DGAP-News: Deutsche Sparerinnen und Sparer lassen sich durch Corona nicht aus der Ruhe bringen (deutsch)

Mittwoch, 16.09.20 10:05
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Deutsche Sparerinnen und Sparer lassen sich durch Corona nicht aus der Ruhe bringen

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DGAP-News: Union Investment / Schlagwort(e): Studie/Studienergebnisse

Deutsche Sparerinnen und Sparer lassen sich durch Corona nicht aus der Ruhe

bringen (News mit Zusatzmaterial)

16.09.2020 / 10:05

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

* Optimismus bei den eigenen Finanzen

* Anleger sitzen Corona-Krise aus

* Chancenreiche Geldanlagen sind zunehmend attraktiv

* Verantwortungsvolle Unternehmensführung ist den Deutschen wichtig

Frankfurt am Main, 16. September 2020 - Die Corona-Pandemie bringt die

deutschen Sparerinnen und Sparer nicht aus dem Tritt. Sie schauen weiterhin

optimistisch auf ihre eigenen finanziellen Verhältnisse, jedoch eher

skeptisch auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Auch bleiben

sie überwiegend bei ihren bereits vor der Pandemie favorisierten

Geldanlagen. Umschichtungen von Vermögen stehen kaum auf dem Plan. Immer

mehr Menschen zeigen sich jedoch offen für aktienbasierte Geldanlagen, vor

allem Männer. Die Befragten sehen aber durchweg noch Nachholbedarf bei ihrem

Wissen über Aktien. Auch wünschen sie sich, dass Unternehmen mehr soziale

und ökologische Verantwortung übernehmen. Dies sind die Ergebnisse aus dem

aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment, einer repräsentativen

Befragung deutscher Finanzentscheider in privaten Haushalten.

Optimismus bezüglich der eigenen Finanzen bleibt konstant

Trotz der Corona-Pandemie und den damit verbundenen wirtschaftlichen

Unsicherheiten gehen knapp sieben von zehn Anlegerinnen und Anlegern (69

Prozent) davon aus, dass sich bei den eigenen finanziellen Verhältnissen in

den kommenden sechs Monaten nichts ändern wird (Vorquartal: 72 Prozent). Die

Zahl derer, die optimistisch in die Zukunft schauen, steigt im Vergleich zum

zweiten Quartal dieses Jahres um sieben Prozentpunkte auf 19 Prozent und

liegt nun wieder in etwa so hoch wie vor der Pandemie. Die Pessimisten

befinden sich auf dem Rückzug, ihr Anteil liegt bei 12 Prozent. Im Quartal

zuvor waren es noch 16 Prozent. Anders schätzen die Befragten die

gesamtwirtschaftliche Situation für Deutschland ein. Hier hat sich die Zahl

derer, die an gleich bleibende Verhältnisse glauben, in den letzten sechs

Monaten fast halbiert und beträgt nun nur noch 25 Prozent (Vorquartal 48

Prozent). Beinahe zwei Drittel (62 Prozent) rechnen mit einer

Verschlechterung (im ersten Quartal 2020: 40 Prozent), optimistisch schauen

13 Prozent in das nächste halbe Jahr (Vorquartal: acht Prozent). "Dieser

Blick auf die deutsche Konjunktur deckt sich auch mit unserer

volkswirtschaftlichen Einschätzung. Es gibt aber ermutigende Anzeichen, dass

der Tiefpunkt hinter uns liegt. Die Konjunkturerholung hat begonnen, wird

aber dauern", kommentiert Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union

Investment. Mit Blick auf das von der Bundesregierung beschlossene

Konjunkturprogramm befürworten mehr als drei Viertel der Befragten, dass die

Gelder zur Förderung von Zukunftstechnologien genutzt werden.

Anleger sitzen Corona-Krise aus

Trotz der Pandemie und der eingetrübten wirtschaftlichen Entwicklung im Land

ist das Vertrauen in die unbaren Zahlungsmöglichkeiten groß. Nur zehn

Prozent der Befragten möchten mehr Bargeld zuhause aufbewahren als vor der

Corona-Krise. Für die meisten (75 Prozent) ist dies jedoch überhaupt keine

Option. 15 Prozent haben zwar darüber nachgedacht, ihr Verhalten

diesbezüglich aber nicht geändert. Auch ihren derzeitigen Geldanlagen

bleiben die meisten Sparerinnen und Sparer ebenfalls treu. Fast zwei Drittel

(62 Prozent) ziehen keine Umschichtungen in Betracht. "Die deutschen

Sparerinnen und Sparer haben in der Corona-Zeit Ruhe bewahrt. Dies ist in

den ersten Monaten der Pandemie so gewesen und hat sich nun bis in den

Herbst in gleicher Weise fortgesetzt", kommentiert Gay die Ergebnisse.

Entsprechend unverändert bleiben die Top-Sparziele: Altersvorsorge (81

Prozent) und eine Rücklage für Notfälle (79 Prozent) stehen bei den

Deutschen weiterhin im Fokus. Bei der Sparform bleiben Immobilien (72

Prozent), die Betriebsrente (64 Prozent) und Gold (47 Prozent) die Lieblinge

der Anlegerinnen und Anleger hierzulande. Auf Rang vier landen Aktien (42

Prozent), dicht gefolgt von Investmentfonds (37 Prozent) auf Rang fünf.

Chancenreiche Geldanlagen sind attraktiv

Das Interesse an chancenreichen Anlagen ist leicht gestiegen. Aktuell halten

42 Prozent der Befragten es grundsätzlich für sinnvoll, zumindest einen

kleineren Teil ihres Geldes beispielsweise in Aktien zu investieren

(Vorquartal: 39 Prozent). Allerdings sind die Männer bei der Aktienanlage

mutiger als Frauen. 51 Prozent der männlichen Befragten können sich

vorstellen, sich für eine Geldanlage zu entscheiden, die auch Aktien

enthält. Unter den befragten Frauen bejahten dies nur 28 Prozent. "Für alle,

die sich nicht täglich mit einzelnen Aktien beschäftigen möchten, ist ein

Aktienfonds eine gute Möglichkeit, an den Chancen der Kapitalmärkte zu

partizipieren. Der Einstieg mittels eines Sparplans ist übrigens für fast

die Hälfte unserer Befragten attraktiv", erläutert Gay.

Verantwortungsvolle Unternehmensführung ist den Deutschen wichtig

Als Voraussetzung für eine Geldanlage in einzelne Aktien sagen insgesamt 81

Prozent, dass sie gerne mehr über die Aktiengesellschaft wissen möchten,

bevor sie investieren. 72 Prozent möchten allgemein mehr über Aktien wissen.

Als meistgenannte Voraussetzung für ein Aktieninvestment nennen deutsche

Sparerinnen und Sparer (83 Prozent), dass das Unternehmen verantwortungsvoll

und nachhaltig gemanagt wird. Hier sehen viele Anlegerinnen und Anleger noch

Luft nach oben, denn 68 Prozent sind der Meinung, dass deutsche Unternehmen

derzeit ökologische Kriterien nicht ausreichend berücksichtigen. 60 Prozent

erkennen Defizite bei der sozialen Verantwortung. "Diese Anforderungen sind

ein klarer Auftrag an uns als Vermögensverwalter", betont Gay. Daher spreche

Union Investment als aktiver Manager solche Defizite in vielen Gesprächen

mit Vorständen börsennotierter Unternehmen an und beobachte sehr genau, wie

Aktiengesellschaften hier aufgestellt sind, so der Union Investment

Geschäftsführer.

Seit Anfang 2001 ermittelt das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von

Union Investment quartalsweise das Anlegerverhalten. Befragt werden 500

Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die

mindestens eine Geldanlage besitzen. Für das dritte Quartal erhob Forsa die

Daten vom 3. bis 11. August 2020. Bei Umfragewerten, die sich nicht zu 100

Prozent addieren, gibt die Differenz den Anteil der unschlüssigen Befragten

an.

Zusatzmaterial zur Meldung:

Datei:

https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=8f886293489eb19780d07101795b9321

Dateibeschreibung: Grafiken Anlegerbarometer Q3/2020

16.09.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

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1132241 16.09.2020

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Quelle: dpa-AFX




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