Börse Frankfurt am Mittag: Indizes drehen teilweise ins Plus, Hoffnung auf Rettungspaket für Griechenland

Freitag, 17.06.11 13:25
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendieren nach einem schwächeren Handelsstart im Freitaghandel zur Mittagszeit uneinheitlich. Dabei wirkt sich im Handelsverlauf die Hoffnung auf ein neues Rettungspaket für Griechenland positiv aus. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verbessert sich aktuell um 0,65 Prozent auf 7.156,17 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) fällt um 0,38 Prozent auf 10.517,46 Stellen. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) geht es derweil um 0,44 Prozent nach unten auf 5.290,74 Zähler. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) verliert 0,29 Prozent auf 872,04 Punkte. Der Bund Future verliert 0,40 Prozent auf 125,98 Zähler, während der Euro um 0,54 Prozent auf 1,4276 US-Dollar zulegt.

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An der Wall Street zeichnet sich heute eine positive Handelseröffnung ab. So verbessert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,80 Prozent. Der NASDAQ-Future legt um 0,36 Prozent zu, während der S&P-Future 0,94 Prozent gewinnt. Konjunkturseitig werden am Nachmittag noch in den USA die Frühindikatoren für Mai und die Verbraucherstimmung Uni Michigan für Juni erwartet.

Siemens (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) hat sich an dem amerikanischem Photovoltaik-Unternehmen Semprius mit 16 Prozent beteiligt. Das Unternehmen mit Sitz in Durham im US-Bundesstaat North Carolina entwickelt den Angaben zufolge hochkonzentrierende Photovoltaik (PV)-Module. Diese eignen sich vor allem für Regionen mit hoher direkter Sonneneinstrahlung wie beispielsweise dem Sonnengürtel der Erde. Im Juli solle die erste Produktionsanlage gebaut werden. Die Aktie des Technologiekonzerns verteuert sich um 1 Prozent. Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) fahren im DAX derzeit mit einem Abschlag von 0,1 Prozent hinterher, obwohl der Automobilkonzern erstmals nach fünf Monaten über drei Millionen Fahrzeuge verkauft hat. So wurden von Januar bis Mai 2011 weltweit 3,37 (Januar bis Mai 2010: 2,94; +14,6 Prozent) Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Damit verzeichnete Europas größter Automobilhersteller erneut eine deutlich bessere Entwicklung als der Weltmarkt (+6,8 Prozent). Der Energieversorger RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) verlautbarte indes schon gestern, dass er sein Kernkraftwerk Biblis Block B nach Abschluss der Revision in der kommenden Woche nicht anfahren wird. Damit wird auch dem Wunsch der Politik Rechnung getragen, die während des Moratoriums abgeschalteten Anlagen nicht mehr zur regulären Stromerzeugung einzusetzen. Die Aktie verbessert sich um 1,1 Prozent. Ferner stehen heute auch Banktitel im Blick. Einem Pressebericht zufolge wollen die Bankenregulierer höhere Kapitalquoten für die 30 systemrelevanten Banken der Welt beschließen. Deutsche Bank legen um 1,2 Prozent zu, während Commerzbank ebenfalls um 1,2 Prozent vorrücken. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich im DAX momentan die Anteilsscheine von Munich Re mit einem Aufschlag von 2,5 Prozent wieder, während sich die Anleger vornehmlich von den Papieren von K+S trennen, die mit einem Abschlag von 1,8 Prozent die rote Laterne halten.

Im MDAX trennen sich heute die Anleger von der Aktie von Celesio (ISIN DE000CLS1001/ WKN CLS100). Der Arzneigroßhändler teilte gestern mit, dass er im laufenden Geschäftsjahr mit starken zusätzlichen Ergebnisbelastungen aufgrund negativer Entwicklungen in den europäischen Pharmamärkten rechnet. Die Ergebnisbelastungen resultieren vor allem aus inzwischen noch höheren direkten und indirekten Belastungen durch staatliche Sparmaßnahmen in Europa und einer schwachen Entwicklung der Pharmamärkte in Frankreich, Portugal und Dänemark. Darüber hinaus führen staatliche Regulierungseingriffe in Deutschland derzeit zu einem unerwarteten, scharfen Rabattwettbewerb im Pharmagroßhandel. In der Summe sieht die Konzernleitung beim operativen Ergebnis (EBITDA) das untere Ende des Korridors aus heutiger Sicht nicht mehr deutlich über 600 Mio. Euro. Im Anschluss äußerten sich Analysten skeptisch zu der Aktie, die derzeit als schwächster Wert im MDAX um 12,5 Prozent einbricht. Eine positive Nachricht gibt es hingegen heute von PUMA (ISIN DE0006969603/ WKN 696960). So wurde das Schiedsgerichtsurteil eines spanischen Schiedsgerichts vom 02. Juni 2010 zur Einmalzahlung von 98 Mio. Euro durch das Landgericht Madrid mit Urteil vom 14. Juni 2011 aufgehoben. Dadurch ist PUMA den Angaben zufolge nicht länger verpflichtet, die Zahlung von 98 Mio. Euro zu leisten. Der Titel des Sportartikelherstellers verteuert sich um 0,7 Prozent. Schließlich verbessern sich Bilfinger Berger (ISIN DE0005909006/ WKN 590900) um 1 Prozent, nachdem der Konzern den Verkauf seiner noch verbliebenen Bauaktivitäten ihrer amerikanischen Beteiligungsgesellschaft Fru-Con abgeschlossen hat. An der Indexspitze können Sky Deutschland um 3,6 Prozent vorrücken.

Im TecDAX setzen sich Drillisch mit einem Aufschlag von 1,6 Prozent an die Indexspitze. Am Indexende geht es für Evotec um 2,9 Prozent nach unten.

DAX: 7.156,17 (+0,65 Prozent) MDAX: 10.517,46 (-0,38 Prozent) SDAX: 5.290,74 (-0,44 Prozent) TecDAX: 872,04 (-0,29 Prozent) (17.06.2011/ac/n/m)

Quelle: ac




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