Capped Bonus-Zertifikat auf Henkel: Stabilisierung erkennbar - Zertifikateanalyse

Donnerstag, 11.07.19 11:30
Capped Bonus-Zertifikat auf Henkel: Stabilisierung erkennbar - Zertifikateanalyse
Bildquelle: fotolia.com
Schwarzach am Main (www.zertifikatecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" präsentieren in ihrer aktuellen Ausgabe ein Capped Bonus-Zertifikat (ISIN DE000CU089E8 / WKN CU089E) von der Commerzbank auf die Henkel-Aktie (ISIN DE0006048432 / WKN 604843).

Henkel-Aktionäre hätten in den vergangenen Jahren wenig zu lachen gehabt. Seit Mitte 2017 sei die Aktie kontinuierlich bergabgetrudelt. Auch der Start ins neue Jahr sei gehörig danebengegangen: Gleich im Januar habe Henkel eine Gewinnwarnung bekannt geben müssen - wegen höherer Investitionen in Wachstum, habe es zur Begründung geheißen. Ende Mai seien dann noch enttäuschende Quartalszahlen dazu gekommen. Die Aktie sei daraufhin zeitweise auf 80,70 Euro abgerutscht - und damit auf den tiefsten Stand seit Ende 2014.

Inzwischen gebe es jedoch klare Anzeichen für eine Bodenbildung. Auf Monatssicht liege der DAX-Wert mit gut vier Prozent im Plus. Für Erleichterung habe gesorgt, dass der Konsumgüterkonzern auf dem Kapitalmarkttag zum Klebstoffgeschäft seine Ziele für das Gesamtjahr entgegen so mancher Befürchtung nicht gesenkt habe. Demnach solle der Umsatz organisch weiter um zwei bis vier Prozent wachsen und die um einmalige Aufwendungen und Erträge sowie Umbaukosten bereinigte EBIT-Marge 16 bis 17 Prozent erreichen.

Für zusätzlichen Schub hätten Analysten wie John Ennis von Goldman Sachs gesorgt. Er habe die günstige Bewertung zum Anlass genommen, Henkel von "hold" auf "buy" heraufzustufen und das Kursziel von 94 auf 100 Euro anzuheben. Die Aktie werde inzwischen mit einem 25-prozentigen Abschlag zum Sektor gehandelt, so Ennis. Diese Bewertungslücke sollte sie dank einer Beschleunigung des Wachstums aus eigener Kraft im zweiten Halbjahr sowie anziehender operativer Margen (EBIT) schließen können. Selbst wenn der Konzern den Ausblick für dieses Jahr senken würde, wäre dies für Ennis kein Grund zur Vorsicht. Vielmehr eröffne ein schwacher Kurs eine Einstiegsgelegenheit.

Auch Jeremy Fialko von HSBC halte den Kursrutsch für übertrieben, auch wenn das Geschäft in einigen Bereichen schwierig sei. Investitionen dürften das Wachstum im Konsumbereich ankurbeln, glaube er. Zudem halte er das Klebstoffgeschäft für unterbewertet. Fialko habe daher Henkel mit "buy" und einem Kursziel von 107 Euro wieder in die Bewertung aufgenommen. Damit traue er den Papieren einen Anstieg von gut 21 Prozent in den kommenden zwölf Monaten zu.

Bei einem Bonus Cap-Zertifikat der Commerzbank sei die Renditechance mit 10,6 Prozent bzw. 7,1 Prozent p.a. zwar deutlich geringer, den Ertrag würden Anleger aber selbst dann machen, wenn der Kurs der Aktie bis Dezember 2020 nicht unter 68 Euro abrutsche (Abstand: 22,8 Prozent). Dieses Niveau habe das Papier seit März 2013 nicht mehr von unten gesehen. (Ausgabe 27/2019) (11.07.2019/zc/a/a)



Quelle: ac


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