Call auf Linde: Mehr gute Nachrichten - Optionsscheineanalyse

Freitag, 16.11.18 11:00
Call auf Linde: Mehr gute Nachrichten - Optionsscheineanalyse
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Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Jürgen Sterzbach von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Call-Optionsschein (ISIN DE000DS8SHW8 / WKN DS8SHW) der Deutschen Bank auf die Aktie von Linde (ISIN DE0006483001 / WKN 648300) vor.

Linde, gegründet 1879 von Carl von Linde, habe erst vor kurzem erfolgreich die Übernahme des US-Wettbewerbers Praxair zum Abschluss gebracht. Seitdem firmiere der Konzern als Public Limited Company mit juristischem Firmensitz im irischen Dublin. Es sei die Rückkehr zu den eigenen Wurzeln gewesen: Auch Praxairs Vorläufer, die amerikanische Tochtergesellschaft Linde Air Products, sei 1907 von Carl von Linde gegründet worden, doch im Ersten Weltkrieg konfisziert und 1917 in den US-Chemiekonzern Union Carbide eingebracht worden.

Durch den Zusammenschluss gehöre der neu entstandene Konzern zu den Schwergerichten am deutschen Aktienmarkt. An der Marktkapitalisierung gemessen, seien derzeit nur Siemens, SAP und Allianz noch gewichtiger. Lindes Kerngeschäft seien Gase und Prozessanlagen, die jene Gase gewinnen oder herstellen würden. Im Bereich der Industriegase gelte Linde als Weltmarktführer vor dem französischen Konkurrenten Air Liquide. Bei den vor kurzem vorgelegten Zahlen zum dritten Quartal habe vor allem der Anlagenbau herausgeragt.

Linde sei gut durch die ersten neun Monate des laufenden Jahres gekommen und habe sich zuversichtlich geäußert, dass Umsatz und Ergebnis im gesamten Jahr das obere Ende der avisierten Spanne erreichen könnten. Das bereinigte operative Ergebnis solle innerhalb einer Bandbreite liegen, die vom Vorjahresniveau bis zu einem Plus von fünf Prozent reiche. Als Rendite auf das eingesetzte Kapital strebe Linde rund zehn Prozent an. Auch Praxair habe Umsatz und Gewinn im dritten Quartal gesteigert. Diese Ergebnisse seien aber noch nicht in die Linde-Zahlen mit eingeflossen.

Technisch bewege sich die Linde-Aktie im seit April bestehenden Aufwärtstrend, der aktuell zwischen 131 und 156 Euro beschrieben werden könne. Von August bis Oktober hätten die Notierungen zuletzt dessen Unterseite bestätigt, anschließend Ende Oktober ein Hoch bei 148,70 Euro erreicht, doch hätten in den vergangenen Tagen mit einem schwankenden Marktumfeld wieder in Richtung der Unterseite tendiert. Diese sollte allerdings nicht nachhaltig unterschritten werden, um die auf Sicht ansteigende Tendenz fortsetzen zu können.

Analysten hätten sich zuletzt in der Mehrheit positiv zur Linde-Aktie geäußert. Das Analysehaus Jefferies habe die Aktie nach den Quartalszahlen weiterhin als Kauf bewertet. Zur gleichen Bewertung sei das Analysehaus Kepler Cheuvreux gekommen. Kursziele hätten beide nicht genannt. Die Deutsche Bank habe dagegen ihr Ziel von 227 auf 245 Euro angehoben, da der Konzern bei Gasen und Anlagen besser abgeschnitten habe, als vom zuständigen Analysten erwartet. Mit einem Ziel von 157,50 Euro habe sich die Baader Bank dagegen vorsichtiger optimistisch geäußert.

Mit einem Call-Optionsschein könnten risikofreudige Anleger, die von einer steigenden Linde-Aktie ausgehen würden, überproportional profitieren. Der klassische Optionsschein mit einem Basispreis bei 130 Euro und einer Fälligkeit am 19.06.2019 könnte eine Rendite von 152 Prozent erzielen, wenn die Aktie bis zum Laufzeitende auf 160 Euro steige. Sollte sie höher steigen oder das Ziel vorzeitig erreichen, könnte sie eine höhere Rendite erzielen.

Zu beachten sei: Falls die Linde-Aktie am Bewertungstag unter 130 Euro schließe, verfalle der Optionsschein wertlos. Sonst werde die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Bezugsverhältnis von 0,1 ausbezahlt. Um aktuell einen Gewinn zu erzielen, müsste die Aktie am Bewertungstag bei 142,40 Euro (Break-Even-Punkt) schließen. Ein Ausstieg aus dieser spekulativen Idee könnte erwogen werden, sollte die Aktie unter 130 Euro fallen. (16.11.2018/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: ac


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