Call auf MDAX: Weltmarktführerindex - Optionsscheineanalyse

Freitag, 28.12.18 11:28
Call auf MDAX: Weltmarktführerindex - Optionsscheineanalyse
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Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Jürgen Sterzbach von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Call-Optionsschein (ISIN DE000DL98NX5 / WKN DL98NX) der Deutschen Bank auf den MDAX (ISIN DE0008467416 / WKN 846741) vor.

Der Fokus am Aktienmarkt sei meist auf den einen Leitindex gerichtet. In Deutschland nehme der DAX diese prominente Rolle ein. So stehe die erste Börsenliga stellvertretend für einen steigenden Markt, und andersherum. Entsprechend würden auch die Prognosen der Analysten auf den DAX abzielen. Das "Handelsblatt" habe 30 Banken befragt, ob der DAX im Jahr 2019 steigen werde. Sie würden im Durchschnitt von einem um 15 Prozent steigenden Index ausgehen. Aber warum nicht über den DAX-Tellerrand hinaus blicken?

Denn die Entwicklung im DAX im Jahr 2018 sei alles andere als erfreulich gewesen. Nehme man nicht den Performance-Index, der gewöhnlich ausgegeben werde, sondern den Kurs-Index, also ohne Berechnung der Dividenden und somit mit anderen Indices vergleichbar, die ebenso berechnet würden, habe sich bis gestern zum Handelsschluss ein Minus von 22 Prozent im laufenden Jahr ergeben. Der Dow Jones bewege sich kurz vor dem Jahresende mit sechs Prozent im Minus, der S&P 500 habe im fast beendeten Jahr um sieben Prozent nachgegeben.

Zwar weise der MDAX im Jahr 2018 auf ein ähnliches Minus auf wie der DAX, doch würden sich in der zweiten Börsenliga viele Weltmarktführer in Nischen tummeln. Deutschlands Werte aus der zweiten Reihe hätten sich dem allgemeinen Sog nach unten nicht entziehen können. Jedoch habe es rühmliche Ausnahmen gegeben: Mit einer Steigerung von 80 auf 110 Euro habe der MDAX-Spitzenreiter Sartorius den Anlegern mit einem Plus von 37 Prozent besonders viel Freude bereitet. Commerzbank und Wacker Chemie würden dagegen die Performance trüben.

Weiterhin erwähnenswert: Mit einer Dividendenrendite von 10 Prozent schlage die Aktie von freenet alle 30 DAX-Werte. Auch die Aareal Bank bringe es hier auf eine Rendite von 9,4 Prozent. Im DAX an erster Stelle gebe es bei Daimler dagegen zwar respektable 7,8 Prozent, doch weitaus weniger. Gestern seien in den Indices der DAX-Familie noch einmal Änderungen vorgenommen worden. Seitdem gehöre der Medizintechnik-Hersteller Carl Zeiss Meditec dem Mittelwerte-Index an und habe dort den Ticket-Vermarkter CTS EVENTIM ersetzt.

Aus technischer Sicht könnte der MDAX das Schlimmste schon hinter sich haben. In den letzten vier Monaten sei der Index von rund 27.000 Punkten auf 21.300 Punkte abgerutscht und befinde sich auf dem tiefsten Stand seit Ende 2016. Das sehe auf den ersten Blick wüst aus, doch komme den Notierungen nun der langfristige Aufwärtstrend entgegen, der aktuell zwischen 19.000 und 29.000 Punkten beschrieben werden könnte. Spätestens hier müsste die Trendwende erfolgen, wonach sich der Aufwärtstrend fortsetzen könnte.

Mit einem Call-Optionsschein könnten risikofreudige Anleger, die von einem steigenden MDAX ausgehen würden, hier überproportional profitieren. Der klassische Optionsschein mit einem Basispreis bei 17.000 Punkten und einer Fälligkeit am 18.12.2019 könnte eine Rendite von 108 Prozent erzielen, wenn der Index bis zum Laufzeitende auf 27.000 Punkte steige. Sollte er höher steigen oder das Ziel vorzeitig erreichen, wäre eine höhere Rendite möglich.

Zu beachten sei: Falls der MDAX zur Bewertung unter 17.000 Punkten schließe, verfalle der Optionsschein wertlos. Sonst werde die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Bezugsverhältnis von 0,001 ausbezahlt. Um aktuell einen Gewinn zu erzielen, müsste der Index am Bewertungstag bei 25.800 Punkten (Break-Even-Punkt) schließen. Ein Ausstieg aus der spekulativen Idee wäre zu erwägen, sollte der Index unter 20.000 Punkte fallen. (28.12.2018/oc/a/i)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: ac


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