DGAP-News: VW Musterfeststellungsklage: Neue Klageplattform TOGA startet 'Wechsel'-Kampagne (deutsch)

Dienstag, 20.08.19 09:09
DGAP-News: VW Musterfeststellungsklage: Neue Klageplattform TOGA startet 'Wechsel'-Kampagne (deutsch)
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VW Musterfeststellungsklage: Neue Klageplattform TOGA startet 'Wechsel'-Kampagne

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VW Musterfeststellungsklage: Neue Klageplattform TOGA startet

'Wechsel'-Kampagne

20.08.2019 / 09:09

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Berlin, 19. August, 2019 - Die neue Online-Klageplattform toga.legal hilft

ab jetzt allen VW-Klägern, die sich der Musterfeststellungsklage

angeschlossen haben, diesen Antrag regelgerecht und ohne Kosten

zurückzunehmen. Die Hemmung der Verjährung wird auch bei Rücknahme weiter

gewahrt, wenn innerhalb von sechs Monaten eine Einzelklage gegen Volkswagen

erhoben wird. Eine Rücknahme der Anmeldung zum Klageregister macht nur Sinn,

wenn gleichzeitig oder zügig danach eine Zahlungsklage erhoben wird. toga

unterstützt alle Anspruchsinhaber bei der Erhebung von Einzelklagen in

Kooperation mit Schirp & Partner Rechtsanwälte mbB, Berlin.

Die Erfolgschancen der Diesel-Geschädigten bei Einzelklagen sind wesentlich

höher. Deutschlandweit verurteilen immer mehr Gerichte den Volkswagen

Konzern. Dazu kommt, dass in einer Vielzahl von Fällen Vergleiche zugunsten

der Kläger getroffen wurden, die in keiner Statistik auftauchen. Den Klägern

wird mit den Vergleichen der Schaden meist vollumfänglich erstattet, dafür

müssen diese aber öffentlich schweigen.

Auch die Oberlandesgerichte bejahen mehrheitlich die Schadensersatzpflicht

der Hersteller im Volkswagen Konzern. Das Oberlandesgericht Karlsruhe

urteilte am 18. Juli 2019, dass VW der Käuferin eines vom VW-Abgasskandal

betroffenen Fahrzeugs wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung auf

Schadensersatz haftet. Der Schaden läge bereits im Abschluss des

Kaufvertrages an sich.

Oberlandesgericht Braunschweig hält Feststellungsziele für unzulässig.

Dagegen hat der vierte Zivilsenat des Oberlandesgerichts Braunschweig im

Musterfeststellungsverfahren darauf hingewiesen, dass einige Ziele der

Musterfeststellungsklage gegen den VW-Konzern zu weit gefasst und daher

unzulässig sein könnten. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und

der ADAC wollten erreichen, dass das Gericht feststellt, VW habe die Kunden

vorsätzlich sittenwidrig geschädigt und schulde ihnen deshalb Schadenersatz.

Diese Feststellung hält das Gericht im Rahmen der Musterfeststellungsklage

für unzulässig. Diese Haltung des Gerichts schwächt die Position der

Musterfeststellungskläger erheblich.

Ein weiterer Mangel der Musterfeststellungsklage ist, dass alle Anmelder zur

Musterfeststellungsklage nach Abschluss des Verfahrens, was durchaus noch

einige Jahre dauern kann, dann noch einmal alleine gegen Volkswagen

prozessieren müssen, um überhaupt eine finanzielle Entschädigung zu

erhalten. Deshalb ist allen Geschädigten, die sich beim Bundesamt für Justiz

für die Musterfeststellungsklage gegen VW registriert haben und so ihre

Ansprüche zur Musterfeststellungsklage angemeldet haben, dringend zu

empfehlen, diesen Antrag zurückzunehmen. Ohne Rücknahme des Antrags ist eine

parallel laufende Einzelklage gesetzlich ausgeschlossen.

Besitzer von Dieselfahrzeugen, die sich beim Bundesamt für Justiz für die

laufende Musterfeststellungsklage gegen Volkswagen registriert haben, haben

nur bis zum 30. September 2019 Zeit ihre Anmeldung zurückzunehmen. Nach

Beginn des Verfahrens am ersten Verhandlungstag ist eine Rücknahme nicht

mehr möglich.

toga nimmt die Anmeldungen für Verbraucher kostenfrei zurück.

Über die Online-Klageplattform toga.legal können alle bei der

Musterfeststellungsklage registrierten Dieselbesitzer ihren Antrag schnell

und unbürokratisch zurücknehmen. Sie erhalten dort auch Hilfestellung zur

Weiterverfolgung ihrer gerechtfertigten Ansprüche.

"Aufgrund der stark gestiegenen Erfolgsaussichten bei Klagen gegen

Volkswagen und andere Hersteller, gibt es auch die Möglichkeit eine

Prozessfinanzierung über Dritte zu bekommen", teilt Rechtsanwalt Dr.

Wolfgang Schirp mit, der namensgebender Partner der Kanzlei Schirp & Partner

Rechtsanwälte mbB ist, die bereits eine Vielzahl von Geschädigten vertritt..

"Dieselklagen gehören in die Hände erfahrener Rechtsanwälte und nicht in die

von Verbraucherzentralen und Automobilclubs. Davon zeugen die mehr als

30.000 Urteile, die bisher im Sinne der Einzelkläger ausgesprochen wurden",

sagt Rechtsanwalt und Verbraucherschützer Robert Peres, der Initiator der

toga.legal Plattform. Er hält das Instrument der Musterfeststellungsklage

generell für ungeeignet, die Interessen der geschädigten Dieselfahrer zu

schützen. Das gilt nicht nur für diejenigen, die alle Voraussetzungen

erfüllen.

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Quelle: dpa-AFX


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