ETF-Handel: Positionierungen in den Emerging Markets

Mittwoch, 29.07.20 10:52
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Frankfurt (www.fondscheck.de) - Sommerliche Zurückhaltung scheint im Handel mit Indexfonds bislang kaum spürbar, so die Deutsche Börse AG.

Händler würden von einer aktiven Woche und vergleichsweise hohen Umsätzen berichten. Einen eindeutigen Trend gebe es nicht. "Über alle Anlageklassen hinweg halten sich ETF-Käufe und -Verkäufe bei uns in etwa die Waage", melde Carsten Schröder von der Société Générale.

Zu den meist gehandelten und unterm Strich gekauften Werten zähle Schröder deutsche Standardaktien im DAX (ISIN DE0005933931 / WKN 593393) sowie Produkte, die sich am MSCI World (ISIN IE00B4L5Y983 / WKN A0RPWH) und S&P 500 (ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG) orientieren würden. Zumeist abgegeben würden EURO STOXX 50- (ISIN DE000ETFL029 / WKN ETFL02) und Solactive Global Equity-Tracker (ISIN NL0009690221 / WKN A1J01T).

Generell reagierten Anleger nach monatelanger Sorglosigkeit an den Aktienmärkten wieder stärker auf potenzielle Störfaktoren, wie Hubert Heuclin von der BNP Paribas feststelle. Dazu gehörten die Spannungen zwischen Washington und Peking ebenso wie eine über Erwarten hohe Anzahl an Arbeitslosenanträgen in den USA. Das spüre Heuclin unter anderen bei US-Aktien. Gewinnmitnahmen sehe der Händler in SPDR S&P US Dividend Aristocrats-Produkten (ISIN IE00B6YX5D40 / WKN A1JKS0), während S&P 500-ETFs viel, aber ohne eindeutige Tendenz gehandelt worden seien.

Große Rücksetzer an den Aktienbörsen werde es nach Ansicht von Schröder aber nicht geben. Die Märkte könnten sich auf die Unterstützung vonseiten der Zentralbanken und Regierungen verlassen. Jüngstes Beispiel sei das am 27.07. angekündigte Programm der Republikaner in Höhe von einer Billion US-Dollar. Es sehe unter anderem eine Verlängerung der am Freitag auslaufenden Sonder-Arbeitslosenhilfe und eine abermalige Direktzahlung von 1.200 US-Dollar für jeden US-Bürger vor. Politischen Widerstand gegen die Hilfe werde es so kurz vor der Wahl wohl nicht geben.

MSCI Europe SRI-ETFs (ISIN IE00B52VJ196 / WKN A1H7ZS) seien bei den BNP Paribas-Kunden per Saldo in den Depots gelandet. Das gelte auch für Aktien im EURO STOXX 50 (ISIN DE0005933956 / WKN 593395, ISIN LU0380865021 / WKN DBX1ET). Vergleichsweise viele Positionierungen registriere Heuclin in MSCI Emerging Market-ETFs (ISIN IE00B469F816 / WKN A1JJTE). Der MSCI Emerging Market Index habe sich seit dem Tief im März kontinuierlich wieder nach oben gearbeitet und nähere sich mit 1.081 Punkten dem bisherigen Jahreshoch von 1,153 Punkten.

"Gold und Technologie gehören bei uns zu den Top-Themen im ETF-Handel", berichte Andreas Schröer von Lang & Schwarz. Investoren positionierten sich nach den Verlusten des NASDAQ 100 der vergangenen Woche wieder verstärkt in entsprechenden Produkten (ISIN DE000A0F5UF5 / WKN A0F5UF). Auch Heucin melde Nettozuflüsse für NASDAQ 100-ETFs (ISIN IE00B53SZB19 / WKN A0YEDL).

Im Fixed-Income-Sektor deckten sich Schröders Kunden tendenziell mit sieben- bis zehnjährigen US-Treasuries (ISIN IE00B3VWN518 / WKN A0X8SJ) ein. Häufig zurückgegeben würden etwa Renten-ETFs mit ein- bis dreijährigen in Euro geführten Unternehmensanleihen mit Investment Grade (ISIN LU1681041114 / WKN A2H585). Anleger verabschiedeten sich unterm Strich zudem von Anleihen bonitätsstarker Staaten im Euroraum (ISIN LU1287023342 / WKN LYX0VE). (Ausgabe vom 28.07.2020) (29.07.2020/fc/a/e)



Quelle: Aktiencheck




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