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Börse Frankfurt-News: Nachhaltigkeit und Technologie ins Depot statt Asien (Fonds)

Montag, 20.09.21 10:43
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FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 17. September 2021. Trotz neuer Rekordstände an vielen Börsen: Der Sommer hat seine gewohnten saisonalen Spuren in den Orderbüchern hinterlassen. Verhaltene Umsätze prägen den Fonds-Handel im August und Anfang September. Vor allem chinesische Aktien-Fonds stehen auf den Verkaufslisten. Dafür dominieren Technologie und Nachhaltigkeit.

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Konjunktur-, Inflations- und Zinssorgen, Lieferengpässe, Covid-Ausbrüche - die Risiken für Wirtschaft und Börsen bleiben. Dennoch stiegen viele Börsen auf Rekordhöhen. Außer in Asien: Hier schlugen Regulierungen in den Branchen Bildung und Technologie zu und verunsichern die InvestorInnen weltweit. Branchenseitige Umschichtungen gehen zu Lasten der Biotechs, zu Gunsten von Technologie und Nachhaltigkeit.

Skepsis gegenüber Chinas Regulierung: Asien auf Verkaufslisten

"Insbesondere Aktien- und Mischfonds aus den USA, Deutschland und Europa wurden in den letzten Wochen verkauft", berichtet Matthias Präger von der Baader Bank. Allerdings mit niedrigen Umsätzen. "Ein typischer Spätsommer."

Extrem war die Entwicklung dagegen in Asien, mit den Kursverlusten vor allem des chinesischen Aktienmarktes. Die Regulierung dort verunsichert viele." Verkauft wurden in Konsequenz chinesische Aktien-Fonds der Comgest Growth China EUR Acc Fonds mit der (),  der UBS (Lux) Equity Fund- Greater China P Fonds, () sowie der BNP Paribas Funds China Equity C (), zählt Präger auf.

Die Kursentwicklung an den chinesischen Aktienmärkten nahm andere asiatische Märkte mit in Sippenhaft, Märkte wie Australien konnten sich dem jedoch entziehen. Unter den größten Positionen mit Fokus Deutschland bzw. Europa waren nach Angaben von Präger Verkäufe des Fidelity Funds - European Growth Fund A () und der DWS Eurovesta Fonds, (). 

Hingegen war der BlackRock Global Funds - Continental European Flexible Fonds, (), gesucht, wie auch der DWS Aktienstrategie Deutschland Fonds, ().

Global dürften Gewinnmitnahmen den Handel des UniGlobal Fonds () und des Morgan Stanley Investment Funds Global Opportunity, () geprägt haben. Käufe bei moderaten Umsätzen stehen im Orderbuch beim DWS Top Dividende LD Fonds ().

Auch in den Orderbüchern der ICF Bank zeigte sich, dass der breite Aktienmarkt global weniger gefragt war, erklärt Duisberg: "In der Krise hatten viele mehr Angst und setzten mehr auf Sicherheit, und damit den breiten Markt. Jetzt sind sie wieder forscher."

Technologie und ESG statt Gold

Duisberg bearbeitet rege Käufen von Anteilen an Technologie- und Nachhaltigkeits-Fonds - also zwei Gegensätze: Im Spätsommer erreichten die Technologie-Indizes an der Nasdaq ein Rekordhoch nach dem anderen. Einige Fonds würden nun deutlich über NAV gekauft, wie der Fidelity Global Technology Fund, () oder der BlackRock Global Funds - World Technology Fund  (). Hier gäbe es fast nur Käufer.

Unter den Nachhaltigkeitsprodukten dominierten bei der ICF Bank der BlackRock Global Funds -  Sustainable Energy Fund mit der  () sowie der ÖkoWorld Rock ŽnŽRoll Fonds mit der (). Hingegen nehme das Interesse an Biotech derzeit etwas ab. Bei Aktien- bzw. Mischfonds sei ebenfalls weniger los, das treffe auch die bekannten Klassiker wie der Flossbach von Storch Multiple Opportunities R Fonds ().

Auch goldbezogenen Fonds war der Handel ruhiger, berichtet Präger. "Der Goldpreis hat sich über den Sommer wenig bewegt, und die Inflationsdiskussion sind die AnlegerInnen inzwischen gewohnt. Das Sentiment ist derzeit recht ausgeglichen." Gesucht war der BGF World Gold Fund, (), verkauft wurde hingegen das minenorientierte Produkt BGF World Mining Fund mit der ().

Evergrande ist keine Belastung

Die Geschehnisse um  den Immobilien-Konzern Evergrande in China drücken hingegen gar nicht auf die Stimmung bei Immobilienfonds-Anleger*nnen hierzulande. "Dass Anleger*nnen zwischen dem chinesischen Markt und dem deutschen bzw. europäischen differenzieren, ist ein gutes Zeichen", sagt Präger. 

Duisberg sieht regere Umsätze in den vergangenen Wochen und engere Spreads bei Fonds wie dem WestInvest InterSelect () oder dem Fokus Wohnen Deutschland Fonds (). Bei letzterem habe zugleich eine starke Kurserholung eingesetzt. "Nach dem Abrutschen in der Krise hat sich der Fonds sehr gut erholt", weiß Duisberg. Außerdem liefen die Immobilien-Fonds-Klassiker gewohnt gut: "Gute Umsätze gibt es beim Deka-Immobilien EuropaFonds () und beim grundbesitz Fokus Deutschland RC ()."

In China steigen derzeit die Sorgen über die Zahlungsfähigkeit des Immobilien-Konzerns Evergrande. Das Unternehmen ist mit 300 Milliarden US-Dollar verschuldet und gilt als höchstverschuldeter Immobilien-Konzern weltweit. Ob der drohenden Zahlungsunfähigkeit brach der Aktienkurs ein, Rating-Agenturen stuften das Unternehmen ab.

Von Antje Erhard, 

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17. September 2021 © Deutsche Börse

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)



Quelle: dpa-AFX


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