Aktien New York Ausblick: Unruhe am Anleihenmarkt und ADP-Daten belasten

Mittwoch, 03.03.21 15:31
Wallstreet Verkehrsschild
Bildquelle: iStock by Getty Images
NEW YORK (dpa-AFX) - Wieder steigende Zinsen am Anleihenmarkt und überraschend schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt haben am Mittwoch die Hoffnungen auf eine Kurserholung an der Wall Street durchkreuzt. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial knapp eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn auf 31 382 Punkte, womit er minimal unter dem Schlussstand vom Vortag bliebe.

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Am US-Anleihemarkt zogen die Renditen am Mittwoch wieder deutlich an. Damit scheint sich das Auf und Ab der Kapitalmarktzinsen fortzusetzen. Hintergrund des Zinsanstiegs in den vergangenen Wochen sind steigende Wachstums- und Inflationserwartungen in den USA. In den vergangenen Tagen war der Zinsanstieg zum Erliegen gekommen, am Mittwoch nahm er jedoch wieder Fahrt auf. Die steigenden Zinsen werden an den Aktienmärkten nicht gern gesehen, weil dadurch Anleihen als Anlagealternative interessanter werden und zudem die Refinanzierung für Unternehmen teurer werden kann.

Zudem stieg in den USA die Beschäftigung in der Privatwirtschaft im Februar deutlich weniger als erwartet, wie aus Daten des Arbeitsmarktdienstleisters ADP hervorgeht. Allerdings viel beachtete, war der Anstieg im Januar etwas stärker als bisher bekannt ausgefallen. Am Freitag steht der viel beachtete, offizielle Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für den vergangenen Monat auf der Agenda.

Diese Entwicklungen stehen dem zunehmenden Konjunkturoptimismus gegenüber, der vom der rasch fortschreitenden Impfkampagne ausgeht. Die USA werden nach Worten von Präsident Joe Biden bereits "bis Ende Mai" genügend Impfstoff für alle Erwachsenen im Land haben. Bislang hatte Biden das Erreichen dieses Meilensteins bis Ende Juli angestrebt.

Die jüngste Zulassung eines dritten Impfstoffs und die Bemühungen der Regierung, die Produktion der Präparate anzukurbeln, ermöglichten es, das Ziel noch schneller zu erreichen, sagte Biden am Dienstag im Weißen Haus. Alle Lehrkräfte und Erzieher sollen bis Ende des Monats mindestens die erste Dosis eines Corona-Impfstoffs erhalten.

Intel-Aktien verloren vorbörslich 0,8 Prozent, nachdem bekannt geworden war, dass der Chipkonzern von Geschworenen in Texas zur Zahlung von knapp 2,2 Milliarden Dollar in einem Patentstreit verurteilt worden war. In dem Verfahren ging es um zwei Patente für Technologien aus der Halbleiterproduktion, die laut dem Urteil von Dienstag verletzt wurden. Intel kündigte umgehend an, in Berufung zu gehen.

Die Aktien der Ölkonzerne Chevron und Exxon Mobil profitierten hingegen etwas von den deutlich steigenden Preisen für Öl der Sorten Brent und West Texas Intermediate (WTI): Sie verteuerten sich jeweils um rund ein halbes Prozent./gl/mis



Quelle: dpa-AFX


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