Deswegen ist für uns eine lange Kurshistorie wichtig!

Mittwoch, 21.07.21 16:04
Jochen Appeltauer
Bildquelle: Eigenes Bildmaterial
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

bei Gesprächen über die Performance-Analyse wird mir oft die Frage gestellt, weshalb ein Unternehmen eine mindestens zehnjährige Kurshistorie aufweisen muss, um sich als Champion zu qualifizieren. Denn dadurch würden wir Unternehmen wie bspw. Zalando ausschließen, die seit ihrem Börsendebüt zweistellige jährliche Kursrenditen aufweisen. Doch unsere Erfahrung zeigt:

An der Börse gibt es immer wieder Aktien, die auf Modewellen mitschwimmen. Als wir die Performance-Analyse entwickelten, war bspw. gerade die Dotcom-Blase geplatzt, in der viele Firmen aus der sogenannten New Economy zunächst sagenhafte Gewinne im drei- und teils sogar vierstelligen Bereich verzeichneten und danach wieder genauso rasant abstürzten.

Mitte der 2000er-Jahre waren dann auf einmal Werte aus dem Bereich Windkraft und Solarenergie angesagt, was ebenfalls zu Kursvervielfachungen führte. Die Finanzkrise führte schließlich jedoch auch in dieser Branche zu einem heftigen Absturz, von dem sich keiner der damaligen Überflieger wieder richtig erholte. Durch die Mindestanforderung einer Kurshistorie von zehn Jahren versuchen wir im boerse.de-Aktienbrief solche „Schönwetter-Aktien“ auszuschließen, die sich zwar prima zum Trading eignen – bspw. auf Basis der Trendfolgestrategie des BOTSI-Advisors –, aber keine vernünftigen Langfristinvestments darstellen.

Eine zweite Frage in Zusammenhang mit der Kurshistorie ist, ob damit nicht die Gefahr besteht, viel zu spät einzusteigen. Und die Antwort darauf lautet: Nein. Tatsächlich ist es sogar so, dass Unternehmen, die sich bereits seit zehn Jahren besser als die breite Masse entwickeln, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft erfolgreicher abschneiden. Ein Beispiel dafür ist der Technologie-Gigant Alphabet. Die Google-Mutter wagte im Sommer 2004 den Sprung aufs Börsenparkett und erhielt dann zum 31. Oktober 2014 von uns den Champions-Status.



Wie der Blick auf den Chart verdeutlicht, haben sich die Kurse seitdem kontinuierlich weiter nach oben geschraubt. Insgesamt wurde dabei seit dem Champions-Ritterschlag 373% aufgesattelt. Ähnlich erfolgreich läuft es auch für Mastercard. Der Kreditkartenkonzern erfüllte erstmals im Sommer 2016 unsere Aufnahmekriterien und gewann seit der Champions-Aufnahme 271%.

Eine ausführliche Erklärung zur Performance-Analyse und zu unserem Aktienbrief-Ansatz finden Sie im „Leitfaden für Ihr Vermögen“, den wir Ihnen gerne kostenlos und unverbindlich zusenden.

Mit bester Empfehlung

Jochen Appeltauer
Chefredakteur boerse.de-Aktienbrief

PS: Alphabet und Mastercard sind übrigens zwei der 33 Champions, in die der boerse.de-Aktienfonds investiert.

Quelle: boerse.de
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