Aktien Frankfurt: Dax erobert die 15000-Punkte-Marke zurück

Mittwoch, 05.05.21 16:30
Bronze-Bulle vor dem Haus der Börse in Rosenheim.
Bildquelle: Börsenmuseum
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Börsenrutsch am Vortag hat zur Wochenmitte zahlreiche Käufer an den deutschen Aktienmarkt gelockt. Bis zum Nachmittag baute der Dax seine frühen Gewinne aus und stieg um 1,56 Prozent auf 15 087,88 Punkte. Der MDax kletterte um 1,24 Prozent auf 32 439,37 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Index EuroStoxx stieg um 1,53 Prozent.

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"Auf den Ausverkauf folgt die Erholung", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners und sprach von der Rückkehr der ersten Schnäppchenjäger sowie einer "erhöhten Kaufbereitschaft". Eine entscheidende Frage für den Dax sei dabei, ob er die 15 000 Punkte nachhaltig zurückerobern könne. Diese "sind nicht nur eine psychologisch wichtige Marke, sondern auch die untere Begrenzung der Handelsspanne aus dem kompletten April." Im vergangenen Monat war der Leitindex noch bis auf etwas über 15 500 Zähler und damit auf ein Rekordhoch gestiegen.

Am Dienstag waren es erneut hochgekochte Inflationsängste, die den deutschen Aktienmarkt auf Talfahrt geschickt hatten. Als Auslöser galten vor allem Äußerungen der ehemaligen Fed-Präsidentin und aktuellen Finanzministerin der USA, Janet Yellen. Sie hatte in einem Interview gesagt, dass der deutliche Anstieg der US-Staatsausgaben in der Corona-Pandemie auch zu etwas höheren Zinsen führen dürfte, während US-Notenbankpräsident Jerome Powell bislang noch keine klaren Signale für eine restriktivere Geldpolitik gegeben hat. Nach den Reaktionen an den Finanzmärkten infolge von Yellens Äußerungen rückte diese ihre Aussagen dann ein Stück weit zurecht, was für allgemeine Erleichterung sorgte.

Unter den Einzelwerten am deutschen Aktienmarkt standen erneut eine Reihe Unternehmenszahlen und Ausblicke im Fokus. So überholten die Aktien der Deutschen Post die der Merck KGaA , erklommen bei über 50 Euro ein Rekordhoch und legten als einer der Dax-Spitzenwerte zuletzt um 4,3 Prozent zu. Der Logistikkonzern wurde nach seinem ersten Quartal noch optimistischer für das Gesamtjahr und das Jahr 2023.

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiehersteller Merck hatte ebenfalls starke Eckzahlen zum abgelaufenen Jahresviertel vorgelegt und zugleich die Jahresziele konkretisiert. Den Aktien verhalf dies zuletzt zu einem Kursplus von 1,8 Prozent, wodurch die Vortagesverluste bei weitem noch nicht wieder wettgemacht werden konnten.

Der Energiekonzern Siemens Energy indes verbesserte zwar die Profitabilität in seinem zweiten Geschäftsquartal deutlich, doch der Umsatz blieb hinter dem Vorjahr zurück. Entsprechend kappten die Münchener nun das obere Ende der erwarteten Wachstumsspanne für das Gesamtgeschäftsjahr 2020/21, hielten aber an der Ergebnisprognose fest. Die Papiere des erst im März in den Leitindex aufgestiegenen Unternehmens fanden zunächst keine klare Richtung. Am Nachmittag ging es schließlich um 1,3 Prozent nach oben.

Delivery Hero setzten sich dagegen am Dax-Ende fest und büßten zuletzt 4,2 Prozent auf 122,55 Euro ein. Eine Aktienplatzierung durch Anteilseigner belastete die Titel des Essenslieferdienstes, die im vergangenen Monat noch um etwas mehr als zehn Prozent zugelegt hatten.

In der zweiten Börsenreihe berichtete der Großküchenausrüster Rational über besser laufende Geschäfte und verdiente auch dank Sparmaßnahmen wieder mehr. Das bescherte der Aktie den Spitzenplatz im MDax mit plus 9,5 Prozent. Hugo Boss wusste ebenfalls zu überzeugen. Der Modekonzern blieb zwar weiter einen konkreten Ausblick schuldig, überraschte mit den Quartalszahlen aber positiv. Der Aktienkurs stieg um 6,6 Prozent und setzte damit die Rally der letzten Monate fort.

Der Verbindungstechnik-Spezialist Norma profitierte im ersten Quartal von der fortgesetzt guten Erholung der Automärkte und guter Geschäfte im Wassermanagement, was der Aktie im SDax zu einem Kursaufschlag von 2,4 Prozent verhalf. Die Anteile der Metro AG zählten dagegen mit minus 2,0 Prozent zu den Schlusslichtern, denn die coronabedingten Lockdowns in vielen Ländern zogen den Großhandelskonzern in seinem zweiten Geschäftsquartal zurück in die roten Zahlen.

Der Euro hielt sich am frühen Nachmittag dicht an der Marke von 1,20 US-Dollar und wurde zuletzt mit 1,1994 Dollar knapp darunter gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,2021 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,27 Prozent am Vortag auf minus 0,29 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 144,48 Punkte. Der Bund-Future sank zuletzt um 0,15 Prozent auf 170,34 Zähler./ck/mis

Von Claudia Müller, dpa-AFX



Quelle: dpa-AFX


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