Aktien Frankfurt: Dax legt Ruhepause ein - Blicke weiter auf Rekordhoch

Montag, 10.05.21 14:50
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat seine Gewinne der vergangenen drei Handelstage am Montag zunächst nicht weiter ausgebaut. Der Leitindex legte auf dem Weg zum Rekordhoch von gut 15 501 Punkten eine Pause ein. Am Nachmittag gab er um 0,10 Prozent auf 15 384,15 Punkte nach. Der MDax verlor zuletzt 0,43 Prozent auf 32 524,51 Punkte. Auch der Eurozonen-Index EuroStoxx lag moderat im Minus.

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"Den Marktteilnehmern scheint das Kursniveau oberhalb von 15 400 Punkten doch vorerst zu luftig zu sein", urteilte der Comdirect-Marktexperte Andreas Lipkow mit Blick auf den Dax. Am Freitag hatte die Erholung des Leitindex vom Tief seit Ende März nochmals einen kräftigen Schub bekommen, weil die Furcht der Anleger vor steigenden Leitzinsen nach einem enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht abgenommen hatte.

Eine bremsende Wirkung wurde nun aber vom Anleihemarkt abgeleitet. Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets etwa wies darauf hin, dass die Renditen von US-Anleihen am Freitag schon wenige Stunden nach dem Jobbericht wieder das Niveau vor diesem erreicht hätten. Dies zeige, dass Anleiheanleger ein Nachlassen der Inflations- und Zinsängste weitaus skeptischer sehen. Stanzl sieht keinen Freifahrtschein für eine zeitlich unbegrenzte ultralockere Geldpolitik.

Am Montag spielte sich die Berichtssaison innerhalb der Dax-Indexfamilie zunächst im Nebenwertebereich ab - mit einem sehr gemischten Bild. Bei Wacker Neuson und der Deutschen Pfandbriefbank konnten Anleger Gewinne von bis zu 1,8 Prozent einstreichen. Es gab aber auch Verlierer, allen voran büßten die Aktien von Hypoport 2,1 Prozent an Wert ein.

Auch von Traton gab es ausführliche Zahlen, hier legten die Aktien gestützt auf eine starke Auftragsentwicklung um 3,3 Prozent zu. Gesprächsstoff lieferte aber auch eine Offerte für die verbliebenen MAN -Aktionäre, denen eine Abfindung von 70,68 Euro je Aktie angeboten wird. Dies war eine ordentliche Prämie von fast 30 Prozent, der Kurs der MAN-Aktien rangierte nun aber sogar etwas über dieser Offerte.

Abseits der Unternehmensberichte stießen die Anleger am Montag vor allem Tech-Werte wieder vermehrt ab, nachdem sie am Freitag noch wegen der zunächst nachlassenden Zinssorgen besonders gefragt waren. Im Dax erwischte es die Aktien von Infineon , SAP oder Delivery Hero mit Einbußen zwischen 1,3 und 4,2 Prozent.

Im MDax haben sich außerdem die Papiere von Biotech- und Medizintechnik-Unternehmen besonders schwach präsentiert. Von Morphosys über Sartorius bis hin zu Qiagen ging es zwischen 1,7 und 3,8 Prozent bergab. Auch die Titel von Carl Zeiss Meditec folgten dem um 3,2 Prozent nach unten. Finale Zahlen konnten hier die Aktien nahe ihres Rekordniveaus nicht weiter antreiben.

Unter den SDax -Werten gehörte Borussia Dortmund mit 1,8 Prozent zu den Gewinnern. Der Fußballclub hat am Wochenende in der Fußball-Bundesliga vorläufig wieder einen Platz erreicht, der zur Qualifikation für die lukrative Champions League berechtigt. Allerdings scheute der Kurs hier den Sprung über die Sechs-Euro-Marke, wo ein Hoch in diesem Jahr möglich gewesen wäre.

Für Aufsehen sorgte ansonsten noch der Corona-Impfstoffpionier Biontech , der einen Quartalsgewinn von 1,1 Milliarden Euro einfuhr. Für die Aktien ging es vorher aber schon deutlich nach oben, nachdem bekannt wurde, dass die EU in den kommenden Jahren bis zu 1,8 Milliarden weitere Dosen abnehmen will. Zuletzt betrug der Kursgewinn auf der Tradegate-Plattform 8,5 Prozent.

Der Euro hat am Montag weiter zugelegt. Mit 1,2177 US-Dollar erreichte die Gemeinschaftswährung den höchsten Stand sei Ende Februar, am Mittag wurden dann 1,2169 Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,2059 Dollar festgesetzt.

Die Umlaufrendite deutscher Bundesanleihen stieg am Montag von minus 0,29 Prozent auf minus 0,27 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,06 Prozent auf 144,33 Punkte. Der Bund Future lag zuletzt mit 170,24 Punkten knapp mit 0,05 Prozent im Minus./tih/jha/

Von Timo Hausdorf, dpa-AFX



Quelle: dpa-AFX


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