Aktien Frankfurt: Inflationssorgen setzen Dax unter Druck

Mittwoch, 17.02.21 16:02
Bronze-Bulle vor dem Haus der Börse in Rosenheim.
Bildquelle: Börsenmuseum
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die tendenziell steigenden US-Anleiherenditen schlagen den Aktienanlegern inzwischen stärker aufs Gemüt. Der Dax fiel am Mittwoch unter die Marke von 14 000 Punkten. Am Nachmittag notierte er 0,52 Prozent im Minus bei 13 991,36 Punkten. Auch der jüngst noch rekordhohe MDax der mittelgroßen Werte büßte 0,57 Prozent auf 32 852,44 Punkte ein. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 , sank um 0,2 Prozent.

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Am Markt macht der Begriff vom Inflationsgespenst die Runde in Anbetracht der massiven Konjunkturhilfen der Regierungen gegen die Corona-Krise. Der Aktienmarkt sei weiter sehr robust, doch Anleihen würden allmählich wieder eine echte Alternative, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Sorgen bereiten den Anlegern weiterhin die Virusmutationen, die sich in Deutschland rasch ausbreiten.

Schlusslicht im Dax waren die Papiere des Konsumgüterherstellers Beiersdorf mit einem Minus von gut sechs Prozent. Der Ausblick der Hamburger kam nicht gut an. Ein Händler sagte, die schwache Kursentwicklung von Beiersdorf dürfte wohl kaum aufhören. An der Dax-Spitze setzten die Titel der Deutschen Bank ihren guten Lauf mit einem Plus von fast dreieinhalb Prozent fort. Der Renditeanstieg an den Anleihemärkten hellt derweil auch das Bild für die gesamte Branche auf. So können Banken überschüssiges Geld rentierlicher anlegen. Zudem verbessern sich die Perspektiven für das klassische Kreditgeschäft.

Die Papiere des Online-Modehändlers Zalando rutschten im MDax um mehr als viereinhalb Prozent ab, weil die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik ihre Zalando-Aktien an ihre eigenen Anteilseigner weiterreichen will.

Nur kurz unter Druck gerieten nach einer weiteren Platzierung durch den Großaktionär Permira die Titel des Software-Unternehmens Teamviewer . Am Nachmittag lagen sie mit einem Gewinn von gut drei Prozent an der MDax-Spitze. Überraschend sei die Maßnahme von Permira nicht, sagte ein Börsianer. Mit jeder Platzierung steigt zudem der Streubesitz und damit auch die Chancen auf einen möglichen Aufstieg von Teamviewer in den Dax.

Der Euro knüpfte an seine schwache Tendenz vom Vortag an und kostete am Nachmittag 1,2058 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag noch auf 1,2143 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,41 Prozent am Vortag auf minus 0,39 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,07 Prozent auf 145,08 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,06 Prozent auf 174,67 Punkte./ajx/mis

Von Achim Jüngling, dpa-AFX



Quelle: dpa-AFX


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