ETF-Handel: Comeback asiatischer Aktien

Mittwoch, 20.05.20 11:15
News-Schriftzug auf schwarzem Hintergrund.
Bildquelle: pixabay
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Überwog in der vergangenen Woche an den Kapitalmärkten noch die Skepsis, hat sich die Stimmung allen Warnsignalen und Negativmeldungen zum Trotz gedreht, so die Deutsche Börse AG.

Am Morgen, dem 19. Mai 2020 sei der DAX mit 11.200 Punkten in den Handel gestartet und liege damit seit Donnerstag rund 1.000 Punkte im Plus.

Die Gründe für den derzeitigen Optimismus würden Marktexperten unter anderem in möglichen zusätzlichen Hilfen für die Wirtschaft, nicht ganz so schlechten Signalen aus Japan und Aussagen Chinas sehen, beim Ölverbrauch bereits wieder das Niveau vor Corona erreicht zu haben. Zudem hebe der US-Notenbankchef mit der erwarteten Konjunkturerholung womöglich bereits im Sommer die Anlegerlaune.

Der Switch habe sich nach Empfinden von Carsten Schröder eher geräuschlos vollzogen. Große Aufregung habe der Händler der Société Générale weder in der Abwärtsphase noch in der starken Erholung verspürt. ETF-Anleger hätten die Preisanstiege überwiegend zum Aufbau von Portfolios mit Aktien verschiedener Regionen genutzt. Unter anderem hätten sich Schröders Kunden seit Montag in Summe mit EURO STOXX 50-ETFs (ISIN FR0007054358 / WKN 798328), französischen Standardwerten im CAC und europäischen Immobilienkonzernen im FTSE Developed Europe ex UK Dividend+ Index (ISIN IE00B0M63284 / WKN A0HGV5) eingedeckt. "Auch Bankaktien im Euro Stoxx Banks (ISIN DE0006289309 / WKN 628930) wurden eher gekauft."

Anleger hätten sich hingegen tendenziell von britischen Werten im FTSE (ISIN IE0005042456 / WKN 552752) und MSCI World-ETFs (ISIN LU1861134382 / WKN A2JSDA) verabschiedet. Auf das Konto Gewinnmitnahmen verbuche Schröder die Abflüsse aus dem iShares Automation & Robotics ETF (ISIN IE00BYZK4552 / WKN A2ANH0), der seit dem Tief im März wieder deutlich an Boden gut gemacht habe.

Die UniCredit spüre die starken Kurszuwächse zum Wochenauftakt nach Angaben von Oliver Kilian nur bedingt. "Unsere Kunden orientieren sich eher langfristig und reagieren weniger auf die Schnelle." Das ETF-Aufkommen bewege sich dem Händler zufolge insgesamt wieder Richtung Vorkrisenniveau. Vergangene Woche hätten sich Investoren auf Tracker regionaler Indices wie EURO STOXX 50 (ISIN IE0008471009 / WKN 935927; ISIN LU0136234068 / WKN 794357), MSCI Europe (ISIN FR0010261198 / WKN A0JDGC; ISIN LU1681042609 / WKN A2H567) und MSCI Europe Small Cap- (ISIN LU0322253906 / WKN DBX1AU) sowie Weltaktien im MSCI World (ISIN IE00B4L5Y983 / WKN A0RPWH; ISIN IE00B441G979 / WKN A1C5E7; ISIN IE00B60SX394 / WKN A0RGCS) fokussiert. "Bei allen standen Verkäufe im Vordergrund." Ebenso hätten sich Anleger per saldo von ihren S&P 500-Positionen (ISIN IE0031442068 / WKN 622391; ISIN LU1681048804 / WKN A2H573) verabschiedet.

Tracker des NASDAQ (ISIN IE00B53SZB19 / WKN A0YEDL) seien Kilian zufolge mit einem leichten Überhang gekauft worden. Der NASDAQ habe sich von seinem Tief um 6.994 Punkte am 20. März deutlich erholt und notiere aktuell bei 9.331 Punkten. Das entspreche einem Plus von rund 33 Prozent.

Als "vorsichtig optimistisch" nach etwas längerer Abstinenz beschreibe Kilian die überwiegenden Positionierungen in asiatisch geprägten ETFs. "Einige unserer Kunden scheinen in der Region nach der Pandemie ein zartes Pflänzchen wirtschaftlicher Erholung zu sehen", meine der Händler. Besonders gefragt seien MSCI EM Asia- (ISIN IE00B466KX20 / WKN A1JJTG; ISIN LU0292107991 / WKN DBX1MA) und MSCI China-Produkte (ISIN IE00BQT3WG13 / WKN A12DPT; ISIN IE00B44T3H88 / WKN A1JHYT). Mit etwa 44 Prozent würden chinesische Aktien im MSCI EM Asia Index den Löwenanteil stellen, gefolgt von Taiwan mit gut 16 und Korea mit knapp 15 Prozent.

Auch Schröder registriere Interesse an Emerging Asien. MSCI India-Produkte (ISIN IE00BZCQB185 / WKN A2AFCY) hätten bei der Société Générale zu den stark gehandelten Werten mit überwiegenden Zuflüssen gehört.

Zu den auffälligsten Bewegungen im Handel mit Renten-ETFs zähle Kilian die Nachfrage nach Unternehmensanleihen. In Summe hätten Anleger auf US-Dollar-Bonds etwa im Barclays US Liquid Corporates 1-5 Year (ISIN LU1048315243 / WKN A110QS) und Markit iBoxx Global Developed Markets Liquid High Yield Capped Index (ISIN IE00B74DQ490 / WKN A1J7MG) vertraut.

Zu den meist gekauften in Euro geführten Corporate Bonds hätten Kurzläufer im Barclays 0-3 Year Corporate Bond (ISIN IE00BC7GZW19 / WKN A1W3V1) und Tracker des Barclays Capital Euro Corporate Bond Index (ISIN IE00B4L5ZG21 / WKN A0RPWN) gehört. (Ausgabe vom 19.05.2020) (20.05.2020/fc/a/e)



Quelle: Aktiencheck




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