Deutsche Bank: Morphosys "buy"

Montag, 10.12.18 10:23
Deutsche Bank: Morphosys "buy"
Bildquelle: iStock by Getty Images
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der aktuelle Innovationsboom dürfte der Pharmabranche nach Einschätzung der Deutschen Bank weitere Ergebnisverbesserungen bescheren. Allen Sorgen um die Weltwirtschaft zum Trotz sieht Analyst Tim Race den Sektor dank solider Fundamentaldaten gut aufgestellt und trotz inzwischen schon recht hoher Bewertungen noch nicht zu teuer. In seiner Branchenstudie vom Montag empfahl er Anlegern jedoch, Aktien innerhalb des Sektors genau auszuwählen.

Der Experte zieht dabei jene Titel mit hohen Wachstumsaussichten vor. Insbesondere kleinere Unternehmen böten angesichts der vergleichsweise attraktiveren Bewertung die größten Chancen. Race hob die Kursziele zahlreicher Unternehmen an.

Größter Favorit (Top Pick) des Analysten bleibt der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca. Race rechnet hier mit einer steigenden Profitabilität im kommenden Jahr. Neu zu seinen Favoriten hinzu kommt der dänische Insulinhersteller Novo Nordisk, dessen Chancen auf eine Rückkehr zu langfristigem Wachstum am Markt bislang unterbewertet seien.

Bei den kleineren Unternehmen stufte der Experte neben UCB, Sobi und Genmab auch das deutsche Biotechunternehmen Morphosys neu als Kauf ein. Dessen Forschungspipeline sollte weiter positiv überraschen, so der Experte. Race hob sein Kursziel für das MDax-Konzern von 120 auf 130 Euro (Kurs: 100,50).

Race widerspricht mit seiner Sicht auf die Branche ein Stück weit sogar den Aktienstrategen der Deutschen Bank. Diese votierten aktuell für eine Untergewichtung des Pharmasektors, weil sie für dessen Bewertung ein Abwärtsrisiko unter anderem wegen eines voraussichtlich sinkenden US-Dollar und steigender Anleiherenditen in den USA sehen.

Race stellt hingegen mehr das kurzfristige Wachstum in den Mittelpunkt seiner Einschätzung: Er rechnet für die Branche mit einem Plus beim Gewinn je Aktie (EPS) im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich - 2019 dürfte es 6 Prozent betragen. Für die Jahre 2018 bis 2023 erwartet der Experte wegen neuer Medikamente und weniger Einbußen durch Patentabläufe im Schnitt 7 Prozent EPS-Zuwachs. Diese Aussichten dürften größere Kursverluste verhindern. Allerdings sieht Race im Innovationsboom der Branche Chancen und Risiken zugleich. Der Markt erhalte neue Arzneien, die aber schnell wieder überholt seien. Dies könne langfristig den Fusions- und Übernahmedruck erhöhen./tav/mis/jha/

Analysierendes Institut Deutsche Bank.



Quelle: dpa


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