Euro-Bund-Future
WKN: 965264 ISIN: DE0009652644
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Deutsche Anleihen geben deutlich nach

Montag, 21.10.19 17:41
Deutsche Anleihen geben deutlich nach
Bildquelle: fotolia.com
FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Montag deutlich unter Druck geraten. Im Gegenzug stiegen ihre Renditen spürbar an. Am Markt wurde auf die gute Stimmung an den Aktienmärkten verwiesen. Auch in anderen europäischen Ländern standen als sicher empfundene Anlagen unter Druck.

Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future fiel bis zum Abend auf 171,02 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg auf minus 0,35 Prozent. Mit am deutlichsten erhöhten sich die Renditen in Europa in Großbritannien.

Händler erklärten die geringere Nachfrage nach sicheren Wertpapieren mit Optimismus, dass die Brexit-Vereinbarung zwischen Großbritannien und der Europäischen Union bald im britischen Parlament verabschiedet werde. Am Wochenende wurde eine Entscheidung darüber verschoben. Am Montag war jedoch von Spekulationen die Rede, wonach die britische Regierung mittlerweile über eine Mehrheit verfüge, um die Brexit-Vereinbarung durch das Parlament zu bekommen.

Am Montag wird das Parlament jedoch nicht erneut abstimmen. Das entschied Parlamentssprecher John Bercow. Er begründete seine Ablehnung damit, dass der Entwurf der Regierung in ihrem Inhalt der gleiche wie der vom Samstag sei. Damit gerät der ohnehin ambitionierte Zeitplan, wonach Großbritannien bis Ende Oktober aus der EU ausscheiden soll, noch mehr ins Wanken.

Etwas zuversichtlicher zeigten sich die Anleger zu Wochenbeginn auch mit Blick auf den Handelsstreit zwischen den USA und China. Chinas Chefunterhändler Liu He hatte am Wochenende von "substantiellen Fortschritten" gesprochen. Zudem hatte US-Präsidentenberater Larry Kudlow gesagt, er halte es für möglich, dass auf für Dezember geplante Zollanhebungen verzichtet werde, soweit die Handelsgespräche gut liefen. Zurzeit arbeiten die beiden größten Volkswirtschaften der Welt an einem vorläufigen Handelsabkommen./bgf/he



Quelle: dpa-AFX


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