Börse Frankfurt Schluss: DAX deutlich fester, US-Vorgaben treiben an

Dienstag, 14.06.11 18:00
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Leitbörsen konnten am Dienstag mit Gewinnen in den Feierabend gehen. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) gewann 1,69 Prozent auf 7.204,79 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) legte um 1,16 Prozent auf 10.693,27 Stellen zu. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) ging es derweil um 0,51 Prozent nach oben auf 5.416,44 Zähler. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) verbesserte sich um 1,66 Prozent auf 892,20 Punkte. Der Bund Future verlor 0,39 Prozent auf 125,45 Zähler, während der Euro um 0,40 Prozent auf 1,4473 US-Dollar zulegen konnte.

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Nachdem die deutschen Leitbörsen am Morgen mit deutlichen Zugewinnen in den Handelstag gestartet waren, wurde der Handel in Frankfurt durch starke Vorgaben aus den USA weiter beflügelt. So konnte der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) nach dem verhaltenen Handelsverlauf am Vorabend mit Zugewinnen von mehr als 0,9 Prozent starten. Dabei sorgten besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA und China für positive Impulse. Zum Xetra-Schluss zeigten sich die US-Indizes weiter freundlich, Der Dow Jones legte unter anderem um 0,9 Prozent zu.

Im DAX konnte unter anderem HeidelbergCement nach einer positiven Analystennote mit Zugewinnen von zeitweise mehr als 3 Prozent die Spitze übernehmen. Am ende reichte es jedoch nur für Platz Zwei. Anteilsscheine der Deutschen Telekom waren nach positiven Analystenstimmen gefragt, wobei die Aktie am Ende mit einem Plus von 2,87 Prozent den Spitzenplatz erreichen konnte. Daneben waren auch Bayer, Deutsche Post und SAP unter den größten Gewinnern zu finden. .

Der Chemiekonzern BASF (ISIN DE000BASF111/ WKN BASF11) kündigte am Dienstag die Erweiterung seiner die Compoundier-Kapazitäten für die technischen Kunststoffe Ultramid (Polyamid) und Ultradur (PBT: Polybutylenterephthalat) am Standort Schwarzheide um 10.000 Jahrestonnen an. Wie der weltweit führende Chemiekonzern bekannt gab, ist dies der erste Schritt der Kapazitäts¬erweiterungen, die aufgrund der deutlich gestiegenen Nachfrage in Europa geplant sind. Bereits im ersten Quartal 2011 hat die BASF die Verdopplung ihrer Compoundier-Kapazitäten für technische Kunststoffe in China und Korea angekündigt. Am Ende konnte die Aktie mehr als 2,1 Prozent zulegen.

Deutlichere Aufschläge von knapp 2 Prozent waren daneben beim Technologiekonzern Linde (ISIN DE0006483001/ WKN 648300) auszumachen. Am Morgen wurde bekannt, dass der Konzern die größte Luftzerlegungsanlage in Indonesien errichtet. Demnach werde Linde das indonesische Stahlunternehmen PT. Krakatau POSCO (PTKP) langfristig mit Industriegasen versorgen. Einen entsprechenden Vertrag hätten PT. Linde Indonesia, Lindes indonesische Landesgesellschaft, und PTKP kürzlich unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung werde Linde am Standort Cilegon, etwa 100 Kilometer westlich von Jakarta, die größte Luftzerlegungsanlage (LZA) des Landes errichten und hierfür insgesamt rund 88 Mio. Euro investieren, teilte der Konzern weiter mit.

Am unteren Ende befanden sich Beiersdorf und ThyssenKrupp, wobei hier Abschläge von 0,7 bzw. 0,3 Prozent auszumachen waren. Anteilsscheine der Deutschen Börse (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) tendieren leicht schwächer. Zuvor wurde bekannt, dass die Wiener Börse ihren Xetra-Vertrag vorzeitig verlängert hat. Demnach werde der elektronische Wertpapierhandel der Wiener Börse bis mindestens Ende 2017 mit dem Handelssystem der Deutschen Börse betrieben. Die Wiener Börse AG habe den Xetra-Vertrag mit der Deutsche Börse AG, der Ende 2012 auslaufen würde, damit vorzeitig um weitere fünf Jahre verlängert, so der Konzern.

Im MDAX zeigten sich über weite Strecken Anteilsscheine von GAGFAH (ISIN LU0269583422/ WKN A0LBDT) mit einem Zugewinn von teilweise mehr als 6 Prozent an der Spitze. Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung des Immobilienkonzerns hervorgeht, haben die von der Stadt Dresden verklagten WOBA-Gesellschaften heute auf die Klagen erwidert und ihrerseits Widerklagen gegen die Stadt Dresden eingereicht. Darüber hinaus hat die WOBA Dresden GmbH heute eine Klage gegen den Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann persönlich sowie die Stadt Dresden eingereicht. In den Klageerwiderungen und Widerklagen wird dargelegt, dass die Klagen der Stadt Dresden unbegründet und darüber hinaus rechtsmissbräuchlich sind und ihre Erhebung nicht dem Mieterschutz dient, sondern vor allem handfeste wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielen dürften. Am Ende musste der Wert einen Teil seiner Gewinne abgeben und schloss mehr als 3,7 Prozent fester.

An der Spitze waren Praktiker mit Zugewinnen von mehr als 7 Prozent zu finden. Auch Sky konnte nach positiven Analystenstimmen 4,4 Prozent zulegen. Analystenlob beflügelte daneben auch Anteilsscheine Klöckner und GEA.

Am unteren Ende waren unter anderem Gerresheimer, Brenntag und Continental zu finden, wobei sich die Abschläge jedoch sehr in Grenzen hielten.

Im SDAX machte der Maschinenbauer KUKA (ISIN DE0006204407/ WKN 620440) nach einem Großauftrag des Autobauers Daimler AG (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) mit einem Plus von mehr als 2,8 Prozent auf sich aufmerksam. Am oberen Ende rangierten unter anderem SKW und Sixt mit Aufschlägen von mehr als 4 Prozent.

Daneben richtete sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf die Geschäftszahlen von GERRY WEBER (ISIN DE0003304101/ WKN 330410) für das erste Halbjahr. Dabei musste der Wert trotz einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung im ersten Halbjahr Verluste ausweisen. Dabei belasteten unter anderem negative Analystenkommentare und sorgten für Abschläge von mehr als 1,1 Prozent.

Auch Anteilsscheine der Deutschen Beteiligungs AG (ISIN DE0005508105/ WKN 550810) rutschten in die Minuszone. Am Morgen hatte die Beteiligungsgesellschaft für das erste Halbjahr einen Konzerngewinn auf Vorjahresniveau veröffentlicht. Am Ende ging der Wert mit einem Minus von 1,0 Prozent aus dem Handel.

Im TecDAX waren über weite Strecken vor allem Q-Cells gefragt. Nach einem positiven Analystenkommentar konnte die Aktie die Verlustserie der vergangenen Handelstage durchbrechen und legte um mehr als 6,4 Prozent zu. Am Ende musste der Wert jedoch ADVA und Nordex den Vortritt überlassen. Deutlich fester präsentierte sich auch Phoenix Solar (ISIN DE000A0BVU93/ WKN A0BVU9), nachdem der Konzern einen weiteren Auftrag Vertrag über zweiPhotovoltaikkraftwerke in Thailand erhalten hatte. Am Schluss gewann der Wert mehr als 6 Prozent.

Auch SINGULUS (ISIN DE0007238909/ WKN 723890) konnte deutlichere Aufschläge von mehr als 3,2 Prozent ausweisen. Zuvor hatte der Konzern bekannt gegeben, dass er seine Expansionsstrategie im Solar-Segment fortsetzt und auf der Intersolar in München in der vergangenen Woche erfolgreich seine Photovoltaik-Prozessanlagen präsentiert hat.

Ebenfalls gefragt waren Anteilsscheine von Dialog Semiconductor. (ISIN GB0059822006 / WKN 927200). Am Morgen hatte der Technologiekonzern zwei System-Powermanagement-Chips (PMICs) der dritten Generation vorgestellt, die in Tablet-PCs, Smartphones, Embedded-Computern und Multimediageräten eingebaut werden können. .Am Ende reichte es mit einem Aufschlag von mehr als 3,1 Prozent für einen Platz in der Spitzengruppe.

Am unteren Ende waren unter anderem Gigaset mit Abschlägen von 1 Prozent zu finden.

DAX: 7.204,79 (+1,69 Prozent) MDAX: 10.693,27 (+1,16 Prozent) SDAX: 5.416,44 (+0,51 Prozent) TecDAX: 892,20 (+1,66 Prozent) (14.06.2011/ac/n/m)

Quelle: ac




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