ETF-Handel: Wachsende Risikobereitschaft

Mittwoch, 06.11.19 11:30
ETF-Handel: Wachsende Risikobereitschaft
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Frankfurt (www.fondscheck.de) - Aufwärtstendenzen an den Aktienmärkten nutzen ETF-Anleger laut Händler zumeist zum Einstieg, so die Deutsche Börse AG.

"Über alle Anlageklassen hinweg machen die Käufe bei uns in der vergangenen Woche 59 Prozent aus", melde Christian Dürr von der Commerzbank. Aktien-ETFs kämen auf einen Anteil von insgesamt 84 Prozent. Besonders dort dominierten die Zuflüsse.

Allem voran positionierten sich die Kunden der Commerzbank in S&P 500-ETFs (ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG, ISIN IE00B3XXRP09 / WKN A1JX53), gefolgt von MSCI-Word-Produkten (ISIN IE00B4L5Y983 / WKN A0RPWH), gern auch mit nachhaltigem Anstrich (ISIN IE00BYX2JD69 / WKN A2DVB9). Dieser Trend setze sich zum Wochenbeginn fort. Der NASDAQ 100, S&P 500 sowie der Dow Jones Industrial hätten in den vergangenen Handelstagen allesamt neue Bestmarken erreicht. Mit dem Anstieg auf 2.261 Punkte habe auch der MSCI World gestern ein neues Allzeithoch geschafft.

Passend zum Optimismus an den Finanzmärkten würden sich Anleger laut Dürr von Strategie-ETFs verabschieden. MSCI World Value- (ISIN IE00BL25JM42 / WKN A1103E) und MSCI Euro Minimum Volatility-Positionen (ISIN IE00B86MWN23 / WKN A1J783) würden tendenziell aufgelöst.

Globale ETF-Investments sehe Morningstar übrigens im gesamten dritten Quartal auf der Überholspur. Die Portraits dieser ETFs mit Rendite-, Risiko- und Portfoliodaten seien von Anlegern und Beratern auf der Webseite des Analysehauses am häufigsten angeklickt worden. Drei der zehn beliebtesten ETFs würden demnach den MSCI World abbilden.

Mit über 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern diversifiziere das Barometer sehr breit. Auch mit Blick auf die Branchen lasse das Portfolio gegenwärtig kaum Wünsche offen. Kein Sektor vereinige mehr als 18 Prozent des Fondsvermögens auf sich. Mit diesem Anteil sei die Technologie-Branche am stärksten vertreten, gefolgt von Finanzwerten mit 17,5 Prozent und Gesundheitsaktien mit 12 Prozent. Die mit 60 Prozent recht hohe Gewichtung der US-Aktien im Index spiegele nach Ansicht von Morningstar den aktuellen Marktwert der Unternehmen wider.

Oliver Kilian spreche von einem anziehenden ETF-Geschäft mit sehr vielen Anfragen. Anders als in den vergangenen Monaten setzten die Kunden der UniCredit nun wieder stärker auf europäische Aktien. Überwiegend gekauft würden MSCI Europe-Tracker (ISIN IE00B1YZSC51 / WKN A0MZWQ, ISIN IE00BKWQ0Q14 / WKN A1191Q) und deutsche Standardwerte im DAX (ISIN DE0005933931 / WKN 593393). Das gelte auch für Britische Aktien im FTSE 100 (ISIN IE00BKX55Q28 / WKN A12CX0) und MSCI United Kingdom IMI Socially Responsible Index (ISIN IE00BMP3HN93 / WKN A11477). Anleger vertrauten zudem auf japanische Werte im MSCI Japan (ISIN IE00B53QDK08 / WKN A0YEDV), gern auch mit Absicherung zum Euro (ISIN IE00B42Z5J44 / WKN A1C5E6).

Mit Blick auf die Branchen registriere Dürr stärkeres Interesse an globalen Immobilienkonzernen etwa im Dow Jones Global Select Real Estate Index (ISIN IE00B8GF1M35 / WKN A1J3PB). Technologieaktien im S&P 500 Information Technology (ISIN IE00B3WJKG14 / WKN A142N1) würden ohne eindeutige Tendenz stark nachgefragt. Den Wert führe auch Kilian ganz oben in seiner Statistik. "Bei uns stehen Zuflüsse im Vordergrund."

Das Geschäft mit Renten-ETFs würden die Händler als überschaubar beschreiben. Die Kunden der UniCredit verabschiedeten sich in Summe von deutschen Kurzläufern mit Fälligkeit zwischen anderthalb und zweieinhalb Jahren im eb.rexx Government Germany-Index (ISIN DE0006289473 / WKN 628947). US-Dollar-Anleihen im iBoxx USD Treasuries Index (ISIN LU0429459356 / WKN DBX0CQ) sowie Tracker des Barclays Capital Emerging Markets Local Currency Core Government Index (ISIN IE00B5M4WH52 / WKN A1JADV) kämen hingegen gut an und würden per Saldo gekauft. Auch in Euro geführte Unternehmensanleihen etwa im Barclays Capital Euro Corporate Bond Index (ISIN IE00B3F81R35 / WKN A0RGEP) und Deutsche Bank iBoxx Liquid Corporate 100 Total Return Index landeten in Summe in den Depots. (Ausgabe vom 05.11.2019) (06.11.2019/fc/a/e)



Quelle: Aktiencheck


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