BCDI: Wenn schon hamstern, dann Investment-Qualität! Fondsnews

Donnerstag, 26.03.20 11:00
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Rosenheim (www.fondscheck.de) - Was für eine Kapitulation! Zwischen den Februar-Hochs (die vielfach All-Time-Highs bedeuteten) und den März-Tiefs lagen rund 27 Billionen Euro Marktkapitalisierung und eine Vielzahl historischer Rekorde, die kein Mensch gebraucht hätte, so Thomas Müller, Herausgeber "boerse.de-Aktienbrief".

Der DAX-Absturz um 12,2% am 12. März sei (um Haaresbreite) der zweitgrößte der DAX-Geschichte und der höchste seit über 30 Jahren gewesen (-12,8% am 16. Oktober 1989). Der Dow Jones habe an diesem Tag 9,99% verloren, was bis dahin schon für Rang fünf in der bis 1896 zurückreichenden Geschichte gereicht habe. Größere Einbrüche habe es davor nur im Oktober gegeben, und zwar 1931 (-10,7%), am 29. (-11,7%) und am 28. (-13,5%) Oktober 1929 sowie am unvergessenen 19. Oktober 1987. Damals war der Dow Jones um 22,6% weggebrochen, was für mich als damaligen Hobby-Trader der Auslöser der Börsenverlag-Gründung aus meiner Studentenbude heraus war, und zum Gedenken daran findet unser Rosenheimer Börsentag auch immer um dieses Datum herum statt (das nächste Mal am 11. Oktober, sofern uns das Coronavirus keinen Strich durch die Planung macht), so Thomas Müller, Herausgeber "boerse.de-Aktienbrief", weiter. Und es sei zu einem zweiten Einschlag gekommen, der noch schlimmer gewesen sei.

Am 16. März habe der Dow Jones dann sogar 12,9% verloren! Von den sechs größten Tagesverlusten der 124-jährigen Index-Geschichte hätten sich also gleich zwei und im Abstand von nur vier Sitzungen im März ereignet! Solche Negativ-Highlights habe es noch nie zuvor gegeben. Denn zusammen mit den Kursverlusten der beiden bzw. drei Wochen davor habe sich eine Verkaufslawine schon beinahe biblischen Ausmaßes ergeben. So habe der Dow Jones in 26 Sitzungen seit dem Hoch vom 12. Februar bei 29.551 Punkten sagenhafte 35,1% eingebüßt und damit den Einbruch von 21,6% aus dem Jahr 1932 gleich um 14 Prozentpunkte überboten. Der DAX habe in 20 Sitzungen sogar 38,8% seines Wertes verloren und damit schon fast das Dreifache des 19-Tage-Rückgangs von 13,2% im Juli 1998!

Es sei an den Börsen noch nie so schnell und so kräftig nach unten gegangen, zumal kein Markt vom Corona-Crash verschont worden sei. Von Jahresanfang bis zum März-Tief gerechnet habe der S&P 500 29% verloren, der MSCI World habe um 30% nachgegeben, der Dow Jones um 33%, der STOXX Europe 600 um 33%, der DAX um 36% und der EURO STOXX 50 ebenfalls um 36%.

Der boerse.de-Weltfonds (ISIN LU1839896005 / WKN A2JNZK) habe um lediglich 16% zurückgesetzt und die Champions hätten sich wieder als Fels in der Brandung erwiesen. Denn in Euro gerechnet hätten die 100 Champions-Kurse um 23,5% nachgegeben, Dow Jones-Titel um 31,3% (33% höheres Minus) und DAX-Aktien hätten sogar 36,3% verloren (ein um 54% größeres Minus). Dementsprechend habe der BCDI (ISIN DE000SLA3CD7 / WKN SLA3CD) um 22,7% zurückgesetzt, der neue BCDI USA (ISIN DE000SLA9LY1 / WKN SLA9LY) um 21,% und im boerse.de-Aktienfonds (ISIN LU1480526547 / WKN A2AQJY) sei es um 21,8% nach unten gegangen.

Anleger seien heute zutiefst verunsichert und eigentlich alle Depots, die mit Stopps "abgesichert" worden seien, leergeräumt. Auch der Champions-Oszillator, mit dem wir die Investitionsquote unserer Champions-Depots im Aktienbrief steuern (während wir im Depot-Fundament stets langfristig investiert bleiben), war nach dem Unterbieten der 50%-Grenze am 27. Februar bis auf nur noch 4% am 16. März zurückgefallen, so tief wie zuletzt im Dezember 2008, so Thomas Müller, Herausgeber "boerse.de-Aktienbrief", weiter.

Damit stehe jetzt eigentlich eine riesige Liquidität an der Seitenlinie, die auf Re-Investments warte, doch Millionen Anleger befänden sich in der Schockstarre.

Anleger sollten sich bewusst machen, was sie die Börsen-Crashs der vergangenen 120 Jahre gelehrt hätten, und nun - so massiv unter den Tops - weniger an die Restrisiken, als an die langfristigen Chancen denken. Man solle nicht an den Aktienmärkten zweifeln, man solle cool bleiben! Als Aktionär "könne" man in der Euphorie geben, in der Panik "müsse" man nehmen!

Warren Buffett habe dazu einmal gesagt: "Sei ängstlich, wenn andere gierig sind. Sei gierig, wenn andere ängstlich sind". Laut Thomas Müller, Herausgeber "boerse.de-Aktienbrief" fragen viele Anleger, wann wieder investiert werden solle und in welche Titel. Wer die Timing-Frage ganz genau beantwortet haben möchte, müsse zunächst einmal abwarten. Denn nach dem historischen Kurseinbruch dürften die nächsten Wochen von technischen Erholungen geprägt sein. Käme es in dieser Phase zu überraschend positiven Nachrichten von der Corona-Front, könnte diese Erholung V-förmig ausfallen und direkt in den nächsten Aufwärtstrend münden, was aber unwahrscheinlich erscheine. Viel eher werde das Endniveau der sich dann anschließenden Korrektur den weiteren Verlauf vorgeben. Wenn die Kurse über den März-Tiefs wieder nach oben drehen und die vorangegangenen Erholungshochs überbieten würden, könne der Corona-Crash ad acta gelegt werden. Das bedeute:

Aus charttechnischer Sicht werde frühestens Ende des zweiten Quartals wieder eine mittelfristige Trendperspektive gegeben sein. Doch aus zyklischer Sicht bestehen gute Chancen, dass die Tiefstkurse hinter uns liegen, so Thomas Müller weiter. Denn gerade im März würden die Kurse zu Übertreibungen und damit zu bedeutenden Wendepunkten neigen. So hatte der DAX im März der Jahre 1990 (bei 1.968 Punkten) und 2000 (bei 8.065) markante Hochpunkte herausgebildet, die erst nach vielen Jahren hätten überwunden werden können. Am 12. März 2003 sei bei 2.203 Zählern das Tief der 2000er Jahre und am 6. März 2009 bei 3.666 der Tiefpunkt der zweiten Jahrzehnthälfte entstanden - deshalb, und weil die negativen Corona-Nachrichten zwar nicht so schnell abbrechen würden, die Börsen den Nachrichten aber stets vorauslaufen würden.

Nach 36% Einbruch im DAX seit Jahresbeginn und 39% vom Februar-Hoch sei es also gut vorstellbar, dass die März-Tiefs nicht mehr unterschritten würden und möglicherweise sogar das Jahrzehnttief bedeuten würden! Dazu passe, dass Thomas Müller in seiner Börsenprognose für 2020 aufgrund des US-Präsidentschaftszyklus eine festere Dow Jones-Entwicklung im zweiten Halbjahr erwartet habe. Für die Investmentstrategie würden solche technischen Möglichkeiten indes keine Rolle spielen, denn es gelte wie immer diszipliniert dem großen Plan zu folgen.

Wir versuchen nicht schlauer als der Markt zu sein, sondern folgen einfach den Vorgaben des Champions-Oszillators; wenn der Oszillator wieder auf 30% ansteigt (also 30 von 100 Champions über ihren 200-Tage-Linien notieren), werden wir mit 30% investiert sein, und bei 60% werde unsere Investitionsquote eben wieder auf 60% angehoben, ganz egal, wie dann die Schlagzeilen aussehen mögen, so Thomas Müller, Herausgeber "boerse.de-Aktienbrief".

Während die Timing-Frage also erst in der Zukunft beantwortet werde, sei die Frage, was gekauft werden solle, ganz einfach zu beantworten: Man solle nicht nach vermeintlichen Corona-Gewinnern suchen, sondern sich mit den nächsten Kaufsignalen in den Aktien ein Depot aufbauen, die man auch ohne Coronavirus (gerne) gekauft hätte - ein Depot, das man jetzt mit Crash-Rabatt nachbilden könne und das in den nächsten Jahren noch viel Freude bereiten werde. Hier könne es nur um Champions gehen, also die laut Performance-Analyse erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt, wobei die Portfoliostruktur von der Zusammensetzung der Champions-Auswahl vorgegeben werde. Natürlich mache es in unsicheren Börsenphasen umso mehr Sinn, einer niedrigen Risikokennziffer bei der Champions-Auswahl Vorrang zu geben.

Das neue, besonders defensiv ausgelegte Basis-Depot im aktuellen "Aktienbrief" setze auf Champions, denen das Coronavirus so gut wie nichts anhaben könne. Wir lassen uns hier in aller Ruhe einstoppen (also Einstieg bei Eroberung der jeweiligen 200-Tage-Linien), wobei die Gewinnperspektiven bis zu 200% in den nächsten fünf Jahren reichen und das Depot rechnerisch 15% p.a. gewinnen kann, so Thomas Müller, Herausgeber "boerse.de-Aktienbrief".

Ein Depot sollte mindestens zehn Champions umfassen, wobei angesichts einer Branchengewichtung von aktuell 25,8% im Championspool in jedem Fall zwei bis drei Titel aus dem Technologiebereich zu wählen SEIEN. Die niedrigsten Verlust-Ratios würden hier momentan Fiserv, Intuit, Adobe und Microsoft besitzen.

Die zweitgrößte Branche SEI mit 19,4% Anteil der Bereich Handel & Konsum, weshalb Anleger hier den Einstieg in zwei Champions planen sollten. Am defensivsten seien nach den Performance-Analyse-Kennzahlen derzeit Cintas, L'Oréal sowie Unilever einzuschätzen.

Danach würden die Branchen Chemie, Pharma-, Bio- & Medizintechnik mit 19,1% sowie Getränke, Lebensmittel & Tabak mit 17,0% Championsanteil folgen, sodass Investoren jeweils ein bis zwei Champions auswählen sollten. Hierfür würden sich Givaudan, Coloplast oder Symrise sowie Lindt Sprüngli und – natürlich – McDonald's und Nestlé anbieten.

Komplettiert werden könne das Depot dann mit Top-Champions wie Berkshire Hathaway (American Water Works, Danaher), Kone (Schindler) und Visa oder Mastercard (Hannover Rück).

Ein solches Champions-Depot solle die Depotbasis bilden, die aktiv über den Champions-Oszillator und die 200-Tage-Linien gesteuert werde. Im Depotfundament gehe es dagegen um betont defensive Investments wie den boerse.de-Weltfonds und - mit einem langfristigen Anlagehorizont - den boerse.de-Aktienfonds, die man ganz ohne Ausgabeaufschlag erwerben könne.

Der Weltfonds "macht, was er soll", denn das Ziel seien risikoreduzierte Aktienmarktrenditen, die durch eine Steuerung der Aktienquote über den BOTSI-Algorithmus erreicht werden sollten. So habe die Weltfonds-Aktienquote im vierten Quartal durchgehend beim Maximum von 100% gelegen, wobei das Jahr 2019 mit einem Gewinn von 14,6% habe beendet werden können. Die Aktienquote sei dann Anfang Januar deutlich auf 75% reduziert worden, im Februar auf 73% und im März massiv auf nur noch 43%. Dadurch habe der Rückschlag bis zum Tief vom 12. März nur 11,2% betragen, während der MSCI World 24,7% verloren habe.

Der Weltfonds sei das ideale Investment für Anleger mit einem kürzeren Zeithorizont, also beispielsweise im Ruhestand, oder für Anleger, die in den nächsten Jahren einen absehbaren Kapitalbedarf hätten und sich deshalb nicht mehr komplett den Korrekturrisiken der Märkte aussetzen möchten.

Wer über mindestens fünf (besser zehn) Jahre Vermögen aufbauen möchte, sei beim boerse.de-Aktienfonds perfekt aufgehoben, denn ein solcher Anlagehorizont erlaube es, Crash-Phasen wie die jetzige durchzuhalten.

Thomas Müller habe zur Emission am 3. November 2016 1.000 Anteile gezeichnet und angekündigt den daraus resultierenden Gewinn jährlich am Rosenheimer Börsentag zu spenden (bislang 12.800 Euro). Thomas Müllers Kinder hätten natürlich Aktienfonds-Sparpläne und inzwischen halte der Herausgeber "boerse.de-Aktienbrief" einige tausend Aktienfonds Anteile, zu denen am 10. März 1.200 Anteile dazugekommen seien. Denn wie angekündigt, habe Thomas Müller nach 15% Kursrückgang (am 5. März) einen Nachkauf im Rahmen der Crash-Strategie vorgenommen, und der zweite stehe auf dem Programm, falls der Kurs vom Hoch sogar 30% verlieren sollte. Deshalb sei seine Empfehlung natürlich klar:

Anleger sollten es wie er machen und nachkaufen! Der boerse.de-Aktienfonds investiere transparent, regelbasiert (nur Top-Champions, Gleichgewichtung) und defensiv (überwiegend Champions mit unterdurchschnittlicher Risikokennziffer) und sei damit für den Einstieg in unsicheren Zeiten prädestiniert. Denn der Slogan sei Programm:

Gegessen, getrunken und geputzt werde immer! Das Coronavirus werde in der Wirtschaft tiefe Spuren hinterlassen (zu deren Abmilderung Notenbanken und Regierungen mit maximaler Aggressivität gegensteuern würden), die aber für die einzelnen Branchen ganz unterschiedliche Auswirkungen hätten. So würden beispielsweise Urlaubsreisen oder Autokäufe verschoben, aber bei den Grundbedürfnissen könne so gut wie nicht gespart werden - und genau in diese Branchen investiere der boerse.de-Aktienfonds.

Natürlich seien Grenzschließungen und "Shut-Downs" eigentlich der Stoff apokalyptischer Science-Fiction-Romane, zumal jährlich in Deutschland zwischen zwei und 14 Millionen Influenza-Erkrankungen gezählt würden. Doch wie jede Krise werde auch diese vorübergehen und nach einem historisch einmaligen Börseneinbruch seien die Gewinnchancen jetzt außergewöhnlich hoch.

Es hatte schon seinen Grund, dass ich während der Höchstkurse in meinem Editorial vom 1. Februar beschrieben hatte, worauf es im Crash ankommt; und obwohl es seit der Finanzkrise keinen Crash mehr gab, haben wir den Lehren aus allen historischen Einbrüchen in unserem kostenlosen "Leitfaden für den Vermögensaufbau" einen großen Raum eingeräumt, so Thomas Müller, Herausgeber "boerse.de-Aktienbrief". Diese Notfallpläne kämen nun schneller zum Tragen, als gedacht.

Anleger sollten besonnen handeln und in den nächsten Wochen umsetzen, was sie sich in guten Zeiten für schlechte Zeiten vorgenommen hätten. Man solle die Crash-Rabatte annehmen, aber sich auf Qualitätsaktien konzentrieren, am besten auf Vermögensaufbau-Champions und den boerse.de-Aktienfonds.

Thomas Müller könne es nicht garantieren, aber er sei sich sicher, dass man in ein paar Jahren die Einstiegsmöglichkeiten des Jahres 2020 kaum noch fassen könne. Zudem kassiere man von den besten Unternehmen der Welt Dividenden, die allein schon Aktien völlig konkurrenzlos erscheinen lassen würden. Man solle nicht übermütig, aber mutig sein. Der historisch in vielen Punkten einzigartige Crash eröffne eine Jahrzehntchance, vielleicht sogar eine Jahrhundertchance! Denn es gelte immer: Nach der Baisse sei vor der Hausse! (News vom 25.03.2020) (26.03.2020/fc/n/s)



Quelle: Aktiencheck


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