Bonus Cap 9 2019/09 auf thyssenkrupp: Übertriebene Verluste - Zertifikateanalyse

Donnerstag, 21.03.19 09:45
Bonus Cap 9 2019/09 auf thyssenkrupp: Übertriebene Verluste - Zertifikateanalyse
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Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von thyssenkrupp (ISIN DE0007500001 / WKN 750000) ein Bonus Cap 9 2019/09 (ISIN DE000DDW0E44 / WKN DDW0E4) mit dem Basiswert thyssenkrupp vor.

thyssenkrupp sei ein diversifizierter Industriekonzern mit traditionell hoher Werkstoffkompetenz und einem wachsenden Anteil an Industriegüter- und Dienstleistungsgeschäften. Der Konzern beschäftige rund 160.000 Mitarbeiter in rund 78 Ländern und rund 1.900 Standorten. thyssenkrupp habe im Geschäftsjahr 2017/18 einen Umsatz von rund 43 Mrd. Euro erwirtschaftet.

Aktuell würden die Verhandlungen mit Wettbewerbsbehörden laufen und ungefähr Mitte Mai 2019 werde die Entscheidung der EU erwartet, welche Auflagen erfüllt werden müssten, damit ein geplantes Joint-Venture zwischen thyssenkrupp und Tata Steel genehmigt werde. Erwartet würden durch dieses Joint-Venture Synergien von 400 bis 500 Mio. p.a. und eine bilanzielle Entlastung.

Ein Scheitern, das wir für wenig wahrscheinlich halten und mittlerweile bereits teilweise eingepreist sein sollte, erwarten wir nur dann, wenn die EU so umfangreiche Zugeständnisse fordert, dass die wirtschaftliche Logik des Joint-Ventures infrage zu stellen ist; wenn beispielsweise der Verkauf oder die Stilllegung zentraler Standorte gefordert werden, so das DZ BANK-Derivate-Team. Sollte das Joint-Venture gelingen, rechne man mit einer deutlich positiven Reaktion der Aktie.

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in der Aktie stünden verschiedene Zertifikate mit dem Basiswert thyssenkrupp zur Verfügung, z.B. Bonuszertifikate.

Klassische Bonuszertifikate seien je nach Laufzeit und in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Merkmalen des zugrunde liegenden Basiswertes mit einer spezifischen Barriere und einem anfangs festgelegten Bonusbetrag ausgestattet. Anleger hätten die Chance auf Auszahlung mindestens eines festen Bonusbetrages am Laufzeitende, wenn der Basiswert während der Laufzeit des Zertifikates eine anfangs festgelegte Kursschwelle, die so genannte Barriere, niemals berühre oder unterschreite. Das bedeute, dass Anleger am Ende der Laufzeit auch dann mindestens den Bonusbetrag ausbezahlt bekommen könnten, wenn der Basiswert während der Laufzeit des Zertifikates eine leicht negative Wertentwicklung aufweise. Voraussetzung hierfür sei allerdings, dass die Barriere nicht berührt oder unterschritten worden sei.

Werde diese Barriere während der Laufzeit jedoch einmal berührt oder unterschritten, würden Anleger mit dem Bonuszertifikat Verlustrisiken tragen, die mit einer Direktinvestition in den zugrunde liegenden Basiswert vergleichbar seien.

Ansprüche aus dem zugrunde liegenden Basiswert (im Fall einer Aktie: Z.B. Stimmrechte, Dividenden) stünden dem Anleger nicht zu. Während der Laufzeit erhalte der Anleger keine Zinsen oder sonstigen Erträge. Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag niedriger sei als der gezahlte Kaufpreis. Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals sei möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei auch möglich, wenn der Emittent eines Bonuszertifikats seine Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen könne.

Ein Bonuszertifikat eigne sich somit für Anleger, die in erster Linie eine Seitwärtsbewegung des zugrunde liegenden Basiswertes erwarten würden, eine positive Rendite anstreben würden und in der Lage seien, etwaige Verlustrisiken zu tragen.

Bei Bonuszertifikaten mit Cap liege der Unterschied zu klassischen Bonuszertifikaten darin, dass der Rückzahlungsbetrag nach oben hin auf den Bonusbetrag, der auch Höchstbetrag genannt werde, begrenzt sei. D.h. eine Teilnahme an einer positiven Wertentwicklung des Basiswerts über den Cap (obere Preisgrenze) hinaus erfolge nicht. (Ausgabe vom 18.03.2019) (21.03.2019/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: ac


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