Aktien Frankfurt: Stimmung am deutschen Aktienmarkt bleibt verhalten

Donnerstag, 23.01.20 15:56
Aktien Frankfurt: Stimmung am deutschen Aktienmarkt bleibt verhalten
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Zurückhaltung am deutschen Aktienmarkt hält am Donnerstag weiter an. Nachdem der Leitindex Dax am Vortag bereits etwas tiefer aus dem Handel gegangen war, gab er am frühen Nachmittag nun um rund 0,53 Prozent auf 13 444,27 Punkte nach. Damit entfernte sich das Börsenbarometer weiter von seinem Mitte der Woche erreichten Rekordhoch.

Börsianer verwiesen als Belastung darauf, dass der tonangebende US-Aktienmarkt mit leichten Verlusten in den Handel starten dürfte. Das Klima sei insgesamt etwas eingefroren und die Marktteilnehmer über die Entwicklungen an den Börsen nicht wirklich erfreut, schrieb Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Für die Hoffnungsvollen verwies Lipkow auf die anstehenden Quartalszahlen der großen US-Technologiekonzerne. Diese könnten neuen Schwung bringen.

Der MDax fiel um 0,66 Prozent auf 28 565,78 Punkte. Der Mittelwert-Index ging damit ebenfalls auf Abstand zu seinem Rekordhoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 lag mit 0,4 Prozent im Minus.

Der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) bewegte die Märkte derweil kaum: Die Währungshüter halten die Zinsen im Euroraum auf Rekordtief.

Unter den Einzelwerten ließ sich Infineon vom positiven Sektor-Trend mitziehen. Im Windschatten erfreulicher Geschäftszahlen von STMicro setzte sich der Chipkonzern mit einem Plus von knapp 2 Prozent auf Platz zwei im deutschen Leitindex Dax. Die Erholung des Kurses seit Oktober geht damit weiter.

Nur für die Aktien von Wirecard lief es am Donnerstag besser: Der Bezahldienstleister setzte sich mit einem Anstieg von gut 3 Prozent an die Dax-Spitze. Mit einem Kurs von rund 133 Euro rückt nun die 200-Tage-Linie in den Fokus. Ein Sprung über diesen längerfristigen Durchschnittskurs kann Aktien zusätzlich Schwung verleihen, die Linie kann sich aber auch als Widerstand erweisen. Wirecard steht seit Längerem unter Druck. Derzeit läuft eine Sonderprüfung der Bücher durch die Wirtschaftsprüfer von KPMG, um die immer wieder aufkeimenden Vorwürfe zu entkräften.

Am unteren Ende des deutschen Leitindex lagen die Papiere des Autozulieferers Continental . Sie mussten nach einer Abstufung durch die US-Bank Citigroup Abschläge von 1,4 Prozent hinnehmen.

Im MDax fiel der Aktienkurs des Baukonzerns Hochtief kräftig. Eine herbe Ergebnisbelastung infolge des geplanten Ausstiegs der australischen Tochter Cimic aus dem Nahost-Geschäft brockte dem Baukonzern ein Minus von mehr als 7 Prozent ein: Das absolute Schlusslicht.

Wieder etwas erholen konnten sich hingegen die Papiere von Nemetschek . Nach einem Minus von knapp 8 Prozent infolge einer kritischen Studie der Baader Bank mussten die Aktien des Entwicklers von Software für Architekten und die Baubranche zuletzt noch Abschläge von mehr als 5 Prozent hinnehmen. Analysten der Deutschen Bank hatten sich zuvor den Kollegen von Baader nicht angeschlossen und die Papiere weiter zum Kauf empfohlen.

Die Kurse deutscher Bundesanleihen stiegen. Die Umlaufrendite fiel im Gegenzug von minus 0,28 Prozent am Vortag auf minus 0,30 Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,12 Prozent auf 144,14 Punkte zu. Der Bund-Future rückte um 0,12 Prozent auf 172,58 Punkte vor.

Der Eurokurs notierte zuletzt bei 1,1101 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1088 Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9019 (0,8997) Euro./ssc/la/jha/

Von Sebastian Schug, dpa-AFX



Quelle: dpa-AFX


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