EUR/USD (Euro / US-Dollar)
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Devisen: Euro gibt nach - Dollar legt spürbar zu

Mittwoch, 20.11.19 13:11
Devisen: Euro gibt nach - Dollar legt spürbar zu
Bildquelle: fotolia.com
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Mittwoch unter Druck geraten. Beobachter nannten den auf breiter Front stärkeren US-Dollar als Grund. Am Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1060 US-Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1077 Dollar festgesetzt.

Der amerikanische Dollar erhielt Auftrieb durch Nachrichten zum Verhältnis zwischen den USA und China. Zum einen wurde auf neuerliche Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit verwiesen. Zum anderen nannten Marktteilnehmer einen Beschluss des amerikanischen Senats zu den Ausschreitungen in Hongkong, der auf chinesischer Seite Verärgerung hervorrief. Eine Einigung im Handelsstreit werde dadurch erschwert, lautete ein Argument.

Der Dollar profitierte von dieser Unsicherheit aufgrund seines Status einer faktischen Reservewährung, in die sich Anleger in unwägbaren Zeiten oftmals flüchten. Gegenüber dem Dollar konnte von den bedeutendsten Währungen nur der ebenfalls als Rückzugsort betrachtete japanische Yen etwas zulegen. Dagegen geriet der chinesische Yuan unter Druck.

Das britische Pfund wurde durch den knappen Ausgang des ersten TV-Duells zur britischen Parlamentswahl belastet. Umfragen zufolge hat Labour-Chef Jeremy Corbyn deutlich besser abgeschnitten, als im Vorfeld erwartet worden war. Corbyn vertritt ökonomische Positionen, die in der Wirtschaft auf große Skepsis stoßen.

Wichtige Konjunkturdaten werden zur Wochenmitte nicht erwartet. Am Abend dürften sich die Blicke auf die US-Geldpolitik richten. Die amerikanische Notenbank Fed veröffentlicht die Mitschrift zu ihrer jüngsten Zinssitzung. Die Fed hatte Ende Oktober ihren Leitzins zum dritten Mal in diesem Jahr verringert und zudem angedeutet, das Zinsniveau bis auf weiteres stabil zu halten. US-Präsident Trump fordert dagegen starke Zinssenkungen, um die Wirtschaft anzuschieben./bgf/jkr/men



Quelle: dpa-AFX


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