EVN Aktie
WKN: 878279 ISIN: AT0000741053
aktueller Kurs:
13,24 EUR
Veränderung:
-0,18 EUR
Veränderung in %:
-1,34 %
weitere Analysen einblenden

DGAP-News: EVN AG: Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2018/19 (deutsch)

Donnerstag, 22.08.19 07:30
Aktien Graph
Bildquelle: iStock by Getty Images
EVN AG: Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2018/19

^

DGAP-News: EVN AG / Schlagwort(e): Zwischenbericht/9-Monatszahlen

EVN AG: Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres

2018/19

22.08.2019 / 07:30

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Highlights

- Rückgang des Konzernergebnisses im Rahmen der Erwartung; Ausblick am

oberen Ende der angenommenen Bandbreite von 160 Mio. Euro bis 180 Mio. Euro

bestätigt

- Gestiegene Großhandelspreise führen zu Rückgang im Vertriebsergebnis;

Vorjahresvergleich durch einmaligen positiven Bewertungseffekt im 3. Quartal

des Vorjahres beeinflusst

- Sehr gute Ergebnisbeiträge aus Windkraft dank gutem Windaufkommen und

Erweiterung der Windkraftkapazitäten; Ausbau-Zwischenziel von rund 370 MW

mehr als ein Jahr früher als geplant erreicht

- EVN beendet Kohleverstromung am Standort Dürnrohr im August 2019

- Investitionsschwerpunkt Trinkwasser - neue Transportleitungen im Wiener

Umland

- Auftragseingang für fünf neue Kläranlagenprojekte im internationalen

Projektgeschäft

Kennzahlen

- Umsatz: +3,5 % auf 1.712,6 Mio. Euro

- EBITDA: -25,5 % auf 435,7 Mio. Euro

- EBIT: -39,0 % auf 236,4 Mio. Euro

- Konzernergebnis: -38,4 % auf 168,2 Mio. Euro

- Nettoverschuldung: 1.000,4 Mio. Euro (30. September 2018: 963,7 Mio. Euro)

Energiewirtschaftliches Umfeld

In Österreich lag der temperaturbedingte Energiebedarf nach dem milden

Winterhalbjahr dank kühler Temperaturen im Mai 2019 wieder nahezu auf

Durchschnittsniveau. In Bulgarien und Nordmazedonien verbesserte sich die

Heizgradsumme zwar im Jahresabstand, lag aber unter dem langjährigen

Schnitt. Die Marktpreise für Strom und CO2-Emissionszertifikate stiegen im

Berichtszeitraum signifikant an, wohingegen jene für Erdgas und vor allem

Kohle

sanken.

EBITDA, EBIT und Konzernergebnis unter Vorjahresniveau

Die Umsatzerlöse der EVN für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres

2018/19 lagen mit 1.712,6 Mio. Euro um 3,5 % über dem Vorjahresniveau.

Getragen wurde dieser Anstieg beispielsweise von deutlichen Zuwächsen in der

erneuerbaren Erzeugung sowie positiven Impulsen aus der Wärmeversorgung.

Gegenläufig dazu wirkten Rückgänge in der thermischen Stromerzeugung und im

Segment Netze sowie eine geänderte, wenn auch ergebnisneutrale

Verrechnungsmethodik für den sogenannten "Ökostrom-Zuschlag" in Bulgarien.

Auch die Entwicklung des Aufwands für Fremdstrombezug und Energieträger war

durch gegenläufige Effekte geprägt. So führten etwa vorgelagerte Netzkosten

zu einem Anstieg, während die erwähnte Änderung in der Verrechnung des

Ökostrom-Zuschlags in Bulgarien aufwandsmindernd wirkte. Die Fremdleistungen

und der sonstige Materialaufwand entwickelten sich per Saldo mit 194,2 Mio.

Euro nahezu stabil.

Der im Berichtszeitraum durch höhere Beschaffungskosten und stichtagsbedingt

negative Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften belastete

Geschäftsverlauf der EVN KG führte in Kombination mit einem geringeren

Ergebnisbeitrag der RAG zu einem Rückgang des Ergebnisanteils der at Equity

einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter auf 17,3 Mio. Euro

(Vorjahr: 160,7 Mio. Euro). Das EBITDA der EVN ging auf Basis dieser

Entwicklungen in den ersten neun Monaten 2018/19 um 25,5 % auf 435,7 Mio.

Euro zurück.

Bei investitionsbedingt etwas gestiegenen Abschreibungen einschließlich der

Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen erzielte die EVN im Berichtszeitraum

ein EBIT von 236,4 Mio. Euro (Vorjahr: 387,2 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis blieb im Berichtszeitraum mit -14,4 Mio. Euro nahezu

stabil. Per Saldo belief sich das Konzernergebnis auf 168,2 Mio. Euro. Damit

lag es um 38,4 % unter jenem des Vergleichszeitraums.

Solide Bilanzstruktur

Die EVN verfügt über eine solide und stabile Kapitalstruktur, die als

Grundlage für die Umsetzung ihrer Investitionsschwerpunkte in

Niederösterreich in den nächsten Jahren dient. Die Nettoverschuldung der EVN

war in den letzten Jahren kontinuierlich reduziert worden und bewegt sich

nunmehr - mit stichtagsbedingten Schwankungen - auf einem Niveau von etwa 1

Mrd. Euro.

Entwicklungen im Energie- und Umweltgeschäft

Energiegeschäft

Unterstützt durch ein deutlich höheres Windaufkommen als im Vorjahr und die

laufende Erweiterung der Windkraftkapazitäten der EVN stieg die

Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie in den ersten drei Quartalen 2018/19

um 6,0 % auf 1.860 GWh. Nach der Inbetriebnahme von zwei neuen Windparks -

Gänserndorf West (6 MW, Repowering, Dezember 2018) und Au am Leithaberge (18

MW, Dezember 2018) - sollen im laufenden Geschäftsjahr noch drei weitere

große Windkraftprojekte in Obersiebenbrunn, Markgrafneusiedl und Glinzendorf

mit einer Gesamtleistung von 31 MW fertiggestellt werden. Die EVN wird damit

zum Ende des Geschäftsjahres über eine Windkraft-Erzeugungskapazität von 367

MW verfügen (30. September 2018: 318 MW) und dadurch ein Ausbau-Zwischenziel

auf dem Weg in Richtung der angestrebten 500 MW Windkraftkapazität vorzeitig

erreichen. Das Wasserdargebot lag in der Berichtsperiode zwar weiterhin über

dem langjährigen Durchschnitt, konnte jedoch das sehr gute Niveau des

Vorjahres nicht erreichen.

Die Stromerzeugung aus Wärmekraftwerken hingegen blieb mit 2.507 GWh um 1,2

% unter dem Niveau des Vorjahres. Hauptgrund dafür war der Rückgang der zur

Engpassvermeidung vertraglich bereitgestellten Reservekapazität. Seit 1.

Oktober 2018 dienen im Gaskraftwerk Theiß 430 MW als Reservekapazität für

das österreichische Übertragungsnetz (Vorjahr: insgesamt 1.090 MW für den

süddeutschen Raum). Der zugrundeliegende Vertrag läuft über drei Jahre. Jene

thermischen Kraftwerkskapazitäten in Theiß und in Korneuburg, für die

derzeit kein Vertrag zur Engpassvermeidung besteht, sind im aktuellen

Marktumfeld konserviert. Angesichts einer Verdreifachung der Preise für

CO2-Emissionszertifikate

innerhalb der letzten eineinhalb Jahre hat die EVN die Stromproduktion im

Steinkohlekraftwerk Dürnrohr im August 2019 vorzeitig eingestellt. Der

Energiestandort Dürnrohr soll jedoch seiner Bedeutung entsprechend weiter

ausgebaut werden. Derzeit errichtet die EVN hier einen zusätzlichen

Gaskessel zur Dampfproduktion für Industriekunden. Eine

Klärschlammverbrennungsanlage und eine großflächige Photovoltaik-Anlage sind

in Planung. In Summe lag die Stromerzeugung der EVN mit 4.367 GWh um 1,7 %

unter dem Vorjahresniveau.

Der Unternehmensstrategie der EVN entsprechend bilden Investitionen in die

Netzinfrastruktur in Niederösterreich einen zentralen Schwerpunkt und

leisten damit einen wesentlichen Beitrag zu verlässlicher

Versorgungssicherheit und -qualität. Umgesetzte Projekte umfassen neben der

Erweiterung und Verstärkung der Leitungsnetze auch die Errichtung neuer

Umspannwerke und Trafostationen.

Umwelt- und Wassergeschäft

Auf dem Brunnenfeld Wienerherberg ging Ende Mai 2019 die neue

Naturfilteranlage, die 18 Gemeinden mit hochwertigem Trinkwasser versorgt,

vom Probe- in den Normalbetrieb über. Einen Investitionsschwerpunkt im

Bereich der Trinkwasserversorgung bildet zudem der Aus- und Neubau

überregionaler Leitungsnetze. Vorhaben wie die kurz vor Fertigstellung

stehende, 20 km lange Wasserverbindungsleitung von Wienerherberg in die

Region Mödling stärken die Versorgungssicherheit gerade in einer Region, die

von starkem Bevölkerungswachstum und entsprechend steigendem Wasserverbrauch

geprägt ist. Vor diesem Hintergrund wird die EVN bis 2030 insgesamt rund 165

Mio. Euro in die Trinkwasserversorgung in Niederösterreich investieren.

Im internationalen Projektgeschäft erhielt die für dieses Geschäftsfeld

zuständige Tochtergesellschaft WTE Wassertechnik im laufenden Geschäftsjahr

den Zuschlag für fünf neue Projekte. Aktuell arbeitet die EVN an insgesamt

sieben Generalunternehmeraufträgen in Litauen, Polen, Rumänien und Bahrain

(Stand: Juli 2019). Im dritten Quartal 2018/19 konnte das Kläranlagenprojekt

in Koani an den Kunden übergeben werden - die bereits vierte Anlage der WTE

Wassertechnik in Nordmazedonien.

Bestätigung des Ausblicks

Für das Geschäftsjahr 2018/19 wird ein Konzernergebnis am oberen Ende der

angenommenen Bandbreite von 160 Mio. Euro bis 180 Mio. Euro erwartet.

Den vollständigen Aktionärsbericht zu den ersten drei Quartalen des

Geschäftsjahres 2018/19 finden Sie unter www.investor.evn.at.

22.08.2019 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten,

Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.

Medienarchiv unter http://www.dgap.de

Sprache: Deutsch

Unternehmen: EVN AG

EVN Platz

2344 Maria Enzersdorf

Österreich

Telefon: +43-2236-200-12294

E-Mail: info@evn.at

Internet: www.evn.at

ISIN: AT0000741053

WKN: 074105

Indizes: ATX

Börsen: Auslandsbörse(n) Wiener Börse (Amtlicher Handel)

EQS News ID: 861173

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

861173 22.08.2019

°



Quelle: dpa-AFX


Hier geht's zur Aktien-Startseite

Volltextsuche

Im Fokus

Aktueller Chart
  • "Corona-Rabatt" nutzen?
  • Allzeithoch bei 195,75 Euro!
  • Ist die Aktie jetzt noch ein Schnäppchen?

Nachrichtensuche

ETFs ja - aber bitte mit Risikoreduktion!

ETFs ja - aber bitte mit Risikoreduktion!
Mit der BOTSI®-Strategie wird über ETFs weltweit in rund 4000 Aktien aus den bedeutendsten vier Anlageregionen investiert. Wobei durch die einzigartige, völlig prognosefrei arbeitende Steuerung der Aktienquote, risikoreduzierte Aktienmarktrenditen ermöglicht werden.
© 1994-2020 by boerse.de - Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG - boerse.de übernimmt keine Gewähr