ETF-Handel: Ende der Hausse nicht in Sicht

Mittwoch, 22.01.20 11:06
ETF-Handel: Ende der Hausse nicht in Sicht
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Frankfurt (www.fondscheck.de) - Bullish für Aktien von Unternehmen außerhalb des Euroraums - so könnte man die ETF-Bewegungen in den Orderbüchern der Commerzbank interpretieren, so die Deutsche Börse AG.

In der vergangenen Woche hätten breit diversifizierte Indices wie der MSCI World (ISIN IE00B4L5Y983 / WKN A0RPWH) und S&P 500 (ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG) zu den beliebtesten Werten auf der Kaufseite gehört.

"Das hängt mit den Märkten zusammen, Dow Jones Industrial, NASDAQ und S&P 500 markieren reihenweise neue Höchstwerte", stelle Christian Dürr fest, der mit knapp 60.000 ETF-Trades auf ein "ordentliches" Aufkommen verweise. Seit Jahresbeginn lägen die US-Aktienbörsen bereits 3 Prozent im Plus, nach 28 Prozent im vergangenen Jahr. Trotz starker Gewinne würden Analysten US-Werte nicht per se für überteuert halten. Aktienrückkäufe vieler Unternehmen hätten das Kurs-Gewinn-Verhältnis, kurz KGV, mit derzeit durchschnittlich 18,5 im Rahmen gehalten.

"Der DAX tut sich dagegen schwer, sein bisheriges Allzeithoch zu erreichen." Das spiegele sich im ETF-Geschäft wider. DAX-Tracker zählten zwar zu den meist gehandelten Werten, würden unterm Strich aber abgestoßen. In die neue Woche sei der Deutsche Aktienindex verhalten gestartet. "Neben dem Feiertag in den Vereinigten Staaten sorgten die Herabstufung Hongkongs durch die Ratingagentur Moody's und Nachrichten über die Verbreitung des Coronavirus für Zurückhaltung."

Die Commerzbank-Kunden verabschiedeten sich zudem per Saldo von ihren EURO STOXX 50- und MSCI EMU Select Factor Mix-Positionen (ISIN LU1804202403 / WKN A2JKF5). Der zugrunde liegende Index von letzteren enthalte Large-, Small- und Midcaps der zehn Industrieländer aus der Währungsgemeinschaft. Gewichtet würden die einbezogenen Titel nach Wert, Qualität, Momentum, Volatilität, Größe und Yield.

Als bemerkenswert beschreibe Dürr die Nachfrage nach Indexfonds mit japanischen Aktien. MSCI Japan-ETFs (ISIN IE00B02KXH56 / WKN A0DK60), aber auch MSCI Emerging Markets (ISIN IE00BTJRMP35 / WKN A12GVR) gehörten zu den meist gekauften Werten. Bei der UniCredit kämen Tracker japanischer Indices sowohl auf der Kauf- als auch Verkaufsseite häufig zum Tragen. Beispielhaft nenne Cornelia Schübel MSCI Japan-Tracker (ISIN LU0136240974 / WKN 794361, ISIN LU0274209740 / WKN DBX1MJ) von UBS und Xtrackers. Ausgeglichen gehe es zudem in einem gefragten MSCI Pacific ex Japan-ETF (ISIN LU1602144906 / WKN A2DR4M) zu. Generell lasse sich aus der Aktien-ETF-Statistik der UniCredit kaum eine Tendenz ableiten. "Wir hatten zwar ein sehr hohes Handelsaufkommen mit Werten aus entwickelten Regionen", fasse die Händlerin zusammen. Fast überall hielten sich Zu- und Abflüsse allerdings in etwa die Waage.

Im Handel mit Sektor-ETFs erkenne Schübel deutliche Abflüsse aus europäischen Banken. Etwa trennten sich Anleger verstärkt von Indexfonds, die EURO STOXX Banks 30-15 (ISIN DE0006289309 / WKN 628930) und EURO STOXX 600 Banks (ISIN DE000A0F5UJ7 / WKN A0F5UJ) abbilden würden.

Das sehe Dürr ähnlich. Neben größeren Abflüssen aus EURO STOXX 600 Banks-ETFs (ISIN LU1834983477 / WKN LYX01W) kämen Aktien aus der Grundstoffe-Industrie (ISIN DE000A0F5UK5 / WKN A0F5UK) unterm Strich aus den Depots raus. "Hier gibt es einen leichten Verkaufsüberhang." Mehr Potenzial scheinen Anleger in US-Technologieaktien zu vermuten, so die Deutsche Börse AG. Zumeist gekauft würden Tracker des S&P Select Sector Capped 20% Technology Total Return Index (ISIN IE00B3VSSL01 / WKN A0YHMJ).

Im Handel mit Rentenwerten erkenne Schübel eine Tendenz hin zu Staatsanleihen mit Investment Grade (ISIN LU0908508731 / WKN DBX0NM) und Staatspapieren von Schwellenländern in lokaler Währung (ISIN IE00B5M4WH52 / WKN A1JADV). "Bei beiden stehen Zuflüsse im Vordergrund." Investoren positionierten zudem unterm Strich in hochverzinslichen Unternehmensanleihen und setzten dabei unter anderem auf Tracker des Barclays Capital Liquidity Screened Euro High Yield Bond Index (ISIN IE00B6YX5M31 / WKN A1JKSU) und in US-Dollar geführte kurzlaufende Corporate Bonds (ISIN IE00BCRY5Y77 / WKN A1W372).

Dürr verbuche überwiegende Engagements in ein bis dreijährigen US-Treasuries (ISIN IE00B3VWN393 / WKN A0X8SH) zulasten von Staatsanleihen der Euroländer im Barclays Capital 1-3 Year Euro Treasury Bond Index (ISIN IE00B6YX5F63 / WKN A1JKSV). (Ausgabe vom 20.01.2020) (22.01.2020/fc/a/e)



Quelle: Aktiencheck


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