DB-Cargo-Chefin Nikutta legt neue Strategie für Güterverkehr vor

Mittwoch, 16.09.20 12:07
DB-Cargo-Chefin Nikutta legt neue Strategie für Güterverkehr vor
Bildquelle: Adobe Stock
BERLIN (dpa-AFX) - Mit mehr Angeboten für Kunden will die Güterverkehrs-Chefin der Deutschen Bahn, Sigrid Nikutta, die Sparte aus der Krise führen. Die neue Strategie präsentierte die Vorsitzende der Bahn-Tochter DB-Cargo im Aufsichtsrat des Gesamtkonzerns. "Wir erweitern unser Angebot von dem, was wir heute schwerpunktmäßig sind, ein Schienenverkehrsunternehmen, zu einem europäischen Bahnlogistiker", sagte Nikutta im Anschluss an die Sitzung vom Dienstag.

Dazu gehöre etwa die Stärkung des teuren und aufwendigen Einzelwagenverkehrs. Dabei werden einzelne Waggons beim Kunden abgeholt, in Rangierbahnhöfen zu langen Zügen zusammengeschlossen und am Zielort wieder einzeln weiter transportiert. Bislang mussten die Kunden dafür einen Gleisanschluss vorhalten. Das soll sich nun ändern. "Wir werden sehr stark reingehen in das Thema abholen beim Kunden, natürlich wenn er einen Schienenanschluss hat, aber auch, wenn er eben keinen hat", sagte Nikutta.

Gleichzeitig sollen neue Umschlagterminals gebaut werden, wo Güter etwa von der Straße auf die Schiene verladen werden können. Außerdem will die DB-Cargo-Chefin Partnerschaften mit anderen Dienstleistern eingehen, etwa beim Betrieb der Terminals. Dieser Punkt wird von Gewerkschaften kritisiert. Sie fürchten eine Auslagerung von Arbeit an Dritte, um Kosten zu sparen. Das Thema spielt auch bei den derzeit laufenden Tarifverhandlungen mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG eine Rolle.

Die neue Strategie ist verbunden mit hohen Investitionen in neue Technik wie modulare Güterwaggons oder die Digitale Automatische Kupplung. Der Bund hat der Deutschen Bahn in der Vergangenheit viele Milliarden Euro an Eigenkapitalerhöhungen zugesagt - zuletzt rund fünf Milliarden Euro aufgrund der Corona-Krise. Diese Mittel sollen ausschließlich in die Infrastruktur fließen. Die Güter-Konkurrenten der Bahn haben aber die EU-Kommission kontaktiert. Sie fürchten, dass mit dem Geld vor allem der bundeseigene Konzern zulasten der Wettbewerber gefördert wird./maa/DP/eas



Quelle: dpa-AFX




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