Auf welche Anbieter österreichische Dachfondslenker bauen - Fondsnews

Freitag, 16.04.21 14:00
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Wien (www.fondscheck.de) - "FONDS professionell" ging wieder der spannenden Frage nach, wie sich die Top-Subfondshäuser in den österreichischen Dachfonds geschlagen haben - und zeigt, wie sich deren Volumen in der Studie entwickelt hat, so die Experten von "FONDS professionell".

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Österreichs Dachfondsmarkt habe ausgezeichnet von der guten Entwicklung der Aktienmärkte im zweiten Halbjahr 2020 profitieren können: Betrachte man die Aufteilung der Assetklassen innerhalb der österreichischen Dachfonds, werde die positive Stimmung an den deutlich sichtbar. Das in Dachfonds steckende Aktienfondsvolumen habe sich gegenüber der Vorstudie von 13,36 auf 14,41 Milliarden Euro vergrößert und sich damit von 40,90 auf 42,78 Prozent des Gesamtvolumens erhöht.

Der Anleihenfondsanteil sei zwar in absoluten Zahlen ebenfalls von 16,91 auf 17,53 Milliarden Euro gestiegen, ihr relativer Anteil habe dabei aber um 1,12 Prozentpunkte auf 50,66 Prozent abgenommen. Das wiederum verleihe den passiven Fonds Rückenwind. Weil der Aktienfondsanteil bei passiven Fonds besonders groß sei, setze sich auch der Siegeszug der ETFs fort. Der Anteil der ETFs am Aktienanteil der Dachfonds sei von 54,55 auf 63,41 Prozent gestiegen. Damit würden auch die ETF-Anbieter in der jüngsten Dachfonds-Studie per Dezember 2020 die Rangliste der ausländischen Zielfondsanbieter dominieren.

In der Gruppe der österreichischen Subfondslieferanten habe sich im Ranking nichts verändert. Bereits seit Jahresmitte 2018 führe wieder die Raiffeisen KAG mit einem Subfondsvolumen von knapp 4,71 Milliarden Euro die Tabelle vor der Erste Asset Management (3,66 Milliarden Euro) an. Das Zielfondsvolumen der Raiffeisen KAG sei damit seit Jahresmitte 2020 um knapp 472 Millionen Euro gestiegen. Bei der Erste Asset Management seien die Assets indes um 360 Millionen Euro gesunken. Dahinter sei Amundi Austria mit einem Volumen von 2,74 Milliarden Euro (plus 751 Millionen Euro) vertreten.

Diese ausländischen Fondshäuser würden sich im Kampf um die Gunst der österreichischen Dachfondsmanager durchsetzen:

Platz 1: iShares
Der ETF-Gigant iShares habe in den Dachfonds ein Plus von 421 Millionen Euro verzeichnet. Die BlackRock-Tochter bleibe damit mit einem Subfondsvermögen von 3,30 Milliarden Euro weiterhin der größte ausländische Zielfondsanbieter.

Platz 2: X-trackers
X-trackers und damit der ETF-Arm der DWS habe das Subfondsvermögen um 395 Millionen Euro gesteigert und seine Top-Platzierung dank eines Zielfondsvermögens von 1,35 Milliarden Euro damit um einen Rang verbessern können.

Platz 3: Amundi ETF
Die passive Schiene von Amundi schaffe es diesmal auf den dritten Platz und habe damit einen Rang abgeben müssen. Die Assets in den österreichischen Dachfonds seien hier um 76 Millionen Euro auf 1,19 Milliarden Euro gestiegen.

Platz 4: Lyxor
Lyxor habe ebenfalls eine Aufholjagd eingeläutet und das Subfondsvermögen um 750 Millionen Euro auf 876 Millionen Euro gesteigert. Der ETF-Anbieter sei damit einen Rang emporgeklettert.

Platz 5: Schroders
Schroders sei im Vergleich zur ersten Jahreshälfte einen Platz aufgestiegen. Das Volumen sei hier um 46 Millionen Euro auf 726 Millionen Euro gestiegen. Damit stelle Schroders übrigens wieder den größten aktiven Zielfondsanbieter. Sechs Monate zuvor habe sich die französische Amundi vor Schroders geschoben.

Platz 6: BlackRock
BlackRock dürfe sich ebenfalls über eine Verbesserung in diesem Ranking freuen. Ein Vermögenszuwachs von 45 Millionen Euro beschere dem US-Fondsgiganten dieses Mal den sechsten Platz - nach Rang sieben im ersten Halbjahr 2020. 635 Millionen Euro hätten derzeit von BlackRock in den österreichischen Dachfonds gesteckt.

Platz 7: J.P. Morgan AM
J.P. Morgan AM sei von Platz neun aufgestiegen und belege mit einem Volumen von 584 Millionen Euro diesmal den siebten Platz. Das Volumen innerhalb der österreichischen Dachfonds sei hier um 46 Millionen Euro gestiegen.

Platz 8: Amundi
Amundi sei im Halbjahresvergleich von Platz vier auf den achten Rang abgestiegen. Um 284 Millionen Euro seien hier die Assets innerhalb der österreichischen Dachfonds geschrumpft. Mit einem Volumen von 582 Millionen Euro liege Amundi aber deutlich vor dem Mitbewerber Fidelity.

Platz 9: Fidelity
Auch Fidelity sei bei diesem Ranking aufgestiegen, nämlich um einen Platz. Dennoch habe das Fondshaus innerhalb der österreichischen Dachfonds über einen Vermögensabstieg von 23 Millionen Euro hinnehmen müssen. Damit steuere Fidelity derzeit 423 Millionen Euro am Dachfondsmarkt hierzulande bei.

Platz 10: UBS ETF
Die ETF-Schiene der UBS habe im Vergleich zur Dachfonds-Studie Mitte 2020 um 78 Millionen Euro zugelegt und sei damit sieben Plätze aufgestiegen. Aktuell steuere das Unternehmen ein Vermögen von 409 Millionen Euro am österreichischen Dachfondsvolumen bei. (16.04.2021/fc/n/s)



Quelle: aktiencheck




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