Anleger schichten Geld in sichere Anleihen-ETFs um - ETF-News

Donnerstag, 17.01.19 14:58
Anleger schichten Geld in sichere Anleihen-ETFs um - ETF-News
Bildquelle: iStock by Getty Images
Wien (www.fondscheck.de) - Die Turbulenzen an den globalen Kapitalmärkten haben auch dem lange Zeit kräftigen Wachstum von börsengehandelten Indexfonds (ETFs) einen Dämpfer versetzt, so die Experten von "FONDS professionell".

Dennoch hätten in Europa passive Produkte weiterhin Geld eingesammelt. Immerhin 45 Milliarden Euro seien es über den Jahresverlauf gewesen, würden Daten des französischen Anbieters Lyxor zeigen. 2017 seien es hingegen noch fast 100 Milliarden Euro gewesen, die europaweit in ETFs geflossen seien. Ende 2018 habe in den Indexfolgern ein verwaltetes Vermögen von 633 Milliarden Euro gelegen.

Auch weltweit habe die Wachstumsdynamik nachgelassen. Über das Jahr 2018 hätten ETF-Anbieter rund 515 Milliarden US-Dollar an frischem Geld eingesammelt. Im Vorjahr seien es noch 659 Milliarden Dollar gewesen. Dies gehe aus Marktdaten des Branchenprimus BlackRock hervor.

Besonders Staatsanleihen-ETFs hätten ein erhebliches Absatzplus verzeichnet: 64 Milliarden Dollar seien dieser Gattung zugeflossen. Fonds mit dem Schwerpunkt auf kurzlaufende Schuldtitel von Unternehmen und Staaten hätten sogar 70 Milliarden Dollar eingesammelt. Demgegenüber hätten Investoren weltweit rund zehn Milliarden Dollar aus ETFs aus Hochzinsanleihen abgezogen. Auf der Aktienseite seien hingegen Produkte auf US- und japanische Börsenbarometer gefragt gewesen.

In Europa präsentiere sich ein ähnliches Bild. Auch hier hätten Anleger ihr Vermögen in Anleihen-ETFs verschoben. Allein im Dezember 2018 hätten entsprechende Produkte ein Nettomittelaufkommen von 4,3 Milliarden Euro verzeichnet, Indexfolger auf Aktien hätten hingegen Mittelabzüge in Höhe von 1,4 Milliarden Euro erlitten. Demgegenüber habe sich über das Jahr gesehen das Aktiensegment noch durchaus passabel geschlagen. Für Aktienfonds stünden Lyxor zufolge Zuflüsse in Höhe von 30 Milliarden Euro. Bei Anleihen seien hingegen unter dem Strich 15 Milliarden Euro hinzugekommen. (17.01.2019/fc/n/e)



Quelle: ac


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