Corona-Anstieg: Italiens Regierung erwägt Lockdowns für Hotspots

Samstag, 31.10.20 17:00
News-Schriftzug auf schwarzem Hintergrund.
Bildquelle: pixabay
ROM (dpa-AFX) - Italiens Regierung plant wegen der steil steigenden Corona-Zahlen eine weitere Verschärfung der Maßnahmen zum Gesundheitsschutz. Das bestätigten führende Kabinettsmitglieder am Samstag. Aktuell gebe es laufend neue Treffen in Rom für ein Dekret, "das mit Sicherheit noch restriktiver sein wird", sagte Außenminister Luigi Di Maio der Zeitung "Il Foglio".

Regierungschef Giuseppe Conte sagte bei derselben Veranstaltung in einem Videogespräch: "Die Regierung arbeitet daran, ob sie im Kampf gegen Covid-19 erneut eingreifen muss." Nach Medienberichten sind Lockdowns in Corona-Hotspots wie Mailand und in einigen Regionen im Gespräch. Losgehen könnte es nächste Woche.

Ein Streitpunkt sei, ob der Präsenzunterricht in Schulen eingestellt werden soll, schrieb die Zeitung "La Repubblica". Schulministerin Lucia Azzolina betonte wiederholt, die Bildungsstätten seien "sicher". Die südlichen Regionen Apulien und Kampanien haben dagegen beschlossen, den Präsenzunterricht auszusetzen.

Premier Conte sprach mit Blick auf Anti-Corona-Maßnahmen von einem nationalen Rahmen und verbesserten lokalen Antworten. Zu Schulschließungen sagte er am Samstag, Rom wolle sie vermeiden. Die obersten Ziele blieben jedoch Gesundheit und der Erhalt der Wirtschaft.

Unter anderem in der norditalienischen Lombardei mit der Hauptstadt Mailand ist die Lage so angespannt, dass nach Berichten ein Lockdown erwogen wird. Für Neapel, Genua und Turin würden strenge Sperren ebenfalls geprüft, hieß es.

Conte hatte am Freitag gesagt, ein seit der ersten Corona-Welle geltendes Kündigungsverbot werde bis Ende März 2021 verlängert. Seine Mitte-Links-Regierung hatte die Maßnahmen vor einer Woche verschärft. Theater und Kinos sind geschlossen. Bars und Restaurants dürfen nur noch bis 18.00 Uhr Gäste bedienen. Der Unterricht an Gymnasien muss teilweise online laufen. Seitdem mehren sich die Proteste. Das 60-Millionen-Einwohner-Land registrierte am Freitag über 31 000 Neuinfektionen in 24 Stunden./pky/DP/mis



Quelle: dpa-AFX




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