Capped Bonus-Zertifikat auf Fielmann: Expansion im Ausland geplant - Zertifikateanalyse

Donnerstag, 05.09.19 11:15
Capped Bonus-Zertifikat auf Fielmann: Expansion im Ausland geplant - Zertifikateanalyse
Bildquelle: iStock by Getty Images
Schwarzach am Main (www.zertifikatecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" präsentieren in ihrer aktuellen Ausgabe ein Capped Bonus-Zertifikat (ISIN DE000UY6ET42 / WKN UY6ET4) von der UBS auf die Fielmann-Aktie (ISIN DE0005772206 / WKN 577220).

Bei Fielmann stünden die Zeichen weiter auf Expansion. In den nächsten Jahren werde man die Märkte in vier weiteren Ländern erschließen, habe die Optikerkette bei der Vorlage des Halbjahresberichts vergangene Woche mitgeteilt. Dabei setze das Unternehmen auch auf Übernahmen. Erst kürzlich habe Fielmann angekündigt, zum 1. September die Mehrheit an dem slowenischen Marktführer Optika Clarus zu übernehmen und sich damit den 14. Markt zu erschließen. Darüber hinaus habe das Unternehmen in den ersten sechs Monaten mehrere Geschäfte in Italien eröffnet und plane in diesem Jahr mindestens vier weitere Neueröffnungen südlich der Alpen.

Ansonsten sei dem Geschäftsbericht wenig Neues zu entnehmen gewesen. Die Optikerkette habe bereits Mitte Juli zur Hauptversammlung vorläufige Zahlen vorgelegt. Demnach sei das Vorsteuerergebnis endgültigen Berechnungen zufolge um 10,4 Prozent auf 60,5 Mio. Euro gestiegen, der Gewinn um 8,1 Prozent auf 40,4 Mio. Euro und der Umsatz bei einem unveränderten Brillenabsatz von 2,1 Mio. Stück um 6,9 Prozent auf 386,4 Mio. Euro.

Die Prognose für 2019 habe das Unternehmen ebenfalls bereits bestätigt. Zuletzt sei Fielmann dank höherer Investitionen von einem leicht beschleunigten Umsatzwachstum ausgegangen. Das Vorsteuerergebnis solle trotz des guten ersten Halbjahres allerdings lediglich das Vorjahresniveau von rund 251 Mio. Euro erreichen. Grund seien hohe Ausgaben für den vorgesehenen Ausbau des Filialnetzes und Digitalisierung. Fielmann habe sich vorgenommen, 2025 einen Außenumsatz von 2,3 Mrd. Euro (2018: 1,65 Mrd. Euro) zu erreichen. Dafür wolle der Konzern in diesem und im kommenden Jahr mehr als 200 Mio. Euro in die Hand nehmen.

Doch daran scheinen sich die Anleger derzeit wenig zu stören, so die Experten. Im Gegenteil: Auf Monatssicht sei die Aktie um fast zehn Prozent geklettert. Seit Jahresbeginn stehe damit ein Plus von 23,6 Prozent angeschrieben. Das schwache Jahr 2018 - damals sei der Kurs von über 74 Euro auf zeitweise weniger als 50 Euro eingeknickt - sei damit fast vergessen. Und gehe man nach Analysten wie Volker Bosse von der Baader Bank, könnte die Aufholjagd durchaus noch eine Weile andauern. Der Experte habe anlässlich der Mehrheitsübernahme von Optiak Clarus die Einstufung für den Titel auf "buy" mit einem Kursziel von 72 Euro belassen, was beim derzeitigen Stand von 66,73 Euro einem weiteren Aufwärtspotenzial von fast acht Prozent entspreche. Der erste Meilenstein der neuen Expansionsstrategie von Fielmann sei damit erreicht, so Bosse. Clarus biete ein profitables Geschäft mit jährlich rund zehn Mio. Euro Umsatz und einem Marktanteil von etwa 30 Prozent in Slowenien.

Doch nicht alle Analysten würden diesen Optimismus teilen: Christian Salis von der Privatbank Hauck & Aufhäuser etwa sehe nach wie vor keinen Grund, die Aktie zu besitzen oder gar zu kaufen. Er gehe davon aus, dass die operative Entwicklung in den kommenden Quartalen zunehmend die Herausforderungen der Optikerkette reflektieren dürfte. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sei der Wettbewerb für Fielmann hart und das Marktwachstum begrenzt, sodass Fielmann international expandieren wolle, so Salis. Dies dürfte wiederum sehr hohe Investitionen erfordern. Er habe daher die Einstufung für Fielmann nach Halbjahreszahlen auf "sell" mit einem Kursziel von 41 Euro belassen.

Zwar stehe Salis mit dieser pessimistischen Einschätzung alleine da, aufgrund der starken Performance in den vergangenen Monaten könne es aber sicher nicht schaden, etwas vorsichtiger an die Aktie heranzutreten. Dazu geeignet sei etwa Bonus Cap der UBS, das eine Rendite von 7,4 Prozent abwerfe, wenn die Aktie bis September 2020 über 54 Euro bleibe. Die Barriere liege damit 19,1 Prozent unter dem aktuellen Kurs und 11,2 Prozent unter dem durchschnittlichen Kursziel der Analysten. (Ausgabe 35/2019) (05.09.2019/zc/a/a)



Quelle: Aktiencheck


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16.10.19
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