EUR/USD (Euro / US-Dollar)
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EUR/USD: Geldpolitik wird den Euro zunächst noch tendenziell belasten

Montag, 19.11.18 14:08
EUR/USD: Geldpolitik wird den Euro zunächst noch tendenziell belasten
Bildquelle: iStock by Getty Images
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Im Fokus: Der Euro hat seit Anfang Oktober gegenüber dem US-Dollar abgewertet, so die Analysten der DekaBank.

Zu Monatsbeginn habe der EUR/USD Wechselkurs noch bei 1,16 gelegen. Im Verlauf des Oktobers sei er bis auf 1,13 EUR/USD gefallen. Der Euro sei gegenüber dem US-Dollar durch Daten aus Europa und den USA unter Druck geraten. In Euroland hätten die Wachstumsdaten für das dritte Quartal spürbar enttäuscht. In Italien sei es zu einer Stagnation gekommen, und die deutsche Wirtschaftsleistung dürfte im dritten Quartal sogar geschrumpft sein. Hingegen habe die US-Wirtschaft positiv überrascht. Der Arbeitsmarkt in den USA laufe sehr gut und habe die Erwartungen an die neugeschaffenen Stellen im Oktober deutlich übertreffen können. Vor diesem Hintergrund dürfte die US-Notenbank im Dezember die Leitzinsen zum vierten Mal in diesem Jahr um 25 Basispunkte anheben.

Charttechnik: EUR/USD bewege sich zum Wochenschluss (09.11) wieder in der Nähe der wichtigen Unterstützungszone 1,1300/1,1280. Im Falle eines nachhaltigen Bruchs dieses Supportlevel sei ein weiterer Rückgang in Richtung 1,1100 wahrscheinlich. Sollte 1,1280 auf Wochenschlussbasis jedoch nicht unterschritten werden, werde einer Euro Erholung (1,1600/1,1800) gute Chancen eingeräumt.

Perspektiven: Für den Euro würden die Analysten der DekaBank mit Blick auf die fundamentalen Faktoren gegenüber dem US-Dollar über die nächsten Monate noch keine Trendwende erwarten. Sie würden mit einer weiterhin hohen Zinsdifferenz zwischen US-Treasuries und deutschen Bundesanleihen rechnen. Der US-Zinsvorsprung dürfte sich bei kurz- und mittelfristigen Staatsanleihen ausweiten und bei langfristigen Staatsanleihen überdurchschnittlich groß bleiben. Zudem seien die Wachstumsaussichten für die US-Wirtschaft günstiger als für Euroland. Grundsätzlich stützend für den Euro sei dagegen die Stabilität des Aufschwungs in Euroland. In den USA habe die Notenbank 2015 das Anleihekaufprogramm beendet. Die US-Leitzinswende sei im Dezember 2015 erfolgt, während die Europäische Zentralbank frühestens 2019 die erste Leitzinserhöhung beim Einlagensatz vornehmen werde. Entsprechend werde die Geldpolitik den Euro zunächst noch tendenziell belasten. (19.11.2018/ac/a/m)


Quelle: ac


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