ETF-Handel: Satte Kursanstiege von Tech-ETFs

Dienstag, 26.11.19 15:50
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Frankfurt (www.fondscheck.de) - Angesichts der Seitwärtsbewegung an den europäischen Märkten wollen sich Anleger offenbar nicht aus dem Fenster lehnen, bei niedrigeren Umsätzen fehlt die klare Richtung, so die Deutsche Börse AG.

"Die Liquidität ist deutlich zurückgegangen", berichte Tobias Runkehl von IMC. "Man merkt, dass es gen Jahresende geht." Auch laut Carsten Schröder von der Commerzbank sei es derzeit eher ruhig. Für die Vorwoche melde er 42.000 Trades.

Der DAX notiere am Dienstagmorgen bei 13.200 Punkten und damit etwas unter dem in der Vorwoche erreichten Zwischenhoch von 13.374 und dem Rekordhoch von 13.596 Zählern vom Januar 2018. An der Wall Street seien am gestrigen Montag hingegen neue Rekorde markiert worden: S&P 500 und NASDAQ seien auf Allzeithochs geklettert, der Dow Jones sei nur knapp darunter geblieben. Grund für den Optimismus seien neue positive Meldungen zum Verlauf der Handelsgespräche zwischen den USA und China gewesen.

Mit dem rasanten Anstieg des NASDAQ 100 und anderer Tech-Indices wie des TecDAX seien im Handel mit Branchen-ETFs einmal mehr Technologiewerte (ISIN IE00BJ5JNY98 / WKN A2PHCC, ISIN DE000A0H08Q4 / WKN A0H08Q, ISIN IE00BWBXM948 / WKN A14QB5) im Fokus. "Allerdings sehen wir nun einen Verkaufsüberhang, wenn auch einen kleinen", stelle Schröder fest. Kunden der UniCredit griffen bei NASDAQ-ETFs zu, während der iShares Automation & Robotics (ISIN IE00BYZK4552 / WKN A2ANH0) in beide Richtungen rege gehandelt werde, erkläre UniCredit-Händlerin, Cornelia Schübel. Der Automation & Robotics-ETF habe die Verluste von Ende 2018 längst wieder wettgemacht und im laufenden Jahr fast 40 Prozent gewonnen.

Hohe Umsätze würden Value-ETFs verzeichnen. "Da sehen wir großes Kaufinteresse", stelle Runkehl fest und nenne den iShares MSCI World Value (ISIN IE00BP3QZB59 / WKN A12ATG) und den iShares MSCI Europe Value (ISIN IE00BQN1K901 / WKN A12DPP) als Beispiele. Auch Schröder habe Zuflüsse in den iShares MSCI World Value beobachtet, Schübel Käufe und Verkäufe. Offenbar würden viele Anleger eine Aufholjagd erwarten: Seit Jahresanfang habe der iShares MSCI World Value um 21 Prozent zugelegt, der "normale" iShares MSCI World hingegen um 29,2 Prozent.

Bei breit investierenden Aktien-ETFs sei kein klares Bild auszumachen: Schröder berichte von Abflüssen aus S&P 500- (ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG) und MSCI Europe ex UK-ETFs (ISIN IE00B14X4N27 / WKN A0J204) und Zuflüssen in MSCI World-, DAX- (ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01) und MSCI World All Country-Tracker (ISIN LU1829220216 / WKN LYX00C). Laut Runkehl würden sich Anleger in MSCI World-ETFs (ISIN IE00BD45YS76 / WKN A2DRG6, ISIN IE00B4L5Y983 / WKN A0RPWH) und sich von EURO STOXX 50 (ISIN DE0005933956 / WKN 593395) und DAX-Indexfonds (ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01, ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA) trennen. Schübel zufolge würden die Abflüsse aus Aktien-ETFs überwiegen, vor allem aus europäischen (ISIN IE00BKX55S42 / WKN A12CXZ, ISIN IE00B1YZSC51 / WKN A0MZWQ, ISIN LU0908500753 / WKN LYX0Q0), aber auch aus MSCI World-Indexfonds.

Im Anleihen-Bereich könne Schübel einen Trend ausmachen: Europäische Unternehmensanleihen würden abgestoßen. "Auch bei US-Anleihen mit Währungs-Hedge dominieren die Abgaben", erkläre sie. Kunden der Commerzbank kauften europäische Staatsanleihen (ISIN IE00BH04GL39 / WKN A2PA8D) und US-Treasuries mit Laufzeiten von einem bis drei Jahren (ISIN IE00B14X4S71 / WKN A0J202) und verkauften US-Treasuries mit Laufzeiten von sieben bis zehn Jahren (ISIN IE00B1FZS798 / WKN A0LGP4) und deutsche, kurzlaufende Staatsanleihen (ISIN DE0006289473 / WKN 628947). (26.11.2019/fc/a/e)



Quelle: Aktiencheck




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