Gerry Weber Aktie
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DGAP-News: GERRY WEBER International AG: Gericht legt Insolvenzplan zur Einsicht nieder und beraumt Erörterungs- und Abstimmungstermin an (deutsch)

Freitag, 23.08.19 09:14
DGAP-News: GERRY WEBER International AG: Gericht legt Insolvenzplan zur Einsicht nieder und beraumt Erörterungs- und Abstimmungstermin an (deutsch)
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GERRY WEBER International AG: Gericht legt Insolvenzplan zur Einsicht nieder und beraumt Erörterungs- und Abstimmungstermin an

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DGAP-News: Gerry Weber International AG / Schlagwort(e):

Insolvenz/Kapitalrestrukturierung

GERRY WEBER International AG: Gericht legt Insolvenzplan zur Einsicht nieder

und beraumt Erörterungs- und Abstimmungstermin an

23.08.2019 / 09:14

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

PRESSEMITTEILUNG

GERRY WEBER International AG: Gericht legt Insolvenzplan

zur Einsicht nieder und beraumt Erörterungs- und Abstimmungstermin an

- Gläubiger sollen am 18. September 2019 über finanzielle Sanierung des

Modeherstellers abstimmen

- Innovatives Konzept zur Gläubigerbefriedigung sieht weit

überdurch-schnittliche Quoten von teilweise mehr als 50 % auf die

Forderungen vor

Halle/Westfalen, 23. August 2019 - In den Insolvenzverfahren in

Eigenverwaltung der GERRY WEBER International AG (GWI) sowie der GERRY WEBER

Retail GmbH & Co. KG (GWR) sind die von den Gesellschaften eingereichten

Insolvenzpläne vom Amtsgericht Bielefeld (Insolvenzgericht) gemäß § 234

Insolvenzordnung (InsO) niedergelegt worden. Das bedeutet, dass der

jeweilige Plan nach abgeschlossener Vorprüfung durch das Gericht jetzt von

den Verfahrensbeteiligten eingesehen werden kann. Den Insolvenzgläubigern

werden die Insolvenzpläne inklusive aller Anlagen auch digital zur Verfügung

gestellt.

Das Gericht hat gemäß § 235 InsO eine Gläubigerversammlung (Erörterungs- und

Abstimmungstermin), die über die Annahme des Plans der GWI entscheiden soll,

für den 18. September 2019 um 13:30 Uhr in Bielefeld anberaumt. Am gleichen

Tag bereits um 10:00 Uhr findet der Erörterungs- und Abstimmungstermin zum

Insolvenzplan der Tochtergesellschaft GWR statt, die ebenfalls über einen

Insolvenzplan saniert werden soll.

Der Insolvenzplan der GWI bildet die Grundlage für die finanzielle Sanierung

der GERRY WEBER Gruppe. Er beruht auf der Investmentvereinbarung, den die

GWI am 15. Juli 2019 mit Zustimmung des Sachwalters, Rechtsanwalt Stefan

Meyer, mit von Robus Capital Management Ltd. und Whitebox Advisors LLP

verwalteten Fonds geschlossen hat.

Der Insolvenzplan der GWI sieht vor, dass die Gläubiger der GWI in sechs

Gruppen aufgeteilt werden, um ihren individuellen Bedürfnissen bestmöglich

gerecht zu werden. Auch die Aktionäre der GWI sind in einer eigenen Gruppe

vorgesehen und werden an der Abstimmung über den Insolvenzplan beteiligt.

Nähere Details hierzu werden im elektronischen Bundesanzeiger

veröffentlicht.

Den unterschiedlichen Interessenlagen der Gläubiger soll durch

differenzierte Angebote Rechnung getragen werden. Die Höhe der jeweiligen

Insolvenzquote setzt sich - je nach Gruppe unterschiedlich - aus

verschiedenen Bausteinen zusammen, zum Beispiel aus einer festen Barquote

von 12,0 %, zusätzlichen Mitteln aus künftigen Desinvestments der

Gesellschaft (Logistik-Zentrum Ravenna Park, Restbeteiligung an HALLHUBER)

oder aus dem Bezug von wertaufholenden Finanzinstrumenten wie Anleihen und

Wandelschuldverschreibungen.

Kleinere Gläubiger mit Forderungen bis 2.500 Euro sowie Arbeitnehmer der

Gesellschaft erhalten eine erhöhte feste Barquote von 27,0 % sowie

zusätzliche Quoten (aber keine Finanzinstrumente), die zu einer Gesamtquote

von nahezu 50 % für diese Gläubigergruppe führen könnten.

Für die Altaktionäre der GWI ist aus insolvenzrechtlichen Gründen keine

Quotenbefriedigung möglich.

In der Summe reichen die kalkulatorischen und damit unverbindlichen

Befriedigungsquoten von rund 32 % bis zu mehr als 50 % der jeweiligen

Forderungen.

Diejenigen Gläubiger, die Optionen zur frühzeitigeren Quotenzahlung wählen,

erhalten niedrigere Befriedigungsquoten als diejenigen Gläubiger, die ihre

Forderungen länger im Unternehmen belassen. Damit wird in jeder Variante

eine für Insolvenzverfahren deutlich überdurchschnittliche

Insolvenzbefriedigung erwartet. Gläubigern mit Forderungen von mehr als

2.500 Euro werden neben der Barquote mittels Optionsausübungsmöglichkeit

Kapitalmarktinstrumente in Form von festverzinslichen Anleihen (straight

bonds) und für Großgläubiger auch Wandelschuldverschreibungen (convertible

bonds) angeboten. Durch die Optionsausübung zugunsten der

Wandelschuldverschreibung und die spätere Wandlung in Aktien haben diese

Gläubiger im Rahmen einer erfolgreichen Restrukturierung und entsprechender

Entwicklung der Aktienkurse sogar die Chance auf vollständiger Befriedigung

ihrer Ansprüche.

Robus und Whitebox haben sich verpflichtet, bis zu 49,2 Mio. Euro zur

Verfügung zu stellen, die der Finanzierung der Insolvenzquoten in beiden

Insolvenzplänen und der Betriebsmittelfinanzierung der GERRY WEBER Gruppe

dienen. Zur Herstellung einer wieder soliden Kapitalbasis ist die

Herabsetzung des Grundkapitals der GWI AG von derzeit 45.895.960 Euro auf

8.733 Euro (sanierender Kapitalschnitt) sowie eine anschließende

Kapitalerhöhung auf 1.025.000 Euro vorgesehen. Die neuen Aktien sollen

vollständig von den von Robus und Whitebox verwalteten Fonds gezeichnet

werden. Auch die nach dem Kapitalschnitt verbleibenden Altaktien werden an

die Fonds übertragen, die damit im ersten Schritt alleiniger Eigentümer der

GWI AG werden. Auf Basis bedingter Kapitalerhöhungsmaßnahmen im

Insolvenzplan sollen zu einem späteren Zeitpunkt auch jene Gläubiger der

GWI, die Wandelschuldverschreibungen gewählt haben, bis zu maximal 70 % und

das Management der GERRY WEBER Gruppe bis zu maximal 10 % am Aktienkapital

beteiligt werden.

Die bereits 2018 eingeleitete operative Sanierung und Neuausrichtung von

GERRY WEBER wird weiterhin mit Hochdruck vorangetrieben.

Die Bestätigung des Insolvenzplans der GWI steht unter dem Vorbehalt

marktüblicher Bedingungen wie etwa kartellrechtlicher und steuerlicher

Freigaben sowie der Annahme des separaten Insolvenzplans für die

Tochtergesellschaft GWR durch deren Gläubiger. Ziel ist, beide

Insolvenzverfahren spätestens zum Jahresende 2019 zu beenden.

Dr. Christian Gerloff, Generalbevollmächtigter der GWI: "Der Insolvenzplan

für die GERRY WEBER International AG ist ein innovativer Ansatz für

Insolvenzverfahren dieser Größenordnung in Deutschland. Das Konzept

berücksichtigt, dass Gläubiger je nach Größe und Art ihrer Forderungen

unterschiedliche Bedürfnisse haben, gerade was die Verbindlichkeit und

Zeitnähe einer Quotenzahlung betrifft."

Sachwalter Stefan Meyer von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH: "Ich bin

überzeugt, dass dieser kreative und maßgeschneiderte Insolvenzplan den

konkreten, durchaus differierenden Gläubigerinteressen von GERRY WEBER in

optimaler Weise gerecht wird. Zudem wird in beiden Verfahren eine erfreulich

hohe Quote den Gläubigern angeboten werden können. Gemeinsam mit dem

Management und den eingesetzten Beratern, die allesamt zeitlich wie

inhaltlich einen hervorragenden Job gemacht haben, kann nunmehr dieses

komplexe Konzept auf Basis der eingereichten Insolvenzpläne den Gläubigern

zur Abstimmung vorgelegt werden. Mit der Annahme der Insolvenzpläne wäre der

Durchbruch für eine nachhaltige Sanierung von GERRY WEBER geschafft."

Zum Hintergrund

Die GERRY WEBER International AG befindet sich seit dem 25. Januar 2019 im

Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Am 1. April wurde das Verfahren

eröffnet. Bei der Tochtergesellschaft GERRY WEBER Retail GmbH & Co. KG wurde

das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung am 1. Mai 2019 eröffnet. Das

Insolvenzgericht hat in beiden Fällen Rechtsanwalt Stefan Meyer von der

PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum Sachwalter bestellt. Dem Vorstand der GERRY

WEBER International AG mit Johannes Ehling (Vorstandssprecher sowie Chief

Sales Officer und Chief Digital Officer), Florian Frank (Chief Restructuring

Officer) und Urun Gursu (Chief Product Officer) steht der in der Modebranche

erfahrene Rechtsanwalt Dr. Christian Gerloff (Gerloff Liebler Rechtsanwälte,

München) als Generalbevollmächtigter zur Seite.

Über die GERRY WEBER Gruppe

Die GERRY WEBER International AG mit Sitz in Halle/Westfalen ist ein

international operierender Konzern, der drei starke Markenfamilien unter

einem Dach vereint: GERRY WEBER, TAIFUN und SAMOON. Darüber hinaus hält

GERRY WEBER eine nicht-strategische Beteiligung in Höhe von 12% an der

HALLHUBER GmbH.

Pressekontakt GERRY WEBER:

Lucia Mathée / Gundolf Moritz

MATHEE GmbH / Mirnock Consulting GmbH

Tel: +49 6227 73 2772

Mail: gmoritz@mirnock-consulting.de

Frank Elsner

Frank Elsner Kommunikation für Unternehmen GmbH

Tel: +49 5404 91 92 0

Mail: office@elsner-kommunikation.de

Pressekontakt PLUTA:

relatio PR

Patrick Sutter / Vanessa Herzog

Tel: +49 89 210257 22

Mail: pluta@relatio-pr.de

23.08.2019 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

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Medienarchiv unter http://www.dgap.de

Sprache: Deutsch

Unternehmen: Gerry Weber International AG

Neulehenstraße 8

33790 Halle/Westfalen

Deutschland

Telefon: +49 (0)5201 185-0

Fax: +49 (0)5201 5857

E-Mail: ir@gerryweber.com

Internet: www.gerryweber-ag.de

ISIN: DE0003304101

WKN: 330410

Börsen: Regulierter Markt in Düsseldorf, Frankfurt (General

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Quelle: dpa-AFX


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