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16:59 16.08.17

Börse Frankfurt-News: "Ausgestanden" (Marktstimmung)

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 16. August 2017. Die mittelfristig orientierten Anleger haben ihre Short-Positionen der Vorwoche wieder aufgelöst, zeigen sich aber nur "halbherzig" bullish, was dem Markt nützt.

Standen die Finanzmarktteilnehmer in der vergangenen Woche noch stark unter dem Eindruck der geopolitischen Risiken, die sich aus der Krise zwischen den USA und Nordkorea ergeben hatten, scheint nunmehr etwas Ruhe eingekehrt zu sein. Dies mag zum einen daran liegen, dass sich das Säbelrasseln der Beteiligten deutlich verringert hat, aber auch weil sich mittlerweile eine gewisse Gewöhnung der Börsianer an diese Situation einstellt. Dies wird auch an der Stimmungsentwicklung der institutionellen, mittelfristig orientierten Marktteilnehmer erkennbar, die sich deutlich verbessert hat. Denn unser Börse Frankfurt Sentiment-Index stieg um 13 Punkte wieder in den positiven Bereich und liegt nun mit einem Stand von +11 Punkten gerade einen Zähler unter dem Niveau von vor zwei Wochen. Dabei hat sich ein Großteil der ehemaligen Bären wieder direkt ins Bullenlager begeben - die Gruppe, die 7 Prozent aller Befragten ausmachte, hat damit ihre Absicherungsverkäufe der Vorwoche wieder aufgelöst. Im besten Fall haben diese Akteure etwas mehr als die von uns in der vergangenen Erhebung angepeilten 2 Prozent (ausgehend von 12.200 DAX Zählern) bei zeitlich geschickt platzierten Rückkäufen eingestrichen. Oder aber im Wochenvergleich ein halbes Prozent bezahlen müssen.

Auch bei den Privatanlegern hat sich ein Stimmungswechsel vollzogen, allerdings nur in kleinem Rahmen. Auch in dieser Gruppe wurden Absicherungen gegenüber einem Kursverfall des DAX angesichts der sich beruhigenden geopolitischen Situation wieder aufgelöst. Da allerdings bei den Privatanlegern wohl immer noch eine gewisse Risikoaversion vorherrscht, haben sich die ehemaligen Bären (insgesamt 6 Prozent aller Befragten) praktisch vollumfänglich den neutral gestimmten Akteuren angeschlossen. Deswegen stieg der Börse Frankfurt Sentiment-Index hier von -6 Punkte auf die neutrale Linie von 0 Punkte.

Halbherzig bullish

Interessanterweise wurde gestern die August-Umfrage unter internationalen Fondsmanagern von BofA Merrill Lynch veröffentlicht, aus der sich oftmals Rückschlüsse auf die internationalen Kapitalströme ziehen lassen. Danach dürfte es zumindest bis zum Umfrageende (die Erhebung umfasst den Zeitraum vom 4. bis zum 10. August) nicht zu dramatischen Kapitalbewegungen gekommen sein. Denn per Saldo zeigten sich netto 56 Prozent der Investoren in Aktien der Eurozone übergewichtet - ein Ergebnis, das ähnlich wie das der vergangenen vier Monate ausgefallen ist. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Kassehaltung der europäischen Investoren mit einer Quote von 5,3 Prozent nicht nur den höchsten Stand seit März 2003 erreicht hat, sondern zuletzt deutlich höher als die der internationalen Investoren insgesamt (immer noch stattliche 4,9 Prozent) war.

Im Zusammenspiel mit unserer eigenen Stimmungserhebung könnte man daraus folgern, dass die heimischen Investoren zwar mehrheitlich bullish gestimmt, aber womöglich nicht mit vollem Herzen investiert sind. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, müsste man den heutigen Börse Frankfurt Sentiment-Index im Vergleich zu vor 14 Tagen etwas anders bewerten: Zwar befindet sich der Index sowohl absolut als auch im 6-Monatsvergleich in bullishem Terrain, was sich aufgrund baldiger Gewinnmitnahmen (normalerweise etwa bei 12.400 Zählern) eher dämpfend auf die Entwicklung des DAX auswirken würde. Sind jedoch die Engagements wie von uns vermutet nicht wirklich massiv, dürfte für das Börsenbarometer an der Oberseite auch mehr drin sein. Ob daraus ein richtiger Trend entstehen kann, ist jedoch ohne die Mitwirkung frischen langfristigen Kapitals fraglich.

16. August 2017, © Goldberg & Goldberg für boerse-frankfurt.de

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)



Quelle: dpa


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