DAX: Schwergewichte mit saisonalem Rückenwind

Freitag, 28.09.18 09:36
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Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Saisonale Auswertungen liegen häufig für den amerikanischen Aktienmarkt vor, während diese für Deutschland oftmals fehlen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Zu dieser stiefmütterlichen Behandlung des Themas "Saisonalität" hätten die Analysten ein Gegengewicht setzen wollen und hätten die durchschnittliche Entwicklung der zehn DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900)-Schwergewichte über die schwierigen Sommermonate untersucht. Da der seinerzeit herausgearbeitete saisonale Bremsklotz so gut funktioniert habe und weil sich die saisonalen Rahmenbedingungen im vierten Quartal bessern würden, sei es Zeit für ein Update. Konkret möchten die Analysten untersuchen, wie sich die zehn größten DAX-Titel - gemessen an der Marktkapitalisierung von SAP (ISIN DE0007164600 / WKN 716460) bis zur Deutschen Post (ISIN DE0005552004 / WKN 555200) - in den letzten drei Monaten des Jahres entwickelt hätten. Als Datenbasis würden dabei die Jahre von 2000 bis 2017 dienen.

Im letzten Quartal habe ein Portfolio aus den DAX-Schwergewichten im Durchschnitt in diesem Jahrtausend um 7,25% zugelegt und stelle dabei seine Benchmark (+5,87%) in den Schatten. Mit anderen Worten: Die größten deutschen Standardwerte scheinen in besonderer Weise von dem saisonalen Phänomen der Jahresendrally zu profitieren, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Die Wertentwicklung sei aber nur die eine Seite der Medaille.

Interessant sei darüber hinaus die Trefferquote von gut 79%. D. h. wenn Investoren in jedem letzten Quartal seit Beginn des Jahrtausends auf die zehn größten DAX-Werte gesetzt hätten, wären sie in 79% aller Fälle mit Kursgewinnen belohnt worden. Die Auswertung der Analysten lasse aber noch tiefergehende Erkenntnisse zu. So würden die zehn Schwergewichte in der 2. Dezemberwoche oftmals zu einer Konsolidierung neigen. Diese "Dezember-Delle" dürfte aufgrund der hohen Gewichtung auch den DAX insgesamt belasten. Die Deutsche Telekom (ISIN DE0005557508 / WKN 555750) neige sogar im gesamten Dezember zu einer Schwächephase. Hier gehe der Jahresendrally - gemessen am durchschnittlichen Verlauf von 2000 bis 2017 - bereits Ende November die Puste aus.

Dagegen weise die SAP-Aktie in diesem Jahrtausend eine saisonal sehr starke Phase insbesondere von Anfang Oktober bis Anfang November auf. In diesem kurzen Zeitraum würden die Gewinne sogar höher als im gesamten saisonal günstigen Schlussquartal ausfallen. Pfiffige Investoren könnten deshalb auf die Idee kommen, in den letzten drei Monaten zunächst auf die SAP-Aktie und danach z. B. auf die adidas-Aktie (ISIN DE000A1EWWW0 / WKN A1EWWW) zu setzen, die erst im November den Jahresschlussspurt einläute. Solche "saisonalen Paare" könnten die Performance in Q4 zusätzlich aufpeppen. (28.09.2018/ac/a/m)



Quelle: ac


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