einem Schachspiel, bei dem jeder Zug ebenso für die Kamera wie für das Brett gemacht werde.

Mit Blick auf Frankreich hat Sebastien Lecornu nach seiner erneuten Ernennung zum Premierminister am Sonntagabend eine neue Regierung gebildet. Gleich in den ersten Tagen muss sich das Kabinett allerdings mit dem Haushalt für das hoch verschuldete Land befassen. Obendrein droht noch ein Misstrauensvotum der Opposition.

Vorbörslich nach oben ging es unterdessen bereits mit den Papieren des Sportwagenbauers Porsche , die auf Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss am Freitag um gut ein Prozent stiegen. Der schwäbische Autokonzern führte mit dem Betriebsrat erste Gespräche über eine Verschärfung seines Sparkurses. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) dürfte neben weiteren Stellenstreichungen auch die Beschäftigungssicherung zur Debatte stehen. Sie gilt bis Ende Juli 2030.

Für Suss Microtec ging es auf Tradegate zugleich um knapp drei Prozent nach oben. Die Papiere des Zulieferers für die Halbleiterindustrie profitieren laut einem Händler von einer Hochstufung auf "Outperform" durch die Bank Oddo BHF./ck/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Rekordhoch vom Vortag könnte sich der Dax vor dem Wochenende zu einer neuerlichen Höchstmarke aufschwingen. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte diesen am Freitag knapp eine Stunde vor dem Xetra-Handel 0,2 Prozent höher bei 24.665 Zählern. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte leicht zulegen.

Am Vortag hatte sich der Dax mit dem historischen Hoch von 24.771 Zählern der runden Marke von 25.000 Punkten genähert, hatte die Gewinne anschließend aber fast komplett wieder abgegeben. Nach Einschätzung der Helaba wurde mit dem Rekordhoch des Börsenbarometers ein Kaufsignal ausgelöst. "Zudem mehren sich Hoffnungen auf eine Jahresendrally".

Unter den Einzelwerten könnten Rheinmetall einen Blick wert sein. Laut "Handelsblatt" will die Bundesregierung über 600 Skyranger im Wert von mehr als neun Milliarden Euro zur Drohnenabwehr bestellen. Rheinmetall-Aktien legten im vorbörslichen Handel auf Tradegate leicht zu.

Aktien des Chemikalienhändlers Brenntag büßten vorbörslich 3 Prozent ein, nachdem die Bank UBS zum Verkauf der Aktien geraten hatte.

Bei den Nebenwerten brachen die Papiere von Energiekontor vorbörslich um 11 Prozent ein. Der Wind- und Solarparkentwickler hat die Geschäftsziele wegen Schwierigkeiten in Deutschland und Großbritannien deutlich gesenkt./bek/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den Kursgewinnen am Vortag könnte sich der Dax am Donnerstag zu einem Rekordhoch aufschwingen. Im vorbörslichen Handel legte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex in der Spitze auf 24.662 Zähler zu. Im Xetra-Handel wäre das eine Höchstmarke für den Dax. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte zum Start ebenfalls leicht zulegen.

Rückenwind erhält der Dax laut der Landesbank Helaba von der Wall Street, wo der marktbreite S&P 500 und der technologielastige Nasdaq 100 am Vorabend weitere Rekorde aufgestellt hatten. Auch beim Dax sei es "nur eine Frage der Zeit, wann das bisherige Rekordhoch, das im Juli bei 24.639 Punkten markiert wurde, überwunden wird".

Charttechnik-Experte Martin Utschneider vom Broker RoboMarkets sieht im Falle des Erreichens und Überschreitens der bisherigen Bestmarke für den Dax Luft nach oben bis über 25.400 Punkte. Erwartete Zinssenkungen in den USA sowie ein sich abzeichnender Ausweg aus der politischen Krise in Frankreich stützen den Markt ebenso wie die Euphorie im US-Technologiesektor.

Im vorbörslichen Handel auf Tradegate sackten die Aktien von Gerresheimer um 8 Prozent ab. Der Hersteller von Verpackungen für die Pharmaindustrie kappte die Jahresziele nach einem schwachen dritten Quartal.

Die Papiere von Hellofresh verteuerten sich um 5 Prozent. Die Bank UBS prognostizierte mit Blick auf die Umsätze des Kochboxenversenders eine Wende zum Besseren und riet daher zum Kauf der Aktien.

Kontron -Papiere könnten zudem nach einer Empfehlung durch das Bankhaus Metzler einen Blick wert sein./bek/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Stagnation auf hohem Niveau am deutschen Aktienmarkt dürfte sich zur Wochenmitte fortsetzen. Der Dax wird ohne größere Impulse nur wenig verändert zum Vortagesschluss erwartet. So signalisierte eine Stunde vor Handelsbeginn der X-Dax für den deutschen Leitindex ein knappes Plus auf 24.400 Punkte. Das Eurozonen-Leitbarometer EuroStoxx 50 wird ebenfalls kaum verändert erwartet.

Schon seit einigen Tagen bewegt sich der Dax in einer engen Handelsspanne zwischen etwa 24.250 und 24.500 Punkten. Möglicherweise sorgt das am Abend anstehende Protokoll der vergangenen US-Notenbanksitzung für Bewegung, dann am deutschen Markt aber erst am Donnerstag. "Der Markt preist eine weitere US-Zinssenkung Ende Oktober weiterhin fest ein", schrieb Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades. Das Protokoll könne "entscheidende Indizien für diesen Schritt liefern".

Der Autobauer BMW senkte seine Prognose für das laufende Jahr. Anleger reagierten enttäuscht, der Kurs sank auf Tradegate vorbörslich um 3,4 Prozent zum Xetra-Schluss. Auch Mercedes-Benz waren mit minus 2 Prozent sehr schwach.

Bei Aurubis nahmen die Anleger nach dem hohen Kurszuwachs am Vortag und dem nun präsentierten mittelfristigen Ausblick des Kupferkonzerns Gewinne mit. Die Marktprognosen lägen bereits am oberen Ende der Unternehmensprognose für das Geschäftsjahr 2025/26, sagte ein Händler. Die Aurubis-Papiere gaben auf Tradegate um 2,9 Prozent nach im Vergleich mit dem Xetra-Schluss.

Sartorius rutschten auf Tradegate um 2,4 Prozent ab. Es belastet eine Abstufung durch die Berenberg Bank von "Buy" auf "Hold". Die Konsensschätzungen und die Bewertung ließen kaum Spielraum für negative Überraschungen, schrieb Analyst Harry Gillis. Der Labor- und Pharmazulieferer habe angesichts seiner Verschuldung nur begrenzte Möglichkeiten für Zukäufe, die in der Vergangenheit wichtig für das langfristige Wachstum gewesen seien.

RWE wurden nach einer Hochstufung durch Exane BNP auf Tradegate etwas höher gehandelt zum Xetra-Schluss. Das Plus für die Aktien des Energieversorgers belief sich auf 0,6 Prozent./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Stagnation zum Wochenauftakt sind am Dienstag am deutschen Aktienmarkt leichte Kursgewinne zu erwarten. Gute Vorgaben gibt es von den asiatisch-pazifischen Märkten, wo etwa der Tokioter Leitindex Nikkei ein weiteres Rekordhoch erreichte.

Für den deutschen Leitindex Dax signalisierte der X-Dax eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,1 Prozent auf 24.410 Punkte. Das Eurozonen-Leitbarometer EuroStoxx 50 wird indes etwas schwächer erwartet.

Der Dax verbleibt zunächst unter der Marke von 24.500 Zählern. Bei einem Ausbruch nach oben winkt das bisherige Rekordhoch vom Juli bei 24.639 Punkten. Der technische Ausblick sei weiter konstruktiv, hieß es von der Landesbank Helaba. Gleichwohl behalten die Anleger die angespannten politische Situation im hochverschuldeten Nachbarland Frankreich genau im Blick.

Rheinmetall erholten sich nach ihrem schwachen Wochenauftakt vorbörslich auf Tradegate um 1 Prozent zum Xetra-Schluss. Analyst David Perry von JPMorgan glaubt, dass das dritte Jahresviertel für den Rüstungskonzern mit Blick auf die wesentlichen Kennziffern Auftragseingang, Umsatz, operatives Ergebnis (Ebita) und freier Barmittelzufluss wohl mau verlaufen ist. Kursschwächen böten aber eine attraktive Einstiegsgelegenheit. Denn im Schlussquartal dürfte Rheinmetall wieder sehr stark abschneiden.

Nach dem prozentual zweistelligen Kursanstieg am Vortag dürfte es für die Papiere der Online-Apotheke Redcare Pharmacy nochmals nach oben gehen. Im Zuge einer positiven Einschätzung von Barclays verteuerten sie sich im vorbörslichen Tradegate-Handel um 2,9 Prozent zum Xetra-Schluss./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist nach seiner starken Vorwoche wenig verändert in den Montag gestartet. Kurz nach der Xetra-Eröffnung notierte der deutsche Leitindex knapp im Plus bei 24.366 Punkten. Bereits am Freitag hatte sich im Feiertagshandel unter dem Strich nur wenig getan.

In den Oktober war der Dax nach dem lethargischen September mustergültig gestartet. Nicht wenige hoffen, dass er damit vielleicht die Basis für eine Jahresendrally legt.

Positive Handelsvorgaben aus Japan seien an deutschen Standardtiteln zum Wochenstart abgeprallt, kommentierte Finanzmarktexperte Andreas Lipkow. Der vorläufige Wegfall der offiziellen US-Konjunkturdaten durch den Shutdown in den USA sorge für etwas Unruhe. "Die Investoren fahren derzeit auf Sicht und agieren dadurch wesentlich risikoaverser."

Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Unternehmen stieg am Montag um 0,36 Prozent auf 31.048 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um rund 0,2 Prozent nach./ajx/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Möglicherweise gelingt dem Dax am Tag der Deutschen Einheit ein Rekord. Eine Stunde vor Handelsbeginn am Freitag signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,3 Prozent auf 24.495 Punkte. Damit attackiert das Börsenbarometer zunächst erneut seine Charthürde an der Marke von 24.500 Punkten, an der er tags zuvor wieder abgedreht war. Das Rekordhoch vom Juli bei 24.639 Punkten liegt jedoch in Reichweite.

In den Vereinigten Staaten hatten der S&P 500 und die Nasdaq-Indizes am Donnerstag weitere Bestmarken erreicht, auch wenn der Shutdown der Regierung anhält. Eine Folge dieses teilweisen Stillstands der Regierungsgeschäfte seit Anfang Oktober ist auch, dass der für diesen Freitag angesetzte Arbeitsmarktbericht für September wohl ausbleiben wird. Bis zu einer politischen Einigung auf einen Übergangshaushalt werden nämlich auch keine Daten von Regierungsbehörden veröffentlicht.

Sollte sich der Shutdown über mehrere Tage hinziehen, dürfte es zu einigen Auswirkungen auf den Markt kommen, schrieb Volkswirt Mohit Kumar vom Analysehaus Jefferies. Die US-Regierung würde die Kürzung von Finanzmitteln für demokratisch regierte Bundesstaaten und die Entlassung von Bundesangestellten als Druckmittel einsetzen. Die Demokraten wiederum würden die Regierung von Donald Trump für den Ausfall von Gesundheitsleistungen verantwortlich machen. Eine negative Reaktion des Marktes könnte Trump zum Einlenken bewegen.

Die jüngste Rally der Börsen dies- und jenseits des Atlantiks basiert indes maßgeblich auf der Hoffnung auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik in den USA, um den Arbeitsmarkt in der größten Volkswirtschaft der Welt zu stützen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird in dieser Gemengelage 0,3 Prozent höher erwartet.

Unter den Einzelwerten hierzulande dürften die Aktien von Nemetschek von einer Kaufempfehlung der Privatbank Berenberg profitieren. Analyst Nay Soe Naing wird optimistisch für die Anbieter von Bausoftware. Künstliche Intelligenz sei ihr "Freund, kein Gegner". Das deutsche Milliardenprogramm biete enormes Potenzial für die Branche - wenn auch eher langfristig. Die Papiere von Nemetschek notieren bereits im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate 2,7 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Donnerstag./la/nas



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem Befreiungsschlag zur Wochenmitte zeichnen sich für den Dax am Donnerstag weitere Gewinne ab. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,7 Prozent auf 24.274 Punkte.

Damit nimmt der Dax weiter Kurs auf sein Rekordhoch vom Juli bei 24.639 Punkten. Zuvor gilt es allerdings noch, die Charthürde um die Marke von 24.500 Punkten zu überwinden. Der EuroStoxx 50 wird 0,6 Prozent höher erwartet.

In den USA haben die Anleger dem Regierungsstillstand mit neuen Rekorden im S&P 500 und Nasdaq 100 getrotzt. Die Regierungsgeschäfte stehen hier seit Mittwoch teilweise still, weil bisher keine Einigung auf einen Übergangshaushalt erzielt werden konnte.

Die Situation ist allerdings für Investoren und Börsianer nicht unbekannt. Seit den 1970er-Jahren sei es in den USA bereits 21-mal zu einem sogenannten Shutdown gekommen, und im Schnitt sei er nach acht Tagen wieder beendet gewesen, ermittelte das Handelshaus CMC Markets.

Unter den Einzelwerten hierzulande richten sich die Blicke unter anderem auf Grenke . Bei dem Leasingspezialisten habe sich das Wachstum im Neugeschäft abgeschwächt, hieß es aus dem Handel. Die Aktien notierten gut drei Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch.

Papiere von Formycon sprangen auf Tradegate um gut fünf Prozent an. Der Pharmahersteller sicherte sich den Vermarktungsstart für das Aflibercept-Biosimilar FYB203 in den USA.

Der Reifen- und Kunststofftechnikkonzern Continental geht für das abgelaufene dritte Quartal von einem Abschneiden im Rahmen der eigenen Prognose aus. Im wichtigen Reifengeschäft sollte sich der Umsatz auf dem Vorjahresniveau bewegen und die operative Marge komfortabel in der Bandbreite des Jahresausblicks, hieß es in einer vom Konzern veröffentlichten Unterlage für ein Briefing von Analysten. Wegen der im September erfolgten Abspaltung des Autozulieferergeschäfts namens Aumovio dürften den Konzern im dritten Quartal Sonderbelastungen im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich treffen, hieß es weiter. Auf Tragegate legten die Anteilsscheine von Continental um gut ein Prozent zu./la/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte mit einem geringfügigen Minus in den Oktober starten. Die Anleger reagieren offenbar recht gelassen darauf, dass in den USA keine politische Einigung auf einen Übergangshaushalt in letzter Minute gelang, um den sogenannten "Shutdown" noch zu verhindern. Nun stehen die Regierungsgeschäfte in den USA teilweise still.

Eine Stunde vor Handelsbeginn am Mittwoch signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,1 Prozent auf 23.853 Punkte. Das Börsenbarometer hat sich im abgelaufenen September per saldo kaum von der Stelle bewegt. Zum Start in den saisonal üblicherweise stärkeren Oktober bleibt er in Sichtweite seines Rekords vom Juli bei 24.639 Punkten.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeichnet sich ein geringfügiges Plus ab. An den Börsen gehe man davon aus, dass sich die konjunkturellen Konsequenzen in Grenzen halten und sich über kurz oder lang Republikaner und Demokraten einigen werden, schrieb Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.

Allerdings könnten dieses Mal die wirtschaftlichen Folgen größer sein, mahnte der Experte: "US-Präsident Donald Trump droht damit, den 'Shutdown' nutzen zu wollen, um die Mitarbeiterzahl in den Verwaltungen dauerhaft zu reduzieren." Es bestehe auch die Gefahr, dass dieser wegen der verhärteten Fronten zwischen Republikanern und Demokraten länger dauert.

Hierzulande stehen die Aktien der Sportartikelhersteller Adidas und Puma im Blick, nachdem der US-Wettbewerber Nike mit seinen Zahlen zum ersten Geschäftsquartal positiv überrascht hatte. Die Papiere der deutschen Hersteller notierten auf der Handelsplattform Tradegate rund ein Prozent über den jeweiligen Xetra-Schlusskursen.

Die Anteilsscheine der Beteiligungsgesellschaft Mutares stiegen auf Tradegate um gut ein Prozent. Das zum Portfolio gehörende Unternehmen Magirus erwirbt die im Verteidigungsbereich aktive Achleitner Fahrzeugbau GmbH./la/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Tag vor einem möglichen "Shutdown" in den USA haben sich Aktienanleger in Deutschland vorsichtig optimistisch gezeigt. Nach einem wechselhaften Handelsverlauf schloss der Dax am Dienstag 0,57 Prozent fester mit 23.880,72 Punkten.

Sowohl im September als auch im dritten Quartal trat der deutsche Leitindex damit zwar fast auf der Stelle. Im bisherigen Jahresverlauf steht er aber 20 Prozent im Plus. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann am Dienstag 0,50 Prozent auf 30.267,49 Punkte.

In Europa legten die Kurse ebenfalls zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verabschiedete sich 0,4 Prozent höher. In London und mehr noch in Zürich ging es ebenfalls bergauf. Am US-Aktienmarkt standen die wichtigsten Indizes zum europäischen Handelsende hingegen moderat in der Verlustzone.

Wegen des möglichen Arbeitsstillstands der US-Regierungsbehörden "bereiten sich die Märkte auf eine mögliche Verzögerung wichtiger Wirtschaftsdaten vor, darunter auch der am Freitag erwartete Arbeitsmarktbericht", schrieb Blerina Uruci, US-Chefvolkswirtin beim Finanzdienstleister T. Rowe Price. Komme es zum Shutdown, könnte die datenabhängige US-Notenbank Fed gezwungen sein, ihre Geldpolitik auf weniger umfassende Arbeitsmarkt-Indikatoren wie den Monatsbericht des Dienstleister ADP für die Privatwirtschaft sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zu stützen./gl/he



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften es nach der Vortageserholung am Freitag zunächst ruhig angehen lassen. Preisdaten aus Deutschland zeigten nur wenig Einfluss auf die vorbörslichen Notierungen. So sind die Erzeugerpreise im August etwas stärker als erwartet gesunken.

Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax ein Plus von 0,1 Prozent auf 23.698 Punkte. Damit deutet sich für den Leitindex eine ausgeglichene Wochenbilanz an. Der EuroStoxx 50 wird am Freitag kaum verändert erwartet.

Allerdings könnte im Tagesverlauf wegen des Verfalls an den Terminbörsen noch einmal Bewegung in die Märkte kommen. "Der September-Verfall zählt zu den großen vier Verfallterminen des Jahres", betonte der Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Zu diesen Terminen können Aktienkurse und auch Indizes ohne wesentliche Nachrichten spürbar schwanken, während die Fristen der Anleger zur Verwirklichung von Derivategeschäften ablaufen.

Am Nachmittag könnten sich die Blicke wieder nach New York richten, wo sämtliche wichtigen Börsenbarometer am Vortag Rekordhöhen erklommen hatten. Hierzulande könnte der Fokus unternehmensseitig auf einem eingetrübten Ausblick des Werbevermarkters Ströer und einem Sparprogramm des Autozulieferers Stabilus liegen, das an dessen Gewinn zehrt.

Der Werbevermarkter Ströer senkte seine Jahresziele für den Umsatz und das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda). Das Unternehmen begründete dies mit anhaltenden geopolitischen und konjunkturellen Unsicherheiten. Die Aktie verlor auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt knapp 6 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss.

Der Autozulieferer Stabilus setzt zur Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit ein Sparprogramm auf. Dafür werden im laufenden Jahr Rückstellungen fällig, die das Ergebnis belasten. Der Konzerngewinn im Geschäftsjahr 2024/25 dürfte daher bei 25 Millionen Euro liegen, verglichen mit der durchschnittlichen Analystenschätzung von 47 Millionen. Die Aktie sackte auf Tradegate um 8 Prozent ab.

Scout24 übernimmt die spanischen Online-Immobilienplattformen Fotocasa und Habitaclia. Der Unternehmenswert der Transaktion liegt bei 153 Millionen Euro. Für die Scout24-Papiere ging es auf Tradegate zuletzt um 1,3 Prozent abwärts./edh/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax steuert am Donnerstag auf eine weitere Stabilisierung zu. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator einen Anstieg um 0,3 Prozent auf 23.433 Punkte. Damit würde der deutsche Leitindex an sein moderates Vortagsplus anknüpfen. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 hatte am Mittwoch knapp in der Verlustzone geschlossen und wird nun 0,2 Prozent fester erwartet.

Am Vorabend hatte die US-Notenbank Fed erstmals im laufenden Jahr die Zinsen gesenkt. Damit wirken die Anleger zunächst zufrieden. "Beim Dax kommen die ersten Schnäppchenjäger auf's Parkett", kommentierte Marktbeobachter Thomas Altmann vom Frankfurter Vermögensverwalter QC Partners. Offensichtlich hätten einige Anleger den Bereich um 23.300 Punkte als ihre Kaufschwelle ausgemacht. Nach dem Kursrutsch am Dienstag hatte sich der Dax dort letztlich gefangen. Auch am Mittwoch hielt die Unterstützung in diesem Bereich.

Nach der erwartungsgemäßen Leitzinssenkung um 0,25 Prozentpunkte stellte die Fed weitere Zinssenkungen in Aussicht - bis zu zwei Zinsschritte nach unten seien 2025 möglich. "Es ist davon auszugehen, dass auf jeder der noch verbleibenden zwei Sitzungen der Leitzins um 25 Basispunkte reduziert wird", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank. 2026 könnte nach Fed-Angaben dann noch eine weitere Senkung erfolgen. Laut ING-Experte James Knightley ist der Markt aber von den Fed-Prognosen einer "sanften Landung" der US-Wirtschaft nicht überzeugt und geht derzeit perspektivisch von mehr Zinssenkungen aus.

Am deutschen Aktienmarkt steht am Donnerstag die Abspaltung der Autozuliefersparte Aumovio von Continental im Fokus. Daher wird der Dax ausnahmsweise kurzzeitig 41 statt 40 Titel enthalten. Diese Anpassung soll die Abbildbarkeit des Index für Anleger gewährleisten. Zum Handelsschluss wird der neue Einzelwert dann wieder aus dem Dax genommen. Den Aktionären von Continental wurden die neuen Papiere automatisch in ihre Depots gebucht. Für jeweils zwei Continental-Aktien erhalten sie eine Aktie von Aumovio. Der Aktienkurs von Continental, bei dem sich rein rechnerisch ein deutlicher Abschlag abzeichnet, muss zur Vergleichbarkeit um die Abspaltung bereinigt werden. Zuletzt hatte die Marktkapitalisierung des Gesamtkonzerns 14,6 Milliarden Euro betragen.

Neben Continental und Aumovio könnte DWS einen Blick wert sein. Die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank bereitet einem Bericht der "Financial Times" zufolge den Verkauf des Rechenzentrumsgeschäfts NorthC vor.

Verve steht mit einem weiteren Zukauf im Fokus. Die unlängst in den Nebenwerte-Index SDax aufgenommene Softwareplattform will das Londoner Unternehmen Captify Technologies übernehmen, eine auf Künstliche Intelligenz basierte Suchmaschinenplattform. Verve ist auf die Werbetechnologiebranche spezialisiert und zahlt dafür insgesamt 25,6 Millionen Euro.

Beim Chemiekonzern BASF sorgte eine Abstufung der Bank of America für etwas Druck auf den Kurs./gl/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax steuert nach seinem gestrigen Kursrutsch am Mittwoch auf eine Stabilisierung zu. Vor dem wichtigen US-Zinsentscheid am Abend bleiben die Anleger aber vorsichtig. Eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,2 Prozent auf 23.384 Punkte. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird ebenfalls moderat im Plus erwartet.

Am Dienstag war der Dax aus seiner bisherigen September-Spanne nach unten herausgerutscht auf den niedrigsten Stand seit Juni. Damit hatte er weiter Anschluss an die US-Börsen verloren, die anschließend nur leicht im Minus aus dem Handel gegangen waren. Im bisherigen Jahresverlauf liegt das wichtigste deutsche Aktienbarometer aber immer noch vor den großen US-Indizes.

An den Finanzmärkten gilt es als ausgemacht, dass die US-Notenbank Fed erstmals im laufenden Jahr die Zinsen senken wird. Geht es nach den Experten der Commerzbank, stehen vor allem die Aussagen zum Tempo künftiger Lockerungen im Mittelpunkt. Die Währungshüter stünden vor der Herausforderung, ihrem doppelten Mandat nachzukommen, nämlich maximale Beschäftigung zu erreichen und Preisstabilität zu gewährleisten.

Eine überwiegende Mehrheit rechnet mit einer moderaten US-Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte. Ein großer Zinsschritt von 0,5 Prozentpunkten hatte zuletzt zwar auch zur Debatte gestanden. "Mit den gestrigen Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsätzen ist eine kräftige Senkung der Leitzinsen aber noch unwahrscheinlicher geworden", hieß es aber am Morgen von der NordLB.

Am deutschen Aktienmarkt zeichnen sich für Beiersdorf weitere Kursverluste ab. Ein Aktionär hat rund fünf Millionen Aktien des Konsumgüterkonzerns zum Verkauf angeboten, wie aus Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Dienstagabend hervorgeht. Die fünf Millionen Anteile entsprechen rund zwei Prozent des Grundkapitals. Zuvor hatte bereits eine gestrichene Kaufempfehlung des Analysehauses Jefferies die Papiere des Dax-Konzerns belastet.

Ein Analystenkommentar droht am Mittwochmorgen Wacker Chemie zu belasten. Die US-Bank Morgan Stanley stufte die Titel des Chemiekonzerns gleich doppelt ab und spricht nun ein "Underweight"-Votum aus.

Dagegen zeichnen sich bei Formycon klare Kursgewinne ab. Der Biosimilar-Hersteller berichtete, Horus Pharma als Zweitvermarktungspartner für sein Eylea-Biosimilar FYB203 gewonnen zu haben. Damit winkten Formycon weitere Lizenzahlungen, sagten Händler./gl



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem festeren Wochenauftakt dürfte es am deutschen Aktienmarkt am Dienstag zur Eröffnung eher wieder schwerfällig zugehen. Eine Stunde vor dem Börsenstart signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,1 Prozent auf 23.778 Punkte. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird 0,2 Prozent höher erwartet.

Im Fokus steht die am Dienstag beginnende und am Mittwoch mit der Zinsentscheidung endende US-Notenbanksitzung. Dafür könnte es am Dienstag mit den Einzelhandelsdaten aus den USA noch einmal letzte konjunkturelle Impulse geben, die für den geldpolitischen Spielraum von Bedeutung sind. Anleger gehen fest davon aus, dass die Fed erstmals in diesem Jahr ihren Leitzins senken wird. Einige halten sogar einen großen Zinsschritt um 0,5 Prozentpunkte für möglich.

"Die Notenbank bringt den Ball ins Rollen - doch wie schnell er an Fahrt gewinnt, entscheiden Inflation und Konjunktur", bemerkte Marktanalyst Maximilian Wienke von eToro. Entscheidend sei aber nicht die September-Sitzung selbst, sondern die Signale für die Zeit danach. Auf Notenbankchef Jerome Powell laste enormer Druck, auch wegen eines Machtkampfs mit US-Präsident Donald Trump. Im Streit um die Entlassung der Fed-Vorständin Lisa Cook hat Trump in der Nacht auf Dienstag vor Gericht einen weiteren Rückschlag erlitten.

Auch aus Unternehmenssicht dürfte es ruhig zugehen, denn fundamentale Nachrichten sind am Dienstag bislang Mangelware. Einen Blick wert sein könnten die Aktien von Rheinmetall , die vorbörslich auf ein weiteres Rekordhoch zusteuern.

Die Papiere von Beiersdorf könnten unter einer gestrichenen Kaufempfehlung des Analysehauses Jefferies leiden. Die Marke Nivea kämpfe mit dem für die Aktie des Konsumgüterherstellers wichtigen Wachstum, begründete David Hayes seine am Dienstag vorliegende Neubewertung der Aktie. Zudem erschienen die Hoffnungen auf Innovationen im laufenden Halbjahr zu optimistisch./edh/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Für den Dax zeichnen sich am Montag Gewinne ab. Mangels klarer Impulse von den Märkten in Übersee dürfte sich die Kaufbereitschaft aber in Grenzen halten. Auch wichtige Konjunkturdaten sind zu Wochenbeginn noch Fehlanzeige.

Eine Stunde vor dem Börsenstart signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,3 Prozent auf 23.772 Punkte. Damit würde er etwa in der Mitte seiner September-Spanne bleiben, die bislang von knapp unter 23.500 bis knapp über die 24.000-Punkte-Marke reicht. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird ähnlich moderat höher erwartet. Die vergangene Woche hatten beide Indizes kaum bewegt beendet.

Die Commerzbank sieht die Aktienmärkte nun aber vor einer entscheidenden Woche. Zunächst stehe am Dienstag der US-Einzelhandelsumsatz im Fokus, bevor sich die Augen auf die US-Zinsentscheidung am Mittwochabend richteten. Anleger gehen fest davon aus, dass die Fed ihren Leitzins senken wird. Einige halten sogar einen großen Zinsschritt um 0,5 Prozentpunkte für möglich.

Laut dem Charttechnik-Experten Christoph Geyer hält sich der Dax für den schwierigen Monat bislang recht gut, denn immerhin fänden im September die meisten Kursrückgänge und Crashs statt. "Diese bislang stabile Haltung schützt aber nicht davor, dass es noch einmal ungemütlich werden kann, bevor dann im Oktober die Jahresschlussrallye startet", schrieb Geyer in einem Marktkommentar.

Unternehmensseitig dürften die Aktien von Rheinmetall am Montag einen Blick wert sein. Der Rüstungskonzern einigte sich mit der Bremer Werftengruppe Lürssen auf einen Kauf von deren Militärsparte NVL. Mit dem Erwerb des Schiffbauers möchte sich Rheinmetall breiter aufstellen und den Marine-Bereich als zusätzliches Geschäftsfeld erschließen. Eine Überraschung ist die Transaktion allerdings nicht mehr, nachdem schon seit längerem darüber spekuliert worden war. Da beide Seiten Stillschweigen zum Kaufpreis vereinbart haben, sind die finanziellen Auswirkungen des Deals für Rheinmetall Händlern zufolge auch schwer einzuschätzen.

Medienberichte, wonach der Flugzeugbauer Airbus noch 2025 eine Vereinbarung für eine europäische Satelliten-Allianz mit den Rüstungskonzernen Leonardo und Thales erreichen könnte, nannten Börsianer derweil eine Wiederholung früherer Meldungen. Zudem hob die kanadische Bank RBC das Kursziel für Airbus nach Gesprächen mit dem Management von 200 auf 220 Euro an und liegt nun damit etwas über dem aktuellen Kurs./gl/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Gestützt von neuen Rekorden der US-Leitindizes wird der deutsche Aktienmarkt am Freitag zur Eröffnung gut behauptet erwartet. Frische Inflationsdaten aus Deutschland fielen wie erwartet aus und dürften nur wenig Impulse geben. Die Verbraucherpreise stiegen im August um 2,2 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat.

Der X-Dax signalisierte für den Dax rund eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,2 Prozent auf 23.740 Punkte. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird zum Auftakt mit einem leicht positiven Unterton erwartet.

Auf Wochensicht hat sich der Dax bislang um 0,4 Prozent von seinem schwachen Monatsstart nach oben abgesetzt. Er war dabei um seine 100-Tage-Durchschnitts-Linie gependelt. Dieser Gradmesser für den längerfristigen Trend sorgt nun im Bereich über 23.800 Punkten für Widerstand.

Die weiter bestehende Aussicht auf Leitzinssenkungen hatte sowohl den Dow Jones Industrial als auch den marktbreiten S&P 500 und den technologielastigen Nasdaq 100 am Donnerstag auf neue Höchststände getrieben. Inzwischen scheint sogar ein großer Zinsschritt der US-Notenbank um 0,5 Prozentpunkte möglich. Jedenfalls gilt es als ausgemacht, dass die US-Notenbank Fed in der kommenden Woche ihre Zinsen senkt, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Aus Unternehmenssicht dürfte es nachrichtlich ein ruhiger Wochenausklang werden. Einen Blick wert sein könnten die Aktien von Hannover Rück , die im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate um knapp 2 Prozent zulegten. Zuvor hatte die Großbank UBS die Papiere des Rückversicherers aufgrund der seit längerem unterdurchschnittlichen Kursentwicklung von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft. Die Aktie sei sowohl 2024 als auch seit Anfang 2025 anderen Branchentiteln hinterhergehinkt und nun entsprechend günstig zu haben, schrieb Analyst Will Hardcastle./edh/men



FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hängepartie am deutschen Aktienmarkt dürfte sich auch am Donnerstag fortsetzen. Für den Leitindex Dax werden zum Auftakt moderate Verluste erwartet. Damit verbleibt das Börsenbarometer in der jüngsten Handelsspanne zwischen etwa 23.500 und 23.900 Zählern. Der X-Dax signalisierte für den Dax rund eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 0,2 Prozent auf 23.587 Punkte. Auch der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte zum Auftakt moderat nachgeben.

Impulse für einen Ausbruch des Dax aus der jüngsten Lethargie könnte es am frühen Nachmittag geben. Dann entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) über die Leitzinsen und in den USA stehen Verbraucherpreise auf der Agenda. Eine Zinsänderung wird von der Euro-Notenbank nicht erwartet. Die Anleger schauen vor allem auf die nach vorn gerichteten Aussagen der Präsidentin Christine Lagarde.

Im vorbörslichen Handel auf Tradegate tat sich wenig. Die Aktien von Heidelberg Materials stiegen um 0,6 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss am Vortag. Die Bank JPMorgan bekräftigte die Aktien als Favorit in der Baubranche. In der zweiten Reihe gaben Aurubis um 0,6 Prozent nach. Die Baader Bank senkte die Papiere des Hamburger Kupferproduzenten von "Buy" auf "Add"./bek/zb



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax bleibt auf Schaukelkurs: Nach dem schwächeren Vortag dürfte es zur Wochenmitte wieder aufwärts gehen. Für gute Stimmung sorgen am Mittwoch starke Geschäftszahlen des Software-Konzerns Oracle vom Vorabend. Der X-Dax signalisierte für den Dax rund eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,5 Prozent auf 23.846 Punkte. Auch der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte zum Auftakt zulegen.

Die Aktien von Oracle schossen am Dienstag im nachbörslichen Handel um über 30 Prozent nach oben auf ein Rekordhoch von deutlich über 300 US-Dollar. Die Lieferzusagen des Unternehmens an Kunden seien auf Quartalssicht um über 300 Milliarden Dollar gestiegen, lobte Analyst Brent Thill von der Bank Jefferies. Das schüre erneut Fantasie rund um Künstliche Intelligenz. Die Aktien des Software-Riesen SAP legten im vorbörslichen Handel auf Tradegate um 2,5 Prozent zu.

Daneben dürften vor allem Kommentare von Analysten die Kurse bewegen. BASF stiegen vorbörslich um 1,7 Prozent nach einem "Buy" der Citigroup. Eine Abstufung der Aktien von Hellofresh durch Morgan Stanley ließ den Kurs des Kochboxenversenders um 2 Prozent nachgeben.

Gut dürfte ein Aktienrückkauf des IT-Dienstleisters Cancom ankommen. Das Unternehmen will bis zu zehn Prozent des Grundkapitals am Markt kaufen. Vorbörslich stieg der Kurs um 3,7 Prozent./bek/jha/



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem freundlichen Start in die Börsenwoche dürften Anleger sich am Dienstag zunächst wieder einmal eher zurückhalten. Die politische Hängepartie in Frankreich nach dem Aus der Regierung von Premier François Bayrou drückte am Morgen im vorbörslichen Handel ein wenig auf die Indikation für den Leitindex Dax . Der X-Dax signalisierte ein Minus von 0,3 Prozent auf 23.745 Punkte. Auch der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte zum Auftakt leicht nachgeben.

Nach dem Sturz der Mitte-Rechts-Regierung in Paris will Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron nun zügig einen neuen Premier ernennen. Stratege Timothy Graf vom Vermögensverwalter State Street sieht in der politischen Instabilität Frankreichs ein "ernstes lokales Problem, das jedoch wahrscheinlich keine unmittelbare existenzielle Frage für Europa darstellt". Die Eurozone befinde sich politisch in einer anderen Lage als während der Krisenjahre Anfang der 2010er Jahre und sei besser imstande, diese Herausforderungen zu meistern.

Mit Blick auf einzelne Aktien bestimmten Analystenkommentare den vorbörslichen Handel. So fielen Commerzbank auf Tradegate um 1,3 Prozent, belastet von einer Abstufung auf "Neutral" durch JPMorgan. Rheinmetall legten leicht zu, gestützt von der neuen Empfehlung "Overweight" durch die Barclays Bank.

Unter den Nebenwerten fielen die Papiere von Deutz auf Tradegate um mehr als 3 Prozent. Der Motorenbauer will zur Finanzierung einer Übernahme im Drohnengeschäft das Grundkapital um rund 13,9 Millionen neue Aktien aufstocken./bek/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zwei zuletzt schwachen Börsenwochen winken dem deutschen Aktienmarkt am Montag moderate Kursgewinne. Ob diese bis zum Handelsschluss halten, ist allerdings fraglich. Denn am Nachmittag stellt Frankreichs Premierminister François Bayrou in der Nationalversammlung die Vertrauensfrage. Seine Regierung droht zu stürzen. Das hoch verschuldete Land muss den Gürtel enger schnallen, es gibt jedoch keine Einigkeit über den Sparkurs.

"Ein positiver Ausgang ist alles andere als sicher", schrieb die Landesbank Helaba in einem Marktkommentar. Mit einem Sturz der Regierung könnten Investoren beim Kauf französischer Anleihen höhere Risikoprämien verlangen. Das würde Frankreich, die zweitgrößte Wirtschaftskraft in der Eurozone, finanziell noch stärker unter Druck setzen.

Am Morgen sind die Indikationen aber verhalten positiv: Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex eine Stunde vor der Eröffnung ein Plus von 0,3 Prozent auf 23.677 Punkte. Auch der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte im frühen Handel leicht zulegen.

Im vorbörslichen Handel auf Tradegate gewannen die Aktien von Vonovia 1,5 Prozent. Die Bank Jefferies hat die Papiere des Immobilienkonzerns auf "Buy" hochgestuft. Henkel-Aktien profitierten mit plus 1,5 Prozent von einem positiven Kommentar der Investmentbank Exane BNP.

Unter den Nebenwerten legten Kontron um 1,5 Prozent zu. Der Hard- und Software-Anbieter für die Industrie bleibt nach eigener Aussage von den Importzöllen der US-Regierung ausgenommen./bek/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Freitag mit einem moderat positiven Handelsstart an seine Vortagserholung anknüpfen. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex eine Stunde vor der Eröffnung ein Plus von 0,4 Prozent auf 23.866 Punkte. Damit würde er nochmals einen kleinen Schritt hin zur runden 24.000-Punkte-Marke machen, nachdem er am Dienstag bis unter 23.500 Punkte abgerutscht war. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Eurozone, wird am Morgen ebenfalls 0,4 Prozent im Plus erwartet.

Am Vortag paarte sich eine Beruhigung an den Anleihemärkten mit der Hoffnung, dass die Geldpolitik es richtet. Umso mehr liegt der Fokus zu Wochenschluss auf dem US-Arbeitsmarktbericht. Dieser spielt auch eine wichtige Rolle bei Entscheidungen der US-Notenbank Fed und damit, ob diese noch im September ihren Leitzins senkt.

Zeichnen die Daten das Bild eines sich verschlechternden Arbeitsmarktes, dürfte dies den Druck auf möglicherweise stärkere Zinssenkungen erhöhen. Anleger achten deshalb auch darauf, ob eine Revision der Vormonatswerte ein noch pessimistischeres Bild als bekannt zeichnet.

Laut dem Marktbeobachter Stephen Innes von SPI Asset Management ist die Zinssenkung im September nach den Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell auf der Konferenz in Jackson Hole bereits im Markt, doch das "geldpolitische Menü" biete noch Auswahl. Seiner Einschätzung nach würde ein äußerst unschöner Bericht sogar eine Zinssenkung um 0,50 Prozentpunkte zulassen.

"Auf dem US-Arbeitsmarkt fehlen Fachkräfte, und Unternehmen setzen vermehrt auf Künstliche Intelligenz, um Personal abzubauen", ergänzte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Marktes. Bis zum US-Zinsentscheid am 17. September müsse schon ein außergewöhnliches Ereignis eintreten, um die erwartete Leitzinssenkung noch zu verhindern. Niedrigere Zinsen wiederum lassen Aktien gegenüber festverzinslichen Anlagen attraktiver erscheinen.

Unter den Einzelwerten stehen hierzulande die Aktien der Sportartikelhersteller Adidas und Puma im Fokus, nachdem der US-Wettbewerber Lululemon seinen Ausblick gesenkt hatte. Die Papiere von Adidas und Puma notierten jeweils knapp ein Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Donnerstag./la/stk



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Donnerstag zum Handelsstart kaum Fortschritte auf dem Weg zurück zur 24.000-Punkte-Marke machen. Nach einer Stabilisierung vom jüngsten Kursrutsch vom Vortag wird der deutsche Aktienmarkt zwar leicht im Plus erwartet, doch die Anleger warten überwiegend ab. Schließlich stehen am Freitag die staatlichen Arbeitsmarktdaten der USA für August auf der Agenda. Von ihnen könnte die Entscheidung der US-Notenbank Fed abhängen, den Leitzins Mitte September zu senken oder beizubehalten. Eine wichtige Indikation liefert an diesem Nachmittag bereits der Bericht des privaten Dienstleisters ADP.

Rund eine Stunde vor dem Börsenstart signalisierte der X-Dax ein Plus von 0,2 Prozent auf 23.636 Punkte für den deutschen Leitindex.

Am Dienstag hatte der Dax, nachdem er in der vergangenen Woche bereits zahlreiche charttechnisch relevante Trendindikatoren gerissen hatte, auch die 100-Tage-Linie bei etwas über 23.690 Punkten unterschritten. Zwar erleichterte es, dass der Leitindex über seinem Zwischentief von Anfang August bei 23.380 Zählern blieb, doch all die unterschrittenen Trendlinien gelten nun als Widerstände, die der Dax auf seinem Weg nach oben erst einmal wieder überwinden muss.

Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Eurozone, dürfte am Donnerstag ebenfalls mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent in den Tag starten.

Die Vorgaben der Börsen jenseits des Atlantiks sind durchwachsen, denn in den USA hatte am Mittwoch nur die überwiegend mit Technologieaktien bestückte Nasdaq-Börse wieder zugelegt. Nachbörslich enttäuschte allerdings der Softwarehersteller Salesforce mit seinem Quartalsausblick, was sich hierzulande vorbörslich auch auf das Dax-Schwergewicht SAP auswirkte. Die Papiere gaben auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss nach.

Dass der Sportwagenbauer Porsche und der Laborzulieferer Sartorius in Kürze ihren Platz in der ersten Börsenliga für den Immobilienplattform-Betreiber Scout24 und den Anlagenbauer Gea freimachen müssen, bewegte vor allem die Aufsteiger. Gea und Scout 24 legten vorbörslich zu. Die Veränderungen waren so erwartet worden.

Im MDax wird der Wirkstoffforscher Evotec seinen Platz mit dem derzeit noch im SDax zu findenden Optikerkette Fielmann tauschen müssen. Im SDax scheidet SGL Carbon aus, während 1&1 in den Nebenwerte-Index aufgenommen wird.

Auch Umstufungen durch Analysten dürften bewegten. So sprach die Schweizer Großbank UBS eine Kaufempfehlung für die Airbus -Aktie aus und begründete dies vor allem mit einer starken Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen und abnehmende Engpässe in der Lieferkette. MTU wurden unterdessen auf "Neutral" gesenkt, da die UBS die Chancen und Risiken beim Triebwerksbauer als inzwischen recht ausgeglichen erachtet.

Goldman startete unterdessen die Bewertung der Aktie von Heidelberg Materials mit "Buy", was dieser Aktie vorbörslich Auftrieb gab. Die chinesische Investmentbank CICC nahm die Bewertung von Mercedes mit "Outperform" auf.

Unter den Werten aus der zweiten und dritten Reihe stehen Teamviewer und die Jost Werke wegen Aktienplatzierungen im Blick. So trennte sich Finanzinvestor Permira nun komplett von den Anteilen des Spezialisten für Fernwartungssoftware, was die Teamviewer-AKtie auf Tradegate mit etwas mehr als zwei Prozent belastete.

Jost sackten dort um etwas mehr als neun Prozent ab. Hier trennt sich Inhaber Peter Möhrle von der Hälfte seines Anteils, was rund zehn Prozent der Aktien des Herstellers und Lieferanten sicherheitsrelevanter Systemen für die Nutzfahrzeugindustrie sind./ck/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte sich am Mittwoch nach seiner Talfahrt am Vortag stabilisieren. Unterstützung kommt von der Wall Street, denn nach zunächst deutlicheren Kursverlusten schlossen die US-Börsen zwar im Minus, aber an ihren Tageshochs.

Rund eine Stunde vor dem Börsenstart signalisierte der X-Dax ein Plus von 0,4 Prozent auf 23.593 Punkte für den deutschen Leitindex. Am Dienstag hatte der Dax auch die charttechnisch relevante 100-Tage-Linie gerissen, die zu den mittelfristigen Trendindikatoren zählt. Dabei erleichterte es aber, dass er dennoch über seinem Zwischentief von Anfang August bei 23.380 Zählern blieb.

Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Eurozone, dürfte zur Wochenmitte mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent in den Tag starten.

Der europäische Handel war tags zuvor dem Ruf des Septembers gerecht geworden, ein schwieriger Börsenmonat zu sein. Ein Potpourri aus Risiken, das von der Zoll- und Wirtschaftspolitik des US-Präsidenten, dem unvermindert andauernden Ukraine-Krieg bis hin zu geldpolitischer Unsicherheit und der politischen und finanziellen Lage in Frankreich reicht, verleidet den Anlegern derzeit die Börsenstimmung. Bislang gab es dazu immer nur Warnungen von Finanzexperten, während Anleger diese Risiken weitgehend ausblendeten.

Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners verwies erneut vor allem auf die steigenden Anleiherenditen, die am Aktienmarkt inzwischen zunehmend kritischer wahrgenommen würden, sodass als sicherer Hafen aktuell fast nur Gold gesehen werde. Die Feinunze erreichte an diesem Morgen ein weiteres Rekordhoch.

Zum Dax schrieb Altmann: "Die große Frage lautet jetzt, wo die nächste Kaufschwelle der Anlegerinnen und Anleger liegt." Zuvor habe diese bei der psychologisch wichtigen Marke von 24.000 Punkten gelegen, auf die nun wieder von unten her geschaut werden müsse.

Unter den Dax-Werten dürften Adidas und Continental nach Analystenstimmen einen Blick wert sein. So sprach Analyst James Grzinic von Jefferies für die Aktie des Sportartikelherstellers eine Kaufempfehlung aus und hält die Sorgen der Anleger bezüglich einer zu hohen Abhängigkeit von Terrace-Produkten, die sich ihrem Zenit näherten, für übertrieben. Zugleich sieht er Adidas als einen Gewinner mit Blick auf Zölle und die Dollar-Schwäche.

Wegen des "brutalen Wertverlustes" senkte Grzinic allerdings - wie auch JPMorgan an diesem Tag - das Kursziel. Doch auch Wendy Liu blickt optimistisch auf Adidas. Die neu für diese Aktie zuständige JPMorgan-Analystin bekräftigte die Aktie nicht nur auf "Overweight", sondern versah sie vor dem Ende Oktober anstehenden Bericht zum dritten Quartal mit dem Stempel "positive Catalyst Watch" für besonders aussichtsreiche Werte. Die Aktie legte auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um knapp drei Prozent zu.

Das US-Analysehaus Bernstein Research stufte unterdessen die Aktie von Continental von "Market-Perform" auf "Underperform" ab, was für ein vorbörsliches Minus von anderthalb Prozent sorgte. Analyst Harry Martin schätzt die Kursentwicklung des Autozulieferers und Reifenherstellers pessimistischer ein als die Experten von Oddo BHF, die das Papier am Vortag von "Underperform" auf "Neutral" hochgestuft hatten. Die Wertschöpfung aus der Konzernaufspaltung sei inzwischen mehr als eingepreist, schrieb Martin.

Im MDax dürften wegen einer Studie zudem die Anteile von Puma Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Für diesen Wert aus der Sportartikelbranche senkte Wendy Liu das Anlageurteil von "Neutral" auf "Underweight" und sieht enorme Umsetzungsrisiken in der langwierigen Unternehmenstransformation. Die Aktie verlor auf Tradegate etwas mehr als zweieinhalb Prozent.

Der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 bestätigte unterdessen zur Vorlage der finalen Quartalszahlen an diesem Morgen die jüngst angehobenen Jahresziele./ck/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Ringen um die 24.000-Punkte-Marke im Dax dürfte am Dienstag weitergehen. Schon in der vergangenen Woche war der deutsche Leitindex um diese psychologisch wichtige Marke gependelt und hatte den Monat August letztlich darunter beendet. Zum Wochenstart und Start in den September eroberte er sie wieder zurück.

"Zuletzt kamen an der 24.000-Punkte-Schwelle jedes Mal Käufer in den Markt", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Es ist aber gut vorstellbar, dass sich diese Kaufschwelle sukzessive nach unten verschiebt."

Rund eine Stunde vor der Börseneröffnung signalisierte der X-Dax ein Minus von 0,3 Prozent auf 23.961 Punkte für den Dax. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Eurozone, dürfte 0,2 Prozent schwächer starten.

"Große Impulse sind weder nach oben noch nach unten zu erwarten", schrieb Charttechnik-Experte Martin Utschneider vom Broker Robomarkets. Der Dax bleibe in seiner sehr engen Seitwärtsspanne mit einer Bandbreite, die er am Dienstag zwischen 24.150 und 23.785 Indexzählern sieht.

Frische Impulse könnten am Nachmittag wieder von den New Yorker Börsen kommen, an denen am Vortag feiertagsbedingt nicht gehandelt worden war. Das hatte auch am deutschen Aktienmarkt Spuren hinterlassen, denn der Umsatz war laut Altmann so gering gewesen wie bisher noch nicht in diesem Jahr.

Unter anderem warten Marktteilnehmer gespannt auf die Reaktion im US-Handel, nachdem ein Berufungsgericht Präsident Donald Trump am Freitag die Befugnis abgesprochen hatte, unter Berufung auf ein Notstandsgesetz weitreichende Zölle auf Importprodukte zu verhängen. Aktienstrategin Lori Calvasina von RBC Research erwartet kurzfristig allerdings keine großen Kurseffekte, da Aktienanleger bei politischen Entwicklungen eher abwarteten. Mittelfristig aber bleibe die Unsicherheit in puncto Zölle hoch.

Unter den Einzelwerten dürften sich die Blicke vor allem auf Werte aus der dritten Reihe, dem SDax , richten. So steigt der Motorenbauer Deutz mit dem geplanten Kauf der Sobek Group, einem Antriebsspezialisten für Drohnen, in den Rüstungsmarkt ein.

Deutz-Chef Sebastian C. Schulte hatte zuletzt bereits mehrfach gesagt, dass der Ausbau des Rüstungsgeschäfts ein Teil der Unternehmensstrategie sei, um unabhängiger vom zyklischen Geschäft mit Verbrennungsmotoren zu werden. Laut einem Händler dürfte der aktuelle Schritt bei den Investoren wohl gut ankommen, obwohl die Übernahme nicht billig sei und eine Kapitalerhöhung drohe. Die Aktie legte auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um etwas mehr als vier Prozent zu.

SMA Solar dagegen sackten vorbörslich auf Tradegate fast 20 Prozent ab. Wegen der fortgesetzt schwachen Marktentwicklung für Privat- und Gewerbeanlagen senkte der Hersteller von Wechselrichtern für Photovoltaikanlagen seine Prognose für das laufende Jahr und erwartet nun einen operativen Verlust. Die bereits eingeleiteten Restrukturierungsbemühen sollen nochmals verschärft werden. Ein Börsianer verwies er auf vorangegangene Gewinnwarnungen und das vom Unternehmen eingestandene Ausbleiben einer Trendwende in der Sparte Home & Business Solutions.

Kontron informierte über eine Zusammenarbeit mit dem US-Halbleiterhersteller für den Mobilfunkmarkt Qualcomm bei einer Modem-Entwicklung der nächsten Generation. Dabei geht es um ein Modem, das speziell für die europäische Eisenbahnkommunikationsinitiative Morane 2 entwickelt wurde. Die Aktie gewann auf Tradegate zuletzt etwas mehr als ein Prozent.

Wenig überraschend, und daher kaum kursbewegend, dürfte mit Blick auf einige Dax-Konzerne sein, dass Rheinmetall noch in diesem Monat in den Stoxx Europe 50 einziehen und BASF und Mercedes ausscheiden werden. In den EuroStoxx 50 werden wie erwartet Siemens Energy und die Deutsche Bank aufgenommen./ck/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Montag mit leichten Gewinnen in den September starten. Stützen könnte, dass sich in China laut dem RatingDog-Einkaufsmanagerindex (früher Caixin) die Stimmung unter den kleineren und mittleren Industriebetrieben trotz des Handelsstreits mit den USA überraschend stark aufhellte. Das deutet auf ein Anziehen der Wirtschaftsaktivitäten im August hin. Derweil bleibt die Stimmung in Chinas Industrie schlecht, wie der staatliche Einkaufsmanagerindex zeigt, der die Stimmung in eher größeren und staatlichen Unternehmen abbildet. Ansonsten aber bleibt die Unsicherheit vorerst hoch, und von den US-Börsen werden zum Wochenstart keine Impulse ausgehen. Sie bleiben feiertagsbedingt geschlossen.

Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex eine Stunde vor der Eröffnung ein Plus von 0,3 Prozent auf 23.973 Punkte. Damit würde der Leitindex knapp unter der 24.000-Punkte-Marke bleiben, unter die er in der vergangenen Woche gerutscht ist. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Eurozone, wird am Montagmorgen ebenfalls 0,3 Prozent im Plus erwartet.

Der Börsenmonat September gilt allgemein als kein besonders guter. Laut IG-Markets-Experte Christian Henke ist seine Bilanz "bekanntlich nicht allzu rosig", bevor im Oktober der "goldene Herbst" womöglich wieder ein beeindruckendes Schlussquartal einleiten könnte.

Dagegen sieht Stratege Mislav Matejka von JPMorgan mit Blick auf europäische Aktien für die nächsten ein bis zwei Monate durchaus bereits Chancen für Kaufgelegenheiten, sofern in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht etwas mehr Klarheit geschaffen werde. Aktuell etwa wirft ein Gerichtsentscheid in den USA Fragen zur Wirksamkeit von Donald Trumps Importzöllen auf.

Seit Freitag sei klar, dass gleich zwei ganz wichtige Prozesse wohl vor dem Surpreme Court entscheiden würden, schrieb Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Die obersten US-Richterinnen und Richter würden nämlich neben Trumps Zöllen auch über die Entlassung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook entscheiden. "Und jede dieser beiden Entscheidungen wird weitreichende Konsequenzen für die Entwicklung der USA und damit auch für die Entwicklung der Börsen haben". Obendrein bleibe Frankreich auch ein großer Unsicherheitsfaktor für die Börsen der Eurozone.

Unter den Einzelwerten dürften Thyssenkrupp einen Blick wert sein. Ein Händler verwies darauf, dass Norwegen im Rahmen seines umfangreichen Militärbeschaffungsplans in Großbritannien gebaute Fregatten kauft. Damit sei die Marine-Sparte von Thyssenkrupp (TKMS) leer ausgegangen. Auf der Handelsplattform Tradegate zeigte sich die Aktie im Vergleich zum Xetra-Schluss am Freitag allerdings robust und legte marktkonform zu.

Dass deutsche Autozulieferer zunehmend Marktanteile verlieren, könnte die Aktien von Continental , Schaeffler oder auch Norma Group belasten. In den vergangenen zehn Jahren haben nach einer Studie der zu PwC gehörigen Unternehmensberatung Strategy& deutsche Zulieferer international Marktanteile an ihre aufstrebende chinesische Konkurrenz verloren. Chinesische Unternehmen dagegen - die vor 20 Jahren noch gar keine Rolle auf dem Weltmarkt spielten - haben ihren Anteil erhöht.

Eine positive Studie der Bank of America zu "Teamviewer " könnte der Aktie des Software-Unternehmens Auftrieb geben. Die BofA stufte das Papier um gleich zwei Stufen, von "Underperform" auf "Buy" hoch. Vorbörslich war die Reaktion bereits deutlich: Die Aktie sprang auf Tradegate um etwas mehr als 4 Prozent nach oben.

Zudem zeigt ein Blick auf Tradegate, dass es für Rüstungsaktien nach deutlichen Gewinnen am Freitag weiter nach oben gehen dürfte. Rheinmetall , Hensoldt und Renk legten auf Tradegate jeweils etwas mehr als ein Prozent zu./ck/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Freitag an seine leichte Schwächephase im bisherigen Wochenverlauf anknüpfen. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex eine Stunde vor der Eröffnung ein Minus von 0,1 Prozent auf 24.016 Punkte. Damit deutet sich für den Dax ein Wochenverlust von rund anderthalb Prozent an. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone wird am Freitagmorgen ebenfalls 0,1 Prozent im Minus erwartet.

Zuletzt hatte der Dax nur mit Mühe seine 50-Tage-Linie verteidigt, die als Gradmesser für den mittelfristigen Trend derzeit seitwärts tendiert. Gleichzeitig bleibt aber auch der Rekord von Mitte Juli bei 24.639 Punkten weiter in Sichtweite. Dem Dax fehlt es an einem klaren Trend. Geopolitische Unsicherheiten mit Blick auf den Ukraine-Krieg sowie die US-Zollpolitik belasten, während das Boom-Thema Künstliche Intelligenz zuletzt an Fahrt verloren hat.

"Der Weg nach oben scheint aktuell versperrt zu sein. Sobald er unter die 24.000 rutscht, kommen aber Käufer in den Markt", beschreibt Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners das aktuelle Muster. Er verwies zudem darauf, dass die Euphorie an der Wallstreet derzeit nicht beim Dax ankommt. Der marktbreite S&P-500-Index hatte am Vorabend ein weiteres Rekordhoch erklommen.

Als Höhepunkt am Freitag sieht Altmann aus deutscher Sicht die Bekanntgabe vorläufiger Inflationszahlen für August. Anleger und Analysten rechneten im Monatsvergleich mit konstanten Preisen. Für die Jahresrate würde dies aber einen moderaten Anstieg bedeuten.

Unter den Einzelwerten waren die Aktien von Schaeffler mit einem vorbörslichen Kursplus von 2,6 Prozent sehr gefragt, nachdem die Citigroup die Papiere des Autozulieferers von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 5,00 auf 6,75 Euro erhöht hatte. Schaeffler könnte sich zu einem "Champion" im Bereich Hardware für humanoide Aktuatoren entwickeln, ein Markt, dessen Volumen bis zum Jahr 2050 auf mehr als 1 Billion US-Dollar geschätzt werde, erklärte Analyst Ross Macdonald. Humanoide Aktuatoren sind elektrische, hydraulische oder pneumatische Antriebssysteme, die Bewegungen menschenähnlicher Roboter ermöglichen.

Zudem sind die Aktien von Gerresheimer einen Blick wert. Der Pharmaverpackungshersteller bekommt Anfang September überraschend einen neuen Finanzchef. Der für Mitte Oktober geplante Kapitalmarkttag wird verschoben./edh/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer bislang eher tristen Börsenwoche dürfte sich der Dax am Donnerstag stabilisieren. Aktuelle Geschäftszahlen des US-Halbleitergiganten Nvidia liefern dabei aber kaum Impulse. Zwar wächst der Konzern trotz andauernder Probleme im China-Geschäft weiter rasant. Im Geschäft mit Technik für Rechenzentren verfehlte Nvidia mit dem Umsatz die Markterwartungen jedoch knapp.

Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex eine Stunde vor der Eröffnung ein Plus von 0,1 Prozent auf 24.074 Punkte. Drei Tage in Folge hatte der Leitindex zuletzt jeweils leicht nachgegeben und war am Vortag kurzzeitig unter 24.000 Punkte gerutscht, hatte aber darüber geschlossen. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone wird am Donnerstagmorgen kaum verändert erwartet.

Mit den jüngsten Abgaben des Dax habe sich dessen Lage etwas verschlechtert, schrieben die Experten der Landesbank Helaba in einem Marktkommentar. Auf kurze Sicht gelte es nun, nicht nachhaltig unter die runde Marke von 24.000 Zählern zu fallen. Am Nachmittag könnten Arbeitsmarkt- und Preisdaten aus den USA für Bewegung sorgen.

Delivery Hero muss im laufenden Jahr beim Gewinn wegen ungünstiger Wechselkurseffekte wohl kleinere Brötchen backen. Der Essenlieferdienst schraubte seine Ziele für das operative Ergebnis (Ebitda) und den Free Cashflow nach unten. Beim Gesamtumsatz der Segmente wurde Delivery Hero hingegen optimistischer.

Der Autozulieferer Continental hat indes einen Käufer für sein Geschäft mit Schlauchleitungen für Autos gefunden. Neuer Eigentümer des Bereichs wird die privat geführte US-Industrieholding Regent. Über den Kaufpreis hätten beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Die Kartellbehörden müssen dem Deal noch zustimmen. Conti-Aktien legten vorbörslich leicht zu.

Die Berlusconi-Familie steht vor der Mehrheit beim deutschen Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 . Der tschechische Finanzinvestor PPF will seinen Anteil von knapp 15,7 Prozent an die Berlusconi-Gesellschaft Media for Europe (MFE) verkaufen. Nachdem MFE nach Ablauf der ersten Angebotsfrist schon eine Beteiligung von 43,6 Prozent gemeldet hatte, dürfte ihr Anteil damit auf fast 60 Prozent wachsen. Die ProSieben-Aktien gab vorbörsliche deutlich nach.

Auch Analystenstimmen sorgen für Bewegung: Die US-Bank JPMorgan nahm die Bewertung der Aktien von Siemens bei einem Kursziel von 300 Euro mit "Overweight" wieder auf. Analyst Phil Buller setzte die Papiere der Münchner in seiner am Donnerstag vorliegenden Empfehlung zudem auf die "Analyst Focus Liste" und drückte ihnen mit Blick auf den Kapitalmarkttag den Stempel "Positive Catalyst Watch" für kurzfristig besonders hohen Optimismus auf. Für Siemens ging es auf Tradegate um gut ein Prozent nach oben.

Für den Aktienkurs von Dermapharm ging es indes um mehr als 2 Prozent nach unten, nachdem das Investmenthaus Jefferies die Papiere auf "Hold" abgestuft hatte. Die Analysten rechnen mit gebremstem Wachstum und vermissen Kurstreiber./edh/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor den am Abend erwarteten Quartalszahlen des Halbleiterkonzerns und KI-Profiteurs Nvidia wird der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte mit freundlicher Tendenz erwartet. Positive Vorgaben liefern die US-Börsen, die am Vorabend im späten Handel zugelegt hatten.

Der X-Dax für den deutschen Leitindex signalisierte am Mittwochmorgen eine Stunde vor der Eröffnung ein Plus von 0,2 Prozent auf 24.197 Punkte. Mit den erwarteten Kursgewinnen verbleibt der am Dienstag auf ein Zweiwochentief abgerutschte Dax allerdings in der Handelsspanne der vergangenen Wochen. Diese reicht von etwa 24.000 bis zu gut 24.500 Punkten.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone wird am Mittwochmorgen ebenfalls 0,2 Prozent höher erwartet.

Die Nvidia-Zahlen könnten der gesamten Branche Impulse in die eine oder andere Richtung verleihen. Gleichwohl hatten - nach der langen KI-Rally - jüngst auch gute Branchennachrichten den Aktienkursen kaum noch zusätzlichen Schwung verliehen.

Aus Unternehmenssicht könnten am Mittwoch deutsche Bankenwerte unter Verkaufsdruck stehen. Die Analysten von Goldman Sachs haben die Aktien der Deutschen Bank aus Bewertungsgründen von "Buy" auf "Neutral" und die Papiere der Commerzbank von "Neutral" auf "Sell" abgestuft. Beide Aktien seien zuletzt nicht nur dem Gesamtmarkt, sondern auch der Branche deutlich vorweg gelaufen, begründete Analyst Chris Hallam den Schritt. Für den europäischen Bankensektor bleibt er aber optimistisch.

Einen Blick wert sein dürften auch die Titel von Aroundtown . Der Gewerbeimmobilien-Spezialist profitierte im ersten Halbjahr von höheren Mieten vor allem bei Hotels und den Wohnungen seiner Tochter Grand City Properties . Der Jahresausblick wurde bestätigt.

Der Brennstoffzellenspezialist SFC Energy erhielt derweil einen Folgeauftrag eines langjährigen US-Kunden im Volumen von rund vier Millionen US-Dollar. SFC kündigte ferner den Start seines Produktionsstandortes in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah für das vierte Quartal an./edh/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein sich zuspitzender Machtkampf um die personelle Besetzung der US-Notenbank Fed könnte am Dienstag auch den deutschen Aktienmarkt im Zaum halten. Zudem droht abermals eine erneute Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Die Unsicherheit hierüber belastete die vorbörslichen Indikationen für den Handelsauftakt.

Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte eine Stunde vor der Eröffnung auf Xetra ein Minus von 0,3 Prozent auf 24.201 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone wird am Dienstagmorgen ebenfalls 0,3 Prozent tiefer erwartet.

US-Präsident Donald Trump will die Fed-Gouverneurin Lisa Cook mit sofortiger Wirkung aus ihrem Amt im Vorstand entlassen. Als Grund nannte der Präsident in seinem Brief an Cook, dass es hinreichende Gründe zu der Annahme gebe, dass sie in einem oder mehreren Hypothekenverträgen falsche Angaben gemacht habe. Cook machte indes deutlich, dass sie um ihren Posten kämpfen will.

"Das Geschehen um Fed-Gouverneurin Lisa Cook hat das Potenzial, für neue Unsicherheit an der Wall Street zu sorgen", schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Es gehe nicht nur um die Frage, was tatsächlich an den Vorwürfen gegen Cook dran ist. "Es geht um Donald Trumps Möglichkeit, die Fed mit neuen Ernennungen schneller auf die von ihm gewollte Linie niedrigerer Zinsen zu bringen", so Altmann.

Im Auge haben Anleger zudem den Handelskonflikt zwischen den USA und China. Trump droht China mit Strafzöllen von bis zu 200 Prozent, falls Peking die Vereinigten Staaten nicht zuverlässig mit Magneten aus seltenen Erden beliefert. Zugleich räumte Trump ein, dass solch drastische Maßnahmen einen Zusammenbruch des Handels mit China bedeuten würden. "Wir haben ein viel mächtigeres Mittel, das sind Zölle. Wenn wir 100 Prozent, 200 Prozent Zölle erheben, dann würden wir überhaupt keinen Handel mehr mit China treiben". Dies wäre auch in Ordnung, wenn es sein müsste.

Unter den Einzelwerten könnten die Aktien von SFC Energy einen Blick wert sein. Der Brennstoffzellenspezialist will angesichts sinkender Gewinne seine Kosten reduzieren

Die Titel von Krones sollten von einer Kaufempfehlung des Analysehauses Jefferies profitieren. Auf dem aktuellen Niveau biete sich Anlegern eine günstige Einstiegschance in einen global führenden Hersteller von Verpackungs- und Abfüllanlagen, schrieb Constantin Hesse. Eine klare Strategie, eine starke Umsetzung und ein robustes Finanzprofil dürften für überdurchschnittliches Wachstum sorgen, glaubt der Experte.

Dagegen könnten die Anteilsscheine der Commerzbank unter Druck geraten. Denn die Analysten der Bank of America stuften sie nach dem starken Lauf der vergangenen Monate von "Neutral" auf "Underperform" ab. So hat der Commerzbank-Aktienkurs 2025 auch dank Übernahmefantasie bisher um rund 130 Prozent zugelegt./edh/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Mit leichten Verlusten dürfte der deutsche Aktienmarkt in die neue Börsenwoche gehen. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte eine Stunde vor der Eröffnung auf Xetra ein Minus von 0,3 Prozent auf 24.285 Punkte. Der Dax sollte sich damit weiterhin nahe dem Rekordhoch vom Juli bei 24.639 Punkten halten. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone wird am Montagmorgen ebenfalls 0,3 Prozent tiefer erwartet.

Der Dax tue sich weiterhin schwer, schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners am Morgen. "Das Allzeithoch aus dem Juli bleibt zwar in Reichweite. Es gibt aber weiterhin zu wenig Käufer, die den Dax über die schwierige letzte Meile tragen könnten". Am Freitag hatten Zinssenkungssignale von US-Notenbankchef Jerome Powell dem wichtigsten deutschen Börsenbarometer etwas Rückenwind gegeben.

Da die Saison der Quartalsbilanzen der Unternehmen so gut wie beendet ist, dürften Konjunkturdaten verstärkt in den Blick der Anleger rücken. Eine Stunde nach dem Start wird das Ifo-Geschäftsklima für den Monat August veröffentlicht. Dies gilt als wichtigste Umfrage zur Stimmung in den Unternehmen hierzulande.

"Für den Ifo-Index, der zuletzt bereits fünf Monate in Folge gestiegen ist, erwarten wir einen leichten Anstieg", prognostizierte Analyst Andreas Hürkamp von der Commerzbank. Das würde die Chancen für eine Belebung der deutschen Wirtschaft vergrößern.

Aus Unternehmenssicht geht es nachrichtlich am Montag recht ruhig zu. Einen Blick wert sein könnten die Aktien der Lufthansa . Die Fluggesellschaft will dem "Handelsblatt" zufolge ab 2026 eine neue Organisationsstruktur aufsetzen. Die einzelnen Konzerngesellschaften Lufthansa Airlines, Swiss, Brussels Airlines und Austrian Airlines sollen zugunsten der Zentrale entmachtet werden, zitiert die Zeitung aus einem ihr vorliegenden internen Schreiben. Ziele seien zufriedenere Passagiere und mehr Profitabilität im Premium-Bereich.

Nordex-Aktien gerieten vorbörslich unter Druck, nachdem der Wettbewerber Orsted auf Geheiß der US-Regierung ein Windkraftprojekt in dem Land vorläufig stoppen musste./edh/mis



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Freitag vor der mit Spannung erwarteten Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell etwas schwächer in den Handel starten. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte eine Stunde vor der Eröffnung auf Xetra ein Minus von 0,2 Prozent auf 24.253 Punkte.

Im bisherigen Wochenverlauf hat sich im Dax mit einem moderaten Abschlag wenig getan. Das Rekordhoch von Mitte Juli ist bei 24.639 Punkten etwas weiter weg, bleibt aber in Reichweite. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 , wird am Freitag ebenfalls 0,2 Prozent schwächer erwartet.

Vor der Powell-Rede um 16.00 Uhr beim Notenbankentreffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming herrsche Anspannung, schrieb Marktexperte Stephen Innes von SPI Asset Management. Noch vor gut einer Woche sei einer Zinssenkung in den Vereinigten Staaten im September eine Chance von 90 Prozent zugemessen worden - inzwischen seien es nach stärkeren Einkaufsmanager-Daten und restriktiven Kommentaren nur noch etwa 70 Prozent. Damit sei den Anlegern etwas Hoffnung genommen worden.

Niedrige Preise für Zucker und Ethanol belasten die Geschäfte von Südzucker deutlicher als bisher gedacht. Das im Nebenwerte-Index SDax notierte Unternehmen senkte seinen Ausblick für das bis Ende Februar laufende Geschäftsjahr 2025/26. Auf Tradegate verloren die Papiere im vorbörslichen Handel 2,8 Prozent zum Xetra-Schluss.

Die Citigroup gab die Verkaufsempfehlungen für die Rüstungstitel Hensoldt und Renk auf und votiert nun für beide mit "Neutral". Die tags zuvor deutlich gestiegenen Papiere bauten den Gewinn auf Tradegate um 1,8 beziehungsweise 2

Quelle: boerse.de