ETF-Handel: Anleger glauben weiter an US-Aktien

Mittwoch, 15.01.20 11:32
ETF-Handel: Anleger glauben weiter an US-Aktien
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Frankfurt (www.fondscheck.de) - Kurseinbruch, dann rasante Erholung: In den ersten anderthalb Wochen des neuen Jahres brauchten Anleger gleich gute Nerven, so die Deutsche Börse AG.

"Es war eine turbulente Woche", bemerke Christian Dürr von der Commerzbank. Den ETF-Händlern habe der Zick-Zack-Kurs allerdings gute Umsätze beschert: Dürr melde 59.000 Transaktionen für die Vorwoche.

Vor allem MSCI World- (ISIN IE00B4L5Y983 / WKN A0RPWH) und S&P 500-ETFs seien gefragt. "Angesichts immer neuer Rekorde an der Wall Street ist das ja kein Wunder." Zurückhaltender hätten sich Anleger hingegen bezüglich europäischer und deutscher Aktien gezeigt. "Da gab es sogar einen kleinen Verkaufsüberhang." Viel gehandelt worden seien laut Umsatzliste der Börse Frankfurt etwa der iShares Core EURO STOXX 50 (ISIN IE0008471009 / WKN 935927, ISIN DE0005933956 / WKN 593395), der iShares STOXX Europe 600 (ISIN DE0002635307 / WKN 263530) und der Xtrackers EURO STOXX 50 (ISIN LU0380865021 / WKN DBX1ET) sowie der iShares DAX (ISIN DE0005933931 / WKN 593393) und der Deka DAX (ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01).

Aus den Portfolios seien hingegen Minimum Volatility-ETFs geflogen wie der iShares Edge MSCI World Minimum Volatility (ISIN IE00B8FHGS14 / WKN A1J781). "Defensives ist nicht mehr gefragt." Der ETF habe sich mit einem Plus von knapp 26 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten zwar sehr gut entwickelt, der marktbreite iShares Core MSCI World (ISIN IE00B4L5Y983 / WKN A0RPWH) komme allerdings auf 29,2 Prozent.

Daneben bewege Gold weiter die Gemüter, immerhin sei der Goldpreis vor einer Woche auf 1.593 US-Dollar je Feinunze geklettert - der höchste Stand seit 2013. In Euro habe der Goldpreis sogar ein Allzeithoch erreicht. Die Ansichten über die weitere Entwicklung würden aber offenbar auseinander gehen: Goldminen-ETFs wie der ComStage NYSE Arca Gold BUGS (ISIN LU0488317701 / WKN ETF091) würden ge- und verkauft, wie Dürr berichte.

Während Immobilien-Tracker eher abgegeben würden, melde Dürr für Grundstoff- und Technologie-ETFs noch einen klaren Käuferüberhang. "Technologie ist weiter in aller Munde." Immerhin sei der NASDAQ 100 über 9.000 Punkte geklettert. Viel gehandelt werde an der Börse Frankfurt vor allem der iShares STOXX Europe 600 Technology (ISIN DE000A0H08Q4 / WKN A0H08Q). Viel um gehe aber auch im spezieller aufgestellten iShares Automation & Robotics (ISIN IE00BYZK4552 / WKN A2ANH0).

Im Handel mit Anleihen-ETFs sei das Bild, wie so oft, gemischt. Kunden der Commerzbank verkauften den Xtrackers II iTraxx Crossover Short Daily Swap (ISIN LU0321462870 / WKN DBX0AU) und Eonia-ETFs und setzten stattdessen auf kurz- und langlaufende europäische Staatsanleihen und auch britische Anleihen. (Ausgabe vom 14.01.2020) (15.01.2020/fc/a/e)



Quelle: Aktiencheck


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