DGAP-News: Pro BoutiquenFonds GmbH: Hans-Jürgen Friedrich / KFM - Deutscher Mittelstand gut aufgestellt / wachsender Markt von Anleihen mit attraktiven Renditen (deutsch)

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Pro BoutiquenFonds GmbH: Hans-Jürgen Friedrich / KFM - Deutscher Mittelstand gut aufgestellt / wachsender Markt von Anleihen mit attraktiven Renditen

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DGAP-News: Pro BoutiquenFonds GmbH / Schlagwort(e): Marktbericht/Fonds

Pro BoutiquenFonds GmbH: Hans-Jürgen Friedrich / KFM - Deutscher Mittelstand

gut aufgestellt / wachsender Markt von Anleihen mit attraktiven Renditen

23.07.2019 / 10:23

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Für den deutschen Mittelstand gibt es immer wieder viel Lob: Rückgrat der

deutschen Wirtschaft - Modell für Kopierversuche vieler Staaten -

erfolgreichste Ausblidungs- und Qualifizierungsmaschine.

Vereinzelt melden sich aber auch Kritiker zu Wort. Sie werfen den

Unternehmen z.B. vor, verantwortlich zu sein für steigende wirtschaftliche

Ungleichheit oder sehen sich verschlechternde Bonitäten der Unternehmen.

Mit Hans-Jürgen Friedrich, Vorstandsvorsitzender der KFM Deutsche

Mittelstand AG, stand uns ein ausgewiesener Kenner des Wirtschaftssegments

Rede und Antwort.

Herr Friedrich, Sie haben sich mit Ihrer Gesellschaft auf Anleihen aus dem

deutschen Mittelstand spezialisiert. Wie geht es diesem ,Rückgrat' der

deutschen Wirtschaft?

Im Vergleich mit den europäischen mittelständischen Unternehmen sehr gut.

Auch im Vergleich mit den großen deutschen Industrieunternehmen steht der

deutsche Mittelstand bedeutsam besser da als vor zehn Jahren. Die

EU-Kommission hat dem deutschen Mittelstand deshalb erneut Bestnoten

erteilt.

Sie setzen nur auf einen Teil des Anleihemarktes. Warum haben Sie sich die

Mittelstandsanleihen ausgesucht und schließen bewusst andere deutschen

Unternehmen aus. Was sind die Gründe dafür?

Das Segment der Mittelstandsanleihen ist eine attraktive Nische, in der sich

seit der Einführung von Basel III immer mehr mittelständische Unternehmen

das Kapital beschaffen, welches auf Grund der erschwerten

Kreditvergabebedingungen nicht mehr von den Banken bereitgestellt werden

kann. Die Zinscoupons sind sehr attraktiv. Allerdings bedarf es einer

gewissenhaften Analyse, um genau die Anleihen zu finden, die über ein

attraktives Chancen-Soliditäts-Profil verfügen.

Wir stellen fest, dass bei Staatsanleihen oder den großen Industrieanleihen,

die Markmechanismen durch die Zinspolitik und die Ankaufprogramme der

Europäischen Zentralbank außer Kraft gesetzt worden sind. Die Zinscoupons

und Renditen solcher Anleihen befinden sich deutlich unter der

Inflationsrate. Bei Mittelstandsanleihen finden wir dagegen Zinssätze, bei

denen das Kreditrisiko angemessen bezahlt wird. Mit unserem KFM-Scoring

haben wir ein erprobtes Auswahlverfahren entwickelt, mit dem wir den

Ansprüchen der Anleger nach Rendite, Sicherheit und Transparenz gerecht

werden.

Gerade Ausländer sprechen voller Hochachtung vom ,German Mittelstand'. Was

macht die Faszination dieses Wirtschaftszweiges aus?

Der Anteil der mittelständischen Weltmarktführer aus Deutschland liegt bei

rund 48%. Diese Quote würde noch größer ausfallen, wenn europäische und

nationale Marktführer aus Deutschland hinzugezählt würden. Diese Unternehmen

sind in der Regel hochgradig spezialisiert und mit Ihren Produkten und

Dienstleistungen die Schnellboote unserer Volkswirtschaft. Sie reagieren

sehr schnell auf Veränderungen und sind überdurchschnittlich innovativ. Mit

ihren Investitionen, Produkten und Dienstleistungen leisten Sie einen

wesentlichen Beitrag für Beschäftigung und Volkswohlstand. Die fleißige und

disziplinierte Arbeit von vielen deutschen mittelständischen Unternehmen und

demzufolge der erfolgreiche Absatz von Produkten und Dienstleitungen "Made

in Germany" führten Deutschland einmal mehr zum Exportweltmeister.

Wie groß ist aktuell das Marktsegment, in dem Sie sich mit dem Deutscher

Mittelstandsanleihen Fonds bewegen? Gibt es genügend Auswahl und

Möglichkeiten zur Diversifikation?

Aktuell überwachen wir Anleihen in einem Gesamtumfang von 183 Mrd. Euro.

Nicht jede Anleihe ist für den Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds

geeignet. Entweder ist der Zinssatz bzw. die Einstiegsrendite zu gering oder

aber die Bonität des Unternehmens erfüllt nicht die strengen Anforderungen

des Auswahlverfahrens KFM-Scoring. Die Entwicklungen der letzten Jahre, die

unter anderem auch durch die Einführung von Basel III mittelständische

Unternehmen zur Emission einer Anleihe veranlasst haben, vergrößerten das

Anleihenangebot um fast 50 Mrd. Euro. Insofern steigt die Auswahl und damit

auch die Möglichkeit der Diversifikation für das Portfolio des Deutschen

Mittelstandsanleihen Fonds.

Sicherlich gibt es auch bei Mittelstandsanleihen gute Bonitäten und weniger

gute. Kann man sich da auf Ratingagenturen verlassen?

Das Ratingergebnis stellt aus unserer Sicht einen Referenzwert dar. In wie

weit die Bonität eines Unternehmens und die Qualität der begebenen Anleihe

dieses Unternehmens für ein Anleihen-Portfolio geeignet ist, muss nach

unserer Meinung eigenverantwortlich geprüft und anschließend überwacht

werden. Für das Portfolio des Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds sind

insbesondere die Anleihen von Unternehmen von großem Interessen, bei denen

sich in der Zukunft die Bonität verbessert, sogenannte

Cross-Over-Kandidaten. Unternehmen wie die Dürr AG, Grand City Property oder

die SNP AG sind nur einige Beispiele. Sie konnten innerhalb weniger Jahre

ihre Bonität deutlich verbessern und die Anleihen vorzeitig zurückbezahlen.

Am Ende kommt es, wie bei allen anderen Anlageklassen auch darauf an, für

das eigene Portfolio die Spreu vom Weizen zu trennen.

Gab es in der Vergangenheit viele Ausfälle? Kann man damit rechnen, dass die

ausgegebenen Anleihen auch bei Fälligkeit zurückbezahlt werden?

In den Jahren ab 2012 bis zum Höhepunkt 2016 waren erhöhte Ausfallraten zu

beobachten. Dennoch waren und sind die Mehrzahl der Anleihen des

Mittelstandes attraktiv. Zinszahlungen und Rückzahlungen konnten

ordnungsgemäß bedient werden. Durch die Einführung des Best-Practice-Guide

der Börse Frankfurt, an dem sich emissionsbegleitende Banken, Emittenten,

Investoren und andere an der Emission beteiligte Dienstleister verstärkt

orientieren, ist eine spürbare Qualitätsverbesserung der Emissionen

eingetreten. Die von vielen Marktteilnehmern erwünschte Seriosität ist an

den Kapitalmarkt zurückgekehrt. Das belegen auch die erfolgreichen

Neu-Emissionen in diesem Jahr.

Haben Sie seit Start des Fonds größere Ausfälle zu verkraften gehabt?

Von Totalausfällen ist der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds bislang

verschont geblieben. Auch dann, wenn ein Unternehmen wie die GEWA mit Ihrer

Immobilienprojektfinanzierung in die vorläufige Insolvenz in 2016 geraten

ist. Hier zeigt sich aber gerade ein aktives Portfoliomanagement. Wir haben

mit Unterstützung einer hoch spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei aus

Düsseldorf dafür gesorgt, dass der Schaden so klein wie möglich gehalten

wird. Derzeit liegt die Rückzahlungsquote bei rund 47% und das Verfahren ist

noch nicht abgeschlossen. Das aktive Portfoliomanagement konnte

darüberhinaus den entstandenen Verlust in kurzer Zeit überkompensieren. An

diesem Beispiel zeigt sich einmal mehr, dass eine breite Streuung und die

fortlaufende Überwachung der Investments zwingend notwendig sind, um den

geplanten Anlageerfolg für die Anleger zu gewährleisten.

Machen Sie etwas anders als andere Investoren? Wie selektieren Sie die

attraktiven Anleihen?

Für den Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds kommt das eigens für diesen

Fonds entwickelte KFM-Scoring zum Einsatz. Dabei wird auf der einen Seite

die Bonität des Unternehmens analysiert, so wie es auch Kreditexperten

durchführen. Ist diese Prüfung erfolgreich abgeschlossen, folgt die

Wertpapieranalyse. Nur dann, wenn beide Prüfungen erfolgreich abgeschlossen

sind, erfüllt die Anleihe die strengen Regeln des Auswahlprozesses für den

Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds und kann als Investment aufgenommen

werden. In der Folgezeit werden Bonität des Unternehmens und Qualität der

Anleihe fortlaufend mit Hilfe das KFM Scorings überwacht.

Warum legen mittelständische Unternehmen Anleihen auf und finanzieren sich

nicht über Bankkredite oder die Emission von weiteren Aktien?

Wie bereits erwähnt, belasten die Regulierungen durch Basel III die

Kreditvergabe der Banken. In der Zukunft wird mit Basel IV eine weitere

Verschärfung erwartet. Unternehmen sind daher genötigt, neben dem

klassischen Bankkredit auf andere Finanzierungs-alternativen

zurückzugreifen. Leasing, Factoring, Trade-Financing, Crowdlending sind

neben der Emission von Aktien oder Anleihen weitere Alternativen. Viele

mittelständische Unternehmen sind mit ihrer Gesellschaft aber nicht

börsennotiert oder legen einen besonderen Wert darauf, dass der

Anteilsbesitz der Gesellschaft nicht verwässert wird und fremde

Miteigentümer die Strategie des Geschäftsmodells nicht negativ beeinflussen.

Diese mittelständischen Unternehmen ziehen eine Anleiheemission vor, auch

dann, wenn Sie bereits mit Aktien in den Börsensegmenten wie Tec-DAX oder

M-DAX notiert sind.

Kritiker behaupten, es gäbe in diesem Marktsegment für Anleger aktuell zwar

höhere Zinsen zu verdienen, dies sei aber vermutlich nur ein Zeichen für

schlechtere Bonitäten und deutlich gestiegene Risiken?

Das muss deutlich differenzierter betrachtet werden. Zunächst muss

festgestellt werden, dass die Ausfallwahrscheinlichkeit bei

mittelständischen Unternehmen niedriger geworden ist und die

Eigenkapitalquote sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert hat.

Die Bonität aller mittelständischen Unternehmen hat sich - unter dem Strich

betrachtet - deutlich verbessert. Das zeigen auch die Analysen der DZ-Bank

und des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Aus unserer Sicht ist dies

ein weiterer Grund, sich mit Mittelstandsanleihen sorgfältig

auseinanderzusetzen. Insbesondere bei den Cross-Over-Kandidaten, bei denen

eine Bonitätsverbesserung greifbar ist. Da kommt es auf einen detaillierten

Blick auf das Geschäftsmodell, den betriebswirtschaftlichen Cash-Flow und

andere wichtige Kennziffern aus der Bilanz und der Gewinn- und

Verlustrechnung an.

Umgekehrt stellt sich doch die Frage, ob Anleihen, die sich im

Investmentgrade befinden, mit einem Zinssatz bzw. einer Rendite unter 1,75%

und niedriger, wirklich das eingegangene Risiko angemessen bezahlen. Wir

sehen bei Anleihen, die so niedrig rentieren, das größere Risiko. Die

gezahlten Zinsen decken vor Steuern und Kosten nicht die laufende

Inflationsrate. Der Zinspuffer auf diesen Anleihen ist zu gering, als das

der Investor sein Anleihenportfolio unter dem Aspekt der Risikovorsorge für

etwaige Kursverluste oder Ausfälle vorsorgend steuern könnte.

Wie ist Ihr aktueller Ausblick? Werden die Zeiten bei schwächerer Konjunktur

härter für mittelständische Unternehmen? Muss man selektiver bei der Auswahl

der Anleihen werden?

Grundsätzlich gilt der Grundsatz, dass bei allen Anlagen, ob Aktien,

Anleihen, Edelmetalle, Immobilien oder Oldtimer, eine gewissenhafte Auswahl

vor dem Investment und eine anschließende sorgfältige Pflege oder

Überwachung des Investments zwingend notwendig ist. Je nachdem welche

Investmentstrategie verfolgt wird, ist die selektive Auswahl, die laufende

Überwachung und eine breite Streuung der Anlageinstrumente, auch die von

Anleihen, für den langfristigen Anlageerfolg die wesentliche Grundlage.

Für eine schwächere Konjunktur ist aus meiner Sicht der deutsche Mittelstand

nach wie vor gut aufgestellt. Die in der Presse publizierten Entlassungen

von mehreren Tausend Mitarbeitern von großen Industrieunternehmen, die

global aufgestellt sind, tangieren derzeit nicht den deutschen Mittelstand.

Vielmehr profitieren mittelständische Unternehmen von den Entlassungen. Sie

können vielfach die zahlreichen offenen Stellen durch Mitarbeiter besetzen,

die zuvor bei Großunternehmen tätig waren. Der bemängelte Fachkräftemangel

kann damit gelindert werden. Nach wie vor ist es ja so, dass zahlreiche

Aufträge, die den Mittelstand aus dem Inland erreichen, nicht angenommen

werden können, weil die Fachkräfte fehlen.

Für welchen Anlegertyp ist der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds die

richtige Anlage?

Der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds eignet sich als Beimischung

insbesondere für die Anleger, die an den attraktiven Renditen von

Mittelstandsanleihen profitieren möchten, ohne das Risiko eines

Einzelinvestments einzugehen. Bei vielen Anleihen ist ein

Mindestanlagebetrag von 50.000 Euro oder sogar 100.000 Euro nötig. Hier

könnte der Anleger ein schwer kalkulierbares Klumpenrisiko eingehen.

Darüber hinaus passt er für Anleger, die nicht die Zeit und die geeigneten

Analyseinstrumente haben, das Investment detailliert zu prüfen und zu

überwachen.

Der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds hat seit fünf Jahren in Folge seinen

Anlegern eine Ausschüttungsrendite aus dem ordentlichen Nettoertrag des

Anleihenportfolios oberhalb von 4% p.a. auszahlen können. Der Fonds wird von

Morningstar mit der besten Bewertung von 5 Sternen beurteilt. Die

GBC-Analysten haben bei einer Bewertung von 9000 Publikumsfonds den Deutsche

Mittelstandsanleihenfonds als Hidden-Champions-Fonds eingestuft.

Was zeichnet Ihren Fonds neben dem professionellen, von der Kreditseite

kommenden Unternehmens-Analyseprozess noch aus?

Neben der erfolgreichen Performance, der Ausschüttungsrendite oberhalb von

4% und dem Auswahlverfahren zeichnet den Deutschen Mittelstandsanleihen

Fonds insbesondere seine Transparenz und die fortlaufende Berichterstattung

zu allen Investments, den Zukäufen und Verkäufen von jeder Anleihe aus. Wir

vertreten die Ansicht, dass ein Anleger das Recht hat, sehr transparent

davon in Kenntnis gesetzt zu werden, wie sein investiertes Geld zum Einsatz

kommt. Hierzu wird die Internetseite des Fonds bereitgestellt, auf der alle

Investments des Fonds dargelegt und erläutert werden. Mit dem KFM Telegramm

werden Anleger und interessierte Investoren alle 14 Tage regelmäßig über die

aktuellen Entwicklungen des Fonds und deren Einflussfaktoren informiert. In

der Mediathek werden zusätzliche Informationen bereitgestellt.

Fonds: Deutscher Mittelstandanleihen Fonds

ISIN LU0974225590

Interviewpartner: Hans-Jürgen Friedrich,

Vorstandsvorsitzender der KFM Deutsche Mittelstand AG

www.kfmag.de

(c) Pro BoutiquenFonds GmbH | Juli 2019 | www.boutiquenfonds.de

23.07.2019 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

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Quelle: dpa


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