Börse Frankfurt am Morgen: Abschläge auf breiter Front, Celesio brechen ein

Freitag, 17.06.11 10:04
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendieren am heutigen dreifachen Hexensabbat im frühen Handel wieder in der Verlustzone. Dabei drückt einmal mehr die schwierige Situation in Griechenland auf die Stimmung. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verschlechtert sich aktuell um 0,75 Prozent auf 7.056,74 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) fällt um 1,10 Prozent auf 10.441,29 Stellen. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) geht es derweil um 0,28 Prozent nach unten auf 5.299,12 Zähler. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) verliert 0,94 Prozent auf 866,31 Punkte. Der Bund Future gewinnt 0,02 Prozent auf 126,51 Zähler, während der Euro um 0,40 Prozent auf 1,4142 US-Dollar nachgibt.

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Die Wall Street zeigte sich am Donnerstag mit uneinheitlichen Tendenzen. Vor dem Hintergrund der Zuspitzung der Lage in Griechenland fürchten sich immer mehr Anleger vor der möglichen Staatspleite des Landes. Allerdings wirken sich die heimischen Konjunkturdaten stützend aus. Neben positiven Daten vom US-Arbeitsmarkt und dem US-Leistungsbilanzdefizit sorgte vor allem der Immobiliensektor für eine Überraschung. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) gewann 0,54 Prozent auf 11.961,37 Punkte, während der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um 0,29 Prozent auf 2.623,70 Punkte nachgab. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) stieg um 0,18 Prozent auf 1.267,64 Punkte.

Der im DAX notierte Energieversorger RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) verlautbarte bereits gestern, dass er sein Kernkraftwerk Biblis Block B nach Abschluss der Revision in der kommenden Woche nicht anfahren wird. Damit wird auch dem Wunsch der Politik Rechnung getragen, die während des Moratoriums abgeschalteten Anlagen nicht mehr zur regulären Stromerzeugung einzusetzen. Die Aktie verschlechtert sich um 0,5 Prozent. Ferner stehen heute auch Banktitel im Blick. Einem Pressebericht zufolge wollen die Bankenregulierer höhere Kapitalquoten für die 30 systemrelevanten Banken der Welt beschließen. Deutsche Bank geben um 0,7 Prozent nach, während Commerzbank 0,4 Prozent an Wert verlieren. Im DAX notieren mit adidas und Fresenius lediglich zwei Titel knapp im grünen Bereich. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren finden sich derweil die Anteilsscheine von K+S mit einem Wertverlust von 1,4 Prozent wieder.

Eine positive Nachricht gibt es heute von PUMA (ISIN DE0006969603/ WKN 696960). So wurde das Schiedsgerichtsurteil eines spanischen Schiedsgerichts vom 02. Juni 2010 zur Einmalzahlung von 98 Mio. Euro durch das Landgericht Madrid mit Urteil vom 14. Juni 2011 aufgehoben. Dadurch ist PUMA den Angaben zufolge nicht länger verpflichtet, die Zahlung von 98 Mio. Euro zu leisten. Der Titel des Sportartikelherstellers verbilligt sich trotzdem um 0,3 Prozent. Gleichzeitig brechen Celesio (ISIN DE000CLS1001/ WKN CLS100) als schwächster Wert um 13,2 Prozent ein. Der Arzneigroßhändler gab gestern bekannt, dass er im laufenden Geschäftsjahr mit starken zusätzlichen Ergebnisbelastungen aufgrund negativer Entwicklungen in den europäischen Pharmamärkten rechnet. Die Ergebnisbelastungen resultieren vor allem aus inzwischen noch höheren direkten und indirekten Belastungen durch staatliche Sparmaßnahmen in Europa und einer schwachen Entwicklung der Pharmamärkte in Frankreich, Portugal und Dänemark. Darüber hinaus führen staatliche Regulierungseingriffe in Deutschland derzeit zu einem unerwarteten, scharfen Rabattwettbewerb im Pharmagroßhandel. In der Summe sieht die Konzernleitung beim operativen Ergebnis (EBITDA) das untere Ende des Korridors aus heutiger Sicht nicht mehr deutlich über 600 Mio. Euro. Im Anschluss äußerten sich Analysten skeptisch zu der Aktie. Schließlich verschlechtern sich Bilfinger Berger (ISIN DE0005909006/ WKN 590900) um 0,5 Prozent, nachdem der Konzern den Verkauf seiner noch verbliebenen Bauaktivitäten ihrer amerikanischen Beteiligungsgesellschaft Fru-Con abgeschlossen hat. An der Indexspitze können Sky Deutschland um 1,4 Prozent vorrücken.

Im TecDAX notieren lediglich drei Werte in der Gewinnzone, wobei Drillisch mit 0,4 Prozent die größten Aufschläge verzeichnen kann. Am Indexende geht es für Dialog Semiconductor um 4,6 Prozent nach unten.

DAX: 7.056,74 (-0,75 Prozent) MDAX: 10.441,29 (-1,10 Prozent) SDAX: 5.299,12 (-0,28 Prozent) TecDAX: 866,31 (-0,94 Prozent) (17.06.2011/ac/n/m)

Quelle: ac




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