Banken-Aufseherin mahnt zu Regulierung - 'Handeln, solange die Sonne scheint'

Dienstag, 13.11.18 15:26
Banken-Aufseherin mahnt zu Regulierung - 'Handeln, solange die Sonne scheint'
Bildquelle: iStock by Getty Images
FRANKFURT (dpa-AFX) - EZB-Bankenaufseherin Sabine Lautenschläger hat bei der Regulierung der Branche zur Eile aufgerufen. "Es ist noch einiges zu tun, und das sollten wir tun, solange die Sonne scheint", sagte die Vize-Chefin der Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank am Dienstag bei einem Branchenkongress in Frankfurt. Sollte eine neue Krise aufziehen, ist es ihrer Ansicht nach für die Einführung weiterer Regeln für Banken zu spät.

Die Ergebnisse des jüngsten Banken-Stresstests wertete Lautenschläger zwar als positiv. "Dass wir stabile Banken haben, heißt aber nicht, dass wir keine Krise mehr bekommen werden." Am Vortag hatte bereits der Chef der deutschen Finanzaufsicht Bafin, Felix Hufeld, gemahnt, bei der Regulierung nicht nachzulassen.

Einer weiteren Fusionswelle unter Geldinstituten kann neben Lautenschläger auch die Chefin des europäischen Bankenabwicklungsfonds SRB, Elke König, etwas abgewinnen. "Diskussionen über eine Konsolidierung sind allgemein eine positive Idee", sagte Lautenschläger. So gebe es in Deutschland eine sehr große Zahl von Banken. Auch Fusionen über Staatsgrenzen hinweg könnten sinnvoll sein. Allerdings stelle sich dabei die Frage, inwieweit die Fusionspartner dabei Synergien erzielen könnten.

König sprach sich zwar für grenzüberschreitende Fusionen aus. Schließlich könne man bei einem solchen Schritt keine Probleme eines Instituts unter den Teppich kehren. Allerdings müsse man sicherstellen, dass durch Zusammenschlüsse keine Institute entstünden, die zu groß seien, als dass man sie ohne immensen Schaden für die Gesamtwirtschaft pleite gehen lassen könnte. In der Finanzkrise 2007/2008 hatten viele Staaten Banken mit Milliardensummen an Steuergeldern vor dem Untergang gerettet, um einen Zusammenbruch des Finanz- und Wirtschaftssystems zu verhindern.

Mit Blick auf die künftige Regulierung im Zuge des Brexit mahnte König, dass Banken aus Nicht-EU-Ländern in der EU richtige eigene Ableger unterhalten müssten, wenn sie hier Geschäfte betreiben wollten. Ein "Briefkasten" dürfe dafür nicht ausreichen./stw/men/he



Quelle: dpa


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