Capped-Bonus-Zertifikat auf Nordex: Spannung vor den Zahlen - Zertifikateanalyse

Donnerstag, 30.07.20 11:40
Capped-Bonus-Zertifikat auf Nordex: Spannung vor den Zahlen - Zertifikateanalyse
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Schwarzach am Main (www.zertifikatecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" präsentieren in ihrer aktuellen Ausgabe ein Capped-Bonus-Zertifikat (ISIN DE000KB189G4 / WKN KB189G) von der Citigroup auf die Nordex-Aktie (ISIN DE000A0D6554 / WKN A0D655).

Frischer Schwung für den Ausbau der Windkraft in Deutschland lasse weiter auf sich warten. Im ersten Halbjahr 2020 seien hierzulande zwar mehr als doppelt so viele neue Windräder an Land gebaut worden wie im Vorjahreszeitraum - es sei aber dennoch das zweitschwächste Ausbau-Halbjahr der vergangenen 15 Jahre gewesen. Das gehe aus Zahlen der Fachagentur Windenergie an Land hervor. "Die Zahlen bleiben weiter dramatisch hinter den Notwendig-keiten der Energiewende zurück", so Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes Windenergie. "Ohne sehr schnelle gesetzliche Regelungen werde die Delle beim Ausbau bis ins Jahr 2022 verlängert."

Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer habe die Zahlen ein "absolutes Desaster" genannt. Die Bundesregierung müsse "endlich handeln". Die habe die Vorwürfe zurückgewiesen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier habe ausrichten lassen, dass sich das Ministerium für eine starke und leistungsfähige Windindustrie in Deutschland einsetze. Bereits im Herbst 2019 sei der "Aktionsplan Wind" vorgelegt worden, der seither Schritt für Schritt abgearbeitet und umgesetzt werde.

Dem Windanlagenbauer Nordex könne die Diskussion eigentlich fast egal sein. Denn der Konzern erziele den Großteil des Geschäfts jenseits der deutschen Grenzen. Auch die jüngsten vielversprechenden Aufträge seien aus dem Ausland gekommen - unter anderem aus Spanien: Neben der Lieferung der Turbinen im Umfang von 312 Megawatt (MW) für den Windpark "Gecama" in der Region Kastilien-La Mancha sei auch ein Service-Vertrag über 20 Jahre vereinbart worden. Für den Kunden, den israelischen Stromerzeuger Enlight Renewable Energy, sei es das erste Projekt in Spanien und die erste Zusammenarbeit mit dem SDAX-Konzern. Nordex wolle die Turbinen in seinem spanischen Werk produzieren, das in derselben Region liege und im August in Betrieb genommen werden solle.

Insgesamt seien bei Nordex im zweiten Jahresviertel Neuaufträge im Volumen von 888 MW hereingekommen - 56 Prozent weniger als im Vorjahr. "Die globale Wirtschaft wird weiterhin erheblich von der Corona-Pandemie beeinträchtigt, das trifft natürlich auch auf uns, unsere Kunden und Zulieferer zu", so Nodex-Chef José Luis Blanco. Über die ersten sechs Monate sei der Auftragseingang allerdings nur um 17 Prozent auf 2,5 Gigawatt zurückgegangen. Spannung verspreche nun die Vorlage der Halbjahreszahlen am 13. August. Im Auftaktviertel habe Nordex noch einen deutlichen Verlust eingefahren und zudem Anfang Mai die Prognose für das laufende Jahr wegen der Corona-Krise zurückgenommen.

Kämen nun erste Anzeichen der Besserung, könnte sich die Erholung der Aktie fortsetzen - ein ideales Szenario für ein Bonus Cap-Zertifikat der Citi. Die Barriere sei bei 5,50 Euro eingezogen. Diese Marke entspreche ungefähr dem Corona-Ausverkaufstief vom März dieses Jahres und liege komfortable 40 Prozent entfernt. Trotz des großen Puffers winke im Juni 2021 ein Ertrag von rund 15 Prozent, wenn die Barriere intakt bleibe. (Ausgabe 30/2020) (30.07.2020/zc/a/a)



Quelle: Aktiencheck


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