Aktien New York: Dow wieder unter 30 000 Punkten - Bericht beflügelt Slack

Mittwoch, 25.11.20 20:13
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Bildquelle: pixabay
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Mittwoch ihrer Kursrally seit Anfang November etwas Tribut gezollt. Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor zuletzt 0,45 Prozent auf 29 911,91 Punkte, nachdem er tags zuvor erstmals die Marke von 30 000 Punkten geknackt hatte und zeitweise sogar über 30 100 Punkte geklettert war.

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Für den marktbreiten S&P 500 , dem am Dienstag nur wenige Punkte zu einer Bestmarke gefehlt hatten, ging es um 0,13 Prozent auf 3630,67 Zähler bergab. Dagegen schaffte der zuletzt häufiger schwächelnde technologielastige Nasdaq 100 ein Plus von 0,53 Prozent auf 12 143,52 Punkte.

Verantwortlich für die Zurückhaltung unter den Anlegern dürfte auch der kommende Feiertag Thanksgiving (Donnerstag) sein, an dem an der Wall Street nicht gehandelt wird - und am Freitag schließt sie schon früher als üblich ihre Pforten. Deshalb nutzen viele Börsianer den Feiertag für ein verlängertes Wochenende. Investoren halten sich schon vorher zumeist bedeckt.

Am Mittwoch gab zudem eine ganze Flut insgesamt durchwachsener Konjunkturdaten keine klare Richtung vor. Für Gewinnmitnahmen spricht, dass der Dow - vor allem dank guter Nachrichten zu Corona-Impfstoffen - allein seit Monatsbeginn bis jetzt um gut 13 Prozent oder mehr als 3500 Punkte nach oben geschnellt ist.

Unter den Einzelwerten stach zur Wochenmitte der Bürokommunikationsdienst Slack heraus, dessen Aktien dank Übernahmefantasien um bis zu knapp ein Drittel nach oben schossen und den höchsten Stand seit Anfang Juni erreichten. Zuletzt behaupteten sie ein Plus von fast 20 Prozent. Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf Insider über Gespräche zwischen Slack und dem Softwarehersteller Salesforce , dessen Anteilscheine nahezu drei Prozent verloren.

Beide Unternehmen äußerten sich nicht zu dem Bericht, dem zufolge Salesforce für Slack im Falle einer Übernahme einen Preis zahlen würde, der über der jüngsten Börsenbewertung von rund 17 Milliarden US-Dollar läge. Nach Einschätzung von RBC-Analyst Alex Zukin würde eine solche Transaktion beiden Unternehmen nutzen.

Die Aktionäre des Elektro- und Brennstoffzellenauto-Entwickler Nikola mussten indes einen Kursrutsch von fast elf Prozent verkraften. Unternehmenschef Mark Russell konnte offenbar Sorgen der Anleger nicht beschwichtigen, dass der Autobauer General Motors (GM) beim eigentlich geplanten Einstieg einen Rückzieher machen könnte - die GM-Aktien sanken um 2,3 Prozent. Zudem befürchten einige Anleger, der Unternehmensgründer und ehemalige Chef Trevor Milton könnte einen Teil seines umfangreichen Nikola-Aktienpakets verscherbeln.

Ansonsten sorgten vor allem Geschäftszahlen für Bewegung. Gap-Papiere stürzten nach dem Quartalsbericht um über 20 Prozent ab. Der Umsatz des Bekleidungs-Einzelhändler fiel zwar besser als erwartet aus. Doch stark gestiegene Marketing- und Vertriebskosten sorgten für eine enttäuschende Ergebnisentwicklung. Zudem hat sich der Wert der Aktie in den vergangenen sieben Monaten vervierfacht.

Deere-Titel büßten ungeachtet eines guten Ausblicks mehr als zwei Prozent ein. Der Landwirtschaftsmaschinen-Hersteller äußerte sich optimistisch zum kommenden Jahr. Allerdings ist die Aktie seit Jahresbeginn auch schon um 50 Prozent gestiegen.

Dass sich der Computerkonzern Dell dank der Corona-Krise im dritten Quartal besser als erwartet geschlagen hat, half den gut gelaufenen Aktien nicht: Sie verloren 2,3 Prozent und zollten so ihrem Anstieg von mehr als einem Drittel seit Jahresbeginn Tribut. Goldman-Analyst Rod Hall verwies zudem auf den verhaltenen Ausblick auf das Schlussquartal sowie die unsicheren Rahmenbedingungen für die Nachfrage.

Für die Papiere des Informationstechnik-Unternehmens Hewlett Packard Enterprise ging es trotz guter Zahlen und des angehobenen Ausblicks nach der Erholung der vergangenen Wochen um 2,3 Prozent nach unten.

Dagegen schafften die Aktien des PC- und Druckerherstellers HP Inc ein Plus von rund einem Prozent. Er übertraf mit seinem bereinigten Quartalsergebnis je Aktie (EPS) die Konsensschätzung./gl/he



Quelle: dpa-AFX




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