Aktien Frankfurt: Starker Euro wird zum Bremsklotz für den Dax

Mittwoch, 02.12.20 13:42
Börse
Bildquelle: iStock by Getty Images
FRANKFURT (dpa-AFX) - Neue Rekorde an der Wall Street haben den Dax am Mittwoch zunächst kalt gelassen. Nach dem guten Start in den letzten Börsenmonat des Jahres am Vortag gaben die Kurse leicht nach. Der Dax lag gegen Mittag mit 0,3 Prozent im Minus bei 13 341 Punkten. Börsianer verweisen zur Begründung auf den immer weiter steigenden Euro.

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Nach dem mit plus 15 Prozent sehr starken November war der Dax tags zuvor auch freundlich in den Dezember gestartet. Erst ein Anstieg über das Zwischenhoch von Anfang September bei 13 460 Punkten dürfte unterdessen die Tür in Richtung des Rekordhochs vom Februar bei knapp 13 800 Punkten offen.

Die größte Bremse für den Dax im Vergleich zur voraus eilenden Wall Street sieht der Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners im Euro. "Der starke Euro und der gleichzeitig schwache Dollar helfen den Gewinnen der US-Unternehmen und schaden Firmen aus der Eurozone. Der starke Euro macht Exporte aus der Eurozone in den USA teurer und damit weniger attraktiv." Gerade für die im Dax stark vertretenen Exporteure sei das ein großes Problem. Der Euro ist im Vergleich zum Dollar aktuell so stark wie seit Frühjahr 2018 nicht mehr.

Der MDax der 60 mittelgroßen Werte lag mit 0,3 Prozent im Minus bei 29 265 Zählern. Er hatte am Vortag ein weiteres Rekordhoch verpasst. Für den EuroStoxx 50 als Leitindex für die Eurozone ging es am Mittwoch ebenfalls um 0,3 Prozent nach unten.

Aktien von Volkswagen waren mit einem Minus von 1,7 Prozent zweitschwächste Aktie im Dax hinter Bayer. Die Frage einer vorzeitigen Vertragsverlängerung für VW-Konzernchef Herbert Diess droht zur Hängepartie zu werden. Das Präsidium des Aufsichtsrates traf am Dienstagabend keine Entscheidung.

Daneben bewegten auch die Kommentare von Analysten die Kurse. Papiere der Deutsche Wohnen stiegen um knapp ein Prozent und die des Rückversicherers Hannover Rück um 0,6 Prozent. Die Investmentbank Morgan Stanley hat bei beiden Titeln zum Kauf geraten.

Aktien von Nemetschek verloren 5 Prozent, nachdem sich das Management des Software-Entwicklers am Vortag auf einer Investorenrunde zurückhaltend zu Wachstum und Profitabilität geäußert haben soll.

Unter den kleineren Werten im SDax büßten Nordex 7,6 Prozent ein. Der Hersteller von Windkraftanlagen hat knapp elf Millionen neue Aktien ausgegeben und damit 200 Millionen Euro eingenommen. Nordex will mit dem Geld das Wachstum ankurbeln und die Bilanz stärken.

Die Papiere von Dr. Hönle verloren 4,5 Prozent, nachdem der Spezialist für UV-Technik keine Prognosen für das kommende Jahr gegeben hat./bek/jha/



Quelle: dpa-AFX




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